9/10/2025

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 2)

Die Entstehungsgeschichte des Christentums mit seinen unzählbaren Unterkategorien ist mannigfaltig und wie im ersten Part berichtet von ebenso unzähligen Einflüssen und Zielen geprägt.

Warum beansprucht jede Gruppe, dann recht zu haben, liegt ihnen doch allen das gleiche Konzept zu Grunde?

Und hier kommen wir zu dem, was ich an Religionen nicht verstehen kann und vielleicht auch gar nicht will, denn für mich deckt es sich nicht mit der Grundidee. Religion hat fast immer absolutistische Wahrheitsansprüche. Wenn man glaubt, die Wahrheit komme von Gott, dann glauben viele automatisch:„Wir haben die richtige Auslegung – die anderen liegen falsch.“ Doch wenn die Wahrheit von Gott kommt, dann ist die richtige Auslegung doch nicht das, was irgendein Kirchenoberhaupt sagt oder jemand, der das Buch interpretiert, sondern, das, was Gott sagt und das muss doch schlussendlich jeder Gläubige für sich selbst leben, wahrnehmen und erforschen, oder?

Es wäre falsch, dies als alleinige Problematik des Christentums zu sehen, es ist ein  kultureller Mechanismus, der auch in Islam, Judentum, Hinduismus und sogar in politischen Ideologien existiert.

Wir unterscheiden hierbei in: Wahrheitsmonopol („Nur unsere Gemeinde/Kirche versteht die Bibel richtig.“), Heilsversprechen („Nur bei uns bekommst du Rettung/Erleuchtung/Vergebung.“) und Gruppenzugehörigkeit („Wir sind die, die’s richtig machen.“). Und als Bonus gibt es obendrauf ja noch den deterministischen Ansatz: "Gott hat einen Plan", "alles geschieht aus göttlicher Prägung" und "Gott entscheidet letztlich über Leben, Tod und Schicksal" und deswegen ist die jeweilige Gruppe die richtige, weil Gott es so gewollt hat. Der Widerstreit mit freiem Willen, den Gott auch gegeben hat will ich hier gar nicht erst thematisieren. Viele christliche Gruppen übernehmen das, weil es Komfort bietet: • Das Leben ist kein Zufall • Leid hat einen Sinn • Alles läuft auf etwas zu • Gott „führt“ alles
Und schon diese Punkte zeigen, wie Worte von Menschen es schwieriger machen mit Gott zu sein, spannend, oder?

Es gibt nicht DAS CHRISTENTUM?! (Part 1)

Als ich mich letztens mal wieder mit dem Christentum auseinandersetzte, als es in einer Diskussion darum ging, ob man nur dann Christ sein kann, wenn man römisch-katholisch ist...?

Obwohl es sich um eine größtenteils deterministische monotheistische Religion handelt, gehen ihre kulturellen Richtungen so weit auseinander, dass es beispielsweise in Brasilien eine Ausprägung gibt, die sich Candomblé nennt und eine Mischung aus christlichen Glaubenseinflüssen und traditionellen afrikanischen Riten ist. 

Sind sie dann keine Christen mehr? Vermutlich sehen sie sich selbst nicht als solche an, das wäre der einzige Grund für mich als Christ sie nicht als solche zu sehen, sicher nicht, weil sie an Naturgeister glauben und viel trommeln. Aber hier kann ich noch verstehen, dass Traditionalisten sich abgrenzen. Schwieriger wird es zwischen Johannitern und Lukasevangelisten oder allem, was sich im Freikirchenbereich tummelt. Dort hat man oft das Gefühl, dass ein Anspruch auf einzig und alleinige Richtigkeit der Auslegung des Glaubens gehegt wird, und das prangere ich an.

Was haben alle gemein: Die Bibel; sollte man meinen, was ist die Bibel denn im weltlichen Sinne? Ein Text aus der Antike, mehrdeutig, von vielen Autoren (Menschen) und so wird sie auch gelesen, mit verschiedenen Schwerpunkten, die dann quasi zu verschiedenen Auslegungen des Christentums führt

• Gnade • Moral • Mystik • Dogmen • Endzeit • Mission • Tradition

Und neben der Auslegung der Texte sind es dann auch die Vermischung von Kirche und Staat, die über die Jahrhunderte mit ihren Einflüssen verschiedenste Ausprägungen des Christentums geschaffen haben. Religion ist und war schon immer auch ein Machtprojekt. Kirchen haben sich historisch abgespalten, weil es um: • Autorität • Politik • Eigentum • Königreiche • oder gesellschaftliche Kontrolle ging.

Alle diese Strömungen haben für sich Schwerpunkte gesetzt und für sich beansprucht, das "wahre Christentum" zu sein. Gott hat in den meisten dieser bislang genannten Überlegungen keine Rolle gespielt oder der Glaube, ist das nicht faszinierend?

9/07/2025

Bibel noch das gleiche Buch?

Natürlich nicht. Wie könnte es?

Ist die Botschaft noch die gleiche?

Christen glauben daran.

