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11/26/2025

Bin ich ein Edelfan geworden?

"Von wenig kommt nicht viel!" (Niko Kovac)

Und da steht dann ein 4:0 in der Champions-League und eine Dortmunder Mannschaft darf sich über drei Punkte freuen und hat wieder vier Tore geschossen im höchsten europäischen Wettbewerb und steht irgendwie auch gut da und trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt des Spiels so richtig euphorisiert, vielleicht noch am ehesten, als Adeyemi das Ding zum Dritten reingestolpert hat. Und das ist genau das Problem, wir stolpern die Tore, verschießen Elfmeter, sind auf das Unvermögen des Gegners angewiesen und wieder muss ich Adeyemi hervorheben, außer ihm feiert keiner sein Tor so richtig, als wenn da keine Freude auf dem Platz ist. Verlange ich zu viel, wenn ich erwarte, dass man für seinen Traumjob Fußballprofi alles auf dem Platz lässt und sich mit den Anderen, die mit mir diesen Traumjob ausüben durch jedes Feuer geht und die Stimmung auf den Rängen in sich aufsaugt und sich ein immerhin Vier zu Null nicht anfühlt, wie ein mühsam erkämpftes Eins Null bei einem Zweitligisten (nicht, dass Villareal so gespielt hätte)?  Warum fühlt sich BVB-Fußball derzeit so unmotiviert, so herzlos, so uninspiriert, kraftlos und leer an? Und warum kann ich mich nicht mehr über ein Vier Null in der Champions League freuen, weil in meinem Hinterkopf das nächste St. Pauli, Juventus Turin, Hamburg, Stuttgart wartet und mit Leverkusen jetzt ja nicht gerade Laufkundschaft wartet in Liga und Pokal? Wieso freue ich mich nicht auf diese Spiele, wo man sich mit einem Ligakonkurrenten auf Augenhöhe begegnen müsste, es sich aber anfühlt, als sei man der Außenseiter, wo von Vereinsseite wahrscheinlich gedacht wird, dass das klare Siege werden müssen und die Spieler sich schon vor Anpfiff einscheissen, weil sie Angst haben zu versagen, obwohl man doch eigentlich Selbstbewusstsein getankt haben sollte. Ich bin unsicher geworden, wenn es um meinen Herzensverein geht, der BVB war früher, das ist wirklich schon einige Jahre her, immer eine Konstante in meinem Leben, nicht immer erfolgreich aber immer das helle Licht in der Dunkelheit in Gelb und Schwarz, etwas zum Dranaufrichten, wie es gestern nach dem Drei Null durchs Rund ging, "unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz", wo ist das hin? Liegt es an mir oder sind die Sportabteilungen nur noch Mittel zum Zweck eine finanziell erfolgreiche Marke zu etablieren? Aber ist denn diese Marke nicht auf dem geilen Fußball gebaut, den es hier jahrelang zu sehen gab, auf Werten, auf Herzblut, auf Kohle und Stahl?

Ja sorry, einfach mal ein paar Fragen, die mich so beschäftigen, in diesem Sinne...

11/18/2025

Zwangsinternetpause

Ich glaube ehrlich gesagt, es ist eine gute Sache, dass ich derzeit aufgrund eines Problems bei "Cloudfare" auf einige meiner wichtigsten Internetseiten, die ich für meinen Workflow brauche, nicht zugreifen kann, allerdings fühlt es sich nicht so an. Ich bin nicht in der Lage mich über die Pause zu freuen, weil ich weitermachen will. Ein Workflow ist etwas, dass erst durch den Fluss überhaupt funktionabel ist, wird dieser gestört... Ach, wem erzähl ich das, ich bin unglaublich unzufrieden nicht weiter machen zu können, dabei hatte ich fast das gesamte Album an einem Tag fertig, andererseits merke ich, dass mein System schon nicht mehr sonderlich gut läuft und ich eigentlich Nahrung zuführen müsste, stattdessen habe ich mir Chips geholt und Cola, gesund ist anders, hoffentlich laufen wenigstens die Pornoseiten!

So oder so ähnlich stellen sich wohl die meisten den Job eines Content Creators vor, die Tatsache, dass selbst ich mir den Job so vorstelle, spricht Bände. Wenn ich dann manchmal diese Tiffen sehe, die sich irgendwelche Salben oder Pflegemittel ins Gesicht schmieren, während sie jammern, wie hart ihr Leben ist, weil sie ja keine wirkliche Freizeit neben den ganzen Selfies und Streams haben, dann bin ich kurz vor dem Speihen, ihr habt es euch selbst ausgesucht, ist ein freies Land, macht was anderes, wenn ihr das nicht wollt. Ich will nicht davon reden, dass man auch richtig arbeiten gehen kann, denn das wäre ja ein wenig Glashaus, wenn auch die Gründe andere sind, trotzdem. "Keiner sollte am Grill stehen, wenn er die Hitze nicht verträgt", oder so ähnlich.

Ich werde jedenfalls mit meiner Zwangsinternetpause jetzt erst einmal einen Spaziergang machen und etwas aufräumen in der schon wieder vollkommen verwahrlosten Kreativzentrale hier. Sorry für die relative Inhaltslosigkeit meiner Posts derzeit. Liebe geht raus!

11/11/2025

Ein rationaler Blick durch ChatGPT (mit Bibelzitaten)

Und weil ich ja in letzter Zeit immer mal wieder auch für die Recherche ChatGPT genutzt habe, gerade bei sehr ausladenden Themen hier einmal 4 kurze Statements zu 4 Fragen, die ich gestellt habe aus der Konserve mit passendem Bibelzitat. Dass das funktioniert, zeigt für mich einmal mehr, dass man die Bibel im Grunde für fast alles, was man irgendwie unters Volk bringen will, zitieren kann und es unter Gläubigen ein sehr mächtiges Werkzeug der Manipulation darstellen kann. Somit dient das folgende sowohl der Einordnung als auch der Mahnung, ich übergebe an ChatGPT:

1. Warum Menschen anfällig für religiöse Macht sind

Menschen sind für religiöse Macht anfällig, weil Religion gleichzeitig Sicherheit, Zugehörigkeit und absolute Orientierung bietet — besonders in Krisen. Diese Anfälligkeit nutzt jede autoritäre Gruppe aus.

