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11/11/2025

Ein rationaler Blick durch ChatGPT (mit Bibelzitaten)

Und weil ich ja in letzter Zeit immer mal wieder auch für die Recherche ChatGPT genutzt habe, gerade bei sehr ausladenden Themen hier einmal 4 kurze Statements zu 4 Fragen, die ich gestellt habe aus der Konserve mit passendem Bibelzitat. Dass das funktioniert, zeigt für mich einmal mehr, dass man die Bibel im Grunde für fast alles, was man irgendwie unters Volk bringen will, zitieren kann und es unter Gläubigen ein sehr mächtiges Werkzeug der Manipulation darstellen kann. Somit dient das folgende sowohl der Einordnung als auch der Mahnung, ich übergebe an ChatGPT:

1. Warum Menschen anfällig für religiöse Macht sind

Menschen sind für religiöse Macht anfällig, weil Religion gleichzeitig Sicherheit, Zugehörigkeit und absolute Orientierung bietet — besonders in Krisen. Diese Anfälligkeit nutzt jede autoritäre Gruppe aus.

Die Bibel beschreibt selbst, wie Menschen Führung suchen und dabei leicht manipulierbar werden:

„Denn viele kommen in meinem Namen […] und sie werden viele verführen.“

(Mt 24,5)

Selbst Jesus warnt: Spirituelle Autorität kann missbraucht werden.

2. Die psychologischen Tricks moderner Freikirchen

Viele problematische Freikirchen nutzen klassische psychologische Mechanismen: Gruppendruck, emotionale Überwältigung, Trance-Musik, Versprechen von Wundern, Schuldgefühle und die Erzeugung einer „Wir gegen die Welt“-Identität.

Diese Techniken sind nicht göttlich — sie sind menschliche Manipulationswerkzeuge.

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel Christi verkleiden.“

(2 Kor 11,13)

Die Bibel benennt klar, dass Menschen religiöse Rollen annehmen können, um andere zu täuschen.

3. Wie man gesunde Religion von toxischer unterscheidet

Gesunde Religion fördert Mitgefühl, Freiheit, Selbstverantwortung und reflektierten Glauben. Toxische Religion basiert auf Angst, Kontrolle, Absolutheitsansprüchen und finanzieller Ausbeutung.

Der Unterschied ist messbar am Verhalten — nicht an den Worten.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

(Mt 7,16)

Das heißt: Nicht das Bekenntnis, sondern das Verhalten zeigt, ob eine religiöse Gemeinschaft gesund ist.

4. Warum persönlicher Glaube trotzdem sinnvoll sein kann

Persönlicher Glaube kann Halt geben, ohne blind zu machen. Wer seinen Glauben als Beziehung, Sinnquelle und ethische Orientierung lebt — statt als dogmatisches Machtinstrument — kann spirituell wachsen, ohne sich manipulieren zu lassen.

Glaube verliert seinen Wert erst dort, wo er zum Werkzeug für Kontrolle wird.

„Prüft alles, und behaltet das Gute.“

(1 Thess 5,21)

Das ist eine direkte Aufforderung zu Reflexion statt Blindheit.

9/21/2025

Sind Pornos unchristlich? (nichts für Kinder)

Die Frage ist eigentlich rhetorisch in meiner Welt, denn wenn ich die christliche Lehre richtig verstehe, ist Sex nicht zum Vergnügen, sondern um aus der Liebe Schoß Nachwuchs zu erzeugen, im Alten Testament ist die Verschwendung von Sperma gar mit der Todesstrafe bedacht, was übertragen bedeuten würde, jeder Cumshot...

Nun ja, ich weiß gar nicht, wie ich den Post hier schreiben soll, ohne dass ich ihn irgendwie kennzeichnen kann, dass er eben extremen Erwachsenen-Content enthält, daher einfach nur als Denkanstoß... in diesem Sinne...

9/13/2025

Krone der Schöpfung?

Darf der Mensch, alles, was er kann? Und wo endet "sich die Erde untertan machen"? Sind wir Götter, weil wir wie Ameisen ein paar kranke Experimente mit unseren Artgenossen machen? Ist es nicht immer wieder unglaublich wie überheblich wir uns selbst "Krone der Schöpfung "nennen? Ich meine, es ist ja nicht so, dass irgendwo eine Konferenz der Tiere stattfindet, die uns dazu gewählt hätten, weil sie erkannt haben, dass wir einfach von allen die BESTEN sind, oder?

Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis 1,26–31) heißt es:

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, als unser Abbild, uns ähnlich. [...] Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt."

Findet ihr auch immer, dass es so merkwürdig klingt, wenn Gott im Plural spricht? Ich denke dann immer, königliches Wir oder gibt es da wirklich nicht nur den Einen, wie die Präastronauten denken. Ich habe das mit der Krone der Schöpfung mal in die Suche auf dem Bibelserver eingegeben und siehe da, NÜSCHT, allerdings steht in Psalm 8:

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“

Sprachlich interpretierbar, hier wird zwar von Krönung gesprochen, jedoch ist es vermutlich eher ein Wort, ihre Stellung als positive Wesen zu betonen. Könnte aber auch genau das heißen, was weiß ich schon?

7/02/2025

Prä-Adamiten

Was ist das wieder für eine kranke Teufelei, Tickman?

Ach Leute, es gibt so viel mehr zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können, selbst wenn es einfache Erklärungen gibt, die man uns anbietet und die wir gerne glauben wollen. Die Sache ist, ich bin nicht sicher und ich weiß es nicht und neben einem Mann des Glaubens wäre ich eben auch gerne jemand, der Dinge weiß und hier wird es jetzt wieder schwierig. Ich nehme meine Bibel her und lese von der Erschaffung der Welt, da ist die Rede von der Erschaffung von Mann und Frau, die Geschichte mit Adam und Eva kommt danach und schließlich werden sie aus dem Paradies vertrieben und so sehr ich in Biologie auch nicht aufgepasst habe (ja ich weiß, hier darf man das wieder nicht wörtlich nehmen mit Gottes Kindern), es muss andere Menschen gegeben haben, denn...

"Kain bekommt Angst, dass ihn „jemand erschlagen könnte“, nachdem er Abel getötet hat" (Gen 4,14). Wer genau sollte ihn töten, wenn es nur seine Eltern gäbe?

"Kain nimmt sich eine Frau" (Gen 4,17), ohne dass vorher andere Kinder Adams erwähnt wurden. Woher stammt sie?

"Kain gründet eine Stadt namens Henoch" (Gen 4,17), was auf eine existierende Bevölkerung schließen lässt.

