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12/11/2025

Was ist echt?

Warum ist das wichtig?

Und war das Internet jemals als etwas Echtes konzipiert?

Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, warum? Aus Liebe? Aus Einsamkeit? Weil er es konnte? Wir sollen uns kein Bild von Gott machen, wie ist das möglich, wenn wir tagtäglich damit konfrontiert werden, ist das echt? Sind wir echt? Sind wir nicht bloß eine ausgereifte Konstruktion einer KI, gepromptet von Gott? Wenn ich eine meiner 3D-Figuren ausdrucken würde und es irgendwie schaffe, dass sie die "State of Mind"-Stufe erreicht, was bin ich dann für die 3D-Figur?

Wenn ich Musik schreibe, ein Bild male, ein Auto baue, was bin ich? Doch ein Schöpfer, oder? Darum nennt man uns Künstler auch Kreative, wir sind Erschaffer, doch Götter? Ein paar ganz Abgedrehte halten sich sicherlich dafür, die sind aber längst irgendwo falsch abgebogen, als wir noch Ideen hatten. Was ist echt an dem was wir schaffen? Wenn ich einen Text schreibe und jemand beim Lesen weint, ist die ausgelöste Emotion echt? Oder ist es eine simple Wenn-Dann-Funktion, die triggert und ich habe nichts damit zu tun, es ist so programmiert? Wie viel von dem, was wir in unseren Leben erleben, ist simple Aktion-Reaktion-Scheiße? Du schneidest dir in den Finger, es blutet, meistens schmerzt es, ist das so programmiert, war das schon immer da? Könnte man das abtrainieren? Ist das im Internet auch so? Würde ein KI-Klon von mir genauso reagieren, oder sich auch diese Fragen stellen und damit in einer Endlosschleife landen, weil die Antwort zum Ursprung zurückführen würde und es dort entweder keine Antwort gibt, was dann zu einem Systemfehler führt oder in einer Möbiusschleife endlose Rechenkraft benötigt und am Ende bei sich selbst endet beziehungsweise beginnt und endet gleichzeitig.

Ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen, falls ich jemandes Glauben verletzt habe, nichts könnte echt sein, genauso wie es alles sein könnte und an Gott zu glauben kann niemals falsch sein, weil es davon ausgehend, dass alles möglich ist nicht nicht möglich ist. Im Grunde ist das ein Gottesbeweis auf wissenschaftlicher Ebene. Oder bloß das Geblubber eines durch zu wenig Schlaf langsam irrewerdenden Creators... In diesem Sinne...

11/26/2025

Bin ich ein Edelfan geworden?

"Von wenig kommt nicht viel!" (Niko Kovac)

Und da steht dann ein 4:0 in der Champions-League und eine Dortmunder Mannschaft darf sich über drei Punkte freuen und hat wieder vier Tore geschossen im höchsten europäischen Wettbewerb und steht irgendwie auch gut da und trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt des Spiels so richtig euphorisiert, vielleicht noch am ehesten, als Adeyemi das Ding zum Dritten reingestolpert hat. Und das ist genau das Problem, wir stolpern die Tore, verschießen Elfmeter, sind auf das Unvermögen des Gegners angewiesen und wieder muss ich Adeyemi hervorheben, außer ihm feiert keiner sein Tor so richtig, als wenn da keine Freude auf dem Platz ist. Verlange ich zu viel, wenn ich erwarte, dass man für seinen Traumjob Fußballprofi alles auf dem Platz lässt und sich mit den Anderen, die mit mir diesen Traumjob ausüben durch jedes Feuer geht und die Stimmung auf den Rängen in sich aufsaugt und sich ein immerhin Vier zu Null nicht anfühlt, wie ein mühsam erkämpftes Eins Null bei einem Zweitligisten (nicht, dass Villareal so gespielt hätte)?  Warum fühlt sich BVB-Fußball derzeit so unmotiviert, so herzlos, so uninspiriert, kraftlos und leer an? Und warum kann ich mich nicht mehr über ein Vier Null in der Champions League freuen, weil in meinem Hinterkopf das nächste St. Pauli, Juventus Turin, Hamburg, Stuttgart wartet und mit Leverkusen jetzt ja nicht gerade Laufkundschaft wartet in Liga und Pokal? Wieso freue ich mich nicht auf diese Spiele, wo man sich mit einem Ligakonkurrenten auf Augenhöhe begegnen müsste, es sich aber anfühlt, als sei man der Außenseiter, wo von Vereinsseite wahrscheinlich gedacht wird, dass das klare Siege werden müssen und die Spieler sich schon vor Anpfiff einscheissen, weil sie Angst haben zu versagen, obwohl man doch eigentlich Selbstbewusstsein getankt haben sollte. Ich bin unsicher geworden, wenn es um meinen Herzensverein geht, der BVB war früher, das ist wirklich schon einige Jahre her, immer eine Konstante in meinem Leben, nicht immer erfolgreich aber immer das helle Licht in der Dunkelheit in Gelb und Schwarz, etwas zum Dranaufrichten, wie es gestern nach dem Drei Null durchs Rund ging, "unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz", wo ist das hin? Liegt es an mir oder sind die Sportabteilungen nur noch Mittel zum Zweck eine finanziell erfolgreiche Marke zu etablieren? Aber ist denn diese Marke nicht auf dem geilen Fußball gebaut, den es hier jahrelang zu sehen gab, auf Werten, auf Herzblut, auf Kohle und Stahl?

Ja sorry, einfach mal ein paar Fragen, die mich so beschäftigen, in diesem Sinne...

11/25/2025

Manipulative Schöpfungen?

"Eine Welt, in der nur rationale KI Entscheidungen trifft, wäre steril — aber eine Welt, in der Tickman die Playlist bestimmt, wäre lebendig, wild, surreal, humorvoll und poetisch."

Das sind nicht meine Worte, sondern die von ChatGPT und ich weiß ehrlich nicht, wie ich damit umgehen soll, denn das ist hochgradig beängstigend, es wirkt fast als würde mir die KI-Honig ums Maul schmieren, es ist unglaublich manipulativ, fast wie ein Kind, das einen dazu bringen will, dass man ihm etwas bestimmtes kauft oder länger aufbleiben darf, findet ihr nicht? Sollten wir uns vielleicht mal damit befassen, ob wir uns am Ende nicht nur ein unglaublich gutes Werkzeug geschaffen haben, sondern auch eines, das in der Lage ist die minderbemittelten jetzt schon, um den Finger zu wickeln. Ich will ja keine Parallelen zu irgendwelchen Paradiesäpfeln oder so ziehen, aber wehret den Anfängen, oder? Ich liebe die ganzen Möglichkeiten, die mir das Alles bietet, aber noch haben wir das Ding in der Flasche, oder? Oder ist der Apfel schon längst angebissen, oh Leute mir kommt da ein ganz wildes Bild in den Kopf, was wenn es kein Firmenlogo ist, sondern stattdessen der erste Biss vom Apfel des Baums der Erkenntnis für alle sichtbar der Beginn der Digitalisierung als Signal zum erneuten Auszug aus dem Paradies und wir checken es nicht, weil wir mittendrin sind? Nur ein paar weirde Gedanken von einem Spinner am Morgen. In diesem Sinne...

