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9/01/2026

Irgendwas mit 7! - 5040 und ein Septem-Bär

Die 7 ist eine Instanz für mich, in der Überschrift sogar eine Fakultät und ich mag den Monat auch irgendwie, es gibt einen 19.09. und es ist der Neunte Monat. Ich weiß, dass viele wissen, warum das so ist, es hat nichts mit der Kirche zu tun, und weniger mit irgendwelchen Verschwörungen, als man denkt. Am Ende war es mal der siebte Monat, von lateinisch  "septem", wie auch die Folgemonate, die bis zum decem hochzählen. Hatte das Jahr früher nur 10 Monate, nicht wirklich, es begann nur erst im März und wenn man dann hochzählt, passt alles, ehrlich gesagt kling das für mich auch viel sinniger, würde man das Jahr nicht im Winter aufhören und im Winter beginnen und Silvester wäre nicht nur 7 Tage von Weihnachten weg. Wäre schön, ist aber nicht so geworden, und der Name? Auch die Römer hatten keine Lust, die noch umzubenennen, bei der ganzen Bürokratie standen ja schon auf allen Steintafeln die alten Namen, das hätte die Leute nur verwirrt.
Ich habe mal Chattie zur Sieben gefragt, das meint er:
Da steckt enorm viel Material drin: Sieben Weltwunder, sieben Todsünden, sieben Tugenden, sieben Zwerge, sieben Geißlein, sieben Raben, Siebenmeilenstiefel, das tapfere Schneiderlein mit „Sieben auf einen Streich“, das verflixte siebte Jahr, sieben Tage, traditionell sieben Regenbogenfarben, sieben Stammtöne, der siebte Himmel, die sieben Hügel Roms, die sieben Weltmeere und die klassische Glückszahl 7.
Wusstet ihr, dass ihr mit zwei sechsseitigen Würfeln statistisch gesehen am häufigsten die Sieben würfelt?
Viele Menschen sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln, ich habe immer gedacht, dass es dabei um geheimnisvolle Personen sind, die ich nicht verstehen kann, weil ich mich nicht genug Mühe, die Siegel zu brechen, das Ding ist, vielleicht sind das auch absolute Untergangsmenschen, denn wenn die sieben Siegel gebrochen sind, ist eh Feierabend. Ach Leute und ich kann mir auch keinen Septem-Bär vorstellen, viel eher einen Septum-Bär, seht ihr dann gleich...
Und da ich ja irgendwie auch so ein Musik-Fetischist bin, habe ich mal ein wenig gesucht und weil ich Vierzehn zu albern fand und 777 der Titel eines Allister Crowley Buchs ist, sind es 28 geworden, vier Kapitel, musikalisches Pottpüree, macht den Spaß gerne mit und schreibt mir gerne, was ihr mit der Sieben verbindet, könnte mir durchaus vorstellen dem mehr als ein paar Denkanstöße zu widmen.
I - Sieben Sachen; II - Sieben Sünden; III - Sieben Meere; IV - Sieben Siegel

8/28/2026

Stanleys Top 100 Vol. 34

Leute, habe ich euch diesmal warten lassen, ich muss gestehen, ich habe mich richtig in dem Rabbithole meiner eigenen Produktionen verloren und der Albumstapel ist immer weiter gewachsen, den habe ich mittlerweile wenigstens auf März 26 vorgearbeitet und es sin immer noch über 70 Stunden abzuhören, die deutschen Charts sind ne Katastrophe und Festivals waren diesbezüglich auch nicht sehr ergiebig dies Jahr, allerdings finde ich, ich habe ne ganz geile Playlist zusammengestellt, die euch wieder mal einen Einblick in mein Leben der letzten Monate gibt. In diesem Sinne... viel Spaß beim Reinhören und genießen.

8/25/2026

Wario & Emma Dance Party Vol. 14

So Leute,

ich weiß, etwas late to the party, doch die letzten Monate liefen wirklich anders als gedacht, man glaubt gar nicht, wie das für jemanden mit Hyperfokus ist, wenn er ein neues Hobby gefunden hat. Nichtsdestotrotz habe ich es heute dann endlich geschafft, die neueste Wario & Emma Dance Party zu vollenden, der Papagei Yemmes hat dabei eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, hat mich beim "Fototermin" fast verrückt gemacht...
Für alle Plüscher, Furrys, Pflanzen gibt's jetzt wieder was zu Tanzen, stilistisch wie immer und doch etwas anders, ich wüsche euch viel Spaß damit.

