Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)
3/24/2026
Danke für weiteren Kanalausbau
3/10/2026
"Du siehst aus wie'n Textmarker"
Ehrlich gesagt war das vermutlich das Merkwürdigste, das je jemand in diesen Hallen zu mir gesagt hat, was für ein unglaublich toller Mensch. So ehrlich und vor Leben sprudelnd, dass man gleich angesteckt ist. Ich kläre das gleich auf, dann werdet ihr verstehen, warum sie nicht ganz unrecht hatte, das ist eine ihrer Spezialfähigkeiten, sie macht dir gute Laune, lässt dich vergessen, dass du Schmerzen hast. Sie ist wie ein Wasserfall, aus dem unkontrolliert Worte herauspurzeln, während sie wie ein Wirbelwind durch die Gegend rotiert und dabei alles im Griff hat. Tage wie dieser, wo ich mich nach der Dialyse besser fühle als vorher sind der Grund weiterzumachen, der herzliche Service sogar danach gefragt zu werden, Gold. Aber genug der Lobhudelei, Stein des Anstoßes war mein Hardstyle T-Shirt in Neongelb, ich habe dann im Laufe des Nachmittags mal die Künstlerische Intelligenz rangelassen und e voila!
2/13/2026
Sister T again
Es tat mir so leid, dass es mir so schlecht ging und ich wahrscheinlich auch ganz schön miefig war, nach der Session heute. Selten verirren sich ehemalige noch einmal zurück in unsere heiligen Hallen und wenn dann ist das meist eher so ein, na wie geht's, was machste jetzt so. Hier war das anders, Sister T. macht einfach das die Luft brennt, sie ist einer der herbsten Verluste, naja nach der heißen Schwester, mit der ich aber noch ab und an schreibe, es war irgendwie alles komisch heute und dann noch dieser unerwartete Besuch, seufz. Ich hätte gern nach der Dialyse noch ein wenig gequatscht, nur war ich viel zu fertig leider. Vielleicht beim nächsten Mal, so ein wundervoller Mensch :-)
1/17/2026
Wurde ich grad gedisst?
Okay Kids, was ein Diss is wisst ihr doch auch noch oder ist das schon so boomercringe, dass ich es erklären muss? Es ist im Grunde eine Abkürzung von Disrespect und das mit direktem Bezug auf jemand anderen, man könnte auch Beleidigen mit Reimstruktur sagen vielleicht. Ach, Scheiß drauf, wenn ihr nicht wisst, was das ist, seid ihr nicht meine Zielgruppe (vielleicht war das schon selbst ein gutes Beispiel, who knows)
Wenn jemand in einen Raum kommt, in dem ich sitze und einen Satz von sich gibt wie: "Ah es riecht nach Tickman!", was würdet ihr denken, wenn ihr Tickman seid? Ganz genau, ich habe den Mund verzogen und sehr fragend ausgesehen. Die Person, die das sagte, lachte und meinte: "Das ist nichts Schlechtes...", okay jetzt bin ich auf die Wendung gespannt. "Riecht nach Weichspüler irgendwie!", bam! Ich weiß nicht, ob es das besser gemacht hat. Ich meine, du kommst rein und sagst ich stinke und nennst mich dann im Anschluss einen Schwächling? Ich finde, das ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann, denn faktisch hat die Person genau das gemeint, was sie gesagt hat. Hier kann man unglaublich gut das Sender-und Empfänger Modell von Schulz von Thun prüfen; das ist das mit den Kommunikationsebenen, ihr wisst. Denn sie meinte: "Oh Tickman ist da, es duftet nach Weichspüler.", und sagte, was sie sagte, was man in einer schlechten Auslegung wie "oh Tickman, der stinkende Schwächling ist da", auslegen konnte. Zum Glück konnten wir im Anschluss herzlich darüber lachen und mein Ego verträgt sowas, ich meine ey, ich bin ein Bär, ich habe Fell, da wäre es nicht unwahrscheinlich auch mal nicht ganz frisch zu duften.
