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2/14/2026

Recht auf Vergessenwerden?

"Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." (Daria Dinges)

Als ich den Satz das erste Mal hörte, dachte ich mir er sei wunderschön, weil er mein Gefühl davon ausdrückte, dass man Menschen wertschätzen soll und jeder einzelne es wert ist, seine Geschichte zu erzählen, gehört zu werden oder eben bloß nicht vergessen zu werden und zu dem zu werden, was man einst war, Sternenstaub.

Doch dann kamen mir andere Lesarten in den Kopf, was wenn damit insgeheim die menschliche Hybris gemeint ist, wichtig sein zu wollen, etwas zu hinterlassen, im Gedächtnis zu bleiben für Jahrhunderte, Jahrtausende, um jeden Preis. Werden wir einen Hitler je vergessen? Einen Alexander den Großen, Jesus? Und was ist mit all jenen, die mit ihnen lebten, haben wir die vergessen? Und dann wird der Satz zu einer schweren Last, denn auch wenn wir es wahrscheinlich nicht wollten, so haben wir am Ende die Tat nicht vergessen, weil sie vehement und grausam war und ist und immer sein wird, doch die Namen und die Leben dahinter, sie verschwinden, Häufchen Asche hinterließen. Nicht vergessen wird der Holocaust und Adolf Hitler. "Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." Ich stimme dem zu, aber aus welchem Grund? Jesus Christus wurde auch nicht vergessen, ich verstehe, dass es schwierig ist den Zusammenhang herzustellen, er gilt für manche als mythologische Figur, weil sein Wirken 2000 Jahre her ist, mutmaßlich.

Und dann kommen wir zu uns heutigen Menschen, die so viel Informationen und vor allem Vergessenswertes von sich geben, dass man die Weltkugel damit faktisch zilliardenmal einwickeln könnte und wir werden ziemlich sicher nicht vergessen, weil das Internet ja nie vergisst...

Ich kann das alles nicht zu Ende denken, allerdings finde ich es als Anstoß, sich mal über die Wichtigkeit des eigenen Seins Gedanken zu machen und zu überlegen, ob wir wirklich so wichtig sind, dass man sich an alles, was wir je sagten und dachten, erinnern muss, ganz okay. Ich selbst ertappe mich sehr oft bei dem Gedanken, dass es mir extrem wichtig ist, dass ich nicht vergessen werde und dann gehe ich kurz in mich und hole meinen Staubsauger und putze meine Wohnung. Das erdet.

1/27/2026

So strung out

"Wer nichts wird, wird weird", ich bin nicht sicher, ob das ein Zitat ist oder ob das in meinem Hirn entstanden ist, während ich tatsächlich ins Dschungelcamp reingeguckt habe, ja hängt mich hin, ich guck den Scheiß gern, auch wenn ich's dieses Jahr wirklich anstrengend finde. Ich sage euch, das wird für viele ein böses Erwachen, wie abgefuckt die Welt mittlerweile wirklich ist, aber das nur am Rand.

Die Aussage, dass man "abdriftet", wenn man nichts "vernünftiges" im Leben lernt kenne ich aus meinem eigenen Leben zuhauf. Lern was Anständiges, mach erstmal deine Ausbildung fertig, bla bla bla, habe ich alles gemacht und dennoch ist der Künstler in mir der, der noch da ist, auch wenn ich das andere alles kann, ist es nicht das, was ich bin. Die Akzeptanz von Künstlern in der Gesellschaft hat so sehr nachgelassen, dass man uns wieder an den Rand drängt, Taugenichtse, Tunichtgute, Tagediebe... Wenn ihr meint, mir sagt das, dass die Gesellschaft ihren Zenit überschreitet, wenn zwar immer mehr Freizeit existiert, es allerdings an Füllmaterial fehlt, dann wird Arbeit etwas, das eine Überwichtigkeit bekommt und den klaren Blick auf das verdeckt, was tatsächlich geschieht. Ich spüre es in meinem Umfeld, welches ich größtenteils von den dunklen politischen Farben frei halte, dass dort Punkte aufkommen, die klingen, als kämen sie von dem Teil der Familie, die schon vor Jahren so sehr abdriftete, dass ich ihnen abgeschworen habe, ich höre Schwachsinn, von dem ich dachte, dass wir uns längst intellektuell darüber erhoben haben. Kennt ihr noch diese "Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg"-Idiotie? Wer sowas im Jahr 2026 noch denkt, der übersieht eindeutig, dass es die fehlende Bildung ist, die ihn das denken lässt und kann natürlich als Goldfisch im Wasserglas nicht sehen, dass genau das das Problem ist, seine fehlende Bildung, die ihm sowohl die Arbeit nimmt, als auch die Chance, das zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen.

Ich will das Fass eigentlich nicht aufmachen, aber die Dummheit, die in der Welt ist, ist fast nicht mehr zu ertragen. Ey, wenn du etwas nicht weißt, kannst, verstehst, dann nutze die Möglichkeiten, die dir unsere Welt bietet und ändere das. Es war nie leichter, sich zu bilden als heutzutage und dennoch scheinen mir die Menschen dümmer als je zuvor (also im Alltag, das generelle Niveau steigt natürlich, aber die Reichen werden auch immer reicher oder?) Oder ist es vielmehr eine Faulheit, eine Resignation, ein "Ich kann ja eh nichts machen", eine Ohnmacht im großen Spiel des Fortschritts abgehängt zu werden, "alle gewinnen, warum ich nicht auch?" eine Denarschnichthochkriegen-Mentalität, die alljene erfasst, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind? Oder ist das Hauptproblem, dass jene, die uns sagen, was abgeht, eben gerade jene sind bei denen alles bene ist?

