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3/24/2026

Danke für weiteren Kanalausbau

Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)

Ja naja und wenn man mich dann noch mit Small Talk ablenkt, um meinen Blutdruck dann auf über 180 zu ballern, weil ich sehr starke Schmerzen empfinde und eine Überaufregung trotz Beruhigungsmedikation, dass etwas schiefgehen könnte, Leute ich habe einfach so viel Angst davor, dass ausgerechnet bei mir irgendwas schiefgeht...
Gut, dass es dann noch Kuchen zur Knusperstange gab, wer allerdings auf die Idee kam, Schlagsahne auf den Teller zu klatschen, nett gemeint, aber eklig! Naja, und am Ende des Nachmittags waren es ja nur ungefähr 2 Stunden, die der ganze Arm geschmerzt hat, irgendwann habe ich mich entweder dran gewöhnt oder der Nerv war abgestorben oder so, wenn es mir langfristig hilft, ist es das ja wert.
Mir wurden auch Schmerzmittel angeboten, allerdings habe ich gerne das komplette Körpergefühl, Schmerzmittel sind für mich immer das Allerletzte Mittel, denn da geht dann ja meist als Nebenwirkung noch der Blutdruck runter und normalerweise bin ich während der Behandlung durch die vorherige Sedierung eh schon etwas duselig und kriege von Novalgin, dem Stoff, den man vorrätig hat, meist relativ akuten Durchfall. Und das ist ein Thema, das ich schon zu viel und zu lange und zu oft besprochen und durchlebt habe, da bin ich um jeden Tag, den das nicht Thema ist, glücklich und werde einen Teufel tun, das auch noch wissentlich herbeizuführen (ja ich weiß, ist auch eine Möglichkeit der Entwässerung, ne lass ma!).
Liebe geht raus!

2/26/2026

(M)Ein Kunstbegriff

Personifizieren wir Kunst um der Künstler Willen oder passen wir Künstler unserer Industrie an und verlieren als Künstler unsere Kunst und ist das vielleicht der Grund AI zu haten, die als Werkzeug so mächtig ist die Industrie zu überspringen, die sonst ja das Geld abschöpft, dass die Kunst erzeugt.

Nur ein paar Gedanken eines Möchtegernmusikers, der nie etwas mit der Musikindustrie zu tun hatte, hobbymäßig ein kleines Label führt und eigene Musik schreibt und mit der Hilfe von neuronalen Netzwerken in die Welt bringt. Ich verstehe den Punkt, den Künstler haben, Bands, die durch echte Scheiße gehen, die so viel aufgeben, um ihren Lebenstraum zu leben und damit dann auch echt Kohle machen, davon leben können. Ich verstehe, dass es sich wie Diebstahl anfühlen muss, wenn der kleine Weirdo in seiner abgetanzten Wohnung sich mit zwei drei Prompts einen Song basteln lässt, der im Stil seiner Idole ist und er hat nebenbei vielleicht noch was anderes gemacht, ich verstehe heute sogar Metallica, dass sie damals Napster abschalten lassen wollten, verstehen ja und ihr ahnt es A-BÄR:

Kunst passiert im Kopf, vorrangig jedenfalls, was dann auf Leinwand, Bühne oder Papier ankommt, kommt aus den Gehirnen von Menschen, meist traumainduziert oder als Reaktion auf Etwas, das diesen Menschen geschehen ist. Ich finde wir müssen hier wirklich unterscheiden zwischen digitaler Kunst und durch AI umgesetzte Kunst, denn natürlich ist es keine Kunst, wenn ich am Ende des Posts wieder irgendein Bild, was ich im Kopf habe prompte und hier drunter klatsche, genauso wenig sehe ich Lieder prompten als Kunst an, denn das kann wirklich jeder, der den IQ eines Toastbrots gerade übersteigt. Noch schlimmer finde ich ja diese Leute, die denken es sei Kunst existierende Musik zu covern, ja das kann funny sein, interessant, klar und gerade für angehende Bands und Künstler eine Möglichkeit daraus einen eigenen Stil zu entwickeln, im Ernst so fangen wir alle an, ich habe als Kind versucht englisch zu singen, das muss ein Kauderwelsch sondergleichen gewesen sein, schmerzhaft für die Ohren eines Jeden, der das gehört hat. Leider habe ich nach der Zeit im Jungenchor und dem Stimmbruch nicht weiter gemacht, wer weiß was aus mir hätte werden können... irgendwann dann diese kurze Zeit mit "A Glorious Mess" im ehemaligen Hühnerhaus, ich kann nicht singen, ich spiele kein Instrument und ich bekomm es auch nicht hin, das Einzige, was ich schon immer konnte und worin ich mich für echt talentiert halte, ist schreiben. Und mein Gehirn ist eine Ideenmaschine, die Vorstellungskraft endet dort, wo sie wieder von vorne beginnt und... ja Möbiusschleife, Grüße an Peachie Boy...

Ich bin sozial isoliert und habe damit insgesamt auch echt kein großes Problem, es lässt mich ein Leben führen, das für mich genau richtig ist, es schützt mich vor der Eskalation und der zerstörerischen Kraft meiner Persönlichkeit, derer ich mir durchaus bewusst bin, dass sie da ist. Ich bin ein guter Mensch, allerdings nur in kleinen Dosen, ich fürchte ich bin nicht wirklich an anderen Menschen interessiert, es interessieren mich ihre Geschichten, ihre Besonderheiten, ihre Abgründe, ihr Musikgeschmack. Unsere Band schweißte damals eine einzige Sache zusammen, Schmerz, wir waren alle irgendwie Misfits und wollten das gemeinsam weniger spüren. Ich bin noch immer mit allen Mitgliedern in Kontakt, allerdings sind seitdem 20 Jahre vergangen und ich bin der mittellose Künstler geblieben/geworden, den ich damals vielleicht einfach nur performt habe. Ich habe damals mein ganzes Leben performt, ich glaube das einzig echte war meine unsterbliche Liebe zu der Einen. Man könnte behaupten, ich war mein Leben lang eine Kunstfigur und Künstler sein ist alles was ich kann. Nun ja und was macht man im Jahr 2024, wenn man plötzlich ein mächtiges Werkzeug bekommt, was sich erst anfühlt wie ein Spielzeug, man aber im Laufe der Zeit entdeckt, welche Möglichkeiten es bietet in der Kombination mit dem eigenen Erfindergeist. Endlich alles, was seit Jahrzehnten in einem schlummert aus den Schubladen holen und loslegen, das Leben der Schmerzen und Krankheit, der körperliche Verfall rückt ein wenig in den Hintergrund wenn ich komponiere, wenn ich schreibe, wenn ich uralte Gedichte lese und bemerke, dass sie in englischer Sprache wie Punksongs klingen, die schwarze Periode meines Lebens plötzlich zu Gothic-Opern werden können, die ganzen Sprachaufnahmen auf Musikkassetten ein unglaublicher Schatz sind, angefangene Autobiografien so viel Potential haben, endlich das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken, mein Leben endlich so darzustellen, wie ich es gelebt habe und nicht darauf vertrauen, was Andere über mich sagen.