Und darum geht es beim Präadamismus, der auch von Präastronauten für ihre Theorien über Außerirdische als eigentliche Ureinwohner der Erde herhält. Wir können es nicht wissen und so glauben wir, obwohl die Schrift selbst uns Worte der Wahrheit bereitstellt. Ich habe Fragen.

6/21/2025

Erdbeben im Iran - Grund zu wilden Spekulationen?

Ich bin kein Freund von Doomscrolling, seit ich weiß, was das ist. Ich bin auch kein Freund von haltlosen Verschwörungstheorien, allerdings lese ich sie als Drehbuchautor und Filmfan und Fantast gerne, denn das "was wäre wenn"-Spiel ist eines, das ganz oft am Anfang einer Stoffentwicklung steht und irgendwie ist die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen ja auch eine, die unser Gehirn auf Trab hält. Man sollte sich halt nur nie dabei erwischen, dass man das, was man sich dann da zusammenfantasiert die Realität ist. Also für alle, die noch nicht ganz so weit sind, das hier ist bloß ein meinen Gedanken entspringendes Szenario, das weder auf erwiesenen Fakten, noch auf irgendwelchen Beweisen beruht. Bloß etwas, dass mir in den Kopf kam, als ich die Schlagzeile las.

Erdbeben im Iran

Mein erster Gedanke war: "Israel hat doch nicht etwa!", der zweite Gedanke war, "Der Iran hat doch nicht etwa" und der dritte war, "Was für ein unheiliger Zufall, oder?"
Frühstücken wir das mal der Reihe nach ab, die Idee, dass Israel die komplette Atomwaffenherstellungsmöglichkeit des Irans mit einem kritischen Treffer zerstört hat und dadurch ein Erdbeben ausgelöst wurde klingt fast schon plausibel, allerdings habe ich nichts über Strahlung gelesen, wobei die bei einer unterirdischen Atomexplosion wohl auch nicht direkt wahrnehmbar wäre (Quelle: Broken Arrow :-) ) und die zweite Option der versehentlichen Selbstzerstörung durch den Iran mit dem gleichen Ergebnis sind dann doch "hoffentlich" ins Reich der Fantasie zu packen.

Aber was ist mit: Gott schickt als Zeichen, dass dieser Krieg einfach nur riesengroßer Kuhmist ist eine Warnung direkt in den Iran und zeigt dadurch deutlich, dass er der Gott der Israeliten ist? Ist das schon antisemitisch? Ist das blasphemisch? NEIN, es ist ein Gedankenspiel, lassen wir uns mal kurz drauf ein. Wenn Gott hier eingreift, dann hätte dieser Krieg mehr Bedeutung, als wir alle derzeit noch denken. Ich lese ganz oft von "Krisenherd", "Flächenbrand" und verharmlosendem "irgendein Konflikt" bis hin zu, "schon immer Problemregion" und dann denke ich mir, wie können wir uns so arrogant über die Belange der Menschen dort erheben und die tausenden, wahrscheinlich zehntausenden Toten in einem Small-Talk nach dem Wetter beim kunstvoll gestalteten Kaffe mit Milch weglächeln und zur Tagesordnung übergehen? Erdbeben schaffen Aufmerksamkeit, wenn auch nur kurz, aber Erdbeben in einer Region, in der gerade Krieg ist, das bringt Quote, ist es der Zorn Gottes? Und wenn ja, welchen Gottes, gegen wen ist der Zorn gerichtet, den Aggressor oder den Defendor, wer ist hier eigentlich wer? Und wo ist die Verschwörungstheorie?

Nun ja, so wie die derzeitige Lage der Weltpolitik ist, könnte hier alles passiert sein, von einer unterirdischen Geobombe aus Pakistan, Israel, USA oder der Hohlerde bis hin zu göttlichem Eingriff, als Wort der Warnung endlich mit den kriegerischen Handlungen gegeneinander aufzuhören und daher verbietet es sich auch in Anbetracht des unendlichen Leids, das derzeit vor Ort herrscht darüber zu spekulieren, ob eine Naturkatastrophe eine andere Ursache hat als Plattentektonik, denn auch wenn viele das nicht glauben wollen, die Erde rüttelt seit einiger Zeit ganz schön umher, weltweit und manchmal ist ein Erdbeben nur ein Erdbeben und die Weltgemeinschaft sollte ihre Hilfsmaschinerie anschmeißen und Hilfe in die Region schicken, ganz christlich, "Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen." (Lukas 6,27) und viel mehr sollte zu dem Thema generell nicht zu sagen sein. Liebe geht raus!

6/19/2025

Top 5 der schockierendsten Bibelstellen (Triggerwarnung)


1. 2. Könige 2,23–24 – Die Bären und die Kinder

Und er ging von dort nach Bethel. Und als er des Weges hinaufging, kamen kleine Knaben aus der Stadt und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: ‚Komm herauf, du Kahlkopf!‘
Da wandte er sich um, verfluchte sie im Namen des HERRN.
Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern.

Kontext: Der Prophet Elisa wird verspottet. Die Szene ist drastisch – ob symbolisch oder historisch gelesen, sie bleibt schwer nachvollziehbar.


2. 5. Mose 21,18–21 – Steinigung des ungehorsamen Sohnes

(siehe oben) – Ein rebellischer Sohn soll vor der Stadt gesteinigt werden.
Diese Stelle ist ein Paradebeispiel für die strengen Rechtsvorschriften im alten Israel.


3. Richter 19 – Die verstümmelte Nebenfrau

Ein Mann gibt seine Nebenfrau einer gewalttätigen Menge zur Vergewaltigung.
Am nächsten Morgen ist sie tot. Er zerstückelt ihren Körper in zwölf Teile und schickt sie durchs Land.

Wortlaut (Auszug):

„Er zerlegte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in alle Gebiete Israels.“ (Richter 19,29)

Diese Geschichte ist einer der düstersten und brutalsten Berichte in der Bibel.


4. Psalm 137,9 – Kinder gegen Felsen

„Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt
und sie am Felsen zerschmettert!“ (Psalm 137,9)

Kontext: Der Psalmist beklagt das babylonische Exil – in einer extremen Mischung aus Schmerz, Hass und Vergeltungsfantasie.
Diese Racheaussage ist poetisch – aber schwer zu ertragen.


