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5/07/2026

Situativer Abschied für eine Weile

Liebe Freunde, Leute, Mitlesende, liebe Schwestern, liebe Lieben, liebe Nordlichter,

leider geht es mir in letzter Zeit noch schlechter, als ich mir das eingestehen werde oder jemals nach außen zeigen werde, ja wahrscheinlich sogar deutlich schlechter als ich wahrscheinlich selbst weiß, denn in all den Jahren war es immer das Gefühl, zu wissen, dass da Liebe ist, die mich aufrecht hält, die mich durchhalten lässt und die mir jeden Morgen neu Leben schenkt. Ich versuche so gut ich kann, dieses Gefühl von Liebe weiterzugeben, auch in dunklen Zeiten, in denen es sich anfühlt, als gäbe es ausnahmslos Widerstände auf meinem Weg, ausnahmslos Schmerz und die Dunkelheit ermächtigt sich meiner Seele. Die Nächte dauern ewig, mein Licht vergeht, die Kälte umarmt mich, die fahlen Augen fahnentreuer Soldaten begegnen mir auf dem Weg an die Front, ich begleite sie ein Stück, leide mit und unter ihnen und schreibe ihre Briefe, gebe ihre Geschichten weiter, ihre Liebe, ihre sterbenden Seelen, weil sie vergaßen, wer sie waren, die Schwestern, die Brüder, die Väter, die Mütter, weil sie vergaßen, wofür sie kämpften, weil sie einst lebten. So wie ich und ich will verdammt sein, wenn ich dieses Ziel aus den Augen verliere, es gibt diese Momente, in denen auch ich schwach bin, so stark der Sturm auch sein mag, auf jeden Regen folgt Sonnenschein, wie endlos sich die Phasen auch anfühlen mögen, Glaube muss stärker als Angst sein. IMMER

Ich werde jetzt mal für eine Weile meine Wunden lecken und meine Seele ein wenig baumeln lassen, man könnte sagen, ich mache Urlaub und Reha oder wie man das so nennt, wenn man sich davon erholt, dass der Körper einem gesagt hat, dass man Pause machen muss, Nervenzusammenbruch, Burn-Out, Kreislaufzusammenbruch, was weiß denn ich, was mit mir los ist, es ist schwieriger in diesem Land zum richtigen Zeitpunkt den passenden Arzt zu erwischen als ach keine als was, es ist scheiße schwer, will mich nicht wieder aufregen. Ich wollt nur sagen, dass ich mal eine Weile kürzertrete und Pause mache, wahrscheinlich lest ihr erstmal länger nix von mir, kann sein, dass ich trotzdem weiter Musik veröffentliche oder hier und da mal eine Statusnachricht raushaue, vielleicht auch auf den anderen Kanälen. Macht euch keine Sorgen um mich, ich bin wie eine Kakerlake, ich komm schon durch. Und wenn ihr mir was Gutes tun wollt, schreibt mir Nachrichten, Briefe, ruft mal an, kommt mal vorbei, ich freu mich bestimmt, auch wenn es sich vielleicht erst nicht so anfühlt. Ich liebe euch alle, das tief in euch drin, das ist es, was uns alle eint, Sternenstaub ihr Lieben.

5/05/2026

WIR SIND MENSCHEN!!!

"Wir befolgen nur die Befehle,da kannst du sagen, was du willst!"

Nun ja, tolle Berufsauffassung für jemanden, der mit Menschen arbeitet und nicht in der Metzgerei. Ich bin so good faith mit ihr, seid so vielen Jahren suche ich immer wieder nach dem Guten in ihr, rede mir ein, dass wir doch gar nicht so unterschiedlich sind, dass sie einen schlechten Tag hat, mal ne Phase, vielleicht irgendwas unverarbeitetets, das raus muss, vielleicht irgendein Trauma, vielleicht zu wenig Liebe im Leben und ich frage freundlich wie das Wochenende ist und als würde ich in einer Horrorshow landen, drehen sich die Augen nach hinten und fast noch lachend verschwinde ich als Mensch und die Strickleiter übernimmt, "oh da kommt gar kein Blut..."

