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Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:
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Den U2-Coversong „Beautiful Day“ finde ich überragend, ich glaube damit bin ich nach damals wieder auf ihn gestoßen und hab die Discografie noch einmal durchgehört.
Axel Rudi Pell steht für klassischen Metal-Pathos, für Gitarrensoli aus dem Bilderbuch und für ein Stück musikalisches Zuhause, auch wenn man sich nie ganz in seinen vier Wänden eingerichtet hat. Kein Dauerbrenner, aber einer, den ich immer wieder gern mal auflege.
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Megaherz – das war für mich lange Zeit eine Band, bei der ich nie genau wusste: War das jetzt die mit „Miststück“ oder doch Eisbrecher? Spoiler: War beides. Die Schnittmengen zwischen beiden Bands sind nicht nur musikalisch, sondern auch personell da – was die Verwechslungsgefahr in meiner Jugend nicht gerade kleiner machte. Damals war das wohl auch gar nicht so wichtig. Hauptsache es ballerte.
Und Megaherz ballerten. Dicke Riffs, harte Beats, düstere Stimme – genau das, was ich wollte, wenn ich mich mit zu viel zu vielen Gedanken durchs Leben schleppte. Rückblickend betrachtet war bei Megaherz oft vieles ein bisschen zu plakativ, zu einfach, zu offensichtlich. Am Ende war Megaherz für mich nie die Band des einen Songs, sondern eher so ein Soundteppich, den man auflegte, wenn man mal wieder durch seine Abgründe tanzen wollte.
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K.I.Z. kam in mein Leben, als bei mir gefühlt gar nichts mehr gerade lief – Rapid Cycling, manische Exzesse, völlige Orientierungslosigkeit. Eine Zeit, in der Provokation mehr Lebensmotto als Stilmittel war. Und dann plötzlich: Diese vier Typen aus Berlin, die mit so viel Satire, Wortwitz und brachialer Ironie um sich schmissen, dass einem gar nichts anderes übrig blieb, als die Lautstärke hochzudrehen.
In meiner damaligen Bubble – einer Mischung aus Goths, Emos, Metallern und anderen gesellschaftlichen Grenzgängern – kannte jeder die Texte. Und wenn du nach einem durchgeschwitzten Hobbyfußballnachmittag mit zehn Leuten auf einer Hausparty stehst und im Chor „Ich bin nur auf der Party, um deine Mutter zu ficken“, gröhlst – in einem erzkonservativen Haushalt – dann ist das nicht nur Grenzüberschreitung, sondern Kunst. Nicht das Mutterficken, klar. Sondern der verklausulierte, herrlich zugespitzte Hass auf alles, was war und ist. Und das Gefühl, endlich etwas zu haben, das lauter ist als der eigene Kopf.
"Hahnenkampf" war ultra legendär und alles bis "Hurra diese Welt geht unter" rotierte bei mir heftig muss ich gestehen und ganz weit oben steht „Spasst“ – nicht nur wegen des kranken Refrains, sondern auch, weil’s der perfekte Eskalationssoundtrack ist. Ich hab auf dem Wacken mit einer Gruppe Mädels zu „Spasst“ getanzt und geschrien, als gäbe es kein Morgen – und das ist vermutlich noch viel geiler als jedes reguläre Konzert. Feindbild und mich verbinden auch noch das "Haus in Neuruppin", danke mein Freund, werde ich nie vergessen...
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Vermutlich irgendwo im Fahrwasser meiner Joachim Witt ähnlicher Künstler Suche bin ich auf Leichtmatrose gestoßen und ich habe ein paar Songs direkt in meine Playlists aufgenommen und witzigerweise gibt es dann auch noch die Kollabos mit eben genanntem Witt, was die Musik dann noch einmal aufwertet. Irgendwo im dunkelromantischen Elektro-Dickicht findet Leichtmatrose für mich auch heute noch den richtigen Ton und lässt mich gerne an diese Zeiten zurückblicken und irgendwie kriege ich große Lust auf eine der Vanille Zigaretten vom Mondschein. Mega-Underrated leider.
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Zweimal habe ich’s probiert – die komplette Discografie durch, auf der Suche nach dem berühmten Aha-Moment. Der blieb aus. Der Zugang zu dieser Art von Thrash Metal war mir immer irgendwie versperrt, obwohl ich die Leidenschaft, die da transportiert wird, natürlich anerkenne. Nur eben nicht fühle.
