12/30/2013

Wer liest den Scheiß eigentlich?

Hey Freunde,

jeden Tag kotz ich mich hier mittlerweile wieder aus und lasse euch teilhaben an meinem Leben, ich sehe ja, dass es tatsächlich einige gibt, die es regelmäßig lesen, die Frage die ich mir dazu stelle ist definitiv: "Wer liest so einen Müll?" Und wenn mir das jemand mit "Ich" beantwortet, wüsste ich gern: "Warum?" Ist es wirklich interessant oder bloß zur Erheiterung geeignet, regt es euch zum Nachdenken an oder ist es bloß unterhaltsam? Im Grunde spielt es für mich ja keine Rolle, ich werd ja doch nicht aufhören, aber wissen würd ich das echt mal gern, pure Neugier!

Antworten gerne auch anonym an: tickman.lifeentertainment@gmx.de

12/24/2013

Die drei Winterbuddys (Part III)

Überrascht sieht Willi den Hasen an: "Wirklich?" Der Hase grinst und nickt: "Oh ja, ganz sicher, komm mit!" Willi schluckt kurz und läuft dann dem Hasen hinterher, der ein ganz schönes Tempo vorlegt. Quer über den Weihnachtsmarkt rasen die beiden bis sie an einen Glühweinstand kommen, an dem ein Schneemann und ein Nikolaus stehen. Willi motzt den Hasen an: "Du blödes Langohr, hier komm ich doch her, hier ist kein Sack...!" Der Schneemann und der Nikolaus blicken ihn belustigt an. Frosty ergreift das Wort: "Was quatscht du schon die ganze Zeit für einen Blödsinn, verträgst du den Glühwein nicht oder was ist los?" Willi erkennt, dass es sich um seine beiden Kumpels handelt und greift neben sich. Als er den Sack ertastet stimmt er in das Gelächter ein und lallt: "Ja muss wohl so sein, sonst würdet ihr ja auch einen sprechenden Hasen sehen, ha ha!" Nico antwortet ihm mit gespielter Entrüstung: "Das ist Mr. O! Der ist mit uns hergekommen Kumpel!", zum Schankwirt gerichtet: "Keinen Alkohol mehr für meinen kleinen Freund!"

12/19/2013

Weihnachtsbäckerei-Time

Wiener Herzen (mit Rumglasur)
Nusssterne
Chesney's Heidesand
Bunte Weihnachtsbäume
American Cookies
Letztens habe ich es endlich mal geschafft mit meiner Mutter ein paar Kekse zum Sonnenwendenfest zu backen und keiner der Kekse ist auch nur annähernd vegan!
Nachdem in den letzten Jahren immer mal wieder einiges schief ging, wenn zuviele "Köche" den Brei verdarben oder es einfach keine vernüftige Organisation gab, konnte dieses Jahr das Küchenpersonal ungestört arbeiten und wie man vielleicht auf den Bildern erkennen kann hat sich das gelohnt. Nebenbei hat es auch noch sehr viel Spaß gemacht und bei mir endgültig "Sonnenwendenfeststimmung" erzeugt. Die Rezepte sind größtenteils von einem Bielefelder Unternehmen entliehen und an den persönlichen Geschmack angepasst. Ich bin vor allem begeistert, dass unsere Ergebnisse fast zu 100% genauso aussehen, wie die in den Backbüchern und das obwohl die da mit Foodfotografen arbeiten, die das alles genauestens inszenieren. Diese Bilder sind mit nem Lumia-Handy gemacht und können mit so mancher "Profi-Kamera" mithalten, guckt mal!

P.S.: Eigentlich wollt ich ja keinen Stunk machen heute, aber manchmal kann das beste Equipment nicht über die Unfähigkeit des Benutzers hinweg täuschen...






Vergebung

Liebe Eine,

erst einmal wünsche ich Dir alles gute zu deinem Geburtstag, der heiligste Tag in meiner "Religion" und dass du bald wieder gesund wirst. Ich weiß, dass es ein weiter Weg ist, wenn man selbst nicht bemerkt, wie krank man wirklich ist. Bei Geisteskrankheiten ist das noch schwerer, weil das Gehirn einem ja Sachen vorgaukelt, die einen denken lassen, das was man tut sei richtig und man wäre völlig gesund. Du warst ja schon immer etwas bescheuert, aber damals war das irgendwie anders, irgendwie positiv gefärbt, es hat dir nicht geschadet. Leider hast du im Laufe der Jahre immer mehr Leute getroffen, die deinen Charakter und deine Persönlichkeit deutlich verschlechtert haben. Du hast dann versucht mit irgendwelchen Rebellionen gegen alle, die dich liebten auszubrechen und dich wiederzufinden. Ob es in unzähligen Männergeschichten, an diese angepasste Subkulturen oder eingebildete Krankheiten waren, irgendwie hast du es geschafft, dich immer wieder so hinzubiegen, dass du gerade nicht mehr in das Muster der Geisteskranken fielst, weil du dich ja selbst dazu entschieden hattest so zu sein. Dank deiner Fähigkeit des Selbstbetrugs, die du im Laufe der Jahre perfektioniert hast konntest du irgendwann sogar dich selbst davon überzeugen, dass jemand, der dich immer bloß geliebt hat, von dem du einst sagtest, er sei das Beste was dir je passiert ist (was auch so war) den Tod verdient hat, weil er... ja warum eigentlich, das hast du mir nie verraten, warum ich in deinen Augen hätte sterben sollen... Ach warte, genau Gott war ja irgendwann deine Ausrede. Nachdem du früher schon eine starke Affinität zu kirchlichen Veranstaltungen hattest, dann im Laufe des Erwachsenwerdens Abstand davon bekommen hast, dich durch die Subkulturen "getanzt" hast und beinahe den Status eines selbstdenkenden Menschen erworben hattest (ich war so stolz auf dich!), fielst du zurück. Ich habe mir eine zeitlang daran die Schuld gegeben, weil ich mir durch meine Depression an allem die Schuld gegeben habe, vor allem weil ich mich eben auch nicht mehr um dich und andere Menschen kümmern konnte, die meine Zuneigung und Hilfe gebraucht hätten. In dieser Zeit muss in deinem Hirn irgendetwas komplett in den Arsch gegangen sein, denn plötzlich brach deine psychosomatisch bedingte Krankheit wieder aus, die du mit Hilfe einer Ernährungsumstellung zu bekämpfen versuchtest und oh Wunder es funktionierte (Selbstsuggestion ist eben auch eine starke Waffe, gerade wenn man sich das jahrelang beigebracht hat)... Kurz darauf oder vielleicht auch gleichzeitig muss dich von irgendwoher der Blitz getroffen haben und du hast Gott gefunden. Ich glaube ja immer noch, dass es nur wieder einer deiner durch den Lappen, den du Freund (*Lachkrampf* Ehemann) nennst ausgelöste Verirrung deines völlig persönlichkeitslosen Umherirrens und Suchen nach dem Selbst ist. Aber du warst schon immer anfällig für Trends und eigentlich hätte es schon früher passieren müssen, dass du dich einer Sekte anschließt. Bizarr finde ich daran vor allem, dass der Trend und die Sekte sich gegenseitig eigentlich ausschließen, aber das passt dann ja wieder zu der gespaltenen Persönlichkeit, die du leider (und das werfe ich mir wirklich vor, dass ich das nie gemerkt habe, weil ich selbst so schwer krank war) schon immer warst. Wie ich eingangs erwähnte, wünsche ich dir eine gute Besserung und hoffe, dass du irgendwann den Weg aus der Sekte zurück in ein selbstbestimmtes Leben findest, vielleicht auch durch einen Klinikaufenthalt, den ich dir dringend anrate. Der andere Weg ist natürlich auch möglich aber weil du in einer fast nicht mehr wahren Zeit mal mein Lieblingsmensch warst wünsche ich dir nicht, dass du beim Aufprall deine Knochen zersplittern spürst, wenn du wieder auf den Boden der Tatsachen stürzt und das ganze Gebilde aus selbstgebauten und eingeredeten Lügen unter deinen Füßen wegbricht und du von deiner plüschigen Traumwolke runterfällst.

Abschließend will ich DIR vergeben.
Ich weiß, dass ich nie vergessen kann, was du mir angetan hast und dass die Narben auf meiner Seele nie wirklich ganz verheilen werden, ich wahrscheinlich nie mehr jemanden lieben kann, nie mehr jemandem so sehr vertrauen werde und mein Glauben an das Gute im Menschen nachhaltig zerstört bleiben wird aber ich vergebe DIR. Und wenn ich mir diese Spitze erlauben darf, DIR zu vergeben macht mich zu einem besseren Christen als du es je sein wirst.