Ja wie kommt sowas bloß, Schmerzen bilde ich mir ja auch nur ein, wie kann jemand, der mir noch zustimmt, dass ich hypersensibel bin (vielleicht sollte man das auch mal in nem medizinischen Wörterbuch nachschlagen, was das wohl bedeutet), dann so ignorant sein und einfach weitermachen, als ich sah, das ein Schlauch offen war und der andere gar nicht mehr verbunden dachte ich für einen Moment, das war's. Der Begriff Re-Traumatisierung kommt mir in den Sinn. Woche für Woche nehme ich eine Beruhigungstablette, um nicht in solche Situationen zu geraten, um nicht irgendwann einen Schlaganfall zu bekommen, weil der Schmerz, die Angst, die Überforderung mit der Situation mich nicht in einen Bereich der Aufregung bringt, der lebensbedrohlich sein könnte. 180er Blutdruck, das schaffen nur noch Wenige und damit wird dann auch noch die Akte frisiert als Startblutdruck, der 5 Minuten später schon bei 140 ist und sich dann bei 120 einpendelt. Welchen Wert hat eine Akte, die auf psychologischen Extrembedingungen fußt?

Wer gibt denn solche Befehle? Wieso machen einzelne Menschen aus einer Oase der Friedlichkeit, aus einem der wenigen Orte, die Ich als Safespaces betrachte daraus ein Gulag (natürlich übertreibe ich) und ein weiteres Problem in einem derzeit sowieso schon teilweise untragbaren Leben für mich? Der einzige Vorteil ist, dass es Patientenrechte gibt und die nicht bloß so eine Idee sind.

Wenn ihr diese speziellen Dinge tun wollt, dann lasst es doch bitte Leute machen, die es können und wenn der Patient ruhig erklärt, dass er das nicht will von Schwäche spricht, komplett verunsichert und ängstlich ist und sich immer noch in Rekonvaleszenz befindet dann ist vielleicht nicht der Feldmarshall gefragt sondern die sanfte Seele, die sich in den Patienten hineinversetzt und ihm gut zuredet anstatt ihn für seine Unzulänglichkeit noch bestrafen will, weil sie immer noch der Meinung ist, dass Härte einen Menschen nicht brechen kann, sondern ihn stärker macht. Manchmal ist Feinheit die Kristall entstehen lässt

Ich bin kein Stück Fleisch und ich bin nicht bereit mich wie eines behandeln zu lassen und auch wenn du meine Ansichten, Lebensweise oder was auch immer dich an mir stört nicht magst, ich bin ein menschliches Wesen und habe die gleichen Rechte auf Unversehrtheit, wie jeder andere und ich kann nur zwei Dinge auf dieser Welt nicht akzeptieren. Eine davon sind vorsetzliche Lügen und die andere ist Ungerechtigkeit gegenüber Mensch und Tier oder der Natur selbst. "Dies ist eine Warnung, versuchen sie das nicht noch mal! Weiter, zum nächsten Punkt auf der der Tagesordnung."

Fast in den Hintergrund gerade ist der Electric-Lady Day, wo mal wieder die nette Frau mit der Messung von Wasser, Fett und Muskelgewebe kurz vor Dialyseschluss ihre Elekroden an Arm und Bein gepackt hat. Ich mag sie, sie ist eine nette Frau, die jedes Jahr einmal reinschneit, die Werte nimmt und dann wieder weg ist, fast wie ein wohliger Blitz Anfang Mai. Genauso in den Hintergrund gerät die gute und wichtige Arbeit der überwältigenden Mehrheit des Personals, das alles tut, damit es ihren Schutzbefohlen für die Zeit, in der wir auf sie angewiesen sind, gut geht und die einen Spruch wie: "Wenn das in ner Stunde nicht mehr klappt, nicht mein Problem, da habe ich Feierabend" niemals unironisch zu einem Patienten sagen würden.