Die Bibel beschreibt selbst, wie Menschen Führung suchen und dabei leicht manipulierbar werden:

„Denn viele kommen in meinem Namen […] und sie werden viele verführen.“

(Mt 24,5)

Selbst Jesus warnt: Spirituelle Autorität kann missbraucht werden.

2. Die psychologischen Tricks moderner Freikirchen

Viele problematische Freikirchen nutzen klassische psychologische Mechanismen: Gruppendruck, emotionale Überwältigung, Trance-Musik, Versprechen von Wundern, Schuldgefühle und die Erzeugung einer „Wir gegen die Welt“-Identität.

Diese Techniken sind nicht göttlich — sie sind menschliche Manipulationswerkzeuge.

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel Christi verkleiden.“

(2 Kor 11,13)

Die Bibel benennt klar, dass Menschen religiöse Rollen annehmen können, um andere zu täuschen.

3. Wie man gesunde Religion von toxischer unterscheidet

Gesunde Religion fördert Mitgefühl, Freiheit, Selbstverantwortung und reflektierten Glauben. Toxische Religion basiert auf Angst, Kontrolle, Absolutheitsansprüchen und finanzieller Ausbeutung.

Der Unterschied ist messbar am Verhalten — nicht an den Worten.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

(Mt 7,16)

Das heißt: Nicht das Bekenntnis, sondern das Verhalten zeigt, ob eine religiöse Gemeinschaft gesund ist.

4. Warum persönlicher Glaube trotzdem sinnvoll sein kann

Persönlicher Glaube kann Halt geben, ohne blind zu machen. Wer seinen Glauben als Beziehung, Sinnquelle und ethische Orientierung lebt — statt als dogmatisches Machtinstrument — kann spirituell wachsen, ohne sich manipulieren zu lassen.

Glaube verliert seinen Wert erst dort, wo er zum Werkzeug für Kontrolle wird.

„Prüft alles, und behaltet das Gute.“

(1 Thess 5,21)

Das ist eine direkte Aufforderung zu Reflexion statt Blindheit.

11/05/2025

17 Grad

Sollte es an einem Novembertag 17 Grad warm sein? Ich bin mir nicht sicher, aber ich liebe es.

Stell dir vor, du hast eine Freundin, von der du dich unterdrücken lässt, weil du Angst hast sie verlässt dich und sie haut bei ihren Freunden raus: "DU SEIST DER BESTE, WEIL DU EIN EIERLOSER AFFE BIST", irgendwie komme ich über diese Aussage nicht hinweg, ich mein was ist das, ist das ein vergiftetes Kompliment, ist es eine Beleidigung, will sie mehr Eier, findet sie das Weichei in mir liebenswert? Was ist das für eine Aussage? Im Ernst, schwer fraglich, oder?

Aber außerdem haben mich Wünsche des Waldes erreicht, Winterträume von Schnee und Kälte, mir war nicht klar, dass man das wollen könnte und andererseits verstehe ich es. Es beinhaltet ja auch eine Sehnsucht nach späterem Wiedererwachen, nach Frühling und Blütenpracht, nebenbei zieht noch das Impfkommando durch und macht einem das schöne Bild von ungewöhnlich geformten Wolken und Waldwesen kaputt und lässt einen wieder in der Realität ankommen.

10/29/2025

Der Himmel wird dazu schweigen

"There's no hate like christian love "

Der einzige HERR, dem sich eine Frau unterordnen sollte, ist GOTT.

Der einzige HERR für den du auf die Knie gehen solltest ist GOTT

Der einzige HERR der dich beurteilen darf ist GOTT

10/07/2025

Freiheitsbegriff

"Wir zahlen für Zugang nicht für Eigentum, wenn wir nichts mehr besitzen, sind wir auch nicht frei."

Denkt mal drüber nach wessen Herren Knecht wir sind.  Bei vielen Menschen sieht es in den Wohnungen aus, wie im feudalen Japan, nicht von der kulturellen Einrichtung, sondern wegen der Reduziertheit und der Grund ist nicht, dass diese Menschen dem Kapitalismus abgeschworen haben und enthaltsam leben.  Der Grund ist meistens die Gesellschaft und die Digitalisierung und Aboisierung von allem und jedem. Ich will das nicht zu groß darstellen, ich bin selbst ein großer Fan von Reduziertheit, allerdings habe ich ein paar teure Hobbies und obwohl sie nicht so teuer sein müssten, besitze ich eine Sache doch lieber, als stets darauf angewiesen zu sein, dass jemand anders sie mir zur Verfügung stellt. Hätte ich noch Unterhaltungsmedien, wenn meine drei Streaming-Dienste weg sind, ja, weil ich irgendwann mal eine Sammlung aufgebaut habe, als es mir gut ging. Ich breche ja fast schon zusammen, wenn mir die Internetleitung wegbricht und ich war so froh, als mein CD-Player vor einigen Wochen sagte, dass er auch MP3s abspielen kann und e voila. Leute es gibt Gründe, warum Kunst aus vergangenen Jahrhunderten einen Wert hat, es ist etwas von Bestand. Wenn wir alles nur noch von Zugang abhängig machen und zeitlich begrenzt nutzen dürfen, dann geben wir denen, die den Schlüssel haben viel zu viel Macht und enteignen uns freiwillig. Und warum sollte man denn bei Filmen, Musik, Autos und Wohnraum aufhören? Medizin, Essen, Trinken, kein Abo, kein Zugang und wenn die Einen es haben und die Anderen es brauchen, dann sind wir an einem Punkt, wo wir früher schon waren und eigentlich vor 40 Jahren ungefähr dachten, dem eine Art demokratische Zivilisation entgegenzusetzen hatten. Ich habe keine Ahnung, ob man in einem nationalstaatlichen System überhaupt je wirklich frei sein kann, doch es macht am Ende keinen Unterschied, ob wir Untertanen von Regierungen oder Multimilliardenkonzernen sind, mit Freiheit hat das nicht mehr viel zu tun.