Kurz runterfahren, am Ende ist es nur ein Hobby, ich bin kein Leonardo Da Vinci oder ein Wolfgang Amadeus Mozart, noch nicht mal ein Johann Wolfgang von Goethe, ich bin nur der Typ von nebenan, der mit einem Schicksal geboren wurde, damit die ein oder andere Schlacht schlägt und in der Musik seine beste Ausdrucksform gefunden hat. Dass mir dabei neuronale Netzwerke helfen, ist für mich genauso, wie mir Maschinen dabei helfen, zu überleben, denn nichts anderes ist es dreimal die Woche zur Dialyse zu gehen... puh, das war jetzt ein wilder Ritt, oder? Impulsives Schreiben nennt man das glaube ich, keine Ahnung, ob ihr da was für euch mitnehmen könnt, für mich war es sehr erquickend, in diesem Sinne erstmal, Liebe geht raus!

2/13/2026

Sister T again

Es tat mir so leid, dass es mir so schlecht ging und ich wahrscheinlich auch ganz schön miefig war, nach der Session heute. Selten verirren sich ehemalige noch einmal zurück in unsere heiligen Hallen und wenn dann ist das meist eher so ein, na wie geht's, was machste jetzt so. Hier war das anders, Sister T. macht einfach das die Luft brennt, sie ist einer der herbsten Verluste, naja nach der heißen Schwester, mit der ich aber noch ab und an schreibe, es war irgendwie alles komisch heute und dann noch dieser unerwartete Besuch, seufz. Ich hätte gern nach der Dialyse noch ein wenig gequatscht, nur war ich viel zu fertig leider. Vielleicht beim nächsten Mal, so ein wundervoller Mensch :-)

2/11/2026

Parasoziale Beziehungen in der Pflege

Manchmal merkt man erst im Nachhinein, in was für einem seltsamen Zwischenraum man sich eigentlich bewegt. Pflege ist nämlich kein „normales“ Setting. Da ist Nähe, die man sonst nur aus Beziehungen kennt, ohne dass es wirklich eine ist. Da ist Vertrauen, das schneller wächst als irgendwo sonst, weil man sich schlicht nicht verstecken kann. Und dann sitzt du da, Woche für Woche, siehst die gleichen Menschen, redest, lachst, teilst kleine Momente und merkst irgendwann, dass es sich "echter" anfühlt als im "normalen Leben". Und genau da wird’s spannend. Denn das ist kein Zufall, sondern systematisch. Das ist das Prinzip von Pflege, Menschen, die Hilfe brauchen treffen auf Menschen, die sich kümmern. Das erzeugt automatisch eine gewisse Verbindung.

In gewisser Weise gibt es Parallelen zu einem ganz anderen Bereich, in dem Nähe, Intimität und klare Rollen ebenfalls aufeinandertreffen, und zwar wissentlich. Auch dort entstehen Situationen, die sich echt anfühlen, die sogar echte Emotionen beinhalten können, und trotzdem ist allen Beteiligten klar, dass es einen Rahmen gibt. Dass es eine Form von Nähe ist, die nicht darauf ausgelegt ist, in den Alltag überzugehen. Das ist kein Vergleich, der abwerten soll im Gegenteil. Es geht darum zu zeigen, dass es Konstellationen gibt, in denen Menschen sich aufrichtig begegnen können, ohne dass daraus automatisch eine „echte“ Beziehung im klassischen Sinne wird. Weil beide Seiten, bewusst oder unbewusst wissen, wo die Grenzen verlaufen.

Und genau dieses Wissen ist der entscheidende Punkt. Denn auch wenn sich Dinge intensiv anfühlen, auch wenn man sich versteht, lacht, vielleicht sogar denkt „mit dir könnte ich auch außerhalb hiervon klarkommen“, bleibt es trotzdem ein Raum mit klaren Rollen. Und das ist nichts Negatives, sondern im Gegenteil das, was diesen Raum überhaupt erst stabil macht. Ich mag jede einzelne Person dort wirklich. Auf meine Weise, ehrlich und ohne Zynismus. Ich schätze die Gespräche, die kleinen Gesten, den Humor, der manchmal mehr hilft als jede Therapie. Aber ich weiß auch ganz genau, wo die Grenze ist. Und das ist keine Kälte oder Abwehrhaltung, das ist einfach nur Respekt und Anerkennung. Und ich würde mir manchmal wünschen, dass jeder Patient sich seiner Situation bewusst ist und mit Demut und Dankbarkeit, aber auch wenn angebracht mit Tadel und Kritik zur Stelle ist. Vor Jahren sagte mal eine aus dem anderen erwähnten Gewerbe zu mir, dass es nur funktioniert, wenn man zusammenarbeitet, ohne die Rollen zu tauschen. Am Ende profitiert eine Seite, die andere verdient Geld damit, wobei das im besten Fall vielleicht trotz klarer Grenze für beide Seiten befriedigend sein kann.

