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10/08/2026

Haben Zombies noch Gefühle?

Wann sonst als im Oktober würde so eine Frage passender sein. Der Herbst zieht langsam ins Land, alles um uns herum stirbt und hinterlässt dabei unglaublich schönes Farbenkleid, welches trotzdem von Tod kündet und doch stirbt nichts richtig. Der Prozess ist nur der Beginn einer Erneuerung, der in 6 Monaten dann wieder mit dem farbenfrohen Frühling die jetzt möglicherweise Betrauerten ins Leben zurückholt. Warum haben Zombies einen so schlechten Ruf, warum ist es unnatürlich als Mensch einen Prozess der Erneuerung zu durchlaufen und als etwas anderes wieder zu kommen nach dem Tod? Sind Zombies noch Menschen? Waren Menschen schon immer Zombies? Und sind sie aufgrund ihrer Triebe gezwungen kannibalistisch zu sein (wobei sie ja nicht jene ihrer eigenen Art fressen, oder?) Leiden Zombies an ihrem Hunger, können sie verhungern, Liebe empfinden, sind sie gar nicht die dummen Toten, sondern nur wahnsinnig, weil sie plötzlich nicht mehr steuern können, ob sie geliebte Menschen töten? Könnten wir Zombies in unsere Gesellschaft reintegrieren, da sie grob gesehen ja bloß verwesende Menschen sind, die weiterführende Fähigkeiten des Gehirns verloren haben? Die Fortbewegung funktioniert ja meistens noch und alleine Essen bekommen sie auch hin, so hart das klingt, das ist mehr als die meisten Intensivpatienten können und um die kümmern wir uns auch. Das Argument, dass es faktisch keine Zombies gibt, lasse ich nicht gelten, guckt euch mal in eurem Umfeld um, ihr werdet verstehen, was ich meine.

Aber im Ernst, haben Zombies noch Gefühle, denn wenn ich das richtig verstehe, sind Gefühle etwas, dass tiefer im Nervensystem verankert ist, als Körperkontrolle, mag sein, dass das meine romantisierte Fassung vom Verständnis des Körpers ist, ich erinnere mich daran, als ich auf Intensiv war und meine Beine nicht bewegen konnte, keine Kontrolle über meine Muskeln hatte, die Gefühle von Angst und Liebe waren immer da.

Und wenn DAS das Leben eines Zombies ist, dann will ich kein Zombie werden, die romantisierte Vorstellung des Untoten, der neben dem Gedanken an Fressen nur noch Gefühl ist, klingt für mich grausam und abscheulich. Weiß nicht, musste mal raus...

10/06/2026

Es ist nicht nur die Sprachbarriere

Die Idee, KI zu nutzen, um Tiersprachen zu übersetzen und damit potenziell unser Verhältnis zu Tieren, auch in Bezug auf den Fleischkonsum, radikal zu verändern, ist faszinierend und schockierend zugleich. Ich meine ganz ehrlich, wir sollten an dem Punkt angelangt sein, dass es uns möglich sein sollte, anhand der zig-Milliarden Tonbeispiele aus der Tierwelt Muster zu erkennen und etwas wie Sprache daraus abzuleiten, das unserer Kommunikation gleich kommt. Möglicherweise handelt es sich eher um simplere Sprachcodecs, doch genau das können doch LLMs, nicht wahr? Ich habe mal ein wenig "geforscht" (mit ChatGPT Webseiten durchsuchen und Links besuchen und mir Forschungsberichte und Studien zusammenzufassen ist viel zu lang, um es immer wieder hinzuschreiben).

Tatsächlich wird weltweit zu diesem Thema geforscht. Es wird behauptet, dass es fundamentale biologische, linguistische und technische Hürden gibt, klingt für mich, als wüsste man schon Bescheid, will es aber nicht veröffentlichen, weil es unsere Welt in den Grundfesten erschüttern würde. Man stelle sich vor, das grausame Winseln von Schweinen und Rindern, die zur Schlachtbank getrieben werden, wäre durchsetzt mit Worten der Angst, einem Betteln um Gnade und Gebeten zum gemeinsamen Schöpfergott. Tiere, die wir als Schlachtvieh bezeichnen würden von Objekten zu Subjekten und etwas, das man versteht, ist viel schwerer zu töten. Andererseits hält Menschen so etwas ja auch nicht ab Menschen zu töten, oder?

Die Argumente der Forscher sind:
"Keine echte „Sprache“ im menschlichen Sinne: Menschliche Sprache basiert auf Grammatik, Syntax und unendlicher Kombination von Wörtern. Die meisten Tiere kommunizieren nicht in diesem strukturierten Format. Ihre Kommunikation ist stark kontextabhängig und oft eine unmittelbare Reaktion auf Reize (Angst, Paarungsbereitschaft, Hunger)."
Also so wie bei Kleinkindern und Babys, die können wir doch aber auch verstehen und die lernen sehr schnell durch Hände und Füße zu kommunizieren, mit Mimik und später mit der Sprache, die man ihnen anerzieht, sehe ich nicht als richtiges Argument.

"Multimodale Kommunikation: Tiere „sprechen“ nicht nur mit Tönen. Eine Katze oder ein Hund kommuniziert massiv über Körpersprache, Pheromone (Gerüche), Ohrenstellung und Schwanzbewegungen. Eine KI müsste all diese Kanäle gleichzeitig perfekt erfassen und kombinieren, um die echte „Bedeutung“ zu verstehen."
Ja, wie bei Babys und Kleinkindern eben, mit genug Rechenaufwand und Lernbeispielen ergeben sich hundert pro Muster, die man analysieren kann und versteht (wir Menschen arbeiten doch auch mit Körpersprache, Mimik und Schwanzstellung in der nonverbalen Kommunikation)

Fehlen von Referenzdaten (Ground Truth): Um eine KI von Sprache A nach Sprache B übersetzen zu lassen (z. B. Deutsch zu Englisch), füttert man sie mit Millionen Texten, die bereits von Menschen übersetzt wurden. Bei Tieren haben wir diese „Bauanleitung“ nicht. Wir müssen mühsam erraten und per Video/Audio korrelieren, was ein bestimmtes Geräusch in einer bestimmten Situation bedeutet.

Klingt mir eher nach einem Menschen-Problem, einem Problem von Zeit, dieses Problem ist ja genau das, was eine KI minimiert, indem es Prozesse in Bruchteilen dessen durchrechnet, welches ein Forscherteam brauchen würde. Ich versteh den Punkt mit der Referenz, musste da direkt an Mars Attacks denken, wo die Kommunikation unsere Vernichtung einleitet (obwohl die eh aggro waren).