1/07/2026
Blaue Maus
Sie ist eine tolle Maus, ganz lieb, super punktiert, fühlt sich an, als ob man sich ewig kennt. Das ist das seltene Dialysegefühl, wofür ich dankbar bin. Da würde ich öfter kommen, wenn sie häufiger hier ist. Sehr lieb und eine echte Fan. Mag sein, dass das das wirre Geschreibsel eines mittelalten weißen Mannes ist, doch es soll weder eine Herabwürdigung noch irgendetwas anderes Negatives sein. Es ist traurig, dass man heutzutage schon verdächtig wird, weil man ein paar liebe Worte über einen Menschen schreibt, der einem begegnet ist und für den man dankbar ist, dass er in das eigene Leben getreten ist. Und das Leben eines kranken Menschen beinhaltet nun einmal das Hinein und Hinaustreten von Krankenschwestern und Pflegern und Ärzten, etc. und die sind nun mal wie alle anderen Menschen auch mal so mal so. Und ich bin jedes einzelne Mal dankbar, wenn ich eine von der guten Sorte treffe und sie gehört nun einmal dazu und ich finde, dass es nicht falsch sein kann, die guten Dinge im Leben genauso zu loben, wie man sich ja sonst schon oft genug über alles andere aufregt, oder?
In diesem Sinne, danke!
11/01/2025
Fröhlicher Freitag in der Dialyse
Während sie das Glücksbärchilied singt und dabei fröhlich umher tanzt versorgt die Herzliche die Patienten. Im Gepäck hat sie die schwedische Hauptfeldwebelin, die zwar etwas rau wirkt, sich bald jedoch sicher auch als ganz Liebe herausstellen wird.
Ich hatte gute Laune wegen den Leuten und sie wegen mir. Keiner spricht über Fußball und ich werde es auch nicht tun. Dann schlafe ich 'ne Runde und schon ist alles wieder vorbei.
Ein schöner Nachmittag, wer hätte gedacht, dass ich sowas mal über einen Dialysenachmittag schreiben würde, als ich damit anfing. Ich bin immer wieder unglaublich fasziniert, wenn ich sehe, wie Menschen um mich herum, vor Allem ältere Menschen ihre Lebensumstellung so annehmen und sich einfach damit abfinden. Ich hab fast 10 Jahre gebraucht es zu akzeptieren. In diesem Sinne...
9/29/2025
Auf speziellen Wunsch hin
Wenn ich ein Punktesystem hätte, dann wäre das heute die volle Punktzahl für Lieblingsschwester (Trommelwirbel): ...
Erratet ihr's?
Es gibt Menschen, die betreten einen Raum, und plötzlich ist alles anders. Heller. Wärmer. Freundlicher. So jemand ist sie. Sie hat diese einzigartige Gabe, laut zu sein – aber nicht so, dass man die Augen verdreht, sondern so, dass man aufhorcht, lächelt und sich denkt: Gut, dass sie da ist.
Sie hat dieses besondere Talent, das selbst den düstersten Saal, das dunkelste Krankenzimmer und die schwerste Stimmung mit Licht füllt. Und ich meine nicht nur das Licht der Deckenlampe, sondern dieses unsichtbare, das einem in Herz und Kopf springt.
Ihr Name klingt wie eine kurze Melodie, wie ein helles Lachen. Wenn man den Namen übersetzt, heißt er „Gott ist Fülle“. Und ich glaube, Gott war sehr großzügig, als er ihr diese Mischung aus Fürsorge, Humor und großem Herzen mitgegeben hat.
Egal, was sie anpackt – sie macht es gut. Möglicherweise herausragend. Man spürt, dass sie nicht einfach nur einen Job macht, sondern eine Berufung lebt. Sie ist da, wenn man sie braucht. Sie sagt, was gesagt werden muss, und sie tut, was getan werden muss – und trotzdem bleibt immer Platz für ein Lächeln, einen kleinen Scherz oder ein paar aufmunternde Worte.
Als Patient kann ich nur sagen: Danke. Danke für jede Minute, die heller war, weil es dich gibt. Danke, dass aus Angst Zuversicht wurde und aus Stille manchmal sogar Lachen. Danke, dass sie das Licht ist, das man in solchen Momenten braucht.
Ihr könnt ja in den Kommentaren raten.