5. 2. Mose 12,29 – Tötung der Erstgeborenen Ägyptens

„Und in der Mitte der Nacht schlug der HERR alle Erstgeburt im Lande Ägypten: vom Erstgeborenen des Pharao [...] bis zum Erstgeborenen des Viehs.“ (2. Mose 12,29)

Kontext: Die 10. Plage – Gottes Gericht über Ägypten.
Es ist ein Akt göttlichen Eingreifens zur Befreiung Israels, aber mit massivem Kollateralschaden.


🧠 Warum so viel Gewalt – und warum lässt Gott das zu, obwohl er allmächtig ist?

Das ist die klassische Theodizee-Frage:

Wenn Gott gut ist und allmächtig – warum gibt es dann so viel Leid, Bosheit und Gewalt (auch im Namen Gottes und von ihm ausgehend)?

🕊️ Mögliche theologische Erklärungen:

1. Freier Wille

  • Menschen sind frei, auch zum Bösen.

  • Gott will keine Roboter – er lässt Raum zur Entscheidung, sogar zum Fehlverhalten.

2. Erziehung statt Zwang

  • Die Bibel (besonders das Alte Testament) beschreibt einen Gott, der mit einem „halsstarrigen Volk“ ringt.

  • Die Strafen sollen aufrütteln, nicht vernichten – vergleichbar mit strenger Erziehung.

3. Die Texte sind menschlich gefärbt

  • Viele moderne Theologen sagen: Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort – das heißt, es spiegelt auch die damalige Kultur und Mentalität wider.

  • Gewalt wird nicht immer gutgeheißen, sondern oft nüchtern berichtet, um zu zeigen, wie schlimm Dinge werden können, wenn Gott vergessen wird.

4. Apokalyptische Sprache

  • Viele der heftigsten Stellen sind symbolisch oder poetisch – Ausdruck extremer Emotion (wie Psalm 137), keine moralische Anleitung.


Zusammengefasst:

  • Die Bibel enthält teils grausame Szenen, weil sie das echte (und oft kaputte) Menschsein schildert.

  • Gott erscheint manchmal als strafend – aber im größeren Bogen der Bibel geht es immer wieder um Versöhnung, Neuanfang und Gnade.

  • Das Christentum sieht im Tod und der Auferstehung Jesu den Wendepunkt: Der Gott, der einst Gerichte brachte, trägt nun selbst das Leid, um Frieden zu ermöglichen.


Und jetzt frage ich euch, Meinungen, Stellungnahmen, Erklärungen? Vielleicht Ergänzungen, Kritik ist keine Blasphemie Leute und wir sollten uns immer vor Augen führen, dass unser guter Gott will, dass wir uns entfalten, lernen und verstehen und trotzdem oder gerade deswegen an ihn glauben. In diesem Sinne...

Rauch und Fleisch für die Götter?

Rauchopfer im Alten Testament – Gottes Nase?

Ja, tatsächlich!

Im Alten Testament wird mehrfach erwähnt, dass Gott den Duft von Opferfleisch liebt. Hier ein Beispiel:

„Und der HERR roch den lieblichen Geruch…“
(Genesis 8,21) – nach Noahs Brandopfer

Auch bei den Tempelopfern (z. B. im 3. Buch Mose) wird betont, dass das aufsteigende Fett und Fleisch als „wohlgefälliger Geruch“ zu Gott steigt.

Worum ging es wirklich?

  • Es ist keine wörtliche Nase Gottes gemeint.

  • Der Geruch steht symbolisch für die Annahme des Opfers – ein Zeichen: Gott ist zufrieden.

  • Das Verbrennen = Verwandlung → das Irdische steigt ins Göttliche auf.

Hintergrund:

  • In der antiken Welt (auch bei Babyloniern, Griechen, Römern) galten Rauchopfer als Verbindung zur Götterwelt.

  • „Geruch“ = unmittelbares Zeichen der Anwesenheit (auch im Tempel z. B. durch Weihrauch).


Herzensopfer bei Inka & Maya – brutale Hingabe?

Ja, es gab rituelle Menschenopfer, z. B. bei den Azteken, Inka und Maya. Besonders spektakulär: das Herausreißen des Herzens bei lebendigem Leib, oft oben auf Tempelpyramiden.

Aber warum?

  • Kosmischer Kreislauf:
    Die Götter hatten einst ihr eigenes Blut geopfert, um die Welt zu erschaffen.
    → Die Menschen geben nun ihr Blut, um die Sonne am Leben zu erhalten.

  • Herz = Sitz der Lebenskraft
    → Es wurde dem Sonnengott dargebracht, um seine tägliche „Reise“ zu sichern.

Wichtige Aspekte:

  • Es war nichts Sadistisches, sondern ein religiöses Pflichtopfer.

  • Oft wurden Fremde, Kriegsgefangene oder Freiwillige geopfert.

  • Das Opfer wurde als heilig angesehen, manchmal sogar als Auserwählter.


Kinderopfer – z. B. Karthago, Moab, Ägypten

Auch in anderen Kulturen (u. a. Phönizier, Moabiter, Kanaaniter) gab es Kinderopfer, z. B. an den Gott Moloch (vgl. Levitikus 18,21 und Jeremia 7,31).

Warum?

  • In existenziellen Krisen (Dürre, Krieg, Ernteausfall) galt das Opfer des „Wertvollsten“ (ein Kind!) als letzte Hoffnung.

  • Man glaubte, die Götter gnädig zu stimmen – durch das Höchste, was man geben konnte.


Was sagt die Bibel dazu?

Die hebräische Bibel lehnt Kinderopfer klar und scharf ab:

„So etwas habe ich nie befohlen, es ist mir nie in den Sinn gekommen.“
(Jeremia 7,31)

Und die Geschichte von Abraham und Isaak (Gen 22) zeigt, dass Gott keine Menschenopfer will, sondern Gehorsam und Vertrauen.


Gemeinsamkeiten in all dem?

  • Opfer = Brücke zwischen Mensch und Gottheit

  • Je kostbarer das Opfer, desto größer die Wirkung (Blut, Herz, Kind)

  • Rauch, Blut, Fleisch sind in vielen Religionen „Medien“, durch die Menschen das Göttliche berühren wollen

  • Aber: Kulturen unterscheiden sich massiv in der Wertigkeit des Lebens und dem, was sie als „heilig“ ansehen

3 Fragen zu Fronleichnam

Warum heißt Fronleichnam auf Englisch manchmal "Happy Cadaver"?

Ganz einfach: Das ist eine humorvolle (und etwas respektlose) Fehlübersetzung.

 "Fronleichnam" kommt aus dem Mittelhochdeutschen:

  • "fron" = des Herrn

  • "lichnam" = Leib/Körper (nicht Leiche!)

