3/27/2026

Release Freitag - Cream Bay - She's a ten

Hey Freunde,

endlich ist es soweit und das Album, an dem ich theoretisch 20 Jahre gearbeitet habe kommt raus, in Wirklichkeit lag es natürlich 19 Jahre davon auf Eis und die Texte sind von damals, die Möglichkeit zur Umsetzung bot sich mir erst seit letztem Jahr und ich habe euch ja versprochen, etwas mehr darüber zu sagen, nun es geht hauptsächlich um einen ganz besonderen Menschen, eine quasi stille Begleiterin, aber auch um das Zeitgefühl Anfang der 2000er und wie wir so lebten, ganz stilecht im Poppunk Gewand dieser Zeit. Es ist einerseits eine Huldigung an die Bands, die ich damals liebte, wie an die Frauen, lach, die ich damals liebte oder die Eine, das überlass ich ganz dem Zuhörer. Wie auch immer, ich wünsche euch viel Spaß beim Reinhören und Weiterempfehlen, haut mir Kritik um die Ohren auf allen Kanälen, nur bleibt sachlich, sonst kann niemand daraus lernen. In diesem Sinne wünsche ich schon einmal ein schönes Wochenende ihr Lieben. Danke an all die Zehnen in meinem Leben!

3/26/2026

Bin ich noch Schmusebärchi?

Vor ungefähr 20 Jahren war ich desillusioniert, verlassen und wahrscheinlich kaum eine Nacht nüchtern gewesen, spätestens nach einer der schmerzhaftesten Trennungen meines Lebens ging es irgendwie bergab. Und auch nicht, denn ich lernte eine ganze neue Welt kennen, neue Freunde, neue Möglichkeiten, ja wahrscheinlich sogar ein neues Ich. Durch die Vogelstraßenfrau und den Mondschein lernte ich gar zwei neue Subkulturen kennen, in denen ich mich bis heute super wohl fühle, auch wenn die eine davon für außenstehende sehr toxisch wirken kann, obwohl die andere auch. Wir saßen auf dem Fußboden und hörten Musik von Tod, Verderben und verlassen sein, die Farbe war schwarz.
Es gab aber auch dieses purple, dieses pink, es gab das Grün und es gab die Nächte auf fremden Sofas, mit SpongeBob, Grisu und den Glücksbärchis. Mein zwanzigjähriges Ich fand es lustig und irgendwas Kindliches wollte mir sagen, ein Anführer einer Sekte von Bären zu sein, die in einem Wolkenland leben und Kindern falsche Versprechungen und manipulative Botschaften senden ist cool. Naja, damals erschien Schmusebärchi, wie eine selbstironische Anspielung auf mich selbst, verloren in einem Land, das sich durch das Dauerdruftsein und meinen Lebensstil wie der Himmel anfühlte und es vielleicht sogar manchmal war. Ich glaube ich hatte auch echt gute Zeiten vor allem im Depri-Kollektivweil uns das vereinte. Als ich mit last.fm begann öffnete es mir eine ganz neue Welt, das war weit vor Facebook und ähnlichem, ich verband mich mit den Menschen, die das Wichtigste in meinem Leben mit mir gemeinsam hatten, Musik. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

und ja ich weiß, das ist Hurra-Bärchie
Sechs Jahre später war ich am Boden von so ziemlich allem angekommen, was mein Leben ausmachte und in meiner vermeintlich letzten Nacht zitternd und mit 'nem Plüsch Glücksbärchi im Arm Selbstgespräche gehalten. Irgendwie ist Schmusebärchi Mahnung und positives Gefühl gleichzeitig, auch wenn der Name heute wirklich irgendwie weird wirkt. Ich fühle da auch gewisse Pedovibes. Allerdings gibt es wirklich kaum etwas, das mir ferner wäre. Warum behalte ich den Namen trotzdem. Das kann man kritisieren oder auch nicht, ich werde darauf angesprochen, das macht es bedenklich, hätte ich keine stille Community würde ich ja die fragen, immerhin ist das Blog Maskottchen von Beginn an ein anthropomorpher Grizzlybär und selbst das Alter Ego von Stanley Hardcore ist auf der Bühne ein Furrybärenkostüm, also hm... bin ich noch Schmusebärchi? Oder ist es Zeit auch diesen Persönlichkeitsanteil endlich abzulegen, weil er nicht mehr zeitgemäß ist und vielleicht sogar widersprüchlich verstanden werden kann? Oder ist es mein Recht als Künstler, den Widerspruch stehen zu lassen und von meinem Publikum genug Hintergrundwissen oder die Aneignung dessen zu verlangen, einen Verdacht komplett auszuschließen, es widert mich eigentlich schon an, dass ich überhaupt daran denken muss, dass es da einen Zusammenhang geben könnte, allerdings würde ich selbst vermutlich bei jemand anderem so denken, schwierig...

3/24/2026

Unterschreiben um ein guter Mensch zu sein?

Es gibt nicht, die und wir!
Ich habe eben wieder einen dieser Petitionsaufrufe für eine ganz bestimmte Sache bekommen und wisst ihr, ich unterschreibe viele Petitionen, weil ich viele Dinge für anstoßbar erachte, meistens empfehle ich der Person, die mir den Link zur Petition geschickt hat weitere Petitionen, so auch eben, da ging es darum irgendwelche in Nigeria verfolgten Christen zu unterstützen (fraglich, was eine Unterschrift da bringt, anderes Thema) und ich dachte mir, es gibt doch weltweit unglaublich viele Gläubige, die verfolgt werden genau weil sie an irgendwas glauben, was ja an sich schon bescheuert ist, weil doch bitte Glauben etwas so persönliches sein sollte, was jeder für sich und mit sich ausmachen sollte und wenn sich dann eben welche treffen, die das gemeinsam erleben wollen, so fucking what? Jemanden wegen seines Glaubens zu verfolgen ist so, wie jemanden wegen seiner Gedanken zu verfolgen, selbst wenn er diese nur in Kunst ausdrückt, es ist Blödsinn. Glaube schadet niemandem, Religion und Kirche sind andere Dinge, die durchaus kritikfähig bleiben, also warum sollte ich Christen, Muslima oder Juden für schützenswert halten? Weil die Idee schützenswert ist und die Menschen nicht grundsätzlich zu verurteilen sind, nur weil sie ihren Glauben institutionalisieren. Solange man niemandem schadet, kann man doch jedem Gedanken und Glauben für sich nachgehen, so what? Was für dumme vernagelte Menschen denken, dass Anderssein ein Grund ist, sie auszulöschen? Werde ich nie verstehen. Ich glaube ich kenne kaum nachvollziehbare Gründe dafür, vielleicht Dummheit... Scherz, nein ich glaube nichts rechtfertigt die Auslöschung von jemand anderem, denn jeder hat ja jeden Tag die Chance sich zu ändern. Der Fakt, dass es die wenigsten tun, hat ja nichts damit zu tun, dass sie es nicht könnten.

Und was passiert also, wenn ich so eine Anfrage zur Petition zur Rettung von x oder y bekomme? Rabbitholegrabbing, ich suche nach themenverwandten Petitionen und denke mir, im Grunde müsste man 24/7 irgendwas unterschreiben, was nichts ändert, um anzudeuten, dass man dies oder das unterstützt, dazu kann ich auch auf reddit gehen, dann kann ich sogar noch genau ausdifferenzieren, warum ich dies oder das unterstütze und warum mich das als Individuum besser macht als irgendwen anders. Moment mal, ich blogge doch, mach ich das nicht hier auch schon? Bedingt könnte man mir das sicher vorwerfen, okay, hier muss jedoch niemand unterschreiben oder meiner Meinung sein. Ich mache nur das Angebot und meine durchaus kluge Leserschaft weiß schon, dass man nicht jedes Sonderangebot mitnehmen muss, denn ich habe ja auch ein paar echt weirde Ansichten. Alles gut. Liebe geht raus!

Freundeskreise - kleines Essay

Sie heißen so, weil sie so funktionieren. Doch fangen wir ganz einfach an.
Der Freundeskreis bezeichnet alle Menschen, die in einer gewissen Nähe zu einem selbst stehen, was uns zu dessen Mittelpunkt macht.


Am Anfang unseres Lebens sieht ein Freundeskreis so aus:
Er ist diffus, wir wissen noch nicht, was Freunde sind und wir differenzieren nicht.
Manche Menschen lernen diese Fähigkeit nie und werden immer einen diffusen Freundeskreis behalten. Das sind nicht die Freunde, die ich hier meine.



In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab es früher eine hohe Fluktuation.
Ich habe viele kennengelernt und manche blieben, andere gingen wieder.


Und dann irgendwann wird einem klar, dass es nicht ein Kreis ist, sondern eher eine Art Schnecke, in der die Freunde einem mal näher, mal ferner sind und man durch Überlappungen auch in anderen Freundeskreisen unterwegs ist.



Und mittlerweile, so mit Mitte dreißig, nachdem man den ein oder anderen Kreis hinter sich hat, sind Freunde ein so wertvolles Gut, dass man sie in seiner Mitte hat, bei seinem Herzen.
Und ganz egal wo in der Welt die Freunde nun sind, im Herzen bleiben sich Freunde stets nah.