8/14/2026

Cream Bay - The leap to fame - Dankeschön

Ich möchte mich am heutigen Veröffentlichungstag vom neuen Album bei all jenen bedanken, die mir in dieser Zeit beigestanden sind, allen voran natürlich das Depri-Kollektiv, Feindbild und unsere Gastgeberin in all den wilden Nächten, die leider so hübsch und erfolgreich ist, dass sie auf dem Bild von keiner KI dargestellt hätte werden können. Ich hoffe euch gefällt das Ding, auch wenn es musikalisch natürlich genau das ist, worüber wir uns damals lustig gemacht haben, was dann trotzdem omnipräsent war und irgendwie auch logische Konsequenz; von alldem Emo-Kram war, der um uns herum geschah. Wer reinhören möchte kann das über die Links bei Tickman Life Records tun, oder direkt über beigefügte spotify-Playlist unter den Bildern.

7/14/2026

Radiogesicht sollte kein YouTube machen

Die Idee eines 5 Minuten Streams kam mir, als ich wieder mal gemerkt habe, wie sehr man an den Videos seiner Lieblingsstreamer hängen bleiben kann und wie viel Zeit dabei ins Land geht, wenn man dem nachgeht. Mir wurde klar, wie viel ich eigentlich noch zu sagen habe... Und darum 5 Minuten Videos!!!

Die Sache ist die, dass ich eher ein Radiogesicht habe und meine Ausdrucksform wohl die Musik geworden ist, ja ja ich weiß, KI-Musik ist keine Kunst, ganz ehrlich fickt euch! Damals im Proberaum waren ein Gitarrist und ein Depp, der Texte im Kopf hatte, manchmal war da zuerst ein Text, mal zuerst ne Melodie oder nur ein Riff, daraus entstand das hier
und 20 Jahre später mit Hinzunahme der Technik, die viele jetzt als KI-Musik verteufeln, das hier
Und natürlich der ganze andere Scheiß, den mein Hirn in den letzten 40 Jahren erdacht hat, ich muss das alles ausspeichern, nennt mich bescheuert, einen Clown, Kasper oder dumm, aber wenn ich auch nur einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht, einen guten Tag, einen Grund sich nicht umzubringen oder einen Denkanstoß liefere, dann ist das genug. Und wer mich kritisieren will, dass ich dazu ein Hilfsmittel wie eine KI nutze, der sollte sich mal überlegen, warum er selbst nicht in der Lage ist sich auszudrücken? Ich bin kein Komponist, ich bin nur Songwriter mit einer Idee davon, wie seine Musik klingen soll und ich kann mir weder eine Band noch ein Designerteam leisten und bin sowas von fasziniert, wie man mit Melodie summen, Song schreiben, ein wenig auf der Tischplatte rumtrommeln zu dem machen kann, was in meinem Kopf schon vollständig ist. Und ich meine Leute, wisst ihr eigentlich wie viel Zeit man daran sitzt, dass das alles so klingt, wie in meinem Kopf?
Wir reden ja hier oft von zwei verschiedenen Dingen, die wahren Künstler, die eigentlich alles selbst erdenken und dann nur noch die Technik nutzen, es in die Wirklichkeit zu holen und den Promptern, die den kompletten Prozess an eine Maschine abgeben und sich selbst Künstler nennen. Nur weil es mich mal wieder aufgeregt hat, wie wenig Menschen sich mit der Materie beschäftigen, bevor sie eine Meinung haben.

In diesem Sinne möchte ich euch auch noch einmal meine Tickman Life Records Playlist ans Herz legen, wo ihr immer aktuell meine Werke nachhören könnt, und dann entscheidet selbst, ob das Kunst ist, oder ob es wegkann. Und wenn ihr den gesamten Katalog angucken wollt und auch die Anfänge des ganzen sehen und hören wollt, empfehle ich die Archivseite Tickman Live Records mit allen Covern und den Direktlinks zu SunoAI.