9/24/2025
Re-Entry?
Ach Leute, ihr müsst mich einfach für bescheuert halten, so wie ich die Welt wahrnehme kann ich es auch kaum verbergen, dass es so ist, oder? Dazu hätte ich wirklich genre mal ein paar Rückmeldungen, würde das gerne mal gespiegelt wissen, ob ich mittlerweile schlechteren Content raushaue, weil ich immer irrer werde? Immerhin hat die Schwester der Schwester sich wirklich gefreut mich zu sehen, also ehrlich und nicht nur von Job wegen her und ich habe mich auch gefreut sie zu sehen, denn auch wenn wir unsere Reibungspunkte haben, kamen wir eigentlich immer gut miteinander klar.
Spannend war auch das Kennenlernen einer neuen Ärztin, die mir schon allein sympathisch war, weil sie sich mir als gleichalt vorstellte, schauen wir mal wie lange es dauert, bis sich ihre Meinung zu mir ins Negative gedreht hat. Meistens brauche ich dafür nur etwas Geduld, irgendwann hassen sie mich alle. Und wer den Sarkasmus hier nicht lesen kann, da hilft meist nur noch Stock ausm Arsch ziehen. In diesem Sinne...
9/13/2025
Wir sagen es nicht oft genug
Das Leben ist wertvoll, es dauerte eine ganze Weile, bis ich das nicht nur verstanden, sondern wirklich leben konnte. Es klingt wie eine Phrase, wenn man sagt, dass man erst weiß, was man verlor, wenn es nicht mehr da ist, so war das mit meinem Leben und ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung (der Weg zu dieser Erkenntnis hätte nicht mich nicht umbringen müssen, aber wenn das seine Art war es mir ins Hirn zu prügeln, dann sei es so). Was machen wir mit unserem Geschenk? Viel zu oft nehmen wir es als gegeben und verschwenden einfach weiter, Zeit, Liebe, Wissen.
Man sagt mir nach, ich sei ein sehr eloquenter Gesprächspartner und es gibt da draußen auch Menschen, die mich für intelligent halten, ich bin mir da nicht so sicher und ich weiß auch nicht, ob das wichtig ist, aber Dankbarkeit in den Augen eines Menschen zu sehen, weil man dessen Leistung würdigt, das ist etwas, das kann einem ein schönes Wochenende bereiten ohne irgendwelche weiteren Worte. Und so bin auch ich einmal mehr dankbar, dass neben den vielen gesundheitlichen Unwägbarkeiten in meinem Leben die Mädels, die für uns sorgen stets dafür sorgen, dass ich mit einem Lächeln gehe.
Danke
7/28/2025
Danke Sister T
7/25/2025
Die Nadel wieder reingedrückt
Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum Nadeln für Infusionen oder bei länger anhaltenden Behandlungen fixiert und verklebt werden? Nun der Hauptgrund ist, dass der Blutdruck von innen sie nicht auf lange Sicht wieder herausschiebt? Oder sie sich durch Bewegung losrüttelt und rausgeht. Ich hatte eine Zeitlang Albträume, wo die Nadel einfach wieder rausrutschte und ich dann verblutet bin, weil es niemand gemerkt hat. Heute belausche ich ein Gespräch zweier Schwestern, die darüber tratschen, dass sich bei einem Patienten die Nadel wohl fast herausgearbeitet hatte und die nüchterne Lösung war, "wir ham die Nadel einfach wieder reingedrückt!", irgendwie schockierte mich das, obwohl es ja die logische Lösung war, nehme ich an.
