Es war mal wieder soweit, Disney, der Mauskonzern, bei dem mir als Kind die Augen leuchteten und deren Zeichentrick in den 90ern ich geliebt habe hat mal wieder eine seiner großen Versprechensfeiern abgehalten, wo man neue Projekte vorgestellt hat und dabei auch wieder jede Menge Star Wars Content. Nichts davon löst in mir irgendwas aus und ich gestehe, ich habe eigentlich auch nur über Dritte was mitbekommen. Denn sie haben dieses Marketingding einfach nicht verstanden und denken, alles funktioniert über Mundpropaganda und es reicht irgendwo am Ende der Welt alles vorzustellen, und zwar exklusiv für die, die ihnen wohlgesonnen sind und dafür sogar noch Geld dazu bezahlen. Worauf wollte ich hinaus.
Ach ja, es ist doch einfach geil, dass sie ein Computerspiel antrailern, welches Star Wars Zero Company heißt und mein erster Gedanke ist, dass es um Disney selbst geht, die nämlich mit dem Franchise genauso umgehen, als würden sie weder Herz noch Seele in ein Franchise investieren, das einstmals so treue und liebvoll fantasiereiche Fans hatte. Disney's Star Wars hat es geschafft aus diesen Menschen zum Teil hasserfüllte verbitterte Ex-Fans zu machen, die sich den Content nur noch geben, um sich darüber lustig zu machen und einfach mal abzulästern, teils begründet, teils einfach nur wie man einen Punching-Ball bearbeitet, weil man angestaute Wut hat. Der Nerd Will-E, einer meiner Besten hat die Trennungsphase mittlerweile so lange hinter sich, dass er nicht mal mehr Wut hat sondern nur noch eine gewisse Gleichgültigkeit und das ist für mich teilweise noch schlimmer mit anzusehen. Faszinierend finde ich, dass er für sich eine Lösung gefunden hat, sich seinen eigenen Kanon geschaffen hat und nur das Star Wars lebt, das ihm gefällt und ich finde, das ist wirklich die beste Methode damit umzugehen.
Es ist insgesamt faszinierend, dass Disney es geschafft hat uns anzutrainieren, dass Erwartungshaltung etwas ist, dass man lieber nicht hat. Ein Konzern, der mal für 90% Volltreffer stand, man wusste einfach, dass man sich darauf verlassen konnte, dass ein Disney-Film etwas für die ganze Familie ist und man liebevoll mit den eigenen Inhalten umgeht, ist zu einem Hit and Miss Opportunistenclub geworden, der nicht mehr versteht, dass der Grund warum sie so groß wurden, die Kunst war, die sie erschufen. Heutzutage ruht man sich allzu oft auf den treudummen Anhängern aus, die immer noch nicht aufgewacht sind und beim Anblick des komischen Märchenschlosses keinen fetten Strahl kotzen und sich auf das Schlimmste gefasst machen. Es sterben so viele Träume in der Zero Company, die seit Jahren keine vernünftigen Projekte mehr neu erschaffen hat, sondern im Grunde ähnlich eines fleischverarbeitenden Betriebes mit zweifelhafter Moral das Fleisch vom Vortag einfach neu einschweisst, etikettiert und wieder neben das frische Fleisch der anderen Anbieter stellt mit ihrem Wiederverfilmen der eigenen Stoffe. Ich will nicht sagen, dass das nicht generell ein Problem in der Filmwelt geworden ist, doch Disney setzt dem tatsächlich die Krone auf und das ist so traurig, wenn man bedenkt wie viel Innovation da mal vorhanden war. Auch wenn das Verfilmen von Stoffen aus Märchen als Zeichentrickfilme schon damals in diese Richtung ging hatte es zumindest eines, was heute nicht mehr da ist, was ich nicht mehr fühle, Liebe zum Detail und Herz.
In diesem Sinne... musste einfach mal raus.
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| Es ist Absicht, dass die Brücke ins Nichts führt und der Eingang unter Wasser steht... |

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