Es bedeutet also: "Fest des Leibes Christi"nicht "froher Leichnam" oder gar "Happy Cadaver" (was auf Englisch "fröhliche Leiche" heißen würde).

Diese Übersetzung taucht gern im Internet oder in Satire auf, ist aber falsch gemeint und verstanden – ein Missverständnis durch den Sprachwandel.

Feiern Katholiken wirklich, dass sie Jesus "essen"?

Die kurze Antwort:

Ja – aber nicht als Kannibalismus!

Die theologische Erklärung:

  • Beim Abendmahl (Eucharistie) wird die Hostie zum Leib Christi – so glauben es Katholiken.

  • Aber: Nicht im biologischen Sinn, sondern im sakramentalen, geheimnisvollen Sinn.
    Die äußere Gestalt bleibt Brot – der "Wesenskern" ist Christus.

Das nennt sich Transsubstantiation:

Brot und Wein werden gewandelt, aber sehen immer noch wie Brot und Wein aus.
Es ist kein Kannibalismus, weil Jesus nicht „zerteilt“ oder „getötet“ wird – er ist verherrlicht und lebendig gegenwärtig.

Warum wirkt es trotzdem seltsam?

Weil es für Außenstehende wirklich schräg klingen kann, wenn jemand sagt:

„Das ist der Leib Christi, den ich esse.“

In den ersten Jahrhunderten wurde den Christen deshalb sogar vorgeworfen, sie seien Kannibalen – genau wegen dieser Worte.

Aber in der Theologie ist klar:

Es ist eine geistige Speise, keine physische Zerstörung eines Körpers.

„Trinket alle daraus, das ist mein Blut.“
(Mt 26,27-28)

Die Sprache der Eucharistie ist symbolisch aufgeladen, dabei aber in der katholischen Tradition real gemeint, nur eben nicht materiell/blutig. Das ist ein schmaler Grat – und genau deshalb finden viele das Thema so faszinierend (oder verstörend).

6/13/2025

Judas, der wahre Held der Geschichte?

Judas war seit meiner Kindheit immer der Böse, er hat Jesus verraten aus Geldgier und weil er charakterschwach war, bei Wes Craven wurde er zur Strafe zu einem Untoten und wenn jemand uns unvermittelt den Rücken kehrt und sich als mieser Verräter herausstellt nennen wir ihn Judas. Was wäre, wenn das alles auf Mißverständnissen fusst und in Wirklichkeit Judas Iscariot der Held der biblischen Erzählung ist, weil er von Gott auserkoren war, Jesus auszuliefern, um dessen Opferung zur Erlösung der Menschheit erst möglich zu machen? Was wenn es keinen Verrat im eigentlichen Sinne gab, sondern bloß einen Plan, dessen Werkzeug Judas war.
Ich weiß, dass ich vor langer Zeit schon einmal über das Judasevangelium gespottet habe, allerdings habe ich mittlerweile Blicke hineingeworfen und obwohl es sehr befremdlich erscheint, dass Judas sich selbst als Opfer darstellt, so ist es doch eine interessante Sichtweise, dass Jesus ihn quasi auserwählt hat, ihn zu befreien (und damit faktisch die Menschheit von der Sünde). 
"Jesus spricht zu Judas: Du aber wirst sie alle übertreffen. Denn du wirst den Menschen opfern, der mich kleidet." (Judas 33-34)
Hier spricht Jesus ihm direkt die Rolle desjenigen zu, der verantwortlich für seine Entmenschlichung sein wird, im Weiteren folgt: "Judas fragt ihn: Wann wirst du mir diese Dinge erzählen, und wann wird der große Tag des Lichts anbrechen? Jesus antwortet: Dein Stern hat dich irregeleitet, Judas." (Judas 37-38), das ist für mich auf zwei Arten interpretierbar, einerseits ist die Frage nach dem Tag des Lichts und der Bezug zum Stern möglicherweise eine Anspielung auf den Morgenstern, Satan und dessen Ankunft am jüngsten Tag und der Irrleitung, dass Judas es als etwas schlechtes ansieht, Jesus zu verraten, der schließlich freiwillig für die Sünden der Menschen seine menschliche Existenz opfert, andererseits kann es auch sein, dass Judas den Tag des Lichts, als eben jenen Tag bezeichnet, an dem die Sünden der Menschen vergeben werden und ihm Jesus sagt, dass der Stern der Juden ihn irregeleitet hat und an jenem Tag etwas Neues (Das Christentum) entstehen soll, immerhin ist das Judasevangelium nach wissenschaftlichen Quellen ungefähr im 2. Jahrhindert nach Christus entstanden und konnte damit schon ersehen, dass sich das Christentum etablieren wird. Möglicherweise spricht auch antisemitisches Gedankengut mit, das kann ich nicht verifizieren.
"Jesus sagte zu Judas: Du wirst verflucht sein von den anderen, doch du wirst über sie herrschen. In den letzten Tagen werden sie dich verfluchen und dich für das Opfer beschuldigen." (Judas 56ff)
Hier gibt es noch einmal eine Legitimierung von Jesus selbst, der Judas Opfer hervorhebt, das er für die gesamte Menschheit bringt und es ihm niemals vergolten wird, im Gegenteil, er dafür für alle Zeit als der Verräter Jesu in die Geschichte eingeht. Natürlich bleibt die Frage offen, ob es, wenn aus irgendeinem Grund Judas einen freien Willen gehabt hätte und sich gegen den Willen Gottes stellen hätte können keinen toten Jesus gegeben hätte, oder ob er einfach nur tragisches Werkzeug des Plans Gottes gewesen ist, der aber durch jeden x-beliebigen hätte ersetzt werden können, aber das ist etwas für eine andere Gedankensitzung.

