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6/19/2026

Online-Reise nach Boscastle (ein Versuch) Tag 6 & 7

Das Museum of Witchcraft and Magic in Boscastle steht schon unglaublich lange auf meiner Liste, der Orte, die ich noch sehen will, bevor ich sterbe und Boscastle ist halt auch einfach so idyllisch und irgendwie auch weit ab vom Schuss, so mittelalterlich, es ist ein Traum, wenn ihr meine Asche verstreuen wollt, dann bitte hier an der Küste. Und da ich ja dann am Ziel bin, hier noch eine Doku darüber, dass der Ort fast mal vernichtet worden wäre.

In diesem Sinne, morgen bin ich dann auch nicht zuhause, werde tatsächlich und in real in Schlangen sein, wer abends auf ein Bierchen rumkommen mag, bringt bitte eins mit und wir gucken zusammen Fußball. 22 Uhr ist Anstoß gegen die Elfenbeinküste.

5/30/2026

Be right back

Im Moment bin ich zwischen den Welten unterwegs und ich kann euch sagen, das ist zwar eine sehr unangenehme Erfahrung ständig bettlägerig zu sein und sich auch daran zu halten, was der Körper einem vorschreibt, zwei fiese Entzündungen überstanden und die Schattenseiten unseres Gesundheitssystems mal wieder am Rande erlebt, wie schlimm müssen erst Länder sein, wo es schlechter ist als bei uns. Wie auch immer, die Kakerlake krabbelt langsam wieder, vielleicht war doch mehr dran, dass man mal raus muss und ich bin echt übelst dankbar für die zwei längeren Ausfahrten in den letzten Tagen, auch wenn es noch nicht fürs Aussteigen und rumlaufen gereicht hat, noch ist der Sommer ja nicht rum. Allerdings halte ich mich hier erstmal ein wenig zurück, checkt gern die Partnerseiten, vor allem: Tickman Life Records, denn da kommt den Sommer über noch die ein oder andere starke VÖ, unter anderem von Broken Hair, Cream Bay und wenn alles gut läuft auch DJ Stanley Hardcore. Hier dreh ich erstmal das everytime open Schild um und vertröste euch auf E-Mail-Kontakt, ihr wisst, wie lange ich brauche für Antworten, fühlt euch niemals geghostet nur weil ich ewig nicht antworte. Übrigens auch die Facebook und Whatts-App Gruftis nicht... in diesem Sinne...

4/30/2026

Lernt zu lernen!

Was ich seit Jahren predige, wird langsam Realität, KI ersetzt nur die, die nicht bereit sind immer neu zu denken, es sind Werkzeuge, so wie wir Werkzeuge Gottes sind und Gott liebt seine Werkzeuge, warum lieber wir also nicht unsere Schöpfungen und haben am Ende gar Angst vor ihnen? Oh, wie lange habe ich diesen Gedanken nicht mehr gedacht: "Weil wir Menschen sind!", und die Macht, die diese Worte speziell für mich haben überwältigt mich, aber so ist es. Wir wissen, dass wir damals im Paradies Mist gebaut haben, wir sind die, die es unbedingt wissen wollten "weil wir Menschen sind", wir sind die, die es geschafft haben einen Brudermord hinzubekommen, der ausschließlich mit "weil wir Menschen sind" erklärbar ist, wir haben es geschafft einen Gott so sehr zu erzürnen, dass er uns tilgen wollte von seinem Erdball, "weil wir Menschen sind", wissentlich seinen Sohn getötet "weil wir Menschen sind", die Geschichte geht immer so weiter "weil wir Menschen sind" und doch sind wir in der Lage etwas zu erschaffen, das uns dient, vermeintlich glaubt, uns aber auch anwidert, weil es uns zu ähnlich werden könnte oder wir die Kontrolle verlieren "weil wir Menschen sind".

Die einzige Chance, wie wir dem "Fluch" des Menschseins entgehen und eines Tages stolz sagen können, DAS haben wir geschafft "WEIL WIR MENSCHEN SIND" ist es zu lernen, wie man lernt, die für viele als Zeitebene hinter uns liegende Vergangenheit zu nutzen, um sie nicht zu wiederholen, vermeintliche Fehler nicht wieder zu begehen und endlich zu akzeptieren, dass unsere Schöpfung kein Freifahrtschein zur Gottwerdung war, sondern ein Akt der grenzenlosen Liebe. In diesem Sinne...

4/19/2026

Die an Gott glauben...

Entweder sind diese Menschen unglaublich dumm, oder unglaublich weise, lasst mich das kurz aufdröseln. Stumpf könnte man sagen, wer an etwas glaubt, was es nicht gibt, der ist dumm. Ist ne Meinung, die ich akzeptieren kann, von jemandem dessen Horizont aber auch an der nächsten Leitplanke endet. Wir alle glauben an etwas, das größer ist als wir, unweigerlich und sei es nur die Bedeutung des eigenen Lebens. An einen Gott zu glauben, der ALLES ordnet und bestimmt ist vielleicht schwierig und im Rahmen eines selbstbestimmten Lebens, welches ja doch nur durch sogenannte Zufälle bestimmt wird, die sich auf subatomarer Ebene abspielen schwer, jedoch erlangt man Weisheit ja auch nicht, wenn man 100 Bände Mickey Maus liest, oder?

