Posts mit dem Label Was wäre wenn? werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Was wäre wenn? werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

10/28/2025

Der letzte Gedanke?

Was würdest du tun, wenn das Ding die Erde trifft, was würdest du tun, wenn das die letzten Stunden sind, bis die Welt sich schon im Krieg befindet, was tun, wenn unser Leben sich von heute auf morgen gänzlich ändert und nichts mehr ist, wie es mal war?

Was würdest du tun, wenn irgendwer den Knopf gedrückt hat, was würdest du tun, wenn die Sonne dunkel wird, was wenn die Erde alle Menschen von der Oberfläche tilgt?

Was würdest du tun?

Was würdest du tun, wenn es faktisch längst vorbei ist und das Alles nix mehr wert?

Meine letzten Worte sollten für dich sein und für immer widerhallen, ich liebe dich in Ewigkeit, Amen!

6/13/2025

Judas, der wahre Held der Geschichte?

Judas war seit meiner Kindheit immer der Böse, er hat Jesus verraten aus Geldgier und weil er charakterschwach war, bei Wes Craven wurde er zur Strafe zu einem Untoten und wenn jemand uns unvermittelt den Rücken kehrt und sich als mieser Verräter herausstellt nennen wir ihn Judas. Was wäre, wenn das alles auf Mißverständnissen fusst und in Wirklichkeit Judas Iscariot der Held der biblischen Erzählung ist, weil er von Gott auserkoren war, Jesus auszuliefern, um dessen Opferung zur Erlösung der Menschheit erst möglich zu machen? Was wenn es keinen Verrat im eigentlichen Sinne gab, sondern bloß einen Plan, dessen Werkzeug Judas war.
Ich weiß, dass ich vor langer Zeit schon einmal über das Judasevangelium gespottet habe, allerdings habe ich mittlerweile Blicke hineingeworfen und obwohl es sehr befremdlich erscheint, dass Judas sich selbst als Opfer darstellt, so ist es doch eine interessante Sichtweise, dass Jesus ihn quasi auserwählt hat, ihn zu befreien (und damit faktisch die Menschheit von der Sünde). 
"Jesus spricht zu Judas: Du aber wirst sie alle übertreffen. Denn du wirst den Menschen opfern, der mich kleidet." (Judas 33-34)
Hier spricht Jesus ihm direkt die Rolle desjenigen zu, der verantwortlich für seine Entmenschlichung sein wird, im Weiteren folgt: "Judas fragt ihn: Wann wirst du mir diese Dinge erzählen, und wann wird der große Tag des Lichts anbrechen? Jesus antwortet: Dein Stern hat dich irregeleitet, Judas." (Judas 37-38), das ist für mich auf zwei Arten interpretierbar, einerseits ist die Frage nach dem Tag des Lichts und der Bezug zum Stern möglicherweise eine Anspielung auf den Morgenstern, Satan und dessen Ankunft am jüngsten Tag und der Irrleitung, dass Judas es als etwas schlechtes ansieht, Jesus zu verraten, der schließlich freiwillig für die Sünden der Menschen seine menschliche Existenz opfert, andererseits kann es auch sein, dass Judas den Tag des Lichts, als eben jenen Tag bezeichnet, an dem die Sünden der Menschen vergeben werden und ihm Jesus sagt, dass der Stern der Juden ihn irregeleitet hat und an jenem Tag etwas Neues (Das Christentum) entstehen soll, immerhin ist das Judasevangelium nach wissenschaftlichen Quellen ungefähr im 2. Jahrhindert nach Christus entstanden und konnte damit schon ersehen, dass sich das Christentum etablieren wird. Möglicherweise spricht auch antisemitisches Gedankengut mit, das kann ich nicht verifizieren.
"Jesus sagte zu Judas: Du wirst verflucht sein von den anderen, doch du wirst über sie herrschen. In den letzten Tagen werden sie dich verfluchen und dich für das Opfer beschuldigen." (Judas 56ff)
Hier gibt es noch einmal eine Legitimierung von Jesus selbst, der Judas Opfer hervorhebt, das er für die gesamte Menschheit bringt und es ihm niemals vergolten wird, im Gegenteil, er dafür für alle Zeit als der Verräter Jesu in die Geschichte eingeht. Natürlich bleibt die Frage offen, ob es, wenn aus irgendeinem Grund Judas einen freien Willen gehabt hätte und sich gegen den Willen Gottes stellen hätte können keinen toten Jesus gegeben hätte, oder ob er einfach nur tragisches Werkzeug des Plans Gottes gewesen ist, der aber durch jeden x-beliebigen hätte ersetzt werden können, aber das ist etwas für eine andere Gedankensitzung.

6/07/2025

Planeten neu bevölkern

Was wäre wenn von heute auf morgen alles Leben auf dem Planeten verschwände, außer dir, du über unendliche Ressourcen oder die Chance eine Person zu erschaffen hättest? Was würdest du tun?