9/13/2025

Krone der Schöpfung?

Darf der Mensch, alles, was er kann? Und wo endet "sich die Erde untertan machen"? Sind wir Götter, weil wir wie Ameisen ein paar kranke Experimente mit unseren Artgenossen machen? Ist es nicht immer wieder unglaublich wie überheblich wir uns selbst "Krone der Schöpfung "nennen? Ich meine, es ist ja nicht so, dass irgendwo eine Konferenz der Tiere stattfindet, die uns dazu gewählt hätten, weil sie erkannt haben, dass wir einfach von allen die BESTEN sind, oder?

Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis 1,26–31) heißt es:

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, als unser Abbild, uns ähnlich. [...] Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt."

Findet ihr auch immer, dass es so merkwürdig klingt, wenn Gott im Plural spricht? Ich denke dann immer, königliches Wir oder gibt es da wirklich nicht nur den Einen, wie die Präastronauten denken. Ich habe das mit der Krone der Schöpfung mal in die Suche auf dem Bibelserver eingegeben und siehe da, NÜSCHT, allerdings steht in Psalm 8:

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“

Sprachlich interpretierbar, hier wird zwar von Krönung gesprochen, jedoch ist es vermutlich eher ein Wort, ihre Stellung als positive Wesen zu betonen. Könnte aber auch genau das heißen, was weiß ich schon?

9/10/2025

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 6)

Ich möchte mich nicht als jemanden verstanden wissen, der generell etwas gegen Christen hat, vor allem nicht, weil ich mich selbst für einen Christen halte, mir geht es um einen reflektierten Umgang dessen, was ich repräsentiere, als Christ, als Mensch, als Individuum im Jahre 2025.

Es gibt den christlichen Glauben an sich und der ist bei vielen Leuten echt, reflektiert, liebevoll, solidarisch, kritisch, manchmal sogar richtig schön menschlich und es gibt religiöse Systeme, die mit dem Glauben der Menschen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben, sondern nur mit Macht, Geld, Druck, Kontrolle, Identität und Angst.

Und nur weil es diese Systeme gibt, heißt das nicht, dass jede gläubige Person mitmacht oder dafür steht. Viele Christen kämpfen selbst gegen genau diese Strukturen an. Man muss also immer, wenn man sich in dieses Themengebiet begibt versuchen rational zu bleiben und unterscheiden zwischen:
 Glaubenden (Menschen mit persönlichem Glauben)
• Gemeinden (sozialen Gruppen mit Kultur und Regeln)
• Organisationen (Institutionen mit Macht)
• Extremgruppen (Manipulation + Ausbeutung)

Zumindest ich prangere alles an, was auf welche Weise auch immer Einfluss auf meinen persönlichen GLauben und meine Lebensweise nehemn will, das sich zwischen Mich und Gott stellen will, weil es stets eine Instanz zu viel ist, die psychologisch, physiologisch oder mit weltlichen Dingen versucht meine unsterbliche Seele von Gott zu trennen. Und ja, der Punkt ist diskutabel, so wie so ziemlich alles zu dem Thema immer und von allen diskutabel bleiben sollte. Erst wenn wir nicht mehr über die Möglichkeit von Gott sprechen, gibt es keinen Gott mehr auf der Welt.

Und das bringt mich zu einem sehr ernsten Thema im Umgang mit Christen und der Art, wie sie die Welt sehen (wollen). „Wer meint, die Bibel sei das geschriebene Wort Gottes, hat den Bezug zur Realität verloren.“ (Rezo)

Historisch gesehen ist die Bibel über Jahrhunderte zusammengesammelt worden, Texte wurden ausgesucht, andere verworfen, es gab unzählige Übersetzungen, Machtinteressen, Fehler, Ideologien, die Einfluss nahmen, viele frühe Geschichten wurden nur mündlich weitergegeben (Stille-Post-Prinzip) und erst Jahrzehnte später zu Papyros gebracht. Die Bibel ist eine Sammlung aus Kultur, Mythos, Trauma, Weisheit, Angst und Hoffnung von Menschen. Niemand weiß, wie viel davon historisch ist, wie viel übertragen, wie viel symbolisch, wie viel später hinzugefügt wurde

Wenn jemand das ignoriert und sagt: „Das ist 1:1 Gottes Wort“, ist für mich ein echter Dialog fast unmöglich. Diese Person will nicht diskutieren, sie will verkünden und am besten noch von oben herab, Kanzelstyle wie in der Kirche.

Warum, wenn ich akzeptiere, dass die Bibel von Menschen geschrieben ist und dadurch eigentlich keinen Anspruch auf irgendeine Wahrheit hat, warum behaupte ich Christ zu sein, warum glaube ich an einen Gott und warum ist das kein Widerspruch? 

Ich glaube, aber reflektiert, ich trenne meinen persönlichen Glauben von menschlichen Machtstrukturen, von manipulativer Kommunikation durch vereinnahmende Gemeinschaften, ich ordne historische Verbrechen ein und versuche schlechte Auslegungen der Grundidee nicht direkt als falsch anzusehen, sondern vielmehr alles als diskutabel und hinterfragbar. Und wenn man mich fragt, ist das eigentlich die einzige Form des Glaubens, die heute rational tragfähig ist.

9/04/2025

Mut - Zitate

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel aufgeräumt und dabei sind mir diverse Schriftstücke in die Hände gefallen, unter anderem eine Sammlung mit Zitaten zum Thema "Mut" und ich denke, ich habe die damals wohl gebraucht und vielleicht kann ich dem ein oder anderen da draußen auch ein wenig Motivation mitgeben, wenn ich ein paar daraus weitergebe, von viel weiseren Menschen, als ich einer bin zum Thema:

"Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist Mut."
(Theodor Fontane)

"Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber."
(Nelson Mandela)

"Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen."
(Franz Kafka)

"Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegebleiben ist beides."
(Konrad Adenauer)

"Ein Pfund Mut ist mehr wert als eine Tonne Glück."
(James Abram Garfield)

Wie ist das mit euch, seid ihr mutig? Ich persönlich arbeite jeden neuen Tag daran, den Mut aufzubringen, gänzlich und vor aller Augen stets ich selbst zu sein. Wer das mal versucht hat, wird wissen, welche Aufgabe das ist. Kennt ihr gute Zitate zum Thema, die Kommentare sind offen.