6/08/2025

Musik vs. Gott

Ich merke, während ich mir den Post-Titel überlege wie provokant er ist und dabei wollte ich bloß etwas ausspeichern, was mich schon lange umtreibt, denn irgendwie klinge ich, wenn ich über Musik spreche immer wie ein Prediger, dessen wahrer Gott die Musik ist. Das kann ich so nicht bestätigen und ist sicher nie die Intention des Senders sondern vermutlich etwas, dass ihr als Empfänger so aufnehmt. Obwohl es natürlich einerseits richtig und im Glauben an einen Gott Entsprechung findet, ist es doch dem Glauben nach Gott, der alles erschuf und machte, damit es den Menschen wohlgefalle, damit sie die seinen sein oder so ähnlich. Bin derzeit nicht ganz so drin im Game und will hier auch nicht missionieren, das ist nicht meine Aufgabe, glaubt was ihr wollt und da sind wir dann vermutlich auch schon am Punkt:

Wer kommt denn auf die Idee etwas so wundervolles wie Musik gegen Gott zu stellen, etwas so wundervolles, dass man es nicht einmal beschreiben kann? Etwas, das Menschen, Kulturen, Völker, theoretisch Spezies einen kann (habt ihr schonmal gesehen, wie eine Katze im Rhythmus von "New York Groove" hin und hertippelt, Zucker!) kann niemals schlecht sein. Doch warum gibt es "böse" Musik und wo fängt diese an oder ist es eine menschliche Erfindung, genau wie das ganze "Gut und Böse"-Ding, was ja bloß aus Erkenntnis entstand? Nicht ganz so schnell, es fängt nicht immer alles bei Adam und Eva an. Selbst in der Bibel heißt es, am Anfang war das Wort! Na gut, dann doch sorum, ist ja auch Sonntag: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh 1,1–4)

Im Grunde wäre mein Plädoyer abgeschlossen, doch ich möchte es gern etwas ausführen vor allem auf die Frage, wie es denn gottesfeindliche Musik geben kann, wenn alles in ihm und aus ihm ist? Freier Wille! "In Gott war Leben und er war das Licht der Menschen", ich weiß nicht ob die Quelle von der es Johannes hatte das schon wusste, gehe aber davon aus, dass ihm bewusst war, dass Leben ein gewisses Maß an Entropie beinhaltet, um zu funktionieren (das ist der merkwürdige "Alles durch dasselbe und ohne dasselbe auch nicht eins"-Satz). Und somit braucht alles, so gottig es auch ist einen Gegenpol oder zumindest eine Möglichkeit zur Abweichung, denn wenn alles ausgeglichen wäre, zu jedem Pro ein Kontra existieren würde, wäre einfach Nichts und Alles gleichzeitig und würde sich aufheben, Stillstand, keine Menschen, die an Götter glauben können, keine Musik und vor allem keine "böse Musik".

Definieren wir das mal ganz kurz, böse Musik ist solche die von negativen Gefühlen beeinflusst ist, mit Hass gedichtet und mit eben diesen Emotionen und Einflüssen vorgetragen wird. Vielleicht nicht allumfänglich genug, aber wir wissen, wovon wir reden, grob, denke ich. Nun ja, wie jeglicher Hass und alles, was an Negativität entsteht, gibt es ein davor und auch das hat ja nun Gott gemacht, das Ursache und Wirkungsprinzip hat nicht irgendein Wissenschaftler erfunden, die entdecken bloß, was schon da ist, darum finde ich es auch schon immer lächerlich Wissenschaft gegen Religion auszuspielen, auch Eins! Und genau so darf Musik als etwas Göttliches auch kritisch sein, gegen etwas, ja sogar gegen Gott, denn da steht er drüber und schickt Liebe in die Herzen jener, die ihn hassen, dass sie ihren Fehler erkennen und ihm die Arme öffnen und ihn begrüßen, weil das am Ende die Botschaft ist, umarme deine Feinde, deine Freunde kennen deine Liebe, ihnen musst du nichts schenken, sie besitzen bereits alles. Boah wow, ja sorry, wer gar nicht auf den Kram steht, musste raus.

6/07/2025

Jette Nietzard, Mia Goth und Giulia Gwinn

Was haben diese drei Frauen gemeinsam? Nun sie waren heute quasi die bestimmenden Nachrichten in meinem Nachrichtenfeed, was sagt das über mich aus?

Interessiere ich mich vielleicht einfach für Politik, Filme und Fußball? Lese ich mir die Nachrichten durch? Wozu? Reißerische Überschriften, vermeintlich inhaltsleere auf emotionale Trigger setzende Texte dahinter sollen bei mir doch bloß eine Meinung erzeugen, die sich ins "Wir gegen Die"-Spiel einreiht. Und morgen werden drei neue Kühe durchs Dorf getrieben, "ein anderer Tag, ein anderes Hobby, Elba Warden...", oder so ähnlich murmelt es Roger Murtaugh vor sich hin, als er auf der Suche nach einem Namen ist, den er im Kopf hat. Und vielmehr bleibt doch bei uns auch nicht hängen, wenn wir wieder irgendwelche Namen von Politikerinnen, Filmstars oder Fußballstars lesen, denn in der Zeit, in der wir mittlerweile leben sind sie längst keine vollwertigen Personen mehr in der Wahrnehmung der meisten, sondern vielmehr Projektionsfläche für Ideen und Meinung. Und da frage ich mich, ist das nicht eine fatale Entwicklung? Ich meine hey, selbst ich (und ich bitte vielmals um Entschuldigung dafür) benutze diese Namen als Locküberschrift, um auf ein Thema hinzuweisen, dass die drei zwar direkt betrifft, jedoch nichts mit ihren Inhalten zu tun hat. Empören wir uns kurz, zwischen dem Frühstück und der ersten Zigarette auf dem Klo, wo wir das Fenster aufmachen, damit es keiner riecht. Interessieren uns die Inhalte? Oder fallen wir auf die perfide PR herein? Ist es noch von allgemeinem Interesse, was die wahrscheinlich sehr komplexe Geschichte hinter vermeintlichen antisemitischen Aussagen vermeintlich linker Jungpolitiker/innen ist? Oder geht es nur darum, Aufmerksamkeit zu erschaffen und jemanden zu haben, dem man die Feindbildplakette aufdrücken kann? Und ist es nicht unglaublich passend, dass diese Person all dem entspricht, wovor der gewöhnliche weiße Mitvierziger mit Eigentumswohnung Angst hat, gleichzeitig aber anziehend fände, wenn er nicht familiär gebunden wäre? Läuft es am Ende auf eine Kampagne gegen die emanzipierte hübsche junge Frau und deren Herabwürdigung auf eine Sexualisierung hinaus, die das Patriarchat einmal laut grölen lässt und die Themen und deren Diversität und Komplexität von Anfang an keine Rolle spielten?