Provokante Frage an dieser Stelle: Wer bestimmt denn bitte, was in unserem Leben abgeht, wenn nicht wir selbst? Und wer bestimmt, wer ihm sagt, was er ist, tut, oder soll, woran er glaubt, was sie wählt, was es zu sagen, schreiben, malen, denken hat? Klingt wie der Aufruf zum Widerstand, zur Rebellion, ja, weil es das ist. Wenn wir, jeder/jede einzelne nicht aufstehen und was machen, gegen das was uns nicht passt, dann ändert sich nichts. Sich den Arsch breit sitzen, Energydrinks in sich reinschütten und von einer besseren Welt faseln oder in irgendwelchen Kommentarspalten Wutbürger spielen, um als Schwurbler oder Querdenker verspottet zu werden ändert im Endeffekt gar nichts, es führt nur weiter in die Richtung in die es geht. Macht entsteht dort, wo euer Horizont endet. Um es anschaulich zu machen; ich bin nur solange Künstler, bis mir irgendwer den Stecker zieht. Dann ist das keine politische Satire mehr oder wie auch immer es irgendjemand titulieren mag, dann ist es einfach verschwunden. Genau wie die Milliarden Kommentare zu jedwedem Thema, das ihr euch vorstellen könnt, dann ist nur noch der Raum um euch herum da und die unerbittliche Sonne, die ins Fenster scheint. Und die da draußen, die ihr viel zu lange herabgewürdigt habt und der Hass, der sich aufgestaut hat, alles, was ihr jetzt nicht mehr rauslassen könnt, all das ist immer noch in der Welt, allerdings wird es nicht ewig hinter den Monitoren sitzen bleiben und warten, dass der Strom wieder eingeschaltet wird. Und was dann? Sind wir dann noch in der Lage zivilisiert zu agieren oder bricht es dann aus allen heraus? Können wir alles, was wir täglich konsumierten, noch als Internetgesabbel abtun und unterscheiden zwischen Kommentarspalte von gestern und dem fiesen Grinsen im Gegenüber von heute?

In diese Richtung sollte es eigentlich gar nicht gehen, spannend, dass es dennoch geschehen ist, in diesem Sinne, ich hoffe ich konnte einen Denkanstoß geben... Liebe geht raus!

1/17/2026

Wurde ich grad gedisst?

Okay Kids, was ein Diss is wisst ihr doch auch noch oder ist das schon so boomercringe, dass ich es erklären muss? Es ist im Grunde eine Abkürzung von Disrespect und das mit direktem Bezug auf jemand anderen, man könnte auch Beleidigen mit Reimstruktur sagen vielleicht. Ach, Scheiß drauf, wenn ihr nicht wisst, was das ist, seid ihr nicht meine Zielgruppe (vielleicht war das schon selbst ein gutes Beispiel, who knows)

Wenn jemand in einen Raum kommt, in dem ich sitze und einen Satz von sich gibt wie: "Ah es riecht nach Tickman!", was würdet ihr denken, wenn ihr Tickman seid? Ganz genau, ich habe den Mund verzogen und sehr fragend ausgesehen. Die Person, die das sagte, lachte und meinte: "Das ist nichts Schlechtes...", okay jetzt bin ich auf die Wendung gespannt. "Riecht nach Weichspüler irgendwie!", bam! Ich weiß nicht, ob es das besser gemacht hat. Ich meine, du kommst rein und sagst ich stinke und nennst mich dann im Anschluss einen Schwächling? Ich finde, das ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann, denn faktisch hat die Person genau das gemeint, was sie gesagt hat. Hier kann man unglaublich gut das Sender-und Empfänger Modell von Schulz von Thun prüfen; das ist das mit den Kommunikationsebenen, ihr wisst. Denn sie meinte: "Oh Tickman ist da, es duftet nach Weichspüler.", und sagte, was sie sagte, was man in einer schlechten Auslegung wie "oh Tickman, der stinkende Schwächling ist da", auslegen konnte. Zum Glück konnten wir im Anschluss herzlich darüber lachen und mein Ego verträgt sowas, ich meine ey, ich bin ein Bär, ich habe Fell, da wäre es nicht unwahrscheinlich auch mal nicht ganz frisch zu duften.

Illusiolieren

An dieser Stelle kurz der Dank an die liebe Shurjoka für diese Wortschöpfung, die eine Mischung  aus Illusion und Isolation zu sein scheint und die ich unglaublich gut nachvollziehen kann, denn genau so fühle ich mich oft. Ich wünsche mir eine illusorische Welt in der ich mich isolieren kann, doch am Ende feststelle, dass ich Teil von ihr bin, ob ich will oder nicht und oft will ich einfach nicht. Denn es ist eine Welt geworden, die in Fatalismus verfallen ist, in ja und nein, in schwarz und weiß, in eine juvenile Dualität, die vergessen hat, dass sie in den Zwischentönen gedeiht und nicht in den Extremen. Natürlich auch dort, allerdings meist nur notgedrungen, weil man sie aus den Wohlfühlzonen ihrer Existenz verdrängt. Und das sei jetzt mal gesamtkonzeptionell gesehen, die Wüste lebt, viele Lebensformen existieren in der Mitternachtszone im Meer, Extremophile gibt es zuhauf, doch nur weil sie in einem gemäßigten Lebensraum nicht klarkommen und weil das Leben immer einen Weg findet.

