9/12/2026

Melencolia I (1514) & Melancholia (2011)

Heute mal wieder was Spezielles, mir ist bei Inaugenscheinnahme von Albrecht Dürers Bild "Melencolia 1", es war irgendwie Teil von Dan Browns "Lost Symbol", durch welches ich darüber gestolpert bin.
Ich hoffe ihr kennt das Bild, ich habe es hier mal in einer colorierten Fassung eingefügt, der Link führt euch zur Quelle, ein Film eingefallen, der mich vor fünfzehn Jahren getroffen hat, in einer Phase, in der ich selbst unter dieser Art von Melancholie gelitten habe

Damals kannte ich dieses Bild von Dürer noch nicht und hatte keine Ahnung, dass es vor 500 Jahren bereits ein so starkes Werk über den Ausdruck dessen gab, was ich im Inneren fühlte.

Zugegeben, ich bin nie der große Gemälde-Freak gewesen und "Melancholia" von Lars von Trier ist zwar, auch wenn er als Film, ein Bewegtbildmedium ist dem Namen nach mehr wie ein Gemälde meiner damaligen geistigen Verfassung und ist durchzogen von einem so tiefen Verständnis dafür, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann.

Als ich dann vor ein paar Tagen das Bild von Dürer sah, schoss es mir sofort in den Kopf, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte, ein melancholischer Engel im Vordergrund und eine vermeintliche globale Katastrophe im Hintergrund, ähnliche Stacks also, auf dem Dürer Bild ist noch so viel mehr zu finden, das mich verwirrte und faszinierte, ich bin total geflasht davon, es fühlt sich an wie Verstehen, wisst ihr was ich meine? In diesem Sinne... gern mehr in den Kommentaren.

so ungefähr ist das in meinem Kopf zusammengewachsen...

9/11/2026

Foxy is the one?

Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Alben entwickeln, die Musikrichtung spielt kaum eine Rolle, es ist irgendwie immer gleich und doch faszinierend, denn womit man anfängt und was man zuerst für eine Idee hat ist ganz selten das, was am Ende dabei herauskommt. Denn während der Arbeit an Songs, an ersten Visualisierungen, an Ideen, an Melodien geschieht noch so viel, da wird aus einem Song der einstmals als kuschlige wuschelige Happy Hardcore Ballade gedacht ist zu etwas völlig anderem und zwischenzeitlich dachte ich gar, dass ich das nicht einmal unter dem Label Stanley Hardcore DJ Team releasen kann, weil es klingt wie Broken Hairs Hymnen über Grizz & Foxy. Und dann kam mir quasi durch einen Glitch und ein paar echt miese Tage im April eine andere Idee und es ging in eine merkwürdig dunklere Richtung. Das Bild, dass ich zum Titeltrack You are the one im Kopf hatte brachte mich auf eine andere Idee, was wäre, wenn die Songs die ich schon habe keine Love Songs wären sondern vielmehr das gruselige Geisteskonstrukt eines Stalkers, der in Diskotheken auf die Jagd nach jungen Mädchen geht, ständig druff um seine Triebe zu unterdrücken und gleichzeitig auf der Jagd nach den Blumen der Nacht, tanzend in Ekstase, angetrieben von der Illusion, dass er auf der Suche nach der Einen einfach Alle lieben würde. So eine Art moderne Jeannie Geschichte auf Keta. Das war mir dann aber auch zu düster, so dass ich lang drüber nachdachte, in welche Richtung es denn nun geht. Und ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht... ich weiß nur, dass Foxy Monstera liebt!

9/08/2026

Wenn morgens die Vögel...

Jeder kennt das, man kommt von der Party heim und ist eigentlich todmüde, man macht das Fenster auf, um mit frischer Luft schnell einzuschlafen, leider ist draußen gerade Konzertbeginn der Vogelschar. Wusstet ihr, dass "Die Vogelhochzeit", 26 Strophen hat. Früher mal sogar noch mehr, naja die Vögel morgens nerven halt ur. Und dann haben wir uns über den Kuckucksklan abgerollt, weil das einfach unser Humor ist. Und you know what, wenn es einen Kuckucksklan gibt, dann muss es auch wen geben, den die hassen, aber Krähen, weil sie schwarz sind, wäre zu dumm, weil irgendwie rassistisch. Habt ihr mal den Kuckuck gehört? Wisst ihr, was den nerven könnte? Der Specht! Und jetzt schaut mal ganz kurz in meine Gedanken! In diesem Sinne...

