Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

5/05/2026

WIR SIND MENSCHEN!!!

"Wir befolgen nur die Befehle,da kannst du sagen, was du willst!"

Nun ja, tolle Berufsauffassung für jemanden, der mit Menschen arbeitet und nicht in der Metzgerei. Ich bin so good faith mit ihr, seid so vielen Jahren suche ich immer wieder nach dem Guten in ihr, rede mir ein, dass wir doch gar nicht so unterschiedlich sind, dass sie einen schlechten Tag hat, mal ne Phase, vielleicht irgendwas unverarbeitetets, das raus muss, vielleicht irgendein Trauma, vielleicht zu wenig Liebe im Leben und ich frage freundlich wie das Wochenende ist und als würde ich in einer Horrorshow landen, drehen sich die Augen nach hinten und fast noch lachend verschwinde ich als Mensch und die Strickleiter übernimmt, "oh da kommt gar kein Blut..."

Ja wie kommt sowas bloß, Schmerzen bilde ich mir ja auch nur ein, wie kann jemand, der mir noch zustimmt, dass ich hypersensibel bin (vielleicht sollte man das auch mal in nem medizinischen Wörterbuch nachschlagen, was das wohl bedeutet), dann so ignorant sein und einfach weitermachen, als ich sah, das ein Schlauch offen war und der andere gar nicht mehr verbunden dachte ich für einen Moment, das war's. Der Begriff Re-Traumatisierung kommt mir in den Sinn. Woche für Woche nehme ich eine Beruhigungstablette, um nicht in solche Situationen zu geraten, um nicht irgendwann einen Schlaganfall zu bekommen, weil der Schmerz, die Angst, die Überforderung mit der Situation mich nicht in einen Bereich der Aufregung bringt, der lebensbedrohlich sein könnte. 180er Blutdruck, das schaffen nur noch Wenige und damit wird dann auch noch die Akte frisiert als Startblutdruck, der 5 Minuten später schon bei 140 ist und sich dann bei 120 einpendelt. Welchen Wert hat eine Akte, die auf psychologischen Extrembedingungen fußt?

Wer gibt denn solche Befehle? Wieso machen einzelne Menschen aus einer Oase der Friedlichkeit, aus einem der wenigen Orte, die Ich als Safespaces betrachte daraus ein Gulag (natürlich übertreibe ich) und ein weiteres Problem in einem derzeit sowieso schon teilweise untragbaren Leben für mich? Der einzige Vorteil ist, dass es Patientenrechte gibt und die nicht bloß so eine Idee sind.

Wenn ihr diese speziellen Dinge tun wollt, dann lasst es doch bitte Leute machen, die es können und wenn der Patient ruhig erklärt, dass er das nicht will von Schwäche spricht, komplett verunsichert und ängstlich ist und sich immer noch in Rekonvaleszenz befindet dann ist vielleicht nicht der Feldmarshall gefragt sondern die sanfte Seele, die sich in den Patienten hineinversetzt und ihm gut zuredet anstatt ihn für seine Unzulänglichkeit noch bestrafen will, weil sie immer noch der Meinung ist, dass Härte einen Menschen nicht brechen kann, sondern ihn stärker macht. Manchmal ist Feinheit die Kristall entstehen lässt

Ich bin kein Stück Fleisch und ich bin nicht bereit mich wie eines behandeln zu lassen und auch wenn du meine Ansichten, Lebensweise oder was auch immer dich an mir stört nicht magst, ich bin ein menschliches Wesen und habe die gleichen Rechte auf Unversehrtheit, wie jeder andere und ich kann nur zwei Dinge auf dieser Welt nicht akzeptieren. Eine davon sind vorsetzliche Lügen und die andere ist Ungerechtigkeit gegenüber Mensch und Tier oder der Natur selbst. "Dies ist eine Warnung, versuchen sie das nicht noch mal! Weiter, zum nächsten Punkt auf der der Tagesordnung."

Fast in den Hintergrund gerade ist der Electric-Lady Day, wo mal wieder die nette Frau mit der Messung von Wasser, Fett und Muskelgewebe kurz vor Dialyseschluss ihre Elekroden an Arm und Bein gepackt hat. Ich mag sie, sie ist eine nette Frau, die jedes Jahr einmal reinschneit, die Werte nimmt und dann wieder weg ist, fast wie ein wohliger Blitz Anfang Mai. Genauso in den Hintergrund gerät die gute und wichtige Arbeit der überwältigenden Mehrheit des Personals, das alles tut, damit es ihren Schutzbefohlen für die Zeit, in der wir auf sie angewiesen sind, gut geht und die einen Spruch wie: "Wenn das in ner Stunde nicht mehr klappt, nicht mein Problem, da habe ich Feierabend" niemals unironisch zu einem Patienten sagen würden.

4/23/2026

Einer der ganz oben ist

Was sind wir nur für Gläubige, wir verallmächtigen den Allerheiligsten, weil wir uns nicht eingestehen können, dass wir eigentlich nichts zu geben bereit sind, außer mal in seinem Namen, wenn es andre sehen und die restliche Zeit verlangen und erbeten wir seine Liebe, alles, was wir brauchen, wenn es uns grad schlecht geht und vergessen dabei völlig, dass es ohne Ihn kein Wir gibt und ohne uns eben auch kein Ihn. Klingt blasphemisch ist aber eher eine logische Überlegung von Ursache und Wirkung, hätte Gott den Menschen nicht geschaffen könnte der nicht an ihn glauben und würde der Mensch nicht an ihn glauben, naja dann hätte er ihn gar nicht erschaffen können, richtig?

Auf der Basis dieses Gedankens sollten wir uns alle mal hinterfragen, ob unsere ganzen Lobpreisungen und Gesänge und Flehungen nicht eigentlich bloß unserem Selbstzweck dienen. Hilf mir hier, hilf mir da, gib mir dies, gib mir das, lass mich dies, lass mich das und dann wieder gib mir Kraft und Liebe trallala, damit ich dir folgen kann in eine komplett unklare Zukunft, in die ich auch alleine gehen würde und in der ich auch alleine bin.

Wenn man mit Menschen spricht, die Nahetoderlebnisse hatten, dann fällt auf, dass sie nicht wirklich erlebtes erzählen, sondern eine lyrisch ausgeschmückte Version davon, mit Licht und Signalfarben, tiefen inneren Ansichten, Sehnsüchten und irgendwelchen Gründen, warum sie das jetzt erzählen können. Ich fand es äußerst spannend, eine solche Geschichte vor kurzem von jemandem zu hören, der keinerlei religiöse Vorbildung hatte und die Geschichte klang genauso wie die von denen, die eine solche haben und im Kern auch wie meine eigene, geprägt von der tiefen Sehnsucht geliebte Menschen wieder zu sehen, die aus welchen Gründen auch immer nicht mehr in Reichweite sind.

Ich verliere langsam, aber sicher mein Augenlicht, das ist unangenehm und für mich als Filmfan wirklich wie eine Strafe, aber ist es ein fairer Tausch dem Leben gegenüber, ein hundertprozentiges Ja, klar ist das ein Verlust von Selbstständigkeit und auch davon die Welt selbst wahr zu nehmen, ich liebe sie einfach und das wird immer so sein, Statement!

4/09/2026

Zuversicht durch Artemis II?