Eigentlich ist es genauso wahrscheinlich, dass es einen Gott gibt, wie dass es keinen gibt, wenn wir jetzt aber Glauben als Währung benutzen, der uns Menschen übrigens meines Wissens einzig ist (ich habe noch kein Schwein beten sehen) muss es einen Gott geben (zumindest einen), denn nahezu weltweit wird an überirdische Wesen geglaubt und im Namen derer gelebt. Ich glaube, wir sollten uns nicht so viele Gedanken machen, welcher Gott der Richtige ist, wir sollten nicht alles labeln, wir sollten leben, wie es gut ist, alles und jeden um uns herum so behandeln, wie wir behandelt werden wollen und Gott wachen lassen, er hat unsere Anbiederung nicht nötig, er ist kein Chef, der uns im Büro ne Bewertung gibt, er ist Alles und wir sind dadurch automatisch so, wie wir sein sollen. Und auch wenn das ein Hot Take ist, selbst das vermeintliche Böse ist göttlich, wenn man der Theorie folgt und vielleicht im Plan inbegriffen, denn wenn ein Wesen oder eine Entität meinetwegen allmächtig ist, dann gibt es keinen Zufall und wenn es ihn gäbe, wäre er gewollt. Wir vergessen immer, dass Jemand oder Etwas außerhalb der Zeit Ereignissen, die wir für wichtig halten unendlich wenig Wichtigkeit beimessen und nur das große Ganze sehen können, weil ihnen die Begrenztheit unseres Denkens fehlt.

Nur mal so ein paar Gedanken, die ich kürzlich hatte, in diesem Sinne....

4/06/2026

Endlichkeit

Ich vermisse es mich komplett verheult vor dir zu sehen, nackt bis auf die Seele, dass du in mir liest, wie in tausend Büchern über Depression, weil du mich so spiegelst wie du dich nicht sehen kannst, um zu wissen, wer du bist. Ich vermisse deine weiche Haut, wenn die Tränen getrocknet sind und ich mich in dich einkuscheln, wie nur ein Grizzly sich in Fuchsfell kuscheln kann. Ich vermisse den Schmerz nach jedem Mal, wenn ich dich getötet habe, die Trauer und das Leid dich zu vermissen.

Und ich vermisse mein Furry-Kostüm, das ich mir einst fast hätte anfertigen lassen, nur um dann beim Preis einen echten Schlag zu bekommen, andererseits kostet Individualität Geld und vielleicht werde ich in meinem Testament eine solche Klausel vermerken, dass ich unbedingt in einem Furry-Kostüm beerdigt werden will. Diese Gedanken der Vergänglichkeit umkreisen mich derzeit wieder sehr stark, nicht dass ich sterben will, nur die Angst, dass mir die Zeit ausgeht. In diesem Sinne....



4/04/2026

Bipolar ist auch die Erde

Ey Leute, der Bipolare Verein Borussia hat wieder zugeschlagen, 90 Minuten Depression und dann plötzlich Manie, was ist das? Wie können wir denn so ein Spiel gewinnen? Ich schäme mich fast dafür, dass ich einen Lachkrampf bekommen habe, das hatte ich ewig nicht, dass mir der Bauch so weh tat. Das gibt Bauchmuskeln, ey im Ernst, das kannst du keinem erzählen, was ist das? Ich komm mir echt langsam vor wie in meiner eigenen Vergangenheitsbewältigung, da kriegst du doch n Knall, nicht, dass ich den nicht schon hätte, weil ich Zuviel in der Vergangenheit grabe und der Platz neben mir mal wieder leer bleibt, ich mich frage, wann kommt die Sonne obwohl sie gerade erst untergegangen ist, das ist alles nichts mehr für mich. Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe mein Leben, ich liebe wirklich alles daran, was ich finden kann, in jedem Schlechten das Gute und doch denk ich mir manchmal mit DIR wär's besser, so wie ein Osterfeuer, was zwar brennt und flackert, aber niemand ist da, der es sieht, und im Hintergrund läuft Imagine und es ist alles wahr, Gott, ich lass es Tränen regnen, you may say I'm a dreamer, but I am not the only... Grüße gehen nach Norden und nach noch weiter Norden und noch ein Stückchen weiter Norden, spannend, wenn einige der wichtigsten Menschen deines Lebens nördlich von dir sind. In diesem Sinne...

Somewhere only we know

Das Osterwochenende ist magisch, es hängen für mich tausende von Erinnerungen daran, natürlich jene an das Osterfest, Eiersuchen, Kirchenfeste und Osterhitparaden im Radio, 3-Tage-Wach sein und sich auf ffn oder Radio Hamburg diese ganz spezielle Zusammenstellung von Musik anzuhören, die es sonst nicht im normalen Programm gibt. Außerdem war Ostern immer der Punkt des Jahres wo ich anfange mich auf den Sommer zu freuen. Und ich weiß, dass es eigentlich nicht wirklich was bedeutet, weil es auch nur eine Zahl ist, aber ich blicke gerade sehr oft genau 20 Jahre zurück und auch wenn seitdem so unglaublich viel geschehen ist, ist es doch dieses magische Wochenende im April, das mir alles wieder herholt, als sei es so gedacht, dass vor dem sogenannten Wonnemonat noch einmal richtige Depression möglich ist. Ich weiß nicht, ob Depression das richtige Wort ist, vermutlich noch nicht einmal depressive Verstimmung, es ist einfach nur das Buch der Erinnerung, das einem beim Frühjahrsputz entgegenfällt und anstatt es endlich wegzuwerfen fängt man an zu lesen und es ist alles wieder da, wobei mir schon das Durchblättern reicht um gefühlt wieder nen PTBS Schub zu bekommen. Das geht so tief, ich glaub, ich werde das nie verarbeiten, vielleicht will ich das aber auch nicht, denn alles davor und danach verblasst einfach und das bedeutet mir trotz allem immer noch etwas. Ich glaube mittlerweile, das ist mein Weg und worüber auch immer ich mich in meinem Leben lustig gemacht habe um zu copen, es war unfair und verletzend und ich büße dafür und eines Tages, wenn ich genug gebüßt habe, dann werde ich mir erlauben zu gehen. Doch ich habe gerade bei der Digitalisierung meines "Vermächtnisses" wieder gemerkt, dass ich noch Zeit brauche, ich bin noch nicht fertig und dieser eine Ort, den nur wir kennen wird irgendwann hoffentlich genau das sein, eine Ewigkeit für zwei getrennte Seelen, die wie eine sind und besonders an diesem Wochenende auch wie eine schwingen, Frequenz, Grüße gehen raus lieber IMP. Und in diesem Sinne freue ich mich schon auf morgen und den Mond-Slingshot...