In diesem Sinne, frohes Sonnenwendenfest!

12/18/2013

Geträumt von dir ;)

Ich weiß nicht, wie gestört das ist, aber heute Nacht habe ich tatsächlich mal wieder von dir geträumt und nunja, mach dir am besten selbst ein Bild...

Ich stehe vor einem Mehrfamilienhaus irgendwo in einer recht grünen Wohngegend, in der Hand habe ich eine Flasche Wein und irgendwas merkwürdig eingepacktes, sieht aus wie ein Buch oder so. Ich seh an mir herab und bemerke, dass ich scheinbar zu Geld gekommen bin, teurer Anzug, teure Schuhe. Ich seh mich um und sehe einen teuren Sportwagen an der Straße parken. Dürfte dann wohl auch meiner sein, egal. Scheinbar habe ich schon geklingelt weil jemand die Tür öffnet. Etwas irritiert lasse ich mich von einem "Mann" hereinbitten und reiche ihm die Flasche und das Päckchen, er nimmt es etwas zerknittert an und murmelt irgendwas von: "Wir trinken keinen Wein, nur bei der Messe...". Er bittet mich meine Schuhe auszuziehen und reicht mir einen weißen Umhang, so einen wie er ihn selbst auch anhat. Ich frage ihn, was ich damit soll, weil ich nicht zu seinem komischen Verein gehöre. Daraufhin wird er etwas pekiert und meint, ich könne auch wieder gehen, er wolle mich sowieso nicht hier haben und hätte mich nur ihr zuliebe hereingelassen. Ich lasse mich überreden und werfe mir das Geistergewand über. Ich folge dem Haus"herren" durch einen mit merkwürdigen Wandmalereien verzierten Flur zur Wohnküche, die eingerichtet ist, wie im verdammten IKEA Katalog aber mit merkwürdigen mythologischen Figürchen und Symbolen beschmiert, ich tippe mal auf irgendwas christlich orthodoxes. Dann seh ich sie, wie sie ganz geistesabwesend auf dem Sofa hockt und hin und her wippt, als wäre sie von irgendwas besessen. Mit einer fast schon widerlich schleimigen Stimme sagt er: "Schatz, dein Gast ist da..., er hat das hier mitgebracht!" Als wäre es etwas ekelhaftes oder brennendes wirft er das durch seine unsachgemäße Behandlung schon halb ausgepackte Buch auf den Tisch. Sie erschrickt und blickt auf, als sei sie aus einem Traum erwacht. Ich starre sie an, als hätte ich noch nie eine Frau gesehen. Ich meine das habe ich, aber sie anzusehen ist immer so, als wäre es das erste Mal, so als würde man einen Engel sehen. Mal wieder verschwindet alles um mich herum irgendwie im Nebel und ich bemerke erst nach einigen Sekunden, dass der Geistervogel immer noch mit im Raum ist und mir wohl Fragen gestellt hat, ob ich was essen mag. Dem Tonfall nach ist es sicher nicht das erste Mal, dass er mich fragt, also antworte ich hastig: "Nein, ihr esst ja nix vernünftiges!" Sie lacht. Es gibt kaum etwas schöneres auf dieser Welt, als sie lachen zu sehen. Er geht grummelnd weg und brabbelt irgendwas von: "Gottloser Hoden..." oder so. Sie bittet mich, dass ich mich hinsetze und erzähle, was ich denn jetzt so mache und so weiter, was das für ein Buch sei, der Versuch nach all der Zeit, die wir uns nicht gesehen haben ein Gespräch anzufangen. Ich hätte sie stundenlang einfach nur ansehen können, ohne ein Wort. Ich wünsche ihr alles Gute zu ihrem Geburtstag und meine, dass das Buch ihr Geschenk sei, mein erster Roman, der endlich fertig ist. Sie lächelt verlegen und erklärt mir, dass sie ihren Geburtstag nicht mehr feiert, weil ihre Religion das verbietet und auch keine Geschenke von Gottlosen annehmen könne, sonst würde ihr Mann sie wieder verprügeln. Als ich das gehört habe war die Sache für mich klar, ich muss sie befreien, wahrscheinlich war ich überhaupt nur deswegen hergekommen. Ich frage sie: "Wieso lebst du in diesem Gefängnis? Wegen Gott? Oder wegen Liebe? Oder weil er ein reicher Sektenführer ist?" Sie errötet: "Du darfst nicht so reden, er könnte uns beide wegen weniger umbringen!" Ich frage mich, wo ich hier gelandet bin. Was ist nur aus meiner besten Freundin von früher geworden. Ich denke kurz nach und setze dann alles auf eine Karte: "Willst du so weiterleben? Wenn du frei sein willst, komm einfach mit mir, wir gehen aus dieser Tür und kommen nie zurück! Ich weiß, dass ich früher ein unzuverlässiger Tugenichts war, aber ich habe was aus meinem Leben gemacht, mich weiterentwickelt." Lachend füge ich hinzu: "Komm mit mir wenn du leben willst!" Sie beginnt zu weinen. Da kommt der Spinner wieder rein, mit einem Messer bewaffnet und geht auf sie zu: "Du hast unsere Ehe verraten und Gott betrogen!" Ich will mir eigentlich an den Kopf packen aber ich greife nur in die Tasche und werfe ihr meine Autoschlüssel zu und stelle mich ihm in den Weg. Voller Wut holt er aus und sticht mit dem Messer auf mich ein. Ich sehe noch, wie sie aus dem Zimmer rennt bevor ich zu Boden stürze. Ich spüre die weiteren Stiche fast nicht, warte bloß auf das erlösende Geräusch vom Motor meines 911er. Dem Tode nah und nach ungezählten Stichen endlich der surrende Porsche, der fortfährt. Jetzt darf es schwarz werden, dafür hat sich alles gelohnt, sie ist frei!

12/17/2013

Wir sind Götter...

Wenn ich das will, werde ich es sein. Frei nach dem Motto, Gott erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild, wie könnte es mir dann vergolten sein, selbst ein Gott zu sein. Eigentlich gibt es auf diesem Planeten circa 7 Milliarden Götter, nur die wenigsten sind sich ihrer Göttlichkeit bewusst und noch weniger machen irgendwas daraus. Wir behindern uns so oft selbst, dadurch, dass wir uns in Systeme quetschen, uns gegenseitig unterwerfen, mit Mitteln wie Geld und Religion Unterschiede herstellen wo keine sind. Wir könnten viel mehr aus unserer Göttlichkeit rausholen, wenn wir uns nicht immer mit Kriegen und Ausrottung herumschlagen würden, Illusionen wie Macht und Glück nachjagen würden, sondern einfach alle zusammen unsere Potentiale ausschöpfen und entdecken, erfinden und heilen. Wir könnten eine so geniale Spezies sein, die Natur hat uns die Möglichkeiten hingelegt, warum können wir sie nicht ergreifen?

Die Saturnalien

Hey Freunde,

wie ich soeben erfahren habe, befinden wir uns mitten in den uralten Anbetungsfeiern der Sonnengötter. Ich habe irgendeine irre Abhandlung einer christlichen Sekte durchgelesen, kopfschüttelnd und grinsend und voller Interesse habe ich mich durch den richtig schlecht übersetzten Text der "Restaurierten Kirche Gottes" zum Thema Weihnachten durchgequält und muss sagen; Ich hab ja schon viel geistigen Dünnschiss und Verschwörungstheorien zum Thema gelesen und vieles in dem Text leuchtet sogar ein und entspricht auch der Wahrheit, leider werden falsche Schlüsse gezogen. Bis ungefähr zur Hälfte gehe ich fast noch konform aber dann fängt es an abstrus zu werden, wenn von dem wahren Gott geredet wird und von Abgöttern, an die man Kinder verfüttert oder verbrennt oder so... WTF? Mag sein, dass sowas vorgekommen ist, aber ob man nun an irgendwelche Sonnengötter oder den EINEN für alle glaubt, ist völlig irrellevant, weil sie alle bloß Figuren in Geschichten sind. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie es geschehen konnte, dass Menschen an Übergeordnete Wesen glauben. Früher ja okay, um sich die Naturphänomene und alles was so um sie herum geschah zu erklären, alles was sie sich eben nicht erklären konnten, im Grunde so wie heute, alles was nicht von der Wissenschaft erklärt werden kann ist übernatürlich. Ich sehe das nicht so, alles was wir nicht erklären können, ist einfach nur noch nicht erforscht. Wieso soll ich mein Wissen opfern und glauben, dass der Ursprung von all dem, was Menschen erforscht haben irgendein göttliches Wesen ist.

