3/26/2026

Bin ich noch Schmusebärchi?

Vor ungefähr 20 Jahren war ich desillusioniert, verlassen und wahrscheinlich kaum eine Nacht nüchtern gewesen, spätestens nach einer der schmerzhaftesten Trennungen meines Lebens ging es irgendwie bergab. Und auch nicht, denn ich lernte eine ganze neue Welt kennen, neue Freunde, neue Möglichkeiten, ja wahrscheinlich sogar ein neues Ich. Durch die Vogelstraßenfrau und den Mondschein lernte ich gar zwei neue Subkulturen kennen, in denen ich mich bis heute super wohl fühle, auch wenn die eine davon für außenstehende sehr toxisch wirken kann, obwohl die andere auch. Wir saßen auf dem Fußboden und hörten Musik von Tod, Verderben und verlassen sein, die Farbe war schwarz.
Es gab aber auch dieses purple, dieses pink, es gab das Grün und es gab die Nächte auf fremden Sofas, mit SpongeBob, Grisu und den Glücksbärchis. Mein zwanzigjähriges Ich fand es lustig und irgendwas Kindliches wollte mir sagen, ein Anführer einer Sekte von Bären zu sein, die in einem Wolkenland leben und Kindern falsche Versprechungen und manipulative Botschaften senden ist cool. Naja, damals erschien Schmusebärchi, wie eine selbstironische Anspielung auf mich selbst, verloren in einem Land, das sich durch das Dauerdruftsein und meinen Lebensstil wie der Himmel anfühlte und es vielleicht sogar manchmal war. Ich glaube ich hatte auch echt gute Zeiten vor allem im Depri-Kollektivweil uns das vereinte. Als ich mit last.fm begann öffnete es mir eine ganz neue Welt, das war weit vor Facebook und ähnlichem, ich verband mich mit den Menschen, die das Wichtigste in meinem Leben mit mir gemeinsam hatten, Musik. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

und ja ich weiß, das ist Hurra-Bärchie
Sechs Jahre später war ich am Boden von so ziemlich allem angekommen, was mein Leben ausmachte und in meiner vermeintlich letzten Nacht zitternd und mit 'nem Plüsch Glücksbärchi im Arm Selbstgespräche gehalten. Irgendwie ist Schmusebärchi Mahnung und positives Gefühl gleichzeitig, auch wenn der Name heute wirklich irgendwie weird wirkt. Ich fühle da auch gewisse Pedovibes. Allerdings gibt es wirklich kaum etwas, das mir ferner wäre. Warum behalte ich den Namen trotzdem. Das kann man kritisieren oder auch nicht, ich werde darauf angesprochen, das macht es bedenklich, hätte ich keine stille Community würde ich ja die fragen, immerhin ist das Blog Maskottchen von Beginn an ein anthropomorpher Grizzlybär und selbst das Alter Ego von Stanley Hardcore ist auf der Bühne ein Furrybärenkostüm, also hm... bin ich noch Schmusebärchi? Oder ist es Zeit auch diesen Persönlichkeitsanteil endlich abzulegen, weil er nicht mehr zeitgemäß ist und vielleicht sogar widersprüchlich verstanden werden kann? Oder ist es mein Recht als Künstler, den Widerspruch stehen zu lassen und von meinem Publikum genug Hintergrundwissen oder die Aneignung dessen zu verlangen, einen Verdacht komplett auszuschließen, es widert mich eigentlich schon an, dass ich überhaupt daran denken muss, dass es da einen Zusammenhang geben könnte, allerdings würde ich selbst vermutlich bei jemand anderem so denken, schwierig...

3/24/2026

Unterschreiben um ein guter Mensch zu sein?

