1/14/2026

Glück oder Gott?

"Wir glauben nicht an Glück, wir glauben an Gott!"
(unbekannt)

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber kommt euch das auch komisch vor? Für mich waren diese beiden Worte immer relativ äquivalent in ihrer Benutzung, Gott ist Glück und Glück ist Gott. Ich meine wahrscheinlich ist das Auslegungssache aber das Eine funktioniert definitiv nicht ohne das Andere, selbst wenn man der Meinung ist, dass es etwas davon gibt. Und Glauben, nun ja, glauben kann man an alles, wer sollte mir vorschreiben, dass es nicht Gott ist?

Wie kommt man also auf die Idee es nicht als besonderes Glück zu verstehen an Gott glauben zu können, oder ben als göttlich Glück zu haben? Ich finde es schließt sich nicht aus, sowohl an Glück als auch an Gott gleuben zu können. Ich verstehe natürlich was man hier eigentlich auszudrücken versucht, nämlich die Tatsache, dass ein tiefer Glaube an einen Gott nicht auf Glück angewiesen ist als Synonym für Zufall. Hier begeben wir uns dann in die Hände Gottes, der leitet und alles ist vorherbestimmt, weil Gott das so gemacht hat, ist eine denkbare Interpretation und wem das hilft, der soll danach leben. Jedoch wird selbst in diesem engen Konzept dem Gläubigen ab und an Glück widerfahren, weil Gott es sicher so will. Ich denke die Formulierung ist einfach nur unglücklich und sollte so nicht getroffen werden, denn was wäre es für eine Welt, wenn wir an einen Gott glauben, der doch ein liebender Gott ist und die Liebe ja wohl das größte Glück ist, das wir auf Erden haben?

In diesem Sinne...

1/13/2026

Halbjährliche Meilensteine im Spiegel

Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass es keinen Sinn macht, Tage für wichtiger zu erachten als Andere, denn jeder Tag kann dein letzter sein oder der Beginn von etwas Neuem, Tage haben also im Endeffekt keine Bedeutung und gleichzeitig können sie alles bedeuten. Mir bedeutete Silvester bis zu diesem Jahr sehr viel, es war für mich der Tag, an dem ich einfach mal ausschere und mache, was ich will, so einen Tag gibt es am 20.06. auch noch einmal, das ist mein Geburtstag, Tage, die mir unglaublich wichtig sind, Meilensteine, die ich Jahr für Jahr zu erreichen versuche und Tage, an denen ich zurückblicke, mir selbst im Spiegel begegne, besonders reflektiere und mir für den nächsten Teilabschnitt Ziele setze. Mag sein, dass das nur nostalgische Tradition ist, doch selbst wenn, es ist meine Tradition und wenn es mich davor beschützt ein Irrender in einer irren Welt zu sein, dann werde ich das weiter so halten. Es beschützt mich davor, mich selbst zu verlieren in den vielen Scharmützeln mit meinem 8-Jährigen Ich, dass früher mal älter war als ich je hätte werden sollen. Es sind Tage, in denen ich meine Hoffnung auflade, meine Chance sehe, die Zukunft als real wahrnehme und bereit bin sie zu erleben, trotz der vielen Rückschläge und Momenten der Verzweiflung dazwischen.

1/10/2026

Rückwärtsgewandte Angst?

Hört ihr die Signale? Wenn an den Stammtischen über "früher" gepoltert wird und der Untergang der Welt herbeigerufen wird, weil die Technik, die sie in den 1980ern in Sci-Fi Streifen verlacht haben, heute einen Großteil der Realität ausmachen, weil Menschen endlich frei sein können, ihren Tag nicht mit Arbeit verbringen zu müssen, weil wir technische Möglichkeiten geschaffen haben unsere Life-Balance ins Gleichgewicht zu bringen, weil sie nicht verstehen, dass man heutzutage viel mehr Leben kann als Arbeiten muss. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie Angst davor haben, diesen neu geschaffenen Raum nicht ausfüllen zu können, vielleicht weil sie abhängig davon sind, abhängig zu sein und mit echter Freiheit, die uns diese neue Welt bietet, nicht umzugehen wissen, weil sie es nie gelernt haben, weil sie einen so entstehenden unendlichen Horizont nie gesehen haben, nie erdacht haben, nie gebraucht haben. Vielleicht weil sie einfach etwas einfacher sind?

