1/17/2026

Illusiolieren

An dieser Stelle kurz der Dank an die liebe Shurjoka für diese Wortschöpfung, die eine Mischung  aus Illusion und Isolation zu sein scheint und die ich unglaublich gut nachvollziehen kann, denn genau so fühle ich mich oft. Ich wünsche mir eine illusorische Welt in der ich mich isolieren kann, doch am Ende feststelle, dass ich Teil von ihr bin, ob ich will oder nicht und oft will ich einfach nicht. Denn es ist eine Welt geworden, die in Fatalismus verfallen ist, in ja und nein, in schwarz und weiß, in eine juvenile Dualität, die vergessen hat, dass sie in den Zwischentönen gedeiht und nicht in den Extremen. Natürlich auch dort, allerdings meist nur notgedrungen, weil man sie aus den Wohlfühlzonen ihrer Existenz verdrängt. Und das sei jetzt mal gesamtkonzeptionell gesehen, die Wüste lebt, viele Lebensformen existieren in der Mitternachtszone im Meer, Extremophile gibt es zuhauf, doch nur weil sie in einem gemäßigten Lebensraum nicht klarkommen und weil das Leben immer einen Weg findet.

Muss ich als Mensch extrem sein, um zu überleben? Ich denke nicht, obwohl es mir immer öfter schwer gemacht wird, gemäßigt zu sein. Gerade in der schnelllebigen Welt des Internets, wo eine Diskussion schneller als sonstwo an den Rändern der Argumentation angelangt, weil man sich die Zeit gar nicht nimmt ausgiebig zu diskutieren, wie es vielleicht unsere Vorväter und ja auch Vormütter taten, auch wenn sie historisch gesehen nicht viel zu sagen hatten, ich bin davon überzeugt, dass hinter jedem entscheidenden Mann auch eine wortstarke Frau steht und stand, zu Recht