Es gibt nicht, die und wir!
Ich habe eben wieder einen dieser Petitionsaufrufe für eine ganz bestimmte Sache bekommen und wisst ihr, ich unterschreibe viele Petitionen, weil ich viele Dinge für anstoßbar erachte, meistens empfehle ich der Person, die mir den Link zur Petition geschickt hat weitere Petitionen, so auch eben, da ging es darum irgendwelche in Nigeria verfolgten Christen zu unterstützen (fraglich, was eine Unterschrift da bringt, anderes Thema) und ich dachte mir, es gibt doch weltweit unglaublich viele Gläubige, die verfolgt werden genau weil sie an irgendwas glauben, was ja an sich schon bescheuert ist, weil doch bitte Glauben etwas so persönliches sein sollte, was jeder für sich und mit sich ausmachen sollte und wenn sich dann eben welche treffen, die das gemeinsam erleben wollen, so fucking what? Jemanden wegen seines Glaubens zu verfolgen ist so, wie jemanden wegen seiner Gedanken zu verfolgen, selbst wenn er diese nur in Kunst ausdrückt, es ist Blödsinn. Glaube schadet niemandem, Religion und Kirche sind andere Dinge, die durchaus kritikfähig bleiben, also warum sollte ich Christen, Muslima oder Juden für schützenswert halten? Weil die Idee schützenswert ist und die Menschen nicht grundsätzlich zu verurteilen sind, nur weil sie ihren Glauben institutionalisieren. Solange man niemandem schadet, kann man doch jedem Gedanken und Glauben für sich nachgehen, so what? Was für dumme vernagelte Menschen denken, dass Anderssein ein Grund ist, sie auszulöschen? Werde ich nie verstehen. Ich glaube ich kenne kaum nachvollziehbare Gründe dafür, vielleicht Dummheit... Scherz, nein ich glaube nichts rechtfertigt die Auslöschung von jemand anderem, denn jeder hat ja jeden Tag die Chance sich zu ändern. Der Fakt, dass es die wenigsten tun, hat ja nichts damit zu tun, dass sie es nicht könnten.

Und was passiert also, wenn ich so eine Anfrage zur Petition zur Rettung von x oder y bekomme? Rabbitholegrabbing, ich suche nach themenverwandten Petitionen und denke mir, im Grunde müsste man 24/7 irgendwas unterschreiben, was nichts ändert, um anzudeuten, dass man dies oder das unterstützt, dazu kann ich auch auf reddit gehen, dann kann ich sogar noch genau ausdifferenzieren, warum ich dies oder das unterstütze und warum mich das als Individuum besser macht als irgendwen anders. Moment mal, ich blogge doch, mach ich das nicht hier auch schon? Bedingt könnte man mir das sicher vorwerfen, okay, hier muss jedoch niemand unterschreiben oder meiner Meinung sein. Ich mache nur das Angebot und meine durchaus kluge Leserschaft weiß schon, dass man nicht jedes Sonderangebot mitnehmen muss, denn ich habe ja auch ein paar echt weirde Ansichten. Alles gut. Liebe geht raus!

Freundeskreise - kleines Essay

Sie heißen so, weil sie so funktionieren. Doch fangen wir ganz einfach an.
Der Freundeskreis bezeichnet alle Menschen, die in einer gewissen Nähe zu einem selbst stehen, was uns zu dessen Mittelpunkt macht.


Am Anfang unseres Lebens sieht ein Freundeskreis so aus:
Er ist diffus, wir wissen noch nicht, was Freunde sind und wir differenzieren nicht.
Manche Menschen lernen diese Fähigkeit nie und werden immer einen diffusen Freundeskreis behalten. Das sind nicht die Freunde, die ich hier meine.



In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab es früher eine hohe Fluktuation.
Ich habe viele kennengelernt und manche blieben, andere gingen wieder.


Und dann irgendwann wird einem klar, dass es nicht ein Kreis ist, sondern eher eine Art Schnecke, in der die Freunde einem mal näher, mal ferner sind und man durch Überlappungen auch in anderen Freundeskreisen unterwegs ist.



Und mittlerweile, so mit Mitte dreißig, nachdem man den ein oder anderen Kreis hinter sich hat, sind Freunde ein so wertvolles Gut, dass man sie in seiner Mitte hat, bei seinem Herzen.
Und ganz egal wo in der Welt die Freunde nun sind, im Herzen bleiben sich Freunde stets nah.

Das führt oft dazu, dass man das Gefühl hat, seine Freunde entfernen sich und man macht nichts mehr zusammen. Die Freundschaft lebt von den Erinnerungen. Doch ist es nicht Zeit, die uns verbindet? Zeit, die wir gemeinsam sind? Zur Not am Telefon, in Gedanken, regen Austausch, vielleicht sitzend am Schreibtisch und handschriftlich einen Brief schreibend, etwas bastelnd. Selbst einer gemeinsamen Berufung nachzugehen, sich auszutauschen, kleine Momente des Lebens, der Freude, des Leidens zu teilen kann Freundschaft sein.