9/07/2026

Boomercringe am Nachmittag

Boomer, jeder kennt sie und alle lächeln irgendwie über sie, weil sie in einer Selbstsicherheit von früher reden, wie nur sie es können, "uns ging es ja gut", ich versuche es in letzter Zeit häufiger ohne den A-Bär, jedoch hier; stellt euch mein Kopfschütteln vor, als der Paulanergarten heute öffnete und ich mir anhören musste, dass jemand die "Super 8 Zeit" zurücksehnt und scheinbar noch hinter meinem stehengeblieben ist und in einer Zeit lebt, als mein Lieblingsnephrologe noch ein junger euphorischer Arzt mit Witz und Charme war. Was beschwer ich mich, ich mochte mal Iron-Man und zack ist 2026 und der gleiche Typ spielt Doktor Doom, verrückt.

Den Vogel abgeschossen hat für mich aber seine Aussage über die Arbeitsbedingungen in China, hast du bei der Bundestagswahl auch die Null gewählt oder was stimmt da nicht, eine Aussage wie "Die haben Arbeitsmoral, die sind für ihre Chefs da!", kann ich nur als Sarkasmus deuten, den ich aber auf eine Entfernung von 10 Metern und ohne den Gesichtsausdruck oder ein anschließendes Lachen nur erhoffen kann. Wobei ich jedem seine Meinung gönne, manche Meinungen erscheinen mir persönlich nur ganz schön bescheuert, a-Bär das ist dann wiederum meine Meinung, in diesem Sinne...

9/06/2026

Als würde man unterschiedliche Spiele spielen

Kennt ihr auch solche Leute, die sich weigern den Alltag wegzulegen und sich mal für eine gewisse Zeit wegzuträumen, um zu entspannen, Spaß dran zu haben, ein wenig zu spinnen und einfach mal in eine andere Welt einzutauchen? Gehören solche Leute zu eurer Brettspielgruppe, falls ihr sowas habt? Tja, zu meiner gehört leider so jemand, der sich mit an den Tisch setzt und durch das oft unglaublich detaillierte Spielmaterial mit speziellen Namen für jeden Kartenstapel und jedes noch so kleine besondere Holzteil eigentlich genau so into it sein, wie unsereins, es vermutlich aber einfach nicht fühlt, oder die Logik des Alltags nicht abschalten kann, oder keine Verbindung herstellt zwischen einem klassischen Herstellungsbetrieb in der "realen" Welt und einem Bienenstock, der Honig herstellt und verkauft. Oder Drachen, die in einer Stadt verschiedene Läden besuchen, sich Zutaten zusammensammeln, um mächtige Zauber anzuwenden, die dann für Tugend ausgegeben werden. Oder halb so abstrakt, den Mars terraformen und das relativ wissenschaftsgetreu, einen Zoo nach Artenschutzaspekten aufzuziehen, ein Reservat für Wildtiere einzurichten oder Schafe/Rinder durchs Land zu treiben und dann zu verkaufen, um sich ein Imperium aufzubauen, eine Expedition zu einer verloren Insel, ich könnte ewig so weiter machen. Für ihn sind es Karten und Klötzchen, alle heißen Karten und Klötzchen und er macht DAS damit DIES passiert. So leid es mir tut, aber dann kannst du auch Solitaire spielen. Vielleicht bin ich ja ein Spinner, die Immersion spielt so eine große Rolle und ich will mich ja in einem Spiel verlieren und die Welt erkunden, die das Autorenteam und die ganzen Creator, die das hergestellt haben da für mich erschaffen haben, ich lese ja auch kein Buch nur um mich nicht zu langweilen, da tauche ich doch auch in eine Welt ein, die nicht meiner Lebensrealität entspricht, um Eskapismus zu betreiben, oder Filme, Gemälde, Musik, generell Zerstreuung. Wenn ich das nicht will, dann sollte ich es nicht tun, meine Meinung. Und vor allem sollte ich dann denen, die es wollen ihre Entspannung gönnen und nicht immer wieder versuchen, auf deren Phantasie herumzutrampeln. Spiel halt Domino oder Mau Mau.