Und dann habe ich mir mal raussuchen lassen, ob es schon Projekte gibt, die es trotzdem versuchen und e voila:
- Earth Species Project (ESP): Eine Non-Profit-Organisation nutzt maschinelles Lernen, um Muster in den Lauten aller Tiere zu finden, ohne auf menschliche Übersetzungen angewiesen zu sein. Und wow, guckt da mal rein, das ist beeindruckend.
- Project CETI (Cetacean Translation Initiative): Hier wird speziell versucht, die Klicklaute von Pottwalen mithilfe von fortschrittlicher KI und Sprachmodellen zu knacken.

Ich bin mit sprechenden Tieren aus Zeichentrickfilmen groß geworden und war bei meinem ersten Zoobesuch als Kind böse enttäuscht und habe geweint, dass keiner geantwortet hat auf mein freundlich euphorisches "Hallo".

In einer perfekten Welt könnten Menschen und Tiere zusammenarbeiten und ihr Wissen über den Planeten teilen, um die Ressourcen und Lebensräume ideal zu nutzen und es müsste keiner mehr sterben, nur weil der andere Hunger hat und dann schießt mir das Löwenrudel vor die Linse, dass eine Gazelle zerreißt und die tiefe Stimme des Erzählers sagt: "Auch das ist die Natur, Fressen und gefressen werden, der Stärkere überlebt!", wie deprimierend...

9/30/2026

Ist das noch menschlich?

Die spooky season hat begonnen und auch wenn mir das sicher viele als Bodyshaming auslegen werden, so ist es nicht gemeint, ich stelle mir nur wirklich einige Fragen, wenn ich so etwas sehe: Link zum Artikel

Es geht sich um Nick Walker, den neuen Mr. Olympia. Man kann vom Bodybuilden halten was man will, eine meiner großen Vorbilder ist Bodybuilderin und es ist unglaublich, wie diszipliniert diese Menschen sind, alles hinten anstellen um ein persönliches Ziel zu erreichen, keine Frage. Und wie gesund das ist, das sollen andere beurteilen, ich frage mich ganz oft, wie es sich anfühlt in so einem Körper zu stecken und ob es nicht ständig irgendwo wehtun muss, wenn man quasi nur noch aus Muskeln besteht? Hat man dann nicht ständig irgendwo einen Krampf? Wenn ich mir vorstelle am Tag fast 6000kcal zu mir zu nehmen, nur um die nötige Energie zum Verbrennen zu haben, das ist ca. das Vierfache von dem, was ich brauche, ist das am Ende dann nicht nur noch Essen, Pumpen, Schlafen und Repeat? Im Artikel steht, dass er 600.000 US-Dollar Preisgeld bekommt, ist es das wert? Ich weiß nicht, ob meine Lieblingsbodybuilderin hier mitliest, ich würde zu gern mal ein Interview mit ihr machen, wie das Leben als Bodybuilderin ist, auch noch aus dem Aspekt des Frau-Seins, denn sie ist für mich immer noch sexy trotz Muskelmasse und das schaffen auch nicht Viele. Zur Sexyness von Männern kann ich nicht viel sagen, da fehlt mir irgendwie der Blick, beim ersten Hingucken auf das Bild dachte ich, die haben den Kopf einfach auf eine komplette Kampfmaschine gesetzt, einerseits beeindruckend, irgendwie aber auch total beängstigend, wie schläft man mit so einem Körper, gibt es da überhaupt noch Körperfett, wie ist der Stoffwechsel, ich habe so viele Fragen.

Das war mein erster Eindruck (ist natürlich ein KI-Bild, in echt sieht er noch krasser aus)

Elevated Horror?

In der Recherche zu meinem diesjährigen Horroctober bin ich ganz oft auf einen Begriff gestoßen: Elevated Horror, was ein Quatsch! Es gibt einfach in jedem Genre gute und schlechte Filme und die Idee von Kritikern, wie ich ja selbst auch einer bin über Horrorfilme zu philosophieren, die weil irgendwem eingefallen ist, dass es nicht nur Slasher gibt und man ihnen ja auch Handlung geben könnte, diese als erhöht zu betrachten ist so typisch für unsere Zeit. Am schlimmsten ist, dass selbst Filmemacher anfangen das als eigenes Genre anzupreisen, weil ihre Horrorfilme jetzt intelligenter sind, als die guten intelligenten und herausragenden Horrorfilme, die es zwischendurch immer gab, die schon immer mehr Drama, Crime oder irgendein anderes Genre waren und dann mit Gewaltgrad physisch oder psychisch in Richtung Horror tendierten. Viele halten bis heute den großartigen Thriller "Das Schweigen der Lämmer" für einen Horrorfilm, ist das dann nicht elevated, weil er vom Niveau her weit über einem "Friday the 13th" rangiert?

Ist "Mandy" elevated Horror oder "Martyrs", weil sie essentielle Fragen stellen und künstlerisch anspruchsvoll sind, warum akzeptieren wir nicht, dass jedes Genre Ausreißer nach oben hat, die herausragend sind und wir gerade in einer Zeit leben, wo sich der Horrorfilm entwickelt in eine mehr story-drivene Richtung, was gut sein kann, jedoch nicht muss und was ihn vor allem nicht besser macht, in den meisten Fällen wirken diese Filme dann verkopft und können ihre wahre Stärke, den Zuschauer emotional anzugreifen durch schockieren und unter die Haut kriechen und mit Dingen konfrontieren, die es so nicht gibt. Sobald ich anfange alles zu psychologisieren bewege ich mich in meinen Augen in das Genre des Dramas und das ist ja nicht schlimm, es gibt viel zu wenige Dramas, die wirklich hardcore dahin gehen wo es weh tut, doch das ist dann noch kein Horror. Wenn ich das zum Teil grausame Leben von Kindern in Pflegefamilien zeige, wie sie es aus ihrer Sicht empfinden, wird das vermutlich sehr unschön und wahrscheinlich oft brutal und durchzogen von unterschwelliger seelischer Gewalt und führt wahrscheinlich zu Bildern, die man sonst aus Horrorfilmen kennt und selbst wenn da dann Übernatürliches und Monströses auftaucht bleibt es Drama. Die Figuren und ihre Geschichten entscheiden, was es ist, so scheinen die Filmemacher zu denken, in Wirklichkeit entscheidet ganz am Ende das breite Publikum. Nicht die Kritiker, nicht die Künstler selbst entscheiden, wie das Dargebotene ankommt, sie können zwar eine Empfehlung geben, eine Einordnung, wie ihre Kunst wahrgenommen werden soll und welche Intention sie hatten, doch am Ende schmeckt Nuss-Nougat-Creme so, wie man es empfindet und nicht, wie es auf dem Etikett steht.

Wann kommt irgendwer auf die Idee "John Wick" elevated Action zu nennen, weil es ja so viel hochwertiger ist, als die Actioner der 90er (wobei das nicht meine Meinung ist). Es gibt gute und schlechte Filme, das ist Fakt, sagt aber nichts darüber aus, wie sehr er Menschen gefällt, oder würdet ihr "Terminator 2" als elevated Sci-Fi einstufen, nur weil er vermeintlich einer der besten Sci-Fi-Actioner aller Zeiten ist?
Ich denke mein Punkt wird klar, es gibt keinen ELEVATED HORROR!

