Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass es keinen Sinn macht, Tage für wichtiger zu erachten als Andere, denn jeder Tag kann dein letzter sein oder der Beginn von etwas Neuem, Tage haben also im Endeffekt keine Bedeutung und gleichzeitig können sie alles bedeuten. Mir bedeutete Silvester bis zu diesem Jahr sehr viel, es war für mich der Tag, an dem ich einfach mal ausschere und mache, was ich will, so einen Tag gibt es am 20.06. auch noch einmal, das ist mein Geburtstag, Tage, die mir unglaublich wichtig sind, Meilensteine, die ich Jahr für Jahr zu erreichen versuche und Tage, an denen ich zurückblicke, mir selbst im Spiegel begegne, besonders reflektiere und mir für den nächsten Teilabschnitt Ziele setze. Mag sein, dass das nur nostalgische Tradition ist, doch selbst wenn, es ist meine Tradition und wenn es mich davor beschützt ein Irrender in einer irren Welt zu sein, dann werde ich das weiter so halten. Es beschützt mich davor, mich selbst zu verlieren in den vielen Scharmützeln mit meinem 8-Jährigen Ich, dass früher mal älter war als ich je hätte werden sollen. Es sind Tage, in denen ich meine Hoffnung auflade, meine Chance sehe, die Zukunft als real wahrnehme und bereit bin sie zu erleben, trotz der vielen Rückschläge und Momenten der Verzweiflung dazwischen.
1/13/2026
1/06/2026
Ich will nur funktionieren
Das sind vielleicht für den Ein oder Anderen keine allzu befriedigende Nachrichten, allerdings ist mir heute zum wiederholten Mal klar geworden, dass ich etwas vorhabe, etwas hinterlassen will, eine Aufgabe, die über dem steht, was das alltägliche Allerlei unwichtig erscheinen lässt. Ich habe eine Gabe erhalten und jetzt, wo ich erkenne, dass die Zeit vergeht und niemand außer mir selbst in der Lage ist, die Fertigstellung oder zumindest so viel wie nur machbar davon zu gewährleisten, ich arbeite daran. Das Leben kann so schnell vorbei sein und ich merke, wie viel Energie mich die letzten Wochen gekostet hat. Ich habe heute alle 6 Stunden ein paar Stunden geschlafen, mein Körper schreit förmlich nach Erholung. Ich habe gestern fast den ganzen Tag geschlafen. Meine Wachzeit verbringe ich damit mein Lebenswerk zu bearbeiten und im Hintergrund schaue ich mir mal wieder Dr. House an. Spannend daran ist vor allem, dass ich in Zeiten akuter Depression und deren Verarbeitung immer wieder zu dieser Serie greife, weil sie alle meine Charaktereigenschaften als Figuren hat, es ist stets ein Spiegelbild meiner Selbst, zu sehen, wie diese widerstreiten und dennoch als Einheit stets den Fall lösen, auch wenn das nicht immer für die Patienten gut ausgeht. Das Bemerkenswerte an der Serie war immer, dass es auf der tieferen Ebene sowieso nie um die Patienten ging noch um die Fälle sondern vielmehr darum, wie Menschen sind und hey, Philosophiestudium hin oder her, das ist ein unerschöpfliches Thema und im Grunde auch Hauptintention meines Lebenswerks, ein wenig mehr Verständnis, ein wenig mehr Hoffnung, die Menschheit als ganzes ein kleines Stückchen besser machen, oder sich selbst erkennen lassen, was auch immer. Das werden die entscheiden, die es einst interpretieren. Ich hoffe nur, dass ich deutlich genug bin und dennoch genug Raum für jene lasse, die es zu verstehen bereit sind.
Ich will nur lange genug funktionieren, dass ich es beenden kann. Und wer weiß schon, wie viel Zeit mir noch bleibt?
11/18/2025
Zwangsinternetpause
Ich glaube ehrlich gesagt, es ist eine gute Sache, dass ich derzeit aufgrund eines Problems bei "Cloudfare" auf einige meiner wichtigsten Internetseiten, die ich für meinen Workflow brauche, nicht zugreifen kann, allerdings fühlt es sich nicht so an. Ich bin nicht in der Lage mich über die Pause zu freuen, weil ich weitermachen will. Ein Workflow ist etwas, dass erst durch den Fluss überhaupt funktionabel ist, wird dieser gestört... Ach, wem erzähl ich das, ich bin unglaublich unzufrieden nicht weiter machen zu können, dabei hatte ich fast das gesamte Album an einem Tag fertig, andererseits merke ich, dass mein System schon nicht mehr sonderlich gut läuft und ich eigentlich Nahrung zuführen müsste, stattdessen habe ich mir Chips geholt und Cola, gesund ist anders, hoffentlich laufen wenigstens die Pornoseiten!