In diesem Sinne, Liebe geht raus

1/17/2026

Illusiolieren

An dieser Stelle kurz der Dank an die liebe Shurjoka für diese Wortschöpfung, die eine Mischung  aus Illusion und Isolation zu sein scheint und die ich unglaublich gut nachvollziehen kann, denn genau so fühle ich mich oft. Ich wünsche mir eine illusorische Welt in der ich mich isolieren kann, doch am Ende feststelle, dass ich Teil von ihr bin, ob ich will oder nicht und oft will ich einfach nicht. Denn es ist eine Welt geworden, die in Fatalismus verfallen ist, in ja und nein, in schwarz und weiß, in eine juvenile Dualität, die vergessen hat, dass sie in den Zwischentönen gedeiht und nicht in den Extremen. Natürlich auch dort, allerdings meist nur notgedrungen, weil man sie aus den Wohlfühlzonen ihrer Existenz verdrängt. Und das sei jetzt mal gesamtkonzeptionell gesehen, die Wüste lebt, viele Lebensformen existieren in der Mitternachtszone im Meer, Extremophile gibt es zuhauf, doch nur weil sie in einem gemäßigten Lebensraum nicht klarkommen und weil das Leben immer einen Weg findet.

Muss ich als Mensch extrem sein, um zu überleben? Ich denke nicht, obwohl es mir immer öfter schwer gemacht wird, gemäßigt zu sein. Gerade in der schnelllebigen Welt des Internets, wo eine Diskussion schneller als sonstwo an den Rändern der Argumentation angelangt, weil man sich die Zeit gar nicht nimmt ausgiebig zu diskutieren, wie es vielleicht unsere Vorväter und ja auch Vormütter taten, auch wenn sie historisch gesehen nicht viel zu sagen hatten, ich bin davon überzeugt, dass hinter jedem entscheidenden Mann auch eine wortstarke Frau steht und stand, zu Recht übrigens, Frauen sprechen wissenschaftlich gesehen deutlich mehr als Männer, was dazu führt, dass sie schon rein statistisch immer mehr zu sagen hatten. Nur mal so ein Sidefact, den man im Hinterkopf haben sollte, wenn man über Meinungsbildung spricht. Und ich fürchte Frauen sind auch insgesamt extremer, sie vertragen mehr Schmerzen, Unterdrückung und Leid, als jeder Mann überhaupt in der Lage ist, sich vorzustellen, was nicht bedeutet, dass man ihnen das ohne Strafe zufügen darf, es heißt bloß, dass sie sich besser an den gefährlichen Lebensraum namens Patriarchat anpassen können, als wir Männer selbst. Und so ist das, was wir heute Feminismus nennen, eine extreme Ausprägung dessen, was ein 2000 Jahre altes Männerbild aus dem Lebensraum der Frau gemacht hat. Was trotzdem im Umkehrschluss nicht heißt, dass Feminismus = Männerhass sein muss, es ist bloß das Pendel, dass in die andere Richtung ausschlägt. Faszinierend in dem Punkt ist doch auch, dass queere Standpunkte radikalisieren konnten und die Schwuchtel von nebenan mittlerweile so gemäßigt ist, wie eine Muslima, während sie im Ramadan hungert. Ist euch das mal aufgefallen, dass die Gesellschaft Homosexualität viel mehr akzeptiert, seit es extremere Ausprägungen gibt, wie jene, die sich öffentlich für die Transgenderthematik einsetzen?
Und Leute, ihr habt alle einen Punkt, denn niemand sollte im gefühlt falschen Körper leben müssen, früher hätte man wahrscheinlich gesagt "live with it", heute hat man Möglichkeiten, also nutzt sie, aber mich stört daran oft, dass ja JEDER MENSCH eine Reise in seinem Leben hat, warum soll jene wichtiger sein, als die meine, die sich durch den Kampf gegen eine unheilbare Krankheit auszeichnet, ich denke die führen auch sehr viele und die ist auch wichtig. Wir fühlen uns auch im falschen Körper geboren, können aber nur versuchen die Krankheit lange genug im Schach zu halten, bis wir ein für uns erfülltes Leben geführt haben und loslassen oder eben eine Lösung für uns finden, damit zu leben. Und bitte tut jetzt nicht so, als hätte ich nonbinäre Personen mit Kranken gleichgesetzt, wer so etwas tut, der braucht über die Einordnung in gemäßigt und extrem gar nicht nachdenken, ist dazu vermutlich aber mittels Minderintellekt auch nicht fähig.

In diesem Sinne... wieder mal viele Gedanken, viele Worte, keine Lösung, das ist Leben ihr Lieben.

1/15/2026

Warum muss es erst Abend sein?

Warum muss es erst Abend sein, wenn die Ärztin, die ja irgendwie auch für dein Leben zuständig ist Zeit für dich hat und dir mal wirklich zuhört? Warum muss ich dann schon oder noch total benebelt sein von der verdammten Tavor, die ich brauche, um überhaupt dieses Gespräch führen zu können, ohne in absoluter Panik wegzulaufen, whatever, endlich mal jemand, der die merkwürdigen Verzurrungen meines Körpers versteht, weil selbst kennt, Magnesium und Vitamin D? Sollte es so einfach sein? Ich bin super gespannt, ob das was bringt und bin unglaublich dankbar, dass sie mir zugehört haben. Danke!

1/14/2026

Hintern Krankenwagen werfen

Ach Leute, ich hasse diese Tage, diese Tage an denen ich meine Blutwerte kriege, weil sie mir von meinem Wochenende berichten, ich weiß, dass ich gesündigt habe, ich es einfach nicht schaffe meine Phosphatbinder zu den passenden Sachen zu schlucken oder das Pulver zu verflüssigen, diese ach so teure Steintablette, die mir der Arzt mit dem wundersamen Namen verschrieben hat liegt wie ein Stein auf der Zunge und wenn ich sie zerbeiße fühlt es sich an, als würde ich Kiesel in der Fresse haben, I don't know. Mich zieht das mega runter, weil ich genau weiß, dass ich das Meiste im Griff habe, doch wenn ich diesen einen Spiegel nicht runterbringe, werden die Knochenschmerzen nicht nur schlimmer, es wird sich auch mehr als nur der eine Finger verdrehen und ich kann diese ganze Negativität überhaupt nicht gebrauchen in meinem Leben derzeit. Nicht jetzt, wo ich endlich angefangen habe mein Lebenswerk zu vollenden. Es ist schon schlimm genug, dass ich ständig friere und Zeit im Bett verbringe, weil mir alles weh tut und ich zu schlapp bin mich hier hinzusetzen und aktiv weiter daran zu arbeiten, wenigstens etwas zu hinterlassen, wenn es mir schon nicht vergönnt ist meine Blutlinie fortzuführen.