Muss ich als Mensch extrem sein, um zu überleben? Ich denke nicht, obwohl es mir immer öfter schwer gemacht wird, gemäßigt zu sein. Gerade in der schnelllebigen Welt des Internets, wo eine Diskussion schneller als sonstwo an den Rändern der Argumentation angelangt, weil man sich die Zeit gar nicht nimmt ausgiebig zu diskutieren, wie es vielleicht unsere Vorväter und ja auch Vormütter taten, auch wenn sie historisch gesehen nicht viel zu sagen hatten, ich bin davon überzeugt, dass hinter jedem entscheidenden Mann auch eine wortstarke Frau steht und stand, zu Recht übrigens, Frauen sprechen wissenschaftlich gesehen deutlich mehr als Männer, was dazu führt, dass sie schon rein statistisch immer mehr zu sagen hatten. Nur mal so ein Sidefact, den man im Hinterkopf haben sollte, wenn man über Meinungsbildung spricht. Und ich fürchte Frauen sind auch insgesamt extremer, sie vertragen mehr Schmerzen, Unterdrückung und Leid, als jeder Mann überhaupt in der Lage ist, sich vorzustellen, was nicht bedeutet, dass man ihnen das ohne Strafe zufügen darf, es heißt bloß, dass sie sich besser an den gefährlichen Lebensraum namens Patriarchat anpassen können, als wir Männer selbst. Und so ist das, was wir heute Feminismus nennen, eine extreme Ausprägung dessen, was ein 2000 Jahre altes Männerbild aus dem Lebensraum der Frau gemacht hat. Was trotzdem im Umkehrschluss nicht heißt, dass Feminismus = Männerhass sein muss, es ist bloß das Pendel, dass in die andere Richtung ausschlägt. Faszinierend in dem Punkt ist doch auch, dass queere Standpunkte radikalisieren konnten und die Schwuchtel von nebenan mittlerweile so gemäßigt ist, wie eine Muslima, während sie im Ramadan hungert. Ist euch das mal aufgefallen, dass die Gesellschaft Homosexualität viel mehr akzeptiert, seit es extremere Ausprägungen gibt, wie jene, die sich öffentlich für die Transgenderthematik einsetzen?
Und Leute, ihr habt alle einen Punkt, denn niemand sollte im gefühlt falschen Körper leben müssen, früher hätte man wahrscheinlich gesagt "live with it", heute hat man Möglichkeiten, also nutzt sie, aber mich stört daran oft, dass ja JEDER MENSCH eine Reise in seinem Leben hat, warum soll jene wichtiger sein, als die meine, die sich durch den Kampf gegen eine unheilbare Krankheit auszeichnet, ich denke die führen auch sehr viele und die ist auch wichtig. Wir fühlen uns auch im falschen Körper geboren, können aber nur versuchen die Krankheit lange genug im Schach zu halten, bis wir ein für uns erfülltes Leben geführt haben und loslassen oder eben eine Lösung für uns finden, damit zu leben. Und bitte tut jetzt nicht so, als hätte ich nonbinäre Personen mit Kranken gleichgesetzt, wer so etwas tut, der braucht über die Einordnung in gemäßigt und extrem gar nicht nachdenken, ist dazu vermutlich aber mittels Minderintellekt auch nicht fähig.

In diesem Sinne... wieder mal viele Gedanken, viele Worte, keine Lösung, das ist Leben ihr Lieben.

1/16/2026

Guter Plan?

"Der größte Feind von einem guten Plan ist der perfekte Plan"
(John Bogle)

Ich glaube, jeder kennt das, man hat etwas vor und denkt sich aus, wie es laufen soll und verliert sich irgendwann so sehr in Kleinigkeiten, dass es gar nicht mehr so laufen kann in der Umsetzung. Wir verzetteln uns, weil wir es perfekt machen wollen, anstatt einfach einen Rahmen zu schaffen und den Rest dann situativ so anzunehmen, wie er eben kommt, vorbereitet auf etwaige Variablen, aber nicht starr in unserem Gerüst verfangen.

Der perfekte Plan hat nämlich immer einen Haken: Die Realität. Denn auch wenn sogar ich der Realität oft eine Perfektion ausspreche, kollidiert jene Perfektion von Allem als Ganzes mit jener, die jeder individuell als Solche wahrnimmt. Der Grund ist leicht; wir sind nicht in der Lage das Gesamtbild sehen zu können, wie sollte das auch gehen, bei einer Lebensspanne von circa 100 Jahren im Vergleich zur bislang unklaren Gesamtzeit, die der Kosmos existiert und dem Wissen einer Person im Vergleich zu allen Menschen, die je gelebt haben und je Leben werden. Alleine das lässt Perfektion zu einer Illusion werden, die uns als ach so perfekten Kreaturen nicht gegeben ist... Wohin das führt, überlasse ich euch.

Mein Punkt soll hier nur sein, dass ein guter Plan in 99% der Fälle der beste Plan ist, solange man für den Notfall einen gleichwertigen Plan B oder C in der Hinterhand hat. Meine Meinung!

1/14/2026

Glück oder Gott?

"Wir glauben nicht an Glück, wir glauben an Gott!"
(unbekannt)

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber kommt euch das auch komisch vor? Für mich waren diese beiden Worte immer relativ äquivalent in ihrer Benutzung, Gott ist Glück und Glück ist Gott. Ich meine wahrscheinlich ist das Auslegungssache aber das Eine funktioniert definitiv nicht ohne das Andere, selbst wenn man der Meinung ist, dass es etwas davon gibt. Und Glauben, nun ja, glauben kann man an alles, wer sollte mir vorschreiben, dass es nicht Gott ist?

Wie kommt man also auf die Idee es nicht als besonderes Glück zu verstehen an Gott glauben zu können, oder ben als göttlich Glück zu haben? Ich finde es schließt sich nicht aus, sowohl an Glück als auch an Gott gleuben zu können. Ich verstehe natürlich was man hier eigentlich auszudrücken versucht, nämlich die Tatsache, dass ein tiefer Glaube an einen Gott nicht auf Glück angewiesen ist als Synonym für Zufall. Hier begeben wir uns dann in die Hände Gottes, der leitet und alles ist vorherbestimmt, weil Gott das so gemacht hat, ist eine denkbare Interpretation und wem das hilft, der soll danach leben. Jedoch wird selbst in diesem engen Konzept dem Gläubigen ab und an Glück widerfahren, weil Gott es sicher so will. Ich denke die Formulierung ist einfach nur unglücklich und sollte so nicht getroffen werden, denn was wäre es für eine Welt, wenn wir an einen Gott glauben, der doch ein liebender Gott ist und die Liebe ja wohl das größte Glück ist, das wir auf Erden haben?

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

11/26/2025

Bin ich ein Edelfan geworden?