So oder so ähnlich stellen sich wohl die meisten den Job eines Content Creators vor, die Tatsache, dass selbst ich mir den Job so vorstelle, spricht Bände. Wenn ich dann manchmal diese Tiffen sehe, die sich irgendwelche Salben oder Pflegemittel ins Gesicht schmieren, während sie jammern, wie hart ihr Leben ist, weil sie ja keine wirkliche Freizeit neben den ganzen Selfies und Streams haben, dann bin ich kurz vor dem Speihen, ihr habt es euch selbst ausgesucht, ist ein freies Land, macht was anderes, wenn ihr das nicht wollt. Ich will nicht davon reden, dass man auch richtig arbeiten gehen kann, denn das wäre ja ein wenig Glashaus, wenn auch die Gründe andere sind, trotzdem. "Keiner sollte am Grill stehen, wenn er die Hitze nicht verträgt", oder so ähnlich.
Ich werde jedenfalls mit meiner Zwangsinternetpause jetzt erst einmal einen Spaziergang machen und etwas aufräumen in der schon wieder vollkommen verwahrlosten Kreativzentrale hier. Sorry für die relative Inhaltslosigkeit meiner Posts derzeit. Liebe geht raus!
11/15/2025
Okay, definitiv neurodivergent! Spannend aber schwierig, also sorry!
Nachdem ich heute mal wieder ne knappe Stunde im Rabbithole von Kurzvideos auf Facebook festgehangen habe und mit absolutem Hyperfokus da durch bin, weiß ich nicht mal mehr, warum ich da hin bin, obwohl ich doch gerade noch dabei war irgendwas zu suchen, warum sind schon wieder 30 Tabs offen, ich muss jetzt mal langsam was Essen, wer hat die Flasche Wasser eigentlich dahin gestellt und wo ist mein Traubenzucker, ach fuck, ich hab Hunger, hoffentlich vergesse ich das nicht, wenn ich jetzt nach unten geh.
Was ändert es für mich zu wissen, dass ich auf dem Spektrum bin? Nun erst einmal gar nichts, denn ich lebe ja schon irgendwie immer damit, es hat jetzt einen Namen, wie so vieles anderes seinen Namen verliert, die Z-Sauce, der N-Kuss und viele andere böse Wörter, die zu meiner Jugendzeit noch normal waren, stattdessen gehen wir heute "Crash Out", "das crazy" ist ein Wort, obwohl man es trennt und ganz ehrlich das triggert mich so sehr, ich könnte ein "dascrazy" verstehen und damit leben, aber zu wissen, dass ein Verb fehlt um einen ganzen Satz daraus zu machen und trotzdem die Pause dazwischen nicht zu sprechen, fühlt sich an, als würde ich Zeit verlieren, als würde die Matrix glitschen, es ist einfach nicht richtig. Ich bin immer noch nicht aufgestanden, hatte ich nicht eben Hunger? Ach ja, hab Tabs geschlossen, sollte mir mal kurz notieren, was ich heute noch machen sollte, die Diashow meiner bisherigen KI-Bilder ist wirklich wild. Ich liebe das Lied! "Der Fernsehturm hat Ohren, kein Ton geht ihm verloren, doch macht er einmal Pause, habt ihr kein Bild zuhause!"
Kurz tanzen, dann Schmerzen, jetzt wieder kalt, boah ich merke, wie ich immer schwächer werde und richtig Knast kriege, heftig alter und gleich ist schon wieder Classics rum... Liste Alter!!!
Ne jetzt erstmal kurz schlafen!