Die Frage kam mir, als ich mal wieder eine dieser Aufbauspielwerbungen im Augenwinkel sah, während meiner täglichen Newscheckrunde. Und ich glaube die logischste Antwort ist natürlich eine neue Welt zu gestalten, vielleicht erstmal einen Plan machen und Creator sein, doch ist wie? Wenn man nur eine Sache falsch erschafft, ist das Ergebnis frustrierend, weil es zurück zu Null tendiert. Ein Mensch kann mit Allem in diesem Sinne nichts anfangen. Außerdem ist seine Lebenszeit immer noch endlich und vermutlich reicht die Schaffenskraft nicht, dies zu ändern. Warum auch? Man muss sich nur mal vorstellen, dass eine einzige Entität (im Glauben oft Gott genannt) ALLES "erschaffen" hat, selbst wenn man von Singularität spricht aus der ALLES "entstanden" ist (was einfach betrachtet aufs Gleiche rauskommt), die schiere Unwahrscheinlichkeit, dass es funktioniert ist ein Gottesbeweis und gleichzeitig eine Widerlegung, denn warum sollte ein Gott ALLES erschaffen? ALLES inkludiert ihn und macht ihn gleichzeitig obsolet, weil nicht einzigartig als Solches. Es ist schwer, darüber zu philosophieren, denn die Gesprächspartner haben meist sehr verfestigte Ansichten und lassen sich selten dazu bringen out of the box zu denken und bevorzugen "einfache" Lösungen, doch was, wenn die Antwort Ja und Nein ist! Was wenn schwarz oder weiß sind. Leben und Tod, 0 und 1 gleichzeitig? Was wäre, wenn wir entscheiden? ALLES?

Ich würde trotzdem die Eine Person wählen mit der ich alt werden könnte, die andere Ideen hat, die gleiche Ideen hat, mit der ich philosophieren könnte, mit der das Leben überhaupt erst einen Sinn hat, mit der Zeit eine Bedeutung bekommt, mit der ich kein Gott sein muss, die mich so nimmt wie ich bin, die ich mit jedem Kilometer, die sie auf dieser großen weiten Welt von mir entfernt ist, vermissen kann, die mir Hoffnung gibt, die weiß, dass ein Mensch ALLES sein kann und die auf jede noch so verzweifelte Frage danach, warum wir es denn nicht ändern können, warum wir denn nicht GOTT sind, "weil wir Menschen sind" antwortet, lächelt und mir die Tränen aus dem Gesicht wischt, während ich schluchzend an ihrem Grab stehe.

6/02/2025

Wir und Wir im Internet?

Habe ich schon Mal erwähnt, dass ich mit diesem ganzen Blog Social Media Game komplett ohne Vorwissen angefangen hab und mittlerweile mit den Möglichkeiten der Technik kann selbst ne Knallbirne wie ich im Internet ein Nischendasein führen. und seine ganzen Ideen und Wünsche, ja quasi all das, was ich im realen Leben nicht ausleben kann, verwirklichen. Hier, im Netz bin ich Schriftsteller, Musiker, Journalist, Künstler, Chaot, jemand, der sich einbildet, Jemand zu sein. Sind wir bereit dafür, unsere Träume zu leben und gleichzeitig zu wissen, dass das im Grunde nur ein Teil von uns ist, während der andere Teil vor dem Rechner sitzt und mit den Begebenheiten des wahren Lebens klarkommen muss. Solange uns klar ist, dass wir nicht die glorifizierte Internetpersönlichkeit sind, die wir uns als Schutz oder wegen mangelndem Selbstbewusstsein oder aus welchem Grund auch immer erschaffen haben, können wir fein mit uns sein, denke ich.

Sobald wir diese beiden nicht mehr klar trennen können und uns verlieren, sollten wir spätestens darüber nachdenken uns Hilfe zu suchen. Und wenn wir beginnen im Internet Dinge auszuleben, die im realen Leben noch nicht einmal in unseren Gedanken erlaubt sind, dann wird es Zeit für eine Selbstanzeige.

5/10/2025

Neue Rubrik - Nochmal zum ersten Mal

Wisst ihr noch euer erster richtiger Kuss? Das erste Mal Vollrausch?

Das erste Mal Freizeitpark, Kino, Super Nintendo, Zelten?

So viele Dinge haben eine Magie des ersten Mals, die sich im Laufe des Lebens abnutzen, vieles bleibt schön, Anderes wird Routine, ich möchte mich in diese Situationen zurückversetzen und nochmal zum ersten Mal erleben. Aus heutiger Sicht vielleicht mit der Verklärung und allem, was dazu gehört.

Was würdet ihr gerne nochmal zum ersten Mal erleben?

Oft kam bei mir im Brainstorming zu "nochmal zum ersten Mal" die Frage auf, ob man etwas anders gemacht hätte, wenn man die Konsequenzen hätte absehen können, darum soll es hier auch um die Frage gehen, was wäre wenn...?

4/04/2025

Was wäre wenn? Another Q&A mit Tickman

Oha Leute, ich habe mir heute über Tag ein wenig den Kopf zerbröselt, weil ich ein paar krasse, was wäre wenn Fragen im Kopf hatte, irgendwie aus dem Nichts eingeschossen, ob mein Leben anders verlaufen wäre, wenn ich an ein paar Stellen anders gehandelt hätte. Ich möchte das gerne mit euch teilen, denn auch wenn ich weiß, dass alles immer genau so kommt, wie es kommen muss, damit alles im Gleichgewicht bleibt, zumindest nehme ich das an, ist es doch spannend mal ein wenig zu spinnen, oder?

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich als gesunder kleiner Bub aufgewachsen wäre?

Nun, ich denke ein Arschloch sondergleichen, weil ich ja dennoch mit all dem Charisma und der gewissen Intelligenz ausgestattet wäre, die mich noch deutlich überheblicher gemacht hätte, als ich es sowieso war als Jugendlicher vor Allem. Vermutlich wäre das dann auch mein früher Untergang gewesen, weil ich noch mehr Risiken eingegangen wäre als ich es schon so bin. Wer weiß, ob ich je die Liebe meines Lebens getroffen hätte, was uns zum nächsten Szenario bringt.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich nie die Liebe meines Lebens kennengelernt hätte?