Ursprung ist ein sehr schönes Wort, denn wenn man an den Urknall glaubt und das tue ich (ich würde es aber nicht glauben nennen), dann könnte man gegen mich argumentieren, dass ja vielleicht etwas vor dem Urknall gewesen sein musste, weil wir uns einfach kein NICHTS vorstellen können. Nehmen wir ruhig mal an, es handele sich bei diesem Vorurknalletwas um Gott, was war dann vor Gott? Und jetzt kommt's --> es war natürlich der Mensch oder aber die Lebensform, die auf den Menschen folgt und die Fähigkeit erlangt das All zu erobern und zu erforschen. Denn die Zeit ist unendlich, ein Kreis. Am Ende unserer Existenz werden wir das Universum zerstören und es damit neu erschaffen und alles beginnt von vorn, immer und immer wieder. Wir sind unsere eigenen Götter, wir sollten uns feiern.

"Weihnachten!", ich feier das Ding sowieso als Lichterfest (wer der Bringer des Lichtes ist, wissen wir ja alle), es ist schon lustig, nicht einmal diese Sektenchristen (wahrscheinlich auch viele der richtigen Hardcore-Freaks) akzeptieren das Ding als christliches Fest, im Grunde ist es das auch nie gewesen, lustig, dass ich schon immer Recht hatte und es einfach nur ein verdammtes Kommerzfest ist, ohne das die Weltwirtschaft wohl nach ein paar Jahren komplett am Ende wäre... Mir egal, ich bin Satan Claus ;)

12/16/2013

St. Petersburg

Wie schön, Russland im Februar, klingt nach Spaß! Wenn man ein Eisbär ist... Aber Fußballspielen? Es wird ja sowieso immer mehr zu einem Wintersport, aber das könnte ein echter Härtefall werden. Unsere Jungs werdens schon schaukeln, aber man darf das trotzdem nicht unterschätzen. Das Team von Zenit schätze ich als absolut machbare Aufgabe ein, der Zeitpunkt ist suboptimal aber wir haben ja zur Not auch Langarmtrikots!
Die Anderen haben es ja auch nicht besser getroffen. Die Grünen, die früher mal die Blauen waren werden es mit den Königlichen zu tun bekommen und erhalten dann vermutlich mal eine Lehrstunde zum Thema moderner europäischer Fußball. Ähnlich könnte es den Pillendrehern von Leverkusen gehen, wenn es im Spiel gegen Paris in ihrem Strafraum zlataniert. Die Einzigen die mal wieder ein für ihre Verhältnisse leichtes Los gezogen haben sind natürlich die Bauern. Ganz ehrlich? Wenn ihr mich fragt, bescheissen die doch, wie können die IMMER den Weg des geringsten Widerstands bekommen bei solchen Turnieren... Im Ernst, wenn die letztes Jahr gegen Real gespielt hätten und wir gegen Barca, wären die gar nicht erst ins Finale gekommen, aber naja wir werden es erleben!
Heja BVB!

12/15/2013

FC Köln Aufkleber vor Gericht

Mitten in der Nacht werde ich wach und sitze kopfschüttelnd im Bett, der Grund:

Ich bin Teil einer Gerichtsverhandlung und mache als Zeuge eine Aussage. Komischerweise läuft auf einem Fernseher im Gerichtssaal Fußball, ich lasse mich nicht ablenken und belaste einen Mörder wie es scheint schwer. Irgendwann wird der Mann dann schuldig gesprochen und ich finde beim Rausgehen unter dem Pult an dem ich sitze einen Satz FC Köln Aufkleber. Mit einem abwertenden Satz werfe ich sie in den Mülleimer. Da steht mir der gerade verurteilte Mörder plötzlich direkt gegenüber, ein FC Trikot an und mit einem Skalpell in der Hand. Ich kann mich nicht mehr bewegen und will schreien, die Leute im Gerichtssaal starren alle nur auf den Bildschirm und gucken Fußball, während ich ganz langsam abgestochen werde...

Eigentlich träume ich ja gerne...

12/14/2013

Ausfallerscheinungen

Hey Freunde,

manchmal frage ich mich, was mit mir eigentlich los ist, wenn ich Nachts kurz vorm Herzinfarkt aufwache und mir wünsche, dass der stechende Schmerz in der Herzgegend aufhört. Dann steh ich auf, lauf bisserl rum und dann gehts meistens wieder. Wenn irgendwer ne Idee hat, wie man den Blutdruck runterbekommt, bitte meldet euch bei mir, sonst gibts auf lange Sicht bald wohl keine Einträge mehr von mir...

Gute Nacht

12/13/2013

Die drei Winterbuddys (Part 2)

Nico sieht seinen betrunkenen Gehilfen böse an, während er mit einer Hand seinen Eierpunsch zum Mund führt, um das Gesöff wegzuexen und mit der anderen Hand den Kopf des Kindes zu tätscheln. Willi blickt immer noch nervös umher bis sein Blick sich auf Frosty zentriert. Frosty sieht ihn fragend an: "Was los? Ich? Nicht meine Baustelle, wie hätte ich denn, ich hab nicht einmal Arme!" Da fällt es Willi ein. Mit einer sehr merkwürdig anmutenden Geste, die an einen Boygroup-Move erinnert deutet er Nico an, dass er nur mal kurz weg müsse. Als dieser gerade etwas dazu sagen will, ist Willi auch schon weg. Flink wie ein Wiesel rast der kleine Weihnachtself die Strecke ab, die sie vorher gegangen waren. Durch seinen doch schon deutlich erhöhten Alkoholpegel läuft er ständig irgendwo vor. Als er endlich an seinem Zielort ankommt, ist ihm schwindelig und sein Kopf sieht aus, als hätte jemand stundenlang mit einem Knüppel auf ihn eingeprügelt. Dann bricht er direkt vor dem Laden mit dem großen M zusammen.
Als er wieder zu sich kommt ist einige Zeit vergangen. Die Leute um ihn herum schütteln den Kopf, einige werfen ihm sogar Kleingeld vor die Füße. Ein Junge sieht so aus, als würde er ihn gerne anpinkeln wollen, tut es dann aber nicht, weil seine Mutter ihn wegzieht. Willi schüttelt sich kurz und erinnert sich, was er hier wollte. Sie hatten hier zu Mittag gegessen, den Sack (nachdem er ihn zu diesem Zweck von Zauberhand aufgefüllt hatte) hatte er sich als Sitzunterlage auf das Bänkchen gelegt, damit er wenigstens über den Tisch gucken konnte. Er läuft in den Laden und durchsucht alle Sitzplätze, aber findet nichts. Da läuft ihm jemand vom Servicepersonal über den Weg, den er fragt. Doch der kann ihm auch nicht helfen. Mit gesunkenem Haupt verlässt Willi den Laden wieder, als ihm plötzlich ein knuffig puschliger Hase nachhoppelt und ihn anspricht: "Ey, Weihnachtself ich hab deinen Sack gesehen!"