"Von wenig kommt nicht viel!" (Niko Kovac)

Und da steht dann ein 4:0 in der Champions-League und eine Dortmunder Mannschaft darf sich über drei Punkte freuen und hat wieder vier Tore geschossen im höchsten europäischen Wettbewerb und steht irgendwie auch gut da und trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt des Spiels so richtig euphorisiert, vielleicht noch am ehesten, als Adeyemi das Ding zum Dritten reingestolpert hat. Und das ist genau das Problem, wir stolpern die Tore, verschießen Elfmeter, sind auf das Unvermögen des Gegners angewiesen und wieder muss ich Adeyemi hervorheben, außer ihm feiert keiner sein Tor so richtig, als wenn da keine Freude auf dem Platz ist. Verlange ich zu viel, wenn ich erwarte, dass man für seinen Traumjob Fußballprofi alles auf dem Platz lässt und sich mit den Anderen, die mit mir diesen Traumjob ausüben durch jedes Feuer geht und die Stimmung auf den Rängen in sich aufsaugt und sich ein immerhin Vier zu Null nicht anfühlt, wie ein mühsam erkämpftes Eins Null bei einem Zweitligisten (nicht, dass Villareal so gespielt hätte)?  Warum fühlt sich BVB-Fußball derzeit so unmotiviert, so herzlos, so uninspiriert, kraftlos und leer an? Und warum kann ich mich nicht mehr über ein Vier Null in der Champions League freuen, weil in meinem Hinterkopf das nächste St. Pauli, Juventus Turin, Hamburg, Stuttgart wartet und mit Leverkusen jetzt ja nicht gerade Laufkundschaft wartet in Liga und Pokal? Wieso freue ich mich nicht auf diese Spiele, wo man sich mit einem Ligakonkurrenten auf Augenhöhe begegnen müsste, es sich aber anfühlt, als sei man der Außenseiter, wo von Vereinsseite wahrscheinlich gedacht wird, dass das klare Siege werden müssen und die Spieler sich schon vor Anpfiff einscheissen, weil sie Angst haben zu versagen, obwohl man doch eigentlich Selbstbewusstsein getankt haben sollte. Ich bin unsicher geworden, wenn es um meinen Herzensverein geht, der BVB war früher, das ist wirklich schon einige Jahre her, immer eine Konstante in meinem Leben, nicht immer erfolgreich aber immer das helle Licht in der Dunkelheit in Gelb und Schwarz, etwas zum Dranaufrichten, wie es gestern nach dem Drei Null durchs Rund ging, "unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz", wo ist das hin? Liegt es an mir oder sind die Sportabteilungen nur noch Mittel zum Zweck eine finanziell erfolgreiche Marke zu etablieren? Aber ist denn diese Marke nicht auf dem geilen Fußball gebaut, den es hier jahrelang zu sehen gab, auf Werten, auf Herzblut, auf Kohle und Stahl?

Ja sorry, einfach mal ein paar Fragen, die mich so beschäftigen, in diesem Sinne...

11/18/2025

Zwangsinternetpause

Ich glaube ehrlich gesagt, es ist eine gute Sache, dass ich derzeit aufgrund eines Problems bei "Cloudfare" auf einige meiner wichtigsten Internetseiten, die ich für meinen Workflow brauche, nicht zugreifen kann, allerdings fühlt es sich nicht so an. Ich bin nicht in der Lage mich über die Pause zu freuen, weil ich weitermachen will. Ein Workflow ist etwas, dass erst durch den Fluss überhaupt funktionabel ist, wird dieser gestört... Ach, wem erzähl ich das, ich bin unglaublich unzufrieden nicht weiter machen zu können, dabei hatte ich fast das gesamte Album an einem Tag fertig, andererseits merke ich, dass mein System schon nicht mehr sonderlich gut läuft und ich eigentlich Nahrung zuführen müsste, stattdessen habe ich mir Chips geholt und Cola, gesund ist anders, hoffentlich laufen wenigstens die Pornoseiten!

So oder so ähnlich stellen sich wohl die meisten den Job eines Content Creators vor, die Tatsache, dass selbst ich mir den Job so vorstelle, spricht Bände. Wenn ich dann manchmal diese Tiffen sehe, die sich irgendwelche Salben oder Pflegemittel ins Gesicht schmieren, während sie jammern, wie hart ihr Leben ist, weil sie ja keine wirkliche Freizeit neben den ganzen Selfies und Streams haben, dann bin ich kurz vor dem Speihen, ihr habt es euch selbst ausgesucht, ist ein freies Land, macht was anderes, wenn ihr das nicht wollt. Ich will nicht davon reden, dass man auch richtig arbeiten gehen kann, denn das wäre ja ein wenig Glashaus, wenn auch die Gründe andere sind, trotzdem. "Keiner sollte am Grill stehen, wenn er die Hitze nicht verträgt", oder so ähnlich.

Ich werde jedenfalls mit meiner Zwangsinternetpause jetzt erst einmal einen Spaziergang machen und etwas aufräumen in der schon wieder vollkommen verwahrlosten Kreativzentrale hier. Sorry für die relative Inhaltslosigkeit meiner Posts derzeit. Liebe geht raus!

11/11/2025

Ein rationaler Blick durch ChatGPT (mit Bibelzitaten)

Und weil ich ja in letzter Zeit immer mal wieder auch für die Recherche ChatGPT genutzt habe, gerade bei sehr ausladenden Themen hier einmal 4 kurze Statements zu 4 Fragen, die ich gestellt habe aus der Konserve mit passendem Bibelzitat. Dass das funktioniert, zeigt für mich einmal mehr, dass man die Bibel im Grunde für fast alles, was man irgendwie unters Volk bringen will, zitieren kann und es unter Gläubigen ein sehr mächtiges Werkzeug der Manipulation darstellen kann. Somit dient das folgende sowohl der Einordnung als auch der Mahnung, ich übergebe an ChatGPT:

1. Warum Menschen anfällig für religiöse Macht sind

Menschen sind für religiöse Macht anfällig, weil Religion gleichzeitig Sicherheit, Zugehörigkeit und absolute Orientierung bietet — besonders in Krisen. Diese Anfälligkeit nutzt jede autoritäre Gruppe aus.

Die Bibel beschreibt selbst, wie Menschen Führung suchen und dabei leicht manipulierbar werden:

„Denn viele kommen in meinem Namen […] und sie werden viele verführen.“

(Mt 24,5)

Selbst Jesus warnt: Spirituelle Autorität kann missbraucht werden.

2. Die psychologischen Tricks moderner Freikirchen

Viele problematische Freikirchen nutzen klassische psychologische Mechanismen: Gruppendruck, emotionale Überwältigung, Trance-Musik, Versprechen von Wundern, Schuldgefühle und die Erzeugung einer „Wir gegen die Welt“-Identität.

Diese Techniken sind nicht göttlich — sie sind menschliche Manipulationswerkzeuge.

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel Christi verkleiden.“

(2 Kor 11,13)

Die Bibel benennt klar, dass Menschen religiöse Rollen annehmen können, um andere zu täuschen.