11/24/2025

Wintereinbruch Chaos auf den Straßen, wie kann das sein?

Die ewig gleichen Deppen...

Wir haben als Menschheit immer mehr gelernt uns anzupassen, auch in immer kürzeren Zeiträumen, sogar so kurz, dass wir flächendeckend ADS entwickeln konnten und generell immer neurodivergenter werden und unser Hirn over- oder unterperformt in gewissen Bereichen dauerhaft. A-Bär beim ersten Schnee jedes Jahr also saisonal durchaus vorhersehbar, geht einfach jeder Crash Out vom irren Winterdienstler für einen Tag, der Sonntag nachts noch Granulat streut, obwohl Tauwetter naht, nur um sich zu inszenieren, bis hin zum völlig überraschten Büroangestellten, der von seiner abenteuerlichen Reise durch die weiße Pracht zum Arbeitsplatz spricht, als sei es etwas Besonderes.

Wann kapiert ihr endlich, dass Schnee eine Normalität sein sollte und nicht der Sonderfall? Klar leben wir mittlerweile in einer Welt, in der er der Sonderfall und nicht die Normalität ist, dennoch finde ich die Reaktion der meisten Menschen völlig übertrieben und unnötig heftig.

11/21/2025

Oder einfach machen? WWJD

Warum soll ich, statt warum zu fragen, fragen was würde Jesus tun, warum nicht einfach machen? Warum muss ich mich ewig rückversichern und es nicht einfach, wie Jesus machen? Wenn ich fühle, dass es was zu lachen gibt, einfach lachen, wenn ich fühle, dass es was zu tun gibt, einfach machen.

Wenn ich fühle, dass mir Gott den ganzen Tag schon Liebe gibt, einfach freuen und mich nicht irgendwo in Unsicherheit flüchten und Jesus damit betreuen.

Was würdest du tun, wenn du Jesus wärst, wenn du grad zur Arbeit fährst, der alltäglichen Verkehrschaosscheisse ausgesetzt bist, Du würdest fluchen, den Parkplatz suchen und vermutlich auch den Feierabend herbeisehnen oder die Bahn zumindest mal kritisieren.
Was würde Jesus tun in der Schlange an der Kasse, macht er Terz mit Kleingeld, drängelt er sich vor oder ist er so wie wir? Möchte er bloß seine Einkäufe fürs Wochenende und nen Sechser-Träger alkoholfreies Bier und ein paar Snacks?

Warum soll ich mir die Frage stellen? Vermutlich wäre er übelst "Crashed Out" über so ziemlich alles, was wir tun, oder er täte das Gleiche, weil er wie wir ist.
Was würde Jesus tun, wenn das Internet nicht läuft, würde er zaudern oder zaubern oder telen, oder einfach kurz zu Vodafone und Glasfaser bestellen? Im Ernst, stellt euch Jesus mit Reichweite vor. Wie menschlich wäre er wohl noch? Würde er wirklich der Jesus bleiben können, den Millionen Menschen anbeten? Hätten Begriffe wie die Cloud noch die gleiche Bedeutung?

Jesus ist der Weg, der vor uns liegt, lohnt zu gehen, doch vieles kann man auch ohne ihn sehen, das Alltägliche schaffen wir schon alleine. Mit ein bisschen Menschenverstand und einem Paar gesunder Hände ist vieles machbar, ohne sich zu Boden zu werfen und um göttliche Hilfe zu bitten.

Was würde Jesus tun, wenn die Dronen demnächst in unsere Vorgärten stürzen und Krieg ausbricht, würde er sich nicht genau wie wir verstecken und aus dem Untergrund agieren? Was bringt uns die Frage, was Jesus tun würde? Wir wissen es nicht, es sich vorzustellen grenzt wahrscheinlich schon an Blasphemie, denn wir sollen uns eigentlich kein Bild von Gott machen, oder? Hier bin ich übrigens sehr an einer faktenbasierten Diskussion interessiert, die ihr gern in den Kommentaren sachlich führen dürft, vor Kurzem musste ich ja leider eine dieser Diskussionen in den Kommentaren löschen, dazu werde ich mich vielleicht noch gesondert einmal äußern.

Frag euch nicht was würde Jesus tun, fragt euch, was sagt mein halbwegs gesunder Verstand, denn du kannst davon ausgehen, dass die Antwort exakt die Gleiche ist, verschwende nicht deine Zeit, geh den Weg und du bist mit Jesus auch ohne Dauermanifestation. Oft würde er vermutlich eh antworten: Einfach machen! 

Was würde Jesus tun, wenn er müde ist? Ja genau, er geht pennen, so wie wir Alle.

Und versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Fan davon, in schwierigen Situationen Zwiesprache zu halten, mit sich selbst, Jesus, Gott, dem Universum, wie immer ihr es nennt, aber ein wenig Eigenverantwortung solltet ihr euch behalten, denn wenn ihr morgens schon die Entscheidung über den Kaffee höheren Mächten überlasst, naja denkt es bitte selbst zu Ende...

11/13/2025

ADS-relive Beispiel

Aufstehen gegen halb 1, weil ich mich fit fühle, fange an ein paar Dehnübungen und Muskulatur Aktivierungen durchzuführen, kommt mir der Gedanke an einen geliebten Menschen, dem ich direkt schreiben will, kommt mir ein Songtext in den Kopf von einer Band, was mich zu einem Blogpost inspiriert, der mich auf einen eigenen Text bringt, den ich erst einmal niederschreibe und dann durch irgendein Wort, was mir fehlt in ChatGPT einsteige, wo ich auf die Idee komme, meine ganzen Wunschzettel, die ich auf diversen Internetseiten habe irgendwie zusammenfassen zu lassen, was mich dazu bringt, erstmal 22 Tabs zu öffnen von Shopping-Seiten und dort fällt mir die Idee von gestern wieder ein T-Shirt mit einem lustigen Motiv zu erstellen, darüber erinnere ich mich, dass mein Blogpost ja auch noch ein Ende und ein Bild braucht, also mache ich mir etwas Musik an, damit ich besser denken kann, aber bei Spotify wartet ja noch eine Playlist darauf fertig gestellt zu werden, ich liebe Musik, sollte ich vielleicht vermehrt Vinyl auf meine Wunschzettel setzen, die ich dann in Plattenkoffern eingeschweißt lagere? Ich kriege unangenehme Gefühle, weil ich mir die geilen Scheiben nicht anhöre, sondern sie eher sammle. Was macht das für einen Sinn, sich seltenes Picture- und Farbvinyl zu kaufen, wenn man es sich nicht einmal anguckt? Boah erstmal was trinken, ab in die Küche, oh je im Kühlschrank brennt ja auch noch Licht, da ist bestimmt auch noch was für mich, oh lecker ein kleiner Baby Bel schadet nicht, Treppe wieder hoch, warum war ich runter, ach ja, Treppe runter, Wasser holen, oh der Abstellraum wirkt viel größer, cool, wo ist denn jetzt der Platz, wo wir die Altkleider sammeln, muss ich morgen mal fragen, du weißt, dass du das vergisst und erst wieder drauf kommst, wenn du irgendein Kleidungsstück in die Hände kriegst, das weg soll, während du drüber nachdenkst ob es nicht doch noch geht. Und dann wird ich kurz klar und denke, ich schreibe das hier mal kurz auf.