9/25/2026

Geschaffte Wochen?

Leute, geht's?
Was soll denn das bedeuten? "Wieder eine Woche geschafft", irgendwie ängstigt mich eine solche Aussage, es klingt als würde man sich auf das Ende freuen und dem Tod entgegen gehen. Ich verstehe ja, dass krank sein scheiße ist und man jenseits der 90 irgendwann auch daran denkt, dass es enden wird, allerdings finde ich den Klang von geschafft haben unangenehm. Ich bin froh, dass ich die Therapie schaffe, das ist das anstrengende, dann gehe ich heim und versuche aus dem Rest den ich so habe etwas Leben rauszuholen, ich freue mich eigentlich nie, wenn ich feststelle, dass mir wieder eine Woche verloren ging. Vielleicht ist es ja auch gar nicht so eine Art unterbewusster Abschied doch mein Gefühl sagt mir, dass solche Aussagen oft eine Vorahnung in sich tragen.

9/16/2026

Die eigentliche Konstante ist der Mensch (Immortal Pt. V)

Noch fundamentaler als Liebe und Tod sind deshalb vermutlich jene Themen, die sich aus der menschlichen Selbstwahrnehmung ergeben: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Werde ich geliebt? Bin ich genug? Was habe ich falsch gemacht? Was geschieht nach dem Tod? Muss ich mich verändern? Warum tut Verlust weh? Warum wiederholen wir unsere Fehler?

Solange Menschen solche Fragen stellen, wird Musik darüber geschrieben werden.

Auch Träume gehören dazu. Nicht nur tatsächliche nächtliche Träume, sondern Sehnsüchte: anderswo leben, jemand anderes werden, noch einmal jung sein, berühmt werden, verschwinden, jemanden wiedersehen. Musik eignet sich dafür besonders gut, weil sie Gefühle ausdrücken kann, bevor sie vollständig sprachlich formuliert sind. Ein Akkordwechsel kann Sehnsucht vermitteln, ohne das Wort „Sehnsucht“ zu benutzen.

Deshalb können sogar Instrumentalstücke zeitlos werden. Das zeigt, dass das Thema allein niemals genügt, um musikalische Langlebigkeit zu erklären. Musik besitzt eine zweite Sprache unterhalb des Textes. Eine Melodie erzeugt Erwartung und Auflösung. Rhythmus erzeugt Bewegung. Harmonie kann Sicherheit herstellen und wieder zerstören. Lautstärke kann Nähe oder Größe vermitteln. Eine einzelne Stimme kann zerbrechlich, bedrohlich oder euphorisch wirken, bevor wir verstehen, was sie singt.

Große Songs verbinden diese beiden Ebenen. Der Inhalt sagt etwas, und die Musik lässt den Hörer dasselbe fühlen.

Ein trauriger Text über Verlust, der musikalisch vollkommen gleichgültig wirkt, besitzt weniger Kraft als ein Lied, bei dem bereits die ersten Akkorde eine Leerstelle erzeugen. Umgekehrt kann ein banaler Text durch eine außergewöhnliche Melodie enorm langlebig werden. Und dann kommt etwas hinzu, das kein Künstler vollständig kontrollieren kann: Erinnerung. Songs werden unsterblich, weil Menschen sie mit ihrem eigenen Leben verbinden. Ein Lied läuft beim ersten Kuss, bei einer Beerdigung, auf einer Autofahrt, auf einer Party, während einer Trennung. Danach gehört es nicht mehr ausschließlich seinem Autor.

Genau deshalb können Künstler Zeitlosigkeit anstreben, aber niemals garantieren.

9/15/2026

Ist DAS reflektierte Spiegelung oder Projektion?

War ich früher eigentlich auch so, als ich noch dachte, ich sei wichtig? Dass, der Mittepunkt der sicherste Platz ist, wenn die Welt ins Schleudern gerät? Man einfach nur immer ne coole Story parat haben muss, um anerkannt zu werden, es gar nicht peinlich rüberkommt, wenn man alles übertreibt, was man von sich gibt? Oder haben manche Menschen einfach wirklich so viel Zeug erlebt, dass sie zu Allem was zu sagen haben, auch wenn niemand fragt? War ich so?

Ich fürchte schon, das ist wahrscheinlich genau der Grund, warum ich das bei anderen kaum ertragen kann, weil sie meine "Lüge" widerspiegeln, wobei wirklich ausgedacht habe ich mir selten was, meist habe ich es nur bis zur Unkenntlichkeit ausgeschmückt und mich selbst zum Helden der Geschichte gemacht, natürlich, das macht der grandiose Narzisst so, der eigentlich nur so sein wollte, wie die Vaterfigur, der er nacheiferte, weil er nur die Maske sah, anderes Thema, kommt auch bald ein neues Album von Ruffy & Steve übrigens, könnt ihr euch schonmal vormerken (23.10.2026 Unter Geiern), sorry für die kleine Eigenwerbung an dieser Stelle.

Eigentlich sollte es ja um eine weitere Paulanergartengeschichte gehen, allerdings stecke ich mir das und sammle lieber noch ein wenig, dann kann man da vielleicht auch ein nettes Tribute-Album von machen, denn eigentlich mag ich den Schwafelkopp ja und er erzählt das ja auch in diesem onkeligen Ton, immer leicht gefärbt mit einer Note zwischen Neid und Bewunderung, nie ohne (ich glaub ich nenn ihn Reiner) seine Beteiligung und Meinung als richtig und wichtig zu manifestieren. Es gibt sie echt überall, das Positivste daran ist, dass ich es geschafft habe, aus diesem Spiel auszusteigen und einfach Ich sein kann, ohne Schminke, ohne Maske, ohne Show, das ist zwar oft ernüchternd und erschütternd blass, doch das bin dann ich. Die Kunst leben genug Aliases für mich aus. In diesem Sinne...

9/12/2026

Melencolia I (1514) & Melancholia (2011)

Heute mal wieder was Spezielles, mir ist bei Inaugenscheinnahme von Albrecht Dürers Bild "Melencolia 1", es war irgendwie Teil von Dan Browns "Lost Symbol", durch welches ich darüber gestolpert bin.
Ich hoffe ihr kennt das Bild, ich habe es hier mal in einer colorierten Fassung eingefügt, der Link führt euch zur Quelle, ein Film eingefallen, der mich vor fünfzehn Jahren getroffen hat, in einer Phase, in der ich selbst unter dieser Art von Melancholie gelitten habe

Damals kannte ich dieses Bild von Dürer noch nicht und hatte keine Ahnung, dass es vor 500 Jahren bereits ein so starkes Werk über den Ausdruck dessen gab, was ich im Inneren fühlte.