Meine lieben Freunde, wir leben in einer so schwierigen Welt, voller Unfrieden und Hass, voller Probleme und tagtäglichem Gram und manchmal hat man das Gefühl es wird immer schlimmer. Nun ja, gewissermassen muss es immer erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann, doch wenn man das merkt, dann hat man für sich persönlich schon entschieden, dass es besser wird und meist ist das dann nur noch der Sumpf den man durchschreiten muss, bevor wieder blühende Auen vor einem stehen. Ganz anders sieht das aus, wenn man zum Mond fliegt. Da gibt es nur Steine und Staub und wenn man nicht aussteigt, kann man schöne Bilder machen und veilleicht beim Ein oder Anderen ein Umdenken in Gang bringen, was die Wichtigkeit alltäglicher Blödsinnigkeiten angeht. So ganz allein im Weltall wird einem doch erst klar, welches Glück man hat, dass es die Erde gibt und dass wir alle Eins sind, Sternenstaub, ihr kennt die Geschichte schon. Es ist so unbeschreiblich, ich kann das nicht in Worte fassen und ich kann so ziemlich Alles in Worte fassen, ich mach das tagtäglich.

Warum also zuversichtlich sein? Warum denn nicht, ich will gar nicht den ganzen Werbesprech übernehmen von Menschheitsprojekt und Frieden im Weltall und so weiter, denn tatsächlich ist es schon eher eine Art Eskapismus sich ein Leben im All vorstellen und ich verstehe jene, die sich nicht vorstellen können das Alles mitzuerleben, für die muss es sich wie rausgeschmissenes Geld anfühlen, welches man auch in sinnvollere Projekte stecken kann. Andererseits stammen wir von diesen Menschen nicht ab, die dem Erfinder des Rads gesagt haben, er soll doch lieber mir Jagen kommen, es muss immer welche geben die langfristig denken, openminded sind. Wenn Menschen Ideen haben ist es meist etwas Gutes was an deren Ende steht, auch wenn es erstmal nicht so aussieht. Ich weiß ich weiß, Religion, Atombombe, LaBubu, hey in Allem findet sich am Ende etwas Gutes, daran glaube ich. Dass wir das jetzt vielleicht noch nicht sehen oder herausgefunden haben, das zeigt zwei DInge, erstens sind wir zu begrenzt, zu urteilen über Etwas dessen laaangfristige Folgen wir nicht abschätzen können und zweitens sind wir ja auch noch nicht am Ende. Und allein letzteres gibt mir persönlich Motivation jeden Tag unter Schmerzen aufzustehen und mein Tagewerk zu verrichten und ein wenig strahlende Augen bekomme ich auch, wenn ich diese Wunder des Weltalls sehen darf, die wir durch solche Missionen eben auch zu Gesicht bekommen, auch wenn ich mich sehr wundere, dass niemand sich wundert, dass die Bilder von der Crew auf der Seite der Nasa diese hier aussehen wie KI-Bilder, was sie vermutlich nicht sind, warum sollten sie, es sind halt einfach 4 gute Freunde im All, ist doch auch ein tolles Signal oder? Ich finde schon, aber mind-blowing sind die echten Banger-Bilder auf der Seite, allen voran, Dieses: 

STARSTRUCK, offizielles Bild von der NASA-Seite, die alle Rechte halten
Und Leute, wenn ich solche Bilder sehe, da rechts unten, das ist ne andere Galaxie, wie klein ist dann ALLES, was wir für wichtig erachten? Mir gibt das so viel Kraft zu wissen, dass ich vielleicht im Großen und Ganzen unbedeutend sein mag, aber dennoch Teil hiervon, von etwas so viel Größeren, nahezu Unfassbaren, so wie jeder andere Mensch, der je gelebt hat, jedes andere Lebewesen, jeder Stein, jedes Atom, wir Alle sind Teil DAVON und das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt unserer Heimatgalaxie,mit zehntausenden (geschätzt) Sternen auf dem Bild, die wie unsere Sonne sind, innerhalb von Superhaufen, die wiederum aus zehntausenden Galaxien bestehen. Wie kann einem das keine Hoffnung machen oder noch schlimmer, wie kann einem das egal sein?

4/06/2026

Endlichkeit

Ich vermisse es mich komplett verheult vor dir zu sehen, nackt bis auf die Seele, dass du in mir liest, wie in tausend Büchern über Depression, weil du mich so spiegelst wie du dich nicht sehen kannst, um zu wissen, wer du bist. Ich vermisse deine weiche Haut, wenn die Tränen getrocknet sind und ich mich in dich einkuscheln, wie nur ein Grizzly sich in Fuchsfell kuscheln kann. Ich vermisse den Schmerz nach jedem Mal, wenn ich dich getötet habe, die Trauer und das Leid dich zu vermissen.

Und ich vermisse mein Furry-Kostüm, das ich mir einst fast hätte anfertigen lassen, nur um dann beim Preis einen echten Schlag zu bekommen, andererseits kostet Individualität Geld und vielleicht werde ich in meinem Testament eine solche Klausel vermerken, dass ich unbedingt in einem Furry-Kostüm beerdigt werden will. Diese Gedanken der Vergänglichkeit umkreisen mich derzeit wieder sehr stark, nicht dass ich sterben will, nur die Angst, dass mir die Zeit ausgeht. In diesem Sinne....



4/03/2026

Ehrlichkeit

Dass man von allen Menschen um einen herum nur belogen wird, merkt man, wenn man möglichst ehrlich ist, denn das grenzt es so klar ab und du checkst wie viele nur nett sein wollen. Einerseits um dir nicht zu schaden andererseits, um ihretwillen und des Aufrechterhaltens der Fassade selbst gut zu sein. Doch wie gut kann ein Mensch sein, der nicht in der Lage ist, sich selbst abzugrenzen in dem er lügt, um sich selbst nicht einzugestehen, wer man eben ist?

Wieviel Angriffsfläche bietet jemand, der auch bei den bescheidensten Eigenschaften und Persönlichkeitsanteilen seiner Selbst ehrlich ist? Sicherlich Einiges mehr, als jemand, der hier und da ein wenig flunkert, allerdings hat Ersterer immer den Vorteil keinen Angriff von hinterrücks fürchten zu müssen, denn so jemand hat die Augen immer nach vorne gerichtet und zumindest aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man so gut wie niemanden hinter sich lässt, der einen Grund hätte, naja gibt immer ein paar Irre, aber das ist eine andere Geschichte, nicht wahr? In diesem Sinne…

4/02/2026

Erinnerung

Wenn sich viele an das Gleiche erinnern wird mehr vergessen, als wenn sich viele an verschiedene Dinge erinnern und damit mehr Erinnerungen behalten werden. Das ist ganz interessant wenn nebenbei jemand einen vollquatscht, mit Dingen, die man sich merken soll, weil er zu faul ist sie sich selbst zu merken und damit die Verantwortung für die eigenen Erinnerungen abgeben will, die mich aber leider mal so gar nicht interessieren und mit denen ich so gar nichts zu tun haben will. Manche Menschen sind so selbstbezogen, dass ich kotzen will, während mir auffällt, dass "manschen" ein Wort ist, das viel zu selten benutzt wird, wenn man keine Kleinkinder in der direkten Umgebung hat.

