9/19/2026

Mal nicht abdrücken!

Jeder Dialysepatient hat schon mal daran gedacht, was passieren würde, wenn er den Finger wegnimmt, nicht abdrückt und laufenlässt, sicherlich. Doch das ist ein neues Niveau, sich zu fragen, wo das überall landet und dann auch noch zu fragen, wieviel Blut man denn so im Körper hat, das ist schon fast kindlich naiv aber zeigt auch, wie ernst man die eigene Lage analysiert hat, nur um dann ein "Hauptsache es kümmert sich wer drum" einzuschieben, was ja wohl ein Lebensmotto zu sein scheint, wenn man den Reiner so reden hört, "Ja bei uns ham se das auch gemacht... ham DIE sich drum gekümmert, ist immer das wichtigste das sich wer kümmert" (nur nicht man selbst ne?) Was wäre das für eine Welt, wenn alle so denken würden, ach ja, wahrscheinlich die Welt, die wir gerade haben, wo jeder die Verantwortung einfach weiterschiebt und keiner es gewesen will, wenn sich Geschichte wiederholt und alles wieder den Bach runtergeht, ja? Man Reiner, ich wünsch dir echt Erkenntnis und dass es dich nicht zu hart trifft, wenn du es begreifst.

Je nach körperlichem Gesamtzustand sind 2 Liter Blutverlust akut lebensgefährlich, ich würde es nicht ausprobieren, wie schnell du die verlierst, gerade als Dialysepatient solltest du darauf achten, vernünftig abzudrücken und dem Körper helfen die Gerinnung anzuregen. Sollte es mal unschön werden, Daumen drauf und dann rufen! Nicht andersrum, man glaubt nicht, wie schnell Blut aus Wunden schießt, vor Allem arteriellen. Manche Menschen können einen Liter Blut verlieren, bevor die Systeme beginnen zu kollabieren, anderen wir schon bei 200 Millilitern schlecht, das komplette Volumen von ca. 5 Litern zu verlieren ist mit dem sicheren Tod zu einem deutlich früheren Zeitpunkt verbunden, also ist dringend davon abzuraten und Fragen, Gedanken, so sie denn ernst gemeint sind in diese Richtung dringend einer psychologisch geschulten Fachkraft mitzuteilen!

9/18/2026

Tanzblümchen, Tanz - Tracklist

Ich erzähle euch nichts Neues, wenn ich euch mitteile, dass ich damals wie heute ein echter Blümchen Fan bin und erst vor Kurzem habe ich dann festgestellt, dass sie grüne Augen hat, nun ja, das brachte mich dann auf die Idee zu einem Song, das führte zu einem Album, der wie eine Hommage an eine Zeit wirkt, die ich vor dem Radion verbracht habe und Kindertechno auf Kassette aufnahm, mir Choreos mit einer damaligen Freundin ausdachte, dazu kamen dann Gedanken an Falco, das großartige, die Erinnerung an "Darkside of my dreams" von den Nightcrawlers, das ich schon immer geliebt habe, weil es diesen Inverted Drop und das Lachen drin hat und diese ganz besondere Stimmung, die wollte ich auch haben auf dem Album, im Grunde erzähle ich ja Geschichten mit meiner Musik und im Endeffekt soll die Geschichte einerseits die fröhliche Diskonacht sein, wie wir sie aus unseren jungen Jahren kenne, meine dunkle Seite wollte aber auch ein wenig auf die Gefahren hinweisen und hat daher Daisy mit ins Spiel gebracht, naja und so entsponn sich dann eben die ganze Geschichte, dazwischen noch eine sehr juvenile Trennung und jede Menge Dankbarkeit. Ich denke es ist für jeden was dabei, da es aber noch ne Woche hin ist, bis ihr das Teil hören könnt, gebe ich euch schon einmal die Tracklist vorab, auch wenn ihr damit wohl noch nicht so viel anfangen könnt, lässt es ja schon auf das Frontcover schließen. In diesem Sinne...

9/16/2026

Schilddrüsenunterfunktion makes me mad

Stellt euch folgende Situation vor, Arztgespräch, an euer Bett tritt ein grimmiger Dachs, der auf lustig tut und lacht euch aus. Er zeigt euch bei jeder weiteren Frage, dass er euch nicht ernst nehmen kann oder einfach seine eigene Antwortlosigkeit mit Lachen überspielen will, okay das kenn ich, coping, ja mag sein, sind wir mal good faith. Aber warum ist es in meinem Fall nicht möglich, dass ich Schilddrüsenprobleme habe, was ist das für ein Kasper? Er hat die Frage nicht beantwortet und versprochen sich den Aktenverlauf anzugucken.

Er kam zurück und war dann ganz normal, erzählt mir in Ruhe, was los ist, obwohl er immer noch belustigt über meine Sorge eines ärztlich abklärbaren Wertes scheint, weist eine weitere Blutuntersuchung an und erhöht erstmal die vor einiger Zeit halbierte Medikation, also doch nur ein Halbkasper, ich habe wirklich Schiss davor, dass die Schilddrüse mich wieder in die tiefe Dunkelheit schickt, die ich eigentlich nie mehr betreten wollte, höchstens um das Füchslein zu retten vielleicht, aber sicher nicht weil Ärzte meine Werte nicht ernst nehmen.

9/15/2026

Efilismus und Pro-Mortalisten (enthält möglicherweise Trigger!)

Vorab nochmal ne kurze Warnung, ich benutze zum Teil anstößiges Wortmaterial, sehr kontroverse Ideen und äußere meine Meinung, es geht hier um Mord, Tod, Selbstmord und anderes morbides Zeug, wenn ihr derzeit eher instabil seid, bitte lest das nicht!