Musste ich mal loswerden, weil mir bei einer unserer neuesten Errungenschaften auffiel, dass wir zwar am selben Tisch sitzen, dieselben Regeln gehört haben und in dieselbe knuffige Welt entführt wurden, das Ergebnis jedoch so aussah

Wer mir den Namen des Spiels sagen kann, den lade ich auf 'nen Früchtetee ein

Ein guter Lehrer wird langsamer

Die Frage bleibt, ob das für die Klasse gut ist?
Ich halte mich für einen guten Lehrer, ich nehme mir Zeit für meine Schüler, erkläre lieber alles zehnmal für den Hinterletzten, um nicht das Gefühl zu haben, dass ich auch nur einen zurücklasse. Manchmal denke ich mir dann, dass ich dadurch jene vernachlässige, die den Stoff schneller auffassen, aber die bräuchten mich eh nicht, weil sie intrinsisch lernen, sie wollen wissen, sie können differenzieren, was wirklich wichtig ist und lernen den Rest dann eben nebenbei, falls sie mal kurz nicht hingehört haben. Leider fördere ich das auch noch, wenn ich mich mit den Schwächeren beschäftige, weil ich meine Energie nicht in der Verbesserung der eh schon guten stecke, was natürlich die motivierende und erfolgversprechendere Aufgabe ist, ich investiere meine Energie in die, die Probleme haben und so gar keine Lust selbst was zu investieren, um sie zu lösen.

Ich reibe mich auf, ich verzweifle und es ist fast, als würden sie mir durch ihr nicht Lernen unbeholfen klar machen wollen, dass ich sie doch zurücklassen soll, aber das kann ich nicht. Ich kann nicht glauben, dass jemand nicht lernen will, nicht wissen will, nicht partizipieren will, nicht strebsam ist, nicht besser sein will, als er gerade ist, ich will das nicht glauben, es widerspricht meinem Naturell und dem Naturell fast aller Menschen, mit denen ich klarkomme. Doch was kann es noch bedeuten, wenn jemand so langsam und verständnisvoll ich auch bin, die gleichen Fehler und alle anderen möglichen machbaren immer wieder begeht, es fühlt sich an wie Absicht, wie der psychische Schlag in die Fresse, wie die absolute Demütigung und der Disrespekt demgegenüber was ich tue und wofür ich stehe und ich will nicht glauben, dass man das nicht ohne Absicht machen kann, vor allem warum würde man jedes Mal wieder so tun, als ob? Jedes Mal habe ich Hoffnung und freue mich Wissen zu teilen, neues zu lernen, denn selbst beim Lehren lernt man so viel mit und jedes Einzelne Mal werde ich enttäuscht, im Grunde bin ich selbst der Dumme, dass ich ein nicht ausgesprochenes klar vernehmbares NEIN nicht höre und vielleicht auch anderen zuliebe niemals aufgebe und dabei schlussendlich zugrunde gehe...

Naja, in diesem Sinne...

9/05/2026

Kalte Gedanken

Manchmal stehe ich mitten in der Nacht auf und träume vor mich hin, heute Nacht habe ich stattdessen Dan Brown's The Lost Symbol geguckt und muss sagen, ein klassischer Langdon, fängt interessant an, spitzt sich zu, immer neue Fragen und dann wirds quatschig und bleibt dann leider auch so und flacht von Folge zu Folge weiter ab, Pulver verschossen und läuft dann nur noch langsam aus, sehr schade, hatte wirklich Potential, zumal man wirklich wertig produziert hat.

Naja und seitdem versinke ich so ein wenig in Gedanken, Kälte und Schmerzen, ich verstehe das nicht mehr, warum kann es denn nicht noch ein paar Wochen wenigstens warm bleiben, gestern war so ein Todeswaschküchentag und heute fühlt es sich bitterkalt an, wenn man nicht das Glück hat in der Sonne zu stehen und so verbleibe ich in Gedanken an einen Sommer, der erst viel zu heiß begann, sich dann Achterbahn verhielt, die Temperaturen komplett zurücknahm und selbst jetzt schon deutlich mehr Herbst ist, als ich das ab kann. Internet funktioniert auch nur so semi, allerdings gibt es bei Suno eine großartige Neuerung, die Downloadbegrenzung auf 20 Titel im Monat für Pros, ich meine im Ernst, wann endet dieser Satz endlich? Ich schreibe vielleicht an manchen Tagen 10 Songs oder so, aber niemals produziere ich im Monat ganze 20 downloadbare Songs, den will ich sehen, der das macht und dabei nicht bloß KI-Slop herstellt. Am Anfang habe ich gedacht, das klingt sehr nach künstlicher Verknappung, aber es stimmt komplett, wenn wir wollen, dass das Ding ein ernstes Werkzeug ist, dann probiert euch auf der Plattform aus, promptet Blödsinn und hat raus, das ist witzig und kann zu dem ein oder anderen "Hallo" führen, die Community ist generell nach meinem bisherigen Erleben sehr erfrischen untoxisch und man hilft sich, wo man kann, wie eine Art Künstlerforum für Leute mit Ideen. So viel Kreativität, mit kalten Händen ist ne Tastatur fast ein Folterwerkzeug, wie soll das erst im Winter werden?