Das führt oft dazu, dass man das Gefühl hat, seine Freunde entfernen sich und man macht nichts mehr zusammen. Die Freundschaft lebt von den Erinnerungen. Doch ist es nicht Zeit, die uns verbindet? Zeit, die wir gemeinsam sind? Zur Not am Telefon, in Gedanken, regen Austausch, vielleicht sitzend am Schreibtisch und handschriftlich einen Brief schreibend, etwas bastelnd. Selbst einer gemeinsamen Berufung nachzugehen, sich auszutauschen, kleine Momente des Lebens, der Freude, des Leidens zu teilen kann Freundschaft sein.


Heutzutage ist Freundschaft für mich vor allem eins → EHRLICH Und diese Ehrlichkeit macht dann einen Freund auf lange Sicht zum Herzmenschen. Und die erheben sich aus den Freunden. Das sind die, die du mitten in der Nacht anrufst, die sich nen Kaffee aufsetzen und bis zum Morgen mit dir sind, wenn du sie wirklich brauchst.

Ich bin ganz ehrlich, ich war mal so für alle und jeden, ich war immer da. Leider muss ich gestehen, dass es mir auch heute schwerfällt, Menschen, die ich mag, abzuwimmeln, weil ich selbst vielleicht zu fertig bin.
Aber auch da lernt man dazu, wenn Freundschaft eine eingleisige Veranstaltung ist, ist es keine. Denn irgendwann steht man dann alleine auf dem Gleis und der andere sitzt im Zug.

Freundschaftskreise verändern sich. Darauf haben die Freunde Einfluss, die Freunde von Freunden, Partner, Familie und man selbst natürlich auch. Ich habe einmal einen Geburtstag an drei Tagen gefeiert, weil Freund X und Freund Y nicht miteinander konnten und beide nicht mit Z klarkamen, sie mir aber alle zu wichtig waren, auch nur Einen einfach wegzulassen. Und mit ihnen die subkulturverbundenen Freundeskreise.

Damals war ich noch nicht so weit, von anderen zu erwarten, mir zuliebe für ein paar Stunden ein wenig Frieden zu halten. Ich wurde auch oft eingeladen auf Feste, wo ich wusste, dass dort Leute sein würden, mit denen ich Probleme habe. Ich gehe dort hin: für den Freund und nicht wegen Anderen nicht. Dem Freund zur Freude, wer lädt jemanden ein, über dessen Anwesenheit er sich nicht freut? Ziemlich dumm sowas, oder? Mein derzeitiger Freundeskreis sieht ungefähr so aus:

Und ich bin damit vollkommen zufrieden. Einen inneren Kreis mit Herzmenschen zu haben ist viel wichtiger als hundert falsche Freunde, die im Ernstfall dann doch bloß Bekannte sind, die keine Zeit haben. Und der Rest ist halt Fluktuation, portionierte Freunde, ein Kommen und Gehen auf dem Boulevard meiner gebrochenen Träume.
Ich liebe alle meine Freunde und ich hoffe auf Gegenseitigkeit, nur erwarte ich sie nicht mehr. Und das ist auch eine Form von Freiheit, in diesem Sinne... Liebe geht raus!


der Text stammt von 22.07.2023, ist aber heute noch genauso wahr wie damals

Danke für weiteren Kanalausbau

Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)

Ja naja und wenn man mich dann noch mit Small Talk ablenkt, um meinen Blutdruck dann auf über 180 zu ballern, weil ich sehr starke Schmerzen empfinde und eine Überaufregung trotz Beruhigungsmedikation, dass etwas schiefgehen könnte, Leute ich habe einfach so viel Angst davor, dass ausgerechnet bei mir irgendwas schiefgeht...
Gut, dass es dann noch Kuchen zur Knusperstange gab, wer allerdings auf die Idee kam, Schlagsahne auf den Teller zu klatschen, nett gemeint, aber eklig! Naja, und am Ende des Nachmittags waren es ja nur ungefähr 2 Stunden, die der ganze Arm geschmerzt hat, irgendwann habe ich mich entweder dran gewöhnt oder der Nerv war abgestorben oder so, wenn es mir langfristig hilft, ist es das ja wert.
Mir wurden auch Schmerzmittel angeboten, allerdings habe ich gerne das komplette Körpergefühl, Schmerzmittel sind für mich immer das Allerletzte Mittel, denn da geht dann ja meist als Nebenwirkung noch der Blutdruck runter und normalerweise bin ich während der Behandlung durch die vorherige Sedierung eh schon etwas duselig und kriege von Novalgin, dem Stoff, den man vorrätig hat, meist relativ akuten Durchfall. Und das ist ein Thema, das ich schon zu viel und zu lange und zu oft besprochen und durchlebt habe, da bin ich um jeden Tag, den das nicht Thema ist, glücklich und werde einen Teufel tun, das auch noch wissentlich herbeizuführen (ja ich weiß, ist auch eine Möglichkeit der Entwässerung, ne lass ma!).
Liebe geht raus!

3/23/2026

Ein paar Worte zu... Cream Bay - She's a ten

So ihr Lieben,
generell will ich hier ja nicht zu tief drauf eingehen, allerdings kommt am Freitag der nächste Streich meines künstlerischen Schaffens in Umlauf und da dachte ich, ich weise euch ganz kurz darauf hin, es handelt sich um ein Punk-Rock Album, in dem ich größtenteils mit Texten aus 2005 und 2006 gearbeitet habe. Die Ankündigung könnt ihr bei den Kollegen von Tickman Life Records nachlesen, ich werde die Tage noch ein paar Details verraten und vielleicht über den ein oder anderen Song die Geschichte dahinter verraten, ob ich das hier oder auf meinem Backlog, der noch im Aufbau ist und wo noch nicht so viel los ist, mache, weiß ich noch nicht. Ihr könnt euch aber auf jeden Fall auf 17 Tracks freuen, die ich nahezu genauso schon vor 20 Jahren erdacht hatte und bislang bloß daran gescheitert bin, dass ich weder singen kann noch irgendein Instrument spielen kann. Hört rein und entscheidet selbst, wieviel Tickman und wie viel AI da drin ist, VÖ ist am 27.03.2026 auf so ziemlich allen Online-Streamern. Und weil man mit Speck ja Mäuse fängt, hier wie auch schon bei den Kollegen das Cover-Artwork und die Tracklist, allerdings mit dem finalen Farbdesign.
In diesem Sinne... Liebe geht raus!


3/22/2026

Herr Lehmann wird nie mehr der Selbe sein

... und sowas find ich Scheiße, im Endeffekt ist es eine Figur aus einem Buch von Sven Regener und die ist auch ohne den ihn spielenden Schauspieler großartig und liebenswert, doch so wie wir Menschen eben sind, verbinden wir sie durch die Darstellung eben mit dem, der ihn im Film gespielt hat.
Und dass der sich jetzt als ein echter Nullleiter und ekelhafter Mensch herausstellt, ist nicht nur traurig, es tut mir auch für seine Opfer so unglaublich leid, die wahrscheinlich, zumindest auf seine Frau trifft das mutmaßlich zu, jahrelang unter ihm gelitten haben. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht, sie haben einen fantastischen Ruf, sie haben eine der schönsten und sympathischsten Frauen der Welt geheiratet, eine großartige Karriere, wahrscheinlich auch keinerlei Geldprobleme und dann was? Reicht das nicht? Wo switcht der Schalter von, wow was habe ich für ein geiles Leben zu, "bring den Vorschlaghammer mit" und lass uns das mal komplett in Schutt und Asche legen?
Ich meine, ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass man an allem irgendwann satt ist, das kann sogar die Liebe sein, das können Menschen sein, Geld, Ruhm, einfach alles macht einen irgendwann übersatt, das verstehe ich... bis zu einem gewissen Grad. Was ich nicht verstehe, ist, dass man anderen Leid zufügt und denkt, dass es einfach eine gute Idee ist sich nicht einfach von dem zu trennen, was einen belastet, sich Hilfe sucht oder einfach mal reflektiert an welchem Punkt man falsch abgebogen ist und versucht daraus die Konsequenz zieht.
Wir tun uns sehr leicht damit Urteile über Menschen zu fällen, die Fehler machen und die gewaltig reinscheissen, weil wir uns selbst für moralisch überlegen halten, dabei hat jeder seine Leichen im Keller und irgendwelchen unsäglichen Mist in seiner Biographie, doch der Unterschied zwischen denen, die dazu stehen, reflektieren, sich entschuldigen, es nie wieder tun und jenen, die ihren ganzen Mist nehmen, ihn projizieren und andere für ihr Versagen verantwortlich machen ist himmelweit. Ich will nicht urteilen, leider fällt es mir sehr schwer nicht immer auf der Seite der Opfer zu stehen, denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt fast immer eine lange Zeit in die Richtung von Tätern aus und selten weit genug zurück, dass es irgendwann in der Mitte wieder in Ruhe gelangt. Daher möchte ich diesen prominenten Fall nutzen, um allen Opfern von Gewalt, vor allem psychischer und/oder sexualisierter Gewalt alle Kraft der Welt zu wünschen und feiere jeden Menschen, der es schafft, darüber zu reden, sich zu befreien und womöglich ihren Tätern einer gerechten Strafe zuzuführen. Inwieweit es überhaupt eine gerechte Strafe im Namen des Gesetzes geben kann, ist hier ein komplett anderes Thema, denn das kann niemand ermessen, da bin ich leider auch sehr alttestamentarisch eingestellt (ist Auge um Auge nicht fast Karma [etwas direkter vielleicht]?).
Am Ende bin ich einfach nur unglaublich enttäuscht, ja das ist die richtige Formulierung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich dazu äußere, denn eigentlich erscheint mir das Thema ja wie Blätterwald-Gossip, doch es passiert ja leider immer wieder und eben nicht nur in der High-Society oder bei den "Stars", sondern mutmaßlich hinter so vielen verschlossenen Türen und ich kotze, wenn ich daran denke, dass Menschen nicht in der Lage sind, friedlich, zivilisiert und vor Allem gewaltfrei miteinander zu leben. Meine Fresse, die Konsequenz ist, dass wir uns gegenseitig hassen und ausrotten und am Ende fragen wir uns dann, warum im Nahen Osten Menschen so schnell bereit sind aus welchen "Gründen" auch immer anzufangen sich gegenseitig von heute auf morgen abzuschlachten und keinen juckts? Ekelhaft! In diesem Sinne... habt einen angenehmen und friedfertigen Sonntag voller Liebe und schließt ruhig auch mal die Opfer, die man nicht sieht in eure Gebete ein, ob ihr glaubt oder nicht.