Was kommt jetzt? Der Typ, der immer von Liebe und Leben als höchste Maxime schreibt, will plötztlich was über das genaue Gegenteil schreiben? Nunja, so "plötzlich" ist das eigentlich gar nicht, wenn man mal zurückblättert und feststellt, dass ich tief im Inneren ein absoluter Menschenfeind bin, weil ich so Vieles, was Menschen tun, wie sie es tun, striktens ablehne. Ja, ich hatte auch mal eine Phase, wo ich im Internet hätte falsch abbiegen können und wäre genau bei diesen Leuten gelandet und meine Weltvernichtungsphantasien hätten nicht bei einem Virus gestoppt, der nur die Dummen auslöscht und eine Evolution der Menschheit durch "Reinigung" von Dummheit, ich bin ehrlich, ich war tatsächlich irgendwann auch an dem Punkt, dass ich wie diese Menschen Dinge dahergefaselt habe, dass es für mein Leben keinen Konsens gibt. "Niemand hat mich gefragt, ob ich leben will.", was klingt wie Emo-Mimimi habe ich wirklch mal gefühlt, jeder oder? Das waren dann die Emo-Phasen, die wir damals Depri-Phasen nannten, weil niemand ein Emo sein wollte, im Ernst, ich glaube als Jugendlicher denkt man unweigerlich irgendwann mal an die Vergänglichkeit und den Sinn des Lebens und solcherlei, und wenn es dann mal nicht so läuft, dann wird das ganz schnell fatalistisch. Im Normalfall wächst sich das raus, oder? Bei mir persönlich wurde das zum Schutzschild, als ich wirklich depressiv war konnte man sich so die ganzen Schulterklopfer und "Lächel mal"-Sager vom Laib halten und in der dunklen Szene machte es einen noch trver, Blackmetal hören, das ganze Erscheinungsbild schreit Hass und keiner stellt mehr dumme Fragen, ja ich hab auch diese Zeit dieser Mischung aus gemeinsamer Todessehnsucht, die ein Schrei nach Liebe war und alle Schuld im Aussen suchen genossen, doch das was daraus entstand waren im besten Fall Gedankenexperimente. Keiner von den Leuten mit denen ich mich umgeben habe, sah darin mehr als eine Art Cosplay für die Welt außerhalb der Subkultur, im Alltag in Schwarz rumzulaufen und Menschen mit hasserfüllten Blicken zu strafen war da schon das höchste der Gefühle für viele. Denn das war ja das Ding, wir waren ja schlau genug, zu kapieren, dass man es sich am Ende leisten können muss, auf alles zu scheißen.

Aber mal zurück zu den wirklich weirden Efilisten, die das Leben einfach ablehnen, aus den verrücktesten Gründen, am Besten gefiel mir der, dass es nicht natürlich sei, darüber könnte man sicher auch länger philosophieren, will ich an dieser Stelle nicht tun, aber ist ein Ansatz, den ich fast nachvollziehen kann. Sammelt euch, sprecht euch aus und bemerkt irgendwann, dass Leben weitergeht und selbst im größten Scheißhaufen ein Klumpen Gold versteckt sein kann, isso, egal was ihr jetzt denkt. Und hey, wenn du wirklich der Meinung bist, das Leben nicht verdient zu haben oder nicht dein Einverständnis gegeben zu haben, leben zu wollen, ey es gibt ne Tür, die führt in die Geschlossene, da helfen die DIR, die machen das beruflich! Und wenn die Gedanken zu laut werden, 116117 oder statt auf die nächste Apokalypsen-Seite im Internet einfach mal nach nem Seelsorge-Bot suchen oder Hilfe, es gibt Auswege, wenn man sich festgefahren hat in seinem Denken.

Kein Ausweg ist es, sich Pro-Mortalisten anzuschließen, die der Meinung sind, es wäre gut Menschen zu töten, weil man ihr Leid damit beendet, BEENDE ERSTMAL DEIN EIGENES LEID, dann wirst du sehen, dass die meisten gar nicht leiden und selbst wenn sie es tun, es ihr ganz eigenes Leid ist, das ist nicht deine Aufgabe, keiner hat das Recht einen anderen Menschen zu töten, aus welchem Grund auch immer. Auch wenn ich merke, dass im Hinterkopf mein innerer Religiot zu Wort kommen will, das ist vollkommen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder was man sich sonst noch einreden kann, wo man anders wäre. Leben ist Leben (klar auch da kann man wieder abstufen, aber wir reden hier von "eigentlich gesunden Menschen", die einfach nur der Meinung sind, das Leben muss weg)

Ihr werdet hier kein "Bring dich um!", lesen, denn das würde ja allem widersprechen, was für das Leben ist. "Das Leben findet immer einen Weg", es ist also ganz und gar sinnlos zu argumentieren, dass man die Menschheit als ganzes auslöschen will, um den Planeten zu sterilisieren indem man eine Geburtsklinik in die Luft sprengt. Das ist für mich eher ein Beweis dafür, dass wir die Dummheit "rauszüchten" müssen, denn selbst wenn einige dieser Vollpfosten sowas als Anfang feiern, wieviele Mesnchenleben habt ihr damit genommen oder verhindert: 100-150? Wisst ihr wieviele Menschen es weltweit gibt? Ich glaube wir sind mehr! 9 Milliarden roundabout? Das ist ne Zahl mit 9 Nullen, ziehen wir mal 150 ab, ist das immer noch ne Zahl mit Zehn Stellen. Es ist nicht nur sinnlos, verachtenswert und falsch, es ist eben vor Allem noch DUMM. Und genau das ist die ganze Idee, auch wenn ich wie bereits erwähnt, den Gedanken durchaus nachvollziehen kann, dass es dem Planeten ohne UNS besser gehen würde, wer weiß das schon wirklich und wer bist du einer von 9 Milliarden darüber zu entscheiden?

Ich hätte tatsächlich einen Weg in diese Richtung, den ich respektieren würde, mach eine Umfrage, frag jeden Menschen, ob er leben will und wenn du viereinhalb Milliarden Menschen gefragt hast, dann fälle dein Urteil, ich würde behaupten, dann hast du ein erfülltes Leben gehabt und so viel gelernt, wie es in deinem begrenzten Umfeld von Weltschmerzlern nicht möglich ist, du wirst das Leben finden und auch wenn wir es viel zu oft vor Augen geführt bekommen, es ist gut, das Leben im Großen und Ganzen ist gut.

Ist DAS reflektierte Spiegelung oder Projektion?

War ich früher eigentlich auch so, als ich noch dachte, ich sei wichtig? Dass, der Mittepunkt der sicherste Platz ist, wenn die Welt ins Schleudern gerät? Man einfach nur immer ne coole Story parat haben muss, um anerkannt zu werden, es gar nicht peinlich rüberkommt, wenn man alles übertreibt, was man von sich gibt? Oder haben manche Menschen einfach wirklich so viel Zeug erlebt, dass sie zu Allem was zu sagen haben, auch wenn niemand fragt? War ich so?