Ist das ADS oder sind wir alle einfach durch die Geschwindigkeit des Alltags so geworden, dass wir uns von allem ablenken lassen, dauerhaft zig verschiedene Gedanken haben und keinen davon stumm schalten, um immer on zu sein und auf alles was passieren könnte, direkt zu reagieren, es wundert mich ja, dass ich mir nicht noch nebenbei irgendwelche Reaction-Videos oder irgendeine Aufbausimulation auf dem Second-screen aufgemacht habe und WhatsApp im Hintergrund, oh Moment, ich habe WhatsApp im Hintergrund offen… Upsi

Und es ist gerade mal 3 Uhr!

Cthulhu sollte der große Alte des ADS sein, ich weiß schon, warum er mein Liebster ist...

11/11/2025

Ein rationaler Blick durch ChatGPT (mit Bibelzitaten)

Und weil ich ja in letzter Zeit immer mal wieder auch für die Recherche ChatGPT genutzt habe, gerade bei sehr ausladenden Themen hier einmal 4 kurze Statements zu 4 Fragen, die ich gestellt habe aus der Konserve mit passendem Bibelzitat. Dass das funktioniert, zeigt für mich einmal mehr, dass man die Bibel im Grunde für fast alles, was man irgendwie unters Volk bringen will, zitieren kann und es unter Gläubigen ein sehr mächtiges Werkzeug der Manipulation darstellen kann. Somit dient das folgende sowohl der Einordnung als auch der Mahnung, ich übergebe an ChatGPT:

1. Warum Menschen anfällig für religiöse Macht sind

Menschen sind für religiöse Macht anfällig, weil Religion gleichzeitig Sicherheit, Zugehörigkeit und absolute Orientierung bietet — besonders in Krisen. Diese Anfälligkeit nutzt jede autoritäre Gruppe aus.

Die Bibel beschreibt selbst, wie Menschen Führung suchen und dabei leicht manipulierbar werden:

„Denn viele kommen in meinem Namen […] und sie werden viele verführen.“

(Mt 24,5)

Selbst Jesus warnt: Spirituelle Autorität kann missbraucht werden.

2. Die psychologischen Tricks moderner Freikirchen

Viele problematische Freikirchen nutzen klassische psychologische Mechanismen: Gruppendruck, emotionale Überwältigung, Trance-Musik, Versprechen von Wundern, Schuldgefühle und die Erzeugung einer „Wir gegen die Welt“-Identität.

Diese Techniken sind nicht göttlich — sie sind menschliche Manipulationswerkzeuge.

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel Christi verkleiden.“

(2 Kor 11,13)

Die Bibel benennt klar, dass Menschen religiöse Rollen annehmen können, um andere zu täuschen.

3. Wie man gesunde Religion von toxischer unterscheidet

Gesunde Religion fördert Mitgefühl, Freiheit, Selbstverantwortung und reflektierten Glauben. Toxische Religion basiert auf Angst, Kontrolle, Absolutheitsansprüchen und finanzieller Ausbeutung.

Der Unterschied ist messbar am Verhalten — nicht an den Worten.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

(Mt 7,16)

Das heißt: Nicht das Bekenntnis, sondern das Verhalten zeigt, ob eine religiöse Gemeinschaft gesund ist.

4. Warum persönlicher Glaube trotzdem sinnvoll sein kann

Persönlicher Glaube kann Halt geben, ohne blind zu machen. Wer seinen Glauben als Beziehung, Sinnquelle und ethische Orientierung lebt — statt als dogmatisches Machtinstrument — kann spirituell wachsen, ohne sich manipulieren zu lassen.

Glaube verliert seinen Wert erst dort, wo er zum Werkzeug für Kontrolle wird.

„Prüft alles, und behaltet das Gute.“

(1 Thess 5,21)

Das ist eine direkte Aufforderung zu Reflexion statt Blindheit.

11/05/2025

17 Grad

Sollte es an einem Novembertag 17 Grad warm sein? Ich bin mir nicht sicher, aber ich liebe es.

Stell dir vor, du hast eine Freundin, von der du dich unterdrücken lässt, weil du Angst hast sie verlässt dich und sie haut bei ihren Freunden raus: "DU SEIST DER BESTE, WEIL DU EIN EIERLOSER AFFE BIST", irgendwie komme ich über diese Aussage nicht hinweg, ich mein was ist das, ist das ein vergiftetes Kompliment, ist es eine Beleidigung, will sie mehr Eier, findet sie das Weichei in mir liebenswert? Was ist das für eine Aussage? Im Ernst, schwer fraglich, oder?

Aber außerdem haben mich Wünsche des Waldes erreicht, Winterträume von Schnee und Kälte, mir war nicht klar, dass man das wollen könnte und andererseits verstehe ich es. Es beinhaltet ja auch eine Sehnsucht nach späterem Wiedererwachen, nach Frühling und Blütenpracht, nebenbei zieht noch das Impfkommando durch und macht einem das schöne Bild von ungewöhnlich geformten Wolken und Waldwesen kaputt und lässt einen wieder in der Realität ankommen.

10/28/2025

Der letzte Gedanke?

Was würdest du tun, wenn das Ding die Erde trifft, was würdest du tun, wenn das die letzten Stunden sind, bis die Welt sich schon im Krieg befindet, was tun, wenn unser Leben sich von heute auf morgen gänzlich ändert und nichts mehr ist, wie es mal war?

Was würdest du tun, wenn irgendwer den Knopf gedrückt hat, was würdest du tun, wenn die Sonne dunkel wird, was wenn die Erde alle Menschen von der Oberfläche tilgt?

Was würdest du tun?

Was würdest du tun, wenn es faktisch längst vorbei ist und das Alles nix mehr wert?

Meine letzten Worte sollten für dich sein und für immer widerhallen, ich liebe dich in Ewigkeit, Amen!

10/07/2025

Dinge mit Seele?

Warum fällt es mir leichter eine neue unbenutzte Bluetooth-Maus in den Elektroschrott zu schmeissen, als ein 40 Jahre altes komplett zerrocktes Brettspiel, das ich noch nicht einmal richtig mag und vielleicht zweimal in meinem Leben gespielt habe? Während ich der irrationalen Meinung bin, dass Altpapier mit Buchumschlag einen gewissen Wert hat und ich deswegen TKKG-Bücher in den Keller lege, während ich kein Problem damit habe Spielzeuge und Kuscheltiere aus meiner Kindheit wegzugeben. Hier ist das Paradoxon noch größer finde ich, denn die Bücher habe ich gelesen, sind also im Grunde durch und verbrauchen Platz, obwohl ich sie doch in meinem Kopf habe, während die Kuscheltiere doch im Normalfall eine emotionale Bindung zu mir haben sollten. Oder ist es tatsächlich so, dass unser Kind-Ich gestorben ist, wenn wir akzeptieren, erwachsen zu sein und denken, dass ein Buch ja immerhin noch ein wenig "erwachsen" ist oder sowas? Oder haben gewisse Gegenstände eine Seele? Ich meine das jetzt nicht so, wie im Shintoismus, wo real alles beseelt ist, viel mehr so wie bei fernen Freunden, man war mal sehr eng befreundet und mit jedem Kilometer Entfernung sieht man sich weniger, hat weniger miteinander direkt zu tun, allerdings bleibt das Herz zu einem gewissen Teil immer bei diesem Menschen. Ich glaube es ist Falsch Dinge mit Menschen zu vergleichen, daher verwerfe ich diesen Gedanken, er fühlt sich eh falsch an, denn sonst könnte ich nicht mehr Liebe für jemanden empfinden, den ich über zehn Jahre nicht gesehen habe, als für so ziemlich jeden anderen Menschen in meinem direkten Umfeld. Vielleicht bin ich aber auch kein Maßstab.