Lieblingslieder? Keine. Lieblingsalbum? Auch keins. Dafür eine schöne Erinnerung an meinen alten Geranienfreund, der Megadeth lebte, wo ich nur konsumierte. Vielleicht ist es ja am Ende genau das, was zählt: Die Musik, die bleibt, weil sie Teil eines Lebensabschnitts war – auch wenn sie selbst nicht hängen geblieben ist.
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Jedes Schulkind weiß auch heute noch, in einer immer unaufgeklärteren Welt, so es denn eine einigermaßen gute Kinderstube hatte, dass Lügen scheiße ist! Und doch behaupten Forscher und Psychologen, dass jeder Mensch lügt und das sogar bis zu 200-mal am Tag.
Es gibt zwei Dinge in meinem Leben, die mir unfassbare Angst und Abscheu verursachen und den Hass aufdrehen können, wenn ich auch sonst echt ein umgängliches Kerlchen bin. Das eine sind Nadeln und die damit verbundenen Schmerzen. Aber die ertrage ich durch jahrelanges Abhärten immer besser, da ich ihr notwendiges Übel in meinem Leben anerkenne. Unehrlichkeit dagegen ist für mich inakzeptabel und da rede ich von, "Es ist kein Eis mehr da", obwohl noch was da ist, bis hin zu "Ich habe dich nie angelogen", von Menschen, die sich irgendwie eine Ausrede hinbiegen, dass sie nur nicht die ganze Wahrheit gesagt hätten, als sie z.B. fremdgegangen sind, weil man ja irgendwie durchaus behaupten könnte, mit dem Sekretär zu schnaxeln sei gleichbedeutend mit "Ich war noch mit den Kollegen weg!"...
PFUI PFUI PFUI...
Ich finde in diesem Sinne eben auch die Aussage, dass wir 200-mal am Tag lügen fragwürdig, der Meister der Lügen ist ein intriganter Bursche, der als das Urböse wahrgenommen wird, dabei ist er anfangs nur jemand, der keine Antworten auf seine Fragen bekommt und dann ein fehlgeleitetes Unrechtsbewusstsein entwickelt und beginnt hinterrücks zu agieren.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich, der ich früher wohl mal in einem sehr toxischen Umfeld gelernt habe, dass man vieles deutlich leichter erreicht, wenn man die Wahrheit dehnt oder lügt und betrügt, um an sein Ziel zu gelangen, der Richtige bin Lügen zu verurteilen, allerdings halte ich mich für "geläutert" oder zumindest "achtsam" und vermeide in den meisten Lebenslagen den einfachen Weg, die Notlüge oder halt Auslassung und Verschweigen von Wahrheiten. Es macht mich zu einem sehr schwierigen Gesprächspartner, wenn man nicht in der Lage ist mit ungefilterter Wahrheit klarzukommen, denn die ist oft verletzend und wirkt gemein, kostete mich schon viele soziale Kontakte und ist sicher auch nichts, dass mich reich und erfolgreich gemacht hat. Es lässt mich abends ins Bett gehen, nach oben zu blicken und hoffen, dass ich mir nichts weiter hab zu Schulden kommen lassen.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass Menschen sobald man sie mit Wahrheit konfrontiert oder unbequemen Aussagen, sie diese lieber gar nicht hören wollen, als sich dem zu stellen, was im Endeffekt ja bloß eine Spiegelung ihres Versäumnisses darstellt, von Anfang an ehrlich mit mir gewesen zu sein. Niemand wird gern ertappt, dem kann man entgehen, indem man einfach nichts geheim hält. Ja, jeder hat eine Privatsphäre, jeder gibt nur von sich preis, was er mag, doch wenn jemand, der einstmals Alles mit einem geteilt hat, jeden Gedanken und es keine Grenzen des Vertrauens gab plötzlich ohne erkennbaren Grund sein Verhalten ändert, dann ist das für sensible Menschen ein Zeichen und sie wittern Betrug. In 99% aller Fälle, die ich bisher erlebt habe, hat sich immer, wenn auch manchmal erst nach Jahren, herausgestellt, dass oft ganze Kartenhäuser aus Lügen dahintersteckten, und das fühlt sich für mich immer an, als würde eine alte Wunde wieder aufgehen, oder hätte sich über die Jahre unbemerkt entzündet und schmerzt dann noch einmal wie Hölle. Früher war es eher eine Genugtuung, "siehste, hatte ich doch Recht, dass das eine von der Sorte war!", heute erschüttert es mich, denn ich wähle mittlerweile so unglaublich vorsichtig aus, wem ich vertraue, da ist der Dolchstoß von hinten immer mal wieder wie ein durchtrenntes Rückgrat, zumindest wenn ich nicht stabil bin. Ich kann nicht sagen, man gewöhnt sich an die Falschheit der Menschen, ich will das gar nicht, viel mehr will ich ihnen Liebe schenken, damit sie keine Lügen mehr brauchen. Wir sind alle Geschöpfe der Liebe und die Lüge ist die Verführung, dieser Liebe nicht getreu zu sein. Mit jeder Lüge verlieren wir ein Stück unseres Glanzes, ein Stück des Menschseins, ein Stück unserer in uns verschränkten Kraft unseres Schöpfers, nennt es Sternenstaub, wenn ihr es weniger sakral wollt.