Vermutlich einer dieser Gigolos, die an jeder Hand 5 Frauen haben, aber keine Ahnung haben, was Liebe bedeutet, vermutlich wäre ich ein misogyner Jugendlicher im Körper eines Spätdreißigers, der immer noch nicht verstanden hätte, dass es im Leben um so viel mehr geht, als irgendwelche Trophäen zu sammeln. Na klar, mir wäre auch ein Arschvoll Schmerzen und ein Weg durch ein unfassbar tiefes Tal erspart geblieben, doch im Nachhinein ist vieles davon auch das, was mich so unglaublich viel hat lernen lassen.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich 2006 die Frau geküsst hätte, das mir förmlich in die Arme fiel?

Keine Ahnung, ich glaube aber, da sie schon ungefähr genausolang eine gute Freundin ist, wäre es irgendwann auseinander gegangen, weil ich zu freiheitsliebend bin und ihr irgendwann nicht mehr gerecht worden wäre und so wie es ist, ist es viel viel schöner.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich damals die Eine geheiratet hätte?

Ich denke, ein geschiedener zerstörter mittelalter Mann, der verbittert und vom Leben gezeichnet wäre. Es hätte mich vermutlich noch mehr zerstört mit jemandem vor Gott vereint zu sein, der mich nicht lieben konnte und ich mit meiner Liebe alleine zu zweit gewesen wäre. Auch in diesem Szenario sehe ich mich heute nicht mehr leben, weil der Schmerz meine Grenze wohl deutlich überschritten hätte. Zum Ende noch was Leichtes, ja?

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich zu einer anderen Uni gegangen wäre?

Vermutlich ein studierter arbeitsloser Filmproduzent, der weil er sich irgendwann selbstständig gemacht hätte gar nicht mehr über die Runden käme, bzw. den Notausgang nicht gefunden hätte und sich selbst irgendwo zwischen eigenem Anspruchsdenken und Burn-Out zerrieben worden wäre und mittlerweile mit dem dritten Herzinfarkt kaputtgeschrieben wäre und von der Stütze irgendwo in einem deutschen Ballungsraum vor sich hin vegetieren würde.

Ist also die Realität, die beste aller Welten?

Ich glaube schon, klar gibt es immer wieder Situationen, in denen man jammert und hadert, damit was das Leben uns hingestellt hat und wir überhaupt keinen Hunger draufhaben, jedoch ist jeder faule Apfel, für den wir uns entscheiden immer eine Erfahrung, die wir im Nachhinein betrachtet gebraucht haben, um dorthin zu gelangen, wo wir heute sind. Ich verstehe Menschen nicht, die nicht damit zufrieden sind, wie sie leben, denn sie haben sich doch dafür entschieden, die Weichen gestellt, den Weg eingeschlagen. Und selbst wenn, jeder Tag ist eine neue Chance, etwas zu ändern. Ich habe vor mittlerweile 11 Jahren entschieden, dass mein bisheriger Weg nicht der richtige war und bin noch einmal angefangen. Vielleicht nicht so erfolgreich, wie ich es mir früher mal ausgemalt habe, vielleicht auch nicht mit dem Glanz und Gloria, den ich mir als Kind ausgemalt habe, wo ich mit 40 meine erste Million haben wollte, aber mit mir im Reinen, zufrieden der zu sein, der ich bin und was ich so mitbekomme, ist der auch ganz gut. Klar habe ich Schaden genommen und einige irreversible Probleme und Traumata, die ich mit mir herumschleppe und Fehler gemacht, die unverzeihlich waren, aber ich bin noch da und habe daraus gelernt. Ich bin noch da, das allein ist doch Zeichen genug, dass mein bisheriger Weg wenigstens nicht komplett falsch war, oder?

1/23/2025

Projekt: Top 250 – Was wäre wenn…? - Die verlorenen 7

Ich hab’s getan. Ich hab die Top 250 nochmal gegen die „verlorenen 7“ abgeglichen – jene Bands, die sich im Laufe der Jahre aus meiner Rotation verflüchtigt haben und deshalb nicht mehr ins offizielle Ranking rutschten, obwohl sie mal meine Welt bedeuteten. Und was soll ich sagen? Der 2K13 Breakdown hatte schon teilweise harten Einfluss.

Joachim Witt zum Beispiel: In den verlorenen 7 nur auf Platz 188, in der Top 250 dagegen auf Platz 5 – das ist nicht bloß ein Sprung, das ist ein Dimensionsriss, einer der wenigen, die sich in diese Richtung verzeichnen lassen. Edguy zum Beispiel waren Platz 6, sind jetzt 76. Sonata Arctica (3 vs. 15) und Schandmaul (5 vs. 19) zeigen deutlich: der 2K13 Breakdown, der die verlorenen 7 überhaupt erst zu einem Thema machte hat einiges ins Wanken gebracht. Tanzwut etwa: in der Verlorene 7-Welt nur Platz 62, aber in der Top 250 auf Platz 8 – also wohl ein Spätzünder. Ebenso Matthias Reim (106 vs. 32) oder Queen (59 vs. 41), die erst später wieder richtig Fahrt aufgenommen haben.

Die „verlorenen 7“ sind keine Fußnote – sie sind eine alternative Realität. Eine, wie ich feststellen musste dunklere Welt, eingeschränkter und von Depressioalex und Metallex beherrscht, die zwar immer noch irgendwo bei mir sind, aber längst nicht mehr das Sagen haben über meinen Musikgeschmack und schon gar nicht über meinen Geist. Trotzdem ne verdammt spannende Reise durch die Zeit und danke euch, dass ihr euch das mit mir gegeben habt. In diesem Sinne...

