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9/21/2026

Alzheimertag (Demenzwoche) ... und etwas Theorie

Es gibt so viel unsichtbare Probleme in unserem Land, auf die immer mal wieder an speziellen Tagen ein großes Licht fällt, die aber für den Rest des Jahres nahezu totgeschwiegen und aus den Medien ferngehalten werden. Betroffene und Angehörige können sich diese Scheuklappen leider oft nicht erlauben und sind immer mittendrin und leiden meistens mit. Ich habe der Einfachheit halber mal die Seite Deutsche Alzheimer und die DZNE-Stiftung verlinkt, da kann man sich gut einlesen und auch Anlaufstellen finden.

Ihr wisst ja, dass ich seit Jahren selbst mehr oder weniger betroffen bin und es nur so semi schaffe, damit klar zu kommen, dass Betroffene oft nicht einmal in der Lage sind, die eigene Wesensveränderung und den Verfall an sich selbst zu erkennen und daher auch keinen Anreiz haben irgendetwas dagegen zu unternehmen und teilweise gekränkt und angegriffen reagieren, wenn man ihnen Angebote zur Verfügung stellt, die nicht nur der Beschäftigung dienen sondern auch die Gehirngesundheit aktiv fördern würden, wenn richtig angewendet. Gestern erst erfuhr ich, dass ich seit Jahren auf der richtigen Spur war, wenn es darum geht, wie man die Welt mit dieser Erkrankung wahrnimmt. Alles scheint darauf ausgerichtet, Erinnerungen wachzuhalten, um die Realität zu bauen und das festzuhalten, was man hat. Wenn man das in einem Bild darstellen würde, wäre das z.B. jemand, der auf einem schmelzenden Eisberg sitzt. So sehr er auch versucht nichts zu tun, irgendwann wird er im kalten Wasser dessen, worauf er einst stand, ertrinken, wenn er nicht vorher an Unterkühlung stirbt. Viel klüger wäre es, wenn er sich damit beschäftigen würde sich zu retten, auch wenn es aussichtslos erscheint und man dafür vielleicht viel Fantasie braucht.

"Vielleicht ist Fantasie tatsächlich eine Art Training für den Kopf. Wissenschaftlich vorsichtiger formuliert: Menschen, die ihr Gehirn regelmäßig mit geistig anspruchsvollen und kreativen Tätigkeiten beschäftigen, etwa Schreiben, Musizieren, Malen, Lesen, Spielen oder Lernen , zeigen in mehreren Langzeitstudien und Metaanalysen im Durchschnitt eine bessere kognitive Entwicklung und teilweise ein geringeres Demenzrisiko. Das beweist nicht, dass Kreativität vor Demenz schützt. Aber es spricht ziemlich deutlich dagegen, Fantasie und kreatives Herumspinnen als nutzlosen Leerlauf des Gehirns abzutun."

Und es unterstützt meine These, die ich jedem kostenlos an die Hand gebe, sie auszuprobieren, mehr als nicht funktionieren kann sie nicht, denn selbst dann würde sie nicht widerlegt werden: "Use it or loose it", auch wenn das Hirn kein Muskel im eigentlichen Sinne ist, ist das etwas, was man trainieren muss und je älter man wird, desto mehr muss man machen, um sein Niveau zu halten und auch wenn Lesen  in vielen Studien als hirnanregend genannt wird, ist pures Lesen so, als würde ich behaupten "Stehen" ist Muskeltraining. Ihr checkt? Mit Lesen ist hier vermutlich der eskapistische Akt gemeint sich in eine Welt zu begeben, die der eigenen möglichst fern ist, damit die Synapsen richtig feuern, immer den gleichen Text zu lesen kann zwar zu einem Einprägen führen, kann aber auch einfach mal gar nichts machen, weil das Hirn auf Lehrlauf schaltet, weil es das schon kennt. Im Grunde ist es eine Maschine, die süchtig nach neuen Impulsen ist und wenn man sie langweilt einfach ausschaltet und sich zurückentwickelt.

Das einmal verstanden zu haben sollte einem eigentlich klar machen, warum in unserer Welt so viel schiefläuft, es wird robottet, Millionen Menschen machen, was man ihnen sagt, damit vorhersehbare Dinge geschehen und sich nichts ändert, alles immer gleichbleibt. Das ist jetzt kein Aufruf zur Rebellion, es schadet allerdings nicht, verschiedene Wege zur Arbeit zu nehmen, vielleicht mal den Ablauf zu ändern bei langweiliger Büroarbeit, wenn zulässig ein Hörbuch zu hören, die Freizeit nicht nur im Gym und vor Netflix zu verbringen, sondern vielleicht auch einfach mal selbst was zu erschaffen, zur Not tut es vermutlich für den Anfang sogar eine Kritzelei auf der Serviette oder dem Post-It im Büro. Auch in den Berufen, die hart arbeiten, zum Beispiel im Stahlgewerbe, bei denen sich immer wiederholende Tätigkeiten schnell in Unzufriedenheit ummünzen kann, es eine Option sein den Geist abschweifen zu lassen, er tut es von ganz alleine, wenn er merkt, dass er nicht gebraucht wird, weil ein Mindestmaß an Konzentration auf die Aufgabe völlig ausreicht. Doch viele reden sich ein, sie müssten bei immergleichen Bewegungsabläufen konzentriert bleiben, weil sonst was schiefgeht. Ich behaupte, das Hirn hat den Bewegungsablauf nach kurzer Zeit verinnerlicht und das weitere darauf konzentrieren ist kontraproduktiv, weil es wider die Natur dessen ist, was es tut. Vielleicht bin ich da auch die Ausnahme, ich kann mich nicht länger auf einen Ablauf konzentrieren, bis ich ihn aus dem FF kann, dann verlasse ich mich darauf und kann nebenbei schon wieder neue Synapsen schaffen und halte die Konzentration oben, weil ich das System komplett auslaste. Versteht ihr, was ich meine? Wenn ich mich künstlich zwinge einer Aufgabe, für die ich nicht mehr nachdenken muss, weil ich die Lösung im Schlaf kenne, Ressourcen zuzuteilen, nehme ich mir die Chance mit den eigentlich verfügbaren Mitteln zu wachsen und weitere Aufgaben zu lösen oder zumindest schon einmal vorzuarbeiten, weil am Ende haben wir ja nur zwei Arme, alles gleichzeitig zu machen, wäre dann wirklich kontraproduktiv, wenn ich an der Säge im Baumarkt stehe und nebenbei meinen Einkauf mache oder irgendwas wozu ich die Arme brauche.