Ich fürchte schon, das ist wahrscheinlich genau der Grund, warum ich das bei anderen kaum ertragen kann, weil sie meine "Lüge" widerspiegeln, wobei wirklich ausgedacht habe ich mir selten was, meist habe ich es nur bis zur Unkenntlichkeit ausgeschmückt und mich selbst zum Helden der Geschichte gemacht, natürlich, das macht der grandiose Narzisst so, der eigentlich nur so sein wollte, wie die Vaterfigur, der er nacheiferte, weil er nur die Maske sah, anderes Thema, kommt auch bald ein neues Album von Ruffy & Steve übrigens, könnt ihr euch schonmal vormerken (23.10.2026 Unter Geiern), sorry für die kleine Eigenwerbung an dieser Stelle.

Eigentlich sollte es ja um eine weitere Paulanergartengeschichte gehen, allerdings stecke ich mir das und sammle lieber noch ein wenig, dann kann man da vielleicht auch ein nettes Tribute-Album von machen, denn eigentlich mag ich den Schwafelkopp ja und er erzählt das ja auch in diesem onkeligen Ton, immer leicht gefärbt mit einer Note zwischen Neid und Bewunderung, nie ohne (ich glaub ich nenn ihn Reiner) seine Beteiligung und Meinung als richtig und wichtig zu manifestieren. Es gibt sie echt überall, das Positivste daran ist, dass ich es geschafft habe, aus diesem Spiel auszusteigen und einfach Ich sein kann, ohne Schminke, ohne Maske, ohne Show, das ist zwar oft ernüchternd und erschütternd blass, doch das bin dann ich. Die Kunst leben genug Aliases für mich aus. In diesem Sinne...

Bei der Abendsonne gehen die Meinungen auseinander

Natürlich lieben wir alle einen schönen Sonnenuntergang nach einem dementsprechenden Tag, weil er wie eine Klammer funktioniert, der Tag begann mit Sonnenaufgang und endet dann friedlich wieder in der Schwärze und bietet vorher nochmal ein Farbenspektakel, besonders schön am Meer, wo das ganze dann im Wasser noch wunderschöne Spiegelungen bietet, wie der Abspann eines guten Films, wo das Bild langsam in Schwarz rübergeht und die Endcredits kommen.

Ich habe den Sonnenuntergang früher viel seltener bewusst miterlebt, als die Aufgänge, weil ich meist in irgendwelchen Tanzbunkern oder auf Festen rumhing und in die schönsten Gesichter dieser Welt blickte oder im Sturzflug Richtung meines letzten Drinks war, bevor es überhaupt dunkel war. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass die Sonne unfassbar hell ist, selbst wenn sie untergeht (ja ja, eigentlich dreht sich die Erde, schon klar, keiner mag Klugscheißer).

Heutzutage blendet es mich einfach nur noch, weil meine Augen im Laufe meines Lebens immer empfindlicher ihr gegenüber wurden, eine beachtliche Sonnenbrillenkollektion spricht eine klare Sprache würde ich sagen. Die Abendsonne als schön zu bezeichnen, fällt mir schwer, es ist die gleiche Sonne, die nachts woanders hell scheint oder am Mittag im Zenit steht, ich mag die Sonne, sie spendet uns das Leben und Wärme auf dem Planeten, ich würde nicht sagen, dass es tageszeitenabhängig ist sie schön zu finden. Es ist vielmehr die Stimmung, die Dämmerung erzeugt, oder? (Wie war das mit keiner mag Klugscheißer?) Ist doch so, dass wir das alles nur da reininterpretieren, wahrscheinlich sogar Erinnerungen einschießen, an einen oder mehrere besondere Sonnenuntergänge in der Vergangenheit. Auch wenn es sprachlich nicht falscher sein könnte, höre ich mich selbst sagen: "Der Sonnenuntergang während der Sonnenfinsternis war besonders, eine ganz besondere Stimmung!" Leben! Danke!

9/12/2026

Melencolia I (1514) & Melancholia (2011)

Heute mal wieder was Spezielles, mir ist bei Inaugenscheinnahme von Albrecht Dürers Bild "Melencolia 1", es war irgendwie Teil von Dan Browns "Lost Symbol", durch welches ich darüber gestolpert bin.
Ich hoffe ihr kennt das Bild, ich habe es hier mal in einer colorierten Fassung eingefügt, der Link führt euch zur Quelle, ein Film eingefallen, der mich vor fünfzehn Jahren getroffen hat, in einer Phase, in der ich selbst unter dieser Art von Melancholie gelitten habe

Damals kannte ich dieses Bild von Dürer noch nicht und hatte keine Ahnung, dass es vor 500 Jahren bereits ein so starkes Werk über den Ausdruck dessen gab, was ich im Inneren fühlte.

Zugegeben, ich bin nie der große Gemälde-Freak gewesen und "Melancholia" von Lars von Trier ist zwar, auch wenn er als Film, ein Bewegtbildmedium ist dem Namen nach mehr wie ein Gemälde meiner damaligen geistigen Verfassung und ist durchzogen von einem so tiefen Verständnis dafür, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann.

Als ich dann vor ein paar Tagen das Bild von Dürer sah, schoss es mir sofort in den Kopf, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte, ein melancholischer Engel im Vordergrund und eine vermeintliche globale Katastrophe im Hintergrund, ähnliche Stacks also, auf dem Dürer Bild ist noch so viel mehr zu finden, das mich verwirrte und faszinierte, ich bin total geflasht davon, es fühlt sich an wie Verstehen, wisst ihr was ich meine? In diesem Sinne... gern mehr in den Kommentaren.

so ungefähr ist das in meinem Kopf zusammengewachsen...

Musik lässt mich Liebe spüren

Kennt ihr das Gefühl, wenn die Musik grad so geil ist, dass ihr alle ähnlichen Lieder gleichzeitig hören wollt und eure Playlist viel zu langsam ist, ihr euch an so viel erinnert und die Best of the best, die ihr habt noch detaillierter werden sollte und plötzlich auch schon wieder 150 Titel hat und euch gleichzeitig klar wird, dass ihr niemals die eine Million Scrobbels auf last.fm knackt, bevor euch das Leben knackt?