12/31/2024

Die verlorenen 7 - Was wohl wäre, wenn ich 2013 nicht zurückgesetzt hätte

Na ihr, seid ihr schon in den Feiervorbereitungen oder läuft eure Party schon. Heute vor 18!!! Jahren brachten mich zwei der unglaublichsten Frauen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe, dazu mich bei last.fm anzumelden und meine Musik zu katalogisieren, bzw. tracken zu lassen. Alles, was ich höre, gescrobbelt und in einer der aktivsten Communities, die ich je kennengelernt habe zur Diskussion freigegeben, Shoutboxen auf jedem Profil, das auch noch individuell verschönert werden konnte, es gab Bandlogos, Musikligen, es war einfach wunderschön, Last.fm war im Grunde ein schlankes Facebook ohne große Werbung und community-driven as fuck. Leider veränderte sich das im Laufe der Jahre, auch wenn ich das Gefühl habe, dass es zurzeit eine leichte Rückkehr zu alten Zeiten gibt, finde viele Veteranen, die seit damals dabei sind.
Und genau dann kommt bei mir Wehmut auf, wenn ich daran denke, dass ich tatsächlich dachte, ich müsste an jenem verhängnisvollen Tag, als ich final sicher war DICH für immer verloren zu haben einen Neustart zu initiieren und meinen kompletten Verlauf bis dorthin zu löschen, 7 Jahre Scrobbeln, an die 300.000 Tracks, viele Erinnerungen, aber vor Allem viel Musik, die ich vermutlich nie wieder finde und eine Veränderung über die Jahre, die ich gerne analysiert hätte. Aber weil ich ja nun einmal bin, wer ich bin und damit ein ziemlich durchgeknallter Statistik-Freak und Zahlennerd habe ich zumindest eine Idee, wie ich aus meinem Gehirn, aus Daten, die ich aus der Zeit auf einer alten Festplatte habe und ein wenig Prozentrechnung sowie Wahrscheinlichkeitsberechnung eine ungefähre Wiederherstellung zumindest theoretischer Natur dessen zu bauen, was wäre wenn, ich durchgescrobbelt hätte.
Die Mathematik: Ich habe eine alte Datei gefunden, wo ich meine Jahrescharts von 2006 bis 2013 notiert hatte, eine komplexe Excel Tabelle, die anhand der Positionen übers Jahr, eine Top 100 berechnet hat und die werde ich jetzt in vermeintliche Scrobbles umrechnen. Das funktioniert so: Ich nehme die Gesamtanzahl aller dort auftauchenden Bands und rechne die Anzahl der Scrobbles aller Bands im entsprechenden realen Zeitraum die mir vorliegen zusammen, dann werden sie durch die Anzahl geteilt und entsprechend ihrer Platzierungen mit prozentualen Multiplikatoren versehen um eine theoretische Wahrscheinlichkeit zu erhalten, wie oft ich diese Künstler wohl zwischen 2006 und 2013 gehört habe. Das muss dann nur noch mit den aktuellen Zahlen zusammengerechnet werden und schon dürfte ich theoretische Werte davon haben, wie es gewesen wäre, wenn ich nicht zurückgesetzt hätte. Klar ersetzt das nicht die Realität, aber es könnte meinen inneren Zahlenmonk befrieden. Ob es funktioniert, werdet ihr die Tage hier lesen können.

6/15/2024

Stanleys "Hardcore Charts" 2013-2 refilled

Und weil ich gar nicht mehr aufhören kann, den "alten Scheiß" zu hören baller ich euch direkt die zweite 2013er Top 100 hinterher, die ähnlich großartig ist, wie die davor, und boah man spürt so sehr, dass etwas mit mir nicht stimmte zu der Zeit, es war als wenn alles in mir sich dem Leben zuwenden wollte, mein Geist aber längst bewusst war, dass es eine reine Abschiedstournee ist und auch die Liebe, die in mir war glühte noch einmal so stark auf, dass es ein Wunder ist, dass ich diese Schmerzen, die meine Tage und Nächte bestimmt haben müssen mich nicht alleine umgebracht haben. Es ist vermutlich das tiefste Tal, das ich durchschreiten musste, plötzlich hieß sogar meine Lieblingspizza anders, ich verlor ALLES, was mich ausmachte, ich wurde wieder ICH. Danke, dass jedem Ende auch ein Anfang innewohnen kann, denn mit der Löschung aller meiner Scrobbles am 13.07.2013 habe ich einen Teil meines Lebens begraben, den ich derzeit mit viel Mathematik und Glauben wiederherstelle. 300.000 Songs, die mein Leben zeichneten... Was wohl gewesen wäre, wenn ich an diesem Tag nicht 100e Bücher und gesammelte Erinnerungen meiner ersten 27 Lebensjahre weggegeben hätte, mehr dazu im Dezember, wenn das nächste große Projekt hier auf Tickman Live Entertainment durch ist...

Hier endet jetzt auch das klassische "Hardcore Charts"-Relistening Projekt, denn nach meinem Tod 2014 habe ich mich immer mehr von alten albernen Aliasen verabschiedet und alles etwas verschlankt und mit "simplen" Top 100 weitergemacht, die immer noch mehr über mein Leben aussagten, als vieles von dem, was ich sonst von mir preisgab, der Weg zurück ins Leben begann steinig und dauert an.