Ich kenn da ja so einen Spezi, der macht sich das Leben besonders schwer, weil er, nachdem er einmal gelernt hat, was zu lernen ist für sich selbst die Regeln immer wieder ändert, um es dann wieder neu lernen zu müssen, für mich ein klares Zeichen der Unterforderung. Ich lerne eine Sache einmal, bis ich es kann. Dann wende ich das Gelernte an, wenn ich das aus dem FF kann, brauche ich die nächste Aufgabe zum Lernen, Wiederholung ist in meinen Augen der Anfang vom Ende, zumindest, wenn man es übertreibt, ich wurde nie besser in der Schule, wenn ich die gleichen Aufgaben immer und immer wiederholt habe, ohne dazwischen eine Pause zu haben, wo es sacken kann. Ach Leute, das ist alles schon zigmal von mir in anderen Posts abgehandelt, abschließend bleibt wohl vor allem die Bitte neugierig zu bleiben, damit ist schon viel getan und lasst euch niemals sagen, dass man zu neugierig sein kann. Keiner schneidet euch die Nase ab, wenn ihr Sachen wissen wollt, die euch nichts angehen, respektiert Grenzen Anderer, doch wenn ihr Wissen wollt, dann seid neugierig, denn wer nichts weiß, der wird auch nie genug Macht haben, sein Leben im Griff zu haben. In diesem Sinne... schon wieder viel zu lang. 

9/17/2026

Unsterblichkeit bedeutet Wiedergeburt (Immortal Pt. VI)

Vielleicht ist „unsterblich“ deshalb überhaupt das falsche Bild. Ein Song lebt nicht einfach unverändert weiter. Er wird immer wieder neu geboren.

Ein Teenager hört einen vierzig Jahre alten Song und versteht ihn anders als dessen ursprüngliches Publikum. Eine Coverversion verändert ihn. Ein Film benutzt ihn in einer neuen Szene. Ein Mensch entdeckt ihn nach einem persönlichen Verlust und hört plötzlich einen Satz, den er zehn Jahre lang überhört hat. Die langlebigste Musik besitzt deshalb etwas Unabgeschlossenes. Sie erklärt sich nicht vollständig. Sie lässt Raum, in den späteres Leben hineinpasst.

Daraus ergibt sich eine Art paradoxe Regel: Je konkreter ein Song emotional ist, desto allgemeiner kann er werden. Je allgemeiner er bloß formuliert ist, desto austauschbarer kann er wirken.

„Liebe ist schön“ ist zeitlos und gleichzeitig belanglos.

„Deine Tasse steht seit drei Monaten noch links neben meiner Spüle“ gehört zunächst nur einem Menschen. Aber jeder, der nach einer Trennung irgendeinen Gegenstand nicht wegwerfen konnte, versteht ihn.

Das ist der Punkt, an dem Kunst die Zeit überwindet.

Liebe und Tod werden deshalb tatsächlich immer funktionieren. Ebenso Angst, Hoffnung, Eifersucht, Freundschaft, Selbstzweifel, Rebellion, Gier, Sehnsucht und Erinnerung. Science-Fiction und Fantasy können langlebig sein, wenn sie diese Dinge in andere Welten übertragen. Politische und tagesaktuelle Musik kann überleben, wenn hinter dem Ereignis ein menschlicher Mechanismus sichtbar wird.

Und Genres? Die werden kommen, sich gegenseitig verschlingen, sterben und wiederauferstehen. Blues wird Rock, Rock wird Metal, Punk wird Alternative, Disco wird House, Hip-Hop verändert Pop, elektronische Musik vermischt sich mit allem. Was einmal revolutionär war, wird irgendwann klassisch; was einmal peinlich altmodisch wirkte, wird zwanzig Jahre später wiederentdeckt.

Doch darunter bleibt erstaunlich viel gleich.
Jemand verliebt sich.
Jemand wird verlassen.
Jemand hat Angst.
Jemand will frei sein.
Jemand vermisst einen Menschen.
Jemand schaut nachts in den Himmel und fragt sich, was das alles soll.
Und irgendwo nimmt deshalb jemand eine Gitarre, setzt sich an ein Klavier, programmiert einen Beat oder beginnt zu singen. Vielleicht ist genau das die eigentliche Unsterblichkeit der Musik:

Nicht dass dieselben Lieder für immer gespielt werden – sondern dass dieselben menschlichen Fragen immer wieder neue Lieder brauchen.

9/16/2026

Die eigentliche Konstante ist der Mensch (Immortal Pt. V)

Noch fundamentaler als Liebe und Tod sind deshalb vermutlich jene Themen, die sich aus der menschlichen Selbstwahrnehmung ergeben: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Werde ich geliebt? Bin ich genug? Was habe ich falsch gemacht? Was geschieht nach dem Tod? Muss ich mich verändern? Warum tut Verlust weh? Warum wiederholen wir unsere Fehler?

Solange Menschen solche Fragen stellen, wird Musik darüber geschrieben werden.

Auch Träume gehören dazu. Nicht nur tatsächliche nächtliche Träume, sondern Sehnsüchte: anderswo leben, jemand anderes werden, noch einmal jung sein, berühmt werden, verschwinden, jemanden wiedersehen. Musik eignet sich dafür besonders gut, weil sie Gefühle ausdrücken kann, bevor sie vollständig sprachlich formuliert sind. Ein Akkordwechsel kann Sehnsucht vermitteln, ohne das Wort „Sehnsucht“ zu benutzen.

Deshalb können sogar Instrumentalstücke zeitlos werden. Das zeigt, dass das Thema allein niemals genügt, um musikalische Langlebigkeit zu erklären. Musik besitzt eine zweite Sprache unterhalb des Textes. Eine Melodie erzeugt Erwartung und Auflösung. Rhythmus erzeugt Bewegung. Harmonie kann Sicherheit herstellen und wieder zerstören. Lautstärke kann Nähe oder Größe vermitteln. Eine einzelne Stimme kann zerbrechlich, bedrohlich oder euphorisch wirken, bevor wir verstehen, was sie singt.

Große Songs verbinden diese beiden Ebenen. Der Inhalt sagt etwas, und die Musik lässt den Hörer dasselbe fühlen.

Ein trauriger Text über Verlust, der musikalisch vollkommen gleichgültig wirkt, besitzt weniger Kraft als ein Lied, bei dem bereits die ersten Akkorde eine Leerstelle erzeugen. Umgekehrt kann ein banaler Text durch eine außergewöhnliche Melodie enorm langlebig werden. Und dann kommt etwas hinzu, das kein Künstler vollständig kontrollieren kann: Erinnerung. Songs werden unsterblich, weil Menschen sie mit ihrem eigenen Leben verbinden. Ein Lied läuft beim ersten Kuss, bei einer Beerdigung, auf einer Autofahrt, auf einer Party, während einer Trennung. Danach gehört es nicht mehr ausschließlich seinem Autor.

Genau deshalb können Künstler Zeitlosigkeit anstreben, aber niemals garantieren.

9/15/2026

Science-Fiction und Fantasy altern anders (Immortal Pt. IV)

Science-Fiction und Fantasy besitzen deshalb tatsächlich ungewöhnlich gute Voraussetzungen für Langlebigkeit. Sie scheinen zunächst das Gegenteil allgemeiner Themen zu sein: Raumschiffe, fremde Planeten, Drachen, Magie und künstliche Intelligenz gehören schließlich nicht zum Alltag der meisten Menschen.

Doch gute fantastische Geschichten handeln fast nie wirklich von Drachen oder Raumschiffen.