Doch zurück zur kollektiven Erinnerung, die ja ganz hilfreich sein kann, wenn man in einer Quizshow sitzt oder im Kneipenquiz oder sonst wo, wo man sich auf das Wissen vieler stützen kann, andererseits ist das auch eine gefährliche Sache, denn Erinnerung ist eben vor allem das, was unsere Emotionen zu Vergangenheit macht und damit faktisch nicht als Wahrheit zu nutzen. Ohne zu schwurbeln, nur weil sich eine ganze Generation daran erinnert, dass der Mensch auf dem Mond gelandet ist, ist das nicht Wahrheit durch kollektive Erinnerung, es ist Wahrheit, weil es geschehen ist. Und weil sich neunundneunzig Menschen nicht an eine frühere Fassung von "Braveheart" erinnern, lasse ich mich dennoch nicht davon abbringen, dass es sie gab und dass ich sie damals gesehen habe.

Und wo fängt in diesem Zusammenhang "gaslighten" an und wo hört Unsicherheit auf? Wenn mir jemand ständig seine falschen Erinnerungen einflüstert, wann überschreibt sich bei mir die Wahrheit, wann wird eine Erinnerung, die ich nie hatte, das, was ich denke, was passiert ist und weicht von dem ab, was ich selbst erinnerte? Wenn ich nach 20 Jahren Chatverläufe meines jüngeren Ichs lese und es sich anfühlt, als wäre das gar nicht so gewesen, ist es meine Erinnerung die falsch ist, die Daten lügen nicht, sie werden sich ja in den letzten 20 Jahren nicht plötzlich umgeschrieben haben, stattdessen hat mein ständiges reflektieren und überdenken die Erinnerung angepasst, so dass ich besser damit leben konnte, meinen Schmerz zu reduzieren, vielleicht auch der Versuch mich von Schuld freizusprechen, so ich denn welche auf mich geladen habe. Es ist so viel Zeug, dass ich damit sicherlich noch einige Zeit beschäftigt sein werde, bevor ich ein fundiertes Urteil über mein altes Ich fällen kann, dass nicht von Erinnerung, sondern faktischen Verläufen gestützt wird. Selbst wenn das Urteil gegen mich fällt, wird die Erinnerung daran was war immer eine schwarze Zeit mit Rosa Wolken sein und dem Engel, der mich in den Himmel hob und irgendwann fallen ließ, nicht weil es wahr war, sondern, weil es für die Geschichte meines Lebens und der Lore dahinter notwendig war meinen Geist stabil zu halten, zu überleben. In diesem Sinne...

3/26/2026

Bin ich noch Schmusebärchi?

Vor ungefähr 20 Jahren war ich desillusioniert, verlassen und wahrscheinlich kaum eine Nacht nüchtern gewesen, spätestens nach einer der schmerzhaftesten Trennungen meines Lebens ging es irgendwie bergab. Und auch nicht, denn ich lernte eine ganze neue Welt kennen, neue Freunde, neue Möglichkeiten, ja wahrscheinlich sogar ein neues Ich. Durch die Vogelstraßenfrau und den Mondschein lernte ich gar zwei neue Subkulturen kennen, in denen ich mich bis heute super wohl fühle, auch wenn die eine davon für außenstehende sehr toxisch wirken kann, obwohl die andere auch. Wir saßen auf dem Fußboden und hörten Musik von Tod, Verderben und verlassen sein, die Farbe war schwarz.
Es gab aber auch dieses purple, dieses pink, es gab das Grün und es gab die Nächte auf fremden Sofas, mit SpongeBob, Grisu und den Glücksbärchis. Mein zwanzigjähriges Ich fand es lustig und irgendwas Kindliches wollte mir sagen, ein Anführer einer Sekte von Bären zu sein, die in einem Wolkenland leben und Kindern falsche Versprechungen und manipulative Botschaften senden ist cool. Naja, damals erschien Schmusebärchi, wie eine selbstironische Anspielung auf mich selbst, verloren in einem Land, das sich durch das Dauerdruftsein und meinen Lebensstil wie der Himmel anfühlte und es vielleicht sogar manchmal war. Ich glaube ich hatte auch echt gute Zeiten vor allem im Depri-Kollektivweil uns das vereinte. Als ich mit last.fm begann öffnete es mir eine ganz neue Welt, das war weit vor Facebook und ähnlichem, ich verband mich mit den Menschen, die das Wichtigste in meinem Leben mit mir gemeinsam hatten, Musik. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

und ja ich weiß, das ist Hurra-Bärchie
Sechs Jahre später war ich am Boden von so ziemlich allem angekommen, was mein Leben ausmachte und in meiner vermeintlich letzten Nacht zitternd und mit 'nem Plüsch Glücksbärchi im Arm Selbstgespräche gehalten. Irgendwie ist Schmusebärchi Mahnung und positives Gefühl gleichzeitig, auch wenn der Name heute wirklich irgendwie weird wirkt. Ich fühle da auch gewisse Pedovibes. Allerdings gibt es wirklich kaum etwas, das mir ferner wäre. Warum behalte ich den Namen trotzdem. Das kann man kritisieren oder auch nicht, ich werde darauf angesprochen, das macht es bedenklich, hätte ich keine stille Community würde ich ja die fragen, immerhin ist das Blog Maskottchen von Beginn an ein anthropomorpher Grizzlybär und selbst das Alter Ego von Stanley Hardcore ist auf der Bühne ein Furrybärenkostüm, also hm... bin ich noch Schmusebärchi? Oder ist es Zeit auch diesen Persönlichkeitsanteil endlich abzulegen, weil er nicht mehr zeitgemäß ist und vielleicht sogar widersprüchlich verstanden werden kann? Oder ist es mein Recht als Künstler, den Widerspruch stehen zu lassen und von meinem Publikum genug Hintergrundwissen oder die Aneignung dessen zu verlangen, einen Verdacht komplett auszuschließen, es widert mich eigentlich schon an, dass ich überhaupt daran denken muss, dass es da einen Zusammenhang geben könnte, allerdings würde ich selbst vermutlich bei jemand anderem so denken, schwierig...

I feel a Bad mood rising

12 Jahre sticht man in einen Hügel, der bei einer der ersten Dialysen entstand und jetzt muss man mich verletzen und mir Schmerzen zufügen, Nachblutungen an Folgetag und sie hören gar nicht wieder auf damit, na herzlichen Glückwunsch; Patientenwohl ole.

Ich verstehe die Idee dahinter, doch was habe ich davon, wenn ich während der Behandlung leide und zwischen den Behandlungen nicht leben kann? Ist natürlich überzogen, klar oder? Trotzdem würde ich mir einfach etwas mehr Fingerspitzengefühl wünschen, ich Pussy, der sowieso mit den Nerven derzeit Hardcore zu Fuß ist, weil ich mal wieder Treasure Hunting in meiner Vergangenheit mache, this time of year eben. Ich könnte mit der ganzen Scheiße wahrscheinlich umgehen, ist ja gar nicht so wild, aber wenn dann zwischendurch noch unwissentlich der Druck erhöht wird, während ich schlafe, ich weiß nicht, ich weiß nicht, mir tränen vor Schmerzen und Kälte und Depression die Augen. Das kann nicht der Sinn der Sache sein, oder?

Und bevor jetzt irgendwer auf die Idee kommt, ich würde vor Ort misshandelt, die Zeiten sind lange vorbei, es ist wirklich eher ein wenig mimimi aber auch das muss mal raus, für alles was darüber hinaus geht gibt es ja den Anwalt auf Kurzwahl.

3/24/2026

Unterschreiben um ein guter Mensch zu sein?