Zugegeben, ich bin nie der große Gemälde-Freak gewesen und "Melancholia" von Lars von Trier ist zwar, auch wenn er als Film, ein Bewegtbildmedium ist dem Namen nach mehr wie ein Gemälde meiner damaligen geistigen Verfassung und ist durchzogen von einem so tiefen Verständnis dafür, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann.

Als ich dann vor ein paar Tagen das Bild von Dürer sah, schoss es mir sofort in den Kopf, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte, ein melancholischer Engel im Vordergrund und eine vermeintliche globale Katastrophe im Hintergrund, ähnliche Stacks also, auf dem Dürer Bild ist noch so viel mehr zu finden, das mich verwirrte und faszinierte, ich bin total geflasht davon, es fühlt sich an wie Verstehen, wisst ihr was ich meine? In diesem Sinne... gern mehr in den Kommentaren.

so ungefähr ist das in meinem Kopf zusammengewachsen...

8/30/2026

Bibel Blubbern -Bileam, Satan und der Esel

4. Buch Mose, Kapitel 22,21-39

Ich möchte mich nicht lustig machen, aber Satan wird in der Bibel oft als "Jobbeschreibung" genutzt, Widersacher / Gegner. Im Grunde nutzen wir das auch heute so, "Advocatus diaboli" ist meist die Stimme des Zweifels, der Gegenpunkt-Einnehmende, um einen Punkt zu verdeutlichen, das Schwarz, um das Weiß besser abzugrenzen, und so weiter. Die Geschichte von Bileam dem Seher und dem Esel, der durch Gott sprechen muss, weil der Seher den Engel nicht sehen kann und lieber das dumme Tier totschlagen will, anstatt zu verstehen, dass dieses dumme Tier ihm ds Leben retten will, weil ein Widersacher auf der Straße steht. Ihr könnt in die Szene viel reinlesen, ich war sogar schon kurz davor, dass Sataniel da noch in den Diensten Gottes war, vor seiner großen Revolution und dem Himmelsfall. Das ist alles so interessant, stellt sich raus, dass hebräisch Satan ein echt häufig benutztes Wort war zu der Zeit und nichts mit der heutzutage fast heroisierten Gegenspielerfigur von Gott zu tun hat, was im Endeffekt auch gar keinen Sinn ergibt, dass ein allmächtiger Gott einen Gegenspieler hat aber das ist eine andere Geschichte... und manchmal sagt ein Bild auch mehr als tausend Worte und Worte haben so viel Macht in der Mythologie und Religion und obwohl "Am Anfang war das Wort", den meisten geläufig ist, ist Sprache doch in so vielen Fällen Interpretationsspielraum jener, die sie nutzen. In diesem Sinne...

Was unterscheidet KI-Slop von KI-Kunst?

Eigentlich wollte ich euch nur dieses Bild zeigen und euch damit allein lassen, denn ihr checkt schon!

A-Bär, dann würde ich mich ja der Auseinandersetzung entziehen und dann könnte ich das hier auch nicht mit Meinung taggen, denn:

Der Unterschied liegt für mich nicht darin, ob KI benutzt wurde, sondern darin, welche Funktion der Mensch im Entstehungsprozess noch hat.
KI-Slop ist im Grunde massenproduzierter Output: Prompt rein, Bild/Text/Song raus, kurz angeguckt, veröffentlicht, nächstes. Häufig erkennt man daran eine gewisse Austauschbarkeit: übertriebene Effekte, bekannte Klischees, inkonsistente Details, bedeutungsschwangere Oberfläche ohne viel dahinter. Das Ziel ist oft Quantität, Aufmerksamkeit oder billige Content-Produktion.
KI-Kunst entsteht dagegen, wenn jemand die KI tatsächlich als Werkzeug innerhalb eines eigenen gestalterischen Prozesses benutzt. Da gibt es eine Idee, Auswahlentscheidungen, Verwerfen, Überarbeiten, eine bestimmte Bildsprache und vor allem einen Grund, warum etwas so dargestellt wird.
Ein brauchbarer Test wäre:

Die KI hat die Pixel produziert. Das Konzept kam aber nicht aus einem Zufallsgenerator.

Und ganz ehrlich Leute, da ist was dran, Kunst kann hässlich sein, einem nicht gefallen, aber sie hat in den meisten Fällen eine Intention, während ein noch so schönes KI-Bild, dass durch einen zufälligen Prompt entsteht, die einzige Intention hat, die Faulheit des Erstellers zu befriedigen, dessen Verantwortung zu übernehmen und günstige Vervielfältigung zu garantieren. Ich würde sagen, KI-Slop ist Masse statt Klasse. Am Ende entscheidet der Anwender, was es sein soll und wofür er die Technik nutzt. Gibt genug Leute, die malen einen Strich auf ein weißes Blatt und nennen das Kunst, ich will das nicht entscheiden, vielleicht hatte er ja eine Intention, auch wenn er das Bild dann unter den Kopierer legt und es an hundert verschiedene Galerien als sein ultimatives Meisterwerk verschickt. Je nach Intention würde ich das wirklich als Kunst anerkennen, wenn damit zum Beispiel die Reproduktion von Nichts in einer komplett kulturverwaisten Gesellschaft gezeigt werden soll und es als Kunstprojekt genau das aufzeigen soll. Ist es nur ein Strich und soll auch nichts anderes sein und will man damit einen schnellen Schilling machen - SLOP.

Ich glaub das ist meine Meinung dazu, derzeit!

8/20/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Monopol auf Übernatürliches

Spiritisten zu verurteilen ist das eine, aber was ist mit: Heilern, Zauberkundigen und Orakeln?

Fangen wir mit den Hexen an, die wir laut Bibel nicht am Leben lassen sollen (Exodus 22,18)
Das hebräische Wort mekhashefa bezeichnet eine weibliche Person, die Zauberei/Sorcery betreibt
Soweit ich weiß, und Chattie hat mir das bestätigt, kommt erst in der berühmten King-James Bibelübersetzung faktisch das Wort "WITCH" in den Kanon. Ist dann fraglich, ob hiermit wirklich alle Frauen mit roten Haaren und ein wenig Plan von Kräuterkunde gemeint sind?

Spiritisten und Totenbeschwören mag die Bibel gar nicht.
Kontaktaufnahme mit Toten, Medien und Geisterbefragung werden ausdrücklich verboten. Die Frau von En-Dor in 1. Samuel 28 ist genauso eine Totenbeschwörerin bzw. ein Medium, nicht unbedingt eine „Hexe“ im späteren Märchensinn. Saul lässt durch sie Samuel heraufbeschwören. (Bible Odyssey)
Spannend ist vor allem, dass die Bibel es untersagt, nicht dass es als unmöglich dargestellt wird.