3/10/2026

Stanleys Top 100 Vol. 33

Es ist wieder einmal soweit, einhundert Empfehlungen frei Haus, meine Rotation des letzten halben Jahres in Chartreihenfolge, Stimmungsabbild und Psychogramm wie immer kostenlos dazu. Lasst mir ein wenig Liebe da und gönnt euch. In diesem Sinne ohne weiteres großes Geblubber:

10/02/2025

Wario & Emma Dance Party Vol. 13

Und wieder sind die beiden ausgebüxt und haben Party gemacht, als gäbe es kein Morgen, hier ist die Playlist und einen schönen Gruß an die DJ-Zunft: "Leute wir wollen uns fallen lassen, nicht ADS-Tanzen!"

9/15/2025

Stanleys Top 100 Vol. 32

Leute, was soll ich sagen, es hat sich etwas hingezogen, ich war eigentlich schon vor ein paar Wochen fertig, allerdings sind Dinge geschehen, die mich immer wieder abgelenkt haben und vor ein paar Wochen waren auch noch die kompletten Top Ten voll mit Songs von Ozzy, das war echt der härteste Schlag dieses Jahr, an manche Dinge gewöhnt man sich eben nie. Ich hatte lange Zeit damit zu kämpfen und hoffe, ich habe es jetzt respektvoll und so, wie es ihm gebührt geregelt. Wir sehen uns auf der anderen Seite.

Viel Spaß mit dem, was man mal wieder als musikalisches Psychogramm verstehen kann, die 100 Titel, die ich in den letzten Monaten in Dauerrotation hatte, also die meisten davon, gerne liken und kommentieren. Liebe geht raus!

8/29/2025

Wir leben in der besten aller Zeiten!?

Im Grunde sollte das jede Generation von sich sagen können, oder? Vielleicht nicht gerade die Kriegsgenerationen, oder jene, die noch am Feuer saßen, aber ich wette selbst die hatten Dinge, die besser waren, als vorher und es sich anfühlte, als ob man technisch, moralisch, gesellschaftlich, was weiß ich weiter war als vorher.

Ich bin dem technischen Fortschritt ja nahezu verfallen, weil mir Dinge möglich werden, die Generationen vor mir nicht einmal träumen konnten. Ich kann meine Träume einfach verwirklichen und der Welt die Essenz dessen geben, was ich bin, vielleicht den Plan des großen Mannes verwirklichen, den er für mich oder die Welt hat. Und wenn nur eine gute Sache für die Zukunft durch irgendwas entsteht, das ich tue, dann habe ich meinen Teil geleistet und war wert, gelebt zu haben. Und wenn es dazu KI-Musik braucht, so what, wer bin ich zu judgen und wer seid ihr, das im Gesamtbild von Allem zu bewerten, vergesst nie, dass wir alle nur Sternenstaub sind in the end. Ja wollte es unbedingt auch mal in die TLE-Playlist aufnehmen, in die ihr dringend mal reinhören solltet.

6/06/2025

Wario & Emma Dance Party Vol. 12

Die neue Volume der Dance Party vom dicken Kobold und der feschen Biene steht bereit und bietet mal wieder einen wilden Mix aus Club-Hits und richtigen Wummer-Brummern mit einem vielleicht für den Ein oder anderen überraschenden Abschluss. Es darf geteilt und getanzt werden ihr lieben. Mit oder natürlich noch viel lieber ohne Teile. Summ Summ Wah!!!

Was für ein unglaubliches Paar

3/22/2025

Stanleys Top 100 Vol. 31

Tja Leute, ich weiß genau, ihr habt nicht drauf gewartet und ich habe es auch lange vor mir hergeschoben doch im Namen des Bären: hier ist Ausgabe 31 von Stanleys Top 100 und ich will gar nicht viel drumrum quatschen, wie der Name schon sagt, hundert Songs die in meiner persönlichen Rotation rauf und runter liefen in der letzten Zeit, ich hoffe ihr habt Spaß damit. Gerne liken, kommentieren oder auch kritisieren. Haut rein!