Und bei allem denke ich an die wunderschönen Gesichter, die großartigen Menschen, die Frauen, die Freunde, ja auch Familie, die auf diesen Wegen verloren gingen. Musik ist meine absolute Zeitmaschine des Geistes. Wenn wir wirklich in einer Simulation leben, dann ist Musik der Glitch, das Wurmloch, das Tor dorthin, wo ich glücklich war, wo ich traurig war, wo alle Gefühle intakt sind, wo die Welt für dreieinhalb Minuten so ist, wie ich sie mal gespürt habe.

In diesem Zustand fällt es mir leicht, Songs zu schreiben, die Worte zu finden, das lyrische Ich zu fühlen, ich glaube so ungefähr muss sich für die Aborigines die Traumzeit anfühlen. Was ich den Menschen außerhalb dieses Erlebens sagen kann, ist: Danke! LIEBE GEHT RAUS! Es tut mir nur leid, dass die wahre Tiefe dieser Worte vermutlich niemals so stark sein wird, wie in der Erinnerung, seid versichert ich liebe euch und werde es immer tun.

9/11/2026

Foxy is the one?

Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Alben entwickeln, die Musikrichtung spielt kaum eine Rolle, es ist irgendwie immer gleich und doch faszinierend, denn womit man anfängt und was man zuerst für eine Idee hat ist ganz selten das, was am Ende dabei herauskommt. Denn während der Arbeit an Songs, an ersten Visualisierungen, an Ideen, an Melodien geschieht noch so viel, da wird aus einem Song der einstmals als kuschlige wuschelige Happy Hardcore Ballade gedacht ist zu etwas völlig anderem und zwischenzeitlich dachte ich gar, dass ich das nicht einmal unter dem Label Stanley Hardcore DJ Team releasen kann, weil es klingt wie Broken Hairs Hymnen über Grizz & Foxy. Und dann kam mir quasi durch einen Glitch und ein paar echt miese Tage im April eine andere Idee und es ging in eine merkwürdig dunklere Richtung. Das Bild, dass ich zum Titeltrack You are the one im Kopf hatte brachte mich auf eine andere Idee, was wäre, wenn die Songs die ich schon habe keine Love Songs wären sondern vielmehr das gruselige Geisteskonstrukt eines Stalkers, der in Diskotheken auf die Jagd nach jungen Mädchen geht, ständig druff um seine Triebe zu unterdrücken und gleichzeitig auf der Jagd nach den Blumen der Nacht, tanzend in Ekstase, angetrieben von der Illusion, dass er auf der Suche nach der Einen einfach Alle lieben würde. So eine Art moderne Jeannie Geschichte auf Keta. Das war mir dann aber auch zu düster, so dass ich lang drüber nachdachte, in welche Richtung es denn nun geht. Und ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht... ich weiß nur, dass Foxy Monstera liebt!

Manchmal braucht es etwas Wunderliches

Ich muss ja gestehen, dass ich meine Blutwerte eher wie eine nervige Begleiterscheinung der Therapie gesehen habe seit einiger Zeit, weil sie so oft genau entgegen dem herauskamen, wie ich meinen gesundheitlichen Zustand selbst empfand und vor allem der ein oder andere Wert eskalierte regelmäßig und ich habe schon oft dafür plädiert, Blut in der Mitte der Woche abzunehmen und nicht nach der Phase, wo Menschen vielleicht wahrscheinlicher Mal über die Stränge schlagen. Ich kann mindestens drei dieser "Werte" mit Veranstaltungen auf einem Sonntag erklären und irgendwann nimmt man es einfach als gegeben hin, dass die Werte absolut nicht den Lebenswandel widerspiegeln, sondern wie ein Schlag in die Fresse immer wieder sagen: "Du betrügst dich selbst!", möglich!

Dieser Mittwoch war jedoch anders, die Art und Weise, mit welcher persönlichen Missachtung, ja fast Angewidertheit mir mein behandelnder Arzt den Zettel mit meinen Werten hingeschmissen hat, garniert mit einem: "Werte sind schlecht und chaotisch, ich gebe auf!", und dann direkt weiterging zum nächsten und übernächsten, wo er ähnlich angepisst war und am Ende sogar fast mit einer vernichtenden Generalkritik begonnen hätte, erinnerte mich sehr stark daran, wie es in der Schulzeit war, wenn es Lateinarbeiten zurück gab, Klassenschnitt 4,9 und der schlechteste wurde noch herausgehoben, ich kannte das Gefühl also. Der Unterschied ist bloß, dass ich es damals komplett gerechtfertigt fand und es sich eher wie eine Adelung anfühlte, weil keiner irgendwas für die Klausuren tun konnte, es war einmal im Quartal die Möglichkeit unseres Lateinlehrers seine Abneigung und Verachtung unserer Klasse gegenüber auszukosten und etwas zurückzugeben, ich versteh das alles, wir waren diesbezüglich eine mafiöse Versagertruppe und das Schlimmste stolz drauf.

Doch diese Schelte traf mich ins Mark, weil ich seit Jahren mit diesen Werten kämpfe und ja vielleicht habe ich dieses Jahr irgendwie auch aufgegeben gehabt, andererseits hätte ich ihm gern erklärt, dass es der Anfang von einem neuen Anlauf war in dem ich alles wegließ, was irgendwie Einfluss auf den Wert gehabt hätte und einfach nur unkontrolliert gegessen habe, um einen Wert dafür zu bekommen, wie schlimm es ist, wenn ich NICHTS tue, kann er nicht wissen, da wir nicht drüber reden konnten, naja. Seit vorgestern ist der Diszi-Modus jetzt wieder eingeschaltet und ich zähle wirklich zu allem, was ich esse nicht nur die Kalorien, sondern vor allem die den betreffenden Wert beeinflussenden Inhaltsstoffe und dabei fiel mir direkt nach 2 Tagen auf, dass ich mal auf nem guten Weg war, weil ich mich eine lange Zeit von gewissen Dingen fern gehalten habe, dann aber mehr und mehr in alte Muster gefallen bin und es irgendwie außer Kontrolle geraten ist, weil ich auch wenn ich mich die ganze Woche zusammenhielt ausgerechnet am Wochenende meinen unbewussten Cheat-Day nahm und aß, wonach mir war, vielleicht auch, weil es der Tag der Woche ist, wo ich in der Kita bin und kein geregelter Ablauf in meinem Essen ist, da muss es dann ein halber Camembert sein, die Portion Pommes und am besten noch mit einem ganzen Paket hart verarbeiteten Schinken, Schokolade und am Abend noch ein halber Liter Cola um wach zu bleiben, weil man es ja nicht umsonst gekauft haben will, für die zwei drei Mal im Jahr, wo der Blutdruck soweit absackt, dass man die wirklich braucht.