5/21/2024

Was macht eigentlich... Caro

Aufräumen macht einerseits viel Spaß, andererseits fallen einem da auch immer wieder Dinge in die Hände, wo man sich ernsthaft Gedanken macht, wie das Leben wohl weitergegangen wäre, wenn, oder? Genau so etwas ist mir gerade in die Hände gefallen, eine Einladung zu einem Geburtstag von vor über 14 Jahren, die ich aus irgendeinem Grund nicht wahrgenommen habe, vermutlich konnte ich es mir nicht leisten oder hatte einen Dreh oder war irgendwie sonst nicht dazu in der Lage. Und ich weiß, dass ich das schon damals sehr bereut habe, denn ich wäre gern hingegangen, wäre es doch mitunter eine der obskursten Locations gewesen, wo ich je gefeiert habe, noch dazu in Berlin und eingeladen von der damals unfassbar liebreizenden Caro.
Wir haben uns im Rahmen der Berlinale 2010 damals kennengelernt und sie sprudelte so vor Leben und Liebe, war ein riesiger Gilmore Girls Fan und wollte Polizistin werden. Einige Jahre später haben wir nochmal telefoniert und dann riss der Kontakt irgendwie ab, was ich sehr schade fand. Sie ist definitiv auch 14 Jahre später noch eine Bekanntschaft, an die ich mich gern zurück erinnere und ich wüsste wirklich gern, was sie wohl heute macht.
Und natürlich wüsste ich gern, was passiert wäre, wenn ich die Party besucht hätte, ob mein Leben einen anderen Weg gegangen wäre, ich vielleicht nie mehr aus Berlin weggegangen wäre, alle folgenden Ereignisse nicht eingetreten wären? Es ist müßig, denn solange wir nicht in der Lage sind, Dimensionssprümge im Multiversum vorzunehmen, werden wir diese Fragen nicht beantworten können.
Liebe Caro, solltest du das hier jemals lesen, meld dich einfach mal...

10/08/2023

Trans-Diskussion Vorbereitung auf Alien Bekanntmachung?

Was bedeutet eigentlich Trans?

Und ist es nicht vielleicht dir Vorbereitung auf etwas, dass sich die meisten von uns nicht im Traum vorstellen können, ist es die Vorbereitung darauf, dass die Menschheit längst in Einklang mit Aliens auf diesem Planeten lebt, die wir zum Teil nicht mehr von uns Menschen unterscheiden können und die in wichtigen Positionen des alltäglichen Lebens zu finden sind. Regen wir uns über das falsche auf, werden wir abgelenkt, ist die Transgender Debatte nur eine Ablenkung davon, dass wir über Jahrzehnte, Jahrhunderte über die wahre Identität von Außerirdischen belogen wurden, die seit jeher die Geschicke unserer Spezies leiten und sich nun gar gepaart haben? Ich will die Debatte gar nicht künstlich verballhornen, aber was wäre wenn? Denkt einfach mal darüber nach, wie ihr auf Neues reagiert, das vielleicht für andere schon immer war und "trans" war schon immer eine Vorsilbe, die hinüber oder jenseits von bedeutete und jeder kann sich jetzt seine Gedanken machen, wen er dafür verurteilen will, dass es eine Welt im Wandel ist in der er lebt, jeder ist im Wandel... alles ist TRANS!

Sieht das nicht sehr nach 'nem Kaulitz aus?

5/12/2023

Wenn schon immer alles möglich gewesen wäre...

Traumfrau am Strand von Barbados

Vermutlich hätte ich mich dann in Heather Nova und ihre engelsgleichen Stimme verliebt und wäre ein ganz schlimmer Flugmeilensammler geworden, der ihr überall her nachgeflogen wäre und am Ende hätte es ne Bannmeile gegeben, die mich dann rund um Barbados am Urlaub gehindert hätte...

Einmal nur mit ihr am Strand sitzen und ein wenig musizieren, quatschen und die Sterne angucken, ein Traum.

5/09/2023

Meine Vergangenheit spüren

Was macht uns aus? Als Menschen, als Persönlichkeiten, als uns Selbst?

Es gibt Theorien, dass die Vergangenheit eines Menschen, dessen Zukunft bestimmt. Das klingt ziemlich logisch, wenn ihr mich fragt und in einer linearen Zeitbetrachtung macht das auch wirklich Sinn. Aber das setzt eben eine lineare Zeit voraus. Was wenn es nur unser Hirn ist, das die Zeit linear macht, damit wir nicht alle im Moment dessen, was alles gleichzeitig geschieht durch die Überlastung sterben und unser System überlastet zusammenbricht, weil es für die gleichzeitige Bearbeitung der Daten nicht bereit ist? Oder die Zeit ist ein Kreis, einer meiner Lieblingstheorien, so dass jedes Ende ein Anfang sein kann. Nachteil, Leben - Sterben - Löschen - Leben - Sterben - Löschen... ihr versteht das Problem, die Daten können nicht behalten werden. Und so wurde die Angst entwickelt, sie lässt uns alles festhalten, was wir lieben, damit wir es bis zu unserem Ende behalten können, weil wir entweder dann unsere Erinnerung und Leben oder nur unser Leben verlieren. Ich fürchte ich habe etwas in meinem Leben, dass ich nicht der Ewigkeit übereignen will und ich wehre mich so sehr dagegen es zu löschen, dass jedes Loslassen unmöglich ist. Mein Körper krampft sogar schon und zeigt mir damit, dass es nur mit Loslassen machbar ist, aber ich stemme mich dagegen. Ich weiß nicht, ob ich leben will ohne sie darin. Ich weiß, dass ich viel mehr empfinde, ich weiß dass es Liebe ist. Aber es ist auf einer völlig anderen Ebene als es das früher war. Ich kann meine Vergangenheit spüren, das Begehren, die Selbstbestätigung, das Erheben über andere um selbst größer zu wirken, das Arschloch, das ich war. Die Vergangenheit zeigt mir nur gescheiterte Versuche eine Glühbirne zu erfinden. Heute versuche ich mit dem Destillat zu leben, das mir meine Vergangenheit hinterlässt. Das Gute herausgefiltert, damit versuche ich zu leben und es ist mein Herz, das mich von Tag zu Tag bringt.

unendliches Herz

5/04/2023

Einen Bewunderer?