3. Wie man gesunde Religion von toxischer unterscheidet

Gesunde Religion fördert Mitgefühl, Freiheit, Selbstverantwortung und reflektierten Glauben. Toxische Religion basiert auf Angst, Kontrolle, Absolutheitsansprüchen und finanzieller Ausbeutung.

Der Unterschied ist messbar am Verhalten — nicht an den Worten.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

(Mt 7,16)

Das heißt: Nicht das Bekenntnis, sondern das Verhalten zeigt, ob eine religiöse Gemeinschaft gesund ist.

4. Warum persönlicher Glaube trotzdem sinnvoll sein kann

Persönlicher Glaube kann Halt geben, ohne blind zu machen. Wer seinen Glauben als Beziehung, Sinnquelle und ethische Orientierung lebt — statt als dogmatisches Machtinstrument — kann spirituell wachsen, ohne sich manipulieren zu lassen.

Glaube verliert seinen Wert erst dort, wo er zum Werkzeug für Kontrolle wird.

„Prüft alles, und behaltet das Gute.“

(1 Thess 5,21)

Das ist eine direkte Aufforderung zu Reflexion statt Blindheit.

11/05/2025

17 Grad

Sollte es an einem Novembertag 17 Grad warm sein? Ich bin mir nicht sicher, aber ich liebe es.

Stell dir vor, du hast eine Freundin, von der du dich unterdrücken lässt, weil du Angst hast sie verlässt dich und sie haut bei ihren Freunden raus: "DU SEIST DER BESTE, WEIL DU EIN EIERLOSER AFFE BIST", irgendwie komme ich über diese Aussage nicht hinweg, ich mein was ist das, ist das ein vergiftetes Kompliment, ist es eine Beleidigung, will sie mehr Eier, findet sie das Weichei in mir liebenswert? Was ist das für eine Aussage? Im Ernst, schwer fraglich, oder?

Aber außerdem haben mich Wünsche des Waldes erreicht, Winterträume von Schnee und Kälte, mir war nicht klar, dass man das wollen könnte und andererseits verstehe ich es. Es beinhaltet ja auch eine Sehnsucht nach späterem Wiedererwachen, nach Frühling und Blütenpracht, nebenbei zieht noch das Impfkommando durch und macht einem das schöne Bild von ungewöhnlich geformten Wolken und Waldwesen kaputt und lässt einen wieder in der Realität ankommen.

10/29/2025

Der Himmel wird dazu schweigen

"There's no hate like christian love "

Der einzige HERR, dem sich eine Frau unterordnen sollte, ist GOTT.

Der einzige HERR für den du auf die Knie gehen solltest ist GOTT

Der einzige HERR der dich beurteilen darf ist GOTT

10/07/2025

Freiheitsbegriff

"Wir zahlen für Zugang nicht für Eigentum, wenn wir nichts mehr besitzen, sind wir auch nicht frei."

Denkt mal drüber nach wessen Herren Knecht wir sind.  Bei vielen Menschen sieht es in den Wohnungen aus, wie im feudalen Japan, nicht von der kulturellen Einrichtung, sondern wegen der Reduziertheit und der Grund ist nicht, dass diese Menschen dem Kapitalismus abgeschworen haben und enthaltsam leben.  Der Grund ist meistens die Gesellschaft und die Digitalisierung und Aboisierung von allem und jedem. Ich will das nicht zu groß darstellen, ich bin selbst ein großer Fan von Reduziertheit, allerdings habe ich ein paar teure Hobbies und obwohl sie nicht so teuer sein müssten, besitze ich eine Sache doch lieber, als stets darauf angewiesen zu sein, dass jemand anders sie mir zur Verfügung stellt. Hätte ich noch Unterhaltungsmedien, wenn meine drei Streaming-Dienste weg sind, ja, weil ich irgendwann mal eine Sammlung aufgebaut habe, als es mir gut ging. Ich breche ja fast schon zusammen, wenn mir die Internetleitung wegbricht und ich war so froh, als mein CD-Player vor einigen Wochen sagte, dass er auch MP3s abspielen kann und e voila. Leute es gibt Gründe, warum Kunst aus vergangenen Jahrhunderten einen Wert hat, es ist etwas von Bestand. Wenn wir alles nur noch von Zugang abhängig machen und zeitlich begrenzt nutzen dürfen, dann geben wir denen, die den Schlüssel haben viel zu viel Macht und enteignen uns freiwillig. Und warum sollte man denn bei Filmen, Musik, Autos und Wohnraum aufhören? Medizin, Essen, Trinken, kein Abo, kein Zugang und wenn die Einen es haben und die Anderen es brauchen, dann sind wir an einem Punkt, wo wir früher schon waren und eigentlich vor 40 Jahren ungefähr dachten, dem eine Art demokratische Zivilisation entgegenzusetzen hatten. Ich habe keine Ahnung, ob man in einem nationalstaatlichen System überhaupt je wirklich frei sein kann, doch es macht am Ende keinen Unterschied, ob wir Untertanen von Regierungen oder Multimilliardenkonzernen sind, mit Freiheit hat das nicht mehr viel zu tun.

9/13/2025

Krone der Schöpfung?

Darf der Mensch, alles, was er kann? Und wo endet "sich die Erde untertan machen"? Sind wir Götter, weil wir wie Ameisen ein paar kranke Experimente mit unseren Artgenossen machen? Ist es nicht immer wieder unglaublich wie überheblich wir uns selbst "Krone der Schöpfung "nennen? Ich meine, es ist ja nicht so, dass irgendwo eine Konferenz der Tiere stattfindet, die uns dazu gewählt hätten, weil sie erkannt haben, dass wir einfach von allen die BESTEN sind, oder?

Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis 1,26–31) heißt es:

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, als unser Abbild, uns ähnlich. [...] Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt."

Findet ihr auch immer, dass es so merkwürdig klingt, wenn Gott im Plural spricht? Ich denke dann immer, königliches Wir oder gibt es da wirklich nicht nur den Einen, wie die Präastronauten denken. Ich habe das mit der Krone der Schöpfung mal in die Suche auf dem Bibelserver eingegeben und siehe da, NÜSCHT, allerdings steht in Psalm 8:

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“

Sprachlich interpretierbar, hier wird zwar von Krönung gesprochen, jedoch ist es vermutlich eher ein Wort, ihre Stellung als positive Wesen zu betonen. Könnte aber auch genau das heißen, was weiß ich schon?