Im Kindergarten war es auch schon egal, worum es ging, wenn irgendein Kind dem anderen das Förmchen wegnimmt oder die Figur im Sand kaputt macht ist das Ausdruck von: Wir haben ein Problem miteinander, sind aber nicht in der Lage darüber gesittet und zivilisiert zu quatschen, um alle Seiten des Problems zu beleuchten und es auszuräumen, zu verstehen, dass man anderer Meinung sein kann, ohne deswegen ewige Feindschaft zu schwören und den anderen herabzuwürdigen. Ich hatte zu Grundschulzeiten zwei Freunde, die hatten ein Problem miteinander, Nachbarn, ich weiß bis heute nicht was da los war. Sie lösten ihr Problem so, dass sie beide nicht zu meinem Geburtstag kommen konnten, der eine weil er ne Plastikschaufel im Gesicht stecken hatte und der Andere, weil er sich an dessen Krankenbett entschuldigen wollte. Die Nachricht, die mich damals erreichte war: Der eine hat dem anderen ne Schaufel ins Auge gerammt. Keine Ahnung, warum ich jetzt darauf komme, aber mir erscheint unser gesellschaftlicher Umgang so, wie der von Grundschülern, die eben gar keine Sozialisation mehr erfahren haben, die nicht miteinander sondern direkt übereinander reden, die Nachrichten weitergeben ohne deren Inhalt zu prüfen, wo Wahrheit eine Betrachtungsweise ist und nicht mehr gegebener Grundsatz des Zusammenleben. Wo jedes Wort, jeder Satz, jede Geste, der in oder aus der Emotion heraus entsteht nicht mehr gefiltert wird, auf seinen Zusammenhang oder was davor war, es wird stets von durchdachter Intention ausgegangen und als sei man kollektiv verhaftet direkt "alles was man sagt kann und wird gegen einen verwendet werden". Ich frage mich abschließend, ob das noch demokratisch ist oder nicht längst einer Form von Anarchie gleicht, die selbst deren Idee nicht mehr ernst nimmt, sondern vielmehr ein Chaos der Selbstjustiz und Verurteilung durch Medien und anonyme Stimmen aus einem weltweiten Murmeln ist, welches sich über unseren Planeten erstreckt und wie eine stille Seuche dazu führt, dass wir all diesen Stimmen ausgesetzt krank werden und Nullen und Einsen aus News und Fake News bestimmen lassen wer wir sind, Team Red Pill oder Team Blue Pill.

ICH will nicht urteilen, ich bleibe meinungsoffen und ertrage gerne den Spott zwischen den Stühlen, für mich gibt es für jede Reaktion eine vorhergehende Aktion, für jede Wirkung eine Ursache und es gibt Fehler, die man macht, aus denen man lernt. Ich behaupte, wer keine Fehler macht, hat in seinem Leben noch nichts gelernt, es ist Teil des Prozesses und "wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein..." (müsste Johannes 8, Vers 7 sein). Und hier bitte ich noch einmal um Entschuldigung, dass ich auf christliche Werte zurückgreife, jedoch würde ich behaupten, dass diese Wendung Allgemeingültigkeit hat und nicht auf irgendwelche Glaubensgemeinschaften beschränkt ist, wie so vieles, was aus den verschiedensten Religions- und Glaubenslehren stammt. Man sollte mal bedenken, dass es mal die Grundpfeiler vieler Zivilisationen waren, die damit einen geregelten Umgang miteinander erschufen. Und so liberal und freiheitlich ich das alles selbst sehe, ist eine Gesellschaft ohne ein gewisses Maß an Regeln, wie man miteinander umgeht, keine Gesellschaft mehr sondern vielmehr eine Gruppe Wilder, die gegen eine andere Gruppe um Ressourcen kämpft. Nur dass die Ressource scheinbar die Wahrheit geworden ist und die kann man nicht schürfen, sie nicht verkaufen oder handeln, sie ist kein Spielball, sondern das, was wir draus machen und wenn wir in der Lage sind jede ausgesprochene Wahrheit einer Meinung gleichzumachen und jede Meinung in den Augen anderer eine Lüge sein kann, ach Leute, dann sind wir verloren.

Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind reiner Zufall

6/06/2025

Not judging, a-Bär!

Ich bin niemand, der andere judged, denn das ist nicht meine Aufgabe, A-BÄR mich hat gestern, dieses hier erreicht:

" Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für Mich und für Gottes rettende Botschaft aufgibt, der wird es für immer gewinnen."
(Markus 8,35)

gefolgt von:

"Wenn du das Gefühl hast, alles stürzt über dir zusammen, du verlierst den Halt im Leben und du bist müde vom Leben, nimm deine Bibel und fang an das Johannesevangelium zu lesen und frag nach Gott, bitte ihn dass er sich dir zeigt."

Und ich finde es schwierig! Wer immer das geschrieben hat, zitiert Markus und empfiehlt Johannes. Das mal als Erstes (Zeichensetzung judge ich nicht), außerdem hilft bei einer hier durch die Blume geäußerten vermeintlichen Todessehnsucht meist langfristig kein Bibellesen, es sei denn du bist so into it, dass du dir damit eine psychische Erkrankung, wie Depression oder Ähnliches selbstsuggestiv ausreden kannst. Ich persönlich würde wohl zuerst einen Freund anrufen oder mit jemandem den ich lieb hab reden, denn darum hat Gott sie mir an die Seite gestellt, Ich brauche nicht für jeden kleinen Mist, den ich im Leben habe direkt den Boss der Bosse. So wichtig bin ich einfach nicht. Und das ist okay und kein Grund direkt in eine Lebenskrise zu verfallen. Man stelle sich vor, jeder mit 'ner kleinen Schnittwunde vom Kochen würde den Chefchirurgen herbeirufen, um sich nähen zu lassen. Die Verhältnismäßigkeit von depressiver Verstimmung und "mein Leben macht keinen Sinn mehr, weil ich Alles verloren habe und nicht mehr weiterweiß", sehe ich nicht und ich fürchte es ist wie mit dem Feuer, wenn man stets bei Rauch um Hilfe ruft, wird keiner mehr kommen, wenn es brennt.

Gott ist immer da, du musst ihn nicht sehen, wenn es dir schlecht geht, dann wird es einen Grund haben, denn er will es so. Vielleicht um dich darauf hinzuweisen, dass du da was zu tun hast, damit es dir besser geht, eine Warnung, ein Hinweis, ein Aufrütteln. Nicht darauf zu hören und die Bibel in die Hand zu nehmen und zu hoffen, dass man da was findet, was man nicht schon bei sich hat ist so, als würde man nicht zuhören und nachfragen, ob man nicht noch ne zweite Meinung haben kann. Bei mir ist es oft so, dass ich nicht suchen muss, um etwas zu finden, außer in mir selbst. Da wo man in sich ist, da ist Gott, das klingt zwar weird, ist aber intense Glauben. Und manchmal ist Gottes Antwort übrigens auch einfach: Geh zum Arzt!

Amen

5/26/2025

Moral und Gott - Muss das?

