3/12/2026

Sind Mobbingopfer Teilschuld?

Eine dieser Rage-Bait Fragen in meiner Welt, denn natürlich ist das Opfer immer das Opfer, wie könnte man denn etwas anderes behaupten? Ich höre schon wieder die Täter-Opfer-Umkehr Schreie und so weiter, A-Bär: Ist denn nicht ein Narzisst auch IMMER Opfer, wenn er nicht gerade Täter ist? Und welche Teilschuld kann ein Opfer schon haben? Sicherlich nicht, jemand der aus keinem erkennbaren Grund gemobbt wird, einfach weil er/sie natürlich auch zur falschen Zeit am falschen Ort auf Menschen trifft, die irgendwas loswerden müssen, Stress abbauen wollen oder sonst was, oft sind Mobber vermutlich auch am Copen und irgendjemanden trifft es dann eben, weil sie nicht lachen, sondern Ableiten.
Was ich mit der Teilschuld meine, ist vor allem etwas, das Menschen zu Opfern werden lässt, für vieles dafür können sie gar nichts, daher ist das Wort Schuld irgendwie falsch. Ich spreche nicht davon, dass sich jemand, jeden Morgen bewusst mit Scheiße einschmiert, um auf der Arbeit dann gemobbt zu werden, weil er einfach stinkt. Das ist dann fast schon folgerichtig auch wenn man argumentieren könnte, dass der Scheißeschmierer vielleicht ein Trauma erlitten hat und deswegen gar nicht anders kann und sich unbewusst einschmiert und damit keine Schuld hat, es sei denn er war zumindest an dem teilschuldig, was sein Trauma ausgelöst hat, ihr checkt schon, Verantwortung, Lebenswege, Karma, Aktion, Reaktion. Theorie!

Kommen wir zur Praxis, ein junge hat eine unheilbare Krankheit, erhält Vergünstigungen im Schulalltag ohne, dass die Mitschüler wissen, warum und zu allem Überfluss ist der Junge auch noch etwas unsozial, weil seine Freizeit daraus besteht, dass er in Krankenhäusern rumhängt und Behandlungen über sich ergehen lässt. In der Schule versucht er aber einfach nur durchzukommen. Trägt dieser Junge eine Teilschuld, weil er nicht offen zu seinen Mitschülern ist und ihnen sagt, was mit ihm los ist, weil er Angst hat dann ausgegrenzt zu werden? Klingt wie Arschkarte oder? Du wirst ausgegrenzt und gemobbt, weil du es nicht sagst und du bildest dir ein, es wäre genauso, wenn du es sagst.  Der Junge entschied sich dazu, es nicht zu sagen und wurde Opfer. Und weil wir Menschen nun einmal so sind, fügen wir uns irgendwann in unsere Rolle und lassen es über uns ergehen, vor allem wenn wir durch unser Leben außerhalb dessen so sehr geschwächt sind, dass ein Aufbäumen, ein Wehren, ein die Rolle verlassen nicht mehr möglich ist. Und die Tätet? Die nutzen das natürlich aus, um sich selbst daran aufzurichten, ihr eigenes Scheitern zu verbergen und die Tatsache, dass sie alle Arschlöcher sind und genauso wenig aus ihrer Rolle herauskönnen macht  es nicht besser, denn würden sie ihre Energie nutzen sich auf die Seite des Mobbers zu stellen, hätten sie dann ja auch dessen Leben mitzutragen. Geteiltes Leid ist halbes Leid fühlt sich an dieser Stelle oft wie ein moralisches BlaBla an und ist verständlicherweise nur den Stärksten schon als Kind möglich, wo man vor allem durchkommen will und sich am liebsten im Schutz der Vielen aufhält oder irgendwie unter dem Radar schwimmt. Ich war immer froh, wenn ich im Sport nicht der allerletzte war der gewählt wurde, weil man mir durch meine Größe zum Beispiel beim Völkerball einen gewissen Vorteil zugestand, klein und schnell wird weniger getroffen, während ich beim Basketball bei einer ungeraden Zahl meist wie ein Euroartikel hin und hergeschoben wurde, nehmt ihr Alex, dann dürft ihr auch anfangen. Aber das war nicht wirklich Mobbing, das war Logik und ich habe das auch verstanden, ich war oft für das Team in das ich kam sportlich eine Verschlechterung, selbst wenn ich faktisch ja der Eine mehr war, meine Fähigkeiten lagen schon immer woanders und das schützte mich vor Mobbing, das und die Tatsache, dass ich schon immer relativ offen mit all meinen gesundheitlichen Einschränkungen umging, nehmen wir mal die schwarze Periode raus. Darum war ich fast nie Opfer von Mobbing und kann nur spekulieren, welche langjährigen Traumata es mit sich zieht und welchen Einfluss es auf die Psycho für den Rest des Lebens nehmen kann.

