Kennt ihr das Gefühl, wenn die Musik grad so geil ist, dass ihr alle ähnlichen Lieder gleichzeitig hören wollt und eure Playlist viel zu langsam ist, ihr euch an so viel erinnert und die Best of the best, die ihr habt noch detaillierter werden sollte und plötzlich auch schon wieder 150 Titel hat und euch gleichzeitig klar wird, dass ihr niemals die eine Million Scrobbels auf last.fm knackt, bevor euch das Leben knackt?
Und bei allem denke ich an die wunderschönen Gesichter, die großartigen Menschen, die Frauen, die Freunde, ja auch Familie, die auf diesen Wegen verloren gingen. Musik ist meine absolute Zeitmaschine des Geistes. Wenn wir wirklich in einer Simulation leben, dann ist Musik der Glitch, das Wurmloch, das Tor dorthin, wo ich glücklich war, wo ich traurig war, wo alle Gefühle intakt sind, wo die Welt für dreieinhalb Minuten so ist, wie ich sie mal gespürt habe.
In diesem Zustand fällt es mir leicht, Songs zu schreiben, die Worte zu finden, das lyrische Ich zu fühlen, ich glaube so ungefähr muss sich für die Aborigines die Traumzeit anfühlen. Was ich den Menschen außerhalb dieses Erlebens sagen kann, ist: Danke! LIEBE GEHT RAUS! Es tut mir nur leid, dass die wahre Tiefe dieser Worte vermutlich niemals so stark sein wird, wie in der Erinnerung, seid versichert ich liebe euch und werde es immer tun.

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