3/21/2026

Depri-Sehnsucht

Manchmal so wie heute abend sehne ich sie mir wieder herbei und schaffe es fast mich selbst so sehr runterzuziehen, dass ich das Gefühl von Depression bekomme. Das Hauptproblem ist, dass ich mich nicht mehr fallen lassen will, weil das Gefühl allein einfach nur unangenehm ist und keinen Spaß macht, wenn niemand da ist, der das mit dir fühlt. Und a fallen mir dann das Vogelstraßenmädchen und der Mondschein ein und ich muss lachen, denn die beiden sind auf ihre Weise so etwas wie Konstanten in meinem Leben und ich bin so dankbar, denn viel mehr wollte ich eigentlich nie haben, nur ein paar Konstanten.

Und Alter habe ich früher gute Lieder geschrieben, das ist schon fast ekelhaft gut, was da herauskam. Vielleicht ist es auch der Likör, der mir zu Kopf steigt und die Melancholie, der Time-Tango das Karma-Karussell, der Blick zurück an einem sich sehr einsam anfühlenden Abend. Ich weiß es nicht, irgendwas ist komisch heute Abend und ich mag es irgendwie, schade, dass ich es nicht mit jener Einen teilen kann, der ich schon seit Ewigkeiten mein Meer aus Tränen übergeben will.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

Schöpfer oder Scharlatane

Ich frage mich, ob das ein Bubble-Problem ist, etwas, dass ich als Creator und Betroffener fühle oder ob die ganze Welt in diese Richtung tendiert oder ob die allgemeine Meinung, die natürlich von der Industrie befeuert wird, negativ zu digital erstellter Musik ist?
Ich merke für mich persönlich, dass ich natürlich mehr Musik von dem höre, was ich selbst mache, wenn ich gerade im Prozess einer Album-Produktion bin, aber das war schon damals so, als ich mit einer echten Band gearbeitet habe, da hört man sein eigenes Zeug häufiger als seine Lieblingsbands, ich glaube das ist normal. Ich stelle mir eher die Frage, wieviele Menschen so sehr berauscht davon sind ständig neue Musik zu erschaffen, aus Launen heraus und ohne den künstlerischen Anspruch, den ich mir für mich einbilde, quasi nebenbei und damit die wahre Großartigkeit dieser Technik zu etwas machen, das ähnlich wie Tarot-Karten von spielbaren Karten zu Partyspaß-tauglicher Zukunftswahrsagerei wurde.

Wie auch immer, ich bin einigermaßen stolz, dass ich mittlerweile einen funktionierenden Work-Flow gefunden habe, der mir ermöglicht kreativ zu sein und gleichzeitig etwas künstlerisches zu erschaffen, das sich richtig anfühlt. Und auch wenn viele immer noch der Meinung sind, dass man, obwohl man Melodie, Text und viele Stunden Feinarbeit in einen Song gesteckt hat, nicht dessen Schöpfer ist, weil eine KI das ganze zurechtschleift und quasi die Musiker ersetzt, dann ist das so. Im Grunde ist das genau das gleiche, das in vielen Zweigen der Industrie seit Jahrzehnten passiert, nur weil es hier um unsere Kunst geht sollten wir uns nicht dem verschließen. Immerhin kommt so neben dem wirklich vielen Müll auch einiges an Großartigem ans Licht, das sonst niemals möglich gewesen wäre und ich rede wirklich nicht von: "Mach mir einen Song über meinen letzten Popel, den ich mir aus der Nase gepult habe", da bin ich bei der Masse, Prompten ist nicht erschaffen, vielleicht auch ne Kunstform aber bei Weitem nicht das, was ich meine, wenn ich von Kunst rede.

Wie gesagt, ich weiß gar nicht, wieviele Menschen das überhaupt betrifft, wieviele Menschen ARBEITEN wirklich mit kreativer Intelligenz und für wieviele ist es Spielzeug und Freizeitspass? In diesem Sinne...

3/20/2026

Was wenn Jesus in Wirklichkeit ein Gaysus war?

No fucking problem, oder?

Ich neige in den letzten Tagen zum Wandvollschreiben, hier versuche ich es mal relativ kurz zu machen, denn eigentlich ist es egal. Für mich als Gläubigen, der seinem Weg folgt, spielt seine sexuelle Ausrichtung keine Rolle, genauso wenig wie die von jedem anderen, denn die Lehre ist das entscheidende, jene von Nächstenliebe, Vergebung und Gerechtigkeit, vielleicht sogar Menschlichkeit. Für die Kirchen, die Religionen und viele Glaubensgemeinschaften wäre es vermutlich ein Schlag in die Fresse, würde es doch der Unterdrückung, Verunglimpfung und Verurteilung Homosexueller als Menschen dritter Klasse noch hinter Frauen weltweit als die Doppelmoral entlarven, die sie schon immer war. Und immerhin behaupten viele davon sogar direkt auf der Lehre von Jesus zu basieren, in der Ausgrenzung eher kein Hauptpunkt ist. Vielleicht wäre aber ein offen schwuler, asexueller oder bisexueller Jesus kirchenhistorisch der Ursprung eines ganz anderen Umgangs mit dem Thema geworden und hätte wenigstens dieses Thema so obsolet gemacht, dass es für uns heute gar keines mehr wäre, wenn heute rauskäme, dass es so gewesen ist, die LGPTQ+ Community würde direkt den nächsten CSD feiern, er das Ding heißt ausgeschrieben CHRISTOPHER Street Day, was denkt ihr woher der Name Christopher kommt, so what?
Tatsache ist aber, dass über Jesus "Privatleben" wenig bis gar nichts bekannt ist und diese Frage daher ein reines Gedankenexperiment ist, welches sicher bei dem ein oder anderen die Halsader anschwellen lässt, aber hey was wäre so schlimm an einem schwulen Gott? Und ohne zu urteilen, vermute ich, dass in der Beantwortung dieser Frage mehr über die eigene Persönlichkeit ans Licht kommt, als so mancher gerne hätte. In diesem Sinne...



Bye Chuck

RIP

 

3/19/2026

Nierenwerte schlecht

Wenn deine behandelnde Ärztin einen Witz über deine Werte macht, dann ist eigentlich alles in Ordnung, wenn sie dann noch sagt, außer, dass du von einer Maschine abhängig bist, sei man gesund, nun ja. Genau mein Humor. Aber im Ernst, derzeit geht's mir relativ gut, die Schmerzen sind nur noch dann und wann präsent, ich bin produktiv und die meiste Zeit tiefenentspannt, von dem komischen Tinnitus, der an manchen Tagen in meinem Ohr pocht, der Sehschwäche nach 10 Stunden Bildschirmzeit und dem Zahnstatus mal abgesehen bin ich insgesamt auch mit mir zufrieden. Und das mit dem Phosphat bekommen wir auch noch in den Griff, die Idee es einfach nach Tageszeit zu nehmen finde ich spannend und erscheint mir wie etwas, das ich in eine Routine bringen kann.

Ich markiere den heutigen Tag mal, als einen Anfang diesbezüglich! Danke für die Hoffnung...

3/17/2026

Früher war's zu wenig

Geht es euch auch so? Die Leute um mich herum haben heutzutage irgendwie von allem genug, teilweise sogar zu viel und regen sich darüber auf, dass dieses und jenes geregelt wird und man zu viel Auswahl hat. Und ich wette mit euch, bei einigen weiß ich sogar, dass ich die Wette gewinne, die gleichen Leute haben vor 20 Jahren rumgejammert, dass sie hiervon zu wenig und davon zu wenig haben. Heute scheint das Einzige wovon die meisten zu wenig haben Geld zu sein, wahrscheinlich, weil es von allem Anderen zu viel gibt, was sie sich nicht leisten können. Was für eine verrückte Welt in der wir leben, oder?
Wie wäre es denn vielleicht einfach mal mit genug? Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hatte ich nicht viel, es fühlte sich zu wenig an, weil ich zu viel wollte, heute erarbeite ich mir alles, was ich will, und bin dann damit zufrieden, oder freue mich gar darüber und meist kommt dann obendrauf noch ein Bonus den ich gar nicht erwartet habe, ich behaupte, weil ich zufrieden mit dem bin, was genug ist. Und ich empfehle das wirklich nur weiter, wir brauchen keinen Überfluss, das Zuviel haben, habe ich auch ausprobiert, es ist Belastung und unnatürlich, wir sollten uns beschränken auf das, was wir brauchen, alles andere kann man weggeben, denen die nicht genug haben, denn die gibt es ja auch noch und wenn alle etwas von ihrem zu viel abgeben und alle mit dem genug zufrieden sind, dann haben alle genug und sind zufrieden. Ich weiß, das klingt nach Kommunismus, aber wenn DAS Kommunismus wäre, dann wäre es erstrebenswert. Und nebenbei wäre es noch "Geben ist seliger denn nehmen", ich glaube ganz fest, dass es einfach nur eine bessere Welt wäre, egal wie man es dann nennt.