7/06/2025
Dialy... Affenkäfig 2025
Ich bin froh, dass ich damals zum elitären Kreis der "No Care" Patienten aufgestiegen bin, die eigentlich "Limited Care" heißen, sich aber faktisch selbst verwalten und damit auch in den ersten Stock aufsteigen, wo sie in kleiner Runde von 7 Personen + 1 Pflegepersonal ihre Nachmittage verbringen. Warum durfte ich am Freitag wieder einmal hautnah miterleben. Nicht nur, dass es unfassbar wuselig, laut und unentspannt zugeht, es ist nahezu ein Fiebertraum was dort abgeht. Ich war grad kurz geneigt, zu schreiben, das muss man gesehen oder erlebt haben, allerdings wünsche ich keinem so eine schwerwiegende Erkrankung, dass so etwas für ihn/sie/all between notwendig ist. Und eigentlich sind der Kaschpar, Sister T., die Beseelte und Schwester Padruga eine gute Schicht, Freitag war mir das aber einfach zu viel und ich wollte einfach nur schlafen, hat ja dann auch ganz gut geklappt, trotz des ständigen Aufwachens durch ein Fenster, das dauernd in den Rahmen schlug ob des Windes. Na ja, hopefully geht es Montag wieder an den altbewährten Platz und ich finde wieder etwas mehr Ruhe.
6/27/2025
Majestätsbeleidigung Deluxe
Es ist eine solche Frechheit, es ist doch wohl nicht ihre Aufgabe die Patienten zu versorgen mit Tee und Brötchen. Wofür gibt es denn diese Laufburschen? Unverschämtheit. Die Meisterschwester poltert die Worte für alle Patienten hörbar durch den Raum, vielleicht sind wir aber die absolut falsche Adresse diesem Unmut Luft zu machen, nur eine Idee…
Die andere versenkt eine Nadel, die ich viereinhalb Stunden lang spüre weil hahaha ich ja grad entwöhnt bin (weiß sie was der Unterschied zwischen Schmerzmittel und Beruhigungsmittel ist?). Wie arschig kann man sein, die Beseelte sagt: Ja!
Meisterschwester hat Patienten schon zweimal durchgespielt, da muss man sich keine Sorgen um irgendwelche Überraschungen machen, sie weiß ALLES über Patienten, ALLES!!!
6/13/2025
Der Zirkel marschiert auf
"Service Wüste Deutschland, ha ha!"
(Kommentar zur Nicht-Essensausgabe an einem Feiertag im Dialysezentrum)
"Ihr könnt euch auch selbst was mitbringen, aber so ausgehungert sollte man hier eh nicht hinkommen."
(nach Pizza Margherita Kommentar)
"Ich verstehe, dass man auch mit Mitte 50 noch sexy aussehen will. Aber im Job? Als Krankenschwester? Tolle Beine!"
(beeindruckte Patienten)
...und ich nehme nach zehn Minuten Dialyse prophylaktisch eine Tavor weil die Meisterschwester vibed und das nachdem ich die Beseelte überstanden hab, die scheinbar nicht wusste, dass ich seit zich Jahren nur mit Tavor die Dialyse durchstehe. Oder besser schlafe, ehrlich gesagt hat Mittwoch mich ins Grübeln gebracht, wo ich total fahrig war im Gespräch, und zwar mein ADS runter gedreht war, dafür aber zu gechillt und zum Teil zu plauderig egal.
Während der Dialyse bin ich selten in wichtige Diskussionen verwickelt und scheinbar ist es mir daher nie aufgefallen. Wird definitiv zurückgefahren. Zurück zu diesem schon gewissermaßen denkwürdigen Nachmittag. Die Meisterschwester lacht mir zu oft über andere als mit ihnen. "Das macht man jetzt ja so."
Die Arbeitsmoral ist gegen 17 Uhr 30 auf den Tiefpunkt. "Früher haben Leute krank gefeiert die schwer gearbeitet haben, heute weiß jeder, wie man sich verstellt und keiner scheut sich zum Arzt zu gehen."
"Wenn man ab und zu Krämpfe haben will, selbst schuld, ha ha" - "Mit Krämpfen lebt es sich schmerzhafter"
Manche Nachmittage sollte man gar nicht erst beginnen, wenn der Vormittag schon die Hölle ist. Heute war so ein Tag.
5/28/2025
Was sich liebt...
Also manchmal weiß ich nicht, ob es gut ist, wenn Menschen zusammenarbeiten, die sich eher weniger gut verstehen. Zur Farce wird das Ganze, wenn sie es offen ausleben und dann aber so tun, als ob es das Gegenteil wäre. Ach Leute, wenn das Ganze dann noch zur Belustigung der Patienten dient, dann kann ich das nicht verurteilen, warum sollte ich. Am Ende ist es euer Ding und ich habe nicht das geringste Recht, das zu verurteilen, ist halt nur merkwürdig von außen mit anzusehen...
