Warum reden wir uns ständig irgendeine Unzulänglichkeit ein? Ich habe in den letzten beiden Monaten eine Datenbank erstellt, in der ich alle meine bisherigen Songs katalogisiert habe, damit ich einen Überblick über mein Schaffen habe, ich arbeite derzeit daran, meine ganzen kreativen Ergüsse zu ordnen und zu katalogisieren, um im Falle des Falles wirklich etwas zu hinterlassen und nicht bloß Datenmüll, sondern etwas, womit man auch was anfangen kann.
Ich weiß gar nicht, ob ich da alleine bin und ob das vielleicht der Grund ist, warum ich das Gefühl habe, nie Zeit zu haben, aber ich erschaffe Tag für Tag etwas, ich sitze ständig und schreibe Notizen auf, formuliere herum oder schreibe mir selbst bei WhatsApp To-Do's und Erinnerungen, was ich als Nächstes anfangen sollte. Wenn die Menschen um mich herum sowas nicht tun, dann würde das erklären, warum sie Zeit nicht so wertschätzen, warum es Menschen gibt, die Langeweile haben können, ich verstehe das Prinzip der Langeweile nicht.
Ich könnte tagelang weitermachen, ich käme nie zu einem Ende, denn aus drei abgeschlossenen Dingen entsteht immer direkt etwas Neues, ich hänge einem Gedanken nach und entwickle zwanzig Neue, wie funktionieren Menschen, die nicht denken? Ich habe mir diese Frage nie gestellt, weil es in meiner Welt nie dieses Leben auf Pause gab? Mein Geist war stets auf der Suche und jeglicher Leerraum wurde mit Etwas gefüllt. Selbst meine tiefe Phase der inneren Leere ist im Nachhinein betrachtet eine Phase der Kreativität gewesen, thematisch sehr düster, das gebe ich zu, aber auch so voller Erkenntnis und Selbsterfahrung. Ich sehe manchmal Menschen stundenlang Spazierengehen, allein mit sich und danach frage ich sie, was sie denn jetzt Neues über die Welt wissen, über sich, welche Ideen sie bekommen haben und ihre Antwort ist: Nein. Versteh ich nicht.
Jemand lässt den Tag an sich vorbeiziehen und sieht in die Wolken, hört vielleicht ein wenig Musik, was für eine wundervolle Vorstellung den Geist zum Fliegen zu bringen, Gedanken anzuregen, Ideen zu entwickeln, Nein. Versteh ich nicht.
Büroarbeit, sich ständig wiederholende Tätigkeiten, selbst Knochenarbeit, die sich stets wiederholt, dabei ist das Gehirn auf Durchzug, sucht es sich nich etwas, damit es ON bleibt, Nein? Ich versteh es nicht, wirklich nicht.
Ich sag es euch ganz ehrlich, ich muss mich mit Beruhigungstabletten vollstopfen, um überhaupt mal nicht groß zu denken, ich denke immer noch bis ich einpenne, aber ich schlafe durch sie meistens ein paar Stunden. Aber auch das, wie kann man Schlafen als etwas entspannendes akzeptieren, ich versteh schon, dass der Körper als Maschine die Erholung und Wiederaufladezeitraum, das braucht aber im Prozess des Erschaffens ist es verlorene Zeit, jede Stunde, die ich schlafe, kann ich weder schreiben, reden, noch denken, wobei letzteres noch nicht bewiesen ist, denn Träumen kann durchaus wie eine Art Denkprozess verstanden werden im weitesten Sinne,
In letzter Zeit frage ich mich immer mehr, wie weit ich von der Norm abweiche mit meiner Art zu leben und wie viel Zeit mir noch bleibt. Dadurch stellt sich mir dann die Frage nach dem zu langsamen Workflow wenn ich jeden zweiten Tag einen kompletten halben Tag verliere, weil meinem Körper Behandlung zu Teil wird. Aus der Erfahrung der Vergangenheit ist das aber vielleicht genau das, was mit downt, damit ich nicht überdrehe, genau die Zwangspause damit ich nicht wieder overpowere und brenne bis die Flammen sich selbst fressen und keine Luft mehr haben. Maybe.
ADS-Gedanken? Maybe ihr Lieben, ich glaube wir sind nicht zu langsam, ich glaube wir sich einfach nur noch nicht optimiert, ich sehe da eine große Chance in unserer Zeit, wie wir Abläufe und Dinge, die uns unnötig Zeit kosten, die aber notwendig sind digitalisieren können, just-in-timiger in unsere Abläufe einbinden und / oder mehrere Dinge gleichzeitig machen können. Für mich hat sich zum Beispiel mit Anschaffung eines Heimtrainers die Zeit für Sport ergeben, wenn ich "Fernsehe", so Serien und YouTube Kram. Perfekt ist auch Hausputz und dabei Musik-Alben-Stapel durchhören, naja und dann die vielen Sachen, die ich eh gleichzeitig mache, weil ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren kann.... Zocken, Schreiben, Musik machen, analysieren, katalogisieren, kommentieren, reviewen, sozialisieren, telefonieren, Essen, Trinken... Es ist bezeichnend, dass mein Magen knurrt, während ich diese beiden Dinge ans Ende der Auflistung setze.
In diesem Sinne...

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