Was jetzt geschieht ist eine dokumentierte und mit der Unterstützung von Küchenpersonal und künstlicher Intelligenz Kontrolle der Inhaltslisten von ALLEM, was ich in meinen Tempel lasse und die Lebensmittelindustrie ist diesbezüglich nicht unbedingt hilfreich, doch wenn man das Wissen der ganzen Welt anzapfen kann, kommt man auf erstaunliche Ergebnisse. Nicht nur, dass ich dank dieses Arztes seit mindestens 6 Wochen täglich eine Paprika esse, um wenigstens meinen Vitamin C Mangel im Griff zu haben, ich habe diverse Supplements angeschafft, weil ich weiß, dass ich sie nicht mit der Nahrung bekomme, bzw., dass mein Stoffwechsel sie einfach nicht benutzt oder sonstwas damit anstellt. Man lernt unglaublich viel über Lebensmittelchemie und industrielle Herstellungsverfahren, dass man eigentlich komplett aufhören will zu essen, was ich mir jedoch auch nicht leisten kann, da die Therapie allein so viel Energie schluckt, dass es ein stetes Austarieren von Gleichgewichten ist, nicht zu viele "Schadstoffe", dennoch "energiereich" und dem Körper alles zuführen, was man durch Nahrung nicht bekommt in Form von Tabletten. Dazu noch eine hier tatsächlich mal hilfreiche vermeintliche Laktoseintoleranz, die ich auch viel zu lange ignoriert habe. Am Ende normalisiert sich noch mein Stuhlgang, dann raste ich aber aus.

Der einzige Nachteil, den ich bislang erkenne ist, dass die ganze Nummer unglaublich viel Zeit frisst, durch die ganze Abgleicherei und Lebensmittel prüfen, da muss man manchmal viermal das gleiche Produkt von anderen Anbietern gegeüberhalten, damit man nicht aus Versehen das nimmt, das maximal in die falsche Richtung geht und damit all die guten Ansätze in Keim erstickt, oder die Tagesbilanz mit einer unbedacht aus dem Kühlschrank gesnackten Scheibe Käse komplett in den roten Bereich schiebt, jeder der mal mit Kalorienzählen abgenommen hat, kennt den Spaß, da ist es gerade nicht hilfreich, dass die Schilddrüse den Funny van Dannen macht und bedenklich in die Unterfunktion rutscht, weil sie seit vor 4 Wochen eine bedenkliche Überfunktion bestand nur noch die Hälfte an Hormonen zugegeben wird und meine Stimmung sich langsam aber sicher immer wieder zwischen tief melancholisch und komplett wasted befindet und ich bei 26 Grad drei Schichten Kleidung trage, schwitze und mir trotzdem kalt ist als würde ich von H entwöhnen. Sorry, wenn das für den Ein oder Anderen zuviel Innenleben war, so geht's mir grade und ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich derzeit nicht sehr viel auf E-Mails antworte oder mich kaum melde, irgendwann wird sich das eingespielt haben und dann bin ich wieder voll da, soweit das eben möglich ist mit dem kaputten Ding, in dem ich lebe.

Abschließend möchte ich Danke sagen, für die vielen kleinen Wunder und auch für Menschen, die den Schuß vor'n Bug unbewusst so gezielt setzen, dass selbst so ein Schlafschaf wie ich nochmal wach werden und einen neuen Anlauf wagen, denn ich kann ja nicht ständig, Leben, Liebe und Willen predigen, mich aber selbst komplett vernachlässigen, also "ASCH HU", in diesem Sinne...

9/08/2026

Wenn morgens die Vögel...

Jeder kennt das, man kommt von der Party heim und ist eigentlich todmüde, man macht das Fenster auf, um mit frischer Luft schnell einzuschlafen, leider ist draußen gerade Konzertbeginn der Vogelschar. Wusstet ihr, dass "Die Vogelhochzeit", 26 Strophen hat. Früher mal sogar noch mehr, naja die Vögel morgens nerven halt ur. Und dann haben wir uns über den Kuckucksklan abgerollt, weil das einfach unser Humor ist. Und you know what, wenn es einen Kuckucksklan gibt, dann muss es auch wen geben, den die hassen, aber Krähen, weil sie schwarz sind, wäre zu dumm, weil irgendwie rassistisch. Habt ihr mal den Kuckuck gehört? Wisst ihr, was den nerven könnte? Der Specht! Und jetzt schaut mal ganz kurz in meine Gedanken! In diesem Sinne...

9/07/2026

Boomercringe am Nachmittag

Boomer, jeder kennt sie und alle lächeln irgendwie über sie, weil sie in einer Selbstsicherheit von früher reden, wie nur sie es können, "uns ging es ja gut", ich versuche es in letzter Zeit häufiger ohne den A-Bär, jedoch hier; stellt euch mein Kopfschütteln vor, als der Paulanergarten heute öffnete und ich mir anhören musste, dass jemand die "Super 8 Zeit" zurücksehnt und scheinbar noch hinter meinem stehengeblieben ist und in einer Zeit lebt, als mein Lieblingsnephrologe noch ein junger euphorischer Arzt mit Witz und Charme war. Was beschwer ich mich, ich mochte mal Iron-Man und zack ist 2026 und der gleiche Typ spielt Doktor Doom, verrückt.

Den Vogel abgeschossen hat für mich aber seine Aussage über die Arbeitsbedingungen in China, hast du bei der Bundestagswahl auch die Null gewählt oder was stimmt da nicht, eine Aussage wie "Die haben Arbeitsmoral, die sind für ihre Chefs da!", kann ich nur als Sarkasmus deuten, den ich aber auf eine Entfernung von 10 Metern und ohne den Gesichtsausdruck oder ein anschließendes Lachen nur erhoffen kann. Wobei ich jedem seine Meinung gönne, manche Meinungen erscheinen mir persönlich nur ganz schön bescheuert, a-Bär das ist dann wiederum meine Meinung, in diesem Sinne...