Heilkunst ist nicht grundsätzlich verboten.
In 2. Könige 20 lässt der Prophet Jesaja auf Hiskias Geschwür einen Feigenumschlag legen, woraufhin er sich erholt. Das ist ziemlich handfeste Therapie. (BibleGateway)
Noch deutlicher wird das deuterokanonische Buch Jesus Sirach 38:
Der Arzt soll geehrt werden; Heilmittel stammen aus der Erde, und medizinisches Wissen wird als Gabe Gottes dargestellt. Katholische und orthodoxe Bibeltraditionen enthalten diesen Text, protestantische Bibeln meist nicht im regulären Kanon. (BibleGateway)
Im Neuen Testament wird außerdem Lukas in Kolosser 4,14 ausdrücklich als Arzt bezeichnet. (BibleGateway)

Und wenn wir bei dem Orakel ankommen, dann landen wir beim Kern der Sache, denn was hier wie Widerspruch wirkt, ist eine Sache der Autorität. So wie wir unseren Kindern Dinge verbieten, die man selbst macht, um sie zu schützen, weil sie gefährlich sind oder einfach aus Kontrollsucht sind im Grunde alle übernatürlichen Dinge in der Bibel, Gott darf Dinge tun und die denen er es erlaubt, ansonsten sind sie größtenteils untersagt
Der Aufbau von 5. Mose 18 ist dafür extrem aufschlussreich:
Zuerst:
Keine Wahrsager, Zauberer, Totenbefrager usw.
Und unmittelbar danach:
Gott wird euch Propheten senden.
Für mich ist die Aussage klar, bevor ich mich an den Rohren meines Klos zu schaffen mache, lasse ich das den Klempner machen und Gott kennt die Besten und schickt mir Röhrich (das könnte mir dann wohl auch ne Lektion erteilen, ich schweife ab).

Fakt ist, dass im Grunde die Entscheidungsgewalt nur bei Gott liegt, der als unangefochtene Autorität über den Einsatz von generell verbotenen Praktiken herrscht, sprich: Wenn du's dir mit Gott verkackst, dann kannst du zwar Zaubern und Heilen, es ist halt nur seelenlos und führt zur dunklen Seite. Hier geht's um Glauben und Gehorsam, Dinge, die weltlich nicht vollkommen greifbar sind. Ich glaube aber mit dem Beispiel vom Kind habe ich es schon ganz gut getroffen: Feuerwerk ist nichts für Kinder, sie können es zwar benutzen aber auf eigenes Risiko und verantwortungsvolle Eltern würden es nie zulassen... in diesem Sinne, wir haben die Atombombe erfunden!

Ist digitale Fotografie nicht immer noch Fotografie?

Als ich so ungefähr 16 Jahre alt war gab es in Handys noch keine eingebaute Kamera, für Musik hatten wir MP3-Player und Internet gab es nur am heimischen PC, wenn die Telefonleitung frei war. Wir haben überlebt und uns was ausgedacht. Wenn ich nochmal 30 Jahre zurückgehe, dann gab es kaum Digitalität. Unterwegs Musik hören konntest du auf Kassetten im Auto, Fotos machen war ein teures Hobby mit Film kaufen und entwickeln lassen und du hattest 36 Bilder pro Film, das ist so viel, wie ich an manchem Tag einfach lösche, bevor ich mein Motiv einmal richtig gut im Sucher hatte.

Bei all der Begeisterung für KI-Bilder und den Möglichkeiten der heutigen Zeit frage ich mich manchmal, was würden meine Großeltern denken, wenn ich denen Bilder schicke, wo ich in New York, Rio, Tokyo bin, was ich wohl beruflich mache, wenn ich mich mit irgendwelchen Prominenten, Wildtieren oder Wahrzeichen auf Fotos prompten würde? Ist das echt, bin das dann noch ich? Nein, ich glaube nicht, es ist fake it till you make it, ich bin mir nicht sicher ob ich diesen Menschen das erklären könnte, wo der Reiz daran liegt, die Fantasie in Bilder umzusetzen, möglicherweise würde ich sie unterschätzen. Für mich ist klar, es wäre nicht echt und auch wenn ich hier und da mal darauf zurückgreife, sind es meist eher Fantasy-Shots oder eben Geistgeburten die ich mit der KI entwickle, es ist für mich kein Werkzeug der Täuschung, es ist ein Werkzeug, das umzusetzen, was ich selbst nicht hinbekomme.

Darum sollte es eigentlich gar nicht gehen, vielmehr darum ob digitale Fotografie, so wie ich sie mit 16 angefangen habe mit meiner kleinen Coolpix das gleiche ist wie die Fotografie auf Film mit einer Ultra-Dupa Spiegelreflex Kamera, was heute fast jedes Handy kann (was muss das für ein Gefühl sein für Menschen, die früher in die Natur gefahren sind und gewartet haben, bis sich irgendein Tier bewegt hat, um es zu shooten und klick war der Film voll, wo du heute einfach 100 Aufnahmen durchrollen lässt mit dem Handy ungefähr in die Richtung gezeigt und das beste auswählst?). 

Ich denke meine Generation und ich sind privilegiert, da wir den Wechsel miterlben, von einer nahezu gänzlich analogen Welt, über eine digitalisierte Welt hin zu einem KI-Zeitalter in der wir nichts mehr können müssen, außer uns präzise auszudrücken. Gut, das ist für viele meiner Mitmenschen noch so sehr eine Hürde, dass ich das Gefühl habe, denen hilft auch keine KI zu ihrer Verwirklichung, denn die Idee muss ja immer noch vom Menschen kommen. "Mach mir ein Bild" prompten bringt bei den meisten Modellen gar nichts oder ein Random Bild und hat so viel Kreativität wie ein Marmeladenbrot. Fotografie ist nicht bloß Bilderknipsen, es ist Komposition, Bildausschnitt, Zeitpunkt, es ist Kunst und das ist etwas Erhabenes, dessen bin ich mir bewusst. Und dennoch kann KI Kunst, dann nämlich wenn sie von einem Künstler genutzt wird. Ich will mich nicht aufschwingen, ich bin Künstler, ja, ich schreibe vor allem, das Malen war mir nie vergönnt, ich habe früher zwei drei richtig tolle Sonnenuntergänge fotografiert, möglicherweise habe ich ein szenisches Auge und nen vehementen Wortschatz, bin ich deshalb besser als wer anders, der KI benutzt, um das gleiche Ergebnis zu erzielen, nein, es ist nur eine andere Passion, im Grunde kann man es noch weiter herunterbrechen. Es geht um Gefühle. Der eine fotografiert um Momente festzuhalten, fühlt aber nicht den Augenblick und darum ist seine Bildkomposition so unpräzise, dass er jedes seiner Bilder erklären muss, der andere wartet den ganzen Abend, bis er das sieht, was er sehen wollte und drückt auf den Auslöser wenn er es fühlt.