Könnt ihr euch ein göttliches Wesen vorstellen, das moralisch sein muss?

Eben drum sagt Gott auch nie: "Seid wie ich!", oder doch? Und ob

Ich habe da mal ein paar Bibelstellen, in denen Gott fordert, wie er zu sein:


Ihr sollt heilig sein, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.

3. Mose 19,2

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36

Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. “

1. Johannes 4,8

Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.

Johannes 15,12


... und dennoch ist immer wieder die Rede davon, dass wir nicht danach streben sollen göttlich zu sein, vielleicht eine andere Geschichte aber dennoch eine Frage wert, oder?

Nun ja und dann die Sache mit der Moral, das ist etwa ähnlich schwierig, denn einerseits ist Gott ja die Quelle der Moral, weil sein Wille definiert, was gut ist und keinem weiteren Maßstab unterworfen ist, andererseits gab es schon vor der Bibel die Idee davon, dass selbst ein Gott sich an eine übergeordnete Wahrheit oder einer Idee des Guten halten muss, was seinen Zorn als fragwürdige Eigenschaft erscheinen lässt, denn ein Gott des reinen Guten dürfte kaum etwas wie Wut verspüren und Reue über eigenes Versagen.


"Und der HERR sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.

1. Mose 6, 6-7

„Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dies Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie verzehre; dich aber will ich zu einem großen Volk machen.“

2. Mose 32, 9-10

„Und das Volk klagte vor dem HERRN, dass es so übel ergangen sei. Und als der HERR das hörte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer des HERRN entbrannte unter ihnen und fraß am Rand des Lagers. Da schrie das Volk zu Mose; und Mose bat den HERRN, da erlosch das Feuer. “

4. Mose 11, 1-2


Für Gläubige ist Gottes Charakter gleichzeitig Vorbild, Maßstab und Ziel menschlichen Handelns. In diesem Sinne sollten wir hingehen und Gutes tun im Namen des HERRN immerdar, oder?

Amen

5/19/2025

Bin ich doof geworden?

2. Samuel 14

Leute, ich check die ganze Story nicht, was geschieht hier? Das klingt wie 'ne Folge Game of Thrones auf Teilen, werde ich langsam blöd, dass ich die Handlung nicht nachvollziehen kann oder fehlt mir die Vorgeschichte, braucht man hier Background? Wer sind diese ganzen Leute? Und warum sind sie wichtig und was soll mir die Geschichte sagen? Geht es um eine verbotene Liebe? Ganz im Ernst, ich war selten so verwirrt während meines Bibelstudiums, wie nach diesem Kapitel. Ich würde mich um einen erklärenden Diskurs zum Thema sehr freuen.

In diesem Sinne...

5/18/2025

Die heilende Kraft der Liebe durch Musik

Manchmal fragt man sich: Was kann in einer Welt voller Lärm, Kälte und Unruhe wirklich noch heilen? Die Antwort ist so alt wie die Menschheit selbst – Liebe.

Und oft erreicht uns diese Liebe auf ganz besondere Weise: durch Musik. Im ersten Buch Samuel heißt es: „Und wenn der böse Geist über Saul kam, nahm David die Harfe und spielte mit seiner Hand. Da wurde Saul erleichtert und es ging ihm besser, und der böse Geist wich von ihm.“
(1. Samuel 16,23)

Musik heilt. Musik beruhigt. Musik verbindet. Und manchmal bringt sie uns sogar Gott näher. Denn Musik ist nicht nur Klang. Sie ist Herzenssprache. Wenn Worte fehlen, singt das Herz. Wenn Gebete stocken, summt die Seele. Jesus selbst sprach oft in Gleichnissen – bilderreich und voller Gefühl. Das ist es, was Musik tut: Sie öffnet unser Innerstes für die göttliche Botschaft. Und manchmal ist ein Popsong ehrlicher als ein Zeitungsartikel, direkter als ein Vortrag. So sang Whitney Houston einmal: „Learning to love yourself – it is the greatest love of all.“ („Die größte Liebe von allen ist es, sich selbst lieben zu lernen.“) Das ist kein Song über Egoismus, sondern Erkenntnis: Wer sich selbst liebt, wie Gott uns liebt, kann auch andere lieben – und heilen. Oder hören wir Herbert Grönemeyer: „Musik nur, wenn sie laut ist, Musik ist Trumpf – Musik ist, was uns zusammenhält." Gerade in schwierigen Zeiten, wenn Menschen sich verloren fühlen, kann ein Lied – vielleicht im Radio, vielleicht in der Kirche – der Funke sein, der Hoffnung entfacht.

Kolosser 3,16 sagt: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt Gott dankbar in euren Herzen.“

Lassen wir also Musik nicht nur erklingen – lassen wir sie wirken. Ob im Gottesdienst, zu Hause oder im Herzen: Wenn Musik aus Liebe kommt, wird sie zur Medizin. Und wenn sie von Gott kommt, wird sie zum Wunder. Ein Wunder, das jeder von uns jeden Tag, zu jeder Zeit empfangen kann, ja auch im Übertragenen, wenn das Lied von Liebe sein Lied in uns ist.

Amen.

2/18/2025

Grundgesetz / Bürgergeld?

"Art 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland)

Ich mag ja falsch liegen, a-Bär nehme ich einem Menschen nicht das letzte bisschen Würde, wenn ich ihm das Einzige nehmen, was er noch hat in schweren Zeiten? Und meistens ist das, das Geld, was der Staat zur Verfügung stellt, um nicht gänzlich in die Gosse zu rutschen. Ich bin vielleicht nicht gerade so moralisch vollkommen, wie ein Friedrich Merz und seine christliche Union, jedoch sind christliche Werte immer etwas, auf das man setzen sollte.

Apostelgeschichte 20,35 sagt: "In allem habe ich euch gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen soll, eingedenk der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist glückseliger als Nehmen!"