8/12/2025

Der Weg

"Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre ihn zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben." - Konfuzius

Und so steh ich des Öfteren bei den Tagelöhnern und Job-Strichern und biete ihnen an, sich mit der Sprache anzufreunden, ihnen Medienkompetenz zu lehren, sie selbstständig zu machen, Kochen lehren, Wäsche waschen, die Dinge des Lebens, die sie verlernten, soziale Interaktion. Und einige waren interessiert, andere heuchelten Interesse und wieder andere hatten einen Standpunkt und lehnten meine Hilfe zur Selbsthilfe ab. Damit kann ich leben, "wer nicht will, der hat schon", das ist okay. Denn entgegen der Meinung, dass man hundertste Chancen geben sollte, verstehe ich NEIN mittlerweile als ganzen Satz. Es ist nicht meine Aufgabe das Leben anderer in den Griff zu bekommen. Die Interessierten, sie schare ich um mich und gebe Ihnen die Angel, erkläre, korrigiere und erfreue mich an ihren Erfolgen, denn die stellen sich automatisch ein, bei dem Einen schneller bei der anderen langsamer und das ist auch völlig in Ordnung so, "wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg". Ich halte nichts von Anti-Sprichwörtern, die eine gute Idee pervertieren oder Ausrede für die Unwilligen sind, allerdings hatten sich auch unter die vermeintlich Interessierten in meiner Gruppe jene gemischt, die bloß so taten. Sie faselten davon, es nicht zu können, immer wieder, es nicht zu können, dabei versuchten sie es gar nicht recht. Sich einen Anglerhut aufzusetzen und an den Fluss zu setzen, lässt dich noch lange nicht zum Angler werden, kauf dir die teuersten Laufschuhe, solange deine Füße nicht laufen sind sie nutzlos, das qualitativ hochwertigste Papier und der exquisiteste Stift schreibt kein Buch, wenn ich nicht anfange. Und ich behaupte gar nicht, dass es nicht innere Widerstände zu überwinden gibt, wenn man etwas neues Können will, allerdings steht am Anfang von Allem immer der Wille, oder? "Willenskraft Wege schafft.", hier gebe ich denen, die von Holzwegen und Irrwegen faseln einen Punkt, wenn der Wille nicht von einem selbst kommt, gelangt man möglicherweise auf Abwege und wird sein Ziel nicht erreichen, jedoch hat man auch dann immerhin die Erfahrung gemacht, dass es so nicht geht. Auch was, das beim Lernen hilft, generell lernen wir viel mehr durch Falschmachen, als durch Können aus dem Nichts, denn etwas zu korrigieren gibt so viel mehr Energie frei, als es von Anfang an richtig zu machen. Es beginnt halt mit dem Willen, es richtig zu können. Und das tolle ist, je öfter man etwas wiederholt, desto besser wird man, auch so ein allgemeingültiges Ding.
Ich war mal schwer depressiv, da war mein Wille nahezu gebrochen, ich wollte eigentlich gar nichts mehr, nicht mal mehr aufstehen oder gar Leben, das spannende ist, ich wollte nie sterben. Ich habe an Selbstmord gedacht, viele, viele Stunden habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie ich aus dem Leben treten könnte. Am Ende habe ich mir einen Plan gemacht, der eine Hintertür eingebaut hatte, ich konnte es nicht tun, weil ich es tief in mir drin nie gewollt hab. Ich wollte immer leben und nachdem das Ganze spektakulär scheiterte, wusste ich das auch wieder, es war mir wieder bewusst, ich begann mich zurück ins Leben zu kämpfen, weil ich das wollte. Und dann wollte ich mehr, Lebensqualität, Freude, das Gefühl einen Sonnenaufgang zu genießen, Hobbys, Genuss, Musik, Filme, Schreiben, Helfen, Geben...
Heute ist dieser willenlose, verlorene Alex Tickman eine Fußnote, ein Schatten der Vergangenheit, eine Inspiration für Gedichte, Liedtexte, Erzählungen und eine Motivation, niemals in diesem Leben mehr so zu sein, niemals wieder dorthin zurück.
Damals fühlte ich mich leicht beleidigt als mein Drehbuchdozent zu mir sagte, dass meine Figur so leer sei, die immer nur ein bisschen eskalierte, nur ein bisschen Alkoholiker war, nur ein bisschen sterben wollte, nur ein bisschen Liebesschmerz, alles auf Sparflamme, kein echtes Drama. Und da die Figur auf mir basierte, fand ich das gemein, aber er hatte Recht, ich war lost, inkonsequent sogar in meinem Gejammer und Selbstmitleid. Weil ich nicht wusste, was ich eigentlich will. Nicht jeder muss dafür erst sterben, mich hat das jedoch auf Kurs gebracht. Und seitdem weiß ich, dass es nichts gibt, was ein Mensch nicht kann, es gibt nur Dinge, die man nicht will. Und ich respektiere jeden, der das formuliert, ich verachte jedoch genauso sehr solche, die mir vorlügen nicht zu können, anstatt zu sagen, dass sie nicht wollen.
In diesem Sinne... wollte eigentlich nur kurz Bescheid sagen, dass ich ausm Urlaub zurück bin, vielleicht mach ich die Tage mal eine kleine Liste der geplanten Projekte und Veröffentlichungen. Spätestens Anfang September gibt es dann neue Hardware, mal sehen, was das wird...

