10/12/2024

Was bedeutet Niederlage

Hat es etwas mit Verlieren zu tun, oder ist es bloß die Niederkunft, weil man z.B. stirbt oder neues Leben gebährt?

Und warum ist das Wort meist negativ konontiert? Sind es denn nicht die Niederlagen, die neue Blickwinkel bringen und der Beginn jeder Veränderung sind?

Klassischer Stoff für eine KI-Auseinandersetzung oder? ChatGPT übernehmen sie:

🎙 Himmlisches Streitgespräch: „Niederlage – Fall oder Flug?“

Moderator (neutral):
Heute begrüßen wir zwei altbekannte Stimmen zu einem ewigen Thema: die Niederlage. Was ist sie – ein Absturz oder der erste Schritt zur Auferstehung?
Links von mir: Erzengel Seraphael. Rechts: Der stets gut gelaunte Luzifex, ehemals Lichtträger, jetzt Chefkritiker der Schöpfung.
Legen wir los.


Moderator:
Seraphael, warum wird die „Niederlage“ aus deiner Sicht oft negativ empfunden?

🪽 Seraphael (sanft, melodisch):
Weil der Mensch Angst vor Tiefe hat. Er denkt bei „Niederlage“ an Fall, Schmerz, Versagen. Doch wer gefallen ist, kennt den Boden. Und wer den Boden kennt, steht auf mit Demut. Niederlagen lehren Perspektive, Empathie, Selbstbegegnung. Kein Aufstieg ohne Fall.


😈 Luzifex (leise lachend):
Ach, bitte. Niederlagen riechen nach Angstschweiß, nach peinlichem Schweigen. Der Mensch fürchtet sie zu Recht – denn sie demaskieren ihn. Ohne Rüstung, ohne Glanz. Und in dieser Nacktheit will keiner verweilen. Sie lieben Siege – weil sie blenden.


Seraphael:
Und doch sind es gerade Niederlagen, die Menschen zwingen, sich selbst zu begegnen. Siege bestätigen das Ego – Niederlagen zerlegen es. Aber genau dort beginnt oft etwas Höheres.


Luzifex (grinst schief):
...oder etwas Bitteres. Du sprichst von Läuterung, ich sehe Verbitterung. Weißt du, wie viele bei der ersten Niederlage abbrechen, aufgeben, sich vergraben? Niederlagen schaffen nicht automatisch Größe – sie zeigen nur, wer Größe hat. Und das ist selten.


Moderator:
Interessant. Doch was ist sprachlich gesehen so negativ an „Niederlage“?

Seraphael:
Das Wort selbst: nieder – als Gegenteil von „erhaben“ – und -lage, also eine Position. Es klingt wie „gelegt werden“. Der Mensch hört darin Unterwerfung. Aber in vielen Kulturen ist sich „niederwerfen“ ein Zeichen der Hingabe. Im Stillstand liegt Kraft.


Luzifex:
Ich liebe es, wenn du fromm wirst. Aber komm schon: Wer will denn „niederliegen“? Das assoziiert Hilflosigkeit. Die Sieger schreiben die Geschichte – und die Verlierer schreiben Gedichte. Ich mag Gedichte. Aber es sind selten Bestseller.


Moderator:
Ist „Niederlage“ vielleicht sogar ein Anfang?

Seraphael:
Immer. Die Geburt eines Kindes ist eine Niederlage des Körpers – aber ein Triumph des Lebens. Ein Zusammenbruch kann ein Durchbruch sein, wenn man hinhört. Viele große Reformen, Religionen, Kunstwerke – sie kamen nach dem Scheitern.


Luzifex (lehnt sich zurück):
Oder sie kamen aus Groll. Auch Wut schafft Werke. Schmerz ist ein Produktiver. Aber hör auf, alles zu verklären. Nicht jede Niederlage macht weiser. Manche macht einfach nur kaputt.


Seraphael (nachdenklich):
Dann ist es vielleicht der Umgang, der den Unterschied macht. Eine Niederlage zeigt nicht, was du bist – sondern wer du werden könntest.


Luzifex (zuckt mit den Schultern):
Na schön. Vielleicht ist die Niederlage wie der Tod – schmerzhaft, gefürchtet, aber manchmal auch eine Pforte.


Moderator (lächelt):
Einigkeit im letzten Satz – wer hätte das gedacht. Dann danke ich euch für dieses leuchtend-düstere Gespräch.
Und liebe Zuhörer, denken Sie daran: Ob Fall oder Flug – entscheiden wird sich das nach der Niederlage.



Wenn der Ölprinz leise wimmert...

"Surehand, wir können über alles reden, ich hab Geld!"