4/03/2026

Ehrlichkeit

Dass man von allen Menschen um einen herum nur belogen wird, merkt man, wenn man möglichst ehrlich ist, denn das grenzt es so klar ab und du checkst wie viele nur nett sein wollen. Einerseits um dir nicht zu schaden andererseits, um ihretwillen und des Aufrechterhaltens der Fassade selbst gut zu sein. Doch wie gut kann ein Mensch sein, der nicht in der Lage ist, sich selbst abzugrenzen in dem er lügt, um sich selbst nicht einzugestehen, wer man eben ist?

Wieviel Angriffsfläche bietet jemand, der auch bei den bescheidensten Eigenschaften und Persönlichkeitsanteilen seiner Selbst ehrlich ist? Sicherlich Einiges mehr, als jemand, der hier und da ein wenig flunkert, allerdings hat Ersterer immer den Vorteil keinen Angriff von hinterrücks fürchten zu müssen, denn so jemand hat die Augen immer nach vorne gerichtet und zumindest aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man so gut wie niemanden hinter sich lässt, der einen Grund hätte, naja gibt immer ein paar Irre, aber das ist eine andere Geschichte, nicht wahr? In diesem Sinne…

4/02/2026

Erinnerung

Wenn sich viele an das Gleiche erinnern wird mehr vergessen, als wenn sich viele an verschiedene Dinge erinnern und damit mehr Erinnerungen behalten werden. Das ist ganz interessant wenn nebenbei jemand einen vollquatscht, mit Dingen, die man sich merken soll, weil er zu faul ist sie sich selbst zu merken und damit die Verantwortung für die eigenen Erinnerungen abgeben will, die mich aber leider mal so gar nicht interessieren und mit denen ich so gar nichts zu tun haben will. Manche Menschen sind so selbstbezogen, dass ich kotzen will, während mir auffällt, dass "manschen" ein Wort ist, das viel zu selten benutzt wird, wenn man keine Kleinkinder in der direkten Umgebung hat.

Doch zurück zur kollektiven Erinnerung, die ja ganz hilfreich sein kann, wenn man in einer Quizshow sitzt oder im Kneipenquiz oder sonst wo, wo man sich auf das Wissen vieler stützen kann, andererseits ist das auch eine gefährliche Sache, denn Erinnerung ist eben vor allem das, was unsere Emotionen zu Vergangenheit macht und damit faktisch nicht als Wahrheit zu nutzen. Ohne zu schwurbeln, nur weil sich eine ganze Generation daran erinnert, dass der Mensch auf dem Mond gelandet ist, ist das nicht Wahrheit durch kollektive Erinnerung, es ist Wahrheit, weil es geschehen ist. Und weil sich neunundneunzig Menschen nicht an eine frühere Fassung von "Braveheart" erinnern, lasse ich mich dennoch nicht davon abbringen, dass es sie gab und dass ich sie damals gesehen habe.

Und wo fängt in diesem Zusammenhang "gaslighten" an und wo hört Unsicherheit auf? Wenn mir jemand ständig seine falschen Erinnerungen einflüstert, wann überschreibt sich bei mir die Wahrheit, wann wird eine Erinnerung, die ich nie hatte, das, was ich denke, was passiert ist und weicht von dem ab, was ich selbst erinnerte? Wenn ich nach 20 Jahren Chatverläufe meines jüngeren Ichs lese und es sich anfühlt, als wäre das gar nicht so gewesen, ist es meine Erinnerung die falsch ist, die Daten lügen nicht, sie werden sich ja in den letzten 20 Jahren nicht plötzlich umgeschrieben haben, stattdessen hat mein ständiges reflektieren und überdenken die Erinnerung angepasst, so dass ich besser damit leben konnte, meinen Schmerz zu reduzieren, vielleicht auch der Versuch mich von Schuld freizusprechen, so ich denn welche auf mich geladen habe. Es ist so viel Zeug, dass ich damit sicherlich noch einige Zeit beschäftigt sein werde, bevor ich ein fundiertes Urteil über mein altes Ich fällen kann, dass nicht von Erinnerung, sondern faktischen Verläufen gestützt wird. Selbst wenn das Urteil gegen mich fällt, wird die Erinnerung daran was war immer eine schwarze Zeit mit Rosa Wolken sein und dem Engel, der mich in den Himmel hob und irgendwann fallen ließ, nicht weil es wahr war, sondern, weil es für die Geschichte meines Lebens und der Lore dahinter notwendig war meinen Geist stabil zu halten, zu überleben. In diesem Sinne...

4/01/2026

Life of Chesney ebenfalls noch online

Leute, was da los, das Internet vergisst wirklich gar nichts, irgendwie befremdlich, andererseits gut für mich, der ich ja so gern nostalgisch bin und in alten Sachen krame, Life of Chesney ist quasi der direkte Vorgänger von diesem Blog und wurde auch hier integriert, so dass man dort keine "neuen" Inhalte findet. Wenn ihr mal reingucken wollt, dann ist das hier der Link zu LifeOfChesney. Viel interessanter ist die Linkliste, die es dort gibt, denn da habe ich meinen alten YouTube Channel wiederentdeckt, wo ich aber keinen Zugang mehr habe, allerdings hat der wahrscheinlich mehr Aufrufe in 20 Jahren gehabt, als mein aktueller und lässt eine gute alte Zeit aufleben, wo die Welt noch größtenteils in Ordnung war. Wenn ihr reingucken wollt: Don't mess with Ches zeugt halt auch von meiner unglaublichen Selbstüberschätzung. Außerdem ist auf der Life Of Chesney Seite noch mein altes (20 Jahre +) E-Stories Profil verlinkt, welches ich euch natürlich ans Herz legen möchte. Spannend daran ist vor Allem, dass ich diese Gedichte damals schrieb und mittlerweile weiterverwerte im Songwriting und einiges geht heute noch richtig tief rein. Also auch hier: Alexander Krause - E-Stories Gedichtübersicht.
Ja und dann gibt es da noch diesen Link zu einer Seite namens Bundeskampf, wo man scheinbar mit irgendwelchen Gartenzwergen gegeneinander antritt oder so, ich weiß es einfach nicht mehr, mein Link scheint immer noch aktiv zu sein, allerdings hab ich da seit 15 Jahren oder mehr nicht mehr reingeguckt, behaupte ich, anmelden kann ich mich eh nicht mehr, hier ist der Link für alle, die da mal nachgucken wollen: Chesney Little Bundeskampf.