Der Drache kann Gier sein. Das Monster kann Angst sein. Der fremde Planet kann Einsamkeit bedeuten. Ein unsterblicher König kann eine Geschichte über Macht erzählen, eine künstliche Intelligenz eine Geschichte darüber, was Menschlichkeit überhaupt ausmacht.

Fantasy und Science-Fiction besitzen den Vorteil der symbolischen Distanz. Sie können gesellschaftliche oder persönliche Fragen behandeln, ohne unmittelbar an eine bestimmte Gegenwart gebunden zu sein. Das erklärt auch, warum fantastische Motive im Metal so langlebig sind. Heavy Metal hat früh erkannt, dass Überhöhung hervorragend zur Musik passt. Große Gitarren verlangen beinahe nach großen Bildern: Krieg, Himmel, Hölle, Götter, Monster, Apokalypse. Doch unter dieser Oberfläche befinden sich häufig sehr menschliche Themen. Der einsame Krieger ist vielleicht nur ein Mensch, der sich ausgeschlossen fühlt. Der Kampf gegen einen Dämon kann Depression, Sucht oder Schuld bedeuten. Die zerstörte Welt kann eine politische Allegorie sein. Fantasy altert deshalb weniger über ihren Gegenstand als über ihre Ausführung. Ein bloßer Drache ist irgendwann nur ein Drache. Ein Drache, der etwas über den Menschen erzählt, kann bleiben.

Science-Fiction besitzt zusätzlich eine faszinierende Eigenschaft: Sie kann altern und dadurch interessanter werden. Ein Lied über die Zukunft aus dem Jahr 1975 erzählt uns heute gleichzeitig etwas über 1975. Welche Ängste hatte man? Welche Hoffnungen? Wie stellte man sich Technik vor? Eine falsche Zukunftsvision verliert deshalb nicht zwangsläufig ihren Wert. Sie kann zu einem kulturellen Fossil werden.

9/14/2026

Warum Tagesaktuelles schwieriger ist (Immortal Pt. III)

Aktuelle Ereignisse sind dagegen gefährlicher Stoff. Ein Song über eine bestimmte politische Affäre, ein Prominentenskandal oder einen kurzfristigen Trend kann bei Veröffentlichung ungeheuer relevant wirken und zehn Jahre später eine Fußnote benötigen. Aber auch hier gibt es eine wichtige Ausnahme: Das Tagesaktuelle kann unsterblich werden, wenn das konkrete Ereignis stellvertretend für etwas Allgemeineres steht. Ein Antikriegslied über einen bestimmten Krieg kann weiterleben, wenn es letztlich von Macht, Verlust und der Absurdität des Krieges handelt. Ein Protestlied über ein konkretes Unrecht kann Jahrzehnte später noch wirken, wenn spätere Generationen darin Mechanismen erkennen, die sie aus ihrer eigenen Gegenwart kennen. Dann wird Geschichte zur Parabel.

Das bedeutet: Nicht Aktualität ist das Problem, sondern Abhängigkeit vom Kontext.

Ein Lied, dessen Pointe nur funktioniert, wenn man einen bestimmten Politiker, Meme-Trend oder Nachrichtenskandal aus einem bestimmten Monat kennt, besitzt ein eingebautes Verfallsdatum. Ein Lied dagegen, das dieses Ereignis benutzt, um über Korruption, Fanatismus, Gier oder menschliche Selbsttäuschung zu sprechen, kann den Anlass überleben. Gerade Satire muss deshalb eine zweite Ebene besitzen. Das konkrete Ziel darf verschwinden, während der Mechanismus dahinter verständlich bleibt. Ein Song über einen protzigen Influencer kann schnell altern. Ein Song über Menschen, die Reichtum vortäuschen, um gesellschaftliche Anerkennung zu bekommen, erzählt dagegen eine jahrtausendealte Geschichte. Schon antike Gesellschaften kannten Statussymbole. Heute ist es vielleicht der geleaste Supersportwagen; morgen ist es etwas anderes. Die Fassade bleibt.

9/13/2026

Das Ewige im Vergänglichen (Immortal Pt. II)

Liebe und Tod besitzen in der Musik einen besonderen Status, weil sie zwei Grenzerfahrungen darstellen. In der Liebe scheint das eigene Leben plötzlich größer als man selbst zu werden; im Tod wird seine Begrenztheit sichtbar. Zwischen beiden Polen liegt beinahe die gesamte Popgeschichte.

Das traditionelle Volkslied erzählt davon ebenso wie der Blues. Gospel beschäftigt sich mit Tod, Erlösung und Hoffnung. Country entwickelte daraus Geschichten über Verlust, Heimat und Erinnerung. Der Rock’n’Roll machte zunächst Körperlichkeit, Jugend und Begehren zum Ereignis. Später verwandelte Rock diese Themen in Identitätsfragen: Wer bin ich? Wem gehöre ich? Muss ich so leben wie meine Eltern? Der Punk beantwortete dieselben Fragen mit Wut und Ablehnung, Gothic Rock mit Melancholie und Todesfaszination, Metal mit Mythologie, Gewalt, Macht und existenzieller Größe. Hip-Hop wiederum machte Identität, gesellschaftliche Stellung, Herkunft, Erfolg und Überleben zu zentralen Themen. Unterschiedliche Genres verändern also weniger die fundamentalen menschlichen Fragen als die Sprache, in der diese Fragen gestellt werden.

Ein Bluesmusiker kann über Verlassenwerden singen, ein Emo-Sänger ebenfalls. Der eine verwendet vielleicht zwölf Takte, eine raue Stimme und eine verstimmte Gitarre, der andere verzerrte Powerchords und einen explosiven Refrain. Inhaltlich stehen beide möglicherweise am gleichen Punkt: Jemand ist gegangen, und der Zurückgelassene weiß nicht, wohin mit sich.

Genres altern deshalb häufig schneller als Gefühle.

Ein bestimmter Drumcomputer kann sofort nach 1985 klingen. Ein Gitarrensound kann unverkennbar 1998 sein. Autotune, Dubstep-Bässe oder bestimmte Trap-Hi-Hats können eine Epoche markieren. Doch das ist nicht zwangsläufig ein Nachteil. Sobald genügend Zeit vergangen ist, verwandelt sich ein zunächst „veralteter“ Klang in eine ästhetische Signatur seiner Zeit. Was gestern altmodisch war, kann morgen Vintage sein. Die Produktion altert; die Emotion kann bestehen bleiben.

Darum überleben manche Songs sogar ihre Genres. Menschen müssen nicht mehr Teil der ursprünglichen Jugendkultur sein, um ihre Musik zu verstehen. Man muss nicht in den siebziger Jahren gelebt haben, um die Kraft von Hard Rock zu begreifen, nicht in den Achtzigern, um Dark Wave als melancholisch zu empfinden, und nicht in den Neunzigern, um einen guten Punkrefrain mitzubrüllen.