9/06/2026

Als würde man unterschiedliche Spiele spielen

Kennt ihr auch solche Leute, die sich weigern den Alltag wegzulegen und sich mal für eine gewisse Zeit wegzuträumen, um zu entspannen, Spaß dran zu haben, ein wenig zu spinnen und einfach mal in eine andere Welt einzutauchen? Gehören solche Leute zu eurer Brettspielgruppe, falls ihr sowas habt? Tja, zu meiner gehört leider so jemand, der sich mit an den Tisch setzt und durch das oft unglaublich detaillierte Spielmaterial mit speziellen Namen für jeden Kartenstapel und jedes noch so kleine besondere Holzteil eigentlich genau so into it sein, wie unsereins, es vermutlich aber einfach nicht fühlt, oder die Logik des Alltags nicht abschalten kann, oder keine Verbindung herstellt zwischen einem klassischen Herstellungsbetrieb in der "realen" Welt und einem Bienenstock, der Honig herstellt und verkauft. Oder Drachen, die in einer Stadt verschiedene Läden besuchen, sich Zutaten zusammensammeln, um mächtige Zauber anzuwenden, die dann für Tugend ausgegeben werden. Oder halb so abstrakt, den Mars terraformen und das relativ wissenschaftsgetreu, einen Zoo nach Artenschutzaspekten aufzuziehen, ein Reservat für Wildtiere einzurichten oder Schafe/Rinder durchs Land zu treiben und dann zu verkaufen, um sich ein Imperium aufzubauen, eine Expedition zu einer verloren Insel, ich könnte ewig so weiter machen. Für ihn sind es Karten und Klötzchen, alle heißen Karten und Klötzchen und er macht DAS damit DIES passiert. So leid es mir tut, aber dann kannst du auch Solitaire spielen. Vielleicht bin ich ja ein Spinner, die Immersion spielt so eine große Rolle und ich will mich ja in einem Spiel verlieren und die Welt erkunden, die das Autorenteam und die ganzen Creator, die das hergestellt haben da für mich erschaffen haben, ich lese ja auch kein Buch nur um mich nicht zu langweilen, da tauche ich doch auch in eine Welt ein, die nicht meiner Lebensrealität entspricht, um Eskapismus zu betreiben, oder Filme, Gemälde, Musik, generell Zerstreuung. Wenn ich das nicht will, dann sollte ich es nicht tun, meine Meinung. Und vor allem sollte ich dann denen, die es wollen ihre Entspannung gönnen und nicht immer wieder versuchen, auf deren Phantasie herumzutrampeln. Spiel halt Domino oder Mau Mau.

Musste ich mal loswerden, weil mir bei einer unserer neuesten Errungenschaften auffiel, dass wir zwar am selben Tisch sitzen, dieselben Regeln gehört haben und in dieselbe knuffige Welt entführt wurden, das Ergebnis jedoch so aussah

Wer mir den Namen des Spiels sagen kann, den lade ich auf 'nen Früchtetee ein

Ein guter Lehrer wird langsamer

Die Frage bleibt, ob das für die Klasse gut ist?
Ich halte mich für einen guten Lehrer, ich nehme mir Zeit für meine Schüler, erkläre lieber alles zehnmal für den Hinterletzten, um nicht das Gefühl zu haben, dass ich auch nur einen zurücklasse. Manchmal denke ich mir dann, dass ich dadurch jene vernachlässige, die den Stoff schneller auffassen, aber die bräuchten mich eh nicht, weil sie intrinsisch lernen, sie wollen wissen, sie können differenzieren, was wirklich wichtig ist und lernen den Rest dann eben nebenbei, falls sie mal kurz nicht hingehört haben. Leider fördere ich das auch noch, wenn ich mich mit den Schwächeren beschäftige, weil ich meine Energie nicht in der Verbesserung der eh schon guten stecke, was natürlich die motivierende und erfolgversprechendere Aufgabe ist, ich investiere meine Energie in die, die Probleme haben und so gar keine Lust selbst was zu investieren, um sie zu lösen.

Ich reibe mich auf, ich verzweifle und es ist fast, als würden sie mir durch ihr nicht Lernen unbeholfen klar machen wollen, dass ich sie doch zurücklassen soll, aber das kann ich nicht. Ich kann nicht glauben, dass jemand nicht lernen will, nicht wissen will, nicht partizipieren will, nicht strebsam ist, nicht besser sein will, als er gerade ist, ich will das nicht glauben, es widerspricht meinem Naturell und dem Naturell fast aller Menschen, mit denen ich klarkomme. Doch was kann es noch bedeuten, wenn jemand so langsam und verständnisvoll ich auch bin, die gleichen Fehler und alle anderen möglichen machbaren immer wieder begeht, es fühlt sich an wie Absicht, wie der psychische Schlag in die Fresse, wie die absolute Demütigung und der Disrespekt demgegenüber was ich tue und wofür ich stehe und ich will nicht glauben, dass man das nicht ohne Absicht machen kann, vor allem warum würde man jedes Mal wieder so tun, als ob? Jedes Mal habe ich Hoffnung und freue mich Wissen zu teilen, neues zu lernen, denn selbst beim Lehren lernt man so viel mit und jedes Einzelne Mal werde ich enttäuscht, im Grunde bin ich selbst der Dumme, dass ich ein nicht ausgesprochenes klar vernehmbares NEIN nicht höre und vielleicht auch anderen zuliebe niemals aufgebe und dabei schlussendlich zugrunde gehe...

Naja, in diesem Sinne...

9/05/2026

Kalte Gedanken

Manchmal stehe ich mitten in der Nacht auf und träume vor mich hin, heute Nacht habe ich stattdessen Dan Brown's The Lost Symbol geguckt und muss sagen, ein klassischer Langdon, fängt interessant an, spitzt sich zu, immer neue Fragen und dann wirds quatschig und bleibt dann leider auch so und flacht von Folge zu Folge weiter ab, Pulver verschossen und läuft dann nur noch langsam aus, sehr schade, hatte wirklich Potential, zumal man wirklich wertig produziert hat.