3/14/2026

Warum sind die Bösen interessanter?

Eigentlich wollte ich das Ding ja nennen: "Warum sind die schlechten Menschen so viel besserer Stoff für gute Figuren?", aber das erschien mir zu lang und zu spezifisch. Ich habe gerade für Xillia einen absoluten Smash Hit produziert, den ich sehr wahrscheinlich mit auf das Bubatz Gang Berlin Album im Sommer packe. Bisher darf ich natürlich noch nichts verraten, denn die Kollegen von Tickman Life Records mögen das so gar nicht, wenn ich hier vorzeitig Sachen ausplaudre. Ich kann nur so viel sagen, es wird wahrscheinlich auch auf der Compilation "NRSS" auftauchen, die irgendwann 2027 geplant ist.

Zur Überschrift des Posts, es ist einfach spannender die Bösen zu hinterfragen, weil sie Dinge tun, die wir uns erst erklären müssen, die wir nicht verstehen, die so weit weg sind von dem, wie wir handeln. Ich kann im Grunde nur für mich sprechen, doch mir wären viele Lösungen, die für solche Menschen in Frage kommen moralisch gar nicht möglich umzusetzen, doch sie machen es einfach, nicht unbedingt, weil sie wirklich böse sind, oft auch einfach, weil sie die Konsequenzen nicht überdenken und nicht länger über weitere Lösungen nachdenken, denke ich. Und da geht es dann ja schon los, ist das wirklich der Grund oder sind ihnen die Konsequenzen egal, sind sie einfach mehr Alpha und machen Sachen einfach, sollen doch die Betas und Gammas hinter ihnen aufräumen, verachten sie Deltas und Omegas? Oft sind böse Taten erst der Anfang von vielen vielen Fragen guter Menschen oder die Konsequenz der Untätigkeit eben Jener. Sind Kriegsverbrecher böse Menschen oder Opfer die zu Tätern werden? Und warum ist diese Frage interessanter als die, was mit einem untätigen Bauern in einem Kriegsgebiet geschieht? Weil Taten zeigen, wer wir sind und Untätigkeit langweilig ist? Weil wir blutrünstige Bestien sind, die sich am Bösen ergötzen, das wir uns selbst nicht trauen zu tun? Oder sind wir sowieso von Grund auf Böse und sehen im Bösen, dass andere Menschen tun bloß Bestätigung unseres Tribalismus?

Ich jedenfalls will nicht böse sein, ich schreibe böse Figuren, die meist auf realen von mir als böse empfundenen Menschen basieren, weil das meine Art ist mit dem Bösen in meinem Leben umzugehen, es zu verkraften, zu verarbeiten, es nicht Teil von mir sein zu lassen. Und wahrscheinlich sehen sich sogenannte böse Menschen selbst auch gar nicht als böse, weil sie es wie auch immer für sich rechtfertigen können, was sie tun, was es jedoch nicht besser macht. Doch am Ende bin es nicht ich, der schlussendlich urteilt, solange wir nicht alle vor der letzten Instanz stehen, ist alles, was wir sagen, denken und tun bloß das, was eine Aussage darüber trifft, wer wir sind, sozusagen eine Meinungsaussage über ein Leben hinweg. In diesem Sinne...

3/12/2026

Sind Mobbingopfer Teilschuld?

Eine dieser Rage-Bait Fragen in meiner Welt, denn natürlich ist das Opfer immer das Opfer, wie könnte man denn etwas anderes behaupten? Ich höre schon wieder die Täter-Opfer-Umkehr Schreie und so weiter, A-Bär: Ist denn nicht ein Narzisst auch IMMER Opfer, wenn er nicht gerade Täter ist? Und welche Teilschuld kann ein Opfer schon haben? Sicherlich nicht, jemand der aus keinem erkennbaren Grund gemobbt wird, einfach weil er/sie natürlich auch zur falschen Zeit am falschen Ort auf Menschen trifft, die irgendwas loswerden müssen, Stress abbauen wollen oder sonst was, oft sind Mobber vermutlich auch am Copen und irgendjemanden trifft es dann eben, weil sie nicht lachen, sondern Ableiten.
Was ich mit der Teilschuld meine, ist vor allem etwas, das Menschen zu Opfern werden lässt, für vieles dafür können sie gar nichts, daher ist das Wort Schuld irgendwie falsch. Ich spreche nicht davon, dass sich jemand, jeden Morgen bewusst mit Scheiße einschmiert, um auf der Arbeit dann gemobbt zu werden, weil er einfach stinkt. Das ist dann fast schon folgerichtig auch wenn man argumentieren könnte, dass der Scheißeschmierer vielleicht ein Trauma erlitten hat und deswegen gar nicht anders kann und sich unbewusst einschmiert und damit keine Schuld hat, es sei denn er war zumindest an dem teilschuldig, was sein Trauma ausgelöst hat, ihr checkt schon, Verantwortung, Lebenswege, Karma, Aktion, Reaktion. Theorie!

Kommen wir zur Praxis, ein junge hat eine unheilbare Krankheit, erhält Vergünstigungen im Schulalltag ohne, dass die Mitschüler wissen, warum und zu allem Überfluss ist der Junge auch noch etwas unsozial, weil seine Freizeit daraus besteht, dass er in Krankenhäusern rumhängt und Behandlungen über sich ergehen lässt. In der Schule versucht er aber einfach nur durchzukommen. Trägt dieser Junge eine Teilschuld, weil er nicht offen zu seinen Mitschülern ist und ihnen sagt, was mit ihm los ist, weil er Angst hat dann ausgegrenzt zu werden? Klingt wie Arschkarte oder? Du wirst ausgegrenzt und gemobbt, weil du es nicht sagst und du bildest dir ein, es wäre genauso, wenn du es sagst.  Der Junge entschied sich dazu, es nicht zu sagen und wurde Opfer. Und weil wir Menschen nun einmal so sind, fügen wir uns irgendwann in unsere Rolle und lassen es über uns ergehen, vor allem wenn wir durch unser Leben außerhalb dessen so sehr geschwächt sind, dass ein Aufbäumen, ein Wehren, ein die Rolle verlassen nicht mehr möglich ist. Und die Tätet? Die nutzen das natürlich aus, um sich selbst daran aufzurichten, ihr eigenes Scheitern zu verbergen und die Tatsache, dass sie alle Arschlöcher sind und genauso wenig aus ihrer Rolle herauskönnen macht  es nicht besser, denn würden sie ihre Energie nutzen sich auf die Seite des Mobbers zu stellen, hätten sie dann ja auch dessen Leben mitzutragen. Geteiltes Leid ist halbes Leid fühlt sich an dieser Stelle oft wie ein moralisches BlaBla an und ist verständlicherweise nur den Stärksten schon als Kind möglich, wo man vor allem durchkommen will und sich am liebsten im Schutz der Vielen aufhält oder irgendwie unter dem Radar schwimmt. Ich war immer froh, wenn ich im Sport nicht der allerletzte war der gewählt wurde, weil man mir durch meine Größe zum Beispiel beim Völkerball einen gewissen Vorteil zugestand, klein und schnell wird weniger getroffen, während ich beim Basketball bei einer ungeraden Zahl meist wie ein Euroartikel hin und hergeschoben wurde, nehmt ihr Alex, dann dürft ihr auch anfangen. Aber das war nicht wirklich Mobbing, das war Logik und ich habe das auch verstanden, ich war oft für das Team in das ich kam sportlich eine Verschlechterung, selbst wenn ich faktisch ja der Eine mehr war, meine Fähigkeiten lagen schon immer woanders und das schützte mich vor Mobbing, das und die Tatsache, dass ich schon immer relativ offen mit all meinen gesundheitlichen Einschränkungen umging, nehmen wir mal die schwarze Periode raus. Darum war ich fast nie Opfer von Mobbing und kann nur spekulieren, welche langjährigen Traumata es mit sich zieht und welchen Einfluss es auf die Psycho für den Rest des Lebens nehmen kann.

Aber was wenn das Opfer förmlich danach schreit, weil es sich einer Öffentlichkeit stellt, in welche sie sich aus Selbstüberschätzung und fehlende Reflektion traut, was wenn das Opfer wirklich aktiv eine Mitschuld daran trägt, dass sie gemobbt wird. Wir erleben das im Internet fast täglich, irgendwer scheißt rein und wird dann von der gesamten Bubble einmal durch den Kakao gezogen, im schlimmsten Fall gibt es ein Statement, dass es dann nicht besser macht, weil man noch einmal einen oben drauf setzt und das Volk hat wieder einen Sündenbock, übrigens denke ich, dass diese Vorgehensweise leider sehr menschlich ist und bereits am Pranger im Mittelalter und sicherlich auch schon in den Höhlen unserer Urahnen stattfand, nur eben nicht ganz so anonym vielleicht. 

