9/15/2026

Efilismus und Pro-Mortalisten (enthält möglicherweise Trigger!)

Vorab nochmal ne kurze Warnung, ich benutze zum Teil anstößiges Wortmaterial, sehr kontroverse Ideen und äußere meine Meinung, es geht hier um Mord, Tod, Selbstmord und anderes morbides Zeug, wenn ihr derzeit eher instabil seid, bitte lest das nicht!

Was kommt jetzt? Der Typ, der immer von Liebe und Leben als höchste Maxime schreibt, will plötztlich was über das genaue Gegenteil schreiben? Nunja, so "plötzlich" ist das eigentlich gar nicht, wenn man mal zurückblättert und feststellt, dass ich tief im Inneren ein absoluter Menschenfeind bin, weil ich so Vieles, was Menschen tun, wie sie es tun, striktens ablehne. Ja, ich hatte auch mal eine Phase, wo ich im Internet hätte falsch abbiegen können und wäre genau bei diesen Leuten gelandet und meine Weltvernichtungsphantasien hätten nicht bei einem Virus gestoppt, der nur die Dummen auslöscht und eine Evolution der Menschheit durch "Reinigung" von Dummheit, ich bin ehrlich, ich war tatsächlich irgendwann auch an dem Punkt, dass ich wie diese Menschen Dinge dahergefaselt habe, dass es für mein Leben keinen Konsens gibt. "Niemand hat mich gefragt, ob ich leben will.", was klingt wie Emo-Mimimi habe ich wirklch mal gefühlt, jeder oder? Das waren dann die Emo-Phasen, die wir damals Depri-Phasen nannten, weil niemand ein Emo sein wollte, im Ernst, ich glaube als Jugendlicher denkt man unweigerlich irgendwann mal an die Vergänglichkeit und den Sinn des Lebens und solcherlei, und wenn es dann mal nicht so läuft, dann wird das ganz schnell fatalistisch. Im Normalfall wächst sich das raus, oder? Bei mir persönlich wurde das zum Schutzschild, als ich wirklich depressiv war konnte man sich so die ganzen Schulterklopfer und "Lächel mal"-Sager vom Laib halten und in der dunklen Szene machte es einen noch trver, Blackmetal hören, das ganze Erscheinungsbild schreit Hass und keiner stellt mehr dumme Fragen, ja ich hab auch diese Zeit dieser Mischung aus gemeinsamer Todessehnsucht, die ein Schrei nach Liebe war und alle Schuld im Aussen suchen genossen, doch das was daraus entstand waren im besten Fall Gedankenexperimente. Keiner von den Leuten mit denen ich mich umgeben habe, sah darin mehr als eine Art Cosplay für die Welt außerhalb der Subkultur, im Alltag in Schwarz rumzulaufen und Menschen mit hasserfüllten Blicken zu strafen war da schon das höchste der Gefühle für viele. Denn das war ja das Ding, wir waren ja schlau genug, zu kapieren, dass man es sich am Ende leisten können muss, auf alles zu scheißen.

Aber mal zurück zu den wirklich weirden Efilisten, die das Leben einfach ablehnen, aus den verrücktesten Gründen, am Besten gefiel mir der, dass es nicht natürlich sei, darüber könnte man sicher auch länger philosophieren, will ich an dieser Stelle nicht tun, aber ist ein Ansatz, den ich fast nachvollziehen kann. Sammelt euch, sprecht euch aus und bemerkt irgendwann, dass Leben weitergeht und selbst im größten Scheißhaufen ein Klumpen Gold versteckt sein kann, isso, egal was ihr jetzt denkt. Und hey, wenn du wirklich der Meinung bist, das Leben nicht verdient zu haben oder nicht dein Einverständnis gegeben zu haben, leben zu wollen, ey es gibt ne Tür, die führt in die Geschlossene, da helfen die DIR, die machen das beruflich! Und wenn die Gedanken zu laut werden, 116117 oder statt auf die nächste Apokalypsen-Seite im Internet einfach mal nach nem Seelsorge-Bot suchen oder Hilfe, es gibt Auswege, wenn man sich festgefahren hat in seinem Denken.

Kein Ausweg ist es, sich Pro-Mortalisten anzuschließen, die der Meinung sind, es wäre gut Menschen zu töten, weil man ihr Leid damit beendet, BEENDE ERSTMAL DEIN EIGENES LEID, dann wirst du sehen, dass die meisten gar nicht leiden und selbst wenn sie es tun, es ihr ganz eigenes Leid ist, das ist nicht deine Aufgabe, keiner hat das Recht einen anderen Menschen zu töten, aus welchem Grund auch immer. Auch wenn ich merke, dass im Hinterkopf mein innerer Religiot zu Wort kommen will, das ist vollkommen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder was man sich sonst noch einreden kann, wo man anders wäre. Leben ist Leben (klar auch da kann man wieder abstufen, aber wir reden hier von "eigentlich gesunden Menschen", die einfach nur der Meinung sind, das Leben muss weg)

Ihr werdet hier kein "Bring dich um!", lesen, denn das würde ja allem widersprechen, was für das Leben ist. "Das Leben findet immer einen Weg", es ist also ganz und gar sinnlos zu argumentieren, dass man die Menschheit als ganzes auslöschen will, um den Planeten zu sterilisieren indem man eine Geburtsklinik in die Luft sprengt. Das ist für mich eher ein Beweis dafür, dass wir die Dummheit "rauszüchten" müssen, denn selbst wenn einige dieser Vollpfosten sowas als Anfang feiern, wieviele Mesnchenleben habt ihr damit genommen oder verhindert: 100-150? Wisst ihr wieviele Menschen es weltweit gibt? Ich glaube wir sind mehr! 9 Milliarden roundabout? Das ist ne Zahl mit 9 Nullen, ziehen wir mal 150 ab, ist das immer noch ne Zahl mit Zehn Stellen. Es ist nicht nur sinnlos, verachtenswert und falsch, es ist eben vor Allem noch DUMM. Und genau das ist die ganze Idee, auch wenn ich wie bereits erwähnt, den Gedanken durchaus nachvollziehen kann, dass es dem Planeten ohne UNS besser gehen würde, wer weiß das schon wirklich und wer bist du einer von 9 Milliarden darüber zu entscheiden?

Ich hätte tatsächlich einen Weg in diese Richtung, den ich respektieren würde, mach eine Umfrage, frag jeden Menschen, ob er leben will und wenn du viereinhalb Milliarden Menschen gefragt hast, dann fälle dein Urteil, ich würde behaupten, dann hast du ein erfülltes Leben gehabt und so viel gelernt, wie es in deinem begrenzten Umfeld von Weltschmerzlern nicht möglich ist, du wirst das Leben finden und auch wenn wir es viel zu oft vor Augen geführt bekommen, es ist gut, das Leben im Großen und Ganzen ist gut.

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