9/10/2025

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 6)

Ich möchte mich nicht als jemanden verstanden wissen, der generell etwas gegen Christen hat, vor allem nicht, weil ich mich selbst für einen Christen halte, mir geht es um einen reflektierten Umgang dessen, was ich repräsentiere, als Christ, als Mensch, als Individuum im Jahre 2025.

Es gibt den christlichen Glauben an sich und der ist bei vielen Leuten echt, reflektiert, liebevoll, solidarisch, kritisch, manchmal sogar richtig schön menschlich und es gibt religiöse Systeme, die mit dem Glauben der Menschen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben, sondern nur mit Macht, Geld, Druck, Kontrolle, Identität und Angst.

Und nur weil es diese Systeme gibt, heißt das nicht, dass jede gläubige Person mitmacht oder dafür steht. Viele Christen kämpfen selbst gegen genau diese Strukturen an. Man muss also immer, wenn man sich in dieses Themengebiet begibt versuchen rational zu bleiben und unterscheiden zwischen:
 Glaubenden (Menschen mit persönlichem Glauben)
• Gemeinden (sozialen Gruppen mit Kultur und Regeln)
• Organisationen (Institutionen mit Macht)
• Extremgruppen (Manipulation + Ausbeutung)

Zumindest ich prangere alles an, was auf welche Weise auch immer Einfluss auf meinen persönlichen GLauben und meine Lebensweise nehemn will, das sich zwischen Mich und Gott stellen will, weil es stets eine Instanz zu viel ist, die psychologisch, physiologisch oder mit weltlichen Dingen versucht meine unsterbliche Seele von Gott zu trennen. Und ja, der Punkt ist diskutabel, so wie so ziemlich alles zu dem Thema immer und von allen diskutabel bleiben sollte. Erst wenn wir nicht mehr über die Möglichkeit von Gott sprechen, gibt es keinen Gott mehr auf der Welt.

Und das bringt mich zu einem sehr ernsten Thema im Umgang mit Christen und der Art, wie sie die Welt sehen (wollen). „Wer meint, die Bibel sei das geschriebene Wort Gottes, hat den Bezug zur Realität verloren.“ (Rezo)

Historisch gesehen ist die Bibel über Jahrhunderte zusammengesammelt worden, Texte wurden ausgesucht, andere verworfen, es gab unzählige Übersetzungen, Machtinteressen, Fehler, Ideologien, die Einfluss nahmen, viele frühe Geschichten wurden nur mündlich weitergegeben (Stille-Post-Prinzip) und erst Jahrzehnte später zu Papyros gebracht. Die Bibel ist eine Sammlung aus Kultur, Mythos, Trauma, Weisheit, Angst und Hoffnung von Menschen. Niemand weiß, wie viel davon historisch ist, wie viel übertragen, wie viel symbolisch, wie viel später hinzugefügt wurde

Wenn jemand das ignoriert und sagt: „Das ist 1:1 Gottes Wort“, ist für mich ein echter Dialog fast unmöglich. Diese Person will nicht diskutieren, sie will verkünden und am besten noch von oben herab, Kanzelstyle wie in der Kirche.

Warum, wenn ich akzeptiere, dass die Bibel von Menschen geschrieben ist und dadurch eigentlich keinen Anspruch auf irgendeine Wahrheit hat, warum behaupte ich Christ zu sein, warum glaube ich an einen Gott und warum ist das kein Widerspruch? 

Ich glaube, aber reflektiert, ich trenne meinen persönlichen Glauben von menschlichen Machtstrukturen, von manipulativer Kommunikation durch vereinnahmende Gemeinschaften, ich ordne historische Verbrechen ein und versuche schlechte Auslegungen der Grundidee nicht direkt als falsch anzusehen, sondern vielmehr alles als diskutabel und hinterfragbar. Und wenn man mich fragt, ist das eigentlich die einzige Form des Glaubens, die heute rational tragfähig ist.

9/04/2025

Mut - Zitate

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel aufgeräumt und dabei sind mir diverse Schriftstücke in die Hände gefallen, unter anderem eine Sammlung mit Zitaten zum Thema "Mut" und ich denke, ich habe die damals wohl gebraucht und vielleicht kann ich dem ein oder anderen da draußen auch ein wenig Motivation mitgeben, wenn ich ein paar daraus weitergebe, von viel weiseren Menschen, als ich einer bin zum Thema:

"Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist Mut."
(Theodor Fontane)

"Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber."
(Nelson Mandela)

"Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen."
(Franz Kafka)

"Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegebleiben ist beides."
(Konrad Adenauer)

"Ein Pfund Mut ist mehr wert als eine Tonne Glück."
(James Abram Garfield)

Wie ist das mit euch, seid ihr mutig? Ich persönlich arbeite jeden neuen Tag daran, den Mut aufzubringen, gänzlich und vor aller Augen stets ich selbst zu sein. Wer das mal versucht hat, wird wissen, welche Aufgabe das ist. Kennt ihr gute Zitate zum Thema, die Kommentare sind offen.

8/12/2025

Der Weg

"Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre ihn zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben." - Konfuzius