Ich hatte es die Tage glaube ich schon angekündigt, dass ich meine VÖ-Frequenz ein wenig runterschraube ab nächstes Jahr wahrscheinlich, dann dürften alle Sachen, die ich erstmal sagen wollte und von denen ich meine, dass die Welt sie hören müsste draußen sein. Ehrlich gesagt überlege ich auch, ob ich den Rest des Monats wieder mehr im Backlog arbeite und hier dann etwas weniger rauskommt, ach ich weiß es nicht...

9/03/2026

Schnee, kein Wetterpost

... und nein, kein vorzeitiger Wintereinbruch, sondern eine klare Warnung an alle, die denken die neue Atzenfett sei eine Aufforderung zum Konsum, klar ist es ein Erlebnis mal druff zu sein, allerdings ist es bei vielen Substanzen illegal sie zu beschaffen und in den allermeisten Fällen sehr schlecht für Körper und Geist. Außerdem birgt das meiste, was ballert auch Suchtrisiken und ist im Stande das Leben, um viele Jahre bis zum Nullpunkt zu verkürzen. Daher ist auf der Rückseite auch eine auffällige Leerfläche bei den Vor-Ab Covers, die ich euch hier zeige. Das ist der beste Platz, um euch ne Line zu ziehen, besser als ein dreckiger Tisch, nein Joke natürlich, ich hatte nur zum Zeitpunkt der Erstellung die Nummern für bundesweite Sucht- und Drogenberatung nicht parat, die an der Stelle bei den physischen Schallplattenhüllen drauf sind. Und noch als persönliche Anmerkung, Die beste Droge ist immer noch Musik, in jeder Lebenslage und sie ist praktisch kostenlos und überall verfügbar und völligst legal. In diesem Sinne... viel Spaß!

Glücklich < Zufrieden

Um glücklich zu sein braucht es weniger als für Zufriedenheit, ich weiß nicht, was ich mir reingezogen habe, dass ich zu dieser Erkenntnis kam, von der ich noch nicht sicher bin, ob es wirklich stimmen kann. Intuitiv hätte ich gesagt, dass Zufriedenheit ja vom Anspruch und Impact her deutlich unter dem Gefühl glücklich zu sein steht. Allerdings würde ich auch behaupten, dass glücklich sein etwas ist, das viel mit eigener Einstellung und dem Willen dazu zu tun hat, während man Zufriedenheit nur über eine längere Strecke im Nachhinein bewerten kann, oder?