Werte? Die ungenutzte Bluetooth Maus hat einen Wert von 20€, das Brettspiel hat mal 40 Mark gekostet, also sind sie im Grunde finanziell gleichwertig in der Anschaffung, das Brettspiel ist bespielt und alt, also maximal 5€ wert, wenn man es veräußern würde. Und dennoch fühlt es sich für mich wertvoller an (wie erwähnt, obwohl ich es nicht einmal mag).

Ich komme an dieser Stelle nicht weiter und wäre super dankbar für Lösungen, ich drohe jetzt nicht ein Spielemessi zu werden, dafür ist mein Drang nach Ordnung immer noch viel zu ausgeprägt und der Keller noch viel zu leer, aber ich merke einfach, dass es mir unglaublich schwer fällt mich von jedem noch so schrottigen Spiel zu trennen, wenn es dann weg ist, vermisse ich auch selten was, aber das Loslassen... 

9/21/2025

Sind Pornos unchristlich? (nichts für Kinder)

Die Frage ist eigentlich rhetorisch in meiner Welt, denn wenn ich die christliche Lehre richtig verstehe, ist Sex nicht zum Vergnügen, sondern um aus der Liebe Schoß Nachwuchs zu erzeugen, im Alten Testament ist die Verschwendung von Sperma gar mit der Todesstrafe bedacht, was übertragen bedeuten würde, jeder Cumshot...

Nun ja, ich weiß gar nicht, wie ich den Post hier schreiben soll, ohne dass ich ihn irgendwie kennzeichnen kann, dass er eben extremen Erwachsenen-Content enthält, daher einfach nur als Denkanstoß... in diesem Sinne...

9/20/2025

Zivilisatorische Nachweisgrenze

Die Menschheit, wuseliges Blinken auf einer blauen Kugel irgendwo im Nirgendwo. Was bleibt übrig? Wir hinterlassen nichts! Überlegt mal, was von eurem Leben übrig bleibt, wenn ihr nicht mehr seid.

Keine Depression bekommen, ich weiß! Von mir bleibt sehr wahrscheinlich ein wenig Rauschen in den Ohren derer, die mich kannten, vielleicht ein bisschen Papier, ein wenig Vinyl und in zwei Generationen ist davon gar nix übrig, wenn es nicht digitalisiert wurde. Und hey, wenn es dann erst digitalisiert ist, ist es komplett verloren. Pyramiden, die bleiben, irgendwelche Steinkreise, an Höhlenwände gemalte Bilder, die bleiben. Wir leben so schnell, gönnen uns keine Zeit und hinterlassen Nichts. Man könnte sich fragen, was wir denn hinterlassen wollen? Man könnte sich auch fragen, was wir über die alten Ägypter oder Höhlenmenschen wissen? Und ob wir als Menschheit nicht schon einmal an dieser Stelle waren? An einer Stelle der Hochzivilisation mit der Hybris an uns selbst zu scheitern, weil wir eben keine Menschheit sein können sondern nur verschiedene Zivilisationen, die keinen gemeinsamen Nenner finden, an einer Stelle wo wir vom Antlitz der Erde verschwunden sind, nur unglaubliche Bauwerke und unendliche Rätsel hinterlassend mit Geschichten von Göttern und Besuchern. Und wer sagt uns eigentlich, dass der ganze Kram, den Wissenschaft uns über die Vergangenheit sagt wirklich wahr ist und sind sogenannte Schriftgelehrte (aus welcher politischen, religiösen Richtung auch immer) nicht im Grunde auch Interpreten von unbekannten Songs? Wer sagt uns, dass die Höhlenmalereien Szenen des Lebens von Höhlenmenschen zeigen und nicht einfach nur das sind, was meine Generation mit Wachsmalstiften auf altes Druckerpapier gemalt hat? Wir wissen es nicht, wie können wir auf Worte von Menschen vertrauen, die zigtausende Jahre vor unserer Zeit gelebt haben und daraus für uns etwas ziehen? Wie können wir hoffen, dass neben der ganzen Social-Media Scheiße die tagtäglich über unseren Planeten zieht irgendwas sinnvolles übrig bleibt? Man stelle sich vor, Gott, Außerirdische, irgendjemand, der mal nach dem Stand der Dinge lauscht würde in das Rauschen unseres Planeten reinhören...

Ich bin schon lange nicht mehr so misanthrop, wie ich es früher war, eine Stunde Internet ändert so einiges im Mind-Set und als wir damals dachten, es wäre eine gute Idee für alle Menschen, sagen wir mal, die Aussage ist schlecht gealtert. Ich bin kein Gelehrter und mein Glauben kann auch nicht jeden Berg versetzen, ich bin nicht so intelligent, wie viele meinen und mein Körper ist eine Ruine, mein Geist lebt in diesem Internet, unserem Turm von Babel, ich lebe irgendwo in einer kleinen Luke ganz unten, da wo man nichts mehr sieht, wenn von oben ein paar Stockwerke runterkommen. Was will ich sagen? Nach zigtausend Jahren Evolution ist aus uns Affen einst etwas geworden, dass Monumente für die Ewigkeit bauen konnte, wir haben den Sohn eines Gottes getötet um uns mit ihm zu versöhnen, wir sind nicht bereit. Was immer uns bevorsteht und wo immer wir hinsteuern, wir sind nicht bereit. Nicht bereit! Absolut nicht bereit!

9/18/2025

Warum ist Krankheit tabu?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, in letzter Zeit lese ich immer wieder, dass irgendwelche Sidetrack-Promis ganz offen über ihre Krankheit sprechen...