12/12/2013

Domian Thema: 2013

Naja ziemlich pünktlich für so einen Jahresrückblick, obwohl je eher man nen Haken dran machen kann, um so besser denke ich. Was war also los im Jahr von Chesney?
Im Grunde war mein Jahr insgesamt sehr positiv. Begonnen hat das Jahr mit nem schicken Norovirus und zwei grauenvollen Wochen in einer Bielefelder Klinik, nachdem ich vorher schon 3 Wochen in Münster verbracht habe, der Grund war ein Nierenversagen als Folge von abgesetzten Medikamenten mit dem Ziel diese Welt zu verlassen. Bekanntermaßen habe ich mich dann ja doch noch umentschieden und mir den Weg der Heimdialyse angetan. Mittlerweile habe ich mich selbst circa 1500 mal dialysiert und es ist ein Teil von mir geworden, fast so normal wie Mittagessen oder Nägel machen. Auch wenn die Zeit in Bielefeld die pure Hölle war (Stichwörter: Schlachterei, Hygiene, Inkompetenz) habe ich mich da durchgekämpft und mich dann irgendwann selbst entlassen, als ich es nicht mehr aushielt.
Ich tauschte also mein Krankenhausbett gegen eine kleine Zelle (offiziell Gästezimmer) bei meinen Eltern, wo ich die nächsten Monate versuchte einigermaßen auf die Beine zu kommen. Mit jedem Tag verbesserte sich meine Situation und ich fühlte mich irgendwann sogar bereit, mich einem wichtigen Teil meiner Vergangenheit zu stellen. Ich wusste da noch nicht, dass es zu einem Abschluss werden sollte, eigentlich wollte ich das ja auch nicht. Vielleicht ist es die Hölle die ich hinter mir hatte, dass ich plötzlich viel klarer auf die Dinge sah und das störte meine Vergangenheit wohl. Ich will nicht wieder von Elfen und Trollen anfangen aber jeder baut sich seine Welt so, wie er mag. Wenn die Vergangenheit irgendwann nichts mehr mit der Realität zu tun hat, dann muss man sich eben fragen, ob das noch weitergehen kann. Witzigerweise war sie der Meinung, ich wäre merkwürdig geworden, sie hatte so eine ganz bizarre Formulierung, die mir leider nicht mehr einfällt, mit der sie meinte, ich sollte mal auf mein Leben klar kommen. Von jemanden, der an Einhörner und Feen glaubt, ihr wisst Bescheid!
Das Champions League Finale in London war einer der bittersten Tage des Jahres, ich wäre so gern geflogen, aber mit der ganzen Gesundheitslage und dem Dialyselogistikschmu war das leider nicht machbar. Und dann gabs auch noch ne Niederlage gegen die blöden Bayern und mein Cousin war auch noch vor Ort... ziemlich frustrierend!
Ganz toll war dann mein Geburtstag im Sommer, wo zwar nur 4 Leute da waren, aber manchmal ist nicht die Quantität entscheidend sondern die Qualität und die war eben bei 100%, hat übrigens auch mal wieder gezeigt, dass der BVB die geilsten Fans hat, da macht sich doch jemand mal locker 80km auffen Weg um mit uns inne Garage zu hocken, paar Bierchen zu trinken, den ich vor meinem Zusammenbruch im Stadion jede zweite Woche vor mir stehen hatte. Und dazu natürlich der beste Freund, den man haben kann und jemand, der mir irgendwie auf eine merkwürdige Weise sehr ans Herz gewachsen ist. Leider konnten einige der Leute, die ich gern da gehabt hätte nicht kommen, aber es war trotzdem eines der besten Ereignisse des Jahres.
Am 13. Juli war großer Tag der Entrümpelung, zusammen mit der Familie haben wir unsere Garage entrümpelt und ganz im Stil des Trödeltrupps einige Schätzchen gefunden. Außerdem hat die Vergangenheit sich endgültig in die Fänge einer Sekte begeben und mit einem Gelübde ihre Ketten festgezogen. Es war ein wunderschöner Tag auch wenn die Vergangenheit an diesem Tag in mir noch einmal starb.
Und seitdem immer wieder und ich weiß nicht ob es Hass oder einfach nur Ekel ist der mich überkommt, wenn ich auf sie angesprochen oder irgendwie erinnert werde.
Schlussendlich habe ich dann das Sonnenwendenfest Ende Dezember auserkoren, um mich ein wenig zu belohnen, vor allem dafür, dass ich die Depression und meine Ängste mittlerweile größtenteils im Griff habe und dass ich nie aufgehört hab an mich zu glauben.

Meine tiefempfundene Trauer und mein Beileid gilt vor allem denen, die auch dies Jahr wieder von uns gegangen sind. Am härtesten getroffen hat mich der Verlust meines Lieblingsmenschen, den Gott zu sich geholt hat.

Möge das kommende Jahr ein wenig Ruhe bringen und euch allen Glückseligkeit bescheren ;)

12/11/2013

Das Mädchen aus dem Spielzeugladen

Als ich noch ein kleiner Junge war (kein Geunke, heute bin ich ein kleiner Mann!), ging ich ständig in einen Spielzeugladen in unserer kleinen Heimatstadt. Dort arbeitete ein Mädchen, wahrscheinlich so um die 17 Jahre alt und wunderschön (was auch sonst?). Ich vergötterte dieses Mädchen damals, ich kaufte dort irgendwann nur noch etwas, damit ich ihr gegenüberstand. Leider brachte ich in all der Zeit in der ich zu ihr ging nie ein Wort heraus. Ob es daran lag, dass ich erst 12 war oder daran, dass ich schon immer ein sehr schüchterner Kerl war kann ich nicht sagen. Irgendwann arbeitete sie nicht mehr dort und ich kaufte kein Spielzeug mehr, das ich nicht brauchte...
Mittlerweile arbeitet wieder eine hübsche junge Frau in diesem Spielzeugladen. Lustigerweise kenne ich sie jetzt seit fast 2 Jahren und habe noch nie persönlich mit ihr gesprochen. Die Geschichte mit den Mädchen ist bei mir wirklich eine Traurige. Ein Drama in vielen Akten, komödiantisch ob der Idiotie der männlichen Hauptfigur, die sich oft genug so dumm und schüchtern anstellt, dass man ihn für eine Comic-Figur halten könnte.
Ich habe vor ein paar Tagen eine kleine Liste gemacht mit Dingen, die ich mir für das kommende Jahr vorgenommen habe. Eins davon ist das Mädchen aus dem Spielzeugladen endlich zu treffen und ihr zu sagen, dass sie eine umwerfende Frau ist.

12/10/2013

Die drei Winterbuddys (Part 1)

Frosty der Schneemann, Nico der Laus und Willi der Weihnachtself ziehen derzeit durch die Lande um überall ein wenig Stimmung für die Liebe zu machen, vor allem für die Nächstenliebe. Doch leider sind die Drei nicht wirklich gut in ihrem Job. Oder ob es an den Menschen liegt, die einfach in den letzten Jahren immer mehr von ihrer Phantasie verloren haben (naja außer die Religioten natürlich, die steigern sich da ja komplett rein... anderes Thema)? Wie auch immer Frosty, Nico und Willi laufen also über den Weihnachtsmarkt im verregneten Dortmund. Während Nico ständig von kleinen triefnäsigen Kindern angegrabbelt und umtanzt wird hat Willi sich schon eine Rentiernase ins Gesicht getrunken und fachsimpelt mit Frosty darüber ob es in Deutschland überhaupt natürliche Schneemänner gibt, wo das Wetter doch viel zu warm ist. Frosty deutet auf seine untere Kugel und lacht: "Ich hab in den letzten Jahren extrem abgenommen durch das Wetter, lange halt ich das auch nicht mehr durch hier!" Nico, der gerade einen Quälgeist aus seinem roten Pelzmantel entfernt hat kommt zu ihnen: "Hohoho, wo ist mein Eierpunsch?" Das kleine Kind, das er gerade noch abgeschüttelt hatte steht schon wieder direkt vor ihm: "Auch Eierpunss!" Willi greift neben sich, weil er dort den immervollen Sack von Nico vermutet, um dem Kind eine Kleinigkeit zu geben, damit es endlich verschwindet und die drei sich schön einen hinter die Binde kippen können, aber die Hand geht ins Leere. Irritiert blickt Willi zur Seite. Frosty fängt an zu grinsen. Ein grinsender Schneemann sieht echt witzig aus. Das findet auch das kleine Kind und lacht. Der Schankwirt reicht ihr ein Pinnchen Eierpunsch. Nico sieht ihn skeptisch an, doch der Schankwirt lacht: "Das ist die alkoholfreie Variante!" Als ob!
"Wo ist der verdammte Sack?"

Bloß DU

Ich denk an dich
Und du an mich
Du denkst ich hass dich
Und ich ich lieb dich
Doch nicht ich hass dich
Das bist du selbst! 