Naja und seitdem versinke ich so ein wenig in Gedanken, Kälte und Schmerzen, ich verstehe das nicht mehr, warum kann es denn nicht noch ein paar Wochen wenigstens warm bleiben, gestern war so ein Todeswaschküchentag und heute fühlt es sich bitterkalt an, wenn man nicht das Glück hat in der Sonne zu stehen und so verbleibe ich in Gedanken an einen Sommer, der erst viel zu heiß begann, sich dann Achterbahn verhielt, die Temperaturen komplett zurücknahm und selbst jetzt schon deutlich mehr Herbst ist, als ich das ab kann. Internet funktioniert auch nur so semi, allerdings gibt es bei Suno eine großartige Neuerung, die Downloadbegrenzung auf 20 Titel im Monat für Pros, ich meine im Ernst, wann endet dieser Satz endlich? Ich schreibe vielleicht an manchen Tagen 10 Songs oder so, aber niemals produziere ich im Monat ganze 20 downloadbare Songs, den will ich sehen, der das macht und dabei nicht bloß KI-Slop herstellt. Am Anfang habe ich gedacht, das klingt sehr nach künstlicher Verknappung, aber es stimmt komplett, wenn wir wollen, dass das Ding ein ernstes Werkzeug ist, dann probiert euch auf der Plattform aus, promptet Blödsinn und hat raus, das ist witzig und kann zu dem ein oder anderen "Hallo" führen, die Community ist generell nach meinem bisherigen Erleben sehr erfrischen untoxisch und man hilft sich, wo man kann, wie eine Art Künstlerforum für Leute mit Ideen. So viel Kreativität, mit kalten Händen ist ne Tastatur fast ein Folterwerkzeug, wie soll das erst im Winter werden?

Ich hatte es die Tage glaube ich schon angekündigt, dass ich meine VÖ-Frequenz ein wenig runterschraube ab nächstes Jahr wahrscheinlich, dann dürften alle Sachen, die ich erstmal sagen wollte und von denen ich meine, dass die Welt sie hören müsste draußen sein. Ehrlich gesagt überlege ich auch, ob ich den Rest des Monats wieder mehr im Backlog arbeite und hier dann etwas weniger rauskommt, ach ich weiß es nicht...

9/04/2026

Toilettenhaus in Seoul

Wer würde nicht gerne in einem Klo wohnen? Als Kind habe ich mir oft Gedanken darüber gemacht, was eigentlich da passiert, wo das landet, was wir im Klo runterspülen. Aufgewachsen mit den Teenage Mutant Ninja Turtles und Darkwing Duck, wo in der Unterwelt einfach Jambalaya Jambo mit nem Krokodil zusammenwohnt und vier Schildkrötenbrüder von einer Ratte aufgezogen werden, war das für mich nicht so eklig, wie man denkt. Ich habe auch für die mit meinem Bruder erdachte Fantasywelt damals "Das Geheimnis des zugenagelten Klos" erfunden, was zusammen mit Stefan Raabs Kaki-Family (ich glaube das waren tanzende Kakerlaken in nem Spülkasten oder so) einen ganz eigenen Ark innerhalb dieser Welt erschaffen, die sich mit Mischwesen aus Arschköpfen und Kackvögeln und so weiter füllen ließ. Fäkalfantasien von Zehnjährigen, keine Ahnung.

Dann sehe ich gestern in einem Youtube-Video (50 absolut unglaubliche Wohnhäuser, die es wirklich gibt) ein Haus, das wie ein Klo aussieht und ich denke mir noch, wtf? Ich glaube es war am Ende des Videos, wollte jetzt nicht extra clippen, da wird auch gesagt, wer das entworfen hat und wer da lebt. Wo ich jetzt darüber schreibe, erscheint es mir gar nicht mehr so wild, wenn ich es in Zusammenhang mit meiner eigenen Fantasie als 10jähriger bringe. Vielleicht schreibe ich da lieber einen Song für "The World's End" zu. In diesem Sinne...

9/03/2026

Schnee, kein Wetterpost

... und nein, kein vorzeitiger Wintereinbruch, sondern eine klare Warnung an alle, die denken die neue Atzenfett sei eine Aufforderung zum Konsum, klar ist es ein Erlebnis mal druff zu sein, allerdings ist es bei vielen Substanzen illegal sie zu beschaffen und in den allermeisten Fällen sehr schlecht für Körper und Geist. Außerdem birgt das meiste, was ballert auch Suchtrisiken und ist im Stande das Leben, um viele Jahre bis zum Nullpunkt zu verkürzen. Daher ist auf der Rückseite auch eine auffällige Leerfläche bei den Vor-Ab Covers, die ich euch hier zeige. Das ist der beste Platz, um euch ne Line zu ziehen, besser als ein dreckiger Tisch, nein Joke natürlich, ich hatte nur zum Zeitpunkt der Erstellung die Nummern für bundesweite Sucht- und Drogenberatung nicht parat, die an der Stelle bei den physischen Schallplattenhüllen drauf sind. Und noch als persönliche Anmerkung, Die beste Droge ist immer noch Musik, in jeder Lebenslage und sie ist praktisch kostenlos und überall verfügbar und völligst legal. In diesem Sinne... viel Spaß!

Glücklich < Zufrieden

Um glücklich zu sein braucht es weniger als für Zufriedenheit, ich weiß nicht, was ich mir reingezogen habe, dass ich zu dieser Erkenntnis kam, von der ich noch nicht sicher bin, ob es wirklich stimmen kann. Intuitiv hätte ich gesagt, dass Zufriedenheit ja vom Anspruch und Impact her deutlich unter dem Gefühl glücklich zu sein steht. Allerdings würde ich auch behaupten, dass glücklich sein etwas ist, das viel mit eigener Einstellung und dem Willen dazu zu tun hat, während man Zufriedenheit nur über eine längere Strecke im Nachhinein bewerten kann, oder?