Es gibt nicht, die und wir!
Ich habe eben wieder einen dieser Petitionsaufrufe für eine ganz bestimmte Sache bekommen und wisst ihr, ich unterschreibe viele Petitionen, weil ich viele Dinge für anstoßbar erachte, meistens empfehle ich der Person, die mir den Link zur Petition geschickt hat weitere Petitionen, so auch eben, da ging es darum irgendwelche in Nigeria verfolgten Christen zu unterstützen (fraglich, was eine Unterschrift da bringt, anderes Thema) und ich dachte mir, es gibt doch weltweit unglaublich viele Gläubige, die verfolgt werden genau weil sie an irgendwas glauben, was ja an sich schon bescheuert ist, weil doch bitte Glauben etwas so persönliches sein sollte, was jeder für sich und mit sich ausmachen sollte und wenn sich dann eben welche treffen, die das gemeinsam erleben wollen, so fucking what? Jemanden wegen seines Glaubens zu verfolgen ist so, wie jemanden wegen seiner Gedanken zu verfolgen, selbst wenn er diese nur in Kunst ausdrückt, es ist Blödsinn. Glaube schadet niemandem, Religion und Kirche sind andere Dinge, die durchaus kritikfähig bleiben, also warum sollte ich Christen, Muslima oder Juden für schützenswert halten? Weil die Idee schützenswert ist und die Menschen nicht grundsätzlich zu verurteilen sind, nur weil sie ihren Glauben institutionalisieren. Solange man niemandem schadet, kann man doch jedem Gedanken und Glauben für sich nachgehen, so what? Was für dumme vernagelte Menschen denken, dass Anderssein ein Grund ist, sie auszulöschen? Werde ich nie verstehen. Ich glaube ich kenne kaum nachvollziehbare Gründe dafür, vielleicht Dummheit... Scherz, nein ich glaube nichts rechtfertigt die Auslöschung von jemand anderem, denn jeder hat ja jeden Tag die Chance sich zu ändern. Der Fakt, dass es die wenigsten tun, hat ja nichts damit zu tun, dass sie es nicht könnten.

Und was passiert also, wenn ich so eine Anfrage zur Petition zur Rettung von x oder y bekomme? Rabbitholegrabbing, ich suche nach themenverwandten Petitionen und denke mir, im Grunde müsste man 24/7 irgendwas unterschreiben, was nichts ändert, um anzudeuten, dass man dies oder das unterstützt, dazu kann ich auch auf reddit gehen, dann kann ich sogar noch genau ausdifferenzieren, warum ich dies oder das unterstütze und warum mich das als Individuum besser macht als irgendwen anders. Moment mal, ich blogge doch, mach ich das nicht hier auch schon? Bedingt könnte man mir das sicher vorwerfen, okay, hier muss jedoch niemand unterschreiben oder meiner Meinung sein. Ich mache nur das Angebot und meine durchaus kluge Leserschaft weiß schon, dass man nicht jedes Sonderangebot mitnehmen muss, denn ich habe ja auch ein paar echt weirde Ansichten. Alles gut. Liebe geht raus!

3/22/2026

Everyday is day one

"Every day is a new day for someone, every day is day one", trotzdem widerspreche ich: "one day is now", denn Day One is Today oder so ähnlich. Ich unterstütze Alfred, der sagt, dass es nicht von Bedeutung ist, wie oft man zu Boden fällt, sondern entscheidend ist die Anzahl der Male, die man wieder aufsteht und das sollte immer einmal mehr sein. Es ist nur schade, wenn das leere Phrasen sind von Menschen, die sich immer wieder hängen lassen und die gleichen Fehler immer und immer wieder machen und das Wiederaufstehen nicht den Lerneffekt mitbringt, sondern einfach nur ein Aufstehen und stumpf das nächste Mal Versagen bedeutet, fast so wie der Idiot, der nicht checkt, dass gegen Mauern zu rennen niemals dazu führt, dass die Mauer umfällt, weil der klügere nachgibt oder so… ihr checkt, und wahrscheinlich bin ich der Idiot, der niemals aufhört zu lieben, weil für mich jeder Tag 50 erste Dates sind.

Herr Lehmann wird nie mehr der Selbe sein

... und sowas find ich Scheiße, im Endeffekt ist es eine Figur aus einem Buch von Sven Regener und die ist auch ohne den ihn spielenden Schauspieler großartig und liebenswert, doch so wie wir Menschen eben sind, verbinden wir sie durch die Darstellung eben mit dem, der ihn im Film gespielt hat.
Und dass der sich jetzt als ein echter Nullleiter und ekelhafter Mensch herausstellt, ist nicht nur traurig, es tut mir auch für seine Opfer so unglaublich leid, die wahrscheinlich, zumindest auf seine Frau trifft das mutmaßlich zu, jahrelang unter ihm gelitten haben. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht, sie haben einen fantastischen Ruf, sie haben eine der schönsten und sympathischsten Frauen der Welt geheiratet, eine großartige Karriere, wahrscheinlich auch keinerlei Geldprobleme und dann was? Reicht das nicht? Wo switcht der Schalter von, wow was habe ich für ein geiles Leben zu, "bring den Vorschlaghammer mit" und lass uns das mal komplett in Schutt und Asche legen?
Ich meine, ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass man an allem irgendwann satt ist, das kann sogar die Liebe sein, das können Menschen sein, Geld, Ruhm, einfach alles macht einen irgendwann übersatt, das verstehe ich... bis zu einem gewissen Grad. Was ich nicht verstehe, ist, dass man anderen Leid zufügt und denkt, dass es einfach eine gute Idee ist sich nicht einfach von dem zu trennen, was einen belastet, sich Hilfe sucht oder einfach mal reflektiert an welchem Punkt man falsch abgebogen ist und versucht daraus die Konsequenz zieht.
Wir tun uns sehr leicht damit Urteile über Menschen zu fällen, die Fehler machen und die gewaltig reinscheissen, weil wir uns selbst für moralisch überlegen halten, dabei hat jeder seine Leichen im Keller und irgendwelchen unsäglichen Mist in seiner Biographie, doch der Unterschied zwischen denen, die dazu stehen, reflektieren, sich entschuldigen, es nie wieder tun und jenen, die ihren ganzen Mist nehmen, ihn projizieren und andere für ihr Versagen verantwortlich machen ist himmelweit. Ich will nicht urteilen, leider fällt es mir sehr schwer nicht immer auf der Seite der Opfer zu stehen, denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt fast immer eine lange Zeit in die Richtung von Tätern aus und selten weit genug zurück, dass es irgendwann in der Mitte wieder in Ruhe gelangt. Daher möchte ich diesen prominenten Fall nutzen, um allen Opfern von Gewalt, vor allem psychischer und/oder sexualisierter Gewalt alle Kraft der Welt zu wünschen und feiere jeden Menschen, der es schafft, darüber zu reden, sich zu befreien und womöglich ihren Tätern einer gerechten Strafe zuzuführen. Inwieweit es überhaupt eine gerechte Strafe im Namen des Gesetzes geben kann, ist hier ein komplett anderes Thema, denn das kann niemand ermessen, da bin ich leider auch sehr alttestamentarisch eingestellt (ist Auge um Auge nicht fast Karma [etwas direkter vielleicht]?).
Am Ende bin ich einfach nur unglaublich enttäuscht, ja das ist die richtige Formulierung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich dazu äußere, denn eigentlich erscheint mir das Thema ja wie Blätterwald-Gossip, doch es passiert ja leider immer wieder und eben nicht nur in der High-Society oder bei den "Stars", sondern mutmaßlich hinter so vielen verschlossenen Türen und ich kotze, wenn ich daran denke, dass Menschen nicht in der Lage sind, friedlich, zivilisiert und vor Allem gewaltfrei miteinander zu leben. Meine Fresse, die Konsequenz ist, dass wir uns gegenseitig hassen und ausrotten und am Ende fragen wir uns dann, warum im Nahen Osten Menschen so schnell bereit sind aus welchen "Gründen" auch immer anzufangen sich gegenseitig von heute auf morgen abzuschlachten und keinen juckts? Ekelhaft! In diesem Sinne... habt einen angenehmen und friedfertigen Sonntag voller Liebe und schließt ruhig auch mal die Opfer, die man nicht sieht in eure Gebete ein, ob ihr glaubt oder nicht.