Du denkst an dich,
Ich denk an uns
Du denkst es war einmal
Ich dacht es ist
Doch nicht ich hab's zerstört
Das warst du selbst 

Du denkst du wärst jemand
Ich weiß ich bin's
Du denkst du könntest sein
Was andre wollen
Doch wenn ich dich seh'
Bist du bloß Du

Das Leben nach dem Tod in Dortmund (eklig)

Die Menschen in Dortmund sind die Besten, die ich je kennengelernt habe. Man sagt der Gegend in der ich wohne oft nach, dass es dort nur Mord und Totschlag, Prostitution, Drogenhandel und jede Menge andere kleinkriminelle Machenschaften gibt. Das stimmt auch mit der Ausnahme des kleinen Wörtchens "nur". Es gibt nämlich auch noch Menschenhandel, Vandalismus und Schutzgelderpressung. Vermutlich gibt es in diesem kleinen Mikrokosmos jegliche Art von Kriminalität, aber trotzdem habe ich in all der Zeit nie deswegen Angst gehabt. Ehrlich gesagt kann ich heute gar nicht mehr sagen, wo damals meine Ängste herkamen, vermutlich war es das Zusammenspiel mit meinem körperlichen Verfall, immerhin habe ich fast ein halbes Jahr überlebt, obwohl ich keine funktionierende Niere mehr übrig hatte. Zwar konnte ich meine Wohnung nicht mehr verlassen und habe die meiste Zeit im Bett oder über die Kloschüssel gebeugt verbracht aber ich habe überlebt. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass die grüne Galle, die in Schwallen im Keramikbecken vor mir landete das letzte war, das ich sehen muss. Jedesmal wenn ich morgens neben dem Brecheimer auf den kalten Fliesen aufgewacht bin, weil ich es in der Nacht kräftemäßig nicht mehr zurück ins Bett geschafft habe oder ohnmächtig einfach umgekippt war, verfluchte ich den Tag. Jeden neuen Tag wünschte ich, dass der Sonnenuntergang der letzte sei, den ich je sehen muss.
Irgendwann gingen auch die Zigaretten aus. Ich glaube das war schon zu einer Zeit, wo es mich ängstigte vor die Tür zu gehen, nicht nach draußen ins Viertel, oder zum Briefkasten, eine Etage tiefer. Nein, die Furcht begann sobald ich einen Fuß vor meine Wohnungstür setzte, sofort reagierte mein Darm und ich bekam Schweißausbrüche, Herzrasen und begann mich zu fühlen als würde ich sterben. Der Tod war mir in dieser Zeit so nah, dass ich von ihm gefangen war, vielleicht besessen. Meine Welt wurde jeden Tag kleiner, weil ich es oft tagelang nicht schaffte mir etwas zu essen zu machen, oft schleppte ich mich mit letzter Kraft zur Kiste Wasser nur um mir einen Vorrat für drei Tage an mein Bett zu holen. Ich weiß gar nicht, wie ich so überhaupt leben konnte, aber im Endeffekt war das auch kein Leben mehr, es war das pure Überleben und der Kampf gegen das selbstverursachte Versagen des Körpers.
Wenn man einen Suizid plant, sollte man ihn auch bis zum Ende durchdenken und sich sicher sein, dass man es auch wirklich will. Alles andere sind Hilfeschreie von gequälten Seelen, die ihr Leben zwar leben wollen, es aber einfach nicht auf die Reihe bekommen. Ich fürchte ich war eine dieser gequälten Seelen, oder besser gesagt, Teile meiner Persönlichkeit waren es. Wenn ich den Ausführungen einer Psychiaterin glauben soll, dann hat sich ein Teil meiner Persönlichkeit abgespalten, um mich als Person zu schützen, weil irgendwas mich so sehr erschüttert hat, dass ich es nicht verarbeiten konnte. Dieser abgespaltene Persönlichkeitsteil hat dann eine schwere Depression ausgebildet und da ich über Jahre keinen positiven Ausgleich fand die Kontrolle übernommen. Im letzten Winter starb dann dieser Teil den Tod der Rationalität. Ich brauchte einfach keinen Schutz mehr vor dem Leben, sondern vor dem Sterben. Und seitdem ich mehr oder weniger jahrelang tot war fühle ich mich mittlerweile wieder fast wie "Der Alte Alex"!

12/09/2013

Herzbruch? Happy End?

Irgendwo am Ende einer Paarbindung gibt es immer den traurigen und meist auch höchst schmerzhaften Moment des Herzbruchs oder zumindest der Gewahrwerdung, dass die Wohnung Herz demnächst leer steht...  Ich ergreife hier gezielt Partei für jene, die den Schmerz und das Leid solcher Endzeitthematiken am eigenen Leib spüren müssen, mit denen, die am meisten brauchen, dass man ihnen einfach zuhört und ihnen am Ende sagt, dass doch alles gut wird, auch wenn das natürlich eine Lüge ist und die Person, der man es sagt das auch genau weiß... Ich würde euch gerne anlügen, wenn euch die Liebe mal wieder hinterrücks erdolcht hat oder so, aber ich kann mich nicht um alle kümmern, auch wenn das meine Intention ist, die mir schon so einige Therapiestunden eingebracht hat ;)
Jeder Herzbruch kann Weltuntergang und Happy End in einem sein, entscheidend ist die Perspektive, allerdings habe ich jetzt in letzter Zeit häufiger mal den Wunsch zu Ohren bekommen, dass sich die meisten Menschen einfach nur so etwas wie ein Happy End wünschen für ihre derzeitige Situation, ihr Leben, die Liebe... am besten für jede einzelne kleine Geschichte in ihrem Leben... tja, fragt einfach, ich schreib euch das Ende um (für Freunde sogar kostenlos)...

12/08/2013

Besinnliche Gedanken zum zweiten Advent

Liebe Freunde,

ich bin traurig. Wenn ich miterlebe, wie sich unsere Menschheit so entwickelt muss ich weinen. Stein des Anstoßes war einmal mehr die zur Schau getragene Ignoranz der Wirklichkeit. Im Normalfall entwickelt sich der Mensch im Laufe seines Lebens weiter. Kindliche Vorstellungen von Märchen und Mythen weichen irgendwann der Realität. Wir erkennen die Wahrheit hinter dem, was unsere Eltern uns erzählen, wenn wir klein sind, wie z.B., dass der Biba-Butze-Mann kommt, wenn wir unartig sind, oder dass Gott uns beschützt. Aber leider gibt es einige, nicht nur die Dementen, die scheinbar bewusst auf die Wahrheit verzichten, um an irgendwas zu glauben, was ihnen die gesamte Verantwortung für ihr jämmerliches Dasein entzieht. Wie neidisch ich auf diese Idioten bin. Oft wünsche ich mir auch, dass ich ignorieren könnte, dass ich für alles, was ich tue die Verantwortung übernehmen muss und einfach sagen könnte, ich hab keine Schuld, Gott will es! So ein Humbug!
Ich würde gerne mal eine Analyse der intellektuellen Fähigkeiten gläubiger Menschen im Vergleich zu denen, die sich mit der Realität abfinden sehen. Nicht um die Gläubigen als dumm zu zeigen, sondern einfach nur, weil ich verstehen will ob es eine Sache des Intellekts ist oder eine Geisteskrankheit an etwas zu glauben, was faktisch nicht existiert...
Ich glaube ja selbst auch, allerdings an etwas, was ich selbst beeinflussen kann, an mich selbst, das ist das Einzige in diesem Leben, was einen Glauben rechtfertigt, weil es vom Beginn meiner Existenz bis zum Ende davon bei mir ist. Denkt mal drüber nach, was ihr in knapp 2 Wochen feiert, die Geburt eines imaginären Heilands oder vielleicht doch lieber euch selbst und die Menschen, die euch umgeben und die euch zu dem gemacht haben, der ihr seid.
In diesem Sinne... 16!

12/07/2013

Krücken der Evolution

Intelligenz ist eine Gabe und ein Fluch. Man könnte meinen intelligente Menschen wären im Vorteil der "normalen" Bevölkerung gegenüber. Vielleich wenn sie auch körperlich der Masse überlegen sind. Aber solche Hybriden sind sehr selten. Normalerweise sind es die Intelligenten, die als Krücke der Anderen zwar helfen aber selbst nicht weitergehen können. Als wären sie die Räuberleiter der "Normalos" auf dem Weg ins Haus des Fortschritts. In letzter Zeit habe ich immer mehr das Gefühl, einige intelligente Dinge werden getan, viele Dumme profitieren davon und vermehren sich weiter. Die Intelligenten werden oft nicht als normal durchschnittlich anerkannt und haben oft Defizite im körperlichen Bereich und sind dadurch zum Aussterben verdammt. So war es immer. Ich bringe an dieser Stelle gern das Steinzeitbeispiel: Zwei Männer unterwegs im Dschungel. Auf einmal kommt ein Säbelzahntiger auf sie zu. Während der eine wegrennt, überdenkt der andere seine Optionen. Stunden später kommt der Geflohene zurück und sieht den ausgeweideten Körper seines Kollegens. Nettes Detail ist ein zum Speer gespitzter Stock, der neben dem völlig zerfetzten Körper im Boden steckt. Der Mann zieht ihn aus dem Boden und geht fort.