Und so steh ich des Öfteren bei den Tagelöhnern und Job-Strichern und biete ihnen an, sich mit der Sprache anzufreunden, ihnen Medienkompetenz zu lehren, sie selbstständig zu machen, Kochen lehren, Wäsche waschen, die Dinge des Lebens, die sie verlernten, soziale Interaktion. Und einige waren interessiert, andere heuchelten Interesse und wieder andere hatten einen Standpunkt und lehnten meine Hilfe zur Selbsthilfe ab. Damit kann ich leben, "wer nicht will, der hat schon", das ist okay. Denn entgegen der Meinung, dass man hundertste Chancen geben sollte, verstehe ich NEIN mittlerweile als ganzen Satz. Es ist nicht meine Aufgabe das Leben anderer in den Griff zu bekommen. Die Interessierten, sie schare ich um mich und gebe Ihnen die Angel, erkläre, korrigiere und erfreue mich an ihren Erfolgen, denn die stellen sich automatisch ein, bei dem Einen schneller bei der anderen langsamer und das ist auch völlig in Ordnung so, "wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg". Ich halte nichts von Anti-Sprichwörtern, die eine gute Idee pervertieren oder Ausrede für die Unwilligen sind, allerdings hatten sich auch unter die vermeintlich Interessierten in meiner Gruppe jene gemischt, die bloß so taten. Sie faselten davon, es nicht zu können, immer wieder, es nicht zu können, dabei versuchten sie es gar nicht recht. Sich einen Anglerhut aufzusetzen und an den Fluss zu setzen, lässt dich noch lange nicht zum Angler werden, kauf dir die teuersten Laufschuhe, solange deine Füße nicht laufen sind sie nutzlos, das qualitativ hochwertigste Papier und der exquisiteste Stift schreibt kein Buch, wenn ich nicht anfange. Und ich behaupte gar nicht, dass es nicht innere Widerstände zu überwinden gibt, wenn man etwas neues Können will, allerdings steht am Anfang von Allem immer der Wille, oder? "Willenskraft Wege schafft.", hier gebe ich denen, die von Holzwegen und Irrwegen faseln einen Punkt, wenn der Wille nicht von einem selbst kommt, gelangt man möglicherweise auf Abwege und wird sein Ziel nicht erreichen, jedoch hat man auch dann immerhin die Erfahrung gemacht, dass es so nicht geht. Auch was, das beim Lernen hilft, generell lernen wir viel mehr durch Falschmachen, als durch Können aus dem Nichts, denn etwas zu korrigieren gibt so viel mehr Energie frei, als es von Anfang an richtig zu machen. Es beginnt halt mit dem Willen, es richtig zu können. Und das tolle ist, je öfter man etwas wiederholt, desto besser wird man, auch so ein allgemeingültiges Ding.
Ich war mal schwer depressiv, da war mein Wille nahezu gebrochen, ich wollte eigentlich gar nichts mehr, nicht mal mehr aufstehen oder gar Leben, das spannende ist, ich wollte nie sterben. Ich habe an Selbstmord gedacht, viele, viele Stunden habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie ich aus dem Leben treten könnte. Am Ende habe ich mir einen Plan gemacht, der eine Hintertür eingebaut hatte, ich konnte es nicht tun, weil ich es tief in mir drin nie gewollt hab. Ich wollte immer leben und nachdem das Ganze spektakulär scheiterte, wusste ich das auch wieder, es war mir wieder bewusst, ich begann mich zurück ins Leben zu kämpfen, weil ich das wollte. Und dann wollte ich mehr, Lebensqualität, Freude, das Gefühl einen Sonnenaufgang zu genießen, Hobbys, Genuss, Musik, Filme, Schreiben, Helfen, Geben...
Heute ist dieser willenlose, verlorene Alex Tickman eine Fußnote, ein Schatten der Vergangenheit, eine Inspiration für Gedichte, Liedtexte, Erzählungen und eine Motivation, niemals in diesem Leben mehr so zu sein, niemals wieder dorthin zurück.
Damals fühlte ich mich leicht beleidigt als mein Drehbuchdozent zu mir sagte, dass meine Figur so leer sei, die immer nur ein bisschen eskalierte, nur ein bisschen Alkoholiker war, nur ein bisschen sterben wollte, nur ein bisschen Liebesschmerz, alles auf Sparflamme, kein echtes Drama. Und da die Figur auf mir basierte, fand ich das gemein, aber er hatte Recht, ich war lost, inkonsequent sogar in meinem Gejammer und Selbstmitleid. Weil ich nicht wusste, was ich eigentlich will. Nicht jeder muss dafür erst sterben, mich hat das jedoch auf Kurs gebracht. Und seitdem weiß ich, dass es nichts gibt, was ein Mensch nicht kann, es gibt nur Dinge, die man nicht will. Und ich respektiere jeden, der das formuliert, ich verachte jedoch genauso sehr solche, die mir vorlügen nicht zu können, anstatt zu sagen, dass sie nicht wollen.
In diesem Sinne... wollte eigentlich nur kurz Bescheid sagen, dass ich ausm Urlaub zurück bin, vielleicht mach ich die Tage mal eine kleine Liste der geplanten Projekte und Veröffentlichungen. Spätestens Anfang September gibt es dann neue Hardware, mal sehen, was das wird...

7/25/2025

Die Nadel wieder reingedrückt

Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum Nadeln für Infusionen oder bei länger anhaltenden Behandlungen fixiert und verklebt werden? Nun der Hauptgrund ist, dass der Blutdruck von innen sie nicht auf lange Sicht wieder herausschiebt? Oder sie sich durch Bewegung losrüttelt und rausgeht. Ich hatte eine Zeitlang Albträume, wo die Nadel einfach wieder rausrutschte und ich dann verblutet bin, weil es niemand gemerkt hat. Heute belausche ich ein Gespräch zweier Schwestern, die darüber tratschen, dass sich bei einem Patienten die Nadel wohl fast herausgearbeitet hatte und die nüchterne Lösung war, "wir ham die Nadel einfach wieder reingedrückt!", irgendwie schockierte mich das, obwohl es ja die logische Lösung war, nehme ich an.