11/13/2025
ADS-relive Beispiel
Aufstehen gegen halb 1, weil ich mich fit fühle, fange an ein paar Dehnübungen und Muskulatur Aktivierungen durchzuführen, kommt mir der Gedanke an einen geliebten Menschen, dem ich direkt schreiben will, kommt mir ein Songtext in den Kopf von einer Band, was mich zu einem Blogpost inspiriert, der mich auf einen eigenen Text bringt, den ich erst einmal niederschreibe und dann durch irgendein Wort, was mir fehlt in ChatGPT einsteige, wo ich auf die Idee komme, meine ganzen Wunschzettel, die ich auf diversen Internetseiten habe irgendwie zusammenfassen zu lassen, was mich dazu bringt, erstmal 22 Tabs zu öffnen von Shopping-Seiten und dort fällt mir die Idee von gestern wieder ein T-Shirt mit einem lustigen Motiv zu erstellen, darüber erinnere ich mich, dass mein Blogpost ja auch noch ein Ende und ein Bild braucht, also mache ich mir etwas Musik an, damit ich besser denken kann, aber bei Spotify wartet ja noch eine Playlist darauf fertig gestellt zu werden, ich liebe Musik, sollte ich vielleicht vermehrt Vinyl auf meine Wunschzettel setzen, die ich dann in Plattenkoffern eingeschweißt lagere? Ich kriege unangenehme Gefühle, weil ich mir die geilen Scheiben nicht anhöre, sondern sie eher sammle. Was macht das für einen Sinn, sich seltenes Picture- und Farbvinyl zu kaufen, wenn man es sich nicht einmal anguckt? Boah erstmal was trinken, ab in die Küche, oh je im Kühlschrank brennt ja auch noch Licht, da ist bestimmt auch noch was für mich, oh lecker ein kleiner Baby Bel schadet nicht, Treppe wieder hoch, warum war ich runter, ach ja, Treppe runter, Wasser holen, oh der Abstellraum wirkt viel größer, cool, wo ist denn jetzt der Platz, wo wir die Altkleider sammeln, muss ich morgen mal fragen, du weißt, dass du das vergisst und erst wieder drauf kommst, wenn du irgendein Kleidungsstück in die Hände kriegst, das weg soll, während du drüber nachdenkst ob es nicht doch noch geht. Und dann wird ich kurz klar und denke, ich schreibe das hier mal kurz auf.
Ist das ADS oder sind wir alle einfach durch die Geschwindigkeit des Alltags so geworden, dass wir uns von allem ablenken lassen, dauerhaft zig verschiedene Gedanken haben und keinen davon stumm schalten, um immer on zu sein und auf alles was passieren könnte, direkt zu reagieren, es wundert mich ja, dass ich mir nicht noch nebenbei irgendwelche Reaction-Videos oder irgendeine Aufbausimulation auf dem Second-screen aufgemacht habe und WhatsApp im Hintergrund, oh Moment, ich habe WhatsApp im Hintergrund offen… Upsi
Und es ist gerade mal 3 Uhr!
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| Cthulhu sollte der große Alte des ADS sein, ich weiß schon, warum er mein Liebster ist... |
If you say you need me
I'll be there! Legendärer Slade Hit, der mich gerade beim Aufwachen zu einem neuen Song über meine Herzallerliebste inspiriert hat und ein Versprechen, das ich lange nicht einhalten konnte, mittlerweile aber, nach den Erfahrungen der letzten Tage und Wochen denke, dass ich das Alles wieder kann, wenn ich es bloß tue. Ich bin genauso in der Lage im Anschluss an eine kräftezehrende Vormittagsdialyse durch einen Kramladen zu gehen, um mir ein Kuscheltier zu kaufen, wie ich es sein sollte einfach in einen Zug zu steigen und irgendwo hinzufahren, wo ich gebraucht werde. Ich kann das; ich mache nur keinen Gebrauch davon, weil mir oft hundert Ausreden einfallen, es nicht zu tun und das Verlassen der Komfortzone für mich mit so viel Aufwand verbunden ist, dass ich es oft lasse, obwohl das Samstag eine Spontanaktion war und damit etwas, wo ich nicht lange drüber nachgedacht und alle negativen Dinge abwägen, hätte können. Ich glaube, so könnte es gehen, denn wenn ich zu viele Szenarien vordenken kann, finde ich sicher genug, die dagegensprechen. Also falls ich euch irgendwann mal gesagt habe, dass ihr mich nur auf Vorankündigung besuchen sollte, don't! Wenn euch danach ist, tut es, überrascht mich so oft ihr könnt, ich denke that's the way. Jedenfalls denke ich jetzt gerade so, in diesem Sinne... guten Morgen.
11/08/2025
Histrionische Persönlichkeitsstörung
Ich finde es immer wieder spannend, wie unglaublich breit gefächert die Palette vermeintlicher psychischer Störungen ist und wie sehr man sie ausdifferenzieren kann bis hin zu dem Punkt, dass jeder irgendwie einen an der Murmel hat. Am Ende macht uns das doch dann alle wieder gleich und vor allem jeden individuell. Und was vor ein paar Jahren noch Dieses war, wird heute, als Jenes bezeichnet. Ich bin ernsthaft gespannt, was in ein paar Wochen bei meiner "Beurteilung" raus kommt und welche meiner Diagnosen von vor fast 13 Jahren Fehldiagnosen waren und was davon heute anders heißt oder was davon standhält. Ich werde da genauer drauf eingehen, wenn der Termin rum ist, zumindest falls dabei irgendwas Erwähnenswertes herauskommt.