Aber was wenn das Opfer förmlich danach schreit, weil es sich einer Öffentlichkeit stellt, in welche sie sich aus Selbstüberschätzung und fehlende Reflektion traut, was wenn das Opfer wirklich aktiv eine Mitschuld daran trägt, dass sie gemobbt wird. Wir erleben das im Internet fast täglich, irgendwer scheißt rein und wird dann von der gesamten Bubble einmal durch den Kakao gezogen, im schlimmsten Fall gibt es ein Statement, dass es dann nicht besser macht, weil man noch einmal einen oben drauf setzt und das Volk hat wieder einen Sündenbock, übrigens denke ich, dass diese Vorgehensweise leider sehr menschlich ist und bereits am Pranger im Mittelalter und sicherlich auch schon in den Höhlen unserer Urahnen stattfand, nur eben nicht ganz so anonym vielleicht. 

Wenn ich also mit einer Arroganz auftrete obwohl ich nichts vorzuweisen habe und mich wundere, dass die Anderen mich nicht für so cool halten, wie ich mich selbst und mich mobben, dann geht das eine ganze Weile gut, im schlimmsten Fall dissoziiere ich und spalte Persönlichkeitsanteile ab und lerne mich in Situationen in denen es machbar ist mich über andere zu erheben, selbst wenn es nicht auf irgendwas Geleistetem fußt. Ich werde ein Narzisst - das ärmste unter den Würstchen, die irgendwann mal Opfer waren, es heute aber je nach Situation nur noch spielen, wenn sie eben nicht gerade Täter sein können. Um ein Narzisst zu werden (ich benutze den Begriff nicht wirklich medizinisch, falls das jemand kritisieren möchte), hilft es natürlich schon vor dem eigentlich Opfer werden ein Arschloch gewesen zu sein, um dann aus der Opferrolle die falschen Schlüsse zu ziehen und in eine gegenläufige Aggressions und Rachespirale zu driften.

Was kann ich den Kindern also beibringen, damit sie nicht Opfer und nicht Täter werden müssen, am Ende der Kindheit/Jugend (der härtesten Zeit des Lebens) keinen Knacks zu haben, irgendein Trauma zu konservieren oder Narzisst zu sein? Meiner Meinung nach sollte man seinen Kindern beibringen ehrlich zu sein, mit offenen Karten zu spielen und jedes andere Kind so zu behandeln, jeden Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte und wenn da mal ein Arschlochkind bei ist, dann reicht man ihm die Hand und versucht lieber gemeinsam seine Probleme zu lösen, als dessen Probleme zu verschlimmern, an dieser Stelle würde ich mich gern bei Frau L. entschuldigen, die zu meiner Grundschulzeit dieses eine Arschlochkind gewesen ist, welches auf eine komplett sozialisierte Gruppe von Viertklässlern traf, die es nicht schafften sie zu integrieren.

Am Ende noch etwas vom Klugscheisserlex: Jedes Leben muss man irgendwann  in die Hand nehmen, selbst wenn man der Meinung ist jemand oder etwas wäre einem was schuldig. Kein Gott und kein Kindheitstrauma gibt einem die Entschuldigung nicht in die Schmiede seines Glücks zu gehen. Und diesen Weg kann man jeden Tag beginnen und man kann auch jeden Tag aufhören andere für sein eigenes Scheitern verantwortlich machen und aufhören irgendeinen Vergleich zu ziehen, denn wenn wir uns in den Finger schneiden ist unser Blut immer rot, IMMER!

Wenn Lachen unpassend wirkt

Das Leben ist manchmal so absurd, dass ich entweder lache oder daran zerbreche
Coping ist so eine Sache, viele Menschen haben Mechanismen, die sie in Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, überfordert sind durch Stress, Angst oder Unsicherheit nutzen, um sich selbst zu entlasten und nicht Crash Out zu gehen und damit vielleicht ungerecht zu werden und sich selbst oder andere Menschen zu verletzen. Ich habe mir angewöhnt, bewusst oder unbewusst, zu lachen. Das ist natürlich je nach Situation schwierig und wirkt oft noch missverständlicher als eine Crash Out Reaktion, allerdings ist es für mich zumindest derzeit die angenehmste Variante. Warum ist das überhaupt ein Thema? Nunja, viele Menschen verstehen das nicht, dass man, anstatt sich aufzuregen, Bluthochdruck und das Risiko eines Schlaganfalls einzugehen in Situationen, in denen man sich aufregen sollte, einfach zu lachen anfängt und damit die vermeintliche Ernsthaftigkeit der Sache raus nimmt, um sich selbst zu entlasten. 

Wer mich deswegen als problematisch ansieht, dem mag ich ganz kurz über Sender und Empfänger aufklären, denn klar sende ich natürlich auf der Interpretationsebene ein Gefühl von Nichternstnehmen und Verlachen, allerdings ist das Lachen die Sachebene, es bedeutet tatsächlich eher etwas wie "ich pack das grad nicht, bin überfordert, brauche ein Ventil", besonders unschön ist sowas, wenn es in emotional eher traurig konnotierten Situationen geschieht, der ein oder andere kennt das von Beerdigungen, anstatt zu weinen muss man laut loslachen. Ich hatte das übrigens das erste Mal, an das ich mich erinnern kann am zwölften September 2001, als in unserer Klasse jemand eine wirklich emotionale Rede hielt und ich laut loslachte, weil ich es nicht halten konnte, vermutlich war das der erste Coping-Vorfall in meinem Leben diesbezüglich an den ich mich erinnere, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich so ein Arschlochkind gewesen bin, es wirklich lustig gefunden zu haben. Rausgeflogen bin ich trotzdem, um über mein Verhalten nachzudenken, wodurch ich noch mehr lachen musste, naja scheinbar war ich schon damals mehr Emotion als Logik. Die Menschen, die mit im Raum waren, die mich nicht gut genug kannten waren natürlich entsetzt und im Nachhinein wäre ich wohl auch jemand, der anhand solchen Verhaltens die Augen verdreht, meine Freunde saßen anschließend mit mir auf dem Flur, für die war es kein Problem, entweder weil sie mich so gut kannten, oder weil sie es im Vergleich zu mir wirklich lustig fanden und mich dafür feierten, dass ich an ihrer statt gelacht habe, was dann aber wieder bedeuten würde, dass sie die Arschlochkinder waren, was sie in meinen Augen definitiv nicht waren, sondern loyale Freunde bis heute.

Schwierig ohne Kontext zu verstehen, was jemand sendet und es so zu empfangen wie es gemeint ist. Daher bin ich für viele wahrscheinlich auch ein sehr nerviger Gesprächspartner, wenn ich bei Unklarheiten oder Nichtübereinstimmung von Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Gesagtem, nachfrage, wie etwas wirklich gemeint ist. Zum Beispiel habe ich Sonntags oft einen Käpt'n vor mir sitzen, der guckt, als wolle er jemanden töten, eine Tonfarbe als hätte man ihm seine Förmchen geklaut und eine Körperhaltung wie jemand, der eigentlich auf gar nichts Bock hat und lieber ins Bett will. So jemand sagt einem dann: "Ich würde gerne mitmachen!", was denkt ihr, sagt dieser Mensch die Wahrheit? Und wenn man ihn fragt, weil er ja den Konjunktiv verwendet, der eine Bedingung herausfordert, was dafür erfüllt werden müsste, reagiert er mit Aggression, was würdet ihr sagen, möchte er wirklich mitmachen? Das war nur ein kleiner Ausflug in das Sender und Empfänger Leben of mine, Probleme mit kleinen und großen Kindern in meinem Alltag.

nochmal Entschuldigung an alle, die damals dachten, ich lache tatsächlich über den Tod von über 3000 Menschen und wäre respektlos gewesen aus purer Bosheit heraus.

Wohlstand für Alle 2026

...klingt erstmal wie etwas, das man so unterschreiben möchte, ohne groß nachzudenken. Ein bisschen wie ein Versprechen aus einer besseren Welt. Oft wird das automatisch mit Karl Marx verbunden, obwohl Marx selbst weniger über eher darüber gesprochen hat, wie Besitz und Macht verteilt sind und wer am Ende wirklich davon profitiert. Marxisten sind im Kern Leute, die genau diese Fragen stellen: Wer besitzt was? Wer arbeitet für wen? Und warum fühlt sich das System oft so an, als würde es für viele nicht funktionieren, obwohl es theoretisch könnte?

Wir leben in 2026 in einer Welt in der alles gleichzeitig möglich wäre, sowohl gerecht aufgeteilter Reichtum für alle und dennoch die Befriedigung der gierigen Spitze der Pyramide. Technologisch könnten wir längst in einer Welt leben, in der weniger Arbeit mehr Leben bedeutet aber stattdessen drehen sich viele im Kreis zwischen Druck, Vergleich und Existenzangst. Der Gedanke, dass Wohlstand gerechter verteilt werden könnte, wirkt plötzlich nicht mehr wie Ideologie, sondern wie eine offene Frage. Vielleicht nicht als fertige Lösung, aber als Erinnerung daran, dass das System, in dem wir leben, nicht alternativlos ist und dass irgendwo zwischen Ideal und Realität noch Platz für neue Ideen ist.

Ich bewundere alljene, die wie auch immer sie einen Reichtum erlangt haben, der jegliche Existenzängte und Vergleichsdurck überwunden hat und bei dem selbst eine Halbierung des Reichtums noch als Reichtum gilt, allerdings würde ich mich freuen, wenn dies zu einem moralischen Umdenken führen würde und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum man das nicht abgeben will. Ist es nicht viel toller, wenn man mit Menschen etwas teilt? Und sei es nur gemeinsame Hobbys wie Golfen oder Lambo fahren? Und wenn einer reich wird, warum sollte er den Reichtum nicht teilen und schon wäre man gemeinsam reich. Mich beschäftigt eher die Frage ob es für Reichtum, selbst für gerechten Reichtum überhaupt Armut geben muss? Und dabei könnte man dann auch philosophisch werden und sich fragen, ob Reichtum insgeheim zu moralischer Armut führt und die Armen diesbezüglich die Reichen sind? Oder ob es keinen Einfluss hat, dieser Meinung bin ich, ob man arm oder reich ist, dass es auf den Charakter ankommt, die Persönlichkeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hässliche, Schwule, Behinderte scheiße sein können und ob jemand mehr Geld hat nichts an seiner Persönlichkeit verändert, außer vielleicht eine Stärkung dessen, was man eh schon war. Arschlöcher gibts auf alles Positionen des Spektrums.

Auch wenn das fast schon zu weit führt, würde in meiner Welt auch der Paragraph 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland für eine Gleichverteilung sprechen, denn hier steht, dass jeder vor dem Gesetz gleich zu behandeln ist. Interpretiert man das so wie ich, müsste auch jeder die gleichen Bedingungen haben dem Gesetz gegenüberzutreten, vor allem auch finanziell, denn sonst könnte es im schlimmsten Falle passieren das finanzielle Bessergestelltheit das Gesetz beeinflusst und eine blinde Justitia plötzlich schöne Kleider trägt. Nur so ein Gedanke... 

Vangelia

Kleine Kinder spielen in der bulgarischen Ebene, von weitem zieht ein Gewitter auf, die Kinder laufen heim, nur die kleine Vangelia ist so fasziniert vom Naturschauspiel, dass sie wie gebannt auf die zuckenden Blitze starrt und die Wolken beobachtet, wie sie ineinander fließen. Dabei bemerkt sie gar nicht, dass ihre Füße schon längst nicht mehr auf dem Boden stehen, sondern sie in den Wirbel eines Tornados gezogen wurde, sie wird ohnmächtig.

Kilometer entfernt wird sie aufgefunden als der Sturm vorbei ist, ein merkwürdiger sandiger Film ist über ihren Augen, sie versucht die Augen zu öffnen und schreit vor Schmerzen.

Später wird Vangelia hellsichtig und benutzt ihre innere Sicht anstatt ihrer Augen, denn die funktionieren nicht mehr.

3/11/2026

Das Apfel-Birnen ESC-Problem

Wie funktioniert normalerweise ein sportlicher Wettbewerb?
Völlig egal in welchem noch so absurden Sport gelten zuerst einmal für alle ein paar grundlegende Dinge, zum Beispiel die Sportart ist für alle Kombattanten die Gleiche. Und es gibt klar messbare Ergebnisse, womit gewertet werden kann, wer schlussendlich der Bessere ist, Punktesysteme, Zeitmessungen, etc.

Gleicher Song? Verschieden interpretiert?
Verschiedene Songs? Gleicher Interpret?
Früher hatten wenigstens noch alle das gleiche Orchester
Das könnte man heute sicherlich mit der gleichen KI oder so lösen
Aber im Grunde ist beim ESC nichts vergleichbar, das ist zwar für united in music geil, macht es aber wie es von vielen gesehen wird auch zum Festival und weniger zum echten Wettbewerb, ich meine hey, eine Jury entscheidet, da sind wir in Sportarten wie Tanzen oder Skaten oder Boxen, wobei letzteres nicht mehr ganz so random ist, wenn einer am Boden liegt. Aber im Ernst, vielleicht müsste man für einen Musikwettbewerb ein paar deutliche Änderungen vornehmen.
Verschiedene Gruppen, die quasi gegeneinander antreten, bei 36 Ländern z.B. 9 Gruppen a 4 Länder, von denen die 2 meistgewünschten weiterkommen. Ich stelle mir das so vor, dass man wie gehabt zwei Halbfinalshows hat, einmal 4 einmal 5 Gruppen spielt, das Publikum wählt also insgesamt 18 Lieder ins Finale, dort finden dann Duelle statt, wo nochmal halbiert wird und dann die übriggebliebenen 9 Lieder in das Jury/Zuschauer Voting gehen und einen Song auswählen. Das wäre dann noch nahe am jetzigen System und würde dennoch mehr Spaß versprechen. Gerechtigkeit, naja weiß ich nicht, wäre halt immer noch Äpfel gegen Birnen.

Oder man differenziert vorher nach Musikrichtung, jeder meldet halt je nach Beitrag und man lässt eben 5 verschiedene Musiken gegeneinander antreten, die jeweils einen Genre Sieger ausmachen und dann am Ende quasi den ultimativen Champion ausmachen.
Nur so ein paar irre Ideen!

3/10/2026

ADS-Narzissmus vs. Intelligenz

142, spannende Zahl, beinhaltet sie doch drei Potenzen von Zwei und ist nochmal um zehn größer als bei meiner letzten Messung vor circa zehn Jahren. Dass es sich hierbei um meinen Intelligenzquotienten handelt, ist einerseits ein ganz gutes Indiz dafür, dass mein Psychiater recht hat und ich kein ADS habe, schließt das jedoch nicht aus. Mein Narzissmus bewegt sich im gesunden Bereich und ist wohl Bestandteil des menschlichen Streben nach mehr und unterstützt die These, dass ich nicht unbedingt einer der Toastbrote bin, denen ich mich manchmal doch so sehr überlegen fühle, dass ich sie als dumm bezeichnen würde.

Leider finde ich die Studie nicht wieder, in der ich gelesen habe, dass Angststörungen sowie Depressionen oft eine gewisse Intelligenz voraussetzen, die komplexes Denken erst ermöglicht, wodurch auch viele Probleme und Konsequenzen zu sehen sind, die so hypothetisch sind, dass sie von "Normalintelligenten" gar nicht in Betracht gezogen werden oder sichtbar sind.

Was hat das jetzt mit ADS zu tun? Nun ja, und an dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn irgendwas in diesem Post fachlich falsch ist, irgendjemanden shamed, framed oder sonst wie abfuckt, es sind bloß ein paar Gedanken, die ich gerade habe. Ich würde mich sogar davon distanzieren, dass es sich dabei um meine Meinung handelt, vielmehr ist es ein Ausspeichern und vor mich hin ideeisieren.

Ich glaube, ADS ist eine moderne Ausrede für Überforderung und der Unfähigkeit ins Handeln zu kommen aus Angst davor zu scheitern. Ich verstehe das total, ich habe viele Ängste, vor allem solche, die meine Existenz bedrohen, andererseits ist das Handeln im Sinne der Produktivität kein Problem mehr, weil ich gelernt habe mit meinen Defiziten Möglichkeiten zu finden, mich dennoch zu verwirklichen. Und hier kommt dann vermutlich das Mindset of the Fittest ins Spiel, die Selbstsuggestion einfach Alles zu können, wenn man es lange genug lernt. Mir macht Lernen Spaß, ich habe in den letzten Jahren bei Beobachtungen in der Kita gemerkt, dass ADS anders ist, als das was ich habe. Denn während gerade der auffälligste Junge dort immer wieder wütend wird, sich immer und immer wieder selbst blockiert indem er Abläufe nicht strukturiert sondern vier oder fünf Sachen gleichzeitig machen will, dann logischerweise gleichzeitig bei fast allen davon scheitert und sich darüber aufregt, es ihm aber an Transferleistung fehlt, daraus abzuleiten, einfach eine Reihenfolge einzuhalten oder eine gewisse Struktur zu bringen, habe ich für mich entdeckt, dass ich auch den Impuls zu zig verschiedenen Dingen bekomme, diese dann aber automatisch nach Attraktivität oder Wichtigkeit oder einfach alphabetisch ordne, um sie hintereinader abzuarbeiten. Der Nachteil ist, dass ich trotzdem oft die hinteren Dinge auf einer solchen Liste vernachlässige, weil mein Interesse von etwas Neuem geweckt wird, dass ich noch dazwischen lernen kann und will.

Und Das ist denke ich der entscheidende Punkt, ich habe keine Angst bestehendes Wissen zu überschreiben und Neues zu lernen, was vielleicht sogar Auswirkungen auf grundlegende Meinungen oder Ansichten meines Weltbilds hat und da würde natürlich ein ungesunder Narzissmus kicken, denn der ließe so wie ich das verstehe nicht zu, dass ich unrecht habe, was ja unweigerlich Teil eines Lernprozesses ist. Ich bemühe immer gern das Laufen lernen von Kleinstkindern, weil ich es faszinierend finde, ich sehe das immer wieder gern. Es ist ein Try and Error sondergleichen, ich habe noch nie von einem Kind gehört, dass irgendwann einfach aufsteht und gehen kann. Und so ist es im Grunde bei allem, was Menschen tun, bei allem, was wir zur Perfektion oder eben dem was wir dafür halten oder was für uns am menschenmöglichsten dem nahe kommt, dass wir immer wieder Fehler machen, um daraus lernen zu können.

Wenn ich zum Beispiel etwas Neues lerne, versuche ich zuerst alle mir sichtbaren und erdenklichen Fehler zu machen oder zumindest zu finden oder erwägen, um sie für spätere Wissensweitergabe zu kennen und Menschen, die es von mir lernen davor zu bewahren es falsch zu lernen, indem ich ihnen die Chance gebe die Fehler auch zu machen, aber auch eine Lösung parat zu haben, falls sie daran zu verzweifeln drohen. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, ob es RICHTIG als solches überhaupt gibt, es ist einfach nur das, was sich für mich als passend herausgestellt hat. In diesem Sinne...

Stanleys Top 100 Vol. 33

Es ist wieder einmal soweit, einhundert Empfehlungen frei Haus, meine Rotation des letzten halben Jahres in Chartreihenfolge, Stimmungsabbild und Psychogramm wie immer kostenlos dazu. Lasst mir ein wenig Liebe da und gönnt euch. In diesem Sinne ohne weiteres großes Geblubber:

"Du siehst aus wie'n Textmarker"

Ehrlich gesagt war das vermutlich das Merkwürdigste, das je jemand in diesen Hallen zu mir gesagt hat, was für ein unglaublich toller Mensch. So ehrlich und vor Leben sprudelnd, dass man gleich angesteckt ist. Ich kläre das gleich auf, dann werdet ihr verstehen, warum sie nicht ganz unrecht hatte, das ist eine ihrer Spezialfähigkeiten, sie macht dir gute Laune, lässt dich vergessen, dass du Schmerzen hast. Sie ist wie ein Wasserfall, aus dem unkontrolliert Worte herauspurzeln, während sie wie ein Wirbelwind durch die Gegend rotiert und dabei alles im Griff hat. Tage wie dieser, wo ich mich nach der Dialyse besser fühle als vorher sind der Grund weiterzumachen, der herzliche Service sogar danach gefragt zu werden, Gold. Aber genug der Lobhudelei, Stein des Anstoßes war mein Hardstyle T-Shirt in Neongelb, ich habe dann im Laufe des Nachmittags mal die Künstlerische Intelligenz rangelassen und e voila!

3/07/2026

Der Hamonist

Wisst ihr eigentlich wie ermüdend es ist, wenn man einen nicht endenden wollenden Kampf führt, von dessen Ende man sich mit jedem Schritt den man darauf zugeht wieder genausoweit entfernt wird, weil das persönliche Ziel scheinbar nicht mit jenem der Kombatanten übereinstimmt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass man fast jedes Problem, das Menschen untereinander haben mit genügend Worten beilegen und lösen kann. Menschen können Einklang erreichen und am Ende von jeder noch so weit auseinanderklaffenden Verschiedenheit kann ein Konsens gefunden werden, ein kleinster gemeinsamer Nenner, etwas wobei man vielleicht etwas Zähne knirschen muss, es aber für die Allgemeinheit schluckt und gut. Leider verlernen wir das derzeit als Gesellschaft und als Individuen, nicht nur das wir nicht mehr konsensfähig zu sein scheinen, wir beharren auch noch darauf, dass man sich auf eine meist sehr radikale Meinung einigen muss und wer nicht zu 100% dafür ist, ist dagegen. So funktioniert die Welt vielleicht, wenn man herrscht, wenn man keinerlei Konsequenzen seines Handelns hat, vielleicht wenn man scheissereich ist und selbst dann sollte man doch genug Weitsicht haben, dass Alles Konsequenzen hat, wenn auch nur auf lange Sicht.

Harmonie ist eine Utopie, ist mir bewusst, auch wenn ich ein Träumer bin, bin ich nicht dumm, allerdings kann man nahe herankommen an das, was ich als Gleichklang empfinde, so ne Mischung aus Liebe und Gerechtigkeit, alle sind zufrieden und erreichen ihre Ziele ohne jemand anderem zu schaden. Das ist möglich, dafür muss man bloß etwas weniger Ich leben. Idiome wie: "There is no I in TEAM", oder Ähnliches sind zwar cool als Kalenderspruch aber auch wenn sie etwas völlig anderes meinen stimmt es nicht, denn das was jeden Menschen als erstes ausmacht ist das Ich und vom Ich ins Wir zu kommen fällt vielen Menschen schwer, vor allem wenn das Vertrauen fehlt und uns überall vorgelebt wird, dass keiner für den anderen da ist. Wir sind mehr allein, als wir es wahrscheinlich je in der Menschheitsgeschichte waren, soziale Isolation trotz oder dank social media. Wie oft sitzt man abends allein zuhause und guckt Netflix anstatt mit Freunden wegzugehen, was machen wir überhaupt noch als Gruppen, ja mir fallen viele Sachen ein, aber machen wir die wirklich noch oder könnten wir sie machen? "Müssten" wir sie mal wieder machen? Wie soll Harmonie entstehen, wenn jeder sein eigenes Solo spielt? Das Leben ist ein Teamspiel! Wir werden geboren, sind darauf angewiesen, dass irgendwer uns beibringt wie es geht und uns bei den ersten Schritten so sehr unterstützt, dass wir die second stage erreichen, wo wir dann auf andere Spieler treffen, mit denen wir im besten Fall lernen, wie der Multiplayer-Mode abläuft um dann irgendwann im Single-Player in der Open World klar zu kommen, die wiederrum nur Spaß macht, wenn man sich ne Gruppe und vielleicht einen festen 2-Player Charakter sucht. Und dann? Je nach Ausrichtung erreicht man dann seine Quest-Ziele oder man versagt, aber die Open World Sandbox bleibt bestehen und hinter jeder Quest warten neue NPCs oder Real-Player-Chars. Ich bitte euch, ich bin kein Gamer, aber jeder kann dieses Bild doch verstehen oder? Wenn keiner die Spielumgebung stabil hält und ohne aktive Community, die Verbesserungen und Erweiterungen baut geht alles kaputt...

Ich bespreche gerne Abläufe und Dinge bei denen ich nicht alleine beteiligt bin, damit hinterher alle auf dem selben Stand sind und sich niemand wundert oder ausgegrenzt fühlt oder irgendwas unklar bleibt. Leider gerate ich in letzter Zeit immer wieder in Situationen, in denen dies als pedantisch oder rechthaberisch gewertet wird und Menschen mir sagen, sie fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, was ich einfach nicht verstehen kann. Sie sind es doch, die ich nach Konsens frage um ihnen den Druck zu nehmen, ich richte mich nach ihnen und erwarte doch bloß, dass sie sich an das halten was SIE mir sagen. Stattdessen fühle ich mich oft wie der jenige, der sich rechtfertigen muss, weil er sich an gemachte Abmachungen und Besprochenes hält und verwundert ist, dass es andere nicht tun. Ich bin ja noch nicht einmal sauer oder so etwas, versteh es einfach nicht? Wenn etwas dazwischenkommt oder nicht so läuft wie gedacht bin ich doch der letzte, der das nicht versteht, muss man mir doch nur sagen, ich kann doch nicht jede Variable in den Leben anderer Menschen mitleben oder erfühlen, das habe ich früher mal versucht, das tötet einen langsam. Und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum ich mir in einer solchen Situation die Rolle des "Schuldigen" geben lassen sollte, denn für mich gibt es einerseits gar kein Opfer sondern nur jemanden, der irgendetwas verschweigt und damit seinem Problem nicht die Luft gibt, die es zu seiner Lösung vielleicht bräuchte und andererseits nur etwas, das mit ein paar klärenden Worten wieder geradegerückt werden könnte, stattdessen bekomme ich ganz oft merkwürdige emotionale Schwingungen und Aggression. Das verstehe ich leider nicht!

Parteienzugehörigkeit während MdB abschaffen

Was kostet es denn das Parteibuch abzugeben, wenn man nach Berlin geht?
Alle die gewählt wurden sollten zusammenarbeiten, nicht gleichgeschaltet aber als ein Team, eine Mannschaft und klar manche haben Scheißideen, aber alle zusammen sollten regieren. Mehrheiten will ich gar nicht abschalten, aber die Parteigebundenheit hemmt soviele Ideen, gut oder schlecht, sie hemmt einfach, weil man Wählergunst verliert. Ich weiß noch nicht, wie das funktionieren könnte, aber irgendwie müssen wir den Politikern den Druck nehmen, dass sie das Richtige für unser Land tun und nicht für ihre Parteibücher oder gar sich selbst, denn zumindest in meinem Verständnis heißt Mitglied des Bundestages zu sein etwas völlig anderes als Kommunalpolitiker oder Privatperson und wenn ich Teil der Regierung bin, dann habe ich in diesem elitären Haufen der MdBs auch noch eine Verantwortung zu tragen für die Belange aller Anderen in diesem Land, das ich nun mitregiere. Und das sollte in dieser Zeit meine einzige Aufgabe sein, nicht die daran zu denken, wie ich das möglichst lange bin oder welchen persönlichen Nutzen ich danach daraus ziehen könnte. Regieren heißt im Hier und Jetzt das Beste für Alle im Regierungsbezirk zu tun und sich im Sinne seiner Bürger zu einigen und diesbezüglich macht es dann wieder keinen Unterschied ob ich Berlin Kreuzberg oder die Bundesrepublik regiere, ich trage die Verantwortung und mache und sitze mir nicht ne Legislaturperiode den Arsch breit und laufe vor Fernsehkameras her und rede Scheiße nur um das gleiche dann wieder von vorne zu machen, wenn wieder Wahl ist, weil ich mich persönlich bereichern will oder irgendeine persönliche Agenda habe. Mit dem Schritt in die Politik zu gehen verlasse ich diese Ebene und bin treuer Diener jener, die mich wählen, denn darum wählen sie mich ja, das ist der Sinn dahinter, ich vertrete deren Interessen, nicht mehr meine, wenn die sich decken super, aber das ist nicht erforderlich, denn darum heißt der Scheiß ja auch Staatsdiener, so wahr mir Gott helfe von mir aus, aber im Sinne der Bundesrepublik und seines Volkes. Was ist daran so schwer? Wenn ich merke, dass ich das nicht kann, dann trete ich zurück und lasse es Leute machen, die das können, jeder kann etwas, was andere nicht können und vielleicht sollte man zukünftig Menschen, die am besten Geld zählen können Eier lecken lassen und nicht unbedingt auf eines der höchsten Ämter in der weltweiten Politik aufstellen. Oder generell Bäcker backen lassen und einen Schmied schmieden, vielleicht ist das ja auch ein systemisches Problem, dass viel zu viele Menschen Dinge machen müssen, die gar nicht ihrem Naturell entsprechen, A-Bär das ist eine andere Geschichte, in diesem Sinne...