7/25/2025

Die Nadel wieder reingedrückt

Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum Nadeln für Infusionen oder bei länger anhaltenden Behandlungen fixiert und verklebt werden? Nun der Hauptgrund ist, dass der Blutdruck von innen sie nicht auf lange Sicht wieder herausschiebt? Oder sie sich durch Bewegung losrüttelt und rausgeht. Ich hatte eine Zeitlang Albträume, wo die Nadel einfach wieder rausrutschte und ich dann verblutet bin, weil es niemand gemerkt hat. Heute belausche ich ein Gespräch zweier Schwestern, die darüber tratschen, dass sich bei einem Patienten die Nadel wohl fast herausgearbeitet hatte und die nüchterne Lösung war, "wir ham die Nadel einfach wieder reingedrückt!", irgendwie schockierte mich das, obwohl es ja die logische Lösung war, nehme ich an.

7/19/2025

TLE - Top 100 Songs

Letztes Jahr gab es ja eine ausgiebige Playlist mit den Top 250 Künstlern of all Time bei last. fm, ich dachte da dieses Jahr mal etwas mehr an eine Liste der Top Songs of all times und da die 250 letztes Jahr wirklich eine zum Ende hin anstrengende Angelegenheit waren, werde ich das ganze dieses Jahr etwas verkürzen und nur die 100 meistgehörten Songs in Kurzposts besprechen. Natürlich nehme ich als Basis die Daten von last.fm, wodurch es zu einem Ungleichgewicht kommen kann, zu dem was ich analog in den letzten 12 Jahren gehört habe, denn manche Songs gibt es halt nicht bei Spotify oder in digitaler Form. Ich denke, da werde ich dann noch irgendwas Dementsprechendes nachschießen, wie letztes Jahr "die verlorenen 7". Möglicher Titel ist "Nur analog ist legal" in Anlehnung an alte Zeiten, als der Käpt'n noch echt cool war. Einen Song weiß ich da definitiv schon, wobei das ist, schon 20+ Jahre her, der lief einen kompletten Nachmittag im Repeat, weil ich ihn beim Weggehen vergessen hatte abzuschalten und bei 3 Minuten Tracklänge sind das bei 6 oder 7 Stunden, die ich weg war, mal locker 130 Rotationen, das ist sicher schon im Bereich, Top Songs... wobei, hm bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt und ob ich zu jedem Song was zu erzählen habe. Ich werde das dieses Mal auf 100 Tage verteilen, jeden Tag ein Song, dann muss ich nicht on Block arbeiten und kann jedem Song genau die Zeit widmen, die er braucht. Auch wenn dann jeder Tag ein Song Name ist, werde ich die zwar mit "Wer Lieder lebt" taggen, sie wandern aber nicht in die Playlist mit dem Soundtrack zum Blog. Aber jetzt genug von den ganzen technischen Erklärungen, wann startet denn der Spaß? Das Ganze soll am 23. August starten und damit am 30. November enden, wenn ich mich nicht wieder verzählt habe, sind das 100 Tage. Ja, ich freu mich drauf, ich hoffe ihr habt Spaß dran, ansonsten habe ich eine tolle Form gefunden, täglichen Content rauszuhauen.

Natürlich gibt es eine Playlist dazu, die ich dann vermutlich in unregelmäßigen Abständen aktualisiere, ihr kennt das, man muss auch Pausen gönnen. In diesem Sinne...

7/15/2025

Rätselhafte Leere auf Planet Minus – Wohin sind sie verschwunden?

Von unserem Kolumnisten Xeron T. Lysander – Sonderkorrespondent für das Unerklärliche

Wenn die Sterne flüstern, dann hören wir manchmal Dinge, die uns mehr verstören als faszinieren. So geschehen bei der jüngsten Rückmeldung vom Orbit-Observatorium „Tycho 17“, das den Planeten Minus im Sigma-Leporis-System seit über einem Jahrzehnt überwacht. Und nun: Stille. Kein Puls, keine Wärmesignatur, keine elektromagnetische Aktivität – nichts. Alle 1,7 Millionen Bewohner: verschwunden.

Was auf den ersten Blick wie ein tragischer Exodus oder technisches Versagen erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein beunruhigendes Phänomen. Satellitenbilder zeigen intakte Infrastrukturen, gedeckte Tische, laufende Maschinen – als wäre das Leben von einer Sekunde auf die nächste pausiert worden. Oder gelöscht.

Einige Theorien sprechen von einem Dimensionsriss – ein versehentlicher Quantensprung der gesamten Bevölkerung in ein paralleles Kontinuum. Andere wiederum sehen die Handschrift fortschrittlicher Intelligenzen, die bereits in den Mythen der Sumerer und den Nasca-Linien ihre Spuren hinterließen. Denn auffällig ist: Eine auf Minus entdeckte Spiralformation gleicht frappierend dem Muster eines neolithischen Artefakts, das 1967 in Anatolien gefunden wurde.

Was, wenn Minus nur der Anfang ist?

Wir erinnern uns: In Folge 47 von Star Trek: Voyager wurde eine ganze Zivilisation aus dem Raum-Zeit-Kontinuum gerissen, weil sie versehentlich ein „Chronotron-Relikt“ aktivierten. Sci-Fi? Vielleicht. Doch wie oft war Fiktion nur die Vorhut der Erkenntnis?

Die wissenschaftliche Welt ist ratlos. Die präastronautische Szene jedoch ist elektrisiert. Vielleicht war Planet Minus nie nur ein Außenposten – sondern ein Experiment. Ein Schachzug auf dem kosmischen Spielbrett einer Spezies, die wir weder sehen noch begreifen können.

Fakt ist: Auf Minus herrscht jetzt Leere. Und die Frage, ob wir wirklich allein sind, stellt sich erneut – diesmal dringlicher als je zuvor.

Bleiben Sie wachsam. Und hören Sie den Sternen zu.