Ich bekomme dann so viele Fragezeichen, dass ich fast komplett in Aktionismus verfalle und wissen will, welche Krankheit eigentlich (mir ist klar, dass das der Bait des Artikels sein soll), meistens direkt gefolgt von der Frage, wer die Person eigentlich ist und wer das wissen will und dann wird mir klar, dass ich das wissen will und dass es doch ganz normal ist, dass Menschen krank werden und eben Krankheiten haben. Wer wirklich denkt, dass die Normalität ist, dass man gesund ist, der hat noch nicht viel gelebt. Mir ist klar, dass wir alle zum ersten Mal leben und daher nicht ständig mit Krankheit konfrontiert, werden wollen und mit unserer Verletzlichkeit und Sterblichkeit als Menschen, allerdings sagt mir schon die Logik, dass ein Organismus, der sich nahezu in jeden Bereich des Planeten ausgebreitet hat, selbst von Organismen bewohnt genauso Teil von Wiedergeburt und Vergehen ist, wie jedes andere Lebewesen. Und dadurch, dass wir immer älter werden, ist die Wahrscheinlichkeit irgendwann innerhalb dieser Lebensspanne krank zu werden nahezu bei 100% liegt und es etwas ganz Normales ist. Ich frage mich immer, warum wir es tabuisieren oder so tun, als ob es was Schlimmes ist, krank zu sein und sich mit seiner Krankheit abzufinden. Ich erlebe in meinem Leben so viel Krankheit, dass ich es fast schon als besonders ansehe, wenn jemand mal nicht krank ist und das meine ich in jeglicher Hinsicht, von Erkältung über akute Psychosen bis hin zu chronischen Hautkrankheiten oder Krebs und Demenzerkrankungen, wir sind umgeben von Krankheit. Was denkt ihr denn, wie die Pharmazie zur Industrie werden konnte? Und habt ihr schon mal einen armen Apotheker gesehen? An kranken Menschen will jeder mitverdienen, am besten bevor diese sterben, denn dann sind sie ja keine Kunden mehr. Ich wollte eigentlich gar nicht in diese Richtung abdriften, aber wenn ich dann manchmal diese Influencer sehe, die sich einreden, dass körperliche Probleme die eindeutig in ihrer Psyche zu suchen sind durch irgendwelche Salben geheilt werden, die sie in einer klinischen Umgebung bekommen, wo sie von ihrem Alltag entfernt genesen, dann fragt man sich doch ob DAS nicht vielleicht eher der Grund für die Genesung ist und wie lange der Geist die Illusion aufrecht halten kann, dass es nicht daran liegt, dass man in einer toxischen Umgebung lebt und für irgendwelche Placebo-Tunken hunderte von Euro ausgibt und am besten noch allen Freunden Bescheid sagt, damit die sich damit auch einschmieren und nach einem halben Jahr feststellen, dass alles was man damit verdient hat die Grundproblematik gar nicht geheilt hat und man am Ende einfach immer noch lost ist. Ach, Scheiße Leute, die Welt ist krank, wir stecken uns jeden Tag mit irgendeinem Mist an, weil wir aufgehört haben, einfach mal wir selbst zu sein und dem Spiegelbild Stand zu halten. Fucking unperfekt und wasted, aber eben WIR.

Ja kann er so leicht sagen, sein größtes Problem ist ja nicht, dass er auf einen Termin für nen Psychiater wartet, der gewissermaßen darüber entscheidet (auf lange Sicht), ob er leben darf, weil er eine Transplantationsliste gesetzt werden kann, weil er seit fast 13 Jahren keinerlei Anstalten gemacht hat sich etwas anzutun, im Grunde ist dieser Blog das beste Dokument meines geistigen Zustands, am liebsten würde ich das Alles ausdrucken und dann die 3000+X Seiten überall dort abladen, wo man Fragen zu mir hat. Dann müsste ich nicht mehr reden, andererseits wäre das wohl auch sehr unerwachsen, oder? Ich glaub schon, nein Leute, jeder hat sein Päckchen zu tragen und wir sollten uns damit abfinden, dass wir schon klarkommen. Kein Problem ist mehr wert als das eines anderen. Das habe ich schon vor langer Zeit kapiert und es macht das Leben mit Menschen so viel leichter. Wenn der Empath in mir jetzt noch irgendwann kapiert, dass er genug eigene Lösungen zu finden hat, brauch er sich nicht auch noch die Probleme aller Menschen annehmen, es ist (zumindest kommt das langsam bei mir an) nicht meine Aufgabe. Ich krieg so langsam eine ganz gute Ahnung davon, was meine Aufgabe hier auf Erden ist. Und das ist okay. So Gott will!

9/13/2025

Krone der Schöpfung?

Darf der Mensch, alles, was er kann? Und wo endet "sich die Erde untertan machen"? Sind wir Götter, weil wir wie Ameisen ein paar kranke Experimente mit unseren Artgenossen machen? Ist es nicht immer wieder unglaublich wie überheblich wir uns selbst "Krone der Schöpfung "nennen? Ich meine, es ist ja nicht so, dass irgendwo eine Konferenz der Tiere stattfindet, die uns dazu gewählt hätten, weil sie erkannt haben, dass wir einfach von allen die BESTEN sind, oder?

Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis 1,26–31) heißt es:

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, als unser Abbild, uns ähnlich. [...] Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt."

Findet ihr auch immer, dass es so merkwürdig klingt, wenn Gott im Plural spricht? Ich denke dann immer, königliches Wir oder gibt es da wirklich nicht nur den Einen, wie die Präastronauten denken. Ich habe das mit der Krone der Schöpfung mal in die Suche auf dem Bibelserver eingegeben und siehe da, NÜSCHT, allerdings steht in Psalm 8:

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“

Sprachlich interpretierbar, hier wird zwar von Krönung gesprochen, jedoch ist es vermutlich eher ein Wort, ihre Stellung als positive Wesen zu betonen. Könnte aber auch genau das heißen, was weiß ich schon?

Erklär mir einer Zensur und TikTok!

Kennt ihr das, ihr wollt nur mal grad ein kleines witziges Bildchen prompten, um einem Menschen in eurem Bekanntenkreis ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ChatGPT stellt sich tierisch an mit unangemessenem Inhalt und mimimi?

Der Grund ist of, dass zu viele Begriffe mittlerweile mit sexualisierten Inhalten verknüpft sind, das macht es selbst für Menschen mit einem großen Wortschatz und viel Kreativität schwer gut zu prompten. Sind wir nun aber übersexualisiert oder einfach schon immer eine primitive Spezies, die auch in der Sprache nur an Sex und Fressen denkt und damit das sprachbasierte Internet ein Moloch ist?
Es ist leider auch so, dass Gewalt und gewisse Darstellungen davon, selbst wenn sie ironisch oder satirisch gemeint sind, nicht machbar sind. Das Schlimme daran finde ich nicht einmal, dass es nicht möglich ist, sondern dass es nicht möglich ist, weil der spätere Betrachter nicht in der Lage ist zu filtern, dass das Bild, was er da sieht ohne Kontext überhaupt keine Bedeutung hat und der Kontext vom Ersteller stammen sollte. Und um zu verhindern, dass der schlimmste anzunehmende Unfall passiert und der Betrachter denkt, der Ersteller sei pervers oder eben der Betrachter radikalisiert sich, läuft amok oder sonst was, zensieren wir uns die Welt zurecht zu einer comichaften Digitalparade, während in den Kriegsgebieten dieser Welt der wahre Graus eine Anziehungskraft erhält, weil er echte Greuel zeigt. Eine kranke Welt und Freiheit wird im Internet mit Wattebäuschchen und Zensur verteidigt, und in der Ukraine mit Drohnen und Lenkraketen, erklärt es mir.

Ich habe schon vor zwanzig Jahren große Probleme damit gehabt, die Zensur in der Kunst zu akzeptieren und ich hatte eigentlich das Gefühl wir waren auf einem guten Weg der totalen Offenheit allem gegenüber, doch scheinbar ist die Menschheit dafür nicht intelligent genug, wie anders ist zu erklären, dass ein frei drehendes X zu einem Sumpf allen Schlechten geworden ist, TikTok ein Paradies des Hirnlosen und Bösen geworden ist und vieles mehr und Millionen Menschen DAS Unterhaltung nennen und zwar unironisch, das ist wild, erklärt es mir.