4/01/2026

"Life is a mystery... and it feels like home"

Lachen ist coping, zumindest ist es eine ganz gute Strategie, wenn man sich keine direkte Konfrontation mit einem nahezu diametralen Menschen schaffen will. Von außen kann man sie auch unironisch lustig finden, wenn man das Leben und vor allem sich selbst nicht so ernst nimmt. Manchmal muss man auch copen um ihren Irrsinn nicht zu verfallen, wenn die Beseelte gettin' jiggi with it geht und du dir einfach nur wünscht, dass der Regen lauter rauscht. Naja, und bevor es hier zu einem First Contender's Match kommt, wo Karneval auf Carne-Val trifft, lasse ich doch mal ein Bild sprechen. Was sagt es eigentlich über mich aus, dass ich dieses Szenario als Safespace betrachte?

3/24/2026

Danke für weiteren Kanalausbau

Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)

Ja naja und wenn man mich dann noch mit Small Talk ablenkt, um meinen Blutdruck dann auf über 180 zu ballern, weil ich sehr starke Schmerzen empfinde und eine Überaufregung trotz Beruhigungsmedikation, dass etwas schiefgehen könnte, Leute ich habe einfach so viel Angst davor, dass ausgerechnet bei mir irgendwas schiefgeht...
Gut, dass es dann noch Kuchen zur Knusperstange gab, wer allerdings auf die Idee kam, Schlagsahne auf den Teller zu klatschen, nett gemeint, aber eklig! Naja, und am Ende des Nachmittags waren es ja nur ungefähr 2 Stunden, die der ganze Arm geschmerzt hat, irgendwann habe ich mich entweder dran gewöhnt oder der Nerv war abgestorben oder so, wenn es mir langfristig hilft, ist es das ja wert.
Mir wurden auch Schmerzmittel angeboten, allerdings habe ich gerne das komplette Körpergefühl, Schmerzmittel sind für mich immer das Allerletzte Mittel, denn da geht dann ja meist als Nebenwirkung noch der Blutdruck runter und normalerweise bin ich während der Behandlung durch die vorherige Sedierung eh schon etwas duselig und kriege von Novalgin, dem Stoff, den man vorrätig hat, meist relativ akuten Durchfall. Und das ist ein Thema, das ich schon zu viel und zu lange und zu oft besprochen und durchlebt habe, da bin ich um jeden Tag, den das nicht Thema ist, glücklich und werde einen Teufel tun, das auch noch wissentlich herbeizuführen (ja ich weiß, ist auch eine Möglichkeit der Entwässerung, ne lass ma!).
Liebe geht raus!

3/14/2026

Warum sind die Bösen interessanter?

Eigentlich wollte ich das Ding ja nennen: "Warum sind die schlechten Menschen so viel besserer Stoff für gute Figuren?", aber das erschien mir zu lang und zu spezifisch. Ich habe gerade für Xillia einen absoluten Smash Hit produziert, den ich sehr wahrscheinlich mit auf das Bubatz Gang Berlin Album im Sommer packe. Bisher darf ich natürlich noch nichts verraten, denn die Kollegen von Tickman Life Records mögen das so gar nicht, wenn ich hier vorzeitig Sachen ausplaudre. Ich kann nur so viel sagen, es wird wahrscheinlich auch auf der Compilation "NRSS" auftauchen, die irgendwann 2027 geplant ist.