Ich glaube, ich saß im Studio und habe an Texten rumgeschraubt und dabei kam Sie mir in den Sinn und das macht mich kurzfristig total glücklich und das auch nach all den Jahren und all der Scheiße, die ich durchwaten musste, nur für diese kurze Zeit des Glücklichseins, welche ich damals nicht verstanden habe, was dann wohl auch wieder eine Sache ist, die Glücklichsein so leicht erreichbar macht, man hört einen Song, liest eine Zeile , riecht einen Smell und klick, Gehirn greift auf das Glücklichsein-Areal zu, Erinnerung schießt ein und mit jedem Mal, wo das passiert, verblassen all die negativ verknüpften Emotionen. Genial eigentlich, der Dichter in mir hamstert dann von ewiger Liebe und son Schwall, während ich nie behaupten würde, dass ich zu der Zeit zufrieden war. Zufrieden ist so eine Dauereinrichtung von, reicht, dass es nicht schlecht ist, zufrieden ist ausreichend, vier Minus und Versetzung, nichts, was eine Euphorie auslöst, manchmal muss man zufrieden sein, vielleicht ist das einfach nicht mein Leben, weil ausreichend Minus in der Schule zwar gereicht hat und ich für eine Eins oft nicht motiviert genug war. Wirklich glücklich hat mich nur die Eins-Plus damals im Studium gemacht in einer Rechnungswesen-Klausur, wo ich noch Extra-Lösungswege angegeben habe, die von der Aufgabe gar nicht gefordert waren, weil ich noch so viel Zeit übrighatte. Das war tatsächlich so eine Mischung aus Stolz, dass ich mich von einer Beton Fünf in der Schulzeit im Studium da hochgearbeitet habe und deutlich über zufrieden. Vielleicht macht Stolz dann auch irgendwie glücklich, ich könnte aber das Gefühl von Stolz gar nicht so richtig einordnen, im Grunde ist es eine Form von Hochmut und wo der hinführt, Das wissen alle, die mal mit nem Fluggerät, das man mit Wachs zusammengekittet hat in die Nähe der Sonne geflogen ist. Er wieder, Philosophierlex am Start, im Ernst, glücklich sein ist Herz, Stolz ist zufrieden Triple A und man muss aufpassen, dass man dieses beflügelnde Gefühl nicht missdeutet und... das ist aber wieder ein anderes Thema... in diesem Sinne!

9/02/2026

Das ist ja fast ein Album?

Ja fuck, ausgerechnet heute kommt dann so ne Kreativphase um die Ecke und ich sitze für Stunden am Rechner und hacke die Kritzeleien auf den Zetteln der letzten Tage in die Tasten, 15 Seiten sagt das Word-Dokument, sehr geil, das sind Songs für mindestens ein weiteres Album, alles nur Rohmaterial. Da werde ich sicher länger von zehren, die Künstler und besonders die Songwriter unter euch werden das kennen, aus diesen ganzen Songideen entstehen im späteren Schaffensprozess noch Varianten und daraus zum Teil neue Ideen, Harmonien, die man anders machen könnte, etc.

An Tagen wie heute bin ich unglaublich dankbar, dass die Muse mich küsst, und diese grüße ich dann auch gerne einmal, aus Gründen von Persönlichkeitsrechtsschutz habe ich ihr Gesicht geblurrt und nenne ihren Namen nicht, danke danke danke, heute war es wirklich wieder, als wärst du hier gewesen.

Dreamland is not far away

9/01/2026

Irgendwas mit 7! - 5040 und ein Septem-Bär

Die 7 ist eine Instanz für mich, in der Überschrift sogar eine Fakultät und ich mag den Monat auch irgendwie, es gibt einen 19.09. und es ist der Neunte Monat. Ich weiß, dass viele wissen, warum das so ist, es hat nichts mit der Kirche zu tun, und weniger mit irgendwelchen Verschwörungen, als man denkt. Am Ende war es mal der siebte Monat, von lateinisch  "septem", wie auch die Folgemonate, die bis zum decem hochzählen. Hatte das Jahr früher nur 10 Monate, nicht wirklich, es begann nur erst im März und wenn man dann hochzählt, passt alles, ehrlich gesagt kling das für mich auch viel sinniger, würde man das Jahr nicht im Winter aufhören und im Winter beginnen und Silvester wäre nicht nur 7 Tage von Weihnachten weg. Wäre schön, ist aber nicht so geworden, und der Name? Auch die Römer hatten keine Lust, die noch umzubenennen, bei der ganzen Bürokratie standen ja schon auf allen Steintafeln die alten Namen, das hätte die Leute nur verwirrt.
Ich habe mal Chattie zur Sieben gefragt, das meint er:
Da steckt enorm viel Material drin: Sieben Weltwunder, sieben Todsünden, sieben Tugenden, sieben Zwerge, sieben Geißlein, sieben Raben, Siebenmeilenstiefel, das tapfere Schneiderlein mit „Sieben auf einen Streich“, das verflixte siebte Jahr, sieben Tage, traditionell sieben Regenbogenfarben, sieben Stammtöne, der siebte Himmel, die sieben Hügel Roms, die sieben Weltmeere und die klassische Glückszahl 7.
Wusstet ihr, dass ihr mit zwei sechsseitigen Würfeln statistisch gesehen am häufigsten die Sieben würfelt?
Viele Menschen sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln, ich habe immer gedacht, dass es dabei um geheimnisvolle Personen sind, die ich nicht verstehen kann, weil ich mich nicht genug Mühe, die Siegel zu brechen, das Ding ist, vielleicht sind das auch absolute Untergangsmenschen, denn wenn die sieben Siegel gebrochen sind, ist eh Feierabend. Ach Leute und ich kann mir auch keinen Septem-Bär vorstellen, viel eher einen Septum-Bär, seht ihr dann gleich...
Und da ich ja irgendwie auch so ein Musik-Fetischist bin, habe ich mal ein wenig gesucht und weil ich Vierzehn zu albern fand und 777 der Titel eines Allister Crowley Buchs ist, sind es 28 geworden, vier Kapitel, musikalisches Pottpüree, macht den Spaß gerne mit und schreibt mir gerne, was ihr mit der Sieben verbindet, könnte mir durchaus vorstellen dem mehr als ein paar Denkanstöße zu widmen.
I - Sieben Sachen; II - Sieben Sünden; III - Sieben Meere; IV - Sieben Siegel

Glamoröses Cabaret

Heute Morgen hat es mich irgendwie erwischt, nachdem ich ein paar enttäuschende Künstlerdiscografien angefangen habe, landete ich in den frühen Morgenstunden bei Amanda Lear und oh my, was ist das denn für eine Schatztruhe, irgendwo zwischen, ich hatte ein paar Drinks zu viel und ein paar zu wenig ist das (gibt es ein Wort zwischen Trash und Glamour - Tramour vielleicht?) so faszinierend, nicht nur die Stimme auch die Arrangements, die musikalische Reise, von Cabaret über Disko, Rock, Pop ist alles dabei.

Wenn es möglicherweise irgendwann eine zweite Runde der "Women of my world" gibt, steht sie auf jeden Fall auf der Liste, da muss ich 40 Jahre alt werden, um richtig in ihre Musik einzutauchen, ja also mein wow hat sie auf jeden Fall.

KI-Bild aus meinen Gedanken