5/05/2025
Am Rande des Lebens
Die Tage mehren sich, an denen ich das Gefühl habe, dem Tod nicht mehr lange von der Schippe springen zu können. Ich habe mich lange Zeit nicht mehr so intensiv mit ihm beschäftigt und ich möchte es eigentlich auch nicht, denn das käme mir gerade unglaublich ungelegen, ich habe dafür noch keine Zeit, meine Aufgaben sind noch nicht erledigt.
Da kam es gerade gelegen, dass die Quietschige heute für unsere kleine Gruppe von Überlebenden verantwortlich war. Und mir klar zu verstehen gab, dass ich nicht sterbe, nicht in ihrer Schicht. Und ihr gewinnendes Lächeln hat mich kurz glauben lassen, dass sie recht hat.
5/02/2025
Schwester Herzstopper, Teddy Dusselig
3/25/2025
Normalität?
"Normal sein ist scheissig!"
(Königin des Waldes)
Ihr wisst, ich unterstütze diese Meinung, auch wenn ich in der Situation natürlich nicht umhin kam zu korrigieren, dass das Adjektiv zu Scheisse "beschissen" heißt. Alles, was sich irgendeiner Norm anpasst ist verdammt dazu, Mittelmaß zu sein und damit Durchschnitt, so wie alle, losgelöst von alldem, was einen großartig machen kann, Individualität.
Die Frage des "Normalen" stellt sich im Grunde nicht in Köpfen von Freigeistern, denn allein darüber nachzudenken, was "normal" sein könnte schert ja schon davon aus und setzt sich vom "Normalo", der brav in der Reihe der "Normalen" steht ab. Gibt es "Normalität"? Viele würden das bejahen und dann mit Abnormität argumentieren, allerdings ist für mich eine Abnormität keine normale Argumentation, denn sie grenzt aus und so könnte man behaupten, dass es damit kein "normal" gibt, dazu müsste alles komplett ausgeglichen sein, jeder Mensch, jede Situation, jedes Atom, einfach alles. Und dann, wäre: Nichts! Ist nichts dann normal? Und etwas schon die Abweichung? Und wenn dem so wäre wie können wir dann existieren und uns unterteilen in normal und anormal?
Was ist gemeint, wenn man von "normal sein" spricht? Vermutlich so etwas wie in Waage, mit der Situation im Reinen, ausgeglichen? Ich benutze das Wort so selten, doch wenn ich drüber nachdenke, was für mich "normal" ist, denke ich an einen Grundzustand, in dem ich mich die meiste Zeit befinde, ich habe hier und da Schmerzen, ab und zu mal Durchfall, sitze viel, habe vermutlich deshalb einen krummen Rücken, rede viel Blödsinn, denke viel darüber nach und habe ausgefallene Hobbys, die aber für mich "normal" sind. Das muss für niemand anderen auf der Welt "normal sein" bedeuten und doch unterhalten wir uns darüber und nutzen ein Wort wie "normal" um einen möglicherweise komplett unterschiedlichen Grundzustand zu beschreiben, der aber von Mensch zu Mensch, bei mir zum Teil von Tag zu Tag unterschiedlich ist.
Ich finde dieses Beispiel zeigt auf sehr einfache Weise, wie schnell man in einen philosophischen Diskurs abdriften kann oder wie wenig wir uns als Menschheit verständigen können, solange selbst jedes einzelne Individuum etwas völlig anderes für "normal" hält. Ich würde so gern von euch ein paar Meinungen dazu haben, was ihr als "normal" bezeichnet, mit Begründung. Ich lasse dann irgendwann in ein paar Wochen die KI daraus ne Tabelle mit x-en und Haken mal eine Tabelle erstellen, wer was normal findet. Natürlich anonymisiert, sagen wir 10 Dinge, die ihr für normal haltet, von Homosexualität bis Leben als Frutarier. Heißt normal am Ende bloß "Spektrum dessen, was ich in meiner Lebensrealität zu ertragen bereit bin"?