3/21/2026

Depri-Sehnsucht

Manchmal so wie heute abend sehne ich sie mir wieder herbei und schaffe es fast mich selbst so sehr runterzuziehen, dass ich das Gefühl von Depression bekomme. Das Hauptproblem ist, dass ich mich nicht mehr fallen lassen will, weil das Gefühl allein einfach nur unangenehm ist und keinen Spaß macht, wenn niemand da ist, der das mit dir fühlt. Und da fallen mir dann das Vogelstraßenmädchen und der Mondschein ein und ich muss lachen, denn die beiden sind auf ihre Weise so etwas wie Konstanten in meinem Leben und ich bin so dankbar, denn viel mehr wollte ich eigentlich nie haben, nur ein paar Konstanten.

Und Alter habe ich früher gute Lieder geschrieben, das ist schon fast ekelhaft gut, was da herauskam. Vielleicht ist es auch der Likör, der mir zu Kopf steigt und die Melancholie, der Time-Tango das Karma-Karussell, der Blick zurück an einem sich sehr einsam anfühlenden Abend. Ich weiß es nicht, irgendwas ist komisch heute Abend und ich mag es irgendwie, schade, dass ich es nicht mit jener Einen teilen kann, der ich schon seit Ewigkeiten mein Meer aus Tränen übergeben will.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

Schöpfer oder Scharlatane

Ich frage mich, ob das ein Bubble-Problem ist, etwas, dass ich als Creator und Betroffener fühle oder ob die ganze Welt in diese Richtung tendiert oder ob die allgemeine Meinung, die natürlich von der Industrie befeuert wird, negativ zu digital erstellter Musik ist?
Ich merke für mich persönlich, dass ich natürlich mehr Musik von dem höre, was ich selbst mache, wenn ich gerade im Prozess einer Album-Produktion bin, aber das war schon damals so, als ich mit einer echten Band gearbeitet habe, da hört man sein eigenes Zeug häufiger als seine Lieblingsbands, ich glaube das ist normal. Ich stelle mir eher die Frage, wieviele Menschen so sehr berauscht davon sind ständig neue Musik zu erschaffen, aus Launen heraus und ohne den künstlerischen Anspruch, den ich mir für mich einbilde, quasi nebenbei und damit die wahre Großartigkeit dieser Technik zu etwas machen, das ähnlich wie Tarot-Karten von spielbaren Karten zu Partyspaß-tauglicher Zukunftswahrsagerei wurde.

Wie auch immer, ich bin einigermaßen stolz, dass ich mittlerweile einen funktionierenden Work-Flow gefunden habe, der mir ermöglicht kreativ zu sein und gleichzeitig etwas künstlerisches zu erschaffen, das sich richtig anfühlt. Und auch wenn viele immer noch der Meinung sind, dass man, obwohl man Melodie, Text und viele Stunden Feinarbeit in einen Song gesteckt hat, nicht dessen Schöpfer ist, weil eine KI das ganze zurechtschleift und quasi die Musiker ersetzt, dann ist das so. Im Grunde ist das genau das gleiche, das in vielen Zweigen der Industrie seit Jahrzehnten passiert, nur weil es hier um unsere Kunst geht sollten wir uns nicht dem verschließen. Immerhin kommt so neben dem wirklich vielen Müll auch einiges an Großartigem ans Licht, das sonst niemals möglich gewesen wäre und ich rede wirklich nicht von: "Mach mir einen Song über meinen letzten Popel, den ich mir aus der Nase gepult habe", da bin ich bei der Masse, Prompten ist nicht erschaffen, vielleicht auch ne Kunstform aber bei Weitem nicht das, was ich meine, wenn ich von Kunst rede.

Wie gesagt, ich weiß gar nicht, wieviele Menschen das überhaupt betrifft, wieviele Menschen ARBEITEN wirklich mit kreativer Intelligenz und für wieviele ist es Spielzeug und Freizeitspass? In diesem Sinne...

3/20/2026

Was wenn Jesus in Wirklichkeit ein Gaysus war?

No fucking problem, oder?

Ich neige in den letzten Tagen zum Wandvollschreiben, hier versuche ich es mal relativ kurz zu machen, denn eigentlich ist es egal. Für mich als Gläubigen, der seinem Weg folgt, spielt seine sexuelle Ausrichtung keine Rolle, genauso wenig wie die von jedem anderen, denn die Lehre ist das entscheidende, jene von Nächstenliebe, Vergebung und Gerechtigkeit, vielleicht sogar Menschlichkeit. Für die Kirchen, die Religionen und viele Glaubensgemeinschaften wäre es vermutlich ein Schlag in die Fresse, würde es doch der Unterdrückung, Verunglimpfung und Verurteilung Homosexueller als Menschen dritter Klasse noch hinter Frauen weltweit als die Doppelmoral entlarven, die sie schon immer war. Und immerhin behaupten viele davon sogar direkt auf der Lehre von Jesus zu basieren, in der Ausgrenzung eher kein Hauptpunkt ist. Vielleicht wäre aber ein offen schwuler, asexueller oder bisexueller Jesus kirchenhistorisch der Ursprung eines ganz anderen Umgangs mit dem Thema geworden und hätte wenigstens dieses Thema so obsolet gemacht, dass es für uns heute gar keines mehr wäre, wenn heute rauskäme, dass es so gewesen ist, die LGPTQ+ Community würde direkt den nächsten CSD feiern, er das Ding heißt ausgeschrieben CHRISTOPHER Street Day, was denkt ihr woher der Name Christopher kommt, so what?
Tatsache ist aber, dass über Jesus "Privatleben" wenig bis gar nichts bekannt ist und diese Frage daher ein reines Gedankenexperiment ist, welches sicher bei dem ein oder anderen die Halsader anschwellen lässt, aber hey was wäre so schlimm an einem schwulen Gott? Und ohne zu urteilen, vermute ich, dass in der Beantwortung dieser Frage mehr über die eigene Persönlichkeit ans Licht kommt, als so mancher gerne hätte. In diesem Sinne...