Wenn ich also mit einer Arroganz auftrete obwohl ich nichts vorzuweisen habe und mich wundere, dass die Anderen mich nicht für so cool halten, wie ich mich selbst und mich mobben, dann geht das eine ganze Weile gut, im schlimmsten Fall dissoziiere ich und spalte Persönlichkeitsanteile ab und lerne mich in Situationen in denen es machbar ist mich über andere zu erheben, selbst wenn es nicht auf irgendwas Geleistetem fußt. Ich werde ein Narzisst - das ärmste unter den Würstchen, die irgendwann mal Opfer waren, es heute aber je nach Situation nur noch spielen, wenn sie eben nicht gerade Täter sein können. Um ein Narzisst zu werden (ich benutze den Begriff nicht wirklich medizinisch, falls das jemand kritisieren möchte), hilft es natürlich schon vor dem eigentlich Opfer werden ein Arschloch gewesen zu sein, um dann aus der Opferrolle die falschen Schlüsse zu ziehen und in eine gegenläufige Aggressions und Rachespirale zu driften.

Was kann ich den Kindern also beibringen, damit sie nicht Opfer und nicht Täter werden müssen, am Ende der Kindheit/Jugend (der härtesten Zeit des Lebens) keinen Knacks zu haben, irgendein Trauma zu konservieren oder Narzisst zu sein? Meiner Meinung nach sollte man seinen Kindern beibringen ehrlich zu sein, mit offenen Karten zu spielen und jedes andere Kind so zu behandeln, jeden Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte und wenn da mal ein Arschlochkind bei ist, dann reicht man ihm die Hand und versucht lieber gemeinsam seine Probleme zu lösen, als dessen Probleme zu verschlimmern, an dieser Stelle würde ich mich gern bei Frau L. entschuldigen, die zu meiner Grundschulzeit dieses eine Arschlochkind gewesen ist, welches auf eine komplett sozialisierte Gruppe von Viertklässlern traf, die es nicht schafften sie zu integrieren.

Am Ende noch etwas vom Klugscheisserlex: Jedes Leben muss man irgendwann  in die Hand nehmen, selbst wenn man der Meinung ist jemand oder etwas wäre einem was schuldig. Kein Gott und kein Kindheitstrauma gibt einem die Entschuldigung nicht in die Schmiede seines Glücks zu gehen. Und diesen Weg kann man jeden Tag beginnen und man kann auch jeden Tag aufhören andere für sein eigenes Scheitern verantwortlich machen und aufhören irgendeinen Vergleich zu ziehen, denn wenn wir uns in den Finger schneiden ist unser Blut immer rot, IMMER!

Wenn Lachen unpassend wirkt

Das Leben ist manchmal so absurd, dass ich entweder lache oder daran zerbreche
Coping ist so eine Sache, viele Menschen haben Mechanismen, die sie in Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, überfordert sind durch Stress, Angst oder Unsicherheit nutzen, um sich selbst zu entlasten und nicht Crash Out zu gehen und damit vielleicht ungerecht zu werden und sich selbst oder andere Menschen zu verletzen. Ich habe mir angewöhnt, bewusst oder unbewusst, zu lachen. Das ist natürlich je nach Situation schwierig und wirkt oft noch missverständlicher als eine Crash Out Reaktion, allerdings ist es für mich zumindest derzeit die angenehmste Variante. Warum ist das überhaupt ein Thema? Nunja, viele Menschen verstehen das nicht, dass man, anstatt sich aufzuregen, Bluthochdruck und das Risiko eines Schlaganfalls einzugehen in Situationen, in denen man sich aufregen sollte, einfach zu lachen anfängt und damit die vermeintliche Ernsthaftigkeit der Sache raus nimmt, um sich selbst zu entlasten. 

Wer mich deswegen als problematisch ansieht, dem mag ich ganz kurz über Sender und Empfänger aufklären, denn klar sende ich natürlich auf der Interpretationsebene ein Gefühl von Nichternstnehmen und Verlachen, allerdings ist das Lachen die Sachebene, es bedeutet tatsächlich eher etwas wie "ich pack das grad nicht, bin überfordert, brauche ein Ventil", besonders unschön ist sowas, wenn es in emotional eher traurig konnotierten Situationen geschieht, der ein oder andere kennt das von Beerdigungen, anstatt zu weinen muss man laut loslachen. Ich hatte das übrigens das erste Mal, an das ich mich erinnern kann am zwölften September 2001, als in unserer Klasse jemand eine wirklich emotionale Rede hielt und ich laut loslachte, weil ich es nicht halten konnte, vermutlich war das der erste Coping-Vorfall in meinem Leben diesbezüglich an den ich mich erinnere, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich so ein Arschlochkind gewesen bin, es wirklich lustig gefunden zu haben. Rausgeflogen bin ich trotzdem, um über mein Verhalten nachzudenken, wodurch ich noch mehr lachen musste, naja scheinbar war ich schon damals mehr Emotion als Logik. Die Menschen, die mit im Raum waren, die mich nicht gut genug kannten waren natürlich entsetzt und im Nachhinein wäre ich wohl auch jemand, der anhand solchen Verhaltens die Augen verdreht, meine Freunde saßen anschließend mit mir auf dem Flur, für die war es kein Problem, entweder weil sie mich so gut kannten, oder weil sie es im Vergleich zu mir wirklich lustig fanden und mich dafür feierten, dass ich an ihrer statt gelacht habe, was dann aber wieder bedeuten würde, dass sie die Arschlochkinder waren, was sie in meinen Augen definitiv nicht waren, sondern loyale Freunde bis heute.

Schwierig ohne Kontext zu verstehen, was jemand sendet und es so zu empfangen wie es gemeint ist. Daher bin ich für viele wahrscheinlich auch ein sehr nerviger Gesprächspartner, wenn ich bei Unklarheiten oder Nichtübereinstimmung von Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Gesagtem, nachfrage, wie etwas wirklich gemeint ist. Zum Beispiel habe ich Sonntags oft einen Käpt'n vor mir sitzen, der guckt, als wolle er jemanden töten, eine Tonfarbe als hätte man ihm seine Förmchen geklaut und eine Körperhaltung wie jemand, der eigentlich auf gar nichts Bock hat und lieber ins Bett will. So jemand sagt einem dann: "Ich würde gerne mitmachen!", was denkt ihr, sagt dieser Mensch die Wahrheit? Und wenn man ihn fragt, weil er ja den Konjunktiv verwendet, der eine Bedingung herausfordert, was dafür erfüllt werden müsste, reagiert er mit Aggression, was würdet ihr sagen, möchte er wirklich mitmachen? Das war nur ein kleiner Ausflug in das Sender und Empfänger Leben of mine, Probleme mit kleinen und großen Kindern in meinem Alltag.

nochmal Entschuldigung an alle, die damals dachten, ich lache tatsächlich über den Tod von über 3000 Menschen und wäre respektlos gewesen aus purer Bosheit heraus.

Wohlstand für Alle 2026

...klingt erstmal wie etwas, das man so unterschreiben möchte, ohne groß nachzudenken. Ein bisschen wie ein Versprechen aus einer besseren Welt. Oft wird das automatisch mit Karl Marx verbunden, obwohl Marx selbst weniger über eher darüber gesprochen hat, wie Besitz und Macht verteilt sind und wer am Ende wirklich davon profitiert. Marxisten sind im Kern Leute, die genau diese Fragen stellen: Wer besitzt was? Wer arbeitet für wen? Und warum fühlt sich das System oft so an, als würde es für viele nicht funktionieren, obwohl es theoretisch könnte?

Wir leben in 2026 in einer Welt in der alles gleichzeitig möglich wäre, sowohl gerecht aufgeteilter Reichtum für alle und dennoch die Befriedigung der gierigen Spitze der Pyramide. Technologisch könnten wir längst in einer Welt leben, in der weniger Arbeit mehr Leben bedeutet aber stattdessen drehen sich viele im Kreis zwischen Druck, Vergleich und Existenzangst. Der Gedanke, dass Wohlstand gerechter verteilt werden könnte, wirkt plötzlich nicht mehr wie Ideologie, sondern wie eine offene Frage. Vielleicht nicht als fertige Lösung, aber als Erinnerung daran, dass das System, in dem wir leben, nicht alternativlos ist und dass irgendwo zwischen Ideal und Realität noch Platz für neue Ideen ist.

Ich bewundere alljene, die wie auch immer sie einen Reichtum erlangt haben, der jegliche Existenzängte und Vergleichsdurck überwunden hat und bei dem selbst eine Halbierung des Reichtums noch als Reichtum gilt, allerdings würde ich mich freuen, wenn dies zu einem moralischen Umdenken führen würde und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum man das nicht abgeben will. Ist es nicht viel toller, wenn man mit Menschen etwas teilt? Und sei es nur gemeinsame Hobbys wie Golfen oder Lambo fahren? Und wenn einer reich wird, warum sollte er den Reichtum nicht teilen und schon wäre man gemeinsam reich. Mich beschäftigt eher die Frage ob es für Reichtum, selbst für gerechten Reichtum überhaupt Armut geben muss? Und dabei könnte man dann auch philosophisch werden und sich fragen, ob Reichtum insgeheim zu moralischer Armut führt und die Armen diesbezüglich die Reichen sind? Oder ob es keinen Einfluss hat, dieser Meinung bin ich, ob man arm oder reich ist, dass es auf den Charakter ankommt, die Persönlichkeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hässliche, Schwule, Behinderte scheiße sein können und ob jemand mehr Geld hat nichts an seiner Persönlichkeit verändert, außer vielleicht eine Stärkung dessen, was man eh schon war. Arschlöcher gibts auf alles Positionen des Spektrums.