12/06/2013

Fleischersatz

Liebe vegane Gemeinde,

ich bewundere euch! Die Idee und die Disziplin, die viele Zeit und den großen finanziellen Aufwand, den ihr investiert um Tieren ein besseres Leben zu schaffen. Danke dafür, dass ihr tut, was ich nicht kann (oder vielleicht noch nicht kann).
Ihr habt es sicher vermutet, es kommt ein A-Wort, hier ist es: ABER...
Warum versucht ihr Gerichte nachzubauen, die tierische Inhaltsstoffe enthalten? Ich versuche doch auch nicht mit Hackfleisch nen Kopfsalat zu bauen. Also was soll das? Ich glaube übrigens, dass diese ganzen Produkte gar nicht so "fair-trade" sind, wie sie behaupten, im Gegenteil, die Industrie hat sich längst auf den Trend eingestellt und verarscht euch genauso wie alle anderen. Verurteilt die 2 Euro Fleischkäufer ruhig, weil sie sich einen Dreck um die Bedingungen scheren, wie dieses Fleisch entsteht aber verurteilt sie nicht, weil sie das kaufen, was die Industrie ihnen vorsetzt. Nur weil ihr vielleicht auf der Sonnenseite des Lebens steht und euch einen elitäreren Lebensstil leisten könnt... ach Scheisse Arm-Reich, Vegan-Fleischfresser, das ist eigentlich gar nicht das Thema, klar gibts da sicher auch was zu diskutieren aber meine Frage ist viel mehr, ob ihr die ECHTEN Veganer mal in euren Reihen aufräumen könntet und die ganzen Poser und Faker bei euch rausschmeissen könntet, die nur mitmachen, weils ein neuer Trend ist und nicht, weil sie davon überzeugt sind.

NEMA

12/05/2013

Domian Thema: Mit dieser Schuld muss ich leben

Ich habe in meinem Leben schon so manchen Mist gebaut und vielleicht auch die ein oder andere Schuld auf mich geladen, andererseits ist Schuld auch eine sehr subjektive Bewertung von Taten eines Menschen. Als ich vor ungefähr einem Jahr ins Krankenhaus kam war ich mir meiner kompletten Schuld bewusst. Ein Suizidversuch ist schon etwas, woran man nur selbst Schuld ist (auch wenn das die Psychiater mit denen ich gesprochen habe anders gesehen haben), vor allem wenn man das ganze in einer selbstzerstörerischen Perversion über mehrere Jahre geplant hat. Die Schmerzen, die eine Folge des Prozesses waren, fühlten sich für mich an wie eine Katharsis, es half mir in der Bewusstwerdung, dass es die Depression war, die mich soweit getrieben hatte und ich nicht Herr meiner Selbst war. Sie machten mir vor allem bewusst, dass ICH leben wollte, immer schon und nur die Krankheit diesen Irrsinn ausgelöst hat. Ich will mich damit nicht vor der Schuld drücken, denn schlussendlich bin ich überheblich genug mich über die Krankheit zu erheben und damit selbst verantwortlich gewesen zu sein, aber vielleicht haben die Psychiater ja doch etwas recht gehabt und ich hätte gar nichts tun können um das alles abzuwenden. Ich bin jedenfalls glücklich, dass ich lebe. Das Opfer einer Niere und der Bluthochdruck, der Katheter im Bauch und die 2 1/2 Stunden, die ich täglich mit Dialyse zubringe sind ein geringes Opfer wenn man dafür LEBEN darf. Der pure Wille hat mich letztes Jahr überleben lassen, der pure Wille und der Glaube, der Glaube an mich selbst. Immerhin habe ich während der Krankenhauszeit nur von drei Menschen Besuch bekommen. Ich bin sehr dankbar, dass diese Menschen für mich da waren, aber genauso enttäuscht war ich, dass es Menschen gab, die mir sogar den Tod gewünscht haben und mir diese Meinung auch unverblümt mitgeteilt haben... wäre mir wohl scheissegal gewesen, wenn es nicht die Frau gewesen wäre, deren bester Freund ich war. Das war der größte Schmerz, aber auch den habe ich überlebt, wiedermal. Wenn man so zurückdenkt (und dafür hatte ich ja im Krankenhaus viel Zeit) war es auch schon 7 Jahre zuvor diese Frau, die meine Depression erst zum Ausbruch brachte. Also wenn man schon von Schuld sprechen will, dann trägt sie die wohl, indem sie mich jahrelang ausgenutzt und seelisch missbraucht hat. Dazu kam dann noch mein Krankheitstrauma und die fehlende psychologische Betreuung in der Kindheit um mit meinem schweren Schicksal klar zu kommen aber hey, die 4 Wochen im Dezember 2012 in der Uniklinik Münster haben mir mehr gebracht als die ganzen Jahre der Selbstmarterung zuvor. Der Lebenswille war am stärksten in dem Moment, als es auf Messers Schneide stand. Sterben ist seither keine Option mehr, auch wenn das Leben, das ich führen muss noch so schwer ist!

Aber es gibt doch eine Schuld, die ich gestehen mag, meine Schwester hat mich darauf gestoßen und obwohl ich mich dafür bereits kurz nachdem es geschehen war entschuldigt habe ist es doch etwas, was ich wirklich als große Schuld sehe. Es war eine Geburtstagsfeier in einem extra gemieteten Gebäude, eine große Feier, wie es für mich zu dieser Zeit üblich war (mit 17). Wir hatten eine oder mehrere Bars für uns allein und konnten alles trinken, was wir wollten, nun ja... das haben wir wohl auch alle getan, no limit powershots!!! Irgendwann im Laufe des Abends kam ich ins Gespräch mit einer bildhübschen Frau, eine Klassenkameradin von mir. Das Problem war nur, dass ich der einzige war, der dachte, dass wir ein Gespräch führten. Die Leute, die bei ihr saßen waren nicht dieser Meinung und ihr Freund schon gar nicht. Das störte mich enthemmt durch sehr viel Alkohol überhaupt gar nicht und ich fuchtelte wild mit den Armen vor ihr herum und erklärte, wie toll ich sie doch fand. Irgendwann wurde es ihrem Freund etwas zu bunt und er drängte sich dazwischen. Ich drückte ihn zur Seite, er drohte mit irgendwas und ich wollte ihm ganz zart die Wange tätscheln. Da schubst er mich zur Seite und das Mädel steht auf, was ich allerdings nicht mitbekommen habe. Im Drehen traf ich sie mit einiger Wucht im Gesicht und DAS tut mir bis heute so dermaßen leid, weil es ein verdammtes Versehen war. Die folgende Diskussion über Nazigedichte und die Fast-Messerstecherei, die mit Polizei und einer ziemlich zügigen Flucht endete ist eine ganz andere Geschichte. Leider hat das Mädel mir in all den Jahren glaub ich nie wirklich verziehen, was ich mit dem heutigen Abstand sogar verstehen kann. Immerhin war ich ein kleiner arroganter neofaschistisch angetouchter Partyzwerg, der dachte egal was er tat, er war im Recht. Ich glaube, wenn dieser Scheiss nicht passiert wäre, hätten wir richtig gute Freunde werden können.

12/04/2013

Eine Stunde bis zur Schlachtbank (23.01.2012)

Wieder mal eine Nacht damit zugebracht, sich im Bett hin und her zu wälzen. Ich würde nicht sagen, dass ich aus Angst oder Panik nicht schlafen konnte, es war mehr so, dass die Müdigkeit mir den gestrigen Tag gestohlen hat und ich dadurch die Nacht wach lag und Zeit zum Grübeln hatte. Aber worüber sollte ich noch groß grübeln, war es doch der vermutlich letzte Tag in Freiheit.

In ein paar Stunden würde ich in der Psychiatrie offiziell den nächsten Schritt hinab machen auf meiner langen Reise hinab zum Nullpunkt. Ich behauptete zwar in den letzten Wochen immer wieder ganz gerne, dass ich nicht mehr viel tiefer sinken könnte, aber dieser letzte Schritt war doch für mich so etwas wie der Gang zum Scheiterhaufen, wo dann meine Seele endgültig in Flammen meinen Körper verlassen würde um sich den Seelenjägern der psychologischen Medizin hinzugeben.