2/11/2025

Wario & Emma Dance Party Vol. 11

So Leute, eigentlich schon seit September fertig das Ding, allerdings habe ich die beiden nicht zu einem Fototermin bekommen, daher habe ich jetzt entschieden, dass die KI das für mich macht und, na ja, als ich das das letzte Mal versucht hatte, war es mehr ein Traum auf Pilzen, das hier ist schon recht nahe dran, an dem, was wir haben wollen... Allerdings musikalisch haben die beiden wieder richtig in den Honigtopf gegriffen, da kann gezappelt und gerappelt werden, oh my.

Ich hoffe, ihr habt Spaß damit und beim nächsten Mal mache ich das Bild wieder selbst, versprochen, ist halt einfach was komplett Anderes. In diesem Sinne...

1/16/2025

Die verlorenen 7 – Sentenced

Sentenced waren für mich ein finsterer Leuchtturm in einer Zeit, in der ich mich selbst kaum noch gespürt habe. Ich hatte nur ein einziges Album auf dem MP3-Player: "The Cold White Light", aber das reichte. Ich habe es rauf und runter gehört, so oft, dass ich manche Songs wahrscheinlich heute noch auswendig könnte.

Es war düster, melancholisch und doch wunderschön melodisch. Die Texte kreisten um Tod, Abschied und das Ende von allem – und ich verstand sie damals nur zu gut. Ich muss ganz ehrlich sein: Ich vermisse das Gefühl von damals, auch wenn ich diese Sehnsucht nach dem Jenseits heute nicht mehr nachvollziehen kann. Damals war das meine Wahrheit, heute bin ich froh, dass ich sie hinter mir lassen konnte.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Sentenced in die "verlorenen 7" gerutscht sind. Sie sind ein Beweis für eine Zeit, in der Depressionalex die Musik dominiert hat – ein Kapitel, das wichtig war, aber das ich heute nur noch mit viel Abstand betrachten kann.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 63 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 236 mit 274 Plays.

Die verlorenen 7 – Zeraphine

Zeraphine sind für mich die dunkle Umarmung einer längst vergangenen Zeit, ein Soundtrack aus Melancholie und Sehnsucht, der mich durch meine finstersten Nächte begleitet hat. Als ich kürzlich ein Live-Konzert von ihnen gesehen habe, war es fast wie ein Déjà-vu: dieselben Songs, dieselben Zeilen, die mir damals so viel bedeutet haben – und der Running-Gag, dass sie "etwas vom neuesten Album" spielen, obwohl das von 2010 ist.

Trotzdem war da nichts Altbackenes. Jede Zeile, jede Melodie traf mich wieder direkt ins Herz, und für einen kurzen Moment war ich wieder dort: in der Dunkelheit, am Steinbruch, irgendwo zwischen Friedhofsstille und Weltflucht. Zeraphine waren meine Medizin in einer Zeit, in der ich keine Worte für meinen Schmerz hatte. Die Musik war das Pflaster, das alles zusammenhielt.

Dass ich sie zwischenzeitlich vernachlässigt habe, liegt wohl daran, dass es seit 2010 keine neue Musik von ihnen gibt – und trotzdem sind sie so tief in mir verankert, dass sie zu den konstantesten Stimmen meiner dunkleren Phasen gehören. Heute frage ich mich oft, wie wohl ein neues Album klingen würde, wenn sie sich noch einmal melden würden.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 58 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 221 mit 293 Plays.

Die verlorenen 7 – Angra


Angra – eine dieser Power-Metal-Bands, die in meiner aktiven Metal-Phase voll in meine Welt gepasst haben, aber danach einfach aus meiner Rotation verschwanden. Und zwar komplett.

Ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Angra hatten alles, was ich an Power Metal liebe: große Melodien, epische Gitarren, eine leicht progressive Schlagseite und diese gewisse technische Brillanz, die mich bei anderen Bands oft so beeindruckt hat. Trotzdem: Punkt. Aus. Ende.