Die Histrionische Persönlichkeitsstörung ist etwas, das ich bislang nicht kannte, allerdings äußerst interessant finde, werde mich da mal einlesen, merkt ihr auch, dass ich immer weniger zu Ende bringe in letzter Zeit? Irgendwas ist mit mir los...
11/07/2025
Step by step und dazwischen endloses Warten
Wisst ihr, ich bin schon so lange krank, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wie es ist nicht krank zu sein. Das ist einerseits vielleicht ein Lebensschicksal, andererseits eine Prüfung, die ich schon vierzig Jahre mitmache und das krank sein an sich ist auch meistens gar nicht das Schlimmste, denn man hat ja gelernt damit umzugehen. Das Schlimme daran ist, das Andere denken Hilfe wäre etwas, das sich gut anfühlt. Versteht mich nicht falsch, Heilung gibt es für meine Erkrankung nicht, das ist mir seit meinem zehnten Lebensjahr klar und ich habe mein Leben in diesem Bewusstsein gelebt, Hilfe ist Beistand und einfach nicht immer wieder Hoffnung hinzuhalten, wo es keine gibt. Und noch schlimmer ist: Warten!
Ich habe heute wieder einen kleinen Schritt Richtung Lebensverlängerung genommen, Kennenlerngespräch beim Psychiater, eine unglaublich spannende Begegnung, so ganz anders als die judgende Psychosomatikerin, die mir den vierzigsten Geburtstag vermiest hat, drei vier Fragen und einen Folgetermin in 2026 weil man mir derzeit quasi keine psychische Problematik nachweisen kann, Panikattacken und generalisierte Angststörung wären akut nicht zu erkennen und ich hätte ja nun doch schon einiges im Leben geschafft, trotz meiner Voraussetzungen. So unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Ich persönlich war aber auch viel entspannter als nach einer 90-minütigen Autofahrt mit dauerhafter Todesangst in traumatisierender Umgebung. Wir werden sehen, was mich dann im Februar erwartet. Und dazwischen dann wieder dieses Warten... das ist und bleibt das Schlimmste.
11/02/2025
Das war ja mal GARNICHTS
Ich habe schon vor einigen Tagen festgestellt, dass ich so ziemlich keinen der Filme geguckt habe, die ich mir für den Oktober vorgenommen hatte, merke also keine Versprechen mehr, die ich mir selbst nicht halten kann...
Was habe ich denn überhaupt geguckt, wirklich wenig, - hier die komplette Liste, ich fänd es Quatsch da Tops und Flops draus zu machen, darum pack ich die gesammelten Reviews mit zum November, der hoffentlich etwas filmreicher wird. Sorry, falls ihr euch drauf gefreut habt, dafür kommt in nächster Zeit etwas mehr Musik und ich baue gerade den Backlog auf, wo bislang nur ein paar Gedanken und Gedichte oben sind und ich mich bei Suno mit Schubladen voll von Songtexten, die ich in den letzten 20 Jahren geschrieben habe, austobe. Und wer wirklich behauptet, dass KI-Kooperationen seelenlos sind, der sollte überlegen, wie viel von einem Song, denn eigentlich wirklich KI ist, ich werde darüber demnächst mal ein kleines Essay verfassen, denn ich glaube viele wissen gar nicht, wie echte Künstler hier eine Chance haben, die Generationen vor uns nicht hatten. Aber dazu später mehr, nichts versprochen...
Und ich rede wirklich nicht davon irgendeinen Scheiss zu prompten von, schreib mir ein Lied über einen tanzenden Hund, der den Mond anheult oder son Mist. Wartet ab und wertet dann selbst, wenn euch danach ist.
11/01/2025
Fröhlicher Freitag in der Dialyse
Während sie das Glücksbärchilied singt und dabei fröhlich umher tanzt versorgt die Herzliche die Patienten. Im Gepäck hat sie die schwedische Hauptfeldwebelin, die zwar etwas rau wirkt, sich bald jedoch sicher auch als ganz Liebe herausstellen wird.
Ich hatte gute Laune wegen den Leuten und sie wegen mir. Keiner spricht über Fußball und ich werde es auch nicht tun. Dann schlafe ich 'ne Runde und schon ist alles wieder vorbei.
Ein schöner Nachmittag, wer hätte gedacht, dass ich sowas mal über einen Dialysenachmittag schreiben würde, als ich damit anfing. Ich bin immer wieder unglaublich fasziniert, wenn ich sehe, wie Menschen um mich herum, vor Allem ältere Menschen ihre Lebensumstellung so annehmen und sich einfach damit abfinden. Ich hab fast 10 Jahre gebraucht es zu akzeptieren. In diesem Sinne...