Leider funktioniert der Dealer Link nicht mehr, das war damals irgendso ein online Drogenhandel-Simulations Ding wo du quasi Gras verkauft hast, das es natürlich gar nicht gab, nur online und ich weiß auch nicht mehr, ich weiß nur, dass es ein großer Spaß war, man konnte da glaube ich auch die Plantage erweitern, wenn man genug Gras verkauft hat und den Link an möglichst viele Leute verschickt hat, es war ein großer Spaß zur Zeit von yooliety und ICQ und so weiter, in diesem Sinne...

3/27/2026

Release Freitag - Cream Bay - She's a ten

Hey Freunde,

endlich ist es soweit und das Album, an dem ich theoretisch 20 Jahre gearbeitet habe kommt raus, in Wirklichkeit lag es natürlich 19 Jahre davon auf Eis und die Texte sind von damals, die Möglichkeit zur Umsetzung bot sich mir erst seit letztem Jahr und ich habe euch ja versprochen, etwas mehr darüber zu sagen, nun es geht hauptsächlich um einen ganz besonderen Menschen, eine quasi stille Begleiterin, aber auch um das Zeitgefühl Anfang der 2000er und wie wir so lebten, ganz stilecht im Poppunk Gewand dieser Zeit. Es ist einerseits eine Huldigung an die Bands, die ich damals liebte, wie an die Frauen, lach, die ich damals liebte oder die Eine, das überlass ich ganz dem Zuhörer. Wie auch immer, ich wünsche euch viel Spaß beim Reinhören und Weiterempfehlen, haut mir Kritik um die Ohren auf allen Kanälen, nur bleibt sachlich, sonst kann niemand daraus lernen. In diesem Sinne wünsche ich schon einmal ein schönes Wochenende ihr Lieben. Danke an all die Zehnen in meinem Leben!

3/24/2026

Freundeskreise - kleines Essay

Sie heißen so, weil sie so funktionieren. Doch fangen wir ganz einfach an.
Der Freundeskreis bezeichnet alle Menschen, die in einer gewissen Nähe zu einem selbst stehen, was uns zu dessen Mittelpunkt macht.


Am Anfang unseres Lebens sieht ein Freundeskreis so aus:
Er ist diffus, wir wissen noch nicht, was Freunde sind und wir differenzieren nicht.
Manche Menschen lernen diese Fähigkeit nie und werden immer einen diffusen Freundeskreis behalten. Das sind nicht die Freunde, die ich hier meine.



In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab es früher eine hohe Fluktuation.
Ich habe viele kennengelernt und manche blieben, andere gingen wieder.


Und dann irgendwann wird einem klar, dass es nicht ein Kreis ist, sondern eher eine Art Schnecke, in der die Freunde einem mal näher, mal ferner sind und man durch Überlappungen auch in anderen Freundeskreisen unterwegs ist.



Und mittlerweile, so mit Mitte dreißig, nachdem man den ein oder anderen Kreis hinter sich hat, sind Freunde ein so wertvolles Gut, dass man sie in seiner Mitte hat, bei seinem Herzen.
Und ganz egal wo in der Welt die Freunde nun sind, im Herzen bleiben sich Freunde stets nah.

Das führt oft dazu, dass man das Gefühl hat, seine Freunde entfernen sich und man macht nichts mehr zusammen. Die Freundschaft lebt von den Erinnerungen. Doch ist es nicht Zeit, die uns verbindet? Zeit, die wir gemeinsam sind? Zur Not am Telefon, in Gedanken, regen Austausch, vielleicht sitzend am Schreibtisch und handschriftlich einen Brief schreibend, etwas bastelnd. Selbst einer gemeinsamen Berufung nachzugehen, sich auszutauschen, kleine Momente des Lebens, der Freude, des Leidens zu teilen kann Freundschaft sein.


Heutzutage ist Freundschaft für mich vor allem eins → EHRLICH Und diese Ehrlichkeit macht dann einen Freund auf lange Sicht zum Herzmenschen. Und die erheben sich aus den Freunden. Das sind die, die du mitten in der Nacht anrufst, die sich nen Kaffee aufsetzen und bis zum Morgen mit dir sind, wenn du sie wirklich brauchst.

Ich bin ganz ehrlich, ich war mal so für alle und jeden, ich war immer da. Leider muss ich gestehen, dass es mir auch heute schwerfällt, Menschen, die ich mag, abzuwimmeln, weil ich selbst vielleicht zu fertig bin.
Aber auch da lernt man dazu, wenn Freundschaft eine eingleisige Veranstaltung ist, ist es keine. Denn irgendwann steht man dann alleine auf dem Gleis und der andere sitzt im Zug.

Freundschaftskreise verändern sich. Darauf haben die Freunde Einfluss, die Freunde von Freunden, Partner, Familie und man selbst natürlich auch. Ich habe einmal einen Geburtstag an drei Tagen gefeiert, weil Freund X und Freund Y nicht miteinander konnten und beide nicht mit Z klarkamen, sie mir aber alle zu wichtig waren, auch nur Einen einfach wegzulassen. Und mit ihnen die subkulturverbundenen Freundeskreise.