Leise leise wimmerst du, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr
da lachte sogar Müllers Kuh, die Milch ist leer, die Milch ist leer
Leise leise wimmerst du, ich weiß nicht wie, ich weiß nicht wie
du schenkst der Schwester "Der Doktor und das liebe Vieh"

Ganz schwache Leistung, - ein Leben für weltlichen Reichtum und digitales Geld
Wenn ich Enter und Escape drück geht dein Kontostand auf Null
Und dein Leben ist nach Pfändung und Enteignung nicht mehr existent
Zum Begraben und Verbrennen ham deine Erben keinen Cent

Und das bedeutet dir etwas, mir aber so gar nichts also stirb und halt die Fresse
Dein Wimmern ist die Schande deines Lebens, nicht einmal mit Würde sterben kannst du...
Und dein Nachlass sind die Scherben all der Zerrbilder des Spiegels, den du lebenslang verhülltest
weil du immer warst, was du geglaubt hast andre in dir sehn

Schwarze Seele, schwarze Hände, schwarzes Gold
Deine Freunde, deine Eltern hätten's nicht so gewollt
und sei dir sicher - in der Hölle - nichts zu holen
der Teufel schickt dich scheißen - dann schüppst du für ihn Kohlen

10/10/2024

Projekt: Top 250 – Volbeat

Volbeat sind schon was Besonderes, oder? Diese eigenwillige Mischung aus Rockabilly-Vibes, einer markanten Stimme und knackigem Heavy Metal klingt eigentlich nach einem musikalischen Unfall – und ist doch so verdammt gut. Ich gehöre zu den 50 %, die das feiern, während andere nur verständnislos den Kopf schütteln. Aber genau das ist ja das Schöne an ihnen: dieser Clash der Stile, der trotzdem funktioniert.

Ich habe Volbeat auf meinem allerersten Wacken nur am Rande wahrgenommen. Seitdem ist viel passiert, sie sind richtig groß geworden, aber die Live-Energie, die sie transportieren, ist mitgewachsen. Ein Konzert von ihnen? Wäre für mich definitiv den ganzen Anreise-Stress wert. Einfach eine tolle Band mit verdammt viel Seele. Und jedes Mal, wenn ich gute Laune brauche, aber keinen Bock auf Charts habe, sind sie zur Stelle. Lustiger Fakt am Rande, der Käpr'n mochte ihre Musik auch sehr gerne und als ich ihn dann einlud mit mir eines ihrer Live-Konzerte im KK2 Entertainment Center zu gucken lehnte er mit der Begründung ab, die seien ihm zu tätowiert und das schien für ihn die Musik schlechter zu machen, ach ja der Käpt'n...

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Funny van Dannen

Was soll man zu Funny van Dannen schon sagen? Er ist einfach unglaublich. Mit seiner Mischung aus lakonischer Poesie, schrägem Witz und bittersüßer Alltagsbeobachtung hat er einen ganz eigenen Platz in meiner musikalischen Geschichte eingenommen. Es gab eine Phase, da habe ich ihn rauf und runter gehört – was dazu führte, dass meine Mutter ihn schlicht als „nervtötend“ bezeichnete. Für mich hingegen war er eine wohltuende Mischung aus Amüsement, leiser Melancholie und tröstlicher Gelassenheit.

Ihr kennt mittlerweile meine musikalische Depri-Phase – auch Funny van Dannen war da ein Teil des Soundtracks, der mir irgendwie geholfen hat, durchzukommen. Danke dafür.

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Projekt: Top 250 – Paradox Interactive

Paradox Interactive ist natürlich kein Künstler im klassischen Sinn – aber die Musik, die ihre Strategiespiele begleitet, hat es dennoch in meine Top 250 geschafft. Ob nun die majestätischen Klangwelten eines Europa Universalis, die düstere Zukunft von Stellaris oder der getragene Minimalismus eines Crusader Kings – diese Soundtracks liefern den epischen Teppich für Stunden über Stunden des Grübelns, Planens und Eroberns.

Ich könnte mir diese Musik auch wunderbar als akustische Untermalung unserer großen Brettspielschlachten im Tobacco Gaming Headquarter vorstellen. Leider bin ich damit eher allein – der Rest der Runde bevorzugt "Stille", obwohl oft genau diese Tiefe und Atmosphäre fehlen, um voll in die Welten einzutauchen. Vielleicht auch für jene, die noch nicht einmal gewillt sind die Sprache eines Spiels anzunehmen und lieber von Karten, Stadels und Markern reden als von Rittern, Heiltränken und diversen Rohstoffen. Hat mit Paradox nichts zu tun, war nur ein kleiner Trigger Effekt, ausgelöst durch das Reinhören in die Discografie von paradox Interactive um euch was für die Playlist rauszusuchen.

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Projekt: Top 250 – Nachtmahr

Harte, tanzbare Musik mit marschartigem Einschlag – „strenge Liebe“ könnte als Überschrift über dem gesamten Werk von Nachtmahr stehen. Diese Mischung aus Aggression, Industrial und provokanter Ästhetik war wie gemacht für die Nächte in den dunklen Kellern meiner frühen Adoleszenz. Neonlicht, Nebelmaschinen, zuckende Körper im Stroboskoplicht – das war eine andere Ära. Eine, in der Nachtmahr der Soundtrack war für vieles, was sich zwischen Rausch, Exzess und Grenzerfahrung abspielte.