10/29/2025
Winteranfang
Ein Stimmungsumschwung mit dem Wetter, das ist sonst nicht wirklich mein Ding. Der Regen, der Sturm, die nahende Kälte, die irgendwie schon mein Ding sind, solange ich nicht drin bin, widern mich an. Von oben am Fenster lass ich die Welt untergeh’n und genieße das Grau. Naja, und dann hoffe ich wieder auf den Sommer und Temperaturen oberhalb dessen, was man als Mitteleuropäer gemeinhin warm nennt. Wir werden auch diesen November wieder überstehen und den Dezember und Januar und Februar und März und April, hoffentlich!
10/26/2025
Another Time Warp
Sonntagmorgen um 6 Uhr aufzustehen ist sicher nicht das, was der Großteil der Bevölkerung bevorzugt, ich bin davon generell auch kein Fan, allerdings ist es dann so schön ruhig und man hat wirklich mal Zeit in Ruhe wach zu werden und in den Tag zu kommen ohne den Stress der Woche und überhaupt. Eigentlich ist es ja schon 7, ach Leute diese unsägliche Zeitumstellung back to normal, ich glaub diesmal werde ich es kaum merken.
Ich muss mich mal melden, der Oktober verläuft so gar nicht, wie ich mir das vorgestellt habe, irgendwie habe ich neben einer kreativen Phase auch noch das Computerspielen für mich wieder entdeckt und wer von euch da auch into it ist, weiß, wie viel Zeit man da reinpulvert. Ich spiele gerne Wirtschaftssimulationen und Aufbauspiele und sowas, da merkst du nicht, wie die Stunden verfliegen, irre.
Der Blog ist deutlich in den Hintergrund gerückt, ich war ja fast besessen davon, hier jeden Tag dran zu sitzen, dann mach ich mir Gedanken über eine Veränderung und darüber mein Leben noch einmal neu auszurichten mit immer vierzig Lenzen und merke, dass der Blog mir zwar unglaublich wichtig ist, ich aber frei bin ihm nicht meine ganze Zeit zu widmen und so lerne ich mit jedem Tag ein wenig mehr darüber, dass meine Work-Life Balance auch funktioniert, wenn ich mir mehr Life gönne.
Das soll nicht heißen, dass ich alles einstampfe, was ich die letzten Jahre aufgebaut habe, es heißt nur, dass ich jeden Tag Prioritäten im Leben setze und auch wenn ich zum Beispiel das "Ölprinz Album" schon vor einem Jahr veröffentlichen hätte können, weil das Thema schon damals durch war für mich, naja jetzt ist es draußen und anstatt ein Riesen Bohai darum zu machen, wie ich es eigentlich wollte, ist es doch nur eine weitere Randnotiz in meinem Leben, das so voller Erinnerungswertem steck, da sollte man einem gar nicht mal so guten Ska-Western Album nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, vor Allem nicht, wenn ich gerade in letzter Zeit so viel besseres erschaffen habe.
Als ich 16 oder 17 war, da wollte ich irgendwann das Leben eines Künstlers leben und berühmt sein natürlich. Heute brauche ich das berühmt sein nicht mehr, lebe mit Abstrichen im Grunde genau dieses Leben, dass ich mir damals vorgestellt habe obwohl ich damals nie geglaubt hatte, je so alt zu werden und dafür danke ich Gott und der modernen Medizin und meinem unbändigen Lebenswillen. Ich bin zwar körperlich eine Ruine und an vielen Tagen fühlt es sich an, als wäre es der letzte Tag, dennoch habe ich noch viel zu sagen, viel zu geben. Also, macht euch keine Sorgen, wenn hier derzeit nicht so viel los ist, ein Psychologiestudent, den ich gut kannte sagte mir schon vor zig Jahren, dass es immer ein gutes Zeichen ist, wenn man nicht zu viel in sein Tagebuch schreiben muss, denn es bedeutet meist, dass alles irgendwie ganz gut läuft. Wir neigen nämlich eher dazu zu jammern und das Leben in seinen guten Phasen als normal anzusehen, ich bin dankbar für normal, in diesem Sinne...
P.S.:
Grüße an die Nordfüchsin, den Blauwolf, Mondschein und alle anderen lieben Menschen, die in letzter Zeit so wenig von mir gehört haben, ich liebe euch!