Auch wenn das fast schon zu weit führt, würde in meiner Welt auch der Paragraph 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland für eine Gleichverteilung sprechen, denn hier steht, dass jeder vor dem Gesetz gleich zu behandeln ist. Interpretiert man das so wie ich, müsste auch jeder die gleichen Bedingungen haben dem Gesetz gegenüberzutreten, vor allem auch finanziell, denn sonst könnte es im schlimmsten Falle passieren das finanzielle Bessergestelltheit das Gesetz beeinflusst und eine blinde Justitia plötzlich schöne Kleider trägt. Nur so ein Gedanke... 

Vangelia

Kleine Kinder spielen in der bulgarischen Ebene, von weitem zieht ein Gewitter auf, die Kinder laufen heim, nur die kleine Vangelia ist so fasziniert vom Naturschauspiel, dass sie wie gebannt auf die zuckenden Blitze starrt und die Wolken beobachtet, wie sie ineinander fließen. Dabei bemerkt sie gar nicht, dass ihre Füße schon längst nicht mehr auf dem Boden stehen, sondern sie in den Wirbel eines Tornados gezogen wurde, sie wird ohnmächtig.

Kilometer entfernt wird sie aufgefunden als der Sturm vorbei ist, ein merkwürdiger sandiger Film ist über ihren Augen, sie versucht die Augen zu öffnen und schreit vor Schmerzen.

Später wird Vangelia hellsichtig und benutzt ihre innere Sicht anstatt ihrer Augen, denn die funktionieren nicht mehr.

3/11/2026

Das Apfel-Birnen ESC-Problem

Wie funktioniert normalerweise ein sportlicher Wettbewerb?
Völlig egal in welchem noch so absurden Sport gelten zuerst einmal für alle ein paar grundlegende Dinge, zum Beispiel die Sportart ist für alle Kombattanten die Gleiche. Und es gibt klar messbare Ergebnisse, womit gewertet werden kann, wer schlussendlich der Bessere ist, Punktesysteme, Zeitmessungen, etc.

Gleicher Song? Verschieden interpretiert?
Verschiedene Songs? Gleicher Interpret?
Früher hatten wenigstens noch alle das gleiche Orchester
Das könnte man heute sicherlich mit der gleichen KI oder so lösen
Aber im Grunde ist beim ESC nichts vergleichbar, das ist zwar für united in music geil, macht es aber wie es von vielen gesehen wird auch zum Festival und weniger zum echten Wettbewerb, ich meine hey, eine Jury entscheidet, da sind wir in Sportarten wie Tanzen oder Skaten oder Boxen, wobei letzteres nicht mehr ganz so random ist, wenn einer am Boden liegt. Aber im Ernst, vielleicht müsste man für einen Musikwettbewerb ein paar deutliche Änderungen vornehmen.
Verschiedene Gruppen, die quasi gegeneinander antreten, bei 36 Ländern z.B. 9 Gruppen a 4 Länder, von denen die 2 meistgewünschten weiterkommen. Ich stelle mir das so vor, dass man wie gehabt zwei Halbfinalshows hat, einmal 4 einmal 5 Gruppen spielt, das Publikum wählt also insgesamt 18 Lieder ins Finale, dort finden dann Duelle statt, wo nochmal halbiert wird und dann die übriggebliebenen 9 Lieder in das Jury/Zuschauer Voting gehen und einen Song auswählen. Das wäre dann noch nahe am jetzigen System und würde dennoch mehr Spaß versprechen. Gerechtigkeit, naja weiß ich nicht, wäre halt immer noch Äpfel gegen Birnen.

Oder man differenziert vorher nach Musikrichtung, jeder meldet halt je nach Beitrag und man lässt eben 5 verschiedene Musiken gegeneinander antreten, die jeweils einen Genre Sieger ausmachen und dann am Ende quasi den ultimativen Champion ausmachen.
Nur so ein paar irre Ideen!

3/10/2026

ADS-Narzissmus vs. Intelligenz

142, spannende Zahl, beinhaltet sie doch drei Potenzen von Zwei und ist nochmal um zehn größer als bei meiner letzten Messung vor circa zehn Jahren. Dass es sich hierbei um meinen Intelligenzquotienten handelt, ist einerseits ein ganz gutes Indiz dafür, dass mein Psychiater recht hat und ich kein ADS habe, schließt das jedoch nicht aus. Mein Narzissmus bewegt sich im gesunden Bereich und ist wohl Bestandteil des menschlichen Streben nach mehr und unterstützt die These, dass ich nicht unbedingt einer der Toastbrote bin, denen ich mich manchmal doch so sehr überlegen fühle, dass ich sie als dumm bezeichnen würde.

Leider finde ich die Studie nicht wieder, in der ich gelesen habe, dass Angststörungen sowie Depressionen oft eine gewisse Intelligenz voraussetzen, die komplexes Denken erst ermöglicht, wodurch auch viele Probleme und Konsequenzen zu sehen sind, die so hypothetisch sind, dass sie von "Normalintelligenten" gar nicht in Betracht gezogen werden oder sichtbar sind.

Was hat das jetzt mit ADS zu tun? Nun ja, und an dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn irgendwas in diesem Post fachlich falsch ist, irgendjemanden shamed, framed oder sonst wie abfuckt, es sind bloß ein paar Gedanken, die ich gerade habe. Ich würde mich sogar davon distanzieren, dass es sich dabei um meine Meinung handelt, vielmehr ist es ein Ausspeichern und vor mich hin ideeisieren.

Ich glaube, ADS ist eine moderne Ausrede für Überforderung und der Unfähigkeit ins Handeln zu kommen aus Angst davor zu scheitern. Ich verstehe das total, ich habe viele Ängste, vor allem solche, die meine Existenz bedrohen, andererseits ist das Handeln im Sinne der Produktivität kein Problem mehr, weil ich gelernt habe mit meinen Defiziten Möglichkeiten zu finden, mich dennoch zu verwirklichen. Und hier kommt dann vermutlich das Mindset of the Fittest ins Spiel, die Selbstsuggestion einfach Alles zu können, wenn man es lange genug lernt. Mir macht Lernen Spaß, ich habe in den letzten Jahren bei Beobachtungen in der Kita gemerkt, dass ADS anders ist, als das was ich habe. Denn während gerade der auffälligste Junge dort immer wieder wütend wird, sich immer und immer wieder selbst blockiert indem er Abläufe nicht strukturiert sondern vier oder fünf Sachen gleichzeitig machen will, dann logischerweise gleichzeitig bei fast allen davon scheitert und sich darüber aufregt, es ihm aber an Transferleistung fehlt, daraus abzuleiten, einfach eine Reihenfolge einzuhalten oder eine gewisse Struktur zu bringen, habe ich für mich entdeckt, dass ich auch den Impuls zu zig verschiedenen Dingen bekomme, diese dann aber automatisch nach Attraktivität oder Wichtigkeit oder einfach alphabetisch ordne, um sie hintereinader abzuarbeiten. Der Nachteil ist, dass ich trotzdem oft die hinteren Dinge auf einer solchen Liste vernachlässige, weil mein Interesse von etwas Neuem geweckt wird, dass ich noch dazwischen lernen kann und will.

Und Das ist denke ich der entscheidende Punkt, ich habe keine Angst bestehendes Wissen zu überschreiben und Neues zu lernen, was vielleicht sogar Auswirkungen auf grundlegende Meinungen oder Ansichten meines Weltbilds hat und da würde natürlich ein ungesunder Narzissmus kicken, denn der ließe so wie ich das verstehe nicht zu, dass ich unrecht habe, was ja unweigerlich Teil eines Lernprozesses ist. Ich bemühe immer gern das Laufen lernen von Kleinstkindern, weil ich es faszinierend finde, ich sehe das immer wieder gern. Es ist ein Try and Error sondergleichen, ich habe noch nie von einem Kind gehört, dass irgendwann einfach aufsteht und gehen kann. Und so ist es im Grunde bei allem, was Menschen tun, bei allem, was wir zur Perfektion oder eben dem was wir dafür halten oder was für uns am menschenmöglichsten dem nahe kommt, dass wir immer wieder Fehler machen, um daraus lernen zu können.

Wenn ich zum Beispiel etwas Neues lerne, versuche ich zuerst alle mir sichtbaren und erdenklichen Fehler zu machen oder zumindest zu finden oder erwägen, um sie für spätere Wissensweitergabe zu kennen und Menschen, die es von mir lernen davor zu bewahren es falsch zu lernen, indem ich ihnen die Chance gebe die Fehler auch zu machen, aber auch eine Lösung parat zu haben, falls sie daran zu verzweifeln drohen. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, ob es RICHTIG als solches überhaupt gibt, es ist einfach nur das, was sich für mich als passend herausgestellt hat. In diesem Sinne...

Stanleys Top 100 Vol. 33

Es ist wieder einmal soweit, einhundert Empfehlungen frei Haus, meine Rotation des letzten halben Jahres in Chartreihenfolge, Stimmungsabbild und Psychogramm wie immer kostenlos dazu. Lasst mir ein wenig Liebe da und gönnt euch. In diesem Sinne ohne weiteres großes Geblubber:

"Du siehst aus wie'n Textmarker"

Ehrlich gesagt war das vermutlich das Merkwürdigste, das je jemand in diesen Hallen zu mir gesagt hat, was für ein unglaublich toller Mensch. So ehrlich und vor Leben sprudelnd, dass man gleich angesteckt ist. Ich kläre das gleich auf, dann werdet ihr verstehen, warum sie nicht ganz unrecht hatte, das ist eine ihrer Spezialfähigkeiten, sie macht dir gute Laune, lässt dich vergessen, dass du Schmerzen hast. Sie ist wie ein Wasserfall, aus dem unkontrolliert Worte herauspurzeln, während sie wie ein Wirbelwind durch die Gegend rotiert und dabei alles im Griff hat. Tage wie dieser, wo ich mich nach der Dialyse besser fühle als vorher sind der Grund weiterzumachen, der herzliche Service sogar danach gefragt zu werden, Gold. Aber genug der Lobhudelei, Stein des Anstoßes war mein Hardstyle T-Shirt in Neongelb, ich habe dann im Laufe des Nachmittags mal die Künstlerische Intelligenz rangelassen und e voila!