Wurden sie alle betrogen? Sind sie Gläubige einer von Kirchen pervertierten und zu menschlichen Interessen veränderten Kopie einer originalen Botschaft?

Sprache ist mächtig, Schrift einst die Möglichkeit von Mächtigen über die Untertanen zu herrschen.

Das Wort ist das stärkste Schwert all jener, die es zu führen wissen.

Die Behauptung es habe nur Anpassungen der Sprache gegeben kann man nicht glauben, wenn man an kirchliche Konzile zur Festlegung eines Kanons denkt.

Müsste nicht Gott entscheiden, was in sein Buch gehört, und wer kann sagen, was Gott sagte außer der Gläubige selbst. Wieso enthält man dem Gläubigen Wissen vor, weil man der Meinung ist, es könnte den Gläubigen verwirren, wenn man Henoch streicht oder das Judasevangelium und warum ist es in anderen Richtungen des Christentums vorhanden. Wieso stimmen Judentum und Islam sowie ostasiatische Schriften in Vielem mit der Bibel überein, glauben aber nicht den gleichen Gott zu haben.

Warum denken wir in Trennung und nicht im Glauben an den einen Gott der trinitär ist? Sollten wir wirklich so arrogant sein uns als etwas Besseres zu sehen als jenen, der das alles erschaffen hat?

Das wird ein guter Tag

Gyros morgens um 6, das ist Feeling 20 again und trotzdem wissen, dass man einen harten katerigen Sonntag vor sich hat. Früher hat das Leben viel lockerer darauf reagiert, wenn man sich mal etwas zu viel gegönnt hat, umso bemerkenswerter, wie gerade ältere Leute auf Feiern eskalieren, oder wissen die schon wieder eine Stufe weiter, dass es nichts Schlimmeres mehr gibt und der Tod bloß eine Erlösung ist? Irgendwie möchte ich so noch nicht an die Sache herangehen. Ich habe noch zu viel vor. Und diese Woche war insgesamt auch eine gute Woche, da gehe ich doch mit positiver Einstellung nachher zur Kita. In diesem Sinne...

9/04/2025

Mut - Zitate

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel aufgeräumt und dabei sind mir diverse Schriftstücke in die Hände gefallen, unter anderem eine Sammlung mit Zitaten zum Thema "Mut" und ich denke, ich habe die damals wohl gebraucht und vielleicht kann ich dem ein oder anderen da draußen auch ein wenig Motivation mitgeben, wenn ich ein paar daraus weitergebe, von viel weiseren Menschen, als ich einer bin zum Thema:

"Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist Mut."
(Theodor Fontane)

"Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber."
(Nelson Mandela)

"Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen."
(Franz Kafka)

"Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegebleiben ist beides."
(Konrad Adenauer)

"Ein Pfund Mut ist mehr wert als eine Tonne Glück."
(James Abram Garfield)

Wie ist das mit euch, seid ihr mutig? Ich persönlich arbeite jeden neuen Tag daran, den Mut aufzubringen, gänzlich und vor aller Augen stets ich selbst zu sein. Wer das mal versucht hat, wird wissen, welche Aufgabe das ist. Kennt ihr gute Zitate zum Thema, die Kommentare sind offen.

9/03/2025

What the Yargle?

Yargle ist ein Froschgeist, der in Urborg auf der Welt Dominaria haust und in der Mending-Ära existiert. Yargle ist gigantisch – etwa 15 Meter (50 Fuß) hoch –, mit einem riesigen Maul, leeren Augenhöhlen, teuflischen Klauen und mehreren skurrilen Beinen. 

Der Ursprung seiner Existenz ist ebenso grotesk wie faszinierend: Belzenloks überambitionierter Leutnant Yar-Kul wurde in einen Madenwurm verwandelt. Dieser wurde von einem Frosch gefressen – und der Frosch wuchs so enorm, dass ein gefräßiger Geist aus ihm hervorbrach: Yargle. 

Er fungierte als erste Verteidigung gegen die Angreifer, als die Skyship Weatherlight die Cabal-Starkfeste angriff, wurde aber schließlich von Muldrotha in den Sumpf zurückgezogen. 

Warum Yargle Tag?

Yargle wurde zur Meme-Figur. Magic - The Gathering Spieler feiern jährlich den „Yargle Day“ am 9. September (9/3) – ein Tribut an seine ikonische 9/3-Statistik.

9/01/2025

KK2 Entertainment T&Fs 2025 - August

Wahnsinn, schon September, wie schnell das dies Jahr geht finde ich beängstigend. Ein durchschnittlicher Filmmonat liegt hinter mir, der eigentlich gar nicht so durchschnittlich war. Ich habe gegen Anfang und gegen Ende recht viel gesehen, dazwischen war ich relativ busy und das werdet ihr auch bald sehen. Heute aber erstmal der Grund, warum ihr hier seid, entweder guckt ihr direkt in meinem Filmtagebuch des Monats August auf letterboxd selbst nach, wo ihr 26 Filme geloggt seht von denen 24 Neusichtigungen waren oder ihr gönnt euch die folgenden Tops und Flops, wie immer mit den Flop 5 startend, wobei Flop 5 natülich der bessere der schlechten ist und dann die Top 5, wo der ungute von den guten platziert ist, ihr kennt das Spiel. Wie immer verlinkt zu den Kurzreviews, wo ihr genau wie hier gerne kommentieren und liken dürft. In diesem Sinne


Flop 5

1 - Bob Marley: One love

2 - Claw

3 - The best man

4 - Tschitti Tschitti Bäng Bäng

5 -Fast Charlie


Top 5

5 - Im Rausch der Sterne

4 - The Fall Guy

3 - Die drei Amigos

2 - The Pickup

1 - The Holdovers


Was habt ihr so geguckt, Empfehlungen, Warnungen, die Kommentare stehen immer offen.