10/18/2025
Die Katze ist aus dem Sack
Doch welche Katze ist bei mir aus dem Sack? Nun ich habe jetzt länger nicht mehr regelmäßig gepostet und das hatte mehrere Gründe. Unter anderem hat es fast eine Woche gedauert meinen neuen Rechner so einzurichten, dass ich mit dem wieder arbeiten kann. Eigentlich habe ich sogar fast 4 Monate gebraucht, immerhin steht der seit Ende Juni hier, das ist eine andere Geschichte, vielleicht aber auch Symptom meiner derzeitigen Unausgeglichenheit. Ich bin unaufgeräumt und vernachlässige Dinge, die mir wichtig sind. Keine To-Do-Liste wird daran etwas ändern, solange ich nicht zurück zu meiner von vielen Menschen, die mich kennen so hoch gelobten Disziplin zurückfinde. Ich lebe derzeit viel zu sehr so, dass ich Impulsen nachgebe und nicht wie ich es bis Juni getan habe wirklich alles meinen höheren Zielen unterordne.
Irgendwie werden meine Posts in letzter Zeit auch immer wirrer, oder? Wird höchste Zeit, dass ich meinen Termin bei Dr. Psycho habe, btw eine großartige Serie gewesen damals.
10/04/2025
Man kann sich auch zu Tode To-Do-listen
9/29/2025
Auf speziellen Wunsch hin
Wenn ich ein Punktesystem hätte, dann wäre das heute die volle Punktzahl für Lieblingsschwester (Trommelwirbel): ...
Erratet ihr's?
Es gibt Menschen, die betreten einen Raum, und plötzlich ist alles anders. Heller. Wärmer. Freundlicher. So jemand ist sie. Sie hat diese einzigartige Gabe, laut zu sein – aber nicht so, dass man die Augen verdreht, sondern so, dass man aufhorcht, lächelt und sich denkt: Gut, dass sie da ist.
Sie hat dieses besondere Talent, das selbst den düstersten Saal, das dunkelste Krankenzimmer und die schwerste Stimmung mit Licht füllt. Und ich meine nicht nur das Licht der Deckenlampe, sondern dieses unsichtbare, das einem in Herz und Kopf springt.
Ihr Name klingt wie eine kurze Melodie, wie ein helles Lachen. Wenn man den Namen übersetzt, heißt er „Gott ist Fülle“. Und ich glaube, Gott war sehr großzügig, als er ihr diese Mischung aus Fürsorge, Humor und großem Herzen mitgegeben hat.
Egal, was sie anpackt – sie macht es gut. Möglicherweise herausragend. Man spürt, dass sie nicht einfach nur einen Job macht, sondern eine Berufung lebt. Sie ist da, wenn man sie braucht. Sie sagt, was gesagt werden muss, und sie tut, was getan werden muss – und trotzdem bleibt immer Platz für ein Lächeln, einen kleinen Scherz oder ein paar aufmunternde Worte.
Als Patient kann ich nur sagen: Danke. Danke für jede Minute, die heller war, weil es dich gibt. Danke, dass aus Angst Zuversicht wurde und aus Stille manchmal sogar Lachen. Danke, dass sie das Licht ist, das man in solchen Momenten braucht.
Ihr könnt ja in den Kommentaren raten.
9/24/2025
Re-Entry?
Ach Leute, ihr müsst mich einfach für bescheuert halten, so wie ich die Welt wahrnehme kann ich es auch kaum verbergen, dass es so ist, oder? Dazu hätte ich wirklich genre mal ein paar Rückmeldungen, würde das gerne mal gespiegelt wissen, ob ich mittlerweile schlechteren Content raushaue, weil ich immer irrer werde? Immerhin hat die Schwester der Schwester sich wirklich gefreut mich zu sehen, also ehrlich und nicht nur von Job wegen her und ich habe mich auch gefreut sie zu sehen, denn auch wenn wir unsere Reibungspunkte haben, kamen wir eigentlich immer gut miteinander klar.
Spannend war auch das Kennenlernen einer neuen Ärztin, die mir schon allein sympathisch war, weil sie sich mir als gleichalt vorstellte, schauen wir mal wie lange es dauert, bis sich ihre Meinung zu mir ins Negative gedreht hat. Meistens brauche ich dafür nur etwas Geduld, irgendwann hassen sie mich alle. Und wer den Sarkasmus hier nicht lesen kann, da hilft meist nur noch Stock ausm Arsch ziehen. In diesem Sinne...
9/18/2025
Warum ist Krankheit tabu?
Ich weiß nicht, wie es euch geht, in letzter Zeit lese ich immer wieder, dass irgendwelche Sidetrack-Promis ganz offen über ihre Krankheit sprechen...