9/12/2026

Was macht Musik unsterblich? (Immortal Pt. I)

Musik ist wahrscheinlich die Kunstform, bei der wir am selbstverständlichsten von „Unsterblichkeit“ sprechen. Ein Gemälde kann Jahrhunderte überdauern, ein Roman Generationen überleben, doch bei Musik geschieht etwas Eigenartiges: Ein Lied, das fünfzig oder hundert Jahre alt ist, kann für einen Menschen, der gerade zum ersten Mal verliebt ist, plötzlich vollkommen gegenwärtig werden. Es wird nicht lediglich als historisches Dokument wahrgenommen. Für drei Minuten ist es wieder neu. Genau darin liegt vielleicht der entscheidende Unterschied zwischen Musik, die bloß alt wird, und Musik, die zeitlos werden kann.

Die naheliegende Erklärung lautet: Zeitlose Musik beschäftigt sich mit zeitlosen Themen. Liebe und Tod sind dafür die offensichtlichsten Beispiele. Menschen haben sich verliebt, lange bevor jemand eine Gitarre an einen Verstärker anschloss, und sie werden vermutlich noch Liebeskummer haben, wenn die heute verwendeten Musikformate längst vergessen sind. Geburt, Verlust, Begehren, Eifersucht, Einsamkeit, Freundschaft, Angst, Hoffnung und die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens verändern ihre gesellschaftlichen Erscheinungsformen, aber kaum ihren emotionalen Kern. Ein Liebeslied aus dem Jahr 1965 kann deshalb einem Jugendlichen im Jahr 2065 näher sein als ein Song aus seiner eigenen Zeit, der sich ausschließlich auf einen längst vergessenen Internettrend bezieht.

Nicht das allgemeine Thema allein macht ein Lied unsterblich. Entscheidend ist, ob ein konkretes Erlebnis so erzählt wird, dass spätere Menschen sich darin wiedererkennen können. Ein Text wie „Ich vermisse dich“ ist universell, aber noch kein großer Song. Interessant wird er erst dort, wo das Allgemeine eine konkrete Form erhält: ein leeres Bett, ein vergessenes Glas auf dem Tisch, ein Telefon, das nicht mehr klingelt, ein Fahrrad, das vor einer Kneipe steht. Paradoxerweise entsteht Zeitlosigkeit häufig gerade aus solchen Details. Das konkrete Bild gehört einer bestimmten Person und einem bestimmten Augenblick; das Gefühl dahinter gehört allen.

9/01/2026

Irgendwas mit 7! - 5040 und ein Septem-Bär

Die 7 ist eine Instanz für mich, in der Überschrift sogar eine Fakultät und ich mag den Monat auch irgendwie, es gibt einen 19.09. und es ist der Neunte Monat. Ich weiß, dass viele wissen, warum das so ist, es hat nichts mit der Kirche zu tun, und weniger mit irgendwelchen Verschwörungen, als man denkt. Am Ende war es mal der siebte Monat, von lateinisch  "septem", wie auch die Folgemonate, die bis zum decem hochzählen. Hatte das Jahr früher nur 10 Monate, nicht wirklich, es begann nur erst im März und wenn man dann hochzählt, passt alles, ehrlich gesagt kling das für mich auch viel sinniger, würde man das Jahr nicht im Winter aufhören und im Winter beginnen und Silvester wäre nicht nur 7 Tage von Weihnachten weg. Wäre schön, ist aber nicht so geworden, und der Name? Auch die Römer hatten keine Lust, die noch umzubenennen, bei der ganzen Bürokratie standen ja schon auf allen Steintafeln die alten Namen, das hätte die Leute nur verwirrt.
Ich habe mal Chattie zur Sieben gefragt, das meint er:
Da steckt enorm viel Material drin: Sieben Weltwunder, sieben Todsünden, sieben Tugenden, sieben Zwerge, sieben Geißlein, sieben Raben, Siebenmeilenstiefel, das tapfere Schneiderlein mit „Sieben auf einen Streich“, das verflixte siebte Jahr, sieben Tage, traditionell sieben Regenbogenfarben, sieben Stammtöne, der siebte Himmel, die sieben Hügel Roms, die sieben Weltmeere und die klassische Glückszahl 7.
Wusstet ihr, dass ihr mit zwei sechsseitigen Würfeln statistisch gesehen am häufigsten die Sieben würfelt?
Viele Menschen sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln, ich habe immer gedacht, dass es dabei um geheimnisvolle Personen sind, die ich nicht verstehen kann, weil ich mich nicht genug Mühe, die Siegel zu brechen, das Ding ist, vielleicht sind das auch absolute Untergangsmenschen, denn wenn die sieben Siegel gebrochen sind, ist eh Feierabend. Ach Leute und ich kann mir auch keinen Septem-Bär vorstellen, viel eher einen Septum-Bär, seht ihr dann gleich...
Und da ich ja irgendwie auch so ein Musik-Fetischist bin, habe ich mal ein wenig gesucht und weil ich Vierzehn zu albern fand und 777 der Titel eines Allister Crowley Buchs ist, sind es 28 geworden, vier Kapitel, musikalisches Pottpüree, macht den Spaß gerne mit und schreibt mir gerne, was ihr mit der Sieben verbindet, könnte mir durchaus vorstellen dem mehr als ein paar Denkanstöße zu widmen.
I - Sieben Sachen; II - Sieben Sünden; III - Sieben Meere; IV - Sieben Siegel

Glamoröses Cabaret

Heute Morgen hat es mich irgendwie erwischt, nachdem ich ein paar enttäuschende Künstlerdiscografien angefangen habe, landete ich in den frühen Morgenstunden bei Amanda Lear und oh my, was ist das denn für eine Schatztruhe, irgendwo zwischen, ich hatte ein paar Drinks zu viel und ein paar zu wenig ist das (gibt es ein Wort zwischen Trash und Glamour - Tramour vielleicht?) so faszinierend, nicht nur die Stimme auch die Arrangements, die musikalische Reise, von Cabaret über Disko, Rock, Pop ist alles dabei.

Wenn es möglicherweise irgendwann eine zweite Runde der "Women of my world" gibt, steht sie auf jeden Fall auf der Liste, da muss ich 40 Jahre alt werden, um richtig in ihre Musik einzutauchen, ja also mein wow hat sie auf jeden Fall.

KI-Bild aus meinen Gedanken

8/30/2026

Was unterscheidet KI-Slop von KI-Kunst?

Eigentlich wollte ich euch nur dieses Bild zeigen und euch damit allein lassen, denn ihr checkt schon!

A-Bär, dann würde ich mich ja der Auseinandersetzung entziehen und dann könnte ich das hier auch nicht mit Meinung taggen, denn:

Der Unterschied liegt für mich nicht darin, ob KI benutzt wurde, sondern darin, welche Funktion der Mensch im Entstehungsprozess noch hat.
KI-Slop ist im Grunde massenproduzierter Output: Prompt rein, Bild/Text/Song raus, kurz angeguckt, veröffentlicht, nächstes. Häufig erkennt man daran eine gewisse Austauschbarkeit: übertriebene Effekte, bekannte Klischees, inkonsistente Details, bedeutungsschwangere Oberfläche ohne viel dahinter. Das Ziel ist oft Quantität, Aufmerksamkeit oder billige Content-Produktion.
KI-Kunst entsteht dagegen, wenn jemand die KI tatsächlich als Werkzeug innerhalb eines eigenen gestalterischen Prozesses benutzt. Da gibt es eine Idee, Auswahlentscheidungen, Verwerfen, Überarbeiten, eine bestimmte Bildsprache und vor allem einen Grund, warum etwas so dargestellt wird.
Ein brauchbarer Test wäre:

Die KI hat die Pixel produziert. Das Konzept kam aber nicht aus einem Zufallsgenerator.