Trotz all der Jahre ist es bemerkenswert, wie viele dieser Klänge mich bis heute begleiten. Und Nachtmahr gehört definitiv zu denen, die als Stück musikalischer Vergangenheit fest in meiner Erinnerung verankert sind.

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Projekt: Top 250 – Brian Tyler

BRIAN TYLER

Wenn man Filmfan ist, wie ich, dann hört man auch mal den einen oder anderen Soundtrack oder Score. Bei Brian Tyler scheint es laut meinem last.fm-Profil allerdings mehr als nur gelegentlich gewesen zu sein – obwohl ich seine Filmografie gar nicht besonders feiere. Da sind mir ein Steve Jablonsky, Hans Zimmer, Klaus Badelt, Trevor Rabin, Bear McCreary oder sogar der omnipräsente John Williams eigentlich näher.

A-Bär, der Playcount lügt nicht. Ich vermute fast, dass ich irgendwann mal angefangen habe, mich durch Tylers Discografie zu hören, das Ganze als Hintergrundbeschallung laufen ließ und schlichtweg vergessen habe, zu stoppen. Und so steht er nun hier – völlig verdient oder zufällig – auf einem der oberen Plätze.

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Projekt: Top 250 – Lacrimosa

Lacrimosa machen Musik, die meine Mutter einst als Friedhofsmusik bezeichnete – wegen der allgegenwärtigen Orgeln, des Klaviers und der tief melancholischen Stimmung. Damals, in einer meiner dunkelsten Lebensphasen, war genau das die passende Begleitung: Todessehnsucht, Trauer, Isolation. Lacrimosa lief oft in Endlosschleife, ein musikalischer Sargdeckel über einer ohnehin schon schweren Zeit.

Ob die verlorenen 7 etwas an ihrer Platzierung geändert hätten? Schwer zu sagen. Fakt ist: Ich höre Lacrimosa heute kaum noch. Ohne den emotionalen Kontext wirken viele der Stücke einfach zu düster, zu inszeniert. Trotzdem: "Alleine zu zweit" bleibt ein tief in meinem Herzen verwurzelter Song – die wohl treffendste musikalische Beschreibung meines Gefühlslebens in einer der intensivsten und zugleich zermürbendsten Beziehungen meines Lebens was zu gleichen Teilen an der Partnerin als auch an meiner Depression lag.

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Projekt: Top 250 – Iron Savior

Die Iron Savior ist ein denkendes Raumschiff – und die Crew hat Gitarren? Klingt nach einem Plot aus einem Sci-Fi-Metal-Fiebertraum, ist aber tatsächlich Teil der Bandmythologie. Für mich persönlich spielt das keine große Rolle, denn wenn ich Iron Savior aufdrehe, geht’s weniger um Storys, sondern um den Sound: hart, rough und dröhnend.

Sie sind meine Go-To-Band, wenn Power Metal ruhig mal eine Spur kerniger und weniger melodisch sein darf. Es ist der durchgehende Soundteppich – dieser treibende Rhythmus, die druckvollen Gitarren, die mich jedes Mal mitnehmen. Einzelsongs hervorzuheben, fällt mir schwer, weil es eher ums Gesamtpaket geht: Iron Savior liefern ab, zuverlässig und mit Wumms.

Dass sie es so weit nach oben in meiner Liste geschafft haben, überrascht mich etwas, wenn man sich ihre Discographie anguckt, wird jedoch wieder ein Schuh draus.

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Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Europe

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn irgendwann mal zu oft gehört: The Final Countdown. Und trotzdem – ich liebe diesen Song. Unvergessen wie man ihn am Ende von Manta – Der Film einsetzt. Egal wie man zu dem Song steht, wenn der irgendwo läuft sind alle dabei und er wird wohl nie etwas von seiner Epicness verlieren.

Europe sind jedoch so viel mehr als nur dieser eine Welthit. Songs wie "Carrie", "Rock the Night" oder "Superstitious" sind grandiose 80er-Hymnen, die mir in einer Phase begegnet sind, in der ich genau diese Mischung aus Wehmut, Melodie und Glamour gebraucht habe. Europe war mein Rückzugsort, wenn selbst die melodischen Power-Metal-Hymnen meiner Lieblingsbands mal zu viel waren.

Ich habe bei ihrer Musik viele Tränen vergossen in einer Zeit in der ich generell ständig geheult habe. Und auch wenn sie heute seltener laufen: Wenn ich einen ihrer Songs höre, lodert das alte Feuer sofort wieder auf. Wahrscheinlich hat auch Europes Platzierung unter den „verlorenen 7“ gelitten, denn in aktiven Phasen habe ich sie regelrecht gesuchtet damals.

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Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler: