"Je älter ich werde um so mehr Helden werden sterben!"
(Chesney Little)
Das klingt fast wie Tylers: "Ist die Zeitkoordinate nur lang genug, sinkt die Überlebensrate für jeden auf null!", und doch ist es deutlich epischer, denn irgendwie trennt es mich in Trauer und Triumph. Einerseits ist es natürlich jedes Mal wieder traurig einen von denen gehen zu sehen, zu denen man aufgeblickt hat, die man verehrte, die besonders für uns waren. Andererseits hat man mir als Kind eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren gegeben und auch wenn ich schon oft den Tanz der Toten getanzt habe, ist es doch so, ich sitze noch hier und überdauere so viele, die ich nie gedacht hätte zu überdauern. Vermutlich ist es normal, die Helden sterben zu sehen, um ihnen nachzufolgen.
Wie praktisch, dass meine Helden vor allem in Film und Musik zu finden sind, so werden sie zu lebenden Toten und konservieren in ihren Filmen, Liedern, Kompositionen und das auch noch, ohne zu altern, oft auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, das ist es, was uns als Künstlern Hoffnung gibt, man wird sich unserer erinnern und wir sind nicht bloß auf die Herzen derer angewiesen, die uns geliebt haben. Das ist vielleicht ein sehr von Selbstliebe getriebener Ansatz, allerdings tröstet es mich weit mehr, als der Gedanke all meine Helden in einem unsicheren Paradies wiederzusehen, auch wenn das sicherlich für den Fall einer Ewigkeit die bessere Alternative ist.
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