3/17/2026

Früher war's zu wenig

Geht es euch auch so? Die Leute um mich herum haben heutzutage irgendwie von allem genug, teilweise sogar zu viel und regen sich darüber auf, dass dieses und jenes geregelt wird und man zu viel Auswahl hat. Und ich wette mit euch, bei einigen weiß ich sogar, dass ich die Wette gewinne, die gleichen Leute haben vor 20 Jahren rumgejammert, dass sie hiervon zu wenig und davon zu wenig haben. Heute scheint das Einzige wovon die meisten zu wenig haben Geld zu sein, wahrscheinlich, weil es von allem Anderen zu viel gibt, was sie sich nicht leisten können. Was für eine verrückte Welt in der wir leben, oder?
Wie wäre es denn vielleicht einfach mal mit genug? Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hatte ich nicht viel, es fühlte sich zu wenig an, weil ich zu viel wollte, heute erarbeite ich mir alles, was ich will, und bin dann damit zufrieden, oder freue mich gar darüber und meist kommt dann obendrauf noch ein Bonus den ich gar nicht erwartet habe, ich behaupte, weil ich zufrieden mit dem bin, was genug ist. Und ich empfehle das wirklich nur weiter, wir brauchen keinen Überfluss, das Zuviel haben, habe ich auch ausprobiert, es ist Belastung und unnatürlich, wir sollten uns beschränken auf das, was wir brauchen, alles andere kann man weggeben, denen die nicht genug haben, denn die gibt es ja auch noch und wenn alle etwas von ihrem zu viel abgeben und alle mit dem genug zufrieden sind, dann haben alle genug und sind zufrieden. Ich weiß, das klingt nach Kommunismus, aber wenn DAS Kommunismus wäre, dann wäre es erstrebenswert. Und nebenbei wäre es noch "Geben ist seliger denn nehmen", ich glaube ganz fest, dass es einfach nur eine bessere Welt wäre, egal wie man es dann nennt.

3/14/2026

Warum sind die Bösen interessanter?

Eigentlich wollte ich das Ding ja nennen: "Warum sind die schlechten Menschen so viel besserer Stoff für gute Figuren?", aber das erschien mir zu lang und zu spezifisch. Ich habe gerade für Xillia einen absoluten Smash Hit produziert, den ich sehr wahrscheinlich mit auf das Bubatz Gang Berlin Album im Sommer packe. Bisher darf ich natürlich noch nichts verraten, denn die Kollegen von Tickman Life Records mögen das so gar nicht, wenn ich hier vorzeitig Sachen ausplaudre. Ich kann nur so viel sagen, es wird wahrscheinlich auch auf der Compilation "NRSS" auftauchen, die irgendwann 2027 geplant ist.

Zur Überschrift des Posts, es ist einfach spannender die Bösen zu hinterfragen, weil sie Dinge tun, die wir uns erst erklären müssen, die wir nicht verstehen, die so weit weg sind von dem, wie wir handeln. Ich kann im Grunde nur für mich sprechen, doch mir wären viele Lösungen, die für solche Menschen in Frage kommen moralisch gar nicht möglich umzusetzen, doch sie machen es einfach, nicht unbedingt, weil sie wirklich böse sind, oft auch einfach, weil sie die Konsequenzen nicht überdenken und nicht länger über weitere Lösungen nachdenken, denke ich. Und da geht es dann ja schon los, ist das wirklich der Grund oder sind ihnen die Konsequenzen egal, sind sie einfach mehr Alpha und machen Sachen einfach, sollen doch die Betas und Gammas hinter ihnen aufräumen, verachten sie Deltas und Omegas? Oft sind böse Taten erst der Anfang von vielen vielen Fragen guter Menschen oder die Konsequenz der Untätigkeit eben Jener. Sind Kriegsverbrecher böse Menschen oder Opfer die zu Tätern werden? Und warum ist diese Frage interessanter als die, was mit einem untätigen Bauern in einem Kriegsgebiet geschieht? Weil Taten zeigen, wer wir sind und Untätigkeit langweilig ist? Weil wir blutrünstige Bestien sind, die sich am Bösen ergötzen, das wir uns selbst nicht trauen zu tun? Oder sind wir sowieso von Grund auf Böse und sehen im Bösen, dass andere Menschen tun bloß Bestätigung unseres Tribalismus?

Ich jedenfalls will nicht böse sein, ich schreibe böse Figuren, die meist auf realen von mir als böse empfundenen Menschen basieren, weil das meine Art ist mit dem Bösen in meinem Leben umzugehen, es zu verkraften, zu verarbeiten, es nicht Teil von mir sein zu lassen. Und wahrscheinlich sehen sich sogenannte böse Menschen selbst auch gar nicht als böse, weil sie es wie auch immer für sich rechtfertigen können, was sie tun, was es jedoch nicht besser macht. Doch am Ende bin es nicht ich, der schlussendlich urteilt, solange wir nicht alle vor der letzten Instanz stehen, ist alles, was wir sagen, denken und tun bloß das, was eine Aussage darüber trifft, wer wir sind, sozusagen eine Meinungsaussage über ein Leben hinweg. In diesem Sinne...

3/12/2026

Sind Mobbingopfer Teilschuld?

Eine dieser Rage-Bait Fragen in meiner Welt, denn natürlich ist das Opfer immer das Opfer, wie könnte man denn etwas anderes behaupten? Ich höre schon wieder die Täter-Opfer-Umkehr Schreie und so weiter, A-Bär: Ist denn nicht ein Narzisst auch IMMER Opfer, wenn er nicht gerade Täter ist? Und welche Teilschuld kann ein Opfer schon haben? Sicherlich nicht, jemand der aus keinem erkennbaren Grund gemobbt wird, einfach weil er/sie natürlich auch zur falschen Zeit am falschen Ort auf Menschen trifft, die irgendwas loswerden müssen, Stress abbauen wollen oder sonst was, oft sind Mobber vermutlich auch am Copen und irgendjemanden trifft es dann eben, weil sie nicht lachen, sondern Ableiten.
Was ich mit der Teilschuld meine, ist vor allem etwas, das Menschen zu Opfern werden lässt, für vieles dafür können sie gar nichts, daher ist das Wort Schuld irgendwie falsch. Ich spreche nicht davon, dass sich jemand, jeden Morgen bewusst mit Scheiße einschmiert, um auf der Arbeit dann gemobbt zu werden, weil er einfach stinkt. Das ist dann fast schon folgerichtig auch wenn man argumentieren könnte, dass der Scheißeschmierer vielleicht ein Trauma erlitten hat und deswegen gar nicht anders kann und sich unbewusst einschmiert und damit keine Schuld hat, es sei denn er war zumindest an dem teilschuldig, was sein Trauma ausgelöst hat, ihr checkt schon, Verantwortung, Lebenswege, Karma, Aktion, Reaktion. Theorie!

Kommen wir zur Praxis, ein junge hat eine unheilbare Krankheit, erhält Vergünstigungen im Schulalltag ohne, dass die Mitschüler wissen, warum und zu allem Überfluss ist der Junge auch noch etwas unsozial, weil seine Freizeit daraus besteht, dass er in Krankenhäusern rumhängt und Behandlungen über sich ergehen lässt. In der Schule versucht er aber einfach nur durchzukommen. Trägt dieser Junge eine Teilschuld, weil er nicht offen zu seinen Mitschülern ist und ihnen sagt, was mit ihm los ist, weil er Angst hat dann ausgegrenzt zu werden? Klingt wie Arschkarte oder? Du wirst ausgegrenzt und gemobbt, weil du es nicht sagst und du bildest dir ein, es wäre genauso, wenn du es sagst.  Der Junge entschied sich dazu, es nicht zu sagen und wurde Opfer. Und weil wir Menschen nun einmal so sind, fügen wir uns irgendwann in unsere Rolle und lassen es über uns ergehen, vor allem wenn wir durch unser Leben außerhalb dessen so sehr geschwächt sind, dass ein Aufbäumen, ein Wehren, ein die Rolle verlassen nicht mehr möglich ist. Und die Tätet? Die nutzen das natürlich aus, um sich selbst daran aufzurichten, ihr eigenes Scheitern zu verbergen und die Tatsache, dass sie alle Arschlöcher sind und genauso wenig aus ihrer Rolle herauskönnen macht  es nicht besser, denn würden sie ihre Energie nutzen sich auf die Seite des Mobbers zu stellen, hätten sie dann ja auch dessen Leben mitzutragen. Geteiltes Leid ist halbes Leid fühlt sich an dieser Stelle oft wie ein moralisches BlaBla an und ist verständlicherweise nur den Stärksten schon als Kind möglich, wo man vor allem durchkommen will und sich am liebsten im Schutz der Vielen aufhält oder irgendwie unter dem Radar schwimmt. Ich war immer froh, wenn ich im Sport nicht der allerletzte war der gewählt wurde, weil man mir durch meine Größe zum Beispiel beim Völkerball einen gewissen Vorteil zugestand, klein und schnell wird weniger getroffen, während ich beim Basketball bei einer ungeraden Zahl meist wie ein Euroartikel hin und hergeschoben wurde, nehmt ihr Alex, dann dürft ihr auch anfangen. Aber das war nicht wirklich Mobbing, das war Logik und ich habe das auch verstanden, ich war oft für das Team in das ich kam sportlich eine Verschlechterung, selbst wenn ich faktisch ja der Eine mehr war, meine Fähigkeiten lagen schon immer woanders und das schützte mich vor Mobbing, das und die Tatsache, dass ich schon immer relativ offen mit all meinen gesundheitlichen Einschränkungen umging, nehmen wir mal die schwarze Periode raus. Darum war ich fast nie Opfer von Mobbing und kann nur spekulieren, welche langjährigen Traumata es mit sich zieht und welchen Einfluss es auf die Psycho für den Rest des Lebens nehmen kann.