Heutzutage ist Freundschaft für mich vor allem eins → EHRLICH Und diese Ehrlichkeit macht dann einen Freund auf lange Sicht zum Herzmenschen. Und die erheben sich aus den Freunden. Das sind die, die du mitten in der Nacht anrufst, die sich nen Kaffee aufsetzen und bis zum Morgen mit dir sind, wenn du sie wirklich brauchst.

Ich bin ganz ehrlich, ich war mal so für alle und jeden, ich war immer da. Leider muss ich gestehen, dass es mir auch heute schwerfällt, Menschen, die ich mag, abzuwimmeln, weil ich selbst vielleicht zu fertig bin.
Aber auch da lernt man dazu, wenn Freundschaft eine eingleisige Veranstaltung ist, ist es keine. Denn irgendwann steht man dann alleine auf dem Gleis und der andere sitzt im Zug.

Freundschaftskreise verändern sich. Darauf haben die Freunde Einfluss, die Freunde von Freunden, Partner, Familie und man selbst natürlich auch. Ich habe einmal einen Geburtstag an drei Tagen gefeiert, weil Freund X und Freund Y nicht miteinander konnten und beide nicht mit Z klarkamen, sie mir aber alle zu wichtig waren, auch nur Einen einfach wegzulassen. Und mit ihnen die subkulturverbundenen Freundeskreise.

Damals war ich noch nicht so weit, von anderen zu erwarten, mir zuliebe für ein paar Stunden ein wenig Frieden zu halten. Ich wurde auch oft eingeladen auf Feste, wo ich wusste, dass dort Leute sein würden, mit denen ich Probleme habe. Ich gehe dort hin: für den Freund und nicht wegen Anderen nicht. Dem Freund zur Freude, wer lädt jemanden ein, über dessen Anwesenheit er sich nicht freut? Ziemlich dumm sowas, oder? Mein derzeitiger Freundeskreis sieht ungefähr so aus:

Und ich bin damit vollkommen zufrieden. Einen inneren Kreis mit Herzmenschen zu haben ist viel wichtiger als hundert falsche Freunde, die im Ernstfall dann doch bloß Bekannte sind, die keine Zeit haben. Und der Rest ist halt Fluktuation, portionierte Freunde, ein Kommen und Gehen auf dem Boulevard meiner gebrochenen Träume.
Ich liebe alle meine Freunde und ich hoffe auf Gegenseitigkeit, nur erwarte ich sie nicht mehr. Und das ist auch eine Form von Freiheit, in diesem Sinne... Liebe geht raus!


der Text stammt von 22.07.2023, ist aber heute noch genauso wahr wie damals

Danke für weiteren Kanalausbau

Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)

Ja naja und wenn man mich dann noch mit Small Talk ablenkt, um meinen Blutdruck dann auf über 180 zu ballern, weil ich sehr starke Schmerzen empfinde und eine Überaufregung trotz Beruhigungsmedikation, dass etwas schiefgehen könnte, Leute ich habe einfach so viel Angst davor, dass ausgerechnet bei mir irgendwas schiefgeht...
Gut, dass es dann noch Kuchen zur Knusperstange gab, wer allerdings auf die Idee kam, Schlagsahne auf den Teller zu klatschen, nett gemeint, aber eklig! Naja, und am Ende des Nachmittags waren es ja nur ungefähr 2 Stunden, die der ganze Arm geschmerzt hat, irgendwann habe ich mich entweder dran gewöhnt oder der Nerv war abgestorben oder so, wenn es mir langfristig hilft, ist es das ja wert.
Mir wurden auch Schmerzmittel angeboten, allerdings habe ich gerne das komplette Körpergefühl, Schmerzmittel sind für mich immer das Allerletzte Mittel, denn da geht dann ja meist als Nebenwirkung noch der Blutdruck runter und normalerweise bin ich während der Behandlung durch die vorherige Sedierung eh schon etwas duselig und kriege von Novalgin, dem Stoff, den man vorrätig hat, meist relativ akuten Durchfall. Und das ist ein Thema, das ich schon zu viel und zu lange und zu oft besprochen und durchlebt habe, da bin ich um jeden Tag, den das nicht Thema ist, glücklich und werde einen Teufel tun, das auch noch wissentlich herbeizuführen (ja ich weiß, ist auch eine Möglichkeit der Entwässerung, ne lass ma!).
Liebe geht raus!