Ich glaube, ich saß im Studio und habe an Texten rumgeschraubt und dabei kam Sie mir in den Sinn und das macht mich kurzfristig total glücklich und das auch nach all den Jahren und all der Scheiße, die ich durchwaten musste, nur für diese kurze Zeit des Glücklichseins, welche ich damals nicht verstanden habe, was dann wohl auch wieder eine Sache ist, die Glücklichsein so leicht erreichbar macht, man hört einen Song, liest eine Zeile , riecht einen Smell und klick, Gehirn greift auf das Glücklichsein-Areal zu, Erinnerung schießt ein und mit jedem Mal, wo das passiert, verblassen all die negativ verknüpften Emotionen. Genial eigentlich, der Dichter in mir hamstert dann von ewiger Liebe und son Schwall, während ich nie behaupten würde, dass ich zu der Zeit zufrieden war. Zufrieden ist so eine Dauereinrichtung von, reicht, dass es nicht schlecht ist, zufrieden ist ausreichend, vier Minus und Versetzung, nichts, was eine Euphorie auslöst, manchmal muss man zufrieden sein, vielleicht ist das einfach nicht mein Leben, weil ausreichend Minus in der Schule zwar gereicht hat und ich für eine Eins oft nicht motiviert genug war. Wirklich glücklich hat mich nur die Eins-Plus damals im Studium gemacht in einer Rechnungswesen-Klausur, wo ich noch Extra-Lösungswege angegeben habe, die von der Aufgabe gar nicht gefordert waren, weil ich noch so viel Zeit übrighatte. Das war tatsächlich so eine Mischung aus Stolz, dass ich mich von einer Beton Fünf in der Schulzeit im Studium da hochgearbeitet habe und deutlich über zufrieden. Vielleicht macht Stolz dann auch irgendwie glücklich, ich könnte aber das Gefühl von Stolz gar nicht so richtig einordnen, im Grunde ist es eine Form von Hochmut und wo der hinführt, Das wissen alle, die mal mit nem Fluggerät, das man mit Wachs zusammengekittet hat in die Nähe der Sonne geflogen ist. Er wieder, Philosophierlex am Start, im Ernst, glücklich sein ist Herz, Stolz ist zufrieden Triple A und man muss aufpassen, dass man dieses beflügelnde Gefühl nicht missdeutet und... das ist aber wieder ein anderes Thema... in diesem Sinne!

9/01/2026

Irgendwas mit 7! - 5040 und ein Septem-Bär

Die 7 ist eine Instanz für mich, in der Überschrift sogar eine Fakultät und ich mag den Monat auch irgendwie, es gibt einen 19.09. und es ist der Neunte Monat. Ich weiß, dass viele wissen, warum das so ist, es hat nichts mit der Kirche zu tun, und weniger mit irgendwelchen Verschwörungen, als man denkt. Am Ende war es mal der siebte Monat, von lateinisch  "septem", wie auch die Folgemonate, die bis zum decem hochzählen. Hatte das Jahr früher nur 10 Monate, nicht wirklich, es begann nur erst im März und wenn man dann hochzählt, passt alles, ehrlich gesagt kling das für mich auch viel sinniger, würde man das Jahr nicht im Winter aufhören und im Winter beginnen und Silvester wäre nicht nur 7 Tage von Weihnachten weg. Wäre schön, ist aber nicht so geworden, und der Name? Auch die Römer hatten keine Lust, die noch umzubenennen, bei der ganzen Bürokratie standen ja schon auf allen Steintafeln die alten Namen, das hätte die Leute nur verwirrt.
Ich habe mal Chattie zur Sieben gefragt, das meint er:
Da steckt enorm viel Material drin: Sieben Weltwunder, sieben Todsünden, sieben Tugenden, sieben Zwerge, sieben Geißlein, sieben Raben, Siebenmeilenstiefel, das tapfere Schneiderlein mit „Sieben auf einen Streich“, das verflixte siebte Jahr, sieben Tage, traditionell sieben Regenbogenfarben, sieben Stammtöne, der siebte Himmel, die sieben Hügel Roms, die sieben Weltmeere und die klassische Glückszahl 7.
Wusstet ihr, dass ihr mit zwei sechsseitigen Würfeln statistisch gesehen am häufigsten die Sieben würfelt?
Viele Menschen sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln, ich habe immer gedacht, dass es dabei um geheimnisvolle Personen sind, die ich nicht verstehen kann, weil ich mich nicht genug Mühe, die Siegel zu brechen, das Ding ist, vielleicht sind das auch absolute Untergangsmenschen, denn wenn die sieben Siegel gebrochen sind, ist eh Feierabend. Ach Leute und ich kann mir auch keinen Septem-Bär vorstellen, viel eher einen Septum-Bär, seht ihr dann gleich...
Und da ich ja irgendwie auch so ein Musik-Fetischist bin, habe ich mal ein wenig gesucht und weil ich Vierzehn zu albern fand und 777 der Titel eines Allister Crowley Buchs ist, sind es 28 geworden, vier Kapitel, musikalisches Pottpüree, macht den Spaß gerne mit und schreibt mir gerne, was ihr mit der Sieben verbindet, könnte mir durchaus vorstellen dem mehr als ein paar Denkanstöße zu widmen.
I - Sieben Sachen; II - Sieben Sünden; III - Sieben Meere; IV - Sieben Siegel