„Abwesenheit ist manchmal lauter als Anwesenheit.“
– Zitat aus den Apokryphen von Vlar, dem flüchtigen Wächter von Proxima B

7/02/2025

2 Tage Sommer klingen aus

Ich weiß nicht, wie das mit euch ist, ichpersönlich bin ein absoluter Sonnenanbeter, mag daran liegen, dass es an richtig heißen Tagen für mich die einzige Chance ist, mal nicht zu frieren und das Gefühl zu haben, dass der ganze Körper lebendig ist, weil warm (obwohl, ob ihr es glaubt oder nicht mein Bäuchlein fühlt sich kühl an). Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es in dem kleinen Wetterloch in dem ich wohne bislang die heißesten Tage des Jahres waren und die ersten beiden, die sich weit jenseits der 30 befanden. Für mich ist das okay, klar anstrengend für all jene, die raus müssen, ich konnte mit meinem altbewährten Turbantrick, ihr wisst schon T-Shirt nass machen und dann um den Kopf wickeln ohne große Kreislaufprobleme bis hierhin durch die Tage kommen. Unangenehm werden jetzt die Stunden des Warten auf Abkühlung, dass man mal durchschnaufen kann, denn dauerhaft ist diese Wetterlage auch für mich grenzwertig. Erinnert ihr euch an 2019, ich muss bei Extremwetterlagen immer daran denken, dass meine Ma nach einem langen Tag in Münster heimkam aus dem Auto stieg und meinte, gegen 23 Uhr: "Hier ist aber deutlich frischer...", da waren es laut Thermometer 29 Grad Celsius. Jetzt rauscht erstmal das erwartete Gewitter durch, der Wind ist schon da, je nachdem wie schnell die Zelle zieht kann sich das bis Mitte der Nacht hinziehen, bis es dann wirklich möglich ist die Fenster für Kühlung aufzuschmeissen. Das sind die schwersten Stunden, wenn der Druckausgleich stattfindet. Na ja, soviel zu Horrorhitze und auf die Sonnencremeverschwörung, ja sowas gibt es mittlerweile, fragt einfach eure KI der Wahl oder ganz oldschool bei Google, gehe ich gar nicht erst drauf ein.

Kommt gut durch und viel Spaß mit dem dann folgenden typischen deutschen Sommer, "ich hab da ein ganz mieses Gefühl"...

Prä-Adamiten

Was ist das wieder für eine kranke Teufelei, Tickman?

Ach Leute, es gibt so viel mehr zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können, selbst wenn es einfache Erklärungen gibt, die man uns anbietet und die wir gerne glauben wollen. Die Sache ist, ich bin nicht sicher und ich weiß es nicht und neben einem Mann des Glaubens wäre ich eben auch gerne jemand, der Dinge weiß und hier wird es jetzt wieder schwierig. Ich nehme meine Bibel her und lese von der Erschaffung der Welt, da ist die Rede von der Erschaffung von Mann und Frau, die Geschichte mit Adam und Eva kommt danach und schließlich werden sie aus dem Paradies vertrieben und so sehr ich in Biologie auch nicht aufgepasst habe (ja ich weiß, hier darf man das wieder nicht wörtlich nehmen mit Gottes Kindern), es muss andere Menschen gegeben haben, denn...

"Kain bekommt Angst, dass ihn „jemand erschlagen könnte“, nachdem er Abel getötet hat" (Gen 4,14). Wer genau sollte ihn töten, wenn es nur seine Eltern gäbe?

"Kain nimmt sich eine Frau" (Gen 4,17), ohne dass vorher andere Kinder Adams erwähnt wurden. Woher stammt sie?

"Kain gründet eine Stadt namens Henoch" (Gen 4,17), was auf eine existierende Bevölkerung schließen lässt.

Und darum geht es beim Präadamismus, der auch von Präastronauten für ihre Theorien über Außerirdische als eigentliche Ureinwohner der Erde herhält. Wir können es nicht wissen und so glauben wir, obwohl die Schrift selbst uns Worte der Wahrheit bereitstellt. Ich habe Fragen.

6/30/2025

Internetzugang beschränken

"Meinung ist ein nicht zum Ursprung gedachter Gedanke!" (unbekannter Internet-Troll) [ursprüngliche Nachricht war länger]

Was in drei Teufelsnamen möchte mir dieser Mensch damit sagen, so es denn ein Mensch war, der diesen unglaublich inhaltsleeren Satz formuliert hat und dabei nicht nur den Abgesang jeglicher Meinungsfreiheit anstimmt, sondern auch der Meinung ist man müsste jeden spontanen Gedanken, aus dem dann weitere Gedanken werden zurück zu seinem Ursprung verfolgen, um ihn auf Gut und Böse zu prüfen. Wenn ich eine hübsche Frau sehe und denke, "WOW, hübsche Frau" oder ein Auto fährt vorbei und ich denke: "Ganz schön schnell, ist hier nicht Dreißiger-Zone?" oder "oh Blau!", in welcher Welt leben wir, dass solche Leute in der Öffentlichkeit ungefiltert Mist absondern können. By the way, ich bin ja ein großer Verfechter eines Internetführerscheins. Klar klingt das jetzt wieder wenig nach Meinungsfreiheit, allerdings sollte man die Personen vor sich selbst schützen, die keine Medienkompetenz haben, genauso wie Leute, die nicht mit einem Computer umgehen können, davor mit Computern zu arbeiten. Ich meine würdet ihr einem Vierjährigen eine Kettensäge in die Hand drücken? Für mich ist das fast das Gleiche, als würde man ihnen ein Smartphone geben oder jedem, der keine Ahnung hat, wie unsere verrückte Welt läuft. Es gibt Gründe, warum die Raubtierkäfige in Zoos nicht zugänglich sind, warum schützen wir uns da, im Internet ist es uns aber völlig egal in welche Höhle wir gehen oder in welches Gehege wir gehen, um uns wieder aufzuführen wie die ersten Menschen?