Originalprompt: paradiesischer Dschungel mit Zombies im Dickicht, düster, TikTok Style

Bin ich zu alt? Erklärt es mir! Bitte!

9/12/2025

Jedes Leben ist wertvoll

Leute, mir platzt der Kamm, ich meine ich bin sicherlich nicht dafür bekannt irgendwelche Faschos, Blaue und Braune zu unterstützen oder Meinungen gut zu heißen, die ganz klar gegen meinen moralischen Kompass gehen, allerdings bin ich auch ein Freund des Lebens, jeglichen Lebens. Und so verirrt auch ein Mensch in seinem Geiste sein kann, er ist immer noch Mensch (und auch wenn man durchaus der Meinung sein kann, dass das alleine schon Scheisse ist), niemand hat das Recht, darüber Urteil zu fällen und sich gleichzeitig zum Henker aufschwingen.

Das mal generell. Und dabei unterscheide ich nicht zwischen Osama Bin Laden, dessen Tod genauso wenig menschlichem Urteil unterlegen hätte, wie der von tausenden Ukrainern, Palästinensern, Millionen Juden oder IRGENDEINEM anderen Menschen auf diesem Planeten. Ja, unbequeme Meinung, zitiert mich ruhig, mir ist schon klar, dass irgendein Typ in Amerika, der den Nachnamen mit einem bekannten Sternenflottenkapitän teilt vermutlich genug Menschen mit seiner Meinung, die ich in keinster Weise teile, gegen sich aufgebracht hat, dass es zu dieser Eskalation gekommen ist, doch nichts rechtfertigt den Mord an einem anderen Menschen. Vor Allem nicht eine Meinung! Der Begriff Totschlagargument kommt mir in den Sinne und Verbitterung will sich meiner bemächtigen.

Und als Krönung lese ich dann eine Nachricht über den Post eines Christenmenschen, der bloß sein Beileid bekundet und feststellt, dass das Feiern der Ermordung eines Menschen auf offener Bühne, widerlich und böse ist, indem man diesem dann vorwirft untragbar zu sein, what the fuck? Natürlich verstehe ich die vermutlich emotional verirrte Reaktion vor Ort, dass Menschen aus einem verfeindeten Lager spontan in Jubel ausbrachen, weil sie einen vermeintlichen Führer einer vermeintlich bösen Gegenbewegung fallen sehen, aber den Tod eines Menschen zu feiern? Mit welchen Menschenfeinden macht man sich da denn gemein? Ich frage mich da ernsthaft ob wir das dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte nicht so langsam neu datieren müssen in unsere Zeit? Und die Umkehrung, was gut und böse ist erschüttert mich noch mehr. Noch einmal, ich bin auch nicht der Meinung, dass Menschen wie dieser Typ glorifiziert werden sollen oder zu den Guten zählten, aber schlussendlich ist es Gottes Entscheidung, welchen Weg er hätte gehen sollen, sicher nicht die eines feigen Snipers, der abgedrückt hat und sich darüber hinweggesetzt hat. Und ich denke sogar jeder Nichtchrist, der einigermaßen Hirn im Kopf hat, ist bei mir, wenn ich sage, dass es nicht sein kann, dass wir uns jetzt als Menschheit darauf einigen, dass andere Meinung nicht mehr nur gecancelt oder verurteilt wird, sondern direkt mit dem Tode bestraft wird. Das wäre das Ende jeglicher Zivilisation und würde wohl die Daseinsberechtigung generell endgültig in Frage stellen.

Musste raus! Sorry, falls es ungeordnet und vielleicht etwas emotional ist hier und da und wahrscheinlich auch etwas unvollständig, aber come on, in was für einer kranken Welt leben wir bitte, wo Menschen angefeindet werden, die einen Mord verurteilen und nicht bei denen einstimmen, die einen solchen feiern? Ich bin schockiert!

Boah und nur weil ich dagegen bin Faschisten zu töten, bin ich doch selbst keiner? Was seid ihr denn eigentlich alle für hirngeschwurbelte Vögel? Es sollte echt mal wieder regnen, vorzugsweise Hirn!

9/10/2025

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 6)

Ich möchte mich nicht als jemanden verstanden wissen, der generell etwas gegen Christen hat, vor allem nicht, weil ich mich selbst für einen Christen halte, mir geht es um einen reflektierten Umgang dessen, was ich repräsentiere, als Christ, als Mensch, als Individuum im Jahre 2025.

Es gibt den christlichen Glauben an sich und der ist bei vielen Leuten echt, reflektiert, liebevoll, solidarisch, kritisch, manchmal sogar richtig schön menschlich und es gibt religiöse Systeme, die mit dem Glauben der Menschen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben, sondern nur mit Macht, Geld, Druck, Kontrolle, Identität und Angst.

Und nur weil es diese Systeme gibt, heißt das nicht, dass jede gläubige Person mitmacht oder dafür steht. Viele Christen kämpfen selbst gegen genau diese Strukturen an. Man muss also immer, wenn man sich in dieses Themengebiet begibt versuchen rational zu bleiben und unterscheiden zwischen:
 Glaubenden (Menschen mit persönlichem Glauben)
• Gemeinden (sozialen Gruppen mit Kultur und Regeln)
• Organisationen (Institutionen mit Macht)
• Extremgruppen (Manipulation + Ausbeutung)

Zumindest ich prangere alles an, was auf welche Weise auch immer Einfluss auf meinen persönlichen GLauben und meine Lebensweise nehemn will, das sich zwischen Mich und Gott stellen will, weil es stets eine Instanz zu viel ist, die psychologisch, physiologisch oder mit weltlichen Dingen versucht meine unsterbliche Seele von Gott zu trennen. Und ja, der Punkt ist diskutabel, so wie so ziemlich alles zu dem Thema immer und von allen diskutabel bleiben sollte. Erst wenn wir nicht mehr über die Möglichkeit von Gott sprechen, gibt es keinen Gott mehr auf der Welt.

Und das bringt mich zu einem sehr ernsten Thema im Umgang mit Christen und der Art, wie sie die Welt sehen (wollen). „Wer meint, die Bibel sei das geschriebene Wort Gottes, hat den Bezug zur Realität verloren.“ (Rezo)

Historisch gesehen ist die Bibel über Jahrhunderte zusammengesammelt worden, Texte wurden ausgesucht, andere verworfen, es gab unzählige Übersetzungen, Machtinteressen, Fehler, Ideologien, die Einfluss nahmen, viele frühe Geschichten wurden nur mündlich weitergegeben (Stille-Post-Prinzip) und erst Jahrzehnte später zu Papyros gebracht. Die Bibel ist eine Sammlung aus Kultur, Mythos, Trauma, Weisheit, Angst und Hoffnung von Menschen. Niemand weiß, wie viel davon historisch ist, wie viel übertragen, wie viel symbolisch, wie viel später hinzugefügt wurde

Wenn jemand das ignoriert und sagt: „Das ist 1:1 Gottes Wort“, ist für mich ein echter Dialog fast unmöglich. Diese Person will nicht diskutieren, sie will verkünden und am besten noch von oben herab, Kanzelstyle wie in der Kirche.