Zur Überschrift des Posts, es ist einfach spannender die Bösen zu hinterfragen, weil sie Dinge tun, die wir uns erst erklären müssen, die wir nicht verstehen, die so weit weg sind von dem, wie wir handeln. Ich kann im Grunde nur für mich sprechen, doch mir wären viele Lösungen, die für solche Menschen in Frage kommen moralisch gar nicht möglich umzusetzen, doch sie machen es einfach, nicht unbedingt, weil sie wirklich böse sind, oft auch einfach, weil sie die Konsequenzen nicht überdenken und nicht länger über weitere Lösungen nachdenken, denke ich. Und da geht es dann ja schon los, ist das wirklich der Grund oder sind ihnen die Konsequenzen egal, sind sie einfach mehr Alpha und machen Sachen einfach, sollen doch die Betas und Gammas hinter ihnen aufräumen, verachten sie Deltas und Omegas? Oft sind böse Taten erst der Anfang von vielen vielen Fragen guter Menschen oder die Konsequenz der Untätigkeit eben Jener. Sind Kriegsverbrecher böse Menschen oder Opfer die zu Tätern werden? Und warum ist diese Frage interessanter als die, was mit einem untätigen Bauern in einem Kriegsgebiet geschieht? Weil Taten zeigen, wer wir sind und Untätigkeit langweilig ist? Weil wir blutrünstige Bestien sind, die sich am Bösen ergötzen, das wir uns selbst nicht trauen zu tun? Oder sind wir sowieso von Grund auf Böse und sehen im Bösen, dass andere Menschen tun bloß Bestätigung unseres Tribalismus?

Ich jedenfalls will nicht böse sein, ich schreibe böse Figuren, die meist auf realen von mir als böse empfundenen Menschen basieren, weil das meine Art ist mit dem Bösen in meinem Leben umzugehen, es zu verkraften, zu verarbeiten, es nicht Teil von mir sein zu lassen. Und wahrscheinlich sehen sich sogenannte böse Menschen selbst auch gar nicht als böse, weil sie es wie auch immer für sich rechtfertigen können, was sie tun, was es jedoch nicht besser macht. Doch am Ende bin es nicht ich, der schlussendlich urteilt, solange wir nicht alle vor der letzten Instanz stehen, ist alles, was wir sagen, denken und tun bloß das, was eine Aussage darüber trifft, wer wir sind, sozusagen eine Meinungsaussage über ein Leben hinweg. In diesem Sinne...

3/10/2026

"Du siehst aus wie'n Textmarker"

Ehrlich gesagt war das vermutlich das Merkwürdigste, das je jemand in diesen Hallen zu mir gesagt hat, was für ein unglaublich toller Mensch. So ehrlich und vor Leben sprudelnd, dass man gleich angesteckt ist. Ich kläre das gleich auf, dann werdet ihr verstehen, warum sie nicht ganz unrecht hatte, das ist eine ihrer Spezialfähigkeiten, sie macht dir gute Laune, lässt dich vergessen, dass du Schmerzen hast. Sie ist wie ein Wasserfall, aus dem unkontrolliert Worte herauspurzeln, während sie wie ein Wirbelwind durch die Gegend rotiert und dabei alles im Griff hat. Tage wie dieser, wo ich mich nach der Dialyse besser fühle als vorher sind der Grund weiterzumachen, der herzliche Service sogar danach gefragt zu werden, Gold. Aber genug der Lobhudelei, Stein des Anstoßes war mein Hardstyle T-Shirt in Neongelb, ich habe dann im Laufe des Nachmittags mal die Künstlerische Intelligenz rangelassen und e voila!

2/13/2026

Sister T again

Es tat mir so leid, dass es mir so schlecht ging und ich wahrscheinlich auch ganz schön miefig war, nach der Session heute. Selten verirren sich ehemalige noch einmal zurück in unsere heiligen Hallen und wenn dann ist das meist eher so ein, na wie geht's, was machste jetzt so. Hier war das anders, Sister T. macht einfach das die Luft brennt, sie ist einer der herbsten Verluste, naja nach der heißen Schwester, mit der ich aber noch ab und an schreibe, es war irgendwie alles komisch heute und dann noch dieser unerwartete Besuch, seufz. Ich hätte gern nach der Dialyse noch ein wenig gequatscht, nur war ich viel zu fertig leider. Vielleicht beim nächsten Mal, so ein wundervoller Mensch :-)

1/17/2026

Wurde ich grad gedisst?