Mancher promptet zwanzig Sätze und beschreibt alles haargenau und heraus kommt das perfekte Bild, was er haben wollte, doch jeder erkennt, dass es KI ist, ein anderer kann sich in die Worte hereinfühlen und beginnt mit einer Idee und bearbeitet diese so lange, bis er zu dem Ergebnis kommt, dass er vor seinem inneren Auge hatte. Und am Ende ist es komplett egal, da beides leider für die meisten fast-content ist, den man konsumiert und wegwirft, minimale Dopaminsnacks für die Augen. Was würden die großen Maler alter Zeiten denken, die Wochen, Monate an ihren Werken arbeiteten, sie immer wieder überarbeiteten... in diesem Sinne erstmal.

Impressionistische Flusslandschaft mit Dorfkirche

8/16/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Nefilim, krass Alter

4. Buch Mose, Kapitel 13,32-33
Dort werden die Nephelin erwähnt, doch es ist eher keine glaubhafte Beschreibung, vielmehr zitiert man hier Kundschafter in einem fremden Land und die scheinen doch recht eingeschüchtert durch das, was sie da gesehen haben. Die Bibel selbst nennt es eine verleumderische Darstellung des Landes.

Genesis 6,1–4
Erwähnung der "Söhne Gottes" / 
bene elohim noch vor der Sintflut, sind sie das?

Oder ist das wieder so ein Präastronautik Ding? Nun, wer Henoch für Kanon hält, kennt die Antwort bereits, denn alles, was in Genesis so kryptisch klingt, wird bei Hennoch zu nem echten Fantasy-Blockbuster, kurz von Chattie zusammengefasst:

Die Wächter
himmlische Wesen
steigen zur Erde herab
nehmen menschliche Frauen
zeugen riesenhafte Nachkommen
bringen den Menschen verbotenes Wissen bei
Gewalt und Verderbnis breiten sich aus↓
Gott greift ein.

Darum glaube ich, dass an allem davon was dran sein kann, vielleicht weniger die Nummer mit den Außerirdischen, am Ende scheint es eh zu lange her, um es zu beweisen und bleibt, was es immer ist, beeindruckend... in diesem Sinne... 

8/13/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Melchisedek

Melchisedek - wie Jesus?

Recherche nötig

Theorien ???

So ungefähr begann meine Reise in das Thema und ganz ehrlich, war die Nod Nummer für mich noch echt nahezu selbsterklärend und mit ein wenig Textstellen Approval machbar ist das hier ne harte Nuss. Tschibidi hat mir satte 2400 Wörter ausgekotzt und mehrere Theorien und mir dann am Ende noch die jüdische Sichtweise angedeutet., die wieder einmal in Richtung Präastronautik geht. Zum Glück konnte ich Chattie dazu bringen, das ganze auf einen Satz einzukürzen, den ich bei Interesse gerne in den Kommentaren oder in einer weiteren Sitzung ausdiskutiere. Im Ernst das Maß an Informationen hat mich echt gecracked, hier also die klitzekleine Zusammenfassung mit Verweis auf mehr, wenn ich wieder denken kann. In diesem Sinne...

"Melchisedek: geheimnisvoller König-Priester aus Genesis, der Abraham segnet und dessen Herkunft und Tod unerwähnt bleiben; später Urbild des ewigen Priestertums Jesu. Theorien reichen vom gewöhnlichen König über eine himmlische Gestalt bis zum präexistenten Christus – die Gleichsetzung mit dem Heiligen Geist existierte ebenfalls, hat aber kaum Rückhalt im Bibeltext." (ChatGPT)

8/06/2026

Die Angst ersetzt zu werden

Ich habe bis zum heutigen Tag nicht verstanden, was die Menschen für ein Problem mit KI haben, denn ich verstand es stets als Werkzeug und so wie wir Werkzeuge Gottes sind sah ich darin auch stets etwas Gutes, uns zu helfen einen größeren Plan zu erfüllen, so wie man früher aus Stock und Stein Werkzeuge fürs Hüttenbauen erzeugte. Im Grunde ist es auch so, denn da die KI keine eigenen Interessen hat und nur durch Befehle überhaupt aktiviert werden kann, die immer noch Menschen geben und KIs fast in allem, was man so macht schneller sind, sorgen sie doch bloß für mehr Freizeit oder im Fall von kreativen wie mir für mehr Zeit noch kreativer zu werden. Allerdings hat ein Vorgang mich heute zum Nachdenken gebracht. Wenn ich der KI zugucken kann, wie sie denkt und Sachen hinterfragt, durchtestet und dabei fast genau so schnell ist, wie ich selbst und ein deutlich besseres Ergebnis zutage bringt, dann verstehe ich die Ersetzbarkeit, allerdings auch nur bedingt, denn gerade im Live-Vergleich hat die KI keine Chance, wenn man schnell tausende Details einschätzen muss, emotional auf den Auftraggeber eingehen muss oder ihn noch nebenbei unterhalten, während man etwas komplett anderes mit den Händen macht. Wir werden an den Punkt kommen, wo das auch die KI hinbekommt, aber derzeit wäre es fahrlässig uns schon auszutauschen, denn schlussendlich tauschen wir nicht, wir geben Verantwortung ab und bereiten uns darauf vor, Faulheit unser Leben bestimmen zu lassen. Das würde Gott nicht mögen, glaube ich.

In diesem Sinne...

8/04/2026

Was schenkt man einem Menschen ohne Persönlichkeit?

Weil es derzeit so angesagt ist, die eigene Meinung und möglicherweise verletzende Wahrheiten nicht mehr ertragen zu können, spreche ich hier eine ganz klare Triggerwarnung für alle aus, die sich im Laufe des Textes von mir angesprochen fühlen könnten, ich meine niemanden persönlich, es sind nur ein paar Gedanken, die ich mal ausspeichern muss.

Natürlich hat jeder Mensch eine Persönlichkeit, viele denken, dass sie selbst sich am besten kennen, das ist in den meisten Fällen jedoch einTrugschluss, denn es fehlt (im Film würden wir sagen der Schuss-Gegenschuss) also die Reflektion von außen, Spiegelung durch ein Gegenüber. Naja und je länger man sich einer solchen Fremdeinschätzung entzieht oder sie ignoriert und bloß mit der Selbsteinschätzung umherläuft, desto eher läuft man Gefahr das, was einen selbst ausmacht zu verlieren. Also vielleicht, ich hab ja keine Ahnung von Psychologie und so komme ich auch einfach nur nicht so gut mit Menschen klar, die ich nicht lesen kann, weil sie einen solchen Schutzschild um sich gebaut haben, dass man nicht weiß, womit man sie fröhlich machen kann. Ich weiß einfach nicht, was ich jemandem schenken soll, der sich nur Dinge wünscht, von denen ich das Gefühl habe, dass sie nicht zu ihm passen, nehmen wir mal das Beispiel von jemanden, der keine Blumen mag (ich meine, wer mag keine Blumen), sich aber welche wünscht, um vor anderen nicht merkwürdig zu erscheinen. Oder jemand wünscht sich Musik oder Filme, die Menschen mögen, die er kennt, nur um die Leere zu füllen, als würde dieser jemand dadurch eine Persönlichkeit bekommen. Würdet ihr euch etwas wünschen, um das Hobby vorzuheucheln von dem ihr wisst, dass der Schenkende dem nachgeht , um in seinen Augen sympathischer zu sein? Ich weiß nicht, für mich klingt das krank irgendwie. Würdet ihr euch Dinge  wünschen, die ihr in eurer Kindheit gern gehabt hättet, um das Gefühl zurückzuholen, dass ihr nie gehabt habt, weil die Kindheit eine andere war?