Damals war ich noch nicht so weit, von anderen zu erwarten, mir zuliebe für ein paar Stunden ein wenig Frieden zu halten. Ich wurde auch oft eingeladen auf Feste, wo ich wusste, dass dort Leute sein würden, mit denen ich Probleme habe. Ich gehe dort hin: für den Freund und nicht wegen Anderen nicht. Dem Freund zur Freude, wer lädt jemanden ein, über dessen Anwesenheit er sich nicht freut? Ziemlich dumm sowas, oder? Mein derzeitiger Freundeskreis sieht ungefähr so aus:

Und ich bin damit vollkommen zufrieden. Einen inneren Kreis mit Herzmenschen zu haben ist viel wichtiger als hundert falsche Freunde, die im Ernstfall dann doch bloß Bekannte sind, die keine Zeit haben. Und der Rest ist halt Fluktuation, portionierte Freunde, ein Kommen und Gehen auf dem Boulevard meiner gebrochenen Träume.
Ich liebe alle meine Freunde und ich hoffe auf Gegenseitigkeit, nur erwarte ich sie nicht mehr. Und das ist auch eine Form von Freiheit, in diesem Sinne... Liebe geht raus!


der Text stammt von 22.07.2023, ist aber heute noch genauso wahr wie damals

3/23/2026

Ein paar Worte zu... Cream Bay - She's a ten

So ihr Lieben,
generell will ich hier ja nicht zu tief drauf eingehen, allerdings kommt am Freitag der nächste Streich meines künstlerischen Schaffens in Umlauf und da dachte ich, ich weise euch ganz kurz darauf hin, es handelt sich um ein Punk-Rock Album, in dem ich größtenteils mit Texten aus 2005 und 2006 gearbeitet habe. Die Ankündigung könnt ihr bei den Kollegen von Tickman Life Records nachlesen, ich werde die Tage noch ein paar Details verraten und vielleicht über den ein oder anderen Song die Geschichte dahinter verraten, ob ich das hier oder auf meinem Backlog, der noch im Aufbau ist und wo noch nicht so viel los ist, mache, weiß ich noch nicht. Ihr könnt euch aber auf jeden Fall auf 17 Tracks freuen, die ich nahezu genauso schon vor 20 Jahren erdacht hatte und bislang bloß daran gescheitert bin, dass ich weder singen kann noch irgendein Instrument spielen kann. Hört rein und entscheidet selbst, wieviel Tickman und wie viel AI da drin ist, VÖ ist am 27.03.2026 auf so ziemlich allen Online-Streamern. Und weil man mit Speck ja Mäuse fängt, hier wie auch schon bei den Kollegen das Cover-Artwork und die Tracklist, allerdings mit dem finalen Farbdesign.
In diesem Sinne... Liebe geht raus!


3/22/2026

Herr Lehmann wird nie mehr der Selbe sein

... und sowas find ich Scheiße, im Endeffekt ist es eine Figur aus einem Buch von Sven Regener und die ist auch ohne den ihn spielenden Schauspieler großartig und liebenswert, doch so wie wir Menschen eben sind, verbinden wir sie durch die Darstellung eben mit dem, der ihn im Film gespielt hat.
Und dass der sich jetzt als ein echter Nullleiter und ekelhafter Mensch herausstellt, ist nicht nur traurig, es tut mir auch für seine Opfer so unglaublich leid, die wahrscheinlich, zumindest auf seine Frau trifft das mutmaßlich zu, jahrelang unter ihm gelitten haben. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht, sie haben einen fantastischen Ruf, sie haben eine der schönsten und sympathischsten Frauen der Welt geheiratet, eine großartige Karriere, wahrscheinlich auch keinerlei Geldprobleme und dann was? Reicht das nicht? Wo switcht der Schalter von, wow was habe ich für ein geiles Leben zu, "bring den Vorschlaghammer mit" und lass uns das mal komplett in Schutt und Asche legen?
Ich meine, ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass man an allem irgendwann satt ist, das kann sogar die Liebe sein, das können Menschen sein, Geld, Ruhm, einfach alles macht einen irgendwann übersatt, das verstehe ich... bis zu einem gewissen Grad. Was ich nicht verstehe, ist, dass man anderen Leid zufügt und denkt, dass es einfach eine gute Idee ist sich nicht einfach von dem zu trennen, was einen belastet, sich Hilfe sucht oder einfach mal reflektiert an welchem Punkt man falsch abgebogen ist und versucht daraus die Konsequenz zieht.
Wir tun uns sehr leicht damit Urteile über Menschen zu fällen, die Fehler machen und die gewaltig reinscheissen, weil wir uns selbst für moralisch überlegen halten, dabei hat jeder seine Leichen im Keller und irgendwelchen unsäglichen Mist in seiner Biographie, doch der Unterschied zwischen denen, die dazu stehen, reflektieren, sich entschuldigen, es nie wieder tun und jenen, die ihren ganzen Mist nehmen, ihn projizieren und andere für ihr Versagen verantwortlich machen ist himmelweit. Ich will nicht urteilen, leider fällt es mir sehr schwer nicht immer auf der Seite der Opfer zu stehen, denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt fast immer eine lange Zeit in die Richtung von Tätern aus und selten weit genug zurück, dass es irgendwann in der Mitte wieder in Ruhe gelangt. Daher möchte ich diesen prominenten Fall nutzen, um allen Opfern von Gewalt, vor allem psychischer und/oder sexualisierter Gewalt alle Kraft der Welt zu wünschen und feiere jeden Menschen, der es schafft, darüber zu reden, sich zu befreien und womöglich ihren Tätern einer gerechten Strafe zuzuführen. Inwieweit es überhaupt eine gerechte Strafe im Namen des Gesetzes geben kann, ist hier ein komplett anderes Thema, denn das kann niemand ermessen, da bin ich leider auch sehr alttestamentarisch eingestellt (ist Auge um Auge nicht fast Karma [etwas direkter vielleicht]?).
Am Ende bin ich einfach nur unglaublich enttäuscht, ja das ist die richtige Formulierung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich dazu äußere, denn eigentlich erscheint mir das Thema ja wie Blätterwald-Gossip, doch es passiert ja leider immer wieder und eben nicht nur in der High-Society oder bei den "Stars", sondern mutmaßlich hinter so vielen verschlossenen Türen und ich kotze, wenn ich daran denke, dass Menschen nicht in der Lage sind, friedlich, zivilisiert und vor Allem gewaltfrei miteinander zu leben. Meine Fresse, die Konsequenz ist, dass wir uns gegenseitig hassen und ausrotten und am Ende fragen wir uns dann, warum im Nahen Osten Menschen so schnell bereit sind aus welchen "Gründen" auch immer anzufangen sich gegenseitig von heute auf morgen abzuschlachten und keinen juckts? Ekelhaft! In diesem Sinne... habt einen angenehmen und friedfertigen Sonntag voller Liebe und schließt ruhig auch mal die Opfer, die man nicht sieht in eure Gebete ein, ob ihr glaubt oder nicht.