3/07/2026

Der Hamonist

Wisst ihr eigentlich wie ermüdend es ist, wenn man einen nicht endenden wollenden Kampf führt, von dessen Ende man sich mit jedem Schritt den man darauf zugeht wieder genausoweit entfernt wird, weil das persönliche Ziel scheinbar nicht mit jenem der Kombatanten übereinstimmt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass man fast jedes Problem, das Menschen untereinander haben mit genügend Worten beilegen und lösen kann. Menschen können Einklang erreichen und am Ende von jeder noch so weit auseinanderklaffenden Verschiedenheit kann ein Konsens gefunden werden, ein kleinster gemeinsamer Nenner, etwas wobei man vielleicht etwas Zähne knirschen muss, es aber für die Allgemeinheit schluckt und gut. Leider verlernen wir das derzeit als Gesellschaft und als Individuen, nicht nur das wir nicht mehr konsensfähig zu sein scheinen, wir beharren auch noch darauf, dass man sich auf eine meist sehr radikale Meinung einigen muss und wer nicht zu 100% dafür ist, ist dagegen. So funktioniert die Welt vielleicht, wenn man herrscht, wenn man keinerlei Konsequenzen seines Handelns hat, vielleicht wenn man scheissereich ist und selbst dann sollte man doch genug Weitsicht haben, dass Alles Konsequenzen hat, wenn auch nur auf lange Sicht.

Harmonie ist eine Utopie, ist mir bewusst, auch wenn ich ein Träumer bin, bin ich nicht dumm, allerdings kann man nahe herankommen an das, was ich als Gleichklang empfinde, so ne Mischung aus Liebe und Gerechtigkeit, alle sind zufrieden und erreichen ihre Ziele ohne jemand anderem zu schaden. Das ist möglich, dafür muss man bloß etwas weniger Ich leben. Idiome wie: "There is no I in TEAM", oder Ähnliches sind zwar cool als Kalenderspruch aber auch wenn sie etwas völlig anderes meinen stimmt es nicht, denn das was jeden Menschen als erstes ausmacht ist das Ich und vom Ich ins Wir zu kommen fällt vielen Menschen schwer, vor allem wenn das Vertrauen fehlt und uns überall vorgelebt wird, dass keiner für den anderen da ist. Wir sind mehr allein, als wir es wahrscheinlich je in der Menschheitsgeschichte waren, soziale Isolation trotz oder dank social media. Wie oft sitzt man abends allein zuhause und guckt Netflix anstatt mit Freunden wegzugehen, was machen wir überhaupt noch als Gruppen, ja mir fallen viele Sachen ein, aber machen wir die wirklich noch oder könnten wir sie machen? "Müssten" wir sie mal wieder machen? Wie soll Harmonie entstehen, wenn jeder sein eigenes Solo spielt? Das Leben ist ein Teamspiel! Wir werden geboren, sind darauf angewiesen, dass irgendwer uns beibringt wie es geht und uns bei den ersten Schritten so sehr unterstützt, dass wir die second stage erreichen, wo wir dann auf andere Spieler treffen, mit denen wir im besten Fall lernen, wie der Multiplayer-Mode abläuft um dann irgendwann im Single-Player in der Open World klar zu kommen, die wiederrum nur Spaß macht, wenn man sich ne Gruppe und vielleicht einen festen 2-Player Charakter sucht. Und dann? Je nach Ausrichtung erreicht man dann seine Quest-Ziele oder man versagt, aber die Open World Sandbox bleibt bestehen und hinter jeder Quest warten neue NPCs oder Real-Player-Chars. Ich bitte euch, ich bin kein Gamer, aber jeder kann dieses Bild doch verstehen oder? Wenn keiner die Spielumgebung stabil hält und ohne aktive Community, die Verbesserungen und Erweiterungen baut geht alles kaputt...

Ich bespreche gerne Abläufe und Dinge bei denen ich nicht alleine beteiligt bin, damit hinterher alle auf dem selben Stand sind und sich niemand wundert oder ausgegrenzt fühlt oder irgendwas unklar bleibt. Leider gerate ich in letzter Zeit immer wieder in Situationen, in denen dies als pedantisch oder rechthaberisch gewertet wird und Menschen mir sagen, sie fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, was ich einfach nicht verstehen kann. Sie sind es doch, die ich nach Konsens frage um ihnen den Druck zu nehmen, ich richte mich nach ihnen und erwarte doch bloß, dass sie sich an das halten was SIE mir sagen. Stattdessen fühle ich mich oft wie der jenige, der sich rechtfertigen muss, weil er sich an gemachte Abmachungen und Besprochenes hält und verwundert ist, dass es andere nicht tun. Ich bin ja noch nicht einmal sauer oder so etwas, versteh es einfach nicht? Wenn etwas dazwischenkommt oder nicht so läuft wie gedacht bin ich doch der letzte, der das nicht versteht, muss man mir doch nur sagen, ich kann doch nicht jede Variable in den Leben anderer Menschen mitleben oder erfühlen, das habe ich früher mal versucht, das tötet einen langsam. Und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum ich mir in einer solchen Situation die Rolle des "Schuldigen" geben lassen sollte, denn für mich gibt es einerseits gar kein Opfer sondern nur jemanden, der irgendetwas verschweigt und damit seinem Problem nicht die Luft gibt, die es zu seiner Lösung vielleicht bräuchte und andererseits nur etwas, das mit ein paar klärenden Worten wieder geradegerückt werden könnte, stattdessen bekomme ich ganz oft merkwürdige emotionale Schwingungen und Aggression. Das verstehe ich leider nicht!

Parteienzugehörigkeit während MdB abschaffen

Was kostet es denn das Parteibuch abzugeben, wenn man nach Berlin geht?
Alle die gewählt wurden sollten zusammenarbeiten, nicht gleichgeschaltet aber als ein Team, eine Mannschaft und klar manche haben Scheißideen, aber alle zusammen sollten regieren. Mehrheiten will ich gar nicht abschalten, aber die Parteigebundenheit hemmt soviele Ideen, gut oder schlecht, sie hemmt einfach, weil man Wählergunst verliert. Ich weiß noch nicht, wie das funktionieren könnte, aber irgendwie müssen wir den Politikern den Druck nehmen, dass sie das Richtige für unser Land tun und nicht für ihre Parteibücher oder gar sich selbst, denn zumindest in meinem Verständnis heißt Mitglied des Bundestages zu sein etwas völlig anderes als Kommunalpolitiker oder Privatperson und wenn ich Teil der Regierung bin, dann habe ich in diesem elitären Haufen der MdBs auch noch eine Verantwortung zu tragen für die Belange aller Anderen in diesem Land, das ich nun mitregiere. Und das sollte in dieser Zeit meine einzige Aufgabe sein, nicht die daran zu denken, wie ich das möglichst lange bin oder welchen persönlichen Nutzen ich danach daraus ziehen könnte. Regieren heißt im Hier und Jetzt das Beste für Alle im Regierungsbezirk zu tun und sich im Sinne seiner Bürger zu einigen und diesbezüglich macht es dann wieder keinen Unterschied ob ich Berlin Kreuzberg oder die Bundesrepublik regiere, ich trage die Verantwortung und mache und sitze mir nicht ne Legislaturperiode den Arsch breit und laufe vor Fernsehkameras her und rede Scheiße nur um das gleiche dann wieder von vorne zu machen, wenn wieder Wahl ist, weil ich mich persönlich bereichern will oder irgendeine persönliche Agenda habe. Mit dem Schritt in die Politik zu gehen verlasse ich diese Ebene und bin treuer Diener jener, die mich wählen, denn darum wählen sie mich ja, das ist der Sinn dahinter, ich vertrete deren Interessen, nicht mehr meine, wenn die sich decken super, aber das ist nicht erforderlich, denn darum heißt der Scheiß ja auch Staatsdiener, so wahr mir Gott helfe von mir aus, aber im Sinne der Bundesrepublik und seines Volkes. Was ist daran so schwer? Wenn ich merke, dass ich das nicht kann, dann trete ich zurück und lasse es Leute machen, die das können, jeder kann etwas, was andere nicht können und vielleicht sollte man zukünftig Menschen, die am besten Geld zählen können Eier lecken lassen und nicht unbedingt auf eines der höchsten Ämter in der weltweiten Politik aufstellen. Oder generell Bäcker backen lassen und einen Schmied schmieden, vielleicht ist das ja auch ein systemisches Problem, dass viel zu viele Menschen Dinge machen müssen, die gar nicht ihrem Naturell entsprechen, A-Bär das ist eine andere Geschichte, in diesem Sinne...

Work-Life-Balance

Balance lieber Herr Bundeskanzler heißt Ausgeglichenheit, und während Work für Arbeit steht, steht Life für Leben und ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, dass man mit einem Ausgleich keinen Wohlstand sichern kann.