Ich bin ein großer Fan von "Fake it till you make it", ich habe in den letzten Jahren jedoch gelernt, dass Loslassen etwas ist, das dazu gehört, wenn man sich weiterentwickeln will, die eigene Persönlichkeit ist im ständigen Wandel, nur wenn man aufhört daran zu arbeiten verblasst sie und man gibt ihr die Chance zu verschwinden. Und ehe masn sich versieht ist man 50 und denkt, das Leben hätte nichts mehr zu bieten und man übernimmt nur noch das, was andere über einen sagen, über das Alter, das Leben, die Hobbys, die Vorlieben und vergisst, wer man selbst ist. Doch das Gehirn macht dann etwas, das die Psychologen glaube ich Dissoziation nennen, es fängt an sich etwas vorzuspielen, weil man eben nicht nicht sein kann. Naja und e voila, entweder ist man jetzt jemand anderes, also was soll ich diesem jemand, den ich gar nicht kenne schenken? Ich würde ihm so gerne die Möglichkeit schenken, wieder er selbst zu sein, oder wenn schon nicht wieder der alte, dann wenigstens eine reflektierte neue Version, die sich im Spiegel wieder sehen kann.

8/03/2026

Klimaanlagen

Thema im Paulanergarten:

"Klimaanlagen verursachen bakterielle Infektionen!
Das ist wie mit der Dusche und dem kalten Wasser!
Der Körper ist nicht dumm und weiß, dass das nicht gut für ihn ist!"

What? Manchmal komme ich hier hin und höre Dinge, wo ich mich wirklich frage, ob neben den ganzen Schadstoffen bei dem ein oder anderen auch Hirn mit rausdialysiert wird. Das Problem mit dem Paulanergartenjürgen ist einfach, der redet gern und will auch immer etwas mehr wissen als die Anderen und vor allem hat er supergern Recht. Jeder kennt so jemanden, ich kann das nur noch mit sanftem Kopfschütteln bewerten. Leute, aber wenn die Welt wirklich so wäre, wie diese Leute sie sehen, wieso leben die noch? Hier haben wir die perfekten Beispiele für den Nährboden von Conspiracies. Wenn ich mir für zuhause oder für's Büro ne kleine Klimaanlage hole, dann passiert da im Grunde gar nichts, denn diese Systeme arbeiten nicht mit Wasser und somit können keine Aerosole in der Luft verteilt werden, anders als bei industriellen Klimanlagen mit schlecht gewarteten Luftschächten und Wasserkühlung, denn dort können sich sogenannte Legionellen anreichern und werden dann durch die Verwirbelung der Luft in winzigen Tröpfchen zu unseren Nasen und Mündern transportiert, wo sie im schlimmsten Fall Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündungen auslösen. Die generalisierte Aussage ist also eher falsch, hat aber einen wahren Kern, klassischer Verschwörungsstoff eben.
Kaltes Wasser und Dusche sind ein ähnlicher Fall, es kann sein, dass altes Wasser, wenn es zwischen 25 und 40 Grad über längere Zeit in einer unbenutzten Leitung stand Legionellen gebildet hat, durch Einatmen von Wassernebel in der Dusche oder trinken kann man sich dem aussetzen. Generell ist kaltes Wasser jedoch eher gut, denn ab circa 20 Grad sind Legionellen unbeweglich und inaktiv. Es ist also auch hier gefährliches Halbwissen, dass in den Raum gebölkt wird.
Der Körper weiß nicht, was gut für ihn ist. Er reagiert auf Reize. Ob diese Reaktion sinnvoll, harmlos oder krankhaft ist, müssen wir schon selbst herausfinden. Sprich, doch mein Lieber, der Körper ist dumm, durch das Wissen, das wir uns angeeignet oder trainiert haben wissen wir, was die Reaktion für eine Bedeutung hat. Ohne Körpergefühl würde dein Körper zugrunde gehen, weil der Körper nichts weiß, selbst wenn du unter den schlimmsten Krankheitssymptomen leidest, reagiert der Körper bloß mit Abwehrkräften, das ist nur Mechanik, das passiert jedem dummen Körper, zu erkennen, was da los ist, das ist uns selbst überlassen. Aber wär schon geil, wenn der Körper beim ersten Anzeichen einer Erkältung plötzlich aus dem Bett aufsteht und zur Apotheke läuft und deine Zunge aktiviert um nach nem Mittel zu fragen, das hilft oder gezielt danach greift. Wer weiß wohin uns die Cybernetisierung unserer Körper noch führt, aber derzeit würde ich sagen, der Körper ist dumm.

In diesem Sinne... genug für heute!

8/01/2026

Ganz komisches Wacken diesmal irgendwie

Warum wir uns auf Festivals richtig zum Affen machen. warum wir uns in den Dreck setzen zum Rudern, Circle Pita und Wall of Deaths veranstalten, wie blöd rumspringen, sowie mitgrölen, auch wenn es einfach nur Blödsinn ist, das ist wohl eine Frage, die man maximal mit Weltflucht beantworten kann. Vielleicht ist das Das, was die Urvölker gemacht haben, um in Kontakt mit ihren Göttern zu treten und/oder eine höhere Bewusstseinsebene zu erreichen, irgendwie ist so ein Metal-Konzert ja das Gleiche, wie ich nach diesem phänomenalen Afutritt von Powerwolf wieder einmal spüren konnte.

Begonnen hatte der Tag um 11 Uhr 30 mit Kindermetal von Heavysaurus heute, hab mit Emma geguckt und irgendwie hat man danach gute Laune und so muss das dann auch sein auch wenn es einem körperlich eher semi geht, weil die Nachwirkungen der gestrigen Dialyse in Form von Nachbluten und Schmerzen im rechten Oberarm einen etwas unten halten.

Am Nachmittag habe ich mich an was Neuem versucht und mit  Kim Dracula etwas interessantes Neues für mich entdeckt, während Emma eine kleine Festivität mit ihren Freunden im Erdgeschoss abgehalten hat.