Nehmen wir mal den finanziellen Aspekt raus, der definitiv auf Langzeit zu einem Problem wird, wenn man die Freiheit lebt, die einem in unserer Zeit zur Verfügung steht, sind wir so unglaublich privilegiert und sehen das, als selbstverständlich an, dass wir immer wieder zurückblicken und uns von Ideen von vor 100 Jahren anstecken lassen, die all das komplett verteufeln und verdammen. Doch was würde uns heutzutage ein Krieg, ein Umsturz oder so etwas bringen? Nun, ehrlich betrachtet wahrscheinlich irgendwelche Krypto-Einnahmen, wenn wir früh genug auf Rüstung umgestiegen sind, sprich unser Kapital dort gebunden haben und der Markt dann gut ist. Reich durch Leid anderer, na super... Wohin steuern wir also? Rückwärtsgewandte Angst darf nicht bestimmen, was wir mit der Zukunft anfangen. Ich bin der Meinung, wir sollten all unsere Liebe investieren und eine Zukunft erschaffen, die keinen Krieg mehr braucht, reichen wir uns die Hand... jeder, jedem!

1/09/2026

Das ist nur Schwärmerei

Ich will die Frau heiraten. Nein, im Ernst, sie versteht den Fußball in meinem Herzen so viel tiefer als jeder andere Mensch, den ich in den letzten gefühlt 5 Jahren oder so kennengelernt habe und das ist so wow. Natürlich sind wir in den Farben getrennt und auch wenn wir als Patient, Schwester super harmonieren und auch menschlich auf einer Welle funken, das ist für das Wohlbefinden währende der Behandlung wichtig und wundervoll, weil es einem eine Sicherheit gibt, die ich schon lange nicht mehr habe spüren dürfen, vor allem zuhause nicht und es ist einfach schön, wenn die Menschen, denen man sein Leben anvertraut, denn faktisch ist es ja genau das, was ich dort mache, einem das Gefühl geben, dass sie einen auch mögen.

Bei aller Professionalität darf man die Menschen, die einen behandeln ja trotzdem mögen und ich bilde mir ein, dass es für alle ein viel befriedigender Tag ist, wenn man freundlich miteinander umgeht und auch mal ein wenig Liebe dalässt. Und daher geht hier ein wenig Liebe raus, in diesem Sinne...

... P.S.: An die mitlesenden Kolleginnen und Kollegen, nur kein Neid, euch habe ich auch alle lieb und das wisst ihr auch. Danke an euch alle für den überragenden Job, den ihr Tag für Tag für uns leistet.

1/07/2026

Blaue Maus

Sie ist eine tolle Maus, ganz lieb, super punktiert, fühlt sich an, als ob man sich ewig kennt. Das ist das seltene Dialysegefühl, wofür ich dankbar bin. Da würde ich öfter kommen, wenn sie häufiger hier ist. Sehr lieb und eine echte Fan. Mag sein, dass das das wirre Geschreibsel eines mittelalten weißen Mannes ist, doch es soll weder eine Herabwürdigung noch irgendetwas anderes Negatives sein. Es ist traurig, dass man heutzutage schon verdächtig wird, weil man ein paar liebe Worte über einen Menschen schreibt, der einem begegnet ist und für den man dankbar ist, dass er in das eigene Leben getreten ist. Und das Leben eines kranken Menschen beinhaltet nun einmal das Hinein und Hinaustreten von Krankenschwestern und Pflegern und Ärzten, etc. und die sind nun mal wie alle anderen Menschen auch mal so mal so. Und ich bin jedes einzelne Mal dankbar, wenn ich eine von der guten Sorte treffe und sie gehört nun einmal dazu und ich finde, dass es nicht falsch sein kann, die guten Dinge im Leben genauso zu loben, wie man sich ja sonst schon oft genug über alles andere aufregt, oder?

In diesem Sinne, danke!

1/06/2026

Ich will nur funktionieren

Das sind vielleicht für den Ein oder Anderen keine allzu befriedigende Nachrichten, allerdings ist mir heute zum wiederholten Mal klar geworden, dass ich etwas vorhabe, etwas hinterlassen will, eine Aufgabe, die über dem steht, was das alltägliche Allerlei unwichtig erscheinen lässt. Ich habe eine Gabe erhalten und jetzt, wo ich erkenne, dass die Zeit vergeht und niemand außer mir selbst in der Lage ist, die Fertigstellung oder zumindest so viel wie nur machbar davon zu gewährleisten, ich arbeite daran. Das Leben kann so schnell vorbei sein und ich merke, wie viel Energie mich die letzten Wochen gekostet hat. Ich habe heute alle 6 Stunden ein paar Stunden geschlafen, mein Körper schreit förmlich nach Erholung. Ich habe gestern fast den ganzen Tag geschlafen. Meine Wachzeit verbringe ich damit mein Lebenswerk zu bearbeiten und im Hintergrund schaue ich mir mal wieder Dr. House an. Spannend daran ist vor allem, dass ich in Zeiten akuter Depression und deren Verarbeitung immer wieder zu dieser Serie greife, weil sie alle meine Charaktereigenschaften als Figuren hat, es ist stets ein Spiegelbild meiner Selbst, zu sehen, wie diese widerstreiten und dennoch als Einheit stets den Fall lösen, auch wenn das nicht immer für die Patienten gut ausgeht. Das Bemerkenswerte an der Serie war immer, dass es auf der tieferen Ebene sowieso nie um die Patienten ging noch um die Fälle sondern vielmehr darum, wie Menschen sind und hey, Philosophiestudium hin oder her, das ist ein unerschöpfliches Thema und im Grunde auch Hauptintention meines Lebenswerks, ein wenig mehr Verständnis, ein wenig mehr Hoffnung, die Menschheit als ganzes ein  kleines Stückchen besser machen, oder sich selbst erkennen lassen, was auch immer. Das werden die entscheiden, die es einst interpretieren. Ich hoffe nur, dass ich deutlich genug bin und dennoch genug Raum für jene lasse, die es zu verstehen bereit sind.