Es ist schon schlimm genug, dass wir diese beiden eminenten Bestandteile heutiger Gesellschaften gegenüberstellen und nicht als zwei Seiten einer Medaille ansehen, die unseren Wohlstand sichert. Während viele das Konzept einen Ausgleich zwischen Freizeit und Arbeitszeit zu haben als esoterischen Blödsinn abzutun scheinen ist es nahezu logisch, dass ein Leben nicht nur aus hustlen bestehen kann (das bedeutet übrigens auf jungdeutsch arbeiten). Denn ein Mensch, der NUR arbeitet, weiß vielleicht irgendwann nicht mehr wofür er das tut, wofür verdient er Geld, welchen Wohlstand erhält er denn? Man möge mir verzeihen, dass ich das maskuline Imperfekt nutze oder wie auch immer das heißt, wenn man obwohl man them sagen könnte er sagt. Der Punkt ist entscheidend, ich verstehe ja sogar was Sie meinen, wenn sie solche Dinge sagen, nur Freizeit generiert halt gar nichts, keinen Wohlstand und auf Dauer auch keine Zufriedenheit, daher braucht es ja auch die Balance. Und es geht hier ja nicht darum, dass man 2 Stunden ins Büro geht und dann 10 Stunden aufs Sofa, obwohl es in vielen Branchen durchaus nicht viel mehr Aufwand bräuchte. Warum soll ich Zeit auf einer Arbeitsstelle verbringen, wo ich nur rumsitze, mit den Kollegen quatsche und unausgelastet Zeit verschwende, wenn ich gleichzeitig Fitness machen könnte, mich weiterbilden oder einem Hobby nachgehen? Einem Hobby, das ich in einer guten Wirtschaftslage zu einem Business machen kann und damit für mich und für allgemeinen Wohlstand sorgen könnte? Was Sie und so viele andere nicht verstehen ist, dass in dieser Welt nicht Arbeit oder Leistung oder Produktivität bezahlt wird sondern Arbeitszeit. Das dürften doch gerade Sie verstehen, der sie quasi einen 24/7 Job haben. Das derzeit vorherrschende 8 Stunden Schichtsystem, welches Sie zu präferieren scheinen basiert auf Henry Ford, wie Sie wissen, der einst in einem Interview zu Papier gab: "Freizeit ist eine unverzichtbare Zutat in einem wachsenden Verbrauchermarkt, weil die arbeitenden Menschen genügend freie Zeit haben müssen, um Verwendungsmöglichkeiten für Konsumgüter, einschließlich Autos, zu finden.“, im gleichen Interview im The World's Work Magazine aus dem Jahre 1926, also vor fast genau einhundert Jahren, sagte er: „Es ist höchste Zeit, sich von der Vorstellung zu befreien, dass Freizeit für Arbeiter entweder ‚verlorene Zeit‘ oder ein Klassenprivileg ist“, und das ist soziale Marktwirtschaft zuende gedacht. Und das ist auch die Balance, die sie so verteufeln.

Ich denke ich schreibe gar nicht an Sie sondern vermutlich eher an die ganzen Menschen, die denken, dass man einfach mehr machen muss, damit sich was ändert, das Ding ist, viele Menschen arbeiten tatsächlich den ganzen Tag und legen sich bloß zum Schlafen ein paar Stunden hin, denn Sie schuften in ihrer arbeitsfreien Zeit für jene, die nicht arbeiten, die Kinder, die Kranken, die Alten, die Arbeitenden, indem sie ihre Wohnungen sauber halten, Einkaufen, Wäsche waschen, ihre Betten machen, sie pflegen, füttern, versorgen und das nicht nur Nine to Five sondern dauerhaft. Wo ist deren Balance? Wo ist deren Lohnausgleich? Wo ist deren Teilzeit? Wo ist deren Freizeit?

Und was ist mit den Kranken selbst? Den Schwachen, den Alten, den Kindern? Kinder, die keine vernünftige Work-Life-Balance bekommen, mit genug Freizeit, um Gelerntes sacken zu lassen und Kind sein zu können mit einem guten sozialen Umfeld und einem von Ihnen präferierten Elternhaus in dem Eltern auch für die Kinder da sein können, haben sicher keine allzu gute Perspektive Wohlstand zu generieren oder erhalten zu können, oder?

Quo vadis Herr Bundeskanzler, gerechte Entlohnung und Wohlstand für alle und genug Zeit, diesen dann auch gewinnbringend zu erhalten und im besten Fall vermehren oder zurück zu einem System in dem die Einen die Anderen verwalten und all die Produktionskraft, Kreativität und vorhandenes Potential versiegen, damit Sie sich zur Mittelschicht zählen können und kürzen, wo es kaum noch etwas zu kürzen gibt anstatt oben anzufangen. Vielleicht haben Sie ja mal den Spruch gehört: "Der Fisch stinkt vom Kopf her", damit will ich gar nichts andeuten, allerdings waren schon bei den alten Ägyptern die Spitzen der Pyramiden aus Gold, während der Rest nur aus Kalkstein ist, waren sie in den letzten Jahren mal da, die Spitzen aus Gold sind nicht mehr da, das Fundament hält aber seit mindestens 3000 Jahren, ich würde immer auf das Fundament setzen. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass Kranplötze verdichtet sein müssen, womit ich auch auf das Handwerk anspiele, das seinem Ruf auch nicht mehr gerecht wird, weil Dienstleistungen immer teurer und die Handwerker immer älter werden. Und das wäre gar kein Problem, wenn wir in der Lage wären mit der Zeit zu gehen und unnötige Schwerstarbeiten digital oder kybernetisch ersetzen würden und stattdessen gutausgebildete Mid-Ager hätten, die mit Innovation und neuer Technik an alte und neue Probleme im Leben morderner Menschen herangehen und das für Sie so wichtige Geld generieren. In China (auch wenn ich das persönlich nicht unbedingt als erstrebenswert ansehe, die Gründe sind manigfaltig) bauen sie Hochhäuser in ein paar Wochen, bei uns dauert die Finanzierung und der Bauantrag schon eine Ewigkeit und kostet je nach Vitamin B ein vielfaches dessen, was man dort ausgibt. Und das hat nicht bloß was mit Sicherheitsstandards und anderen bürokratischen Fallstricken zu tun. Wenn in Deutschland eine effektive auf die Zukunft und am Menschen orientierte Bildungspolitik einer Arbeits- und Wirtschaftspolitik vorgeschaltet wäre, dann müssten wir über Work-Life-Balance gar nicht reden, weil jeder/jede/jedes dort eingesetzt und zufrieden wäre, wo er/sie/es gebraucht wird und gewinnbringend für die Gemeinschaft mit Freude und Motivation Wohlstand erschaffen könnte, weil man von Anfang an nach Fähigkeiten und Potential sein Leben angehen kann. Denn wenn es eines gibt, was ich nach der Schule nicht wusste, dann war das, was ich eigentlich gut kann, wofür es Bedarf gibt? Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass wir in einer Zeit leben, in der quasi jeder, alles lernen kann und im Grunde auch jeder, der etwas kann den passenden Job finden könnte, das Problem ist nur, wir haben ungefähr dreieinhalb Millionen Arbeitslose und einen Leerstand von etwas mehr als einer halben Million Jobs? Mathematik fünfte Klasse ihr Lieben, das geht sich nicht auf, selbst wenn von den Arbeitslosen alle auf die offenen Stellen passen würden, blieben locker drei Millionen übrig.
Ich musste das einfach mal loswerden, weil mir persönlich gerade zu diesen Themen so viel Mist geredet wird und keiner wirklich darüber nachdenkt, da werden Buzz.Words durch die Gegend geschmissen und irgendwie ein sinkendes Schiff auf Kurs gehalten, obwohl der Kurs sichtlich nicht ans rettende Ufer, sondern in die Katastrophe führt. Wozu? Sie haben doch die Macht und auch die Möglichkeiten dieses Land zu retten, was hält Sie ab?

3/05/2026

Paracelsus - Punk seiner Zeit?

"Dosis sola facit venenum." (Paracelsus)
Dieser Satz ist auch heute noch bekannt und beschreibt quasi die Regel der Toxizität der Dinge, Übersetzt heißt es sinngemäß: Die Dosis macht das Gift! und dem kann jeder zustimmen, denn sei es Wasser, sei es Liebe, man kann Alles überdosieren.

Die Medizin ist eine große Gewissheit, die Kranken sterben – ob mit oder ohne Arzt." (Paracelsus)
Muss ich nicht  viel zu sagen, oder? Die Wahrheit ist nun einmal, dass jeder und alles endet, wenn man den Faktor Zeit nur lange genug ansetzt. Und daran ändert halt auch kein Arzt etwas. Vermutlich meinte er es etwas bissiger, weil er den Ärzten seiner Zeit gegenüber sehr skeptisch war. Ähnlich meinem 27jährigen Ich vielleicht, der Ärzte nur für Weißkittel mit Gottkomplex hielt.

Spannend finde ich, dass mein Nephrologe so jemanden zitiert nachdem er vorher schon eine 80er Jahre Punkband zitierte, die für mich zum Pöbel und Gesocks Spektrum gehört. Ich glaube an ihm ist einfach wirklich ein echter Rebell verloren gegangen, der immer noch im Widerstreit mit seinem anderen Ich ist. Ob er auch in der Lage wäre medizinische Bücher zu verbrennen, weil er der Meinung ist, deren Inhalt wäre Blödsinn? Stellt euch mal so einen "schwarzen Block"-Medicus vor.