Und ganz ehrlich Leute, da ist was dran, Kunst kann hässlich sein, einem nicht gefallen, aber sie hat in den meisten Fällen eine Intention, während ein noch so schönes KI-Bild, dass durch einen zufälligen Prompt entsteht, die einzige Intention hat, die Faulheit des Erstellers zu befriedigen, dessen Verantwortung zu übernehmen und günstige Vervielfältigung zu garantieren. Ich würde sagen, KI-Slop ist Masse statt Klasse. Am Ende entscheidet der Anwender, was es sein soll und wofür er die Technik nutzt. Gibt genug Leute, die malen einen Strich auf ein weißes Blatt und nennen das Kunst, ich will das nicht entscheiden, vielleicht hatte er ja eine Intention, auch wenn er das Bild dann unter den Kopierer legt und es an hundert verschiedene Galerien als sein ultimatives Meisterwerk verschickt. Je nach Intention würde ich das wirklich als Kunst anerkennen, wenn damit zum Beispiel die Reproduktion von Nichts in einer komplett kulturverwaisten Gesellschaft gezeigt werden soll und es als Kunstprojekt genau das aufzeigen soll. Ist es nur ein Strich und soll auch nichts anderes sein und will man damit einen schnellen Schilling machen - SLOP.

Ich glaub das ist meine Meinung dazu, derzeit!

8/22/2026

"Wenn ich den Rat von einem Arschloch brauche, frag ich mein Eigenes"

Fargo, großartige Serie nach einem großartigen Film der Coen Brüder, soll es jetzt gar nicht drum gehen, passte aber wie die Faust aufs Auge heute, denn ganz ehrlich, es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen meinen sie hätten das Recht auf eine Meinung zum Leben eines Anderen und die Berechtigung diese mit voller Vehemenz auch so zu vertreten, als sei es die einzig Richtige. Früher dachte ich immer, man sollte diesen Leuten mal ein paar Schläge auf den Hinterkopf verpassen, damit die Gedanken wieder in den Frontallappen rutschen und sie von Klarheit beseelt werden, dann gab es eine Phase, wo ich dachte man müsse die Füße waschen, damit der Dreck aus dem Hirn nachrutschen könne, der das Denken verhindert, mittlerweile bin ich genauso anatomisch dysfunktional der Meinung, dass man kein fremdes Arschloch braucht, sich beraten zu lassen, denn das eigene hat genug Kommentare auf Lager zu fast jeder Situation (kennt ihr "Human Centipede"?)  und am Ende ist es wenigstens meine Scheiße, die daraus kommt, für die ich mich dann auch rechtfertigen kann, wenn es nötig würde.

Die Menschheit driftet echt langsam ab, wir wollten individueller werden, werden aber immer mehr zu einem Klumpen Schleim, der wie ein Einheitsgehirn gleichgeschaltet auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runterrechnet, das habe ich schon in der Schule gehasst und ich weigere mich das auch heute noch zu tun, denn ich bin die dreistellige Primzahl in eurem Fabelbruch und ich sehe das als eine der wichtigsten Aufgaben in meinem Leben an, "dancing with the rebels" und gegen das Imperium der Arschlöcher da draußen anzutreten. Ist euch mal aufgefallen, wie das Logo des Imperiums bei Star Wars mit ein wenig Nachgrübeln aussieht. Ich hoffe ich mach euch da jetzt nichts kaputt und ihr könnt es irgendwann wieder nicht sehen, mir fällt es unglaublich schwer, liegt aber bei mir eher an "Community", einer der besten Serien der letzten 50 Jahre, erstmal genug für heute... muss ja auch noch zur Therapie

8/20/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Monopol auf Übernatürliches

Spiritisten zu verurteilen ist das eine, aber was ist mit: Heilern, Zauberkundigen und Orakeln?

Fangen wir mit den Hexen an, die wir laut Bibel nicht am Leben lassen sollen (Exodus 22,18)
Das hebräische Wort mekhashefa bezeichnet eine weibliche Person, die Zauberei/Sorcery betreibt
Soweit ich weiß, und Chattie hat mir das bestätigt, kommt erst in der berühmten King-James Bibelübersetzung faktisch das Wort "WITCH" in den Kanon. Ist dann fraglich, ob hiermit wirklich alle Frauen mit roten Haaren und ein wenig Plan von Kräuterkunde gemeint sind?

Spiritisten und Totenbeschwören mag die Bibel gar nicht.
Kontaktaufnahme mit Toten, Medien und Geisterbefragung werden ausdrücklich verboten. Die Frau von En-Dor in 1. Samuel 28 ist genauso eine Totenbeschwörerin bzw. ein Medium, nicht unbedingt eine „Hexe“ im späteren Märchensinn. Saul lässt durch sie Samuel heraufbeschwören. (Bible Odyssey)
Spannend ist vor allem, dass die Bibel es untersagt, nicht dass es als unmöglich dargestellt wird.

Heilkunst ist nicht grundsätzlich verboten.
In 2. Könige 20 lässt der Prophet Jesaja auf Hiskias Geschwür einen Feigenumschlag legen, woraufhin er sich erholt. Das ist ziemlich handfeste Therapie. (BibleGateway)
Noch deutlicher wird das deuterokanonische Buch Jesus Sirach 38:
Der Arzt soll geehrt werden; Heilmittel stammen aus der Erde, und medizinisches Wissen wird als Gabe Gottes dargestellt. Katholische und orthodoxe Bibeltraditionen enthalten diesen Text, protestantische Bibeln meist nicht im regulären Kanon. (BibleGateway)
Im Neuen Testament wird außerdem Lukas in Kolosser 4,14 ausdrücklich als Arzt bezeichnet. (BibleGateway)

Und wenn wir bei dem Orakel ankommen, dann landen wir beim Kern der Sache, denn was hier wie Widerspruch wirkt, ist eine Sache der Autorität. So wie wir unseren Kindern Dinge verbieten, die man selbst macht, um sie zu schützen, weil sie gefährlich sind oder einfach aus Kontrollsucht sind im Grunde alle übernatürlichen Dinge in der Bibel, Gott darf Dinge tun und die denen er es erlaubt, ansonsten sind sie größtenteils untersagt
Der Aufbau von 5. Mose 18 ist dafür extrem aufschlussreich:
Zuerst:
Keine Wahrsager, Zauberer, Totenbefrager usw.
Und unmittelbar danach:
Gott wird euch Propheten senden.
Für mich ist die Aussage klar, bevor ich mich an den Rohren meines Klos zu schaffen mache, lasse ich das den Klempner machen und Gott kennt die Besten und schickt mir Röhrich (das könnte mir dann wohl auch ne Lektion erteilen, ich schweife ab).