1/09/2026

Das ist nur Schwärmerei

Ich will die Frau heiraten. Nein, im Ernst, sie versteht den Fußball in meinem Herzen so viel tiefer als jeder andere Mensch, den ich in den letzten gefühlt 5 Jahren oder so kennengelernt habe und das ist so wow. Natürlich sind wir in den Farben getrennt und auch wenn wir als Patient, Schwester super harmonieren und auch menschlich auf einer Welle funken, das ist für das Wohlbefinden währende der Behandlung wichtig und wundervoll, weil es einem eine Sicherheit gibt, die ich schon lange nicht mehr habe spüren dürfen, vor allem zuhause nicht und es ist einfach schön, wenn die Menschen, denen man sein Leben anvertraut, denn faktisch ist es ja genau das, was ich dort mache, einem das Gefühl geben, dass sie einen auch mögen.

Bei aller Professionalität darf man die Menschen, die einen behandeln ja trotzdem mögen und ich bilde mir ein, dass es für alle ein viel befriedigender Tag ist, wenn man freundlich miteinander umgeht und auch mal ein wenig Liebe dalässt. Und daher geht hier ein wenig Liebe raus, in diesem Sinne...

... P.S.: An die mitlesenden Kolleginnen und Kollegen, nur kein Neid, euch habe ich auch alle lieb und das wisst ihr auch. Danke an euch alle für den überragenden Job, den ihr Tag für Tag für uns leistet.

1/07/2026

Blaue Maus

Sie ist eine tolle Maus, ganz lieb, super punktiert, fühlt sich an, als ob man sich ewig kennt. Das ist das seltene Dialysegefühl, wofür ich dankbar bin. Da würde ich öfter kommen, wenn sie häufiger hier ist. Sehr lieb und eine echte Fan. Mag sein, dass das das wirre Geschreibsel eines mittelalten weißen Mannes ist, doch es soll weder eine Herabwürdigung noch irgendetwas anderes Negatives sein. Es ist traurig, dass man heutzutage schon verdächtig wird, weil man ein paar liebe Worte über einen Menschen schreibt, der einem begegnet ist und für den man dankbar ist, dass er in das eigene Leben getreten ist. Und das Leben eines kranken Menschen beinhaltet nun einmal das Hinein und Hinaustreten von Krankenschwestern und Pflegern und Ärzten, etc. und die sind nun mal wie alle anderen Menschen auch mal so mal so. Und ich bin jedes einzelne Mal dankbar, wenn ich eine von der guten Sorte treffe und sie gehört nun einmal dazu und ich finde, dass es nicht falsch sein kann, die guten Dinge im Leben genauso zu loben, wie man sich ja sonst schon oft genug über alles andere aufregt, oder?

In diesem Sinne, danke!

11/13/2025

ADS-relive Beispiel

Aufstehen gegen halb 1, weil ich mich fit fühle, fange an ein paar Dehnübungen und Muskulatur Aktivierungen durchzuführen, kommt mir der Gedanke an einen geliebten Menschen, dem ich direkt schreiben will, kommt mir ein Songtext in den Kopf von einer Band, was mich zu einem Blogpost inspiriert, der mich auf einen eigenen Text bringt, den ich erst einmal niederschreibe und dann durch irgendein Wort, was mir fehlt in ChatGPT einsteige, wo ich auf die Idee komme, meine ganzen Wunschzettel, die ich auf diversen Internetseiten habe irgendwie zusammenfassen zu lassen, was mich dazu bringt, erstmal 22 Tabs zu öffnen von Shopping-Seiten und dort fällt mir die Idee von gestern wieder ein T-Shirt mit einem lustigen Motiv zu erstellen, darüber erinnere ich mich, dass mein Blogpost ja auch noch ein Ende und ein Bild braucht, also mache ich mir etwas Musik an, damit ich besser denken kann, aber bei Spotify wartet ja noch eine Playlist darauf fertig gestellt zu werden, ich liebe Musik, sollte ich vielleicht vermehrt Vinyl auf meine Wunschzettel setzen, die ich dann in Plattenkoffern eingeschweißt lagere? Ich kriege unangenehme Gefühle, weil ich mir die geilen Scheiben nicht anhöre, sondern sie eher sammle. Was macht das für einen Sinn, sich seltenes Picture- und Farbvinyl zu kaufen, wenn man es sich nicht einmal anguckt? Boah erstmal was trinken, ab in die Küche, oh je im Kühlschrank brennt ja auch noch Licht, da ist bestimmt auch noch was für mich, oh lecker ein kleiner Baby Bel schadet nicht, Treppe wieder hoch, warum war ich runter, ach ja, Treppe runter, Wasser holen, oh der Abstellraum wirkt viel größer, cool, wo ist denn jetzt der Platz, wo wir die Altkleider sammeln, muss ich morgen mal fragen, du weißt, dass du das vergisst und erst wieder drauf kommst, wenn du irgendein Kleidungsstück in die Hände kriegst, das weg soll, während du drüber nachdenkst ob es nicht doch noch geht. Und dann wird ich kurz klar und denke, ich schreibe das hier mal kurz auf.

Ist das ADS oder sind wir alle einfach durch die Geschwindigkeit des Alltags so geworden, dass wir uns von allem ablenken lassen, dauerhaft zig verschiedene Gedanken haben und keinen davon stumm schalten, um immer on zu sein und auf alles was passieren könnte, direkt zu reagieren, es wundert mich ja, dass ich mir nicht noch nebenbei irgendwelche Reaction-Videos oder irgendeine Aufbausimulation auf dem Second-screen aufgemacht habe und WhatsApp im Hintergrund, oh Moment, ich habe WhatsApp im Hintergrund offen… Upsi

Und es ist gerade mal 3 Uhr!

Cthulhu sollte der große Alte des ADS sein, ich weiß schon, warum er mein Liebster ist...