Okay Kids, was ein Diss is wisst ihr doch auch noch oder ist das schon so boomercringe, dass ich es erklären muss? Es ist im Grunde eine Abkürzung von Disrespect und das mit direktem Bezug auf jemand anderen, man könnte auch Beleidigen mit Reimstruktur sagen vielleicht. Ach, Scheiß drauf, wenn ihr nicht wisst, was das ist, seid ihr nicht meine Zielgruppe (vielleicht war das schon selbst ein gutes Beispiel, who knows)

Wenn jemand in einen Raum kommt, in dem ich sitze und einen Satz von sich gibt wie: "Ah es riecht nach Tickman!", was würdet ihr denken, wenn ihr Tickman seid? Ganz genau, ich habe den Mund verzogen und sehr fragend ausgesehen. Die Person, die das sagte, lachte und meinte: "Das ist nichts Schlechtes...", okay jetzt bin ich auf die Wendung gespannt. "Riecht nach Weichspüler irgendwie!", bam! Ich weiß nicht, ob es das besser gemacht hat. Ich meine, du kommst rein und sagst ich stinke und nennst mich dann im Anschluss einen Schwächling? Ich finde, das ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann, denn faktisch hat die Person genau das gemeint, was sie gesagt hat. Hier kann man unglaublich gut das Sender-und Empfänger Modell von Schulz von Thun prüfen; das ist das mit den Kommunikationsebenen, ihr wisst. Denn sie meinte: "Oh Tickman ist da, es duftet nach Weichspüler.", und sagte, was sie sagte, was man in einer schlechten Auslegung wie "oh Tickman, der stinkende Schwächling ist da", auslegen konnte. Zum Glück konnten wir im Anschluss herzlich darüber lachen und mein Ego verträgt sowas, ich meine ey, ich bin ein Bär, ich habe Fell, da wäre es nicht unwahrscheinlich auch mal nicht ganz frisch zu duften.

1/07/2026

Blaue Maus

Sie ist eine tolle Maus, ganz lieb, super punktiert, fühlt sich an, als ob man sich ewig kennt. Das ist das seltene Dialysegefühl, wofür ich dankbar bin. Da würde ich öfter kommen, wenn sie häufiger hier ist. Sehr lieb und eine echte Fan. Mag sein, dass das das wirre Geschreibsel eines mittelalten weißen Mannes ist, doch es soll weder eine Herabwürdigung noch irgendetwas anderes Negatives sein. Es ist traurig, dass man heutzutage schon verdächtig wird, weil man ein paar liebe Worte über einen Menschen schreibt, der einem begegnet ist und für den man dankbar ist, dass er in das eigene Leben getreten ist. Und das Leben eines kranken Menschen beinhaltet nun einmal das Hinein und Hinaustreten von Krankenschwestern und Pflegern und Ärzten, etc. und die sind nun mal wie alle anderen Menschen auch mal so mal so. Und ich bin jedes einzelne Mal dankbar, wenn ich eine von der guten Sorte treffe und sie gehört nun einmal dazu und ich finde, dass es nicht falsch sein kann, die guten Dinge im Leben genauso zu loben, wie man sich ja sonst schon oft genug über alles andere aufregt, oder?

In diesem Sinne, danke!

11/01/2025

Fröhlicher Freitag in der Dialyse

Während sie das Glücksbärchilied singt und dabei fröhlich umher tanzt versorgt die Herzliche die Patienten. Im Gepäck hat sie die schwedische Hauptfeldwebelin, die zwar etwas rau wirkt, sich bald jedoch sicher auch als ganz Liebe herausstellen wird.

Ich hatte gute Laune wegen den Leuten und sie wegen mir. Keiner spricht über Fußball und ich werde es auch nicht tun. Dann schlafe ich 'ne Runde und schon ist alles wieder vorbei.

Ein schöner Nachmittag, wer hätte gedacht, dass ich sowas mal über einen Dialysenachmittag schreiben würde, als ich damit anfing. Ich bin immer wieder unglaublich fasziniert, wenn ich sehe, wie Menschen um mich herum, vor Allem ältere Menschen ihre Lebensumstellung so annehmen und sich einfach damit abfinden. Ich hab fast 10 Jahre gebraucht es zu akzeptieren. In diesem Sinne...