Ich bekomme dann so viele Fragezeichen, dass ich fast komplett in Aktionismus verfalle und wissen will, welche Krankheit eigentlich (mir ist klar, dass das der Bait des Artikels sein soll), meistens direkt gefolgt von der Frage, wer die Person eigentlich ist und wer das wissen will und dann wird mir klar, dass ich das wissen will und dass es doch ganz normal ist, dass Menschen krank werden und eben Krankheiten haben. Wer wirklich denkt, dass die Normalität ist, dass man gesund ist, der hat noch nicht viel gelebt. Mir ist klar, dass wir alle zum ersten Mal leben und daher nicht ständig mit Krankheit konfrontiert, werden wollen und mit unserer Verletzlichkeit und Sterblichkeit als Menschen, allerdings sagt mir schon die Logik, dass ein Organismus, der sich nahezu in jeden Bereich des Planeten ausgebreitet hat, selbst von Organismen bewohnt genauso Teil von Wiedergeburt und Vergehen ist, wie jedes andere Lebewesen. Und dadurch, dass wir immer älter werden, ist die Wahrscheinlichkeit irgendwann innerhalb dieser Lebensspanne krank zu werden nahezu bei 100% liegt und es etwas ganz Normales ist. Ich frage mich immer, warum wir es tabuisieren oder so tun, als ob es was Schlimmes ist, krank zu sein und sich mit seiner Krankheit abzufinden. Ich erlebe in meinem Leben so viel Krankheit, dass ich es fast schon als besonders ansehe, wenn jemand mal nicht krank ist und das meine ich in jeglicher Hinsicht, von Erkältung über akute Psychosen bis hin zu chronischen Hautkrankheiten oder Krebs und Demenzerkrankungen, wir sind umgeben von Krankheit. Was denkt ihr denn, wie die Pharmazie zur Industrie werden konnte? Und habt ihr schon mal einen armen Apotheker gesehen? An kranken Menschen will jeder mitverdienen, am besten bevor diese sterben, denn dann sind sie ja keine Kunden mehr. Ich wollte eigentlich gar nicht in diese Richtung abdriften, aber wenn ich dann manchmal diese Influencer sehe, die sich einreden, dass körperliche Probleme die eindeutig in ihrer Psyche zu suchen sind durch irgendwelche Salben geheilt werden, die sie in einer klinischen Umgebung bekommen, wo sie von ihrem Alltag entfernt genesen, dann fragt man sich doch ob DAS nicht vielleicht eher der Grund für die Genesung ist und wie lange der Geist die Illusion aufrecht halten kann, dass es nicht daran liegt, dass man in einer toxischen Umgebung lebt und für irgendwelche Placebo-Tunken hunderte von Euro ausgibt und am besten noch allen Freunden Bescheid sagt, damit die sich damit auch einschmieren und nach einem halben Jahr feststellen, dass alles was man damit verdient hat die Grundproblematik gar nicht geheilt hat und man am Ende einfach immer noch lost ist. Ach, Scheiße Leute, die Welt ist krank, wir stecken uns jeden Tag mit irgendeinem Mist an, weil wir aufgehört haben, einfach mal wir selbst zu sein und dem Spiegelbild Stand zu halten. Fucking unperfekt und wasted, aber eben WIR.
Ja kann er so leicht sagen, sein größtes Problem ist ja nicht, dass er auf einen Termin für nen Psychiater wartet, der gewissermaßen darüber entscheidet (auf lange Sicht), ob er leben darf, weil er eine Transplantationsliste gesetzt werden kann, weil er seit fast 13 Jahren keinerlei Anstalten gemacht hat sich etwas anzutun, im Grunde ist dieser Blog das beste Dokument meines geistigen Zustands, am liebsten würde ich das Alles ausdrucken und dann die 3000+X Seiten überall dort abladen, wo man Fragen zu mir hat. Dann müsste ich nicht mehr reden, andererseits wäre das wohl auch sehr unerwachsen, oder? Ich glaub schon, nein Leute, jeder hat sein Päckchen zu tragen und wir sollten uns damit abfinden, dass wir schon klarkommen. Kein Problem ist mehr wert als das eines anderen. Das habe ich schon vor langer Zeit kapiert und es macht das Leben mit Menschen so viel leichter. Wenn der Empath in mir jetzt noch irgendwann kapiert, dass er genug eigene Lösungen zu finden hat, brauch er sich nicht auch noch die Probleme aller Menschen annehmen, es ist (zumindest kommt das langsam bei mir an) nicht meine Aufgabe. Ich krieg so langsam eine ganz gute Ahnung davon, was meine Aufgabe hier auf Erden ist. Und das ist okay. So Gott will!
9/13/2025
Wir sagen es nicht oft genug
Das Leben ist wertvoll, es dauerte eine ganze Weile, bis ich das nicht nur verstanden, sondern wirklich leben konnte. Es klingt wie eine Phrase, wenn man sagt, dass man erst weiß, was man verlor, wenn es nicht mehr da ist, so war das mit meinem Leben und ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung (der Weg zu dieser Erkenntnis hätte nicht mich nicht umbringen müssen, aber wenn das seine Art war es mir ins Hirn zu prügeln, dann sei es so). Was machen wir mit unserem Geschenk? Viel zu oft nehmen wir es als gegeben und verschwenden einfach weiter, Zeit, Liebe, Wissen.