7/19/2025

TLE - Top 100 Songs

Letztes Jahr gab es ja eine ausgiebige Playlist mit den Top 250 Künstlern of all Time bei last. fm, ich dachte da dieses Jahr mal etwas mehr an eine Liste der Top Songs of all times und da die 250 letztes Jahr wirklich eine zum Ende hin anstrengende Angelegenheit waren, werde ich das ganze dieses Jahr etwas verkürzen und nur die 100 meistgehörten Songs in Kurzposts besprechen. Natürlich nehme ich als Basis die Daten von last.fm, wodurch es zu einem Ungleichgewicht kommen kann, zu dem was ich analog in den letzten 12 Jahren gehört habe, denn manche Songs gibt es halt nicht bei Spotify oder in digitaler Form. Ich denke, da werde ich dann noch irgendwas Dementsprechendes nachschießen, wie letztes Jahr "die verlorenen 7". Möglicher Titel ist "Nur analog ist legal" in Anlehnung an alte Zeiten, als der Käpt'n noch echt cool war. Einen Song weiß ich da definitiv schon, wobei das ist, schon 20+ Jahre her, der lief einen kompletten Nachmittag im Repeat, weil ich ihn beim Weggehen vergessen hatte abzuschalten und bei 3 Minuten Tracklänge sind das bei 6 oder 7 Stunden, die ich weg war, mal locker 130 Rotationen, das ist sicher schon im Bereich, Top Songs... wobei, hm bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt und ob ich zu jedem Song was zu erzählen habe. Ich werde das dieses Mal auf 100 Tage verteilen, jeden Tag ein Song, dann muss ich nicht on Block arbeiten und kann jedem Song genau die Zeit widmen, die er braucht. Auch wenn dann jeder Tag ein Song Name ist, werde ich die zwar mit "Wer Lieder lebt" taggen, sie wandern aber nicht in die Playlist mit dem Soundtrack zum Blog. Aber jetzt genug von den ganzen technischen Erklärungen, wann startet denn der Spaß? Das Ganze soll am 23. August starten und damit am 30. November enden, wenn ich mich nicht wieder verzählt habe, sind das 100 Tage. Ja, ich freu mich drauf, ich hoffe ihr habt Spaß dran, ansonsten habe ich eine tolle Form gefunden, täglichen Content rauszuhauen.

Natürlich gibt es eine Playlist dazu, die ich dann vermutlich in unregelmäßigen Abständen aktualisiere, ihr kennt das, man muss auch Pausen gönnen. In diesem Sinne...

7/15/2025

Rätselhafte Leere auf Planet Minus – Wohin sind sie verschwunden?

Von unserem Kolumnisten Xeron T. Lysander – Sonderkorrespondent für das Unerklärliche

Wenn die Sterne flüstern, dann hören wir manchmal Dinge, die uns mehr verstören als faszinieren. So geschehen bei der jüngsten Rückmeldung vom Orbit-Observatorium „Tycho 17“, das den Planeten Minus im Sigma-Leporis-System seit über einem Jahrzehnt überwacht. Und nun: Stille. Kein Puls, keine Wärmesignatur, keine elektromagnetische Aktivität – nichts. Alle 1,7 Millionen Bewohner: verschwunden.

Was auf den ersten Blick wie ein tragischer Exodus oder technisches Versagen erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein beunruhigendes Phänomen. Satellitenbilder zeigen intakte Infrastrukturen, gedeckte Tische, laufende Maschinen – als wäre das Leben von einer Sekunde auf die nächste pausiert worden. Oder gelöscht.

Einige Theorien sprechen von einem Dimensionsriss – ein versehentlicher Quantensprung der gesamten Bevölkerung in ein paralleles Kontinuum. Andere wiederum sehen die Handschrift fortschrittlicher Intelligenzen, die bereits in den Mythen der Sumerer und den Nasca-Linien ihre Spuren hinterließen. Denn auffällig ist: Eine auf Minus entdeckte Spiralformation gleicht frappierend dem Muster eines neolithischen Artefakts, das 1967 in Anatolien gefunden wurde.

Was, wenn Minus nur der Anfang ist?

Wir erinnern uns: In Folge 47 von Star Trek: Voyager wurde eine ganze Zivilisation aus dem Raum-Zeit-Kontinuum gerissen, weil sie versehentlich ein „Chronotron-Relikt“ aktivierten. Sci-Fi? Vielleicht. Doch wie oft war Fiktion nur die Vorhut der Erkenntnis?

Die wissenschaftliche Welt ist ratlos. Die präastronautische Szene jedoch ist elektrisiert. Vielleicht war Planet Minus nie nur ein Außenposten – sondern ein Experiment. Ein Schachzug auf dem kosmischen Spielbrett einer Spezies, die wir weder sehen noch begreifen können.

Fakt ist: Auf Minus herrscht jetzt Leere. Und die Frage, ob wir wirklich allein sind, stellt sich erneut – diesmal dringlicher als je zuvor.

Bleiben Sie wachsam. Und hören Sie den Sternen zu.

„Abwesenheit ist manchmal lauter als Anwesenheit.“
– Zitat aus den Apokryphen von Vlar, dem flüchtigen Wächter von Proxima B

7/02/2025

2 Tage Sommer klingen aus

Ich weiß nicht, wie das mit euch ist, ichpersönlich bin ein absoluter Sonnenanbeter, mag daran liegen, dass es an richtig heißen Tagen für mich die einzige Chance ist, mal nicht zu frieren und das Gefühl zu haben, dass der ganze Körper lebendig ist, weil warm (obwohl, ob ihr es glaubt oder nicht mein Bäuchlein fühlt sich kühl an). Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es in dem kleinen Wetterloch in dem ich wohne bislang die heißesten Tage des Jahres waren und die ersten beiden, die sich weit jenseits der 30 befanden. Für mich ist das okay, klar anstrengend für all jene, die raus müssen, ich konnte mit meinem altbewährten Turbantrick, ihr wisst schon T-Shirt nass machen und dann um den Kopf wickeln ohne große Kreislaufprobleme bis hierhin durch die Tage kommen. Unangenehm werden jetzt die Stunden des Warten auf Abkühlung, dass man mal durchschnaufen kann, denn dauerhaft ist diese Wetterlage auch für mich grenzwertig. Erinnert ihr euch an 2019, ich muss bei Extremwetterlagen immer daran denken, dass meine Ma nach einem langen Tag in Münster heimkam aus dem Auto stieg und meinte, gegen 23 Uhr: "Hier ist aber deutlich frischer...", da waren es laut Thermometer 29 Grad Celsius. Jetzt rauscht erstmal das erwartete Gewitter durch, der Wind ist schon da, je nachdem wie schnell die Zelle zieht kann sich das bis Mitte der Nacht hinziehen, bis es dann wirklich möglich ist die Fenster für Kühlung aufzuschmeissen. Das sind die schwersten Stunden, wenn der Druckausgleich stattfindet. Na ja, soviel zu Horrorhitze und auf die Sonnencremeverschwörung, ja sowas gibt es mittlerweile, fragt einfach eure KI der Wahl oder ganz oldschool bei Google, gehe ich gar nicht erst drauf ein.

Kommt gut durch und viel Spaß mit dem dann folgenden typischen deutschen Sommer, "ich hab da ein ganz mieses Gefühl"...