9/29/2025

Auf speziellen Wunsch hin

Wenn ich ein Punktesystem hätte, dann wäre das heute die volle Punktzahl für Lieblingsschwester (Trommelwirbel): ...

Erratet ihr's?

Es gibt Menschen, die betreten einen Raum, und plötzlich ist alles anders. Heller. Wärmer. Freundlicher. So jemand ist sie. Sie hat diese einzigartige Gabe, laut zu sein – aber nicht so, dass man die Augen verdreht, sondern so, dass man aufhorcht, lächelt und sich denkt: Gut, dass sie da ist.

Sie hat dieses besondere Talent, das selbst den düstersten Saal, das dunkelste Krankenzimmer und die schwerste Stimmung mit Licht füllt. Und ich meine nicht nur das Licht der Deckenlampe, sondern dieses unsichtbare, das einem in Herz und Kopf springt.

Ihr Name klingt wie eine kurze Melodie, wie ein helles Lachen. Wenn man den Namen übersetzt, heißt er „Gott ist Fülle“. Und ich glaube, Gott war sehr großzügig, als er ihr diese Mischung aus Fürsorge, Humor und großem Herzen mitgegeben hat.

Egal, was sie anpackt – sie macht es gut. Möglicherweise herausragend. Man spürt, dass sie nicht einfach nur einen Job macht, sondern eine Berufung lebt. Sie ist da, wenn man sie braucht. Sie sagt, was gesagt werden muss, und sie tut, was getan werden muss – und trotzdem bleibt immer Platz für ein Lächeln, einen kleinen Scherz oder ein paar aufmunternde Worte.

Als Patient kann ich nur sagen: Danke. Danke für jede Minute, die heller war, weil es dich gibt. Danke, dass aus Angst Zuversicht wurde und aus Stille manchmal sogar Lachen. Danke, dass sie das Licht ist, das man in solchen Momenten braucht.

Ihr könnt ja in den Kommentaren raten.

9/24/2025

Re-Entry?

Ach Leute, ihr müsst mich einfach für bescheuert halten, so wie ich die Welt wahrnehme kann ich es auch kaum verbergen, dass es so ist, oder? Dazu hätte ich wirklich genre mal ein paar Rückmeldungen, würde das gerne mal gespiegelt wissen, ob ich mittlerweile schlechteren Content raushaue, weil ich immer irrer werde? Immerhin hat die Schwester der Schwester sich wirklich gefreut mich zu sehen, also ehrlich und nicht nur von Job wegen her und ich habe mich auch gefreut sie zu sehen, denn auch wenn wir unsere Reibungspunkte haben, kamen wir eigentlich immer gut miteinander klar.
Spannend war auch das Kennenlernen einer neuen Ärztin, die mir schon allein sympathisch war, weil sie sich mir als gleichalt vorstellte, schauen wir mal wie lange es dauert, bis sich ihre Meinung zu mir ins Negative gedreht hat. Meistens brauche ich dafür nur etwas Geduld, irgendwann hassen sie mich alle. Und wer den Sarkasmus hier nicht lesen kann, da hilft meist nur noch Stock ausm Arsch ziehen. In diesem Sinne...

9/13/2025

Wir sagen es nicht oft genug

Das Leben ist wertvoll, es dauerte eine ganze Weile, bis ich das nicht nur verstanden, sondern wirklich leben konnte. Es klingt wie eine Phrase, wenn man sagt, dass man erst weiß, was man verlor, wenn es nicht mehr da ist, so war das mit meinem Leben und ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung (der Weg zu dieser Erkenntnis hätte nicht mich nicht umbringen müssen, aber wenn das seine Art war es mir ins Hirn zu prügeln, dann sei es so). Was machen wir mit unserem Geschenk? Viel zu oft nehmen wir es als gegeben und verschwenden einfach weiter, Zeit, Liebe, Wissen.