Achtet mal drauf, wenn ihr euch unter Menschen begebt, wie viele mit gesenktem Kopf, leeren Augen oder einer Art von Unsichtbarkeit in ihren Mobilgeräten versinken und wie wenige aufrecht mit einem Strahlen umhergehen. Ganz selten nur wird ein Lächeln auch erwidert, weil es den Hauch von Unehrlichkeit versprüht, ist es doch eines der leichtesten Mittel, einfach ein wenig Liebe zu geben, ohne etwas zu verlangen, keine Bedingung, nur Schöpferkraft. In diesem Sinne, lächeln wir die nächsten 3 Personen, die wir heute noch treffen einfach mal ganz ohne Hintergedanken an und zeigen ihnen, dass wir die Glut noch haben, die Liebe noch scheint, verschenken wir etwas und unser eigenes Geschenk wird uns dankbar machen, dass wir es geben konnten.
Die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts waren denen dieses Jahrhunderts nicht unähnlich und ich habe wirklich Angst, dass wir gerade in die Ekstase geraten und das Rad komplett überdrehen, während wir schlechte Stimmung haben und die Zukunft uns mittlerweile echt egal geworden ist.
Yay! Wieder ein Meilenstein, 1000 Posts, die mehr als 88 Sekunden Lesezeit benötigen. Was für ein Blödsinn denkt ihr? Dem fällt nix mehr ein und dann kommt er mit sowas Bescheuertem. Ja und Nein, also bescheuert auf jeden Fall, doch bevor wir zum Ursprung des irren "Wall Of Text"-Tags kommen noch kurz die Erklärung, dass ich zu den 1000 Mauern schon seit längerem was machen möchte, denn ich sehe das so, für jeden dieser Posts ist irgendwo eine Mauer des Schweigens umgefallen oder eingerissen worden, zumindest bilde ich mir das ein und will daran glauben und darum ist jede Einzelne es wert geschrieben worden zu sein. Und die meisten Dinge im Leben sind nun auch nicht mit einfachen Lösungen oder Zweisatu-Antworten oder Erklärungen im TikTok Stil zu beantworten und ich geh lieber ein bisschen tiefer rein, als mir am Ende anzuhören, ich sei missverständlich (passiert ja trotzdem).
Die Idee der Wall of Text wurde mir von einer jungen Frau vor ein paar Jahren angetragen, die meinte, 5 ausformulierte Sätze in Whatts-App wären ihr zu lang, worauf ich nach einem Angebot zum Telefonieren, um gewisse Dinge auszudiskutieren oder überhaupt zu diskutieren, ohne mich einer radikalen Meinung gegenüber zu sehen, die aus Angst und Doktrin bestand, eine knapp 10-minütige Freestyle Sprachnachricht abschickte. Naja, seitdem benutze ich den Tag mehr scherzhaft für alles, was über die Aufmerksamkeitsspanne von ein paar Augenblings hinausgeht und vielleicht auch eine interessierte Beschäftigung mit dem Text voraussetzt. Generell Interesse, denn das hat mich damals schon sehr gekränkt, da es sich sehr nach Desinteresse anfühlte sich mal kritisch zu reflektieren. Na ja, ich hätte auch noch eine Kategorie Blauwolf einfügen können, das wäre dann alles ab ner halben Stunde Lesezeit, denn da dauern die Telefonate meist 3 oder 4 Stunden. Ich lieb euch!