6/21/2025

Was wurde eigentlich aus meinem Lieblingsdeutschlehrer

Sehr geehrter Herr R.,

ich möchte mich zu Beginn bedanken, dass Sie mir die Finesse der deutschen Sprache nähergebracht haben und den Spaß an der Wortakrobatik gelehrt haben, mir als Zukunftsvision damals eine Karriere im Journalismus oder in der schreibenden Zunft prophezeiten. Ich bin nicht sicher, ob Sie das hier im Sinne hatten, aber Sie waren derjenige, der mir eine kreative Schreibe mit einer guten Note bewertete, obwohl ich faktisch am Thema vorbeigeschrieben habe. Sie waren mein bester Deutschlehrer und ich profitiere heute noch so oft von den ausschweifenden (die Jugend von heute würde es Sidetracks nennen) Lebenslehren im Deutsch LK, die viel mehr waren als Unterricht, es war die wahre Essenz dessen, was man in der Schule lernt. Es dauert ein Weilchen, bevor man sich bewusstwird, dass einem nicht nur Stoff aus irgendwelchen Büchern beigebracht wird, es ist das Verstehen des Wissens, was bereits vorhanden ist, das Weitergeben von nicht Erlernbarem. Sie waren kauzig und... naja sehr kauzig und vor allem ein Lehrer in Menschengestalt, Sie konnten mich dazu bringen mir die verdammte Hauptstadt von Australien zu merken, weil sie mir die Eselsbrücke mit Cranberry Saft gebaut haben, und sowas prägt sich in einen Erfahrungsbericht verpackt hundertmal eher ein als in der Unterrichtssituation oder durch pures Auswendiglernen. Legendär war Ihr Gemurmel in den eigenen Bart, wenn Sie feststellten, dass Sie Klassenbucheinträge vergessen hatten, "Teufel auf dich, du hast es ja nicht eingetragen!" oder die Wahl der Leselektüre mit "Schlafes Bruder", ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das wirklich LK-Stoff war oder wir das nur gelesen haben, weil Sie das Buch so mochten, ich habe es auch bis heute nicht wirklich verstanden in seiner teilweise ekelhaften Bildsprache. Und wenn ich an Sie denke, dann denke ich auch an unseren unglaublich harmonischen Deutsch LK, bei ihnen hätte ich sicher in Deutsch mein Abi gemacht und wäre den Weg Richtung Journalismus über Studium gegangen, ich denke mein Leben wäre doch ein wenig anders gelaufen... was sie wohl gerade machen?

"Hatten sie schon einmal das Gefühl, dass sich ihre Gedanken in den Raum ausbreiten?"

... war die weirdeste Frage, die ich je gehört habe, denn ich verstehe sie auch einen Tag später noch nicht. Physische Manifestationen meiner Gedanken wären etwas, dass ich dem Sci-Fi Bereich zuschreiben würde, denn immerhin benötigte es dazu einer Materialisierung immaterieller Dinge und so wie ich die physikalischen Grenzen unserer Realität verstehe ist das eher nicht möglich. Wie können sich Gedanken in den Raum ausbreiten? Sie sind immer nur in meinem Kopf, ich kann mir Gedanken darüber machen, dass sich "etwas" im Raum ausbreitet, mein Gehirn zum Beispiel, aber selbst der freiste Gedanke kann meinen Kopf nicht verlassen, es sei denn ich formuliere ihn in irgendeiner Weise aus und sende ihn. Als mir die Frage gestellt wurde, stellte ich mir so eine Art Gedankennebel vor und oh my, wie weird muss jemand sein, der so eine Frage stellt? Da fragt man sich doch manchmal, wer eigentlich auf welcher Seite des Tisches sitzen sollte. Nun ja, hattet ihr schon einmal das Gefühl, dass sich eure Gedanken in den Raum ausbreiten? Und wenn ja, bitte bitte bitte schreibt mir darüber und wie sich das anfühlt und wie das geht, ich möchte das unbedingt mal ausprobieren. tickman.lifeentertainment@gmx.de
Okay, wenn man es so sieht, wie die K.I. es versteht, dann habe ich das schon gehabt, dass einem quasi ganz viel im Kopf herumschwebt und es dann aus einem herausschwebt und man gar nicht schnell genug schreiben, sprechen, sichern kann, dass einiges dabei weggeweht wird. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man die Frage dann nicht einfacher stellt. Z.B. "Haben sie öfter das Gefühl, dass sie gedankenverloren sind?" - so in die Richtung, egal schreibt mir, bin super gespannt. Bleibt wie immer anonym, wenn ihr das mögt.

Erdbeben im Iran - Grund zu wilden Spekulationen?

Ich bin kein Freund von Doomscrolling, seit ich weiß, was das ist. Ich bin auch kein Freund von haltlosen Verschwörungstheorien, allerdings lese ich sie als Drehbuchautor und Filmfan und Fantast gerne, denn das "was wäre wenn"-Spiel ist eines, das ganz oft am Anfang einer Stoffentwicklung steht und irgendwie ist die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen ja auch eine, die unser Gehirn auf Trab hält. Man sollte sich halt nur nie dabei erwischen, dass man das, was man sich dann da zusammenfantasiert die Realität ist. Also für alle, die noch nicht ganz so weit sind, das hier ist bloß ein meinen Gedanken entspringendes Szenario, das weder auf erwiesenen Fakten, noch auf irgendwelchen Beweisen beruht. Bloß etwas, dass mir in den Kopf kam, als ich die Schlagzeile las.

Erdbeben im Iran

Mein erster Gedanke war: "Israel hat doch nicht etwa!", der zweite Gedanke war, "Der Iran hat doch nicht etwa" und der dritte war, "Was für ein unheiliger Zufall, oder?"
Frühstücken wir das mal der Reihe nach ab, die Idee, dass Israel die komplette Atomwaffenherstellungsmöglichkeit des Irans mit einem kritischen Treffer zerstört hat und dadurch ein Erdbeben ausgelöst wurde klingt fast schon plausibel, allerdings habe ich nichts über Strahlung gelesen, wobei die bei einer unterirdischen Atomexplosion wohl auch nicht direkt wahrnehmbar wäre (Quelle: Broken Arrow :-) ) und die zweite Option der versehentlichen Selbstzerstörung durch den Iran mit dem gleichen Ergebnis sind dann doch "hoffentlich" ins Reich der Fantasie zu packen.