Aber was wenn das Opfer förmlich danach schreit, weil es sich einer Öffentlichkeit stellt, in welche sie sich aus Selbstüberschätzung und fehlende Reflektion traut, was wenn das Opfer wirklich aktiv eine Mitschuld daran trägt, dass sie gemobbt wird. Wir erleben das im Internet fast täglich, irgendwer scheißt rein und wird dann von der gesamten Bubble einmal durch den Kakao gezogen, im schlimmsten Fall gibt es ein Statement, dass es dann nicht besser macht, weil man noch einmal einen oben drauf setzt und das Volk hat wieder einen Sündenbock, übrigens denke ich, dass diese Vorgehensweise leider sehr menschlich ist und bereits am Pranger im Mittelalter und sicherlich auch schon in den Höhlen unserer Urahnen stattfand, nur eben nicht ganz so anonym vielleicht. 

Wenn ich also mit einer Arroganz auftrete obwohl ich nichts vorzuweisen habe und mich wundere, dass die Anderen mich nicht für so cool halten, wie ich mich selbst und mich mobben, dann geht das eine ganze Weile gut, im schlimmsten Fall dissoziiere ich und spalte Persönlichkeitsanteile ab und lerne mich in Situationen in denen es machbar ist mich über andere zu erheben, selbst wenn es nicht auf irgendwas Geleistetem fußt. Ich werde ein Narzisst - das ärmste unter den Würstchen, die irgendwann mal Opfer waren, es heute aber je nach Situation nur noch spielen, wenn sie eben nicht gerade Täter sein können. Um ein Narzisst zu werden (ich benutze den Begriff nicht wirklich medizinisch, falls das jemand kritisieren möchte), hilft es natürlich schon vor dem eigentlich Opfer werden ein Arschloch gewesen zu sein, um dann aus der Opferrolle die falschen Schlüsse zu ziehen und in eine gegenläufige Aggressions und Rachespirale zu driften.

Was kann ich den Kindern also beibringen, damit sie nicht Opfer und nicht Täter werden müssen, am Ende der Kindheit/Jugend (der härtesten Zeit des Lebens) keinen Knacks zu haben, irgendein Trauma zu konservieren oder Narzisst zu sein? Meiner Meinung nach sollte man seinen Kindern beibringen ehrlich zu sein, mit offenen Karten zu spielen und jedes andere Kind so zu behandeln, jeden Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte und wenn da mal ein Arschlochkind bei ist, dann reicht man ihm die Hand und versucht lieber gemeinsam seine Probleme zu lösen, als dessen Probleme zu verschlimmern, an dieser Stelle würde ich mich gern bei Frau L. entschuldigen, die zu meiner Grundschulzeit dieses eine Arschlochkind gewesen ist, welches auf eine komplett sozialisierte Gruppe von Viertklässlern traf, die es nicht schafften sie zu integrieren.

Am Ende noch etwas vom Klugscheisserlex: Jedes Leben muss man irgendwann  in die Hand nehmen, selbst wenn man der Meinung ist jemand oder etwas wäre einem was schuldig. Kein Gott und kein Kindheitstrauma gibt einem die Entschuldigung nicht in die Schmiede seines Glücks zu gehen. Und diesen Weg kann man jeden Tag beginnen und man kann auch jeden Tag aufhören andere für sein eigenes Scheitern verantwortlich machen und aufhören irgendeinen Vergleich zu ziehen, denn wenn wir uns in den Finger schneiden ist unser Blut immer rot, IMMER!

Wenn Lachen unpassend wirkt

Das Leben ist manchmal so absurd, dass ich entweder lache oder daran zerbreche
Coping ist so eine Sache, viele Menschen haben Mechanismen, die sie in Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, überfordert sind durch Stress, Angst oder Unsicherheit nutzen, um sich selbst zu entlasten und nicht Crash Out zu gehen und damit vielleicht ungerecht zu werden und sich selbst oder andere Menschen zu verletzen. Ich habe mir angewöhnt, bewusst oder unbewusst, zu lachen. Das ist natürlich je nach Situation schwierig und wirkt oft noch missverständlicher als eine Crash Out Reaktion, allerdings ist es für mich zumindest derzeit die angenehmste Variante. Warum ist das überhaupt ein Thema? Nunja, viele Menschen verstehen das nicht, dass man, anstatt sich aufzuregen, Bluthochdruck und das Risiko eines Schlaganfalls einzugehen in Situationen, in denen man sich aufregen sollte, einfach zu lachen anfängt und damit die vermeintliche Ernsthaftigkeit der Sache raus nimmt, um sich selbst zu entlasten. 

Wer mich deswegen als problematisch ansieht, dem mag ich ganz kurz über Sender und Empfänger aufklären, denn klar sende ich natürlich auf der Interpretationsebene ein Gefühl von Nichternstnehmen und Verlachen, allerdings ist das Lachen die Sachebene, es bedeutet tatsächlich eher etwas wie "ich pack das grad nicht, bin überfordert, brauche ein Ventil", besonders unschön ist sowas, wenn es in emotional eher traurig konnotierten Situationen geschieht, der ein oder andere kennt das von Beerdigungen, anstatt zu weinen muss man laut loslachen. Ich hatte das übrigens das erste Mal, an das ich mich erinnern kann am zwölften September 2001, als in unserer Klasse jemand eine wirklich emotionale Rede hielt und ich laut loslachte, weil ich es nicht halten konnte, vermutlich war das der erste Coping-Vorfall in meinem Leben diesbezüglich an den ich mich erinnere, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich so ein Arschlochkind gewesen bin, es wirklich lustig gefunden zu haben. Rausgeflogen bin ich trotzdem, um über mein Verhalten nachzudenken, wodurch ich noch mehr lachen musste, naja scheinbar war ich schon damals mehr Emotion als Logik. Die Menschen, die mit im Raum waren, die mich nicht gut genug kannten waren natürlich entsetzt und im Nachhinein wäre ich wohl auch jemand, der anhand solchen Verhaltens die Augen verdreht, meine Freunde saßen anschließend mit mir auf dem Flur, für die war es kein Problem, entweder weil sie mich so gut kannten, oder weil sie es im Vergleich zu mir wirklich lustig fanden und mich dafür feierten, dass ich an ihrer statt gelacht habe, was dann aber wieder bedeuten würde, dass sie die Arschlochkinder waren, was sie in meinen Augen definitiv nicht waren, sondern loyale Freunde bis heute.