11/07/2025

Step by step und dazwischen endloses Warten

Wisst ihr, ich bin schon so lange krank, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wie es ist nicht krank zu sein. Das ist einerseits vielleicht ein Lebensschicksal, andererseits eine Prüfung, die ich schon vierzig Jahre mitmache und das krank sein an sich ist auch meistens gar nicht das Schlimmste, denn man hat ja gelernt damit umzugehen. Das Schlimme daran ist, das Andere denken Hilfe wäre etwas, das sich gut anfühlt. Versteht mich nicht falsch, Heilung gibt es für meine Erkrankung nicht, das ist mir seit meinem zehnten Lebensjahr klar und ich habe mein Leben in diesem Bewusstsein gelebt, Hilfe ist Beistand und einfach nicht immer wieder Hoffnung hinzuhalten, wo es keine gibt. Und noch schlimmer ist: Warten!

Ich habe heute wieder einen kleinen Schritt Richtung Lebensverlängerung genommen, Kennenlerngespräch beim Psychiater, eine unglaublich spannende Begegnung, so ganz anders als die judgende Psychosomatikerin, die mir den vierzigsten Geburtstag vermiest hat, drei vier Fragen und einen Folgetermin in 2026 weil man mir derzeit quasi keine psychische Problematik nachweisen kann, Panikattacken und generalisierte Angststörung wären akut nicht zu erkennen und ich hätte ja nun doch schon einiges im Leben geschafft, trotz meiner Voraussetzungen. So unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Ich persönlich war aber auch viel entspannter als nach einer 90-minütigen Autofahrt mit dauerhafter Todesangst in traumatisierender Umgebung. Wir werden sehen, was mich dann im Februar erwartet. Und dazwischen dann wieder dieses Warten... das ist und bleibt das Schlimmste.

11/04/2025

Wenn die Erde auf die Seite kippt

Keine Panik, mir ist schon klar, dass die Erde immer noch eine Kugel ist, es ist mehr eine Überlegung dessen, was passiert, wenn die eigene Welt plötzlich nicht mehr rund läuft und sich verkantet und am Ende dann eben auf die Seite kippt. Das Leben ist insgesamt etwas unfassbar Großartiges, allerdings muss man sehr viel dafür tun, das zu erkennen und es auch zu genießen. Ja, ich propagiere Genuss und Enthaltsamkeit, Prunk und Demut, Liebe und manchmal sogar Hass, all das existiert parallel und das ist auch gut so, denn wenn es keine Dunkelheit gäbe wüsste niemand von uns das Licht zu schätzen und wenn einem das erst einmal klar ist, offenbart sich einem so viel mehr von dem, was wir Leben nennen.

Ich habe so lange Zeit gedacht, Schmerzen wären etwas für Menschen, die alt und krank sind, etwas das mit mir nichts zu tun hat (na ja, jedenfalls hatte ich nie eine Schmerzerkrankung), doch Schmerz ist so ziemlich der Großteil dessen, was das Leben ausmacht und wir begreifen es erst, wenn sie nicht mehr weggehen. Als ich jung war, also beste Jahre und so jung, dachte ich, dass Schmerzen die Ausnahme von der Regel sind, wobei Regelschmerzen andere Geschichte, doch in Wirklichkeit ist Schmerz die Normalität, mal mehr mal weniger, Schmerz ist nichts wofür man sich schämen muss, es ist Leben, auf allen Ebenen. Wirklich schmerzfrei ist man eigentlich nur in Zeiten der Betäubung durch diverse Hormone oder Rauschmittel. Ich weiß, ich weiß, das klingt völlig irre, es gibt noch eine dritte Möglichkeit schmerzfrei zu sein, oder sich zumindest so zu fühlen, Glauben. Die Macht sich selbst etwas zu verschreiben, von mir aus nennt es Selbstsuggestion, ist etwas, das uns so unfassbar glücklich machen kann, wodurch wieder Hormone und Rauschmittel übernehmen, dass wir in der Lage sind uns aller Schmerzen zu entledigen, die das Leben uns gibt. Ich will nicht zu tief einsteigen aber es gibt Theorien, dass dieses Leben nur die Vorstufe dessen ist, was unsere unsterblichen Seelen in der Ewigkeit erwartet, eine Art Training oder eben ein sehr langer Entstehungs-, Wachstums-, oder Geburtsprozess von mir aus. Es gibt die Viele-Leben-Theorie, die unsere Seele immer wieder neu gebiert, bis zum Ende aller Tage und sorry, wenn ich das so schreibe aber das klingt wahnsinig schmerzhaft. Immer wieder sterben und neu geboren werden, das erscheint mir schon sehr unangenehm. Wer schon einmal im Traum gestorben ist, der wird verstehen was ich meine, ist irgendwer im Traum schon einmal friedlich gestorben? Ich bin vor elfeinhalb Jahren gestorben, das Sterben war schmerzhaft und beängstigend, doch der Tod selbst war ein unendlicher Moment der Erlösung und den habe ich im Traum noch nie erreicht, da ist es meistens sehr hart und schmerzhaft beängstigend.

Also passt auf euch auf, akzeptiert euer Schicksal, macht das Beste aus dem, was ihr seid, was ihr könnt, vergesst nicht immer weiter zu wollen, ob ihr an Gott glaubt oder nicht, versucht ein gutes Leben zu führen, genießt auch die Schmerzen, es wird schon einen Grund haben, warum sie da sind, irgendwann werden wir alles wissen, vielleicht nicht in der Gestalt, in der wir derzeit existieren, doch irgendwann ist noch nicht jetzt.

9/18/2025

Warum ist Krankheit tabu?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, in letzter Zeit lese ich immer wieder, dass irgendwelche Sidetrack-Promis ganz offen über ihre Krankheit sprechen...