Aber was ist mit: Gott schickt als Zeichen, dass dieser Krieg einfach nur riesengroßer Kuhmist ist eine Warnung direkt in den Iran und zeigt dadurch deutlich, dass er der Gott der Israeliten ist? Ist das schon antisemitisch? Ist das blasphemisch? NEIN, es ist ein Gedankenspiel, lassen wir uns mal kurz drauf ein. Wenn Gott hier eingreift, dann hätte dieser Krieg mehr Bedeutung, als wir alle derzeit noch denken. Ich lese ganz oft von "Krisenherd", "Flächenbrand" und verharmlosendem "irgendein Konflikt" bis hin zu, "schon immer Problemregion" und dann denke ich mir, wie können wir uns so arrogant über die Belange der Menschen dort erheben und die tausenden, wahrscheinlich zehntausenden Toten in einem Small-Talk nach dem Wetter beim kunstvoll gestalteten Kaffe mit Milch weglächeln und zur Tagesordnung übergehen? Erdbeben schaffen Aufmerksamkeit, wenn auch nur kurz, aber Erdbeben in einer Region, in der gerade Krieg ist, das bringt Quote, ist es der Zorn Gottes? Und wenn ja, welchen Gottes, gegen wen ist der Zorn gerichtet, den Aggressor oder den Defendor, wer ist hier eigentlich wer? Und wo ist die Verschwörungstheorie?

Nun ja, so wie die derzeitige Lage der Weltpolitik ist, könnte hier alles passiert sein, von einer unterirdischen Geobombe aus Pakistan, Israel, USA oder der Hohlerde bis hin zu göttlichem Eingriff, als Wort der Warnung endlich mit den kriegerischen Handlungen gegeneinander aufzuhören und daher verbietet es sich auch in Anbetracht des unendlichen Leids, das derzeit vor Ort herrscht darüber zu spekulieren, ob eine Naturkatastrophe eine andere Ursache hat als Plattentektonik, denn auch wenn viele das nicht glauben wollen, die Erde rüttelt seit einiger Zeit ganz schön umher, weltweit und manchmal ist ein Erdbeben nur ein Erdbeben und die Weltgemeinschaft sollte ihre Hilfsmaschinerie anschmeißen und Hilfe in die Region schicken, ganz christlich, "Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen." (Lukas 6,27) und viel mehr sollte zu dem Thema generell nicht zu sagen sein. Liebe geht raus!

6/20/2025

Man in the mirror

Als die psychologische Bewertung meiner Person längst beendet war fragt mich die doch sehr junge Psychologin/Psychiaterin doch tatsächlich, was für ein Mensch ich sei. Ich hatte keine Antwort, ich bin ich, die Frage kann ich nicht beantworten, meine Selbsteinschätzung basiert auf 40 Jahren Erfahrung mit mir und jeder, der mich in der Zeit kennengelernt hat wird ein anderes Bild von mir haben und ich weiß nicht, ob ich irgendein Mensch bin. Ich weiß nicht, wie man so eine Frage beantwortet, nicht, weil ich nicht weiß, wer ich bin, sondern weil ich aufgehört habe jemand zu sein, der in irgendeiner Schublade lebt. Ich glaube ich habe geantwortet, ein Guter. Ehrlich gesagt habe ich diese beiden "Gespräche" irgendwie anders überstanden, als ich dachte. Mir wurde viel zu viel über jemanden geredet, der ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr bin. Ich war wahrscheinlich viel zu ehrlich und habe so viel ausgeplaudert, was mir im Nachhinein dann ja auch Probleme gebracht hat. Die hätten mal ein paar Menschen fragen sollen, die meine Transformation miterlebt haben, Dialyseschwestern oder Freunde. Und jede scherzhaft formulierte Vergangenheitsbewältigung wird mir sicherlich als nicht ernsthafte Refelktion ausgelegt. Herr Tickman hat den Ernst der Lage nicht verstanden, vermutlich wird mir die Phase in der ich meine Phosphatbinder nur schwer zu mir nehmen konnte (ich vergaß sie vor mir stehend) als Non-Adhärenz ausgelegt, die zwei Tabletten an denen ich letztes Jahr fast erstickt wäre als "Bild" und vermutlich noch jede Menge andere Dinge, die ich in meiner Art aus Übertreibung und Wortmalerei falsch verstanden werden. Ich glaube, sie hat auch nicht verstanden, dass ich mich damals nicht wirklich umbringen wollte, sondern einen langfristigen Plan dazu entwickelt habe, mit einer Ausstiegsstrategie sobald die Schmerzen gekommen wären. Nur, dass die Schmerzen nicht kamen und ich aufgrund der Depressionen damals den Absprung nicht kriegte. Versuch mal mit ner vernichtenden Diagnose aus dem Jahr 2012, als du in einer Phase akuter emotionaler Unausgeglichenheit, weil dein Leben, das du kanntest, zusammengebrochen war, zu argumentieren, dass du außer Reizdarm und der Angst vor Schmerzen, Ärzten und Autofahren eigentlich ein für dich angenehmes Leben führst. Ach Leute, als Michael sang:

"I'm starting with the man in the mirror
I'm asking him to change his ways
And no message could have been any clearer
If you wanna make the world a better place
Take a look at yourself and then make a change"

da war es wie ein Aufwachen, die Art und Weise, wie man mich behandelt hatte, löste bei mir eine Art Trotzreaktion aus, eine Chance mich noch einmal zu wandeln, den Rest dieser ganzen Scheiße, die ich mit mir rumtrage loszuwerden. Da scheint ja noch was zu sein, was mich hindert... Ich selbst zweifle ja daran, aber sobald dann das Schreiben kommt, kann ich ja zum Psychiater und mir den angeordneten Therapietermin zu holen, ich bin wirklich gespannt, worum es hier geht. Und ob es nicht darum geht, mich zu einem ordentlichen Lemming zurückzustutzen, weil ich ein paar Ideen lebe, die vielleicht nicht übereinstimmen mit einer guten Prognose für eine Transplantationsfreigabe.