8/29/2025

Wir leben in der besten aller Zeiten!?

Im Grunde sollte das jede Generation von sich sagen können, oder? Vielleicht nicht gerade die Kriegsgenerationen, oder jene, die noch am Feuer saßen, aber ich wette selbst die hatten Dinge, die besser waren, als vorher und es sich anfühlte, als ob man technisch, moralisch, gesellschaftlich, was weiß ich weiter war als vorher.

Ich bin dem technischen Fortschritt ja nahezu verfallen, weil mir Dinge möglich werden, die Generationen vor mir nicht einmal träumen konnten. Ich kann meine Träume einfach verwirklichen und der Welt die Essenz dessen geben, was ich bin, vielleicht den Plan des großen Mannes verwirklichen, den er für mich oder die Welt hat. Und wenn nur eine gute Sache für die Zukunft durch irgendwas entsteht, das ich tue, dann habe ich meinen Teil geleistet und war wert, gelebt zu haben. Und wenn es dazu KI-Musik braucht, so what, wer bin ich zu judgen und wer seid ihr, das im Gesamtbild von Allem zu bewerten, vergesst nie, dass wir alle nur Sternenstaub sind in the end. Ja wollte es unbedingt auch mal in die TLE-Playlist aufnehmen, in die ihr dringend mal reinhören solltet.

8/28/2025

Von der eigenen Kreativität berauscht

Ich glaube, das ist Hybris. Dieses Gefühl, wenn man denkt, dass man aus irgendeinem Grund so viel besser ist als andere oder zumindest, als man selbst sein sollte. Ich bin ein vierzig Jahre alter Jugendlicher, der weiß, dass er stirbt. Er weiß es, es ist keine Ahnung, kein wilder Gedanke, nein es ist eine Gewissheit. Natürlich kann ich nicht sagen, wann, allerdings fängt der Körper an mir mehr Signale zu senden, als ich brauche. Ich bin auf dem absteigenden Ast. Wer weiß, wie viele Jahre (ich schreibe Jahre und denke Monate) ich noch habe und ob ich in der Lage bin, meine Ängste zu besiegten, um sie so zu nutzen, dass ich einen sauberen Abschluss bekomme, oder meine Seele rein in eine Ewigkeit mitnehmen kann, ohne unerledigte Dinge zurückzulassen. Und dann kommt ein Tag wie heute, voller Kreativität, voller Highness und dem Gefühl, die Welt beherrschen zu müssen, weil man dazu berufen ist und man sich selbst feiert, weil man die Idee hatte, die Lücke seines Tellers mit Küchencrepes zu stopfen, damit die beiden Hot Dogs nicht umfallen. Ernsthaft, es ist halb 6 im August und finsterer als im tiefsten Winter, draußen geht die Welt unter und ich habe die Zeit meines Lebens. Wie unfair ist das alles? Weiß ich auch nicht. Fallen und Wiederaufstehen, das Leben ist das, was man draus macht. Und mit Gottes Hilfe habe ich auch genug Zeit, weil er entscheidet, wann genug ist, nicht ich, oder?

In diesem Sinne... habt eine schöne Restwoche!

Wissenschaftliche Wasser mit Elektrolyten versetzt

Manchmal seh ich spät nachts noch YouTube und die Spots sind teilweise bemerkenswert merkwürdig und ich bin mir dann nicht sicher, ob ich das wirklich gesehen habe, oder ob ich es mir eingebildet habe, daher kommt hier immer mal wieder was rein, was sich weird anfühlen muss. Aber Freunde, wenn in einer Gatorade Werbung gesagt wird, dass Gatorade ein Getränk mit Elektrolyten und Flüssigkeit ist, dann pack ich mir an den Kopp. Impliziert das Wort Getränk nicht, dass Flüssigkeit wichtiger Bestandteil sein sollte? Und warum nennen sie es nicht Wasser? Ich meine, ich finde "Flüssigkeit" in dieser Kombination schon fast bedrohlich, ist halt nur meine Meinung.

keine bezahlte Werbung, bloß ein Link zum Spot!

Ich bin nicht sicher, ob mein Gehirn aus diesem Spot das gemacht hat, was ich euch gerade geschildert habe, weil es hier fast logisch klingt (wobei natürlich die Wissenschaft dahinter auch fraglich ist, Wasser und Elektrolyte sind jetzt keine Raketenwissenschaft).