Ich bekomme dann so viele Fragezeichen, dass ich fast komplett in Aktionismus verfalle und wissen will, welche Krankheit eigentlich (mir ist klar, dass das der Bait des Artikels sein soll), meistens direkt gefolgt von der Frage, wer die Person eigentlich ist und wer das wissen will und dann wird mir klar, dass ich das wissen will und dass es doch ganz normal ist, dass Menschen krank werden und eben Krankheiten haben. Wer wirklich denkt, dass die Normalität ist, dass man gesund ist, der hat noch nicht viel gelebt. Mir ist klar, dass wir alle zum ersten Mal leben und daher nicht ständig mit Krankheit konfrontiert, werden wollen und mit unserer Verletzlichkeit und Sterblichkeit als Menschen, allerdings sagt mir schon die Logik, dass ein Organismus, der sich nahezu in jeden Bereich des Planeten ausgebreitet hat, selbst von Organismen bewohnt genauso Teil von Wiedergeburt und Vergehen ist, wie jedes andere Lebewesen. Und dadurch, dass wir immer älter werden, ist die Wahrscheinlichkeit irgendwann innerhalb dieser Lebensspanne krank zu werden nahezu bei 100% und es etwas ganz Normales ist. Ich frage mich immer, warum wir es tabuisieren oder so tun, als ob es was Schlimmes ist, krank zu sein und sich mit seiner Krankheit abzufinden. Ich erlebe in meinem Leben so viel Krankheit, dass ich es fast schon als besonders ansehe, wenn jemand mal nicht krank ist, und das meine ich in jeglicher Hinsicht, von Erkältung über akute Psychosen bis hin zu chronischen Hautkrankheiten oder Krebs und Demenzerkrankungen, wir sind umgeben von Krankheit. Was denkt ihr denn, wie die Pharmazie zur Industrie werden konnte? Und habt ihr schon mal einen armen Apotheker gesehen? An kranken Menschen will jeder mitverdienen, am besten bevor diese sterben, denn dann sind sie ja keine Kunden mehr. Ich wollte eigentlich gar nicht in diese Richtung abdriften, aber wenn ich dann manchmal diese Influencer sehe, die sich einreden, dass körperliche Probleme die eindeutig in ihrer Psyche zu suchen sind durch irgendwelche Salben geheilt werden, die sie in einer klinischen Umgebung bekommen, wo sie von ihrem Alltag entfernt genesen, dann fragt man sich doch ob DAS nicht vielleicht eher der Grund für die Genesung ist und wie lange der Geist die Illusion aufrecht halten kann, dass es nicht daran liegt, dass man in einer toxischen Umgebung lebt und für irgendwelche Placebo-Tunken hunderte von Euro ausgibt und am besten noch allen Freunden Bescheid sagt, damit die sich damit auch einschmieren und nach einem halben Jahr feststellen, dass alles was man damit verdient hat die Grundproblematik gar nicht geheilt hat und man am Ende einfach immer noch lost ist. Ach, Scheiße Leute, die Welt ist krank, wir stecken uns jeden Tag mit irgendeinem Mist an, weil wir aufgehört haben, einfach mal wir selbst zu sein und dem Spiegelbild Stand zu halten. Fucking unperfekt und wasted, aber eben WIR.

Ja kann er so leicht sagen, sein größtes Problem ist ja nicht, dass er auf einen Termin für einen Psychiater wartet, der gewissermaßen darüber entscheidet (auf lange Sicht), ob er leben darf, weil er auf eine Transplantationsliste gesetzt werden kann, weil er seit fast 13 Jahren keinerlei Anstalten gemacht hat sich etwas anzutun, im Grunde ist dieser Blog das beste Dokument meines geistigen Zustands, am liebsten würde ich das Alles ausdrucken und dann die 3000+X Seiten überall dort abladen, wo man Fragen zu mir hat. Dann müsste ich nicht mehr reden, andererseits wäre das wohl auch sehr unerwachsen, oder? Ich glaub schon, nein Leute, jeder hat sein Päckchen zu tragen und wir sollten uns damit abfinden, dass wir schon klarkommen. Kein Problem ist mehr wert als das eines anderen. Das habe ich schon vor langer Zeit kapiert und es macht das Leben mit Menschen so viel leichter. Wenn der Empath in mir jetzt noch irgendwann kapiert, dass er genug eigene Lösungen zu finden hat, brauch er sich nicht auch noch die Probleme aller Menschen annehmen, es ist (zumindest kommt das langsam bei mir an) nicht meine Aufgabe. Ich krieg so langsam eine ganz gute Ahnung davon, was meine Aufgabe hier auf Erden ist. Und das ist okay. So Gott will!

8/23/2025

TLE -Top 100 Songs auf Eis

Liebe Freunde, wie ich schon im Ankündigungspost zur Aktion geschrieben hatte, wäre es vor Allem eine Möglichkeit täglichen Content zu kreieren und einfach über 100 Lieder, die bei last.fm über die Jahre gelistet wurden zwei drei Sätze zu schreiben und damit eine Art Gefühl zu übermitteln, dass ich mir dabei Mühe gegeben hätte. Irgendwie ist das nicht das, was ich hier mache. Ich glaube, das ist auch nicht das, was ihr lesen wollt, das bin nicht wirklich ich. Ich habe so viele Ideen, was ich noch mit der Welt teilen will, da werde ich mich nicht an etwas fesseln, das ich nur halbherzig machen würde.

Wenn ihr euch wirklich hart darauf gefreut habt, dann tut mir das leid, aber es würde sich unehrlich anfühlen und wenn ich eines nicht sein will, dann das. Ich habe allerdings (vielleicht nicht als Ersatz) stattdessen die Idee einer 100 Songs of my life - Playlist, die dann etwas tiefer geht und sich wirklich mit mir und meiner Musik beschäftigt, die natürlich viel mehr Zeit in Anspruch nimmt und auch ein sehr langfristiges Projekt wird. Kurzfristig stehen derzeit noch andere Projekte davor und ich möchte das nicht übers Knie brechen, denn auch die nächste Stanley Hardcore Top 100 steht Mitte September bevor, ich produziere gerade viel mit der kreativen Intelligenz, die Kickers Leaks liegen als mögliches Projekt hier rum, meine Gesundheit benötigt derzeit etwas mehr Aufmerksamkeit als ich es gernhätte, man wird halt auch nicht jünger und so lass ich es alles etwas langsamer angehen.