Man sagt mir nach, ich sei ein sehr eloquenter Gesprächspartner und es gibt da draußen auch Menschen, die mich für intelligent halten, ich bin mir da nicht so sicher und ich weiß auch nicht, ob das wichtig ist, aber Dankbarkeit in den Augen eines Menschen zu sehen, weil man dessen Leistung würdigt, das ist etwas, das kann einem ein schönes Wochenende bereiten ohne irgendwelche weiteren Worte. Und so bin auch ich einmal mehr dankbar, dass neben den vielen gesundheitlichen Unwägbarkeiten in meinem Leben die Mädels, die für uns sorgen stets dafür sorgen, dass ich mit einem Lächeln gehe.

Danke

7/28/2025

Danke Sister T

Und wenn es einen weiteren Beweis gebraucht hätte, dass ich way too long in die Einrichtung gehe, die mir alle 2 Tage das Leben rettet, dann den, dass uns erneut eine der Besten verlassen hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand sie nicht gemocht hat. Bye bye Sister T. Ich wollte dich umarmen, doch in Anbetracht dessen, dass ich mich irgendwie schmierig und eklig fühlte nach der Dialyse habe ich es gelassen, danke, dass du extra für mich hochgekommen warst. Hab dich lieb!

7/25/2025

Die Nadel wieder reingedrückt

Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum Nadeln für Infusionen oder bei länger anhaltenden Behandlungen fixiert und verklebt werden? Nun der Hauptgrund ist, dass der Blutdruck von innen sie nicht auf lange Sicht wieder herausschiebt? Oder sie sich durch Bewegung losrüttelt und rausgeht. Ich hatte eine Zeitlang Albträume, wo die Nadel einfach wieder rausrutschte und ich dann verblutet bin, weil es niemand gemerkt hat. Heute belausche ich ein Gespräch zweier Schwestern, die darüber tratschen, dass sich bei einem Patienten die Nadel wohl fast herausgearbeitet hatte und die nüchterne Lösung war, "wir ham die Nadel einfach wieder reingedrückt!", irgendwie schockierte mich das, obwohl es ja die logische Lösung war, nehme ich an.

7/06/2025

Dialy... Affenkäfig 2025

Ich bin froh, dass ich damals zum elitären Kreis der "No Care" Patienten aufgestiegen bin, die eigentlich "Limited Care" heißen, sich aber faktisch selbst verwalten und damit auch in den ersten Stock aufsteigen, wo sie in kleiner Runde von 7 Personen + 1 Pflegepersonal ihre Nachmittage verbringen. Warum durfte ich am Freitag wieder einmal hautnah miterleben. Nicht nur, dass es unfassbar wuselig, laut und unentspannt zugeht, es ist nahezu ein Fiebertraum was dort abgeht. Ich war grad kurz geneigt, zu schreiben, das muss man gesehen oder erlebt haben, allerdings wünsche ich keinem so eine schwerwiegende Erkrankung, dass so etwas für ihn/sie/all between notwendig ist. Und eigentlich sind der Kaschpar, Sister T., die Beseelte und Schwester Padruga eine gute Schicht, Freitag war mir das aber einfach zu viel und ich wollte einfach nur schlafen, hat ja dann auch ganz gut geklappt, trotz des ständigen Aufwachens durch ein Fenster, das dauernd in den Rahmen schlug ob des Windes. Na ja, hopefully geht es Montag wieder an den altbewährten Platz und ich finde wieder etwas mehr Ruhe.

6/27/2025

Majestätsbeleidigung Deluxe

Es ist eine solche Frechheit, es ist doch wohl nicht ihre Aufgabe die Patienten zu versorgen mit Tee und Brötchen. Wofür gibt es denn diese Laufburschen? Unverschämtheit. Die Meisterschwester poltert die Worte für alle Patienten hörbar durch den Raum, vielleicht sind wir aber die absolut falsche Adresse diesem Unmut Luft zu machen, nur eine Idee…

Die andere versenkt eine Nadel, die ich viereinhalb Stunden lang spüre weil hahaha ich ja grad entwöhnt bin (weiß sie was der Unterschied zwischen Schmerzmittel und Beruhigungsmittel ist?). Wie arschig kann man sein, die Beseelte sagt: Ja!