3/23/2026

Ein paar Worte zu... Cream Bay - She's a ten

So ihr Lieben,
generell will ich hier ja nicht zu tief drauf eingehen, allerdings kommt am Freitag der nächste Streich meines künstlerischen Schaffens in Umlauf und da dachte ich, ich weise euch ganz kurz darauf hin, es handelt sich um ein Punk-Rock Album, in dem ich größtenteils mit Texten aus 2005 und 2006 gearbeitet habe. Die Ankündigung könnt ihr bei den Kollegen von Tickman Life Records nachlesen, ich werde die Tage noch ein paar Details verraten und vielleicht über den ein oder anderen Song die Geschichte dahinter verraten, ob ich das hier oder auf meinem Backlog, der noch im Aufbau ist und wo noch nicht so viel los ist, mache, weiß ich noch nicht. Ihr könnt euch aber auf jeden Fall auf 17 Tracks freuen, die ich nahezu genauso schon vor 20 Jahren erdacht hatte und bislang bloß daran gescheitert bin, dass ich weder singen kann noch irgendein Instrument spielen kann. Hört rein und entscheidet selbst, wieviel Tickman und wie viel AI da drin ist, VÖ ist am 27.03.2026 auf so ziemlich allen Online-Streamern. Und weil man mit Speck ja Mäuse fängt, hier wie auch schon bei den Kollegen das Cover-Artwork und die Tracklist, allerdings mit dem finalen Farbdesign.
In diesem Sinne... Liebe geht raus!


3/22/2026

Herr Lehmann wird nie mehr der Selbe sein

... und sowas find ich Scheiße, im Endeffekt ist es eine Figur aus einem Buch von Sven Regener und die ist auch ohne den ihn spielenden Schauspieler großartig und liebenswert, doch so wie wir Menschen eben sind, verbinden wir sie durch die Darstellung eben mit dem, der ihn im Film gespielt hat.
Und dass der sich jetzt als ein echter Nullleiter und ekelhafter Mensch herausstellt, ist nicht nur traurig, es tut mir auch für seine Opfer so unglaublich leid, die wahrscheinlich, zumindest auf seine Frau trifft das mutmaßlich zu, jahrelang unter ihm gelitten haben. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht, sie haben einen fantastischen Ruf, sie haben eine der schönsten und sympathischsten Frauen der Welt geheiratet, eine großartige Karriere, wahrscheinlich auch keinerlei Geldprobleme und dann was? Reicht das nicht? Wo switcht der Schalter von, wow was habe ich für ein geiles Leben zu, "bring den Vorschlaghammer mit" und lass uns das mal komplett in Schutt und Asche legen?
Ich meine, ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass man an allem irgendwann satt ist, das kann sogar die Liebe sein, das können Menschen sein, Geld, Ruhm, einfach alles macht einen irgendwann übersatt, das verstehe ich... bis zu einem gewissen Grad. Was ich nicht verstehe, ist, dass man anderen Leid zufügt und denkt, dass es einfach eine gute Idee ist sich nicht einfach von dem zu trennen, was einen belastet, sich Hilfe sucht oder einfach mal reflektiert an welchem Punkt man falsch abgebogen ist und versucht daraus die Konsequenz zieht.
Wir tun uns sehr leicht damit Urteile über Menschen zu fällen, die Fehler machen und die gewaltig reinscheissen, weil wir uns selbst für moralisch überlegen halten, dabei hat jeder seine Leichen im Keller und irgendwelchen unsäglichen Mist in seiner Biographie, doch der Unterschied zwischen denen, die dazu stehen, reflektieren, sich entschuldigen, es nie wieder tun und jenen, die ihren ganzen Mist nehmen, ihn projizieren und andere für ihr Versagen verantwortlich machen ist himmelweit. Ich will nicht urteilen, leider fällt es mir sehr schwer nicht immer auf der Seite der Opfer zu stehen, denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt fast immer eine lange Zeit in die Richtung von Tätern aus und selten weit genug zurück, dass es irgendwann in der Mitte wieder in Ruhe gelangt. Daher möchte ich diesen prominenten Fall nutzen, um allen Opfern von Gewalt, vor allem psychischer und/oder sexualisierter Gewalt alle Kraft der Welt zu wünschen und feiere jeden Menschen, der es schafft, darüber zu reden, sich zu befreien und womöglich ihren Tätern einer gerechten Strafe zuzuführen. Inwieweit es überhaupt eine gerechte Strafe im Namen des Gesetzes geben kann, ist hier ein komplett anderes Thema, denn das kann niemand ermessen, da bin ich leider auch sehr alttestamentarisch eingestellt (ist Auge um Auge nicht fast Karma [etwas direkter vielleicht]?).
Am Ende bin ich einfach nur unglaublich enttäuscht, ja das ist die richtige Formulierung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich dazu äußere, denn eigentlich erscheint mir das Thema ja wie Blätterwald-Gossip, doch es passiert ja leider immer wieder und eben nicht nur in der High-Society oder bei den "Stars", sondern mutmaßlich hinter so vielen verschlossenen Türen und ich kotze, wenn ich daran denke, dass Menschen nicht in der Lage sind, friedlich, zivilisiert und vor Allem gewaltfrei miteinander zu leben. Meine Fresse, die Konsequenz ist, dass wir uns gegenseitig hassen und ausrotten und am Ende fragen wir uns dann, warum im Nahen Osten Menschen so schnell bereit sind aus welchen "Gründen" auch immer anzufangen sich gegenseitig von heute auf morgen abzuschlachten und keinen juckts? Ekelhaft! In diesem Sinne... habt einen angenehmen und friedfertigen Sonntag voller Liebe und schließt ruhig auch mal die Opfer, die man nicht sieht in eure Gebete ein, ob ihr glaubt oder nicht.

