2/11/2026

Luzides Träumen ausprobiert

Ich war vor einigen Nächten in einer Parallelwelt gefangen, ich wusste ich war im Traumland und doch wirkte es fast realer als meine jetzige Welt, also das Hier und Jetzt und doch waren viele Dinge und Leute leicht anders. Aber auch gleich, es war wie eine Welt in der gewisse Ereignisse nicht stattgefunden haben und ich dadurch über Menschen Dinge wusste, die sie vermutlich erst noch tun werden. Und ich war gänzlich gesund. Es war beängstigend mein Leben war abartig normal, ich war angepasst, lief die ganze Zeit in einem komsichen Rüschenhemd rum, was mir fast den Hals zuschnürte, ein echter Speichellecker mit einem 911er Porsche, niemand schien mich zu mögen, weil ich vermutlich ein echter Sneaky Pete war. Nur mein Onkel schien äußerst stolz auf mich zu sein, fast so als wäre ich zu einer Version von mir geworden, die ich vermutlich geworden wäre, wenn ich nicht an irgendeinem Punkt in meinem Leben das Richtige getan hätte, nur eben falsch, wie wir mittlerweile wissen, wobei sich das ja erst noch herausstellen muss, denn eine gute Geschichte ist immer erst am Ende komplett erzählt, also warten wir lieber noch mit der Beurteilung.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich Entscheidungen treffen konnte und nicht wie ich es aus dem Träumen kenne einer Handlung folge und quasi nur Zuschauer bin, es war mir möglich Gegenstände zu bewegen und das ohne sie zu berühren, besonders spannend war den Porsche zu parken ohne darin zu sitzen. Ich habe das mit dem luziden Träumen schon des Öfteren versucht und bislang blieb es oft bei kleinen Details, ich konnte mich einkleiden, oder irgendwelche Farben ändern oder Einfluss auf die Brennweite nehmen, also wie nah ich Objekte und Dinge sehe, konnte den 16:9 Streifen wegmachen, sowas eben. Hier fühlte es sich aber fast so an, als hätte ich die ganze Welt erdacht, als eine Möglichkeit zu erkennen, dass ich wahrscheinlich in der besten aller Welten lebe, wobei hier ja noch Möglichkeiten bestehen Dinge zu verbessern. Der nächste Versuch wird sein mich durch konzentriertes Fokussieren an meine Gefühlswelt zu wagen, vielleicht kann ich dann ja im Schlaf die Liebe leben, die mir im Hier und Jetzt verwährt ist. Auch wenn das klingt, wie das Geschreibsel eines echt Irren, wenn das hilft, meine Güte, schlafen muss ich sowieso und warum dann nicht die sich so oft als verschwendet anfühlende Zeit mit etwas Sinnvollem ausfüllen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was meine Experimente diesbezüglich angeht, am Ende ist es bloß meine Kreativität, die sich Bahn bricht und das ganze Atmen und Atmosphäre schaffen, Duftölblödsinn ist völlig unnötig, weil ich und wahrscheinlich jeder andere Mensch das sowieso kann, wenn er sich darauf konzentrieren würde und seinen Geist frei lässt, who knows?

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