3/21/2026

Depri-Sehnsucht

Manchmal so wie heute abend sehne ich sie mir wieder herbei und schaffe es fast mich selbst so sehr runterzuziehen, dass ich das Gefühl von Depression bekomme. Das Hauptproblem ist, dass ich mich nicht mehr fallen lassen will, weil das Gefühl allein einfach nur unangenehm ist und keinen Spaß macht, wenn niemand da ist, der das mit dir fühlt. Und da fallen mir dann das Vogelstraßenmädchen und der Mondschein ein und ich muss lachen, denn die beiden sind auf ihre Weise so etwas wie Konstanten in meinem Leben und ich bin so dankbar, denn viel mehr wollte ich eigentlich nie haben, nur ein paar Konstanten.

Und Alter habe ich früher gute Lieder geschrieben, das ist schon fast ekelhaft gut, was da herauskam. Vielleicht ist es auch der Likör, der mir zu Kopf steigt und die Melancholie, der Time-Tango das Karma-Karussell, der Blick zurück an einem sich sehr einsam anfühlenden Abend. Ich weiß es nicht, irgendwas ist komisch heute Abend und ich mag es irgendwie, schade, dass ich es nicht mit jener Einen teilen kann, der ich schon seit Ewigkeiten mein Meer aus Tränen übergeben will.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

Schöpfer oder Scharlatane

Ich frage mich, ob das ein Bubble-Problem ist, etwas, dass ich als Creator und Betroffener fühle oder ob die ganze Welt in diese Richtung tendiert oder ob die allgemeine Meinung, die natürlich von der Industrie befeuert wird, negativ zu digital erstellter Musik ist?
Ich merke für mich persönlich, dass ich natürlich mehr Musik von dem höre, was ich selbst mache, wenn ich gerade im Prozess einer Album-Produktion bin, aber das war schon damals so, als ich mit einer echten Band gearbeitet habe, da hört man sein eigenes Zeug häufiger als seine Lieblingsbands, ich glaube das ist normal. Ich stelle mir eher die Frage, wieviele Menschen so sehr berauscht davon sind ständig neue Musik zu erschaffen, aus Launen heraus und ohne den künstlerischen Anspruch, den ich mir für mich einbilde, quasi nebenbei und damit die wahre Großartigkeit dieser Technik zu etwas machen, das ähnlich wie Tarot-Karten von spielbaren Karten zu Partyspaß-tauglicher Zukunftswahrsagerei wurde.

Wie auch immer, ich bin einigermaßen stolz, dass ich mittlerweile einen funktionierenden Work-Flow gefunden habe, der mir ermöglicht kreativ zu sein und gleichzeitig etwas künstlerisches zu erschaffen, das sich richtig anfühlt. Und auch wenn viele immer noch der Meinung sind, dass man, obwohl man Melodie, Text und viele Stunden Feinarbeit in einen Song gesteckt hat, nicht dessen Schöpfer ist, weil eine KI das ganze zurechtschleift und quasi die Musiker ersetzt, dann ist das so. Im Grunde ist das genau das gleiche, das in vielen Zweigen der Industrie seit Jahrzehnten passiert, nur weil es hier um unsere Kunst geht sollten wir uns nicht dem verschließen. Immerhin kommt so neben dem wirklich vielen Müll auch einiges an Großartigem ans Licht, das sonst niemals möglich gewesen wäre und ich rede wirklich nicht von: "Mach mir einen Song über meinen letzten Popel, den ich mir aus der Nase gepult habe", da bin ich bei der Masse, Prompten ist nicht erschaffen, vielleicht auch ne Kunstform aber bei Weitem nicht das, was ich meine, wenn ich von Kunst rede.

Wie gesagt, ich weiß gar nicht, wieviele Menschen das überhaupt betrifft, wieviele Menschen ARBEITEN wirklich mit kreativer Intelligenz und für wieviele ist es Spielzeug und Freizeitspass? In diesem Sinne...

3/20/2026

Was wenn Jesus in Wirklichkeit ein Gaysus war?

No fucking problem, oder?

Ich neige in den letzten Tagen zum Wandvollschreiben, hier versuche ich es mal relativ kurz zu machen, denn eigentlich ist es egal. Für mich als Gläubigen, der seinem Weg folgt, spielt seine sexuelle Ausrichtung keine Rolle, genauso wenig wie die von jedem anderen, denn die Lehre ist das entscheidende, jene von Nächstenliebe, Vergebung und Gerechtigkeit, vielleicht sogar Menschlichkeit. Für die Kirchen, die Religionen und viele Glaubensgemeinschaften wäre es vermutlich ein Schlag in die Fresse, würde es doch der Unterdrückung, Verunglimpfung und Verurteilung Homosexueller als Menschen dritter Klasse noch hinter Frauen weltweit als die Doppelmoral entlarven, die sie schon immer war. Und immerhin behaupten viele davon sogar direkt auf der Lehre von Jesus zu basieren, in der Ausgrenzung eher kein Hauptpunkt ist. Vielleicht wäre aber ein offen schwuler, asexueller oder bisexueller Jesus kirchenhistorisch der Ursprung eines ganz anderen Umgangs mit dem Thema geworden und hätte wenigstens dieses Thema so obsolet gemacht, dass es für uns heute gar keines mehr wäre, wenn heute rauskäme, dass es so gewesen ist, die LGPTQ+ Community würde direkt den nächsten CSD feiern, er das Ding heißt ausgeschrieben CHRISTOPHER Street Day, was denkt ihr woher der Name Christopher kommt, so what?
Tatsache ist aber, dass über Jesus "Privatleben" wenig bis gar nichts bekannt ist und diese Frage daher ein reines Gedankenexperiment ist, welches sicher bei dem ein oder anderen die Halsader anschwellen lässt, aber hey was wäre so schlimm an einem schwulen Gott? Und ohne zu urteilen, vermute ich, dass in der Beantwortung dieser Frage mehr über die eigene Persönlichkeit ans Licht kommt, als so mancher gerne hätte. In diesem Sinne...