Meisterschwester hat Patienten schon zweimal durchgespielt, da muss man sich keine Sorgen um irgendwelche Überraschungen machen, sie weiß ALLES über Patienten, ALLES!!!

6/13/2025

Der Zirkel marschiert auf

"Service Wüste Deutschland, ha ha!"

(Kommentar zur Nicht-Essensausgabe an einem Feiertag im Dialysezentrum)

"Ihr könnt euch auch selbst was mitbringen, aber so ausgehungert sollte man hier eh nicht hinkommen."

(nach Pizza Margherita Kommentar)

"Ich verstehe, dass man auch mit Mitte 50 noch sexy aussehen will. Aber im Job? Als Krankenschwester? Tolle Beine!"

(beeindruckte Patienten)

...und ich nehme nach zehn Minuten Dialyse prophylaktisch eine Tavor weil die Meisterschwester vibed und das nachdem ich die Beseelte überstanden hab, die scheinbar nicht wusste, dass ich seit zich Jahren nur mit Tavor die Dialyse durchstehe. Oder besser schlafe, ehrlich gesagt hat Mittwoch mich ins Grübeln gebracht, wo ich total fahrig war im Gespräch, und zwar mein ADS runter gedreht war, dafür aber zu gechillt und zum Teil zu plauderig egal.

Während der Dialyse bin ich selten in wichtige Diskussionen verwickelt und scheinbar ist es mir daher nie aufgefallen. Wird definitiv zurückgefahren. Zurück zu diesem schon gewissermaßen denkwürdigen Nachmittag. Die Meisterschwester lacht mir zu oft über andere als mit ihnen. "Das macht man jetzt ja so."

Die Arbeitsmoral ist gegen 17 Uhr 30 auf den Tiefpunkt. "Früher haben Leute krank gefeiert die schwer gearbeitet haben, heute weiß jeder, wie man sich verstellt und keiner scheut sich zum Arzt zu gehen."

"Wenn man ab und zu Krämpfe haben will, selbst schuld, ha ha" - "Mit Krämpfen lebt es sich schmerzhafter"

Manche Nachmittage sollte man gar nicht erst beginnen, wenn der Vormittag schon die Hölle ist. Heute war so ein Tag.

5/28/2025

Was sich liebt...

Also manchmal weiß ich nicht, ob es gut ist, wenn Menschen zusammenarbeiten, die sich eher weniger gut verstehen. Zur Farce wird das Ganze, wenn sie es offen ausleben und dann aber so tun, als ob es das Gegenteil wäre. Ach Leute, wenn das Ganze dann noch zur Belustigung der Patienten dient, dann kann ich das nicht verurteilen, warum sollte ich. Am Ende ist es euer Ding und ich habe nicht das geringste Recht, das zu verurteilen, ist halt nur merkwürdig von außen mit anzusehen...

5/05/2025

Am Rande des Lebens

Die Tage mehren sich, an denen ich das Gefühl habe, dem Tod nicht mehr lange von der Schippe springen zu können. Ich habe mich lange Zeit nicht mehr so intensiv mit ihm beschäftigt und ich möchte es eigentlich auch nicht, denn das käme mir gerade unglaublich ungelegen, ich habe dafür noch keine Zeit, meine Aufgaben sind noch nicht erledigt.

Da kam es gerade gelegen, dass die Quietschige heute für unsere kleine Gruppe von Überlebenden verantwortlich war. Und mir klar zu verstehen gab, dass ich nicht sterbe, nicht in ihrer Schicht. Und ihr gewinnendes Lächeln hat mich kurz glauben lassen, dass sie recht hat.