So lieg ich also da und versuche auf meinem ungemütlichen Behelfsbett im kleinen Gästezimmer irgendwie das Kissen in eine Form zu prügeln, die meiner Kopf und Nackenmuskulatur am wenigsten Schmerzen zufügt und versuche ein wenig zu entspannen. Aber nichts da, auf einmal piekt mich etwas im Nacken ich fühle mit der Hand langsam die Stelle am Kissen nach und das Pieken verschwindet wieder, kaum liegt der Kopf wieder da, sticht es wieder. Wutentbrannt richte ich mich auf und schüttel das Kissen erneut aus und mir entgegen entweichen zwei kleine Federn aus dem Kissen. Ich dachte so bei mir, das wird es ja wohl gewesen sein, klopfe mir das Kissen wieder in eine mehr oder weniger halbwegs ertragbare Position und lege mein Haupt erneut ab, schließe für ein paar Minuten die Augen und höre das Ticken der verhältnismäßig lauten Uhr.
Ohne Witz, diese Uhr ist so verdammt laut, dass man sie in allen Zimmern der Wohnung hört, wenn alle schlafen. Tick Tack! Tick Tack! Die Zeit scheint zu verrinnen, doch Pustekuchen. Noch knapp 3 Stunden, dann muss ich mich schon wieder aufmachen und ich mache mir Gedanken, ob das letzte Mahl, welches ich am Vorabend zu mir nahm, denn gut genug geschmeckt hat, als dass ich es als würdige Henkersmahlzeit empfunden hätte. Während ich so darüber nachdenke merke ich, dass ich anfange zu zittern. Erst beschlich mich das Gefühl, dass es wohl ein kleiner Angstschub sein könnte, der mich umfasst. Allerdings war es mehr so, dass die Hände oberhalb der Bettdecke eiskalt waren und auch das Zimmer scheinbar ausgekühlt war.

Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, wenn man stirbt, aber man hört ja ab und an mal in Filmen davon, dass es kalt wird, bevor man dann gehen muss. Es ist nicht so, dass ich in diesem Moment Angst hatte zu sterben, aber es wurde bitterlich kalt. Ich konzentrierte mich auf die Kälte und das verstärkte das Gefühl nur. Wie Packeis, das sich langsam um alles herumklammert kroch die Kälte in mir hoch und ich begann zu zittern. Ich hätte aufstehen können und die Heizung anschmeissen können, aber was hätte das gebracht? In erster Linie hätte es wohl gar nichts gebracht, da in dieser Wohnung nur tagsüber geheizt werden kann. Das heißt, ist man Nachts wach und draußen ist die Temperatur nicht unter 5 Grad, dann heizt die erstmal gar nicht, egal ob an oder aus. Großartig! Verdammte Kacke! Hier ziehts aber, dachte ich mir, während ich das so denke bemerke ich wie mein Köper sich in die fötale Stellung begibt, um Wärme zu halten. Ich erinnerte mich daran, dass man durch die Reduzierung von Fläche, die Temperatur auf einen kleineren Raum zusammenstauchen konnte. Nun ja, anfangs hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass es etwas brachte und ich drehte mich zur Wand, um wenigstens noch ein wenig Ruhe zu finden, wenn ich auch nicht schlafen konnte.

Aufstehen wäre auch eine Option gewesen, bei der Kälte allerdings eine die ich verworfen hatte, ich zitterte mich also in eine Art Delirium, da klingelt mein Handy. Entnervt griff ich auf die neben dem Schlafsofa stehende Kommode und nahm den Anruf entgegen. Eine wohlbekannte Stimme meldete sich, es war die Stimme meiner Schwester, die mir davon erzählt, dass ich eingeschlafen sei und neben meinem Bett stehe. Ich dachte mir, dass sie betrunken sei und blicke mich nervös um. Tatsächlich stehe ich selbst neben mir am Bett und blicke auf meinen zitternden Körper herunter, der in einem fahlen blau beleuchteten Raum liegt. Ich frage mein Schwesterlein, was der Schwachsinn denn jetzt soll, da verändert sich ihre Stimme und ich höre mich selbst im Echo, aber ich sage etwas anderes und sehe mich selbst zum Handy greifen. WTF?

Mittlerweile liege ich neben mir auf dem Schlafsofa und das andere Ich nimmt mich an die Hand, ich habe kurzzeitig das Gefühl, dass mir wärmer geworden ist, dann drückt mich etwas in das andere Ich und drückt weiter, bis ich zur Hälfte in der Wand stecke. Mein Schwesterlein steht nun am Bett und ich sehe sie verstört an und hauche noch leise: "Hilfe".

Dann wache ich auf, sehe auf die Uhr und bemerke, dass ich hellwach war. Noch eine Stunde bis zur Schlachtbank, doch ich war ganz ruhig. Ich hatte sogar das Gefühl, dass dieser Hilferuf irgendwo in meinem Unterbewusstsein rumgelungert hat und nur darauf gewartet hat, dass er raus durfte zu mir. Vielleicht war das jetzt auch der endgültige Punkt die Wende einzuleiten, um mein verkorkstes Leben wieder einigermaßen in eine geregelte Bahn zu bringen.

Fast automatisiert schwinge ich mich voller Elan aus dem Bett, kleide mich an, verschwinde im Bad und mache alles so, als wäre ich wieder ganz der Alte. Die Angst vor dem Termin beim Psychiater kam erst hoch, als ich im Wagen saß und auf den Parkplatz des Klinikkomplexes sah, dass es jetzt keine Phantasie mehr ist oder ein fernes unscharfes Bild, sondern tatsächlich geschehen würde. Allerdings hielt es sich doch eher in Grenzen mit der Panik. Dumm und unerfahren, wie ich in solchen Dingen glücklicherweise war, hatte ich natürlich erst einmal das falsche Gebäude auserkoren für meinen ersten Anlauf. Wieder ein Rückschlag, wieder daneben gelegen. Obwohl so kann man das nicht sehen, ich habe eigentlich nur auf den Rat meiner Begleitpersonen gehört. Sowas sollte man sich immer mehrmals überlegen. Ich glaube, dass denen nicht bewusst war, welche Folge deren Fehlentscheidung hatte. Ich hatte nichts gegessen und war gereizt, ob der letzten Nacht und dann muss ich auch noch mit meinen begrenzten Kraftreserven ein Gebäude auf einem Berg erklimmen. Ich wäre auf dem Weg dorthin beinahe kollabiert, weil ich den Anstieg nicht geschafft hätte, wenn ich nicht zwischendurch kräftig durchgeschnauft hätte.

Naja und dann verlief ich mich auch noch direkt auf die Station der Tagesklinik, wo man mich freundlich darauf hinwies, dass die Anmeldung im Untergeschoss war. Nun ja, das war dann auch alles kein Problem, doch dann musste ich warten. Mit zitternden Knien und bleich wie eine Kalksäule stand ich dann vor der Sekretärin und fühlte mich, wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal alleine ein Brötchen am Kiosk kauft. Ganz schrecklich, ich weiß gar nicht, wann ich mich jemals so ausgeliefert gefühlt habe. Beim Überreichen meiner Überweisung zitterte ich am ganzen Laib und ich konnte auch keinerlei Blickkontakt halten. Ich hatte das Gefühl, dass man mir ansehen konnte, wie kaputt es in mir aussehen musste.

Und dann war Warten angesagt. Das Warten in einem Wartezimmer ist generell ja eine sehr interessante Angelegenheit, weil man durch das Beobachten und Zuhören und einfach nur da sein viel über seine Umgebung lernen kann. Interessant ist sowas bei einem Allgemeinmediziner, weil man dort über die Leiden von verschiedensten Leuten erfährt, Lebensgeschichten offen diskutiert werden, scheinbar interessiert die meisten Leute ihre Privatssphäre in solchen Situationen nicht mehr, weil sie sich sicher fühlen oder es ihnen egal ist, dass andere vielleicht mithören können, wenn sie in voller Lautstärke über irgendwelche Geschlechtskrankheiten reden oder sonstwas, was ich gar nicht wissen will. Es ist allerdings dennoch interessant.