Man sagt mir nach, ich sei ein sehr eloquenter Gesprächspartner und es gibt da draußen auch Menschen, die mich für intelligent halten, ich bin mir da nicht so sicher und ich weiß auch nicht, ob das wichtig ist, aber Dankbarkeit in den Augen eines Menschen zu sehen, weil man dessen Leistung würdigt, das ist etwas, das kann einem ein schönes Wochenende bereiten ohne irgendwelche weiteren Worte. Und so bin auch ich einmal mehr dankbar, dass neben den vielen gesundheitlichen Unwägbarkeiten in meinem Leben die Mädels, die für uns sorgen stets dafür sorgen, dass ich mit einem Lächeln gehe.
Danke
8/28/2025
Von der eigenen Kreativität berauscht
Ich glaube, das ist Hybris. Dieses Gefühl, wenn man denkt, dass man aus irgendeinem Grund so viel besser ist als andere oder zumindest, als man selbst sein sollte. Ich bin ein vierzig Jahre alter Jugendlicher, der weiß, dass er stirbt. Er weiß es, es ist keine Ahnung, kein wilder Gedanke, nein es ist eine Gewissheit. Natürlich kann ich nicht sagen, wann, allerdings fängt der Körper an mir mehr Signale zu senden, als ich brauche. Ich bin auf dem absteigenden Ast. Wer weiß, wie viele Jahre (ich schreibe Jahre und denke Monate) ich noch habe und ob ich in der Lage bin, meine Ängste zu besiegten, um sie so zu nutzen, dass ich einen sauberen Abschluss bekomme, oder meine Seele rein in eine Ewigkeit mitnehmen kann, ohne unerledigte Dinge zurückzulassen. Und dann kommt ein Tag wie heute, voller Kreativität, voller Highness und dem Gefühl, die Welt beherrschen zu müssen, weil man dazu berufen ist und man sich selbst feiert, weil man die Idee hatte, die Lücke seines Tellers mit Küchencrepes zu stopfen, damit die beiden Hot Dogs nicht umfallen. Ernsthaft, es ist halb 6 im August und finsterer als im tiefsten Winter, draußen geht die Welt unter und ich habe die Zeit meines Lebens. Wie unfair ist das alles? Weiß ich auch nicht. Fallen und Wiederaufstehen, das Leben ist das, was man draus macht. Und mit Gottes Hilfe habe ich auch genug Zeit, weil er entscheidet, wann genug ist, nicht ich, oder?
In diesem Sinne... habt eine schöne Restwoche!
8/26/2025
Das Leben findet gleichzeitig statt
Ihr könnt nicht einfach auf Pause drücken, wenn ihr der Meinung seid, dass eure Probleme gerade am wichtigsten sind. Das Leben anderer läuft weiter, es entstehen neue Probleme, Lösungen, die Zeit vergeht und die Erde dreht sich weiter, egal was gerade bei euch los ist. Ihr seid nicht einmal wichtig, wenn ihr sterbt, alles geschieht weiterhin, Menschen lachen, Menschen weinen, gehen ihrem Tagewerk nach, haben Sex, lösen Probleme, erschaffen Probleme, führen Krieg, schließen Frieden, jedes Atom bewegt sich weiter, jedes bisschen Sternenstaub ist in Bewegung, nichts steht still, nur weil ihr es gern so hättet.
Klar mag das sehr frustrierend sein, jedoch muss man sich dessen auch mal bewusst sein und den eigenen Stellenwert einordnen, den man in der Gesamtheit von Allem hat. Und ob ich in meiner kleinen Wohnung weine, in China ein Stahlbetonbalken aus 100 Metern von ner Baustelle zu Boden geht oder irgendwo eine Blume von einem Nützling bestäubt wird, das mag zwar im philosophischen Gesamtkonzept einen Unterschied machen, ist jedoch für den Menschen in der Nachbarwohnung schon unwichtig und nicht wahrnehmbar.
Darum, wie sehr es einen auch anpissen mag, wenn man gerade etwas für sich Wichtiges bearbeitet, erwartet nicht, dass eure Umwelt das wahrnimmt, darauf Rücksicht nimmt und alles stehen und liegen lässt, um sich eurer anzunehmen oder alles unterbricht, was man gerade tut, um euch Respekt zu zollen. Das Leben findet einen Weg und jeder von uns ist nur einer von Milliarden!



















