Als Mensch, der sich leidenswerterweise mit Ängsten auskennt bin ich immer interessiert daran, welche Ängste es noch so gibt und in einem Umfeld von Kranken und Gestressten findet man oft mehr Ängste vor, als den Personen selbst bewusst ist. Gerade bei den Gestressten ist es oft Kontrollverlustangst oder die Angst davor, trotz besseren Wissens etwas falsch zu machen. Andere denken, dass es problematisch sei, wenn man ihre wahre Person erkennen würde, sorry längst geschehen. Menschen in meinem Umfeld haben Angst davor nicht genug geliebt zu werden. Die vielen kleinen verdeckten Ängste, denen man die meiste Zeit ausweichen kann mal ausgenommen (davon kann ich echt ein Liedlein singen), sind meist jene, die die eigene Persönlichkeit und Zukunft im allgemeinen bedrohen. Ich zum Beispiel habe viele Ängste abgelegt, besiegt von mir aus oder einfach überwunden, ein paar sind übrig und die sind wahrscheinlich auf Dauer lebensbedrohlich, also werde ich mich auch denen stellen. Thermophobie gehört übrigens nicht dazu, auch wenn ich selbst unter einer Art Psychrophobie leide und es gewissermaßen nachvollziehen kann, jedoch bedroht Kälte mein fragiles Immunsystem tatsächlich, während ich die Angst vor 28 Grad als wirklich problematisch und behandelnswert erachte. Ich mein klar, es gibt eine gewisse Wetterfühligkeit, die habe ich selbst und ich merke es im Körper, wenn es kälter wird und ich kann auch Temperaturen über 33 Grad nicht mehr so gut knacken wie früher, ja mein Gott, stellt man sich drauf ein und fertig, was habe ich davon, wenn ich mir den Kopf mache, dass in spätestens 3 Monaten wieder Temperaturen jenseits der 20 Grad sein werden, also darunter und dann an jedem Tag wo Frost ist im Bett bleibe? Ich will niemandem gesundheitliche Probleme absprechen, wirklich nicht, A-BÄR, wenn du Kreislaufprobleme in warmen Räumen bekommst, behandle keine Patienten im ersten Stock! Wenn du eine Belastungsstörung hast, dann schieb es nicht aufs Wetter sondern such dir einen Psychologen oder bekomm es in den Griff. Generell, tu was du WILLST und such keine Ausreden, weil du nicht in der Lage bist, deine Schwäche einzugestehen. Meine ist, dass ich nicht in der Lage bin aktiv mir selbst zu helfen und ich mit dem Status Quo zufrieden bin, was sicherlich schwer zu verstehen ist, bei dem Potential was viele in mir sehen. Dazu muss man eben immer sagen, dass ich im Vergleich nicht gesund bin (was als Ausrede immer gut herhalten kann, trotzdem kein Grund sein sollte).
Menschen mit Thermophobie haben Angst vor dem Sommer, davor, was passieren könnte, wenn es zu warm wird. Sie steigern sich in alle möglichen Szenarien bis der Körper selbst es ihnen abkauft. Sie reden sich ein, dass es ihnen schlecht geht, wenn das Thermometer es ihnen sagt, wenn der Wetterbericht von 35 Grad spricht, dann ist Tilt-Alarm und man könnte sterben, weil alte und kranke Menschen gefährdet sind, wenn sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten würden. Durch das Vermeiden von eben diesen Witterungsbedingungen passiert aber etwas anderes, der Körper wird tatsächlich dafür anfällig, weil er nicht die Gelegenheit bekommt sich damit auseinander zu setzen. Das ist das Ding, warum Kinder, die nicht mit anderen Kindern spielen häufiger als Erwachsene krank sind, weil die Antikörper fehlen. Man kann sich gegen so ziemlich alles abhärten, wenn man sich dem aussetzt. Die andere Möglichkeit ist konsequente Flucht, vor der Kälte im Winter kann ich nicht fliehen, da mussten dann eben Lösungen her, ich habe zig verschiedene Möglichkeiten, Arme und Beine zu bedecken, meinen Hals und Kopf warm zu halten, etc. Und ich behaupte, wenn man sucht oder nachdenkt gibt es das gleiche für den Sommer, ich zum Beispiel nutze seit einigen Jahren den T-Shirt Turban oder Stirnbänder, die mach ich nass und behalte dadurch einen kühlen Kopf. In einem reichen Land, wie unserem hat man nahezu ständig Zugriff auf Wasser und kann es zum Kühlen nutzen, außerdem sorgt die Bewegung, sich das zuzuführen, denn Trinken ist natürlich auch essentiell dafür, dass der Kreislauf am Laufen bleibt, sich drei Tage ins Bett zu legen halte ich für kontraproduktiv, denn man baut zusätzlich zur Belastung auch noch Kraft und Reaktionsfähigkeit ab. Mal für ne Stunde in nen dunklen Raum legen, dagegen ist nichts zu sagen... Ach was rege ich mich auf, ich fühle mich in letzter Zeit einfach nur noch von Primadonnen umgeben, zu warm, zu kalt, zu klein, zu groß, zu langsam, zu schnell, mimimi, ernsthaft, wenn ihr mit eurer Situation unzufrieden seid, ändert sie und auch hier will ich wieder niemandem einen Vorwurf machen, aber ehrlich sein mit sich selbst wäre ein guter Anfang. Und wenn du keinen Bock hast, was zu machen bleib im Bett und gesteh es dir ein, anstatt alle mit deinem ständigen Scheitern und Halbversuchen zur Weißglut zu bringen, weil die Verantwortung am Ende bei Anderen liegen bleibt. Übernehmt die Verantwortung und tragt die verdammten Konsequenzen für euer Handeln, es sind nicht die Anderen Schuld an eurer Situation, nicht das Wetter, nicht der Körper, nicht Gott. Am Ende ist jeder seines Glückes Schmied und mach sich selbst unglücklich, also fuckt mich nicht ab mit eurem Scheiß!!!



