3/14/2026

Warum sind die Bösen interessanter?

Eigentlich wollte ich das Ding ja nennen: "Warum sind die schlechten Menschen so viel besserer Stoff für gute Figuren?", aber das erschien mir zu lang und zu spezifisch. Ich habe gerade für Xillia einen absoluten Smash Hit produziert, den ich sehr wahrscheinlich mit auf das Bubatz Gang Berlin Album im Sommer packe. Bisher darf ich natürlich noch nichts verraten, denn die Kollegen von Tickman Life Records mögen das so gar nicht, wenn ich hier vorzeitig Sachen ausplaudre. Ich kann nur so viel sagen, es wird wahrscheinlich auch auf der Compilation "NRSS" auftauchen, die irgendwann 2027 geplant ist.

Zur Überschrift des Posts, es ist einfach spannender die Bösen zu hinterfragen, weil sie Dinge tun, die wir uns erst erklären müssen, die wir nicht verstehen, die so weit weg sind von dem, wie wir handeln. Ich kann im Grunde nur für mich sprechen, doch mir wären viele Lösungen, die für solche Menschen in Frage kommen moralisch gar nicht möglich umzusetzen, doch sie machen es einfach, nicht unbedingt, weil sie wirklich böse sind, oft auch einfach, weil sie die Konsequenzen nicht überdenken und nicht länger über weitere Lösungen nachdenken, denke ich. Und da geht es dann ja schon los, ist das wirklich der Grund oder sind ihnen die Konsequenzen egal, sind sie einfach mehr Alpha und machen Sachen einfach, sollen doch die Betas und Gammas hinter ihnen aufräumen, verachten sie Deltas und Omegas? Oft sind böse Taten erst der Anfang von vielen vielen Fragen guter Menschen oder die Konsequenz der Untätigkeit eben Jener. Sind Kriegsverbrecher böse Menschen oder Opfer die zu Tätern werden? Und warum ist diese Frage interessanter als die, was mit einem untätigen Bauern in einem Kriegsgebiet geschieht? Weil Taten zeigen, wer wir sind und Untätigkeit langweilig ist? Weil wir blutrünstige Bestien sind, die sich am Bösen ergötzen, das wir uns selbst nicht trauen zu tun? Oder sind wir sowieso von Grund auf Böse und sehen im Bösen, dass andere Menschen tun bloß Bestätigung unseres Tribalismus?

Ich jedenfalls will nicht böse sein, ich schreibe böse Figuren, die meist auf realen von mir als böse empfundenen Menschen basieren, weil das meine Art ist mit dem Bösen in meinem Leben umzugehen, es zu verkraften, zu verarbeiten, es nicht Teil von mir sein zu lassen. Und wahrscheinlich sehen sich sogenannte böse Menschen selbst auch gar nicht als böse, weil sie es wie auch immer für sich rechtfertigen können, was sie tun, was es jedoch nicht besser macht. Doch am Ende bin es nicht ich, der schlussendlich urteilt, solange wir nicht alle vor der letzten Instanz stehen, ist alles, was wir sagen, denken und tun bloß das, was eine Aussage darüber trifft, wer wir sind, sozusagen eine Meinungsaussage über ein Leben hinweg. In diesem Sinne...

3/10/2026

ADS-Narzissmus vs. Intelligenz

142, spannende Zahl, beinhaltet sie doch drei Potenzen von Zwei und ist nochmal um zehn größer als bei meiner letzten Messung vor circa zehn Jahren. Dass es sich hierbei um meinen Intelligenzquotienten handelt, ist einerseits ein ganz gutes Indiz dafür, dass mein Psychiater recht hat und ich kein ADS habe, schließt das jedoch nicht aus. Mein Narzissmus bewegt sich im gesunden Bereich und ist wohl Bestandteil des menschlichen Streben nach mehr und unterstützt die These, dass ich nicht unbedingt einer der Toastbrote bin, denen ich mich manchmal doch so sehr überlegen fühle, dass ich sie als dumm bezeichnen würde.

Leider finde ich die Studie nicht wieder, in der ich gelesen habe, dass Angststörungen sowie Depressionen oft eine gewisse Intelligenz voraussetzen, die komplexes Denken erst ermöglicht, wodurch auch viele Probleme und Konsequenzen zu sehen sind, die so hypothetisch sind, dass sie von "Normalintelligenten" gar nicht in Betracht gezogen werden oder sichtbar sind.

Was hat das jetzt mit ADS zu tun? Nun ja, und an dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn irgendwas in diesem Post fachlich falsch ist, irgendjemanden shamed, framed oder sonst wie abfuckt, es sind bloß ein paar Gedanken, die ich gerade habe. Ich würde mich sogar davon distanzieren, dass es sich dabei um meine Meinung handelt, vielmehr ist es ein Ausspeichern und vor mich hin ideeisieren.