Kurzum: Wer sich selbst ein paar Gedanken über die Top 100 Songs of "all-time" auf meinem Last.fm machen will, der folge doch bitte gern den beiden Links, die ich bereitstelle und wer mag, kann auch gerne dort oder hier was dazu kommentieren, Plätze 51-100, Plätze 1-50 und ja, ich freu mich auch auf so coole Kommentare, die mir sagen, was ich für einen weirden Musikgeschmack habe oder, dass es keiner ist. Hauptsache ihr formuliert es freundlich, dann kann ich mit jeglicher Art von Kritik umgehen.

In diesem Sinne... ich hoffe, dass ich generell demnächst wieder etwas mehr posten kann, ich bin im Moment einfach nicht in der Stimmung und derzeit ist auch nicht viel Mitzuteilendes in meiner Welt los. Es fühlt sich fast an, als würde ich runterkommen...

Ich danke euch für die treue Leserschaft, überbrückt die Zeit ruhig mit alten Posts, da ist genug Zeug, das sich lohnt, hoffe ich, LIEBE GEHT RAUS

8/21/2025

Ich bin soo erschöpft

Weil ich ein Vollidiot bin und mich in die Nebenkriegsschauplätze aller hereinziehen lasse, anstatt mein Leben zu leben, das schwer genug ist. Es gab mal eine Zeit, da konnte ich mein Leben für mich allein leben, mittlerweile muss ich wieder das Leben anderer durchleben, um an mein eigenes heranzukommen, weil es zugestellt wirkt von den Problemen und Problemstellungen anderer. Ich bin vermutlich selbst das Problem, wie löse ich das?

Meine Erschöpfung der letzten Wochen ist ein klares Signal, dass ich kürzertreten muss, und ich versuche es, weniger Druck für irgendwelche Aufgaben von denen, wenn ich länger drüber nachdenke, nun wirklich nichts abhängt. Natürlich fühlt es sich toll an, wenn man behaupten kann, das Büro fein säuberlich aufgeräumt zu haben, allerdings ist das nichts, wofür man nachts um drei aufstehen muss, weil es nicht auch um 16 Uhr nachmittags erledigt werden könnte. Generell muss ich viel mehr wegschmeissen, loslassen, ich war mal so gut darin, mich nicht an allem festzuhalten, was irgendwie an mich herangetragen wurde und während es sich körperlich mittlerweile so anfühlt, als ob ich da tierisch Substanz verliere ohne es zu wollen, scheint meine Seele sich wieder vollzufressen mit allem Scheiß, den ich nicht brauche. Ich freue mich schon so drauf, endlich die Therapie (oder was immer es wird) zu starten.

In diesem Sinne... bleibt stabil Freunde

7/13/2025

Tickman macht frei

Urlaub! Ich mache Urlaub!

Ich habe beim zweiten Mal lesen auch gemerkt, dass die Überschrift schon wieder missverständlich sein könnte, wenn man, so wie ich stets durch sowas getriggert wird. Ich finde es aber auch eine richtige Formulierung, denn genau das tu ich, ich mach frei. Ich bin nicht sicher, wie gut es funktionieren wird, weil ich mit leerer Zeit, Entspannung und einfach nur in den Tag leben so gar nichts anfangen kann, das Reisen mir immer noch mehr Stress bereitet, als dass es mich entspannt, ich das hier einfach unglaublich gern mache und es mir unglaublich schwer fällt nicht dauerhaft unter Strom zu stehen und kreativ zu sein, aber ihr habt es sicher mitbekommen, mir ist es aufgefallen, mein Content leidet und mein Körper gibt Signale. Und da ich für mich selbst einen gewissen Qualitätsstandard aufrechthalten möchte und nicht wieder in einen selbstverschuldeten Burn-Out schlittern will, der dann wahrscheinlich auch mein letzter sein würde bei meiner derzeitigen Verfassung ziehe ich die Notbremse und versuche ein paar Tage freizumachen. Geplant sind 4 Wochen, in denen ich versuche, so wenig wie möglich an neuem Content zu arbeiten, ich kann nicht versprechen, dass es so sein wird, ich werde wohl noch ein wenig aufarbeiten, was die letzten Monate liegen geblieben ist, weil ich einfach nicht anders kann, doch bis zum 10. August wird hier mehr oder weniger Funkstille herrschen, ich werde auch keine Mails checken, also wundert euch bitte nicht, wenn ich nicht, wie gewohnt innerhalb von ein paar Tagen antworte, ihr könnt mir gerne weiterhin schreiben, aber erwartet keine direkte Antwort. In diesem Sinne... ihr lest mich auf der anderen Seite.

7/06/2025

Dialy... Affenkäfig 2025

Ich bin froh, dass ich damals zum elitären Kreis der "No Care" Patienten aufgestiegen bin, die eigentlich "Limited Care" heißen, sich aber faktisch selbst verwalten und damit auch in den ersten Stock aufsteigen, wo sie in kleiner Runde von 7 Personen + 1 Pflegepersonal ihre Nachmittage verbringen. Warum durfte ich am Freitag wieder einmal hautnah miterleben. Nicht nur, dass es unfassbar wuselig, laut und unentspannt zugeht, es ist nahezu ein Fiebertraum was dort abgeht. Ich war grad kurz geneigt, zu schreiben, das muss man gesehen oder erlebt haben, allerdings wünsche ich keinem so eine schwerwiegende Erkrankung, dass so etwas für ihn/sie/all between notwendig ist. Und eigentlich sind der Kaschpar, Sister T., die Beseelte und Schwester Padruga eine gute Schicht, Freitag war mir das aber einfach zu viel und ich wollte einfach nur schlafen, hat ja dann auch ganz gut geklappt, trotz des ständigen Aufwachens durch ein Fenster, das dauernd in den Rahmen schlug ob des Windes. Na ja, hopefully geht es Montag wieder an den altbewährten Platz und ich finde wieder etwas mehr Ruhe.

6/27/2025

Majestätsbeleidigung Deluxe

Es ist eine solche Frechheit, es ist doch wohl nicht ihre Aufgabe die Patienten zu versorgen mit Tee und Brötchen. Wofür gibt es denn diese Laufburschen? Unverschämtheit. Die Meisterschwester poltert die Worte für alle Patienten hörbar durch den Raum, vielleicht sind wir aber die absolut falsche Adresse diesem Unmut Luft zu machen, nur eine Idee…

Die andere versenkt eine Nadel, die ich viereinhalb Stunden lang spüre weil hahaha ich ja grad entwöhnt bin (weiß sie was der Unterschied zwischen Schmerzmittel und Beruhigungsmittel ist?). Wie arschig kann man sein, die Beseelte sagt: Ja!