Manchmal sitze ich an meinem Schreibtisch und denke mir,  wie toll es doch wäre, wenn da jemand wäre. Und dann höre ich weiter Musik oder schreibe was und erinnere mich an früher, als ich mit Freunden zusammen saß und man hat sich das ein oder andere Kaltgetränk gegönnt und dabei die reichhaltigen MP3 Sammlungen auf Festplatten durchforstet und in Playlisten gepackt, kennt ihr noch WinAmp? Ich habe es geliebt. Im Grunde sind die heutigen Streaming-Dienste das Gleiche nur ohne den ganzen Kram auf der Festplatte haben zu müssen. Wobei auch mit Einschränkungen, dass du in genau dem Moment, wenn du DIESES EINE LIED hören willst, ausgerechnet das nicht verfügbar hast. Davon abgesehen ist es aber fast das Gleiche. Ich erinnere mich aber trotzdem an die tollen Abende und Nächte mit Mr. P und davor auch schon mit CL, das waren "erhabene Momente für die Ewigkeit", ich habe CL immer für ihre riesige Sammlung metallischer Musik bewundert und wir haben Nächte zugebracht mir MP3 CDs zusammenzustellen, ich werde' das nie vergessen, auch wenn das eine echt schwere Zeit war für mich persönlich. Interessant ist, dass ich mit Mr. P ähnliche Nächte verbracht habe, doch der war ein Youtube Junkie und hatte zu meiner zu diesem Zeitpunkt schon großen MP3 Sammlung mit circa 150.000 Songs oder so dann auch noch den gleichen Musikverstand, den ich hatte und schmiss immer wieder Videos dazwischen. Ach, Mr. P, dich vermiss ich wirklich manchmal.

Aber während ich das früher als ein gemeinschaftliches Spaß haben empfand, wünsche ich mir heute wohl nur einen Gefährten, mit dem ich über die Musik quatschen kann, die Töne analysieren, Ähnlichkeiten finden, über Texte philosophieren oder einfach dasitzen und gemeinsam heulen, wenn "nothing compares 2 U" wieder so wahr ist. Vielleicht möchte ich auch nur bewundert werden, weil ich so ein großer Musikkenner und Liebhaber bin und "ES" höre. Nein! Je mehr ich darüber nachdenke bin ich nicht mehr der Alex, der nach Bewunderung strebt. Anerkennung würde mir schon reichen, ha ha. Denkt was ihr wollt, ich bin mir selbst schon so lange genug, dass ich nur manchmal, ganz selten das Gefühl habe, dass es doch toll wäre, wenn jemand Teil davon wäre.

Grüße gehen raus!

5/03/2023

Wie schön, dass die Sonne scheint

"Es gab tatsächlich Tage, da war die Dunkelheit in mir so finster, dass die Nächte mir zu hell waren."
(Ich, 6,3:14)

Das ist so unfassbar deep, dass mir fast die Tränen kommen, wenn ich daran denke wie schlecht es mir gegangen sein muss. Heute freue ich mich über jeden frühmorgendlichen Sonnenstrahl, der mich und mein Herz erwärmt, der Licht schenkt, mir Vertrauen gibt daran, dass wieder ein fabelhafter Tag vor mir liegt. Wow, wie nennt man das, wenn man sich selbst in der Vergangenheit gerne umarmen würde, gibt es dafür einen Begriff? Ich würde so gern zu dem Alex zurück reisen und ihm sagen, dass Alles gut wird. Witzig, denn er würde mir nicht glauben und ich weiß ja, dass es noch eine deutliche Spur schlimmer werden würde für ihn, bevor es besser wird.

Zeitreisen so früh am morgen und depri-deepes Pseudo-Philosophieren? "Sag mir wo die Party ist!"

In diesem Sinne...

3/13/2023

Zurück zum Druck

Und weiter geht der Output-Overkill, was hast du mit mir gemacht?

Die Fragestellung ging von Dir aus, scheint mir aber viele lange nicht gestellte Fragen zu beantworten, noch bevor ich darüber nachdenken werde, ob das Karma oder unfair ist, stelle ich mir lieber ein paar Machbarkeitsfragen, damit ich ganz im Stile eines echt verkopften Todgrüblers auch jegliche Motivation direkt wieder verlieren kann.
Warum sollte ich denn nicht das machen, womit ich vor gefühlten 100 Jahren schon als Kind angefangen habe?
Nein nicht Gesang, das war zwar das Erste was ich gemacht habe, mit 10 Jahren auf einer Bühne zu stehen vor 200 Kindergartenkindern war schon erhebend, aber im Ernst, ich kann Vieles, aber Singen ist nicht das, was ich als eines meiner Talente vermarkten könnte. Da schon eher das Songwriting...
Ich bin ein Literat!
Ich habe als Kind eine sehr action-lastige Superheldenbuddy-Crime-Serie mit meinem Bruder erdacht, Groschenromanzeug, das in die heutige Zeit wunderbar hereinpassen würde, man müsste es natürlich ein wenig aus der Sprache heraus holen, wie Kinder eben schreiben, aber inhaltlich wäre das sicher was, das heute ankäme, würde da auch gerne deine Meinung zu hören!
Und dann ist halt die Frage, wie wird ein Einkommen daraus?

Gedichte, ein Gedichtband?
Auch Gedichte habe ich immer massig verfasst, einige gibt es ja auch hier auf der Seite kostenfrei zu lesen, aber ich hab auch noch Schubladen voll (ist gelogen, es sind Ordner, ich habe keine Schubladen im Büro) von Werken der letzten 20 Jahre liegen, mein Gott ich bin 37 und habe ein gefühltes Lebenswerk geschaffen und nie etwas damit für mich getan, weil ich immer nur gegeben habe und dabei den Wert meiner eigenen (ich verwende das Wort ungern) Arbeit immer unterschätzt. Kunst ist auch Arbeit, auch schlechte Kunst oder solche, die vielleicht von Anderen als minderwertig anerkannt wird. Aber auch darum geht es in der Kunst oder? Irgendwer muss ja den Bodensatz bilden...