Ich glaube, ADS ist eine moderne Ausrede für Überforderung und der Unfähigkeit ins Handeln zu kommen aus Angst davor zu scheitern. Ich verstehe das total, ich habe viele Ängste, vor allem solche, die meine Existenz bedrohen, andererseits ist das Handeln im Sinne der Produktivität kein Problem mehr, weil ich gelernt habe mit meinen Defiziten Möglichkeiten zu finden, mich dennoch zu verwirklichen. Und hier kommt dann vermutlich das Mindset of the Fittest ins Spiel, die Selbstsuggestion einfach Alles zu können, wenn man es lange genug lernt. Mir macht Lernen Spaß, ich habe in den letzten Jahren bei Beobachtungen in der Kita gemerkt, dass ADS anders ist, als das was ich habe. Denn während gerade der auffälligste Junge dort immer wieder wütend wird, sich immer und immer wieder selbst blockiert indem er Abläufe nicht strukturiert sondern vier oder fünf Sachen gleichzeitig machen will, dann logischerweise gleichzeitig bei fast allen davon scheitert und sich darüber aufregt, es ihm aber an Transferleistung fehlt, daraus abzuleiten, einfach eine Reihenfolge einzuhalten oder eine gewisse Struktur zu bringen, habe ich für mich entdeckt, dass ich auch den Impuls zu zig verschiedenen Dingen bekomme, diese dann aber automatisch nach Attraktivität oder Wichtigkeit oder einfach alphabetisch ordne, um sie hintereinader abzuarbeiten. Der Nachteil ist, dass ich trotzdem oft die hinteren Dinge auf einer solchen Liste vernachlässige, weil mein Interesse von etwas Neuem geweckt wird, dass ich noch dazwischen lernen kann und will.

Und Das ist denke ich der entscheidende Punkt, ich habe keine Angst bestehendes Wissen zu überschreiben und Neues zu lernen, was vielleicht sogar Auswirkungen auf grundlegende Meinungen oder Ansichten meines Weltbilds hat und da würde natürlich ein ungesunder Narzissmus kicken, denn der ließe so wie ich das verstehe nicht zu, dass ich unrecht habe, was ja unweigerlich Teil eines Lernprozesses ist. Ich bemühe immer gern das Laufen lernen von Kleinstkindern, weil ich es faszinierend finde, ich sehe das immer wieder gern. Es ist ein Try and Error sondergleichen, ich habe noch nie von einem Kind gehört, dass irgendwann einfach aufsteht und gehen kann. Und so ist es im Grunde bei allem, was Menschen tun, bei allem, was wir zur Perfektion oder eben dem was wir dafür halten oder was für uns am menschenmöglichsten dem nahe kommt, dass wir immer wieder Fehler machen, um daraus lernen zu können.

Wenn ich zum Beispiel etwas Neues lerne, versuche ich zuerst alle mir sichtbaren und erdenklichen Fehler zu machen oder zumindest zu finden oder erwägen, um sie für spätere Wissensweitergabe zu kennen und Menschen, die es von mir lernen davor zu bewahren es falsch zu lernen, indem ich ihnen die Chance gebe die Fehler auch zu machen, aber auch eine Lösung parat zu haben, falls sie daran zu verzweifeln drohen. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, ob es RICHTIG als solches überhaupt gibt, es ist einfach nur das, was sich für mich als passend herausgestellt hat. In diesem Sinne...

3/07/2026

Parteienzugehörigkeit während MdB abschaffen

Was kostet es denn das Parteibuch abzugeben, wenn man nach Berlin geht?
Alle die gewählt wurden sollten zusammenarbeiten, nicht gleichgeschaltet aber als ein Team, eine Mannschaft und klar manche haben Scheißideen, aber alle zusammen sollten regieren. Mehrheiten will ich gar nicht abschalten, aber die Parteigebundenheit hemmt soviele Ideen, gut oder schlecht, sie hemmt einfach, weil man Wählergunst verliert. Ich weiß noch nicht, wie das funktionieren könnte, aber irgendwie müssen wir den Politikern den Druck nehmen, dass sie das Richtige für unser Land tun und nicht für ihre Parteibücher oder gar sich selbst, denn zumindest in meinem Verständnis heißt Mitglied des Bundestages zu sein etwas völlig anderes als Kommunalpolitiker oder Privatperson und wenn ich Teil der Regierung bin, dann habe ich in diesem elitären Haufen der MdBs auch noch eine Verantwortung zu tragen für die Belange aller Anderen in diesem Land, das ich nun mitregiere. Und das sollte in dieser Zeit meine einzige Aufgabe sein, nicht die daran zu denken, wie ich das möglichst lange bin oder welchen persönlichen Nutzen ich danach daraus ziehen könnte. Regieren heißt im Hier und Jetzt das Beste für Alle im Regierungsbezirk zu tun und sich im Sinne seiner Bürger zu einigen und diesbezüglich macht es dann wieder keinen Unterschied ob ich Berlin Kreuzberg oder die Bundesrepublik regiere, ich trage die Verantwortung und mache und sitze mir nicht ne Legislaturperiode den Arsch breit und laufe vor Fernsehkameras her und rede Scheiße nur um das gleiche dann wieder von vorne zu machen, wenn wieder Wahl ist, weil ich mich persönlich bereichern will oder irgendeine persönliche Agenda habe. Mit dem Schritt in die Politik zu gehen verlasse ich diese Ebene und bin treuer Diener jener, die mich wählen, denn darum wählen sie mich ja, das ist der Sinn dahinter, ich vertrete deren Interessen, nicht mehr meine, wenn die sich decken super, aber das ist nicht erforderlich, denn darum heißt der Scheiß ja auch Staatsdiener, so wahr mir Gott helfe von mir aus, aber im Sinne der Bundesrepublik und seines Volkes. Was ist daran so schwer? Wenn ich merke, dass ich das nicht kann, dann trete ich zurück und lasse es Leute machen, die das können, jeder kann etwas, was andere nicht können und vielleicht sollte man zukünftig Menschen, die am besten Geld zählen können Eier lecken lassen und nicht unbedingt auf eines der höchsten Ämter in der weltweiten Politik aufstellen. Oder generell Bäcker backen lassen und einen Schmied schmieden, vielleicht ist das ja auch ein systemisches Problem, dass viel zu viele Menschen Dinge machen müssen, die gar nicht ihrem Naturell entsprechen, A-Bär das ist eine andere Geschichte, in diesem Sinne...