Schwierig ohne Kontext zu verstehen, was jemand sendet und es so zu empfangen wie es gemeint ist. Daher bin ich für viele wahrscheinlich auch ein sehr nerviger Gesprächspartner, wenn ich bei Unklarheiten oder Nichtübereinstimmung von Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Gesagtem, nachfrage, wie etwas wirklich gemeint ist. Zum Beispiel habe ich Sonntags oft einen Käpt'n vor mir sitzen, der guckt, als wolle er jemanden töten, eine Tonfarbe als hätte man ihm seine Förmchen geklaut und eine Körperhaltung wie jemand, der eigentlich auf gar nichts Bock hat und lieber ins Bett will. So jemand sagt einem dann: "Ich würde gerne mitmachen!", was denkt ihr, sagt dieser Mensch die Wahrheit? Und wenn man ihn fragt, weil er ja den Konjunktiv verwendet, der eine Bedingung herausfordert, was dafür erfüllt werden müsste, reagiert er mit Aggression, was würdet ihr sagen, möchte er wirklich mitmachen? Das war nur ein kleiner Ausflug in das Sender und Empfänger Leben of mine, Probleme mit kleinen und großen Kindern in meinem Alltag.

nochmal Entschuldigung an alle, die damals dachten, ich lache tatsächlich über den Tod von über 3000 Menschen und wäre respektlos gewesen aus purer Bosheit heraus.

Wohlstand für Alle 2026

...klingt erstmal wie etwas, das man so unterschreiben möchte, ohne groß nachzudenken. Ein bisschen wie ein Versprechen aus einer besseren Welt. Oft wird das automatisch mit Karl Marx verbunden, obwohl Marx selbst weniger über eher darüber gesprochen hat, wie Besitz und Macht verteilt sind und wer am Ende wirklich davon profitiert. Marxisten sind im Kern Leute, die genau diese Fragen stellen: Wer besitzt was? Wer arbeitet für wen? Und warum fühlt sich das System oft so an, als würde es für viele nicht funktionieren, obwohl es theoretisch könnte?

Wir leben in 2026 in einer Welt in der alles gleichzeitig möglich wäre, sowohl gerecht aufgeteilter Reichtum für alle und dennoch die Befriedigung der gierigen Spitze der Pyramide. Technologisch könnten wir längst in einer Welt leben, in der weniger Arbeit mehr Leben bedeutet aber stattdessen drehen sich viele im Kreis zwischen Druck, Vergleich und Existenzangst. Der Gedanke, dass Wohlstand gerechter verteilt werden könnte, wirkt plötzlich nicht mehr wie Ideologie, sondern wie eine offene Frage. Vielleicht nicht als fertige Lösung, aber als Erinnerung daran, dass das System, in dem wir leben, nicht alternativlos ist und dass irgendwo zwischen Ideal und Realität noch Platz für neue Ideen ist.

Ich bewundere alljene, die wie auch immer sie einen Reichtum erlangt haben, der jegliche Existenzängte und Vergleichsdurck überwunden hat und bei dem selbst eine Halbierung des Reichtums noch als Reichtum gilt, allerdings würde ich mich freuen, wenn dies zu einem moralischen Umdenken führen würde und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum man das nicht abgeben will. Ist es nicht viel toller, wenn man mit Menschen etwas teilt? Und sei es nur gemeinsame Hobbys wie Golfen oder Lambo fahren? Und wenn einer reich wird, warum sollte er den Reichtum nicht teilen und schon wäre man gemeinsam reich. Mich beschäftigt eher die Frage ob es für Reichtum, selbst für gerechten Reichtum überhaupt Armut geben muss? Und dabei könnte man dann auch philosophisch werden und sich fragen, ob Reichtum insgeheim zu moralischer Armut führt und die Armen diesbezüglich die Reichen sind? Oder ob es keinen Einfluss hat, dieser Meinung bin ich, ob man arm oder reich ist, dass es auf den Charakter ankommt, die Persönlichkeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hässliche, Schwule, Behinderte scheiße sein können und ob jemand mehr Geld hat nichts an seiner Persönlichkeit verändert, außer vielleicht eine Stärkung dessen, was man eh schon war. Arschlöcher gibts auf alles Positionen des Spektrums.

Auch wenn das fast schon zu weit führt, würde in meiner Welt auch der Paragraph 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland für eine Gleichverteilung sprechen, denn hier steht, dass jeder vor dem Gesetz gleich zu behandeln ist. Interpretiert man das so wie ich, müsste auch jeder die gleichen Bedingungen haben dem Gesetz gegenüberzutreten, vor allem auch finanziell, denn sonst könnte es im schlimmsten Falle passieren das finanzielle Bessergestelltheit das Gesetz beeinflusst und eine blinde Justitia plötzlich schöne Kleider trägt. Nur so ein Gedanke... 

3/11/2026

Das Apfel-Birnen ESC-Problem

Wie funktioniert normalerweise ein sportlicher Wettbewerb?
Völlig egal in welchem noch so absurden Sport gelten zuerst einmal für alle ein paar grundlegende Dinge, zum Beispiel die Sportart ist für alle Kombattanten die Gleiche. Und es gibt klar messbare Ergebnisse, womit gewertet werden kann, wer schlussendlich der Bessere ist, Punktesysteme, Zeitmessungen, etc.

Gleicher Song? Verschieden interpretiert?
Verschiedene Songs? Gleicher Interpret?
Früher hatten wenigstens noch alle das gleiche Orchester
Das könnte man heute sicherlich mit der gleichen KI oder so lösen
Aber im Grunde ist beim ESC nichts vergleichbar, das ist zwar für united in music geil, macht es aber wie es von vielen gesehen wird auch zum Festival und weniger zum echten Wettbewerb, ich meine hey, eine Jury entscheidet, da sind wir in Sportarten wie Tanzen oder Skaten oder Boxen, wobei letzteres nicht mehr ganz so random ist, wenn einer am Boden liegt. Aber im Ernst, vielleicht müsste man für einen Musikwettbewerb ein paar deutliche Änderungen vornehmen.
Verschiedene Gruppen, die quasi gegeneinander antreten, bei 36 Ländern z.B. 9 Gruppen a 4 Länder, von denen die 2 meistgewünschten weiterkommen. Ich stelle mir das so vor, dass man wie gehabt zwei Halbfinalshows hat, einmal 4 einmal 5 Gruppen spielt, das Publikum wählt also insgesamt 18 Lieder ins Finale, dort finden dann Duelle statt, wo nochmal halbiert wird und dann die übriggebliebenen 9 Lieder in das Jury/Zuschauer Voting gehen und einen Song auswählen. Das wäre dann noch nahe am jetzigen System und würde dennoch mehr Spaß versprechen. Gerechtigkeit, naja weiß ich nicht, wäre halt immer noch Äpfel gegen Birnen.

Oder man differenziert vorher nach Musikrichtung, jeder meldet halt je nach Beitrag und man lässt eben 5 verschiedene Musiken gegeneinander antreten, die jeweils einen Genre Sieger ausmachen und dann am Ende quasi den ultimativen Champion ausmachen.
Nur so ein paar irre Ideen!