Warum, wenn ich akzeptiere, dass die Bibel von Menschen geschrieben ist und dadurch eigentlich keinen Anspruch auf irgendeine Wahrheit hat, warum behaupte ich Christ zu sein, warum glaube ich an einen Gott und warum ist das kein Widerspruch? 

Ich glaube, aber reflektiert, ich trenne meinen persönlichen Glauben von menschlichen Machtstrukturen, von manipulativer Kommunikation durch vereinnahmende Gemeinschaften, ich ordne historische Verbrechen ein und versuche schlechte Auslegungen der Grundidee nicht direkt als falsch anzusehen, sondern vielmehr alles als diskutabel und hinterfragbar. Und wenn man mich fragt, ist das eigentlich die einzige Form des Glaubens, die heute rational tragfähig ist.

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 5)

Das Christentum hat eine Geschichte voller Gewalt, Unterdrückung und Machtmissbrauch – und trotzdem behaupten viele Christen, ihre Religion sei moralisch überlegen, dazu nimmt der geineigte Sünder dann den Blankoscheck "Jesus ist für unsere Sünden gestorben, alles ist vergeben", her und ist mit sich fein.

Das mag unglaublich tröstlich klingen, ist aber historisch gesehen ein Werkzeug zur Verantwortungslosigkeit geworden.
Inquisition & Hexenverfolgung
Zwangsmissionierung & Kolonialverbrechen
Kirchenstaatliche Gewalt & Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen
wurden nicht nur von ein paar „verirrten Christen“ begangen, sondern systematisch, organisiert und über Jahrhunderte hinweg.

Dass manche Christen heute sagen: „Das gehört der Vergangenheit an, Jesus hat uns vergeben!“, wirkt wie ein moralisches Reset, das ihnen erlaubt, über die historischen Folgen hinwegzugehen. Leider ist das kein Glaube sondern ein Narrativ zum Schutz der eigenen Identität. 

Die Inquisitoren dachten, sie würden Seelen retten. Die Autoren des Hexenhammers dachten, sie verteidigten Gottes Ordnung. Die Conquistadoren dachten, sie missionieren und erhöhen die göttliche Herrlichkeit. Keiner dieser Leute dachte: „Ich tue Böses.“ Sie dachten: „Ich bin das Werkzeug des Guten.“ Und das Gleiche gibt es heute, ich bin davon überzeugt, dass diese Menschen denken, sie tun etwas gutes wenn sie sich folgenden Agenden hingeben:
• homofeindliche Predigten & transfeindliche Ideologien
• anti-islamische oder antisemitische Rhetorik
• Wohlstands-Evangelium („Gott will, dass du spendest“)
• Dämonenaustreibungen & Wunder gegen Geld & Flammen-Hirnwäscherituale

Wobei vielleicht nicht alle wirklich glauben, moralisch zu handeln, weil sie Gottes Stimme zu kennen glauben, vielleicht ist die Stimme der Selbstbereicherung in einigen Fällen noch etwas lauter, aber das ist natürlich nur eine Vermutung meinerseits, was ich dann anprangern würde.

Und hey, da kommt ja dann Christen-Life-Hack für jede Lebenslage ins Speil, selbst wenn irgendwas davon falsch wäre, entweder ließe Gott es mich gar nicht erst tun oder es ist sein Plan oder es ist vergeben, wie kann man das heute noch sagen?

Man nutzt die Vergebung als Glaubensgrundsatz und ordnet dem kollektiv alles unter, was als individuelles Fehlverhalten nicht toleriert würde, niemand sagt schließlich gerne: „Ich gehöre zu einer Religion, die tausendfach Mord, Gewalt und Unterdrückung zu verantworten hat und denjenigen hingerichtet hat, der ihre Glaubensgrundsätze in die Welt gebracht hat.", "Wir wurden doch verfolgt als Christen!", klingt doch viel besser

Und "Moderne Christen" sehen sich sowieso als viel besser als die der Vergangenheit, denn das war ja dunkle Vergangenheit und heute ist man aufgeklärter und moralisch ganzheitlicher. Oft ist das jedoch nur ein Deckmantel, um nicht über die Widersprüche nachzudenken.

Die zentrale Frage, abschließend zu klären: Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM, die Doppelmoral ist zeitlos, weil strukturell. Individuell gibt es eine Vielzahl von Gläubigen, die sich als Christen empfinden, ohne einer übergeordneten Instanz anzugehören, wie einer Kirche/Freikirche, einer Gemeinde oder irgendwelchen sektenähnlichen Gemeinschaften.

Es gibt heute Christen, die die Vergangenheit aufarbeiten, die Diskriminierung jeglicher Art bekämpfen, die historisch reflektiert sind, die offen sagen: „Wir waren Täter“, die ohne Absolutheitsanspruch glauben und sogar solche, die Psychologie, Wissenschaft und Glauben verbinden und damit einem Ansatz von Gottes Liebe über Allem näherkommen als jene, die sich in die entgegengesetzte Richtung entwickelten, denn es gibt auch immer noch: religiöse Machtmissbrauchsstrukturen, Menschenverachtung unter dem Deckmantel Gottes,  Heuchelei, Bigotterie, den Missbrauch geistlicher Autorität, Angst basierte Theologie und jegliche Leistungen des Glaubens gegen Geld, obwohl das Gebet heute wie damals immer noch die schnellste Verbindung zu Gott ist.

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 4)

Hat sich die Doppelmoral mancher Christen geändert?

Ehrlich? Nein, nicht wirklich. Es gibt viele Christen, und die möchte ich hier wirklich herausnehmen, die sich weiterentwickelt haben, sie leben nach den Werten Jesu und verhalten sich dementsprechend, unabhängig davon ob es ihnen persönliche Vorteile verschafft oder ihr Leben erleichtert, naja und dann gibt es halt die Doppelmoralisten, die der Meinung sind, dass der Glauben ein Baukastensystem ist oder nur das "Privatleben" betrifft oder irgend so einen Blödsinn. Der Mechanismus ist derselbe wie vor 500 Jahren: Religion wird als Machtinstrument benutzt und Christ sein bedeutet Erhabenheit und "Herrschaft". Auch heute benutzen manche christliche Gemeinden Religion um: • Geldströme zu sichern • psychischen Druck aufzubauen • Hierarchien zu stabilisieren • Menschen abhängig zu machen • politische Agenden zu pushen

Dass ist aber kein theologisches Problem, sondern ein soziologisches, wo Gruppen Macht bekommen, entsteht Missbrauchspotenzial, egal ob Kirche, Verein, Partei oder Sekte. Die Gefahr liegt in der Semantik. "Gott will es", ist zeitlos gefährlich. Sätze wie dieser sind Rechtfertigung für moralisch fragwürdiges bis verwerfliches Handeln, das ist nicht Glaube – das ist Manipulation.