Hier war die Situation eine ganz Andere. Nicht nur, dass es mir generell relativ egal war, was um mich herum stattfand, ich war anfangs noch nicht einmal interessiert daran, als eine Gruppe "Insassen" sich über einen Termin des Gehirnjoggings unterhielt. Wirklich interessant war eigentlich nur die junge gutaussehende "Insassin", die auf Socken durch den ausladenden Warteraum schwebte und scheinbar wirklich ernste Probleme zu haben schien. Wäre ich ein wenig stabiler gewesen, hätte ich sie vermutlich angequatscht und hätte nicht beschämt den Blickkontakt gescheut. Außerdem habe ich gefroren wie sonstwas. Wie kann ein so großer Raum eigentlich nur von einem Heizkörper beheizt werden sollen? Das Zittern war ausnahmsweise nicht angstinduziert sondern tatsächlich eine Reaktion auf die Kälte, verstärkt durch das immer noch nichts gegessen haben und die Übernächtigung.

Als die Gesockte wieder verschwunden war, folgte ihr quasi eine ganze Ärzteschar, denn (so zumindest meine Vorstellung von ihr, basierend auf meinem ersten Eindruck) auf Station hatte sie wohl einen kleinen Alarm ausgelöst, was mir dann doch ein kleines Lächeln abrang. Das nächste Lächeln kam in mir auf, als ich den Psychiater traf, ich nenne ihn mal "Lucien Favre", denn er hatte einen so schönen Dialekt, dass ich ihn einfach nicht ernst nehmen konnte. Das Gespräch dauerte circa 5 Minuten und begann mit den Worte: "Hallo, ich hab keine Zeit für Sie..." Ideal, wenigstens beginnt man nicht mit einer Lüge und der Heuchelei, dass man wirklich Hilfe zu erwarten hat. Hilfe sagte man mir zwar auch zu, aber das solle dann die Therapie und die anschließende Behandlung bringen, seine Aufgabe sei nur abzuklären, in welcher Richtung das alles weitergehen wird.

Dann endlich ging es wieder heim und ich konnte endlich etwas Essen!

12/03/2013

Jahrestag!

Hey Freunde,

heute ist es mal wieder soweit, Jahrestag! Normalerweise ist so etwas ja immer ein glückliches Ereignis oder wenigstens eines an das man mit positiven Gefühlen zurückblicken sollte, aber mich erinnert es bloß daran, wie mir mein Leben vor 8 Jahren begann zu entgleiten. Ich gebe ihr gar nicht die Schuld, weil sie nie für irgendetwas die Verantwortung übernommen hat und daher natürlich auch keine Schuld haben kann, weil sie ja im Grunde immer nur passiv war, immer bloß genommen hat und nie gegeben. Hätte ich rein theoretisch also eigentlich auch gar nichts verlieren können, als sie gestorben ist, oder?
So ist das wohl, wenn einer mehr liebt als der andere... so sehr, dass es weh tut und das noch lange nach ihrem Tod. Ich weiß nicht, wie lange ich geweint habe, wie viele Fragen ich mir stellte, warum ich nichts tun konnte, sie zu retten, einfach irgendwas zu tun...
Die Trauer hat mich beinahe zerstört, ich habe mich lange Zeit so verloren gefühlt ohne sie, dass ich mir einen langen qualvollen Suizid ausgedacht habe und begann ihn umzusetzen...
So etwas Dummes, Freunde! Letzten Sommer habe ich gemerkt, dass das keine Lösung ist, hab mich aufgerappelt und wieder angefangen zu leben. Dann kam im Winter die Folge des langfristig angelegten Suizidversuchs und brachte mich für 4 Wochen ins Krankenhaus. Kurz danach ist der nächste Mensch gestorben, den ich wie eine Schwester geliebt habe und ein großer Teil der Verwandtschaft hat sich abgewendet. Der Weg zurück ins Leben war nicht leicht. Heute 8 Jahre nachdem ich in die Depression abgesunken bin kann ich behaupten wieder relativ stabil zu sein. Jetzt brauch ich nur noch wieder ein eigenes Leben, eigene Wohnung, eigenes Geld...
Trotz allem, werde ich dich immer in Ehren halten, denn vielleicht ist das Alles notwendig gewesen und darum ist unser Jahrestag auch immer ein Tag des Dankes wert.

12/02/2013

Konsumzombies am Glühweinstand

Liebe Freunde,

wenn ihr in den nächsten Tagen auch einen Besuch des von euch bevorzugten Weihnachtsmarktes plant, passt bloß auf euch auf, es ist dieses Jahr besonders schlimm. Auch die letzten Jahre war es schon teilweise gruselig, wenn man sich während man mit steigendem Pegel durch die Straßen voller Menschen geschoben wurde umsah und den vermeintlichen Menschen mal ins Gesicht schaute. Oft sah man in die leeren Augen von überschminkten Altsinglemodellen, die ihre besten Jahre lange hinter sich haben und deren größter Erfolg der Wurf zweier quengelnder Minimonster ist, die wie angekettet an den erschlafften Fortsätzen der Arme neben ihnen hergeschleift werden. Dazu kommen die betrunkenen älteren Herren, die einen aus 3 Metern Entfernung anhauchen und man trotzdem genau weiß, wie viel Glühwein die schon intus haben. Außerdem turnen noch die ganzen Paketjünger und Tütenträger dazwischen herum und stoßen an jeden an, der nicht schnell genug ausweichen kann und sind dann noch beleidigt oder sauer, wenn man sie einfach mal wegcheckt und dann grinsend weitergeht, wenn das Paket dann in der matschigen Pfütze liegt... Und man hat das Gefühl ALLE sind im Stress, weil sie eben da sind. Die Frage, die sich stellt ist, warum kommt ihr auf den Weihnachtsmarkt, wenn es euch stresst, warum tut ihr euch und vor allem mir das an, wenn es euch so sehr stört? Seid ihr wirklich so ignorant, dass ihr glaubt, weil es letztes Jahr schon überlaufen war, dass es dies Jahr, weil IHR da seid, nicht so ist...? Bestellt doch von zuhause, wenn euch das alles zu viel ist, das erspart euch und mir so viel Stress!
Ich mag Weihnachtsmärkte, nur die mittlerweile völlig übertriebene Zombifizierung der Massen, die komplett hirnlos von einem Laden in den anderen laufen und zwischendurch mit Alkohol ihren Shoppingfrust betäuben lassen mich zweifeln, ob es wirklich erstrebenswert ist, wieder mehr unter "Menschen" zu gehen...
Naja 22 to go!

12/01/2013

Ausgebrannt (Dezember 2007)

Ein schwelend Feuer
in dunkler Nacht
ein gleißend Licht
in Finsternis

Ein kurzer Krieg
von dreißig Tagen
und doch kein Sieg
nur tausend Fragen

Gefallen vom Himmel
aus Träumen erwacht
gestutzte Flügel
uns stark gemacht

Der Feind von allen
von nichts geliebt
in uns versunken
auf dass nichts mehr blieb

Ein helles Feuer
am letzten Tag
alles verbrannt
ein Massengrab

Halt unsre Asche
in meiner Hand
bis sie der Wind
verteilt aufs Land!


Ich hoffe euch gehts gut!

Heute beginnt sie also mal wieder, die Adventszeit, wenn überall Lichter glühn und die Familien wieder näher rücken und all der ganze Scheiss, mit dem wir uns Jahr für Jahr vorlügen, dass wir nicht bloß Fleischklumpen mit zufällig etwas zuviel Gehirn sind, die ohne Sinn und Weitersinn durch die Welt irren und nach Dingen streben, von denen sie nach ihrem Ableben sowieso nichts mehr haben...
Warum also das Ganze?
Nun es gibt einem ein wohlig warmes Gefühl, auch wenn es nur eine Illusion ist, es hilft gegen die innere Einsamkeit und die Finsternis in unseren Herzen, die wir immer nur dann spüren, wenn das Licht ausgeht. Klingt das zu deprimierend für den 1. Dezember?
Vielleicht liegt das daran, dass es in meinem Leben einfach kein wirkliches Licht mehr gibt, die Kerzen die ich immer und immer wieder anzünde werden vom Dauerregen gelöscht, das ewige Aufstehen nach dem Niederknüppeln hat mir den Rücken kaputt gemacht und meine Wohlfühlzone gleicht einem Schweizer Käse der ausschließlich aus Löchern besteht. Warum kommt es mir so vor, als müsste ich für das Glück anderer leiden? Warum kann mir nicht mal was Gutes widerfahren? Hab ich es nicht auch mal verdient nicht immer nur der tragische Held in der Geschichte zu sein?
Ich weiß, dass es töricht ist zu hoffen, aber ich hör trotzdem nicht damit auf. Auch wenn es immer wieder aufs neue Enttäuschung heraufbeschwört, über Dinge, Menschen und manchmal sogar mich selbst... 23 to go!