3/21/2026

Depri-Sehnsucht

Manchmal so wie heute abend sehne ich sie mir wieder herbei und schaffe es fast mich selbst so sehr runterzuziehen, dass ich das Gefühl von Depression bekomme. Das Hauptproblem ist, dass ich mich nicht mehr fallen lassen will, weil das Gefühl allein einfach nur unangenehm ist und keinen Spaß macht, wenn niemand da ist, der das mit dir fühlt. Und a fallen mir dann das Vogelstraßenmädchen und der Mondschein ein und ich muss lachen, denn die beiden sind auf ihre Weise so etwas wie Konstanten in meinem Leben und ich bin so dankbar, denn viel mehr wollte ich eigentlich nie haben, nur ein paar Konstanten.

Und Alter habe ich früher gute Lieder geschrieben, das ist schon fast ekelhaft gut, was da herauskam. Vielleicht ist es auch der Likör, der mir zu Kopf steigt und die Melancholie, der Time-Tango das Karma-Karussell, der Blick zurück an einem sich sehr einsam anfühlenden Abend. Ich weiß es nicht, irgendwas ist komisch heute Abend und ich mag es irgendwie, schade, dass ich es nicht mit jener Einen teilen kann, der ich schon seit Ewigkeiten mein Meer aus Tränen übergeben will.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

Schöpfer oder Scharlatane

Ich frage mich, ob das ein Bubble-Problem ist, etwas, dass ich als Creator und Betroffener fühle oder ob die ganze Welt in diese Richtung tendiert oder ob die allgemeine Meinung, die natürlich von der Industrie befeuert wird, negativ zu digital erstellter Musik ist?
Ich merke für mich persönlich, dass ich natürlich mehr Musik von dem höre, was ich selbst mache, wenn ich gerade im Prozess einer Album-Produktion bin, aber das war schon damals so, als ich mit einer echten Band gearbeitet habe, da hört man sein eigenes Zeug häufiger als seine Lieblingsbands, ich glaube das ist normal. Ich stelle mir eher die Frage, wieviele Menschen so sehr berauscht davon sind ständig neue Musik zu erschaffen, aus Launen heraus und ohne den künstlerischen Anspruch, den ich mir für mich einbilde, quasi nebenbei und damit die wahre Großartigkeit dieser Technik zu etwas machen, das ähnlich wie Tarot-Karten von spielbaren Karten zu Partyspaß-tauglicher Zukunftswahrsagerei wurde.

