...und das verstehen so viele Menschen nicht, weil sie sich selbst so wichtig nehmen, dass sie alles persönlich auf sich beziehen müssen und die Sachehene auf Persönliche ziehen, wallah.
Ganz genau das passiert jedes Mal, wenn der Smutje und ich versuchen dem Käpt'n zu erklären, dass er allein eine Kursänderung veranlassen kann und ihm aufzeigen, was an Bord seines Schiffes alles schiefläuft. Faktenbasiert und größtenteils ruhig zählt man ihm auf, was seine Versäumnisse sind, und dabei fallen mir persönlich oft zwei Dinge auf. Während der Smutje und ich an einer lösungsorientierten Diskussion und einer wahren Zielsetzung interessiert sind ist es dem Käpt'n wichtiger Käpt'n zu sein und seine Position zu verteidigen, auch wenn er dafür eine Lüge an die andere reihen muss, um seinen Punkt zu machen, den er dann aus seiner Sicht vielleicht tatsächlich gemacht hat, sich aber gleichzeitig wundert, dass man über ihn lacht und beginnt ihn nicht mehr ernst zu nehmen. Das Schiff funktioniert längst an ihm vorbei und er steht bloß noch an Deck und redet sich ein, dass er derjenige ist, weshalb das so ist, denn er kann es einfach nicht ertragen unwichtig zu sein. Er versteht das Prinzip von Mannschaft nicht, allein sind wir alle unwichtig, nur als Crew funktioniert das und kann dann im Zweifelsfall den Kahn auf Kurs halten, doch irgendwann bricht auch die stärkste Mannschaft, wenn der Käpt'n sie ständig unterminiert und sich heraus nimmt nichts zu tun und seinen Teil von allen tragen zu lassen. Eine Meuterei wird es nicht geben, dafür sind die Matrosen zu loyal, auch wenn sie keinen Grund zur Dankbarkeit haben, sind sie gänzlich anders als ihr Kapitän, wobei... na das ist ein anderes Thema.

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