Und dann kamen wohl für mich die absoluten Highlights des Festivals, ich bin immer wieder überrascht wie sehr mich Airbourne abholen und in ihr Ding reinziehen, obwohl es einfach nur dirty australischer Rock ist, das rockt mich so sehr, dass ich fasziniert davon bin, wie wenig ich von denen so im Alltag höre, wie doll das aber Live funktioniert, mir fällt jedesmal wieder die Nummer mit den geplatzten Trommelfellen und den zig Menschen mit blutenden Ohren ein, als ich die vom Zeltplatz aus hören konnte, weil sie dort so laut waren, wie sonst nur im Infield...

Und zu Powerwolf muss ich nun wirklich nichts mehr schreiben, die sind einfach nur das Live-Erlebnis des diesjährigen Wacken gewesen (zumindest von den übertragenen Sachen), als eine meiner absoluten Lieblingsbands natürlich auch unschlagbar. Und trotzdem war das ein merkwürdiges Wacken dieses Jahr, sehr abwechslungsreich, mit dem Gefühl irgendwie immer im Stress zu sein (zuhause vorm Fernseher, man stelle sich das vor) und zum Teil durch die Tonprobleme von Magenta an einigen Stellen meh. Ich will nächstes Jahr live da hin, ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, wie ich das stemmen soll, ich habe keine Mitfahrgelegenheit, kein Hotel, keinen Therapieplatz und keine Ahnung, wie es mir zu diesem Zeitpunkt dann geht (gesundheitlich). Doch wenn ich mir die bislang angekündigten Bands ansehe, dann ist das fast wie ein Zeichen, dass ich dahin muss. Es ist quasi wie ein für mich zusammengestelltes Line Up. Was also tun, Karte kaufen und dann, wenn ich merke, dass ich es nicht packe, loswerden, oder versuchen bis Juni nächstes Jahr in Shape zu kommen und dann alles kurzfristig organisieren? Ich denke, das klingt mehr nach mir, am Ende sitze ich dann eh wieder hier vor der Glotze und die KI ist noch besser und "fake it till you make it" geht in eine neue Runde?

7/12/2026

Wie sich ein Punchingball fühlen muss

In Japan sind die Menschen der Meinung, dass alles und jeder beseelt ist, das bedeutet auch Gegenstände haben eine Seele und wer weiß schon wie weit hergeholt das ist. Sonntagmorgen, auf meinem Weg die Wohnung zu lüften begegne ich in der dunklen Küche sitzend (Blick zur Tür) den Hausgeist, der dort sitzt und ich frage mich, warum er denn nicht bevor er sich dort platziert hat (so kann man das wohl nennen, wenn jemand 2 Stunden später immer noch da sitzt) für seine Mitbewohner in den oberen Stockwerken mal die Fenster aufgeworfen hat. Ich werde sicherlich niemanden selbstsüchtig nennen, der keine Ahnung mehr davon hat, wer er selbst eigentlich ist, ich habe halt verpennt und werde nachher die Folgen der Überhitzung tragen, dachte ich.
Doch leider musste ich sie bereits einige Minuten später tragen, als ich wegen der Frage nach meinem Wohlbefinden in eine Grundsatzdiskussion über einen überhitzten Router, Ideen der Zeitschaltung unf generell einem Problem geraten bin, das sich wie vorgeschoben anfühlt, um irgendwas auf mich zu projezieren, was bei der eigenen Person schiefläuft. Ja , ich könnte auch nicht in Ruhe frühstücken, wenn ein geisterhaftes Wesen mit Selbstdarstellungsdrang bereits auf mich wartet und erst geht, wenn ich gehe und mich dann überallhin verfolgt und ich einfach keine Ruhe finde, selbst wenn ich schlafe. Erlaubt mir diese Unzufriedenheit aber ständig auf den Tickman zu kloppen, der stets bemüht ist die Probleme anzusprechen und nur Lösungen sucht und der auf die Frage, wie es ihm geht, warum er schlecht gelaunt ist, ehrlich antwortet, dafür dann aber der Punchingball wird?
Vielleicht haben Gegenstände eine Seele, weil sie von denen beseelt werden, die viel mit ihnen zu tun hatten, hat ein Router eine Seele, haben wir Menschen Seelen? Oder sind wir einfach nur Instinkt gesteuerte Tiere, die gelernt haben, wie man Intelligenz vortäuscht? Manchmal zweifle ich wirklich an mir selbst, wenn ich immer wieder dieses Gefühl bekomme, egal was ich sage, ich werde Täter und pegrügelter Hund gleichzeitig, weil die Gegenseite sich zum Opfer stilisiert, schlimmer noch, sie stilisiert sich als Gegenseite, für mich gibt es nur ein Problem und das kann man gemeinsam lösen, es gibt keine Seiten - bis ich der Punchingball bin. In diesem Sinne...

7/04/2026

Digitale Zivilisationen hinterlassen nichts

Was wissen wir wirklich von der Vergangenheit? Größtenteils doch nur das, was wir uns durch Bauwerke und Tonkrüge erschließen, ergänzt mit in Stein geschlagenen Aufzeichnungen oder Schriftrollen aus Papyrus oder in der jüngeren Vergangenheit aus Büchern oder mündlicher Überlieferung. Ist es nicht möglich, dass uralte Zivilisationen bereits einmal das digitale Zeitalter erreicht haben und wir nur deshalb nichts davon wissen, weil das, was damals einer Form von Internet oder Cloud-Devices ähnelte, einfach nicht mehr sichtbar ist und daher unserem Zugriff entzogen. Als ich eben hörte, dass Sony ab 2028 keine Discs mehr für ihre Konsolen nutzen will, brachte mich das erneut ins Grübeln darüber, ob das fortschrittlich ist, weil man keinen Platz mehr für Spielehüllen braucht und damit mehr Platz zum Leben hat, oder ob es ein weiterer Schritt hin zum Verschwinden von Beweisen unserer Existenz ist. Natürlich gibt es diese Tendenz schon länger, wir streamen und kaum jemand hat noch eine Bibliothek, Videothek oder sammelt Spiele oder Kitsch, um die Wohnung aufzuhübschen. Ich selbst gehöre zu den Menschen, die keine Bilder mehr ausdrucken oder Fotoalben in analoger Form besitzen. Meine Backupfestplatten sind eines meiner wertvollsten Güter, die ich besitze. Tage ohne Internet sind für mich der Horror, obwohl ich aus einer Generation stamme, die noch mit analogen Datenträgern groß geworden ist, denke ich manchmal, dass eine komplett leere Wohnung genau das wäre, was zukünftige Generationen bei den meisten Menschen finden würden, wenn diese sie verlassen hätten. Bei mir fände man die Musik, die Bücher, die Filme, die ich mag, man könnte anhand des Inhalts meiner Wohnung ein vollständiges Profil meiner Person erstellen, ohne einmal in meinen Rechner zu schauen, ohne eine Seite meines Blogs zu lesen, ohne irgendetwas digitales von mir zu haben. Wie viele Menschen können das von sich behaupten und weitergedacht, wie viel hinterlassen wir, wenn wir nur noch Digitales besitzen und nur noch digital existieren?