Wie auch immer, ich bin einigermaßen stolz, dass ich mittlerweile einen funktionierenden Work-Flow gefunden habe, der mir ermöglicht kreativ zu sein und gleichzeitig etwas künstlerisches zu erschaffen, das sich richtig anfühlt. Und auch wenn viele immer noch der Meinung sind, dass man, obwohl man Melodie, Text und viele Stunden Feinarbeit in einen Song gesteckt hat, nicht dessen Schöpfer ist, weil eine KI das ganze zurechtschleift und quasi die Musiker ersetzt, dann ist das so. Im Grunde ist das genau das gleiche, das in vielen Zweigen der Industrie seit Jahrzehnten passiert, nur weil es hier um unsere Kunst geht sollten wir uns nicht dem verschließen. Immerhin kommt so neben dem wirklich vielen Müll auch einiges an Großartigem ans Licht, das sonst niemals möglich gewesen wäre und ich rede wirklich nicht von: "Mach mir einen Song über meinen letzten Popel, den ich mir aus der Nase gepult habe", da bin ich bei der Masse, Prompten ist nicht erschaffen, vielleicht auch ne Kunstform aber bei Weitem nicht das, was ich meine, wenn ich von Kunst rede.

Wie gesagt, ich weiß gar nicht, wieviele Menschen das überhaupt betrifft, wieviele Menschen ARBEITEN wirklich mit kreativer Intelligenz und für wieviele ist es Spielzeug und Freizeitspass? In diesem Sinne...

3/19/2026

Nierenwerte schlecht

Wenn deine behandelnde Ärztin einen Witz über deine Werte macht, dann ist eigentlich alles in Ordnung, wenn sie dann noch sagt, außer, dass du von einer Maschine abhängig bist, sei man gesund, nun ja. Genau mein Humor. Aber im Ernst, derzeit geht's mir relativ gut, die Schmerzen sind nur noch dann und wann präsent, ich bin produktiv und die meiste Zeit tiefenentspannt, von dem komischen Tinnitus, der an manchen Tagen in meinem Ohr pocht, der Sehschwäche nach 10 Stunden Bildschirmzeit und dem Zahnstatus mal abgesehen bin ich insgesamt auch mit mir zufrieden. Und das mit dem Phosphat bekommen wir auch noch in den Griff, die Idee es einfach nach Tageszeit zu nehmen finde ich spannend und erscheint mir wie etwas, das ich in eine Routine bringen kann.

Ich markiere den heutigen Tag mal, als einen Anfang diesbezüglich! Danke für die Hoffnung...

3/17/2026

Früher war's zu wenig

Geht es euch auch so? Die Leute um mich herum haben heutzutage irgendwie von allem genug, teilweise sogar zu viel und regen sich darüber auf, dass dieses und jenes geregelt wird und man zu viel Auswahl hat. Und ich wette mit euch, bei einigen weiß ich sogar, dass ich die Wette gewinne, die gleichen Leute haben vor 20 Jahren rumgejammert, dass sie hiervon zu wenig und davon zu wenig haben. Heute scheint das Einzige wovon die meisten zu wenig haben Geld zu sein, wahrscheinlich, weil es von allem Anderen zu viel gibt, was sie sich nicht leisten können. Was für eine verrückte Welt in der wir leben, oder?
Wie wäre es denn vielleicht einfach mal mit genug? Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hatte ich nicht viel, es fühlte sich zu wenig an, weil ich zu viel wollte, heute erarbeite ich mir alles, was ich will, und bin dann damit zufrieden, oder freue mich gar darüber und meist kommt dann obendrauf noch ein Bonus den ich gar nicht erwartet habe, ich behaupte, weil ich zufrieden mit dem bin, was genug ist. Und ich empfehle das wirklich nur weiter, wir brauchen keinen Überfluss, das Zuviel haben, habe ich auch ausprobiert, es ist Belastung und unnatürlich, wir sollten uns beschränken auf das, was wir brauchen, alles andere kann man weggeben, denen die nicht genug haben, denn die gibt es ja auch noch und wenn alle etwas von ihrem zu viel abgeben und alle mit dem genug zufrieden sind, dann haben alle genug und sind zufrieden. Ich weiß, das klingt nach Kommunismus, aber wenn DAS Kommunismus wäre, dann wäre es erstrebenswert. Und nebenbei wäre es noch "Geben ist seliger denn nehmen", ich glaube ganz fest, dass es einfach nur eine bessere Welt wäre, egal wie man es dann nennt.