Ein Buch über das Leben? Mein Leben? Über die zwei Herzen? Unerfüllt und doch geeint für immer?
"Der Friedhof der Freundschaft", "Amour fou", "Double Life of Chesney" Und ich wüsste auch schon, wer mein Vorwort schreibt, ich bin hoch motiviert, ich hoffe ich kann das halten, am Besten direkt morgen früh anfangen (derzeit hänge ich ja an der Nadel...)

Ich brauche Informationen. Was kostet ein Buchdruck?
Was kostet es 1000 Exemplare zu drucken und zu verkaufen? Wo bekomme ich Kunden her? Wer liest das? Was kostet die Werbung? Was sind Folgeprojekte?

Gerne in den Kommentaren, Hilfe ist ausdrücklich erwünscht und wird vielleicht mit persönlicher Widmung von Freiexemplaren belohnt, oder Erwähnung... sowas eben! Kann man sowas auch bei Kickstarter angehen?


Sinnstiftende Arbeit

So viele Themen angestoßen, so viel schlummernde Gedankenstränge getriggert, was für ein Fest des kreativen Austauschs das doch war und das obwohl wir in unserer nahezu grenzenlosen Ignoranz bloß von uns und unserer Sicht der Dinge schwadronierten.
Mir ist zum Beispiel erst jetzt klar geworden, dass das krank sein, also multimorbid, wie ich durch einen Helden meines Alltags erfahren habe einerseits jegliche Ambition tötet einer sinnstiftenden Tätigkeit mit vollem Körpereinsatz nachgehen zu können (schon aus Zeitgründen), gleichzeitig aber auch den unglaublichen Luxus bietet mir ständig Gedanken darüber zu machen, was wohl wäre, wenn ich wieder gesunden könnte.
Und da komme ich dann wieder an einen Punkt an dem ich schon einmal war, nein nicht ins Burn-Out (wobei das durchaus Teil und Thema ist). Der Punkt ist, was muss Arbeit leisten und an welchem Punkt überwiegt der Nutzen die Kosten.
Ich finde deine Einstellung dazu genau richtig, wenn ich mir einen gewissen Luxus leisten will, einen Lebensstandard haben will, dann muss ich dafür auch eine dementsprechende Leistung erbringen. Das sehe ich ganz genau so. Die Frage, welche Leistung wie zu vergelten ist, steht auf einem anderen Blatt, denn in einer rationalen Gegenüberstellung von Leistung und Verdienst kommen wir alle schlecht weg.
Beim Punkt Arbeit als Lebensinhalt scheint sich seit dem letzten Jahrtausend einiges in den Köpfen vieler getan zu haben, ich habe wie du ja auch noch nie verstanden wie man mit 16 anfängt einer Arbeit nachzugehen und die bis zur Rente Tag für Tag machen kann. Es gibt so viele Areale meiner Persönlichkeit für die sich das wie "mit 30 gestorben, mit 80 begraben!" anfühlt. Andererseits ist die moderne Arbeitswelt zwar schon spontaner, aber für Menschen wie uns, die am liebsten alle drei Jahre etwas "Neues" machen wollen ist sie noch nicht bereit. Wobei hier auch die Frage ist, warum wir uns denn nicht "binden" können, sind wir einfach nur dagegen oder ist es unser Wissendrang, unsere unstete Seele, die immer neuen Input braucht, um nicht zu verkümmern? Ich habe aufgehört mir einreden zu lassen, dass mein steter Wissensdrang und die Gier nach Neuem etwas Schlechtes ist nur weil die Gesellschaft das nicht im Normbereich ansieht. "Anders sein!", stand mal fett auf deiner Brust, doch während wir erwachsen werden geben wir aus diversen Gründen immer mehr von unseren Idealen auf, nur um nicht zu vereinsamen und am Ende durch zu kommen oder eben um das was wir haben, uns in vielen Fällen hart erarbeitet/erkämpft haben nicht zu gefährden. Da spielen dann Verlustängste und Erfahrungen von Verlust mit rein, die unglaublich mächtig sind, wenn sie gegen den Sprung ins Ungewisse aufzuwiegen sind.

Welche Leistung erbringt ein kaputter Arbeiter? Für sich? Und für Andere? Sollen wir das auch grad noch klären, als Folge eine Arbeit zu machen, die einen nicht erfüllt, die keine persönliche Sinnerfüllung bringt wird man unglücklich. Und ein unglücklicher Mensch ist "mit 30 gestorben, mit 80 begraben!"-Prinzip, nur noch ein Schatten, der weder sein Potential abrufen kann, noch ein erfülltes Leben führen kann. Ich glaube die Frage nach dem Sinn zu stellen bringt einen persönlich in arge Bedrängnis, weil sie so unglaublich schwer zu beantworten ist und viele Konflikte im eigenen Handeln aufdeckt, doch je eher man das tut, desto eher hat man eine Antwort für sich gefunden und am Ende bleibt es ja sowieso an einem selbst hängen Entscheidungen auf Grund des eigenen Sinneskompasses und der eigenen Marschroute zu fällen. Da kann man noch so sehr verkopfen, am Ende ist es oft ein Loslassen, das uns im richtigen Moment frei macht zugreifen zu können. Wer kann schon etwas fangen, wenn er die Hände voll hat?
In diesem Sinne... Juhu - BE DU!