Ich komme auf die Nummer, weil ich in letzter Zeit des Öfteren darüber gestolpert bin, dass Juden in Filmen und Serien immer extra hervorgehoben werden, so als seien sie nicht "normal" und es macht in gewisser Weise Sinn, weil eine Mehrheit der Weltbevölkerung dem Christentum anheimgefallen sind, dies als die "Normalität" anzusehen, jedoch wird dies nicht extra erwähnt, hier gleitet man dann ganz schnell in den Bereich ab, wo super gern hitzig und emotional diskutiert wird, aber für mich zum Beispiel, gehört zur Normalität jegliche Glaubensrichtung, Untergattung, Einzelmeinung und natürlich die Toleranz aller damit zusammenhängenden Abgrenzungen und Ungleichheiten.
Also 10 Dinge, die ihr für normal haltet, oder auch unnormal, allgemeine Sachen, zu denen jeder ne Meinung haben kann... In diesem Sinne, ich freu mich auf eure Zuschriften: tickman.lifeentertainment@gmx.de
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| So stellt die KI sich Normalität vor |
12/30/2024
Die Quietschige Fee
Hier ist wieder ein kleines Rätsel für die Mitlesenden aus der Schwesternstube. Eine unglaublich schöne Zeit hatte ich heute mit der vor Leben sprühenden und sprudelnden Maid, die eine ganz besondere Technik hat, mit dem Bevag umzugehen.
Ich weiß nicht, wie das Thema darauf kam, jedoch sagte sie zu Beginn der Behandlung, dass sie mich sehr gerne retten wolle und ihr liebreizendes Wesen, wie das einer tanzenden Fee auf Acid ist unglaublich faszinierend, wenn sie so etwas mit dem ihr eigenen Tonfall aus leisem Schrei und stimmlicher Umarmung sagt. Kurzzeitig habe ich ernsthaft darüber nachgedacht mich von ihr retten zu lassen, allerdings sollte man damit keine Späßchen machen, ihre Großartigkeit ausnutzen oder das eigene Leben gefährden für das Durchziehen eines Jokes, aus dem Alter sind wir doch raus.
Wie auch immer, es gibt wenige Schwestern, die so schön flippig und drüber sind und sich dennoch von der ersten Minute wie eine portionierte Freundin anfühlen. Ein wunderschöner Jahresabschluss mit zwei Nadeln im Arm und einem Lächeln im Gesicht, danke schön.
12/14/2024
Runter von den 180
Manchmal frage ich mich, ob der eigentlich zuständige Arzt überhaupt weiß, was er da tut, wenn er mich beruhigt und mir erzählt, dass ich gar nicht so viel Wasser einlagere. Woher soll denn sonst der hohe Blutdruck kommen, der nicht einmal sinkt, wenn ich während der Therapie fast einen Liter mehr einstellen lasse, als mein "Nullgewicht" sein sollte? Ehrlich gesagt ich hatte im Sommer eine Phase, da habe ich extrem abgenommen... daran angepasst war dann auch das neue Nullgewicht, aber irgendwie ist das dann immer wieder nach oben gewandert, zuletzt als mein Kreislauf abknickte und ich während der Behandlung kurzzeitig bewusstlos wurde, allerdings muss das andere Gründe gehabt haben, denn die dadurch und in der Folge Erhöhung meines Gewichts um ca. 2 Kilogramm führte am darauffolgenden also letzten Wochenende zu zwei schlaflosen Nächten und Atemnot, schlussendlich habe ich dann im Sitzen geschlafen und bin davon überzeugt, dass ich deutlich leichter bin, als mein eingetragenes Nullgewicht und versuche natürlich am Wochenende weniger zu trinken und damit natürlich zu regulieren. Dazu habe ich gestern Abend von der bezaubernden Schwester X ein paar Blutdrucksenker bekommen. Das ist das erste Mal seit über 10 Jahren, dass ich wieder Blutdruckmedikamente zu brauchen scheine, da kann ich nicht nur die Weihnachtszeit für verantwortlich machen oder den damit verbundenen Stress.



