Fakt ist, dass im Grunde die Entscheidungsgewalt nur bei Gott liegt, der als unangefochtene Autorität über den Einsatz von generell verbotenen Praktiken herrscht, sprich: Wenn du's dir mit Gott verkackst, dann kannst du zwar Zaubern und Heilen, es ist halt nur seelenlos und führt zur dunklen Seite. Hier geht's um Glauben und Gehorsam, Dinge, die weltlich nicht vollkommen greifbar sind. Ich glaube aber mit dem Beispiel vom Kind habe ich es schon ganz gut getroffen: Feuerwerk ist nichts für Kinder, sie können es zwar benutzen aber auf eigenes Risiko und verantwortungsvolle Eltern würden es nie zulassen... in diesem Sinne, wir haben die Atombombe erfunden!

Ist digitale Fotografie nicht immer noch Fotografie?

Als ich so ungefähr 16 Jahre alt war gab es in Handys noch keine eingebaute Kamera, für Musik hatten wir MP3-Player und Internet gab es nur am heimischen PC, wenn die Telefonleitung frei war. Wir haben überlebt und uns was ausgedacht. Wenn ich nochmal 30 Jahre zurückgehe, dann gab es kaum Digitalität. Unterwegs Musik hören konntest du auf Kassetten im Auto, Fotos machen war ein teures Hobby mit Film kaufen und entwickeln lassen und du hattest 36 Bilder pro Film, das ist so viel, wie ich an manchem Tag einfach lösche, bevor ich mein Motiv einmal richtig gut im Sucher hatte.

Bei all der Begeisterung für KI-Bilder und den Möglichkeiten der heutigen Zeit frage ich mich manchmal, was würden meine Großeltern denken, wenn ich denen Bilder schicke, wo ich in New York, Rio, Tokyo bin, was ich wohl beruflich mache, wenn ich mich mit irgendwelchen Prominenten, Wildtieren oder Wahrzeichen auf Fotos prompten würde? Ist das echt, bin das dann noch ich? Nein, ich glaube nicht, es ist fake it till you make it, ich bin mir nicht sicher ob ich diesen Menschen das erklären könnte, wo der Reiz daran liegt, die Fantasie in Bilder umzusetzen, möglicherweise würde ich sie unterschätzen. Für mich ist klar, es wäre nicht echt und auch wenn ich hier und da mal darauf zurückgreife, sind es meist eher Fantasy-Shots oder eben Geistgeburten die ich mit der KI entwickle, es ist für mich kein Werkzeug der Täuschung, es ist ein Werkzeug, das umzusetzen, was ich selbst nicht hinbekomme.

Darum sollte es eigentlich gar nicht gehen, vielmehr darum ob digitale Fotografie, so wie ich sie mit 16 angefangen habe mit meiner kleinen Coolpix das gleiche ist wie die Fotografie auf Film mit einer Ultra-Dupa Spiegelreflex Kamera, was heute fast jedes Handy kann (was muss das für ein Gefühl sein für Menschen, die früher in die Natur gefahren sind und gewartet haben, bis sich irgendein Tier bewegt hat, um es zu shooten und klick war der Film voll, wo du heute einfach 100 Aufnahmen durchrollen lässt mit dem Handy ungefähr in die Richtung gezeigt und das beste auswählst?). 

Ich denke meine Generation und ich sind privilegiert, da wir den Wechsel miterlben, von einer nahezu gänzlich analogen Welt, über eine digitalisierte Welt hin zu einem KI-Zeitalter in der wir nichts mehr können müssen, außer uns präzise auszudrücken. Gut, das ist für viele meiner Mitmenschen noch so sehr eine Hürde, dass ich das Gefühl habe, denen hilft auch keine KI zu ihrer Verwirklichung, denn die Idee muss ja immer noch vom Menschen kommen. "Mach mir ein Bild" prompten bringt bei den meisten Modellen gar nichts oder ein Random Bild und hat so viel Kreativität wie ein Marmeladenbrot. Fotografie ist nicht bloß Bilderknipsen, es ist Komposition, Bildausschnitt, Zeitpunkt, es ist Kunst und das ist etwas Erhabenes, dessen bin ich mir bewusst. Und dennoch kann KI Kunst, dann nämlich wenn sie von einem Künstler genutzt wird. Ich will mich nicht aufschwingen, ich bin Künstler, ja, ich schreibe vor allem, das Malen war mir nie vergönnt, ich habe früher zwei drei richtig tolle Sonnenuntergänge fotografiert, möglicherweise habe ich ein szenisches Auge und nen vehementen Wortschatz, bin ich deshalb besser als wer anders, der KI benutzt, um das gleiche Ergebnis zu erzielen, nein, es ist nur eine andere Passion, im Grunde kann man es noch weiter herunterbrechen. Es geht um Gefühle. Der eine fotografiert um Momente festzuhalten, fühlt aber nicht den Augenblick und darum ist seine Bildkomposition so unpräzise, dass er jedes seiner Bilder erklären muss, der andere wartet den ganzen Abend, bis er das sieht, was er sehen wollte und drückt auf den Auslöser wenn er es fühlt.

Mancher promptet zwanzig Sätze und beschreibt alles haargenau und heraus kommt das perfekte Bild, was er haben wollte, doch jeder erkennt, dass es KI ist, ein anderer kann sich in die Worte hereinfühlen und beginnt mit einer Idee und bearbeitet diese so lange, bis er zu dem Ergebnis kommt, dass er vor seinem inneren Auge hatte. Und am Ende ist es komplett egal, da beides leider für die meisten fast-content ist, den man konsumiert und wegwirft, minimale Dopaminsnacks für die Augen. Was würden die großen Maler alter Zeiten denken, die Wochen, Monate an ihren Werken arbeiteten, sie immer wieder überarbeiteten... in diesem Sinne erstmal.