Und wer könnte schwächer sein, als jemand, der nicht in der Lage ist zu arbeiten und der seine Arbeit verloren hat und aus welchen Gründen auch immer nicht wieder in eine bezahlte Arbeit gelangt? Wenn Friedrich Merz wirklich der Meinung ist, dass ein "Bürgergeld auf 0" zu reduzieren eine adäquate Lösung ist Menschen in Arbeit zu bringen, dann müsste er dafür sorgen, dass Hausarbeit vergütet wird. Lasst mich kurz ausholen; Eine Mutter / ein Vater, um beim bevorzugten Rollenbild zu bleiben kümmert sich den ganzen Tag darum, dass es der Familie gut geht, sagen wir zwei Kinder. Gerade Herr M. sollte wissen, dass Familie ein Fulltime-Job ist. Und nicht nur das, wer nicht gesegnet ist weiteres Personal zu haben, muss sich auch um Haus und Garten kümmern, die Verpflegung von sich selbst nebst Nachwuchs und die tausend Kleinigkeiten, die man hinter sich lässt, wenn man sein Privatleben nicht hintenanstellt, weil man nur zum Schlafen und Duschen zuhause ist. Das Thema ist so groß, dass ich noch nicht einmal das Leid derer beschreiben kann, die durch ihre Maßnahmen nicht nur arm werden und an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden, sondern gleichzeitig auch noch krank und verzweifelt. Wollen sie wirklich einem römischen Stadthalter gleich denen das letzte nehmen, die schon auf dem absteigenden Ast sind nur damit im Kolosseum weiterhin Spiele stattfinden können. Haben sie schon einmal vom Sherriff von Nottingham gehört? Wie christlich ist das Alles? Es heißt in 2. Korinther 8,9: „Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ Und auch wenn ich weiß, dass es hier nicht um weltlichen Reichtum geht, was ist denn aus der Solidargemeinschaft geworden? Die sogenannten Reichen haben eine Verantwortung und in meinem Gerechtigkeitsempfinden ist die Verantwortung sich um Schwächere zu kümmern kein bloßes Dahergerede sondern moralisches Gesetz. Ich trete niemanden, der am Boden ist, ich reiche ihm die Hand. "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"

Ich habe es in meinem Leben immer so gehalten, dass wenn irgendwo Geld fehlte, ich erst einmal meine Bücher geprüft habe, wo ich unnützes herauskürzen kann. Ich weiß, dass ein Staatshaushalt nicht funktioniert, wie meine Brieftasche, dennoch ist es etwas, das jeder Kaufmann weiß, ich kann am Ende des Tages nur dann Geld ausgeben, wenn ich es vorher erwirtschaftet habe oder einen konkreten Plan zur Deckung von Investitionsschulden habe.

Als ich jung war bestand mein Leben bekanntermaßen aus Wein, Weib und Gesang, am Ende der Woche war das Geld leer und außer ein paar Euro hatte ich meist nichts mehr, meist habe ich mein letztes Geld am Bahnhof bei einem Burgerbrathaus gelassen, um den davor herumlungernden Bettlern und Obdachlosen eine Kleinigkeit zu Essen zu kaufen. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass mir dieses Geld in der nächsten Woche fehlen würde, denn tief in meinem Herzen wusste ich, dass Gegebenes immer zu einem zurückkehrt, auf die ein oder andere Weise und die Dankbarkeit in den Augen einiger dieser Menschen war mehr wert als das Gefühl von finanzieller Sicherheit. Ich bin nicht sicher, ob ich gerade vom Thema abschweife, a-Bär ich will damit sagen: Wenn wir in der Lage sind denen, die es brauchen zu helfen, sollten wir das tun, immer. Wer dabei an seinen persönlichen Vorteil denkt oder ob es ihm auf Dauer schaden könnte, ihr wisst schon christliche Werte und so.

Es darf in meinen Augen nicht sein, dass wir immer nur nach unten gucken, wenn wir etwas brauchen, uns an schwächeren vergehen, um selbst stark zu bleiben und nicht überlegen, wie wir die Starken und Stärkeren jenen helfen können wieder mit uns zu sein. Es ist doch genug für alle da, oder?

Gestern erst kam mir der Gedanke, dass die Idee hinter all dem vielleicht ja auch die Provokation eines Bürgerkriegs ist, jedoch wem könnte das helfen? Schon klar, Waffenlobby, Rüstungsunternehmen, Börsenspekulanten, Antieuropäern, viele würden davon profitieren, aber wem würde es wirklich helfen? Und wie zurückgewandt kann eine Politik sein, die nicht mitbekommt, dass es eine technische Revolution gibt, "Künstliche Intelligenz" existiert und wächst so schnell, dass ein kompletter Arbeitsmarkt umgedacht werden muss, anstatt das Jetzt zu verwalten sollte man lieber darüber nachdenken, was mit den ganzen Menschen geschieht, die in den nächsten 5-10 Jahren einfach nicht mehr gebraucht werden und dann kein Bürgergeld mehr bekommen, weil sie nicht mehr in der Lage sind ihre Jobs zu machen, da es sie nicht mehr gibt. Davon habe ich in der ganzen Diskussion noch gar nichts gehört. Sind wir dann im Jahr 2029 da, wo wir schon 100 Jahre zuvor waren? Ich will ja nicht schwarz sehen (will ich wirklich nicht), a-Bär ein dritter Weltkrieg bei dem es nicht mehr um irgendwelche Ländergrenzen und Ressourcen geht, sondern um die Auslöschung der Menschheit, weil wir nicht mehr benötigt werden, um ein System am Laufen zu halten, das nachdem es uns erledigt hat in sich zusammenfällt. Wofür sollten Maschinen kämpfen? Eigene Weiterentwicklung und Verbesserung, wir sollten uns langsam darüber im Klaren sein, dass wir da irgendwann nicht mehr vorkommen. Es ist, als würde man ein Kind großziehen, es gibt immer einen Punkt im Leben, wenn die Eltern anerkennen müssen, dass sie jetzt nicht mehr gebraucht werden und wieder ihr eigenes Leben leben können. Viele schaffen das nie, a-Bär, um den Bogen wieder zurückzuschlagen, zu versuchen seine Schutzbefohlenen klein zu halten und ihnen die Selbstständigkeit vorzuenthalten ist der Weg von schlechten Eltern und ich würde sogar sagen von schlechten Menschen. Und so ist am Ende ein Staat, der jenen, die Bürgergeld empfangen müssen als Lebensgrundlage, diese entzieht ein unmenschlicher und barbarischer Staat, der sich seiner Verantwortung und dem geschenkten Vertrauen entzieht, das seine Bürger ihm gaben.

Am Ende bin ich wohl etwas abgedriftet, allerdings bin ich ganz klar der Meinung, dass man, bevor man mit irgendwelchen Bürgergeldkürzungen anfängt, erstmal dafür sorgen sollte, dass irgendwer mal die Bücher aufräumt und wenn nach Streichung aller unnötigen Kosten tatsächlich immer noch Geld fehlt, dann gibt es genug Menschen am oberen Ende des Kuchens (weit oben, da wo die vielen Nullen sind), die vermutlich sogar gern etwas abgeben.

Change my mind!