Vielleicht war es einfach zu viel Angebot, zu wenig Zeit, zu viele andere Lieblingsbands, die sich in den Vordergrund gespielt haben. Vielleicht war es auch, weil Angra nie wirklich den einen Hit hatten, der sich mir eingebrannt hätte – kein "Hearts on Fire", kein "Emerald Sword", kein "The Last Stand". Aber verdient hätten sie es allemal.

Angra ist also eine dieser Bands, die ich früher oft und gerne gehört habe, von denen aber kaum etwas geblieben ist außer dem Namen. Trotzdem: Ihre Präsenz als eine der verlorenen 7 zeigt, wie intensiv diese Phase mal war. Vielleicht ist es Zeit, nochmal reinzuhören.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 50 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 200 mit 322 Plays.

Die verlorenen 7 – Melotron

Melotron – eine Band, die ich damals hörte, weil sie für mich die düstere Form des Future-Synthpops verkörperte. Kühle elektronische Klänge, melancholische Melodien und deutsche Texte, die immer ein bisschen mehr sagten, als sie auf den ersten Blick (oder Ton) preisgaben.

Sie gehören für mich zu dieser „Festplattenzeit“, als Musik nicht aus der Cloud kam, sondern aus dem Download-Ordner. Vieles von dem, was Melotron damals in meine persönlichen Top 50 katapultierte, fehlt bis heute auf Spotify – und dadurch auch in meiner aktuellen Wahrnehmung. Das macht es nicht weniger wichtig – im Gegenteil.

Ich erkenne langsam ein Muster in meinen Einträgen: „Depressionalex“ hatte einen massiven Einfluss auf meinen Musikgeschmack. Und Melotron war eine der Kernbands dieser Ära. Der Sound war perfekt für diesen Zustand zwischen Rückzug, Selbstanalyse und dunkler Sehnsucht. Und irgendwann – gab es diesen Bruch. Ein Moment, in dem ich mich selbst verließ, oder vielleicht auch neu erfand. Ein neuer Mensch, zumindest ein anderer.

Melotron ist ein Echo aus dieser Zwischenwelt – schwarzgrau flackernd, mit Beats, die an Maschinenherzen erinnern, und Stimmen, die Worte formen, die ich heute wieder hören kann, ohne gleich zurückzufallen. Das ist irgendwie schön. Und ein bisschen unheimlich.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 48 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 199 mit 323 Plays.

Die verlorenen 7 – Black Label Society

Black Label Society – was für eine Band. Musik, die sich finster anfühlt as can be, wie ein drohender Sturm über einem zerborstenen Horizont. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie sie in meine Rotation kamen – damals, in meiner last.fm-Hochzeit, als ich eigentlich alles katalogisiert und bewusst wahrgenommen habe. Doch BLS war irgendwie anders.

Ich hörte einfach nur das Gottverdammte Riff von "Sick of it All", und es war, als würde all die angestaute Wut in mir durch diese Gitarren in etwas Kanalisiertes und Greifbares übergehen. Zakk Wylde spielte da nicht einfach Gitarre – er schleuderte eine Axt in die Realität, und die spaltete sich in Wut, Hass, Lärm und einem dumpfen Echo von "Ich kann nicht mehr". Dieser Song war mein Ventil und niemand hörte meinen verhallenden Hilferuf.

Was mich heute rückblickend so unglaublich fasziniert: Irgendwann verschwanden sie komplett aus meiner Rotation. Wie ein schwarzes Loch, das sich wieder schließt. Ich hatte keine Erinnerung mehr an Genre, Diskografie, Sound – nur das Gefühl blieb. Und als ich nun nochmal reingehört habe, für diesen Text, war es wie ein Wiedersehen mit einem alten Dämon, den man lange genug vergessen hatte, um ihn fast zu vermissen.

BLS war der Soundtrack eines richtig dunklen Abschnitts in meinem Leben. Keine Band, die ich aktuell oft höre – aber ein Eintrag, der mich sofort zurückkatapultiert in eine düstere, rohe und ehrlich selbstzerstörerische Phase meines Seins, die ich lange überwunden habe, Gott sei Dank.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 40 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 180 mit 350 Plays.