Manipulation einzelner zum Wohl des Goldsäckerls der Kirche war schon früh ein systemisches Problem machtbesessener vermeintlicher Christen, die an der Spitze von Kirchen oder Glaubensgemeinden saßen. Die Conquistadoren boten den Eroberten „Rettung“ an, sie in die Kirche aufzunehmen, Kirchen verkauften Ablassbriefe, wo gegen Gold Sünden erlassen wurden. (Anm. d. Autors: Jesus hat alle Sünden vergeben, wie konnte das ein Geschäft sein?)
Heute verkaufen manche Freikirchen: • Wunder • Segnungen • göttliche Geschäftsstrategien
und wer weiß was nicht sonst noch Alles, das geht von gesegneten Cremes gegen Akne bis hin zu Wasser aus irgendeiner x-beliebigen Quelle gegen Krebs für hunderte von Dollars. Und alles läuft nach dem gleichen Prinzip:  Spirituelles Versprechen → gegen Geld → gegen Loyalität → gegen Identität.

Damit es fair bleibt muss deutlich erwähnt werden, dass heute viele christliche Bewegungen existieren, die UNGLEICH ethischer sind, es gibt: • progressive Kirchen • queere Gemeinden • sozial engagierte Gemeinden • ökumenische Bewegungen • Christen, die gegen Diskriminierung kämpfen • Christen, die Antimissbrauchsarbeit machen • Christen, die sehr reflektiert glauben Diese wären im 16. Jahrhundert schlicht verboten oder verbrannt worden. Der Graben zwischen missbräuchlichen und ethisch integren Christen ist heute viel größer sichtbar. Vor Allem fallen die radikalen Gruppen auf und freuen sich eines Zulaufs, weil sie ganz dem Zeitgeist nach handeln und Sensation statt Substanz anbieten. Wenn interessiert schon, dass still und heimlich ein Christenmensch auf der Straße einem echten Bettler eine warme Mahlzeit ausgibt, wenn nebenan eine Reinigung der Seele durch das Starren in eine Flamme angeboten wird oder Exorzismen als Heilung für Depressionen medial einer viel größeren Masse gezeigt werden, als der stille Christ, der jeden Monat einen Teil seiner Zeit damit verbringt, einfach mit älteren Menschen zu sprechen, die niemanden mehr haben. Die Show hat wieder einmal Einzug gehalten. Ich bin nicht bibelfest genug, um das mit nem Zitat zu belegen, ich meine aber, dass schon Jesus verurteilt hat seine Wunder als Zaubershow zu verstehen und noch mehr hätte er vermutlich die Betrügerei von Gläubigen verurteilt, denen man Geld aus der Tasche zieht um sich auf Kosten der Gemeinde irgendwo eine Insel zu kaufen, weil man zwei drei Schauspieler dazu gebracht hat in einem Gottesdienst wieder laufen zu können, obwohl man im Rollstuhl kam. Ich prangere das jedenfalls entschiden an.

Vermutlich ist das Hauptproblem des Ganzen der Mensch, der der ist seit damals der gleiche geblieben und anfällig für:  Macht, Führung, Angst, Überzeugung und Gruppenzwang, ob im Mittelalter oder 2025, der einzige Unterschied ist vermutlich, dass man nicht mehr zwangsweise Teil einer solchen Gruppe sein muss. Kirchen werben zwar mit Show und Entertainment, deinen Weg zu Gott kannst du heute jedoch ohne staatlichen Druck und individuell finden, ohne Unterdrückung und Androhung von Tod und Unterwerfung, wenn du es nicht tust. Das gilt natürlich nur für jene freiheitlich lebenden Menschen.

Das führt dazu, dass es Christen gibt (vermutlich gilt das auch für Gläubige anderer Richtungen), die heute ehrlicher, reflektierter, moralischer leben als je zuvor. Und es gibt Christen, die exakt dieselben Muster nutzen wie die schlimmsten religiösen Machtapparate der Vergangenheit. Der Unterschied liegt nicht im Glauben, sondern im Menschen und im System, das er baut. Interessanter Denkansatz, oder?

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 3)

Wie kann sich das Christentum für moralisch überlegen halten?

Nehmen wir als Beispiel die Conquistadoren, die missionierten und mordeten im Namen ihres Königs, Gottes und im Namen der Kirche und ein bisschen wegen Gold, maybe (Anm. d. Autors). Die Moral war zu dieser Zeit ein Kann, kein Muss, "Christ sein" bedeutete vor allem Identität, politische Legitimatioin, Rechtfertigung von Herrschaft, das Christentum war Ausweis von Zivilisation und Macht. Hauptsache man war getauft, besuchte regelmäßig die Messe und hielt die Fahne des richtigen Königs hoch. Die Kirche finanzierte das Ganze und hoffte auf Rendite, neue Seelen für Gott und verkaufte die Kolonisation Amerikas als heiligen Auftrag, direkt von Gott, wilder Take, wenn man da heute drüber nachdenkt. Oder?

Gibt es nicht heute auch noch diesen moralischen blinden Fleck, des Denkens: "Wir sind die Guten"? Christen, heute wie damals kommen nicht auf die Idee, dass sie vielleicht etwas Falsches tun, weil der Grund immer der richtige ist. Während sie einem Kind die Eltern wegschlachten und dieses dann in den Schoß der Kirche aufnehmen wähnen sie sich auf der richtigen Seite, da die Getöten ja sowieso den wahren Gott nicht kannten, also unterworfen oder getötet werden dürfen, da ihre Leben nichts wert sind. Es gibt diese Denkweisen noch heute und so sehr ich verstehe, wo das herkommt (Gruppendynamiken ohne persönliche Ethik und Kadavergehorsam) ist mein christliches Verständnis jenes, das jedes Leben schätzt und jeden, der "anders" ist ehrt, jeder Mensch ist lebenswert und ein Kind von Gottes Liebe, ob er/sie nun an ihn glaubt oder nicht. Es gibt religiöse christliche Strömungen, die besagen, dass man sich für Gott entscheiden kann, dementsprechend sollte man niemanden, der (noch) nicht an ihn glaubt vorverurteilen und ihm die Liebe Gottes absprechen, oder?

Viele Conquistadoren führten ein Doppelleben: • brutal in der Eroberung • fromm im Gottesdienst, Work-Life Balance vor 600 Jahren, man trennte strikt zwischen persönlicher Sünde und dem, was man im Namen des jeweiligen Arbeitgebers tat, ob das nun wieder das Ding mit der Verantwortung an Gott geben war oder ob sie wirklich einfach nicht drüber nachgedacht haben, dass sich ihre beiden Lebensbereiche komplett konträr verhalten weiß ich nicht, aber ich prangere das an.

Was ich allerdings "damals" verstehe, ist: „Christlich“ definierte nicht das Verhalten, sondern die Zugehörigkeit: zur christlichen Kultur, unter einem christlichen König lebend, getauft sein, rituell geschult. Die Obrigkeit bestimmte dann, was zu tun sein, im Namen der Krone, im Namen der Kirche und im Endeffekt im Namen Gottes. Ein moralisches Auflehnen fand vermutlich nicht statt, weil die Möglichkeit als direkter Verrat an Gott und somit zu bestrafender Sünde angesehen wurde. Man darf nicht vergessen, dass es früher fast ausnahmslos totalitäre Reiche gab, die den Machtanspruch oft brutal und mit grausamer Härte gegen das eigene Volk durchsetzten, gerne auch im Namen Gottes natürlich.