Meisterschwester hat Patienten schon zweimal durchgespielt, da muss man sich keine Sorgen um irgendwelche Überraschungen machen, sie weiß ALLES über Patienten, ALLES!!!

6/20/2025

Man in the mirror

Als die psychologische Bewertung meiner Person längst beendet war fragt mich die doch sehr junge Psychologin/Psychiaterin doch tatsächlich, was für ein Mensch ich sei. Ich hatte keine Antwort, ich bin ich, die Frage kann ich nicht beantworten, meine Selbsteinschätzung basiert auf 40 Jahren Erfahrung mit mir und jeder, der mich in der Zeit kennengelernt hat wird ein anderes Bild von mir haben und ich weiß nicht, ob ich irgendein Mensch bin. Ich weiß nicht, wie man so eine Frage beantwortet, nicht, weil ich nicht weiß, wer ich bin, sondern weil ich aufgehört habe jemand zu sein, der in irgendeiner Schublade lebt. Ich glaube ich habe geantwortet, ein Guter. Ehrlich gesagt habe ich diese beiden "Gespräche" irgendwie anders überstanden, als ich dachte. Mir wurde viel zu viel über jemanden geredet, der ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr bin. Ich war wahrscheinlich viel zu ehrlich und habe so viel ausgeplaudert, was mir im Nachhinein dann ja auch Probleme gebracht hat. Die hätten mal ein paar Menschen fragen sollen, die meine Transformation miterlebt haben, Dialyseschwestern oder Freunde. Und jede scherzhaft formulierte Vergangenheitsbewältigung wird mir sicherlich als nicht ernsthafte Refelktion ausgelegt. Herr Tickman hat den Ernst der Lage nicht verstanden, vermutlich wird mir die Phase in der ich meine Phosphatbinder nur schwer zu mir nehmen konnte (ich vergaß sie vor mir stehend) als Non-Adhärenz ausgelegt, die zwei Tabletten an denen ich letztes Jahr fast erstickt wäre als "Bild" und vermutlich noch jede Menge andere Dinge, die ich in meiner Art aus Übertreibung und Wortmalerei falsch verstanden werden. Ich glaube, sie hat auch nicht verstanden, dass ich mich damals nicht wirklich umbringen wollte, sondern einen langfristigen Plan dazu entwickelt habe, mit einer Ausstiegsstrategie sobald die Schmerzen gekommen wären. Nur, dass die Schmerzen nicht kamen und ich aufgrund der Depressionen damals den Absprung nicht kriegte. Versuch mal mit ner vernichtenden Diagnose aus dem Jahr 2012, als du in einer Phase akuter emotionaler Unausgeglichenheit, weil dein Leben, das du kanntest, zusammengebrochen war, zu argumentieren, dass du außer Reizdarm und der Angst vor Schmerzen, Ärzten und Autofahren eigentlich ein für dich angenehmes Leben führst. Ach Leute, als Michael sang:

"I'm starting with the man in the mirror
I'm asking him to change his ways
And no message could have been any clearer
If you wanna make the world a better place
Take a look at yourself and then make a change"

da war es wie ein Aufwachen, die Art und Weise, wie man mich behandelt hatte, löste bei mir eine Art Trotzreaktion aus, eine Chance mich noch einmal zu wandeln, den Rest dieser ganzen Scheiße, die ich mit mir rumtrage loszuwerden. Da scheint ja noch was zu sein, was mich hindert... Ich selbst zweifle ja daran, aber sobald dann das Schreiben kommt, kann ich ja zum Psychiater und mir den angeordneten Therapietermin zu holen, ich bin wirklich gespannt, worum es hier geht. Und ob es nicht darum geht, mich zu einem ordentlichen Lemming zurückzustutzen, weil ich ein paar Ideen lebe, die vielleicht nicht übereinstimmen mit einer guten Prognose für eine Transplantationsfreigabe.

6/13/2025

Der Zirkel marschiert auf

"Service Wüste Deutschland, ha ha!"

(Kommentar zur Nicht-Essensausgabe an einem Feiertag im Dialysezentrum)

"Ihr könnt euch auch selbst was mitbringen, aber so ausgehungert sollte man hier eh nicht hinkommen."

(nach Pizza Margherita Kommentar)

"Ich verstehe, dass man auch mit Mitte 50 noch sexy aussehen will. Aber im Job? Als Krankenschwester? Tolle Beine!"

(beeindruckte Patienten)

...und ich nehme nach zehn Minuten Dialyse prophylaktisch eine Tavor weil die Meisterschwester vibed und das nachdem ich die Beseelte überstanden hab, die scheinbar nicht wusste, dass ich seit zich Jahren nur mit Tavor die Dialyse durchstehe. Oder besser schlafe, ehrlich gesagt hat Mittwoch mich ins Grübeln gebracht, wo ich total fahrig war im Gespräch, und zwar mein ADS runter gedreht war, dafür aber zu gechillt und zum Teil zu plauderig egal.

Während der Dialyse bin ich selten in wichtige Diskussionen verwickelt und scheinbar ist es mir daher nie aufgefallen. Wird definitiv zurückgefahren. Zurück zu diesem schon gewissermaßen denkwürdigen Nachmittag. Die Meisterschwester lacht mir zu oft über andere als mit ihnen. "Das macht man jetzt ja so."

Die Arbeitsmoral ist gegen 17 Uhr 30 auf den Tiefpunkt. "Früher haben Leute krank gefeiert die schwer gearbeitet haben, heute weiß jeder, wie man sich verstellt und keiner scheut sich zum Arzt zu gehen."

"Wenn man ab und zu Krämpfe haben will, selbst schuld, ha ha" - "Mit Krämpfen lebt es sich schmerzhafter"

Manche Nachmittage sollte man gar nicht erst beginnen, wenn der Vormittag schon die Hölle ist. Heute war so ein Tag.