2/14/2023

Innendiskriminierung

Was ist mit morgens mittags abends, wenn es nachts kälter als draußen ist?
Sind Rauchmelder/innen außen überhaupt sinnvoll?
Ist das generische Maskulinum von Mann nicht längst überholt und sollte Männin heißen?
Und was würde man innen über Außen sagen, wenn es kalt ist?
Ich habe ja eh das Gefühl, dass der ganze "innen-Bereich" vor allem von Außenstehenden gegen(än)dert wird.
"Smash" als Jugendwort 2022 sagt alles aus!

Lasst die Leute doch reden, wie sie wollen, ihr müsst nicht hinhören und wenn doch seid froh, dass sie wenigstens in der Bezeichnung präzise sind, ich muss mir hier manchmal Sachen anhören wie: "Wir tun bauen" oder "Dann mach ich dieses und dafür bekomme ich dort zwei Punkte!" Wobei ich wieder zurück komme, sind Punkt/innen, Komma/innen und Strich/innen nicht Ausgeburten der Kopfdurchfallhöllen von Menschen mit zu viel Zeit drinnen? Geht Mal raus, frische Luft und Wind durchs Haar, danach zu den Innenarchitekt/innen des Geistes und Ordnung reingebracht.

Ich hoffe ihr konntet etwas Spaß haben und habt vielleicht gelacht, denn ich habe wieder Blödsinn(en) gemacht 🤪

2/09/2023

Mitschuld durch Dauerbingen?

Vor kurzem habe ich noch behauptet, Filme seien kein Content aber ich selbst behandle sie so, als wenn sie es wären, wenn ich mir jeden Tag zufällig einfach 2 oder 3 davon reinziehe, ohne sie ihre Wirkung entfalten zu lassen, ohne ihre Stimmung zu fühlen, ohne mich wirklich auf sie einzulassen. Es wäre, als würde man jahrhundertealten Wein mit Mineralwasser zu einer Weinschorle mischen, man.

Da frage ich mich selbst, was würde ich produzieren, wenn ich wüsste, dass es nebenbei geguckt wird oder eben nur noch angefangen, abgebrochen und dann vergessen... ICH behaupte ich würde so beginnen, dass ich den Zuschauer am Haken habe und dann locker flockig bis zum Ende das abspulen, was ich gelernt habe und was ja bislang auch gut gelaufen hat. Und viel anderes machen die Filmemacher von heute auch nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel), oft wird man durch einen fulminanten Anfang oder eine gute Idee gehookt, um dann den Rest des Films enttäuscht zu erwarten, diesen Kick vom Anfang wieder zu bekommen und im Endeffekt weiß man schon, dass er nicht wiederkommen wird.

Also sind wir, die Konsumenten Schuld daran, dass unsere Ware, das Produkt qualitativ abnimmt. Weil wir auch gar nicht bereit sind, 15 Euro für 2 Stunden Film auszugeben, hey das sind alle Filme bei Netflix theoretisch zur Auswahl oder Disney+ und Prime Video zusammen. Also was los mit UNS? Hätten wir gern unsere geringe Auswahl zurück, dafür aber Qualitätsware oder wollen wir "ein anderer Tag - ein anderes Hobby!" unser Leben lang, weil wir neben unserer Fashion, unseren Freunden und so vielen Dingen nur noch Portionen zu uns nehmen, auch nur noch portionierten Content mit Zugriff von überall? Zu was macht uns das? Entspezialisierten Zombies? Dinosauriern? Wir verlieren das Menschsein! Und zwar allgemein, wir sind nur noch auf Senden und Empfangen programmiert, kein Lernen mehr dazwischen. Klar ist das vollkommen übertrieben, aus dem Verfall der klassischen Filmindustrie den Untergang der Zivilisation zu schließen, aber wo die Kultur stirbt, da stirbt die Freiheit und DAS sehe ich durchaus auf uns zu kommen.

11/29/2022

Wie würde eure Oma reagieren?

Oma leert ihr Bankschließfach um Enkelin zu helfen

Erst einmal klingt das ja nach einer unglaublich tollen Oma, so stelle ich mir Familie auch vor. Da bekommt sie am Telefon gesagt, dass ihre Tochter Mist gebaut hat und gegen eine hohe Kaution auf freiem Fuß bleiben darf und macht kurzerhand ihr Geld flüssig und legt noch ein paar Goldbarren oben drauf... Wow, das nenn ich mal echte Liebe.

Meine Oma würde dem Polizisten einen husten, vermutlich würde sie so etwas sagen wie, der war schon immer ein Problemfall, das musste ja mal passieren, "meiner Meinung nach gehört der seit 10 Jahren ins betreute Wohnen!" und im Anschluss erstmal prüfen, ob ich irgendwo noch im Testament bin oder rechtlich irgendwie an Geld kommen könnte, um es vor mir zu schützen.

Vermutlich hätte sie aber schon aufgelegt bevor man ihr erzählt hätte worum es geht, sobald mein Name gefallen ist. Das ist etwas, dass ich wirklich unglaublich traurig finde, dass es der Ölprinz tatsächlich geschafft hat, dass ich meine Oma nicht mehr sehen kann. Ich würde ja so gern wissen, welche Lügen über mich alle erzählt wurden, dass ich es nicht mehr wert bin als Enkel zu gelten. So wie ich es aus informierter Quelle verstanden habe sind ja sogar wir diejenigen, die irgendwas abgezogen haben und damit diesen Bruch herbeigeführt haben.

An dieser Stelle interessiert mich aber mal wieder eure Meinung, wie würde eure Oma reagieren? Würde sie auch drauf reinfallen oder die Polizei anrufen? Oder würde sie sich denken, dass ihre Tochter sie nur wieder anruft, weil sie ja immer nur anruft, wenn sie Geld braucht und sie zum Mond schießen?

Gern auch an tickman.lifeentertainment@gmx.de, falls ihr es gern etwas privater halten wollt.