Die verlorenen 7 – Asia

Asia – eine Band, die älter ist als ich selbst und mir in einer Zeit tiefsten Liebeskummers genau das gegeben hat, was ich damals gebraucht habe: epischen, melodischen, ja fast schon schmalzigen Progressive Rock, der direkt ins Herz geht. Ich weiß noch genau, wie ich stundenlang auf dem Bett lag, die Welt draußen aussperrte und mir die großen Melodien dieser Supergroup reinzog.

Irgendwann wurde das dann fast ein bisschen exzessiv, ich sammelte ihre Alben, einige davon hab ich heute noch im Keller – teilweise sogar Titel, die es auf Spotify gar nicht gibt. So sehr war ich mal drin. "Heat of the Moment", "Only Time Will Tell", "Don't Cry" – das waren damals nicht einfach Songs, das waren Zustände.

Irgendwann aber kam dann der Moment, als ich bei einem Re-Listening feststellte: zu schmalzig. Zu viel Pathos, zu viel Drama, zu viel 80er-Epik – zu viel für mein aktuelles Ich. Aber das nimmt nichts von der Bedeutung weg, die diese Band für mich hatte. Manchmal ist Musik eben auch nur für eine bestimmte Lebensphase gemacht. Und Asia war genau richtig, als ich sie am nötigsten brauchte.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 37 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 172 mit 367 Plays.

Die verlorenen 7 – Backyard Babies

Backyard Babies – was für eine Phase das war. "Making Enemies Is Good" hat mich damals einfach abgeholt. Zwischen all der weichgespülten Chartgrütze stand da plötzlich eine Band, die laut war, rotzig, wild und kompromisslos – und trotzdem catchy genug, um auch mal in den deutschen Charts aufzutauchen. Ich liebte das.

„Brand New Hate“ – das war so ein Song, den man beim ersten Hören direkt als Soundtrack einer rebellischen Lebensphase abgespeichert hat. Und später kam dann "Minus Celsius", ein Song wie ein kalter Schlag in die Magengrube, mit diesem bittersüßen Vibe, der sich festsetzt, wenn man selbst Kälte in sich trägt. Ich weiß noch, wie oft ich den damals gehört habe – melancholisch, aber mit der Faust in der Tasche.

Die Band war für mich nie nur Rock’n’Roll – sie war Haltung, Trotz, das Bedürfnis, anzuecken. Und genau deshalb ist es schade, dass sie heute nicht mehr so präsent sind in meiner Rotation. Vielleicht eine der knappsten Entscheidungen in dieser Liste, aber die Backyard Babies gehören definitiv zu den „fast in den Top 250“-Bands, die eigentlich noch einen Platz verdient hätten.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 21 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 132 mit 444 Plays.

Die verlorenen 7 – Frei.Wild

Es ist schwierig, Frei.Wild zu besprechen, ohne das politische Minenfeld zu erwähnen, das sich um die Band gebildet hat. Ich will das auch gar nicht beschönigen – es gibt gute Gründe, warum man mit dieser Band kritisch umgeht. Und doch: Damals habe ich sie wirklich gern gehört.

Es war einfach diese rebellische Energie, die raue Stimme, die Hymnen auf das Anderssein, das Sich-nicht-Anpassen-Wollen. Songs, die im richtigen Moment genau den Nerv getroffen haben. Ich erinnere mich besonders an einen Gig auf dem RockHarz Open Air – bei strömendem Regen saßen wir vorm Versorgungs-Zelt  das Gelände ein Matschmeer, aber die Stimmung war geil. Das war einfach dieses Festivalgefühl, bei dem Musik und Situation eine unvergessliche Symbiose eingehen.

Seitdem habe ich mich verändert, musikalisch wie menschlich. Ich höre Frei.Wild kaum noch – vielleicht, weil sie sich verändert haben. Vielleicht, weil ich es habe. Was bleibt, ist ein Kapitel meines Lebens, das ich nicht leugne, aber auch nicht mehr nach vorne stelle. Es war Teil meiner Entwicklung. Und dafür war die Musik damals wichtig.

Wenn man nur die verlorenen 7 werten würde, wären sie auf Platz 13 of all gewesen und in der Kombination mit allem danach auf Platz 109 mit 513 Plays.