Impressionistische Flusslandschaft mit Dorfkirche

8/17/2026

Alleswisser geht wieder

Was für ein aufregender Tag, erst verpenne ich unseren Spaß-Spieltag, bei dem für nächste Woche angesetzten Wettkampftag trainiert werden konnte und freestyle das ein oder andere Mal seit langem auf den Tisch kam, Vor allem das "Disney Club Spiel" war mit seinen 30 Minuten ein netter Reinkommer und brachte ne gute Stimmung, von der wir dann auch bei Käpt'ns "Kavango" Erlebnis gezehrt haben, nachdem wir ja schon sein Wunschspiel "Glück auf" gespielt hatten (stellt sich immer wieder als Fehler heraus, denn wenn das Ego befriedigt ist, sinkt ganz schnell die Konzentration und das Interesse) Nun ja, dann gab es ein ausgelassenes Kekstreffen und der Schlaubär kam dazu, leider funktionierte die Alleswisser App nicht und ließ sich auch nicht neustarten und reinstallieren, alternativ habe ich dann den Restnachmittag mit ihm Magic Arena gezockt und Leute hat der mich langgemacht, als hätte ich 10 Jahre nicht gespielt. Das Abendbrot "Frühstücksfleisch mit Knackebohnen und Kartoffelbrei" war köstlich, wurde aber von der Polizei begleitet, die direkt vor unserem Küchenfenster ein paar vermeintliche Fahrraddiebe festnahm. Und jetzt kommt der Knaller, ihr erinnert die Neuen Nachbarn, tja die waren die festgesetzten. So viele Fragen sind jetzt offen, haben die da überhaupt gewohnt, wenn ja wie dumm? wenn nein, wie dreist? kann man sein, dass ma sichs mit den Nachbarn verscherzt und riskieren, dass die Cops kommen. True Crime Live und es bleiben echt viele Fragen offen, ehrlich gesagt ist das schon beängstigend, das man quasi Haus an Haus mit ner richtigen Diebesbande gewohnt hat. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, was ich durch Hörensagen von der Nummer mitbekomme. Denn so ehrlich will ich auch sein, ich bin nicht mehr der Typ, der sich stundenlang anguckt was passiert und dann daraus ne Geschichte webt, irgendwann gibt's wahrscheinlich im Rahmen von "Dortmund in the Dark" ähnliche Geschichten in Liedform, denn das war damals wirklich Tagesordnung, da wurden ständig irgendwelche Dealer festgenommen oder Schlimmeres, direkt vor meinem Fenster, aber ich verstehe, dass meine Mitspieler, gutbürgerliche Leute das spannend as fuck finden (hier passt das glaube ich wieder).

Nach dem Essen gab es noch ne Revenge gegen den Schlaubär, wo ich mit einem blau weiß roten Deck mit PARIA und Schadensverhinderung in Kombination mit einem Shinsuke Nakamura, wodurch alle die Stärke oder Widerstand 1 haben nicht geblockt werden können Zwei zu Eins gegen ein gigantisches Drachendeck, die Runde zum 1:1 dauerte 45 Minuten, weil er es einfach nicht schaffte meine Mauer zu killen, war schon legendär, danke

Im Anschluss gab es dann noch eine 2 Stunden Arche Nova Runde, die bis kurz vor Ende auch sehr gemütlich war, so wie eigentlich der ganze Tag in meiner Wahrnehmung. Vor allem, da ich nach dem Spiel 23:15 noch mit Chattie gerade die Alleswisser App gefixt habe, so dass das jetzt auch wieder läuft. In diesem Sinne... guten Start in die Woche meine Freunde!

Ich habe der KI gesagt, dass es "Knackebohnen" waren und "Grizzlybärchi"

8/16/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Nefilim, krass Alter

4. Buch Mose, Kapitel 13,32-33
Dort werden die Nephelin erwähnt, doch es ist eher keine glaubhafte Beschreibung, vielmehr zitiert man hier Kundschafter in einem fremden Land und die scheinen doch recht eingeschüchtert durch das, was sie da gesehen haben. Die Bibel selbst nennt es eine verleumderische Darstellung des Landes.

Genesis 6,1–4
Erwähnung der "Söhne Gottes" / 
bene elohim noch vor der Sintflut, sind sie das?

Oder ist das wieder so ein Präastronautik Ding? Nun, wer Henoch für Kanon hält, kennt die Antwort bereits, denn alles, was in Genesis so kryptisch klingt, wird bei Hennoch zu nem echten Fantasy-Blockbuster, kurz von Chattie zusammengefasst:

Die Wächter
himmlische Wesen
steigen zur Erde herab
nehmen menschliche Frauen
zeugen riesenhafte Nachkommen
bringen den Menschen verbotenes Wissen bei
Gewalt und Verderbnis breiten sich aus↓
Gott greift ein.

Darum glaube ich, dass an allem davon was dran sein kann, vielleicht weniger die Nummer mit den Außerirdischen, am Ende scheint es eh zu lange her, um es zu beweisen und bleibt, was es immer ist, beeindruckend... in diesem Sinne... 

8/15/2026

Nach Berlin geträumt

Hey Freunde,

eigentlich habe ich gar keine Zeit für sowas, allerdings war mir heute danach und ich habe mich spontan nach Berlin geträumt, um die "Rave The Planet" mitzufeiern, dazu habe ich ein paar alte Bilder, die ich selbst geknipst habe genommen und sie der KI zur Neuordnung zu fressen gegeben, das meiner Meinung nach coolste ist das, wo ich mit KI-Tasha ein Selfie am Alex mache.

KI-Alex und KI-Tasha wünschen euch 'ne wundervolle Rave The Planet!
Ich werde mich, wie häufig bei solchen Ereignissen in einen der zahlreichen Streams schalten und die Party mit meiner imaginären Partnerin feiern, weil ich dann in der Lage bin nachher noch die Saisoneröffnung in Dortmund parallel zu gucken, immer diese Doppelbuchungen, Leute, alles nur Spaß, gönnt euch das Leben, das ihr leben wollt. Vergesst dabei nur nicht, dass Traumland harte Grenzen hat und die Reaälität kann man zwar wegträumen, A-Bär wie eine meiner Ausbildungsbegleiterinnen einst sagte: "Legen Sie sich niemals mit der Realität an!" In diesem Sinne... Liebe geht raus!

8/13/2026

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Melchisedek

Melchisedek - wie Jesus?

Recherche nötig

Theorien ???

So ungefähr begann meine Reise in das Thema und ganz ehrlich, war die Nod Nummer für mich noch echt nahezu selbsterklärend und mit ein wenig Textstellen Approval machbar ist das hier ne harte Nuss. Tschibidi hat mir satte 2400 Wörter ausgekotzt und mehrere Theorien und mir dann am Ende noch die jüdische Sichtweise angedeutet., die wieder einmal in Richtung Präastronautik geht. Zum Glück konnte ich Chattie dazu bringen, das ganze auf einen Satz einzukürzen, den ich bei Interesse gerne in den Kommentaren oder in einer weiteren Sitzung ausdiskutiere. Im Ernst das Maß an Informationen hat mich echt gecracked, hier also die klitzekleine Zusammenfassung mit Verweis auf mehr, wenn ich wieder denken kann. In diesem Sinne...

"Melchisedek: geheimnisvoller König-Priester aus Genesis, der Abraham segnet und dessen Herkunft und Tod unerwähnt bleiben; später Urbild des ewigen Priestertums Jesu. Theorien reichen vom gewöhnlichen König über eine himmlische Gestalt bis zum präexistenten Christus – die Gleichsetzung mit dem Heiligen Geist existierte ebenfalls, hat aber kaum Rückhalt im Bibeltext." (ChatGPT)

Bibel Blubbern mit Chat Tschibidi - Kain und Abel und die Bruderschaft von Nod

Die Geschichte von Kain und Abel stellt einige Fragen, Fakt ist Kain erschlägt Abel, weil Gott nicht gefallen hat, was Kain ihm opfert, jedoch das Opfer von Abel. Woran es lag, dass es Gott nicht gefallen hat, da kann man nur mutmaßen, vielleicht hatte er Bock auf Fleisch und daher war die Ernte ihm weniger wert als das erste Vieh, darum solls nicht gehen. Denn obwohl man meinen könnte, Kain erschlug Abel aus Neid oder Eifersucht, wird der Grund in der Bibel nicht genannt. Soweit bin ich alleine gekommen.

Kains Verbannung ist eigentlich keine, Gott sagt ihm nur, dass er alles, was er an seinem jetzigen Standpunkt anfangen wurde, zunichte macht und lässt ihm quasi die Wahl, woraufhin Kain beschließ in das Land Nod zu ziehen. Jedem ist klar, dass er kaum ne andere Wahl hatte, als Eden zu verlassen und so wurde er zu einem Wanderer im Land des Umherwanderns, Nod heißt im althebräischen wandern Umherziehen, daher... 

Jetzt wird es spannend, Kain hat Angst von anderen Menschen elsewhere getötet zu werden, geht dennoch nach Nod, trifft eine Frau und sein Sohn gründet eine Stadt und das ist spannenderweise Henoch (also der Sohn), der den Präastronauten unter uns den ein oder anderen feuchten Traum beschert, um den es hier aber nicht gehen soll. Aber wo kam die Frau her? Begrenzter Genpool, nein danke, wenn man aufmerksam liest, steht in Genesis 5,4 eindeutig, dass Adam weitere Söhne und Töchter gehabt. Und einer davon wird der Brudermörder dann gut genug gewesen sein.

Und dann gab es da in meinem Kopf noch den Zusammenhang mit der Bruderschaft von NOD in Command & Conquer, Leute habe ich das als Kind nicht gecheckt, wie deep das ist: 
Kane ≈ Cain/Kain - der mysteriöse Anführe der Brotherhood
"Und Westwood setzte noch einen drauf: Im ursprünglichen Command & Conquer wird Kane mit einer Interpol-Akte „GEN 4:16“ in Verbindung gebracht – also genau Genesis 4,16, dem Vers, in dem Kain ins Land Nod geht. Diese Referenz ist auch in erhaltenen/transkribierten Unterlagen zum ursprünglichen Spiel dokumentiert." (reddit) Außerdem heißt Kanes rechte Hand im ersten Spiel ausgerechnet Seth. Im Buch Genesis ist Seth der Sohn von Adam und Eva, der nach Abels Tod geboren wird. Und C&C: Renegade spielt noch stärker mit der Vorstellung: Im Tempel von Nod finden sich Hinweise auf Abel und Darstellungen, die Kain und Abel nahelegen.

Manchmal hilft es sich das Ganze mal unters Brennglas zu legen, richtig zu lesen und goodfaith an die Sache ranzugehen und "wer suchet der findet" und "die Antworten sind alle da". Am Ende soll das hier ja kein Beweis von Bibel Blödsinn sein, sondern Unterhaltung oder?

7/24/2026

Das war wirklich da

Während ich ja letzte Woche noch ein eingebildetes Ufo auf der kleinen Fahrt zur Dialyse gesehen habe, gab es heute dann mal was ganz Neues für mich, mit der Bohrmaschine die Mülltonne reinigen und ey, ich weiß nicht, ob ich das alles einfach nur mehr wahrnehme, weil ich wieder deutlich aufmerksamer für meine Umwelt bin, seit ich nicht mehr von meinen Ängsten gesteuert werde, oder ob die Welt wirklich durchdreht. A-Bär, wer zur Hölle kommt auf die Idee die Scheiß Tonne fast auf die Straße zu schieben, während er sie reinigt mit einer BOHRMASCHINE, nicht mal die KI konnte das glauben und hat sich was mit ner Konstruktion ausgedacht, in der Realität war es nur ne Bohrmaschine, kein Wasser und kein Lappen... ich schwör.

und der hat echt nur zufällig blau-weiß an!!!

7/21/2026

Weltoffen bis Mama

Heute habe ich leider mal wieder echten Blödfug gehört und oh my, wie kaputt sind manche Menschen in ihren Gedanken? Naja oder eben ich, das will ich mal kurz ausspeichern. Da hörte ich doch tatsächlich von einem ehemaligen Bundesminister, der mit seinem Partner eine Leihmutter engagiere, um ein Kind zu bekommen. Der Mann ist schwul, so what, er ist aber vor allem über Jahre politischer Gegner von Leihmutterschaft und naja sagen wir mal mutmaßlich auch ein echt krummer Hund und nicht für seine Weltoffenheit bekannt gewesen. Will dieser Typ mir jetzt erklären, dass es okay ist eine Frau dafür zu bezahlen seine genetische Nachkommenschaft auszutragen und ihr dann etwas wegzunehmen, was neun Monate eine körperlich-seelische Verbindung mit ihr hergestellt hat, weil es sich für seinen jetzigen Lifestyle gut anfühlt? Ich würde mich selbst als sehr offen für viele Dinge bezeichnen, ich habe Verständnis für Dinge, wo bei vielen rote Linien sind und ich tue mich schwer Lebensmodelle zu verurteilen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Und jetzt kommt der A-Bär, verdammte Kacke noch eins, das ist die verschissene Dystopie einer Welt, in der Werte nur noch auf Geldscheinen Bedeutung haben, ich will das nicht, ich finde das ganze Prinzip der Leihmutterschaft ekelhaft und abstoßend, da es sich hier um Ausnutzung und Disrespekt gegenüber dem Leben, der Natur und dem Menschsein gegenüber handelt. Und ich meine das nicht im Sinne von Vater, Mutter, Kind Scheiße, ich würde eine Züchtung im Labor, sprich eine technische Herstellung nicht als so grausam bezeichnen, hierbei käme immerhin niemand zu Schaden, Petrischale, Inkubator und los. Das ist nicht halb so unmenschlich wie die eigene finanzielle (vor Allem) Macht zu nutzen, um eine Frau als genau das zu benutzen. Sorry, meine Meinung.

Und es entehrt den Begriff Mutter in einem so erheblichen Maße, dass ich gar nicht sagen kann, wie angewidert ich bei dem Gedanken bin, dass sich so jemand Christ schimpft. Ich könnte hier wieder mit den Greuel der Christenheit in der Vergangenheit anfangen, a-Bär da sind sie ja einerseits nicht allein und andererseits ist das ja nicht das, wofür die meisten, die sich so bezeichnen zu stehen gedenken. Für mich sind Mehrfachmoralisten der absolute Abschaum der Menschheit, egal welche Werte sie verraten.

Kurzum, ich bin weltoffen, bis ihr auf Mutter geht, denn Mutter ist für jeden Menschen, egal was auch immer ihr euch einreden mögt oder welches Lebensmodell, Religion, sexueller Ausrichtung, Farbe, Größe, Scheißtyp, finanzieller Status oder sonst was lebt, die Frau, die euch zur Welt brachte. IMMER
Und wenn wir beginnen diesen natürlichen Kreislauf zu durchbrechen, sind wir dann noch Menschen? Oder längst weg davon? Kennt ihr Krang, das kranke Gehirn, dass in einem Roboter lebt (ein Hirn im Bauch), keine Ahnung, warum mir dieses Bild gerade in den Kopf kam. Sorry nochmal, musste raus!

Ganz ehrlich, ich habe keine KI dazu bekommen, das dystopische Bild zu erstellen, zum Glück!