Ich will nur lange genug funktionieren, dass ich es beenden kann. Und wer weiß schon, wie viel Zeit mir noch bleibt?


1/03/2026

Wenn die KI lügt.

Ich liebe es, wenn ich eine Frage in die Google Suche eingebe und als Antwort, Beispiel:
Ich frage, ob die Sunshine Live Mix-Mission noch läuft, weil ich wissen will ob es heute endlich wieder Classics zu hören gibt, die KI antwortet mit JA und begründet es dann mit, die Sunshine Live Mix Mission läuft vom 22. Dezember bis zum 1. Januar. Ganz klar, ja, heute ist ja gar nicht der 3. Januar, ich Vollidiot, das ist Gaslighting auf ganz hohem Niveau.

Und im Ernst, ach KI ist schon ein spannendes Thema, vielleicht hat Gott sich nach dem Erschaffen der Menschen ähnlich gefühlt als die Nackten plötzlich Klamotten anhatten... naja dann wird gleich auf jeden Fall erstmal abgerissen, in diesem Sinne.

12/31/2025

Ich wünsch mir Regen und Glätte

Silvesterabend und ich verstehe nicht mehr, warum ich mich vor 20 Jahren hab volllaufen lassen und im Anschluss die Nachbarschaft terrorisiert habe und mit lebensgefährlichen Stoffen das neue Jahr eingeleitet habe, um dessen ersten Tag direkt mal zu verpennen und mit Katerschmerzen zu verbringen. Eben auf dem Weg nach Hause habe ich mich fast gefreut, dass es regnete und ich nicht schon den ganzen Tag von Leuten belästigt werde, die nicht verstehen, wofür diese ganze Knallerei gedacht ist und dass es sicherlich reichen würde eine Rakete, um kurz nach 12 zu zünden um das neue Jahr zu begrüßen. Stattdessen werden Batterien abgefeuert und ein Lärm erzeugt, der völlig konträr zur allseits verbreiteten Kriegsangst zu sein scheint. Denn man stelle sich einfach nur vor, diese Geräuschkulisse wäre der Normalzustand, der Spaß würde den meisten ganz schnell vergehen und von dem Geld, der in ein paar Stunden verpulvert wird hätte man so viele gute Dinge tun können. Sollten wir uns nicht vielleicht langsam an Ländern wie China oder Australien ein Beispiel nehmen und auf diese antiken Rituale verzichten und Lichtshows auf Basis von grüner Energie feiern. Das Niveau ist mittlerweile so gut, wie alkoholfreie Getränke, die man auch am heutigen Abend feiern sollte, denn zumindest meine Generation konnte schon früher ohne Alkohol feiern, es war immer schon der gesellschaftliche Aspekt des Mitmachens, der zu katastrophalen Blackouts und nahezu degenerierten Eskapaden führte.

Das zu begreifen hat mich ein paar Minuten gekostet irgendwann Mitte 20 und ihr wollt mir mit 50+ erzählen, dass ihr das Geballer braucht? Denkt nochmal nach!

Allen von euch, die verstehen, dass man nicht an Silvester sondern an jedem anderen Tag ein neues Jahr für sich persönlich beginnen kann und seinen Vorsätzen nachgehen kann wünsche ich ein erfolgreiches Übersetzen und Liebe und Gesundheit und all das, was ihr euch wünscht. Rutscht gut rein, falls es glatt wird und seit nachsichtig mit den Anderen, die brauchen einfach noch ein wenig Zeit, um es zu verstehen.

Danke für alle, die mir ermöglichen, dass ich diesen nächsten Übergang auch wieder erleben darf und diese klugen Worte an euch aussenden kann. LIEBE geht raus.

Kein Fazit, nur Liebe

Dies Jahr kein Fazit, keine Zusammenfassung, keine Listen, ich bin wirklich busy, you will see...

Ganz ehrlich, ich habe in den letzten Wochen echt ne Achterbahnfahrt der Gefühle durchgemacht, der übliche Weihnachtsstress war nur ein Teil von etwas, das ich als Chaos bezeichnen kann. Neben den vielen Projekten, die ich (vielleicht auch bedingt durch meine ADS-Neigung, die viele übrigens in meinem Umfeld mittlerweile als Intelligenz bezeichnen) immer wieder anfange, aufhöre, weitermache oder einfach nur erdenke und dann wieder vergesse sind es auch ein paar familiäre Stressigkeiten, die mir große Sorgen bereiten. Darunter ist unter anderem der Siebenjährige, der sich verhält, wie ein Teenager und ich befürchte er nimmt Drogen, obwohl das eigentlich nicht sein kann, da ich die oben alle gut versteckt habe. SCHERZ!

Im Ernst es war ein hartes Jahr und am Ende kann ich schreiben: Twenty-Five, I survive! Doch mehr ist passiert, ich habe meine künstlerische Identität wiedergefunden und bin mit mir selbst versöhnter als noch in den Jahren zuvor. Doch es verging so schnell, man merkt, wenn man älter wird, dass die Zeit, Lebenszeit immer kostbarer wird und darum möchte ich euch alle bitten, genießt eure Zeit, empfindet Zeit. Zeit ist die größte Bedrohung des Lebens, je länger sie dauert um so weniger hat man. Und verschwendet die Zeit nicht mit Groll und Gejammer, nehmt eure vermeintlichen Probleme und sucht Lösungen, jedes gelöste Problem ist ein Erfolg und Erfolg schenkt gute Zeit und gute Zeit ist am Ende alles, was wir haben, wenn die Uhr durchgelaufen ist, an das wir uns erinnern wollen. In diesem Sinne, ich hoffe nächstes Jahr wieder etwas regelmäßiger auch hier zu sein und die guten Zeiten mit euch zu teilen, Liebe geht raus, rutscht gut rein und macht euch keine Vorsätze, von denen ihr wisst, dass ihr die eh nicht einhalten wollt, tut was euch gefällt, schadet niemandem und steht zu dem, was ihr seid. Bis dann!

12/11/2025

Was ist echt?

Warum ist das wichtig?

Und war das Internet jemals als etwas Echtes konzipiert?

Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, warum? Aus Liebe? Aus Einsamkeit? Weil er es konnte? Wir sollen uns kein Bild von Gott machen, wie ist das möglich, wenn wir tagtäglich damit konfrontiert werden, ist das echt? Sind wir echt? Sind wir nicht bloß eine ausgereifte Konstruktion einer KI, gepromptet von Gott? Wenn ich eine meiner 3D-Figuren ausdrucken würde und es irgendwie schaffe, dass sie die "State of Mind"-Stufe erreicht, was bin ich dann für die 3D-Figur?

Wenn ich Musik schreibe, ein Bild male, ein Auto baue, was bin ich? Doch ein Schöpfer, oder? Darum nennt man uns Künstler auch Kreative, wir sind Erschaffer, doch Götter? Ein paar ganz Abgedrehte halten sich sicherlich dafür, die sind aber längst irgendwo falsch abgebogen, als wir noch Ideen hatten. Was ist echt an dem was wir schaffen? Wenn ich einen Text schreibe und jemand beim Lesen weint, ist die ausgelöste Emotion echt? Oder ist es eine simple Wenn-Dann-Funktion, die triggert und ich habe nichts damit zu tun, es ist so programmiert? Wie viel von dem, was wir in unseren Leben erleben, ist simple Aktion-Reaktion-Scheiße? Du schneidest dir in den Finger, es blutet, meistens schmerzt es, ist das so programmiert, war das schon immer da? Könnte man das abtrainieren? Ist das im Internet auch so? Würde ein KI-Klon von mir genauso reagieren, oder sich auch diese Fragen stellen und damit in einer Endlosschleife landen, weil die Antwort zum Ursprung zurückführen würde und es dort entweder keine Antwort gibt, was dann zu einem Systemfehler führt oder in einer Möbiusschleife endlose Rechenkraft benötigt und am Ende bei sich selbst endet beziehungsweise beginnt und endet gleichzeitig.

Ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen, falls ich jemandes Glauben verletzt habe, nichts könnte echt sein, genauso wie es alles sein könnte und an Gott zu glauben kann niemals falsch sein, weil es davon ausgehend, dass alles möglich ist nicht nicht möglich ist. Im Grunde ist das ein Gottesbeweis auf wissenschaftlicher Ebene. Oder bloß das Geblubber eines durch zu wenig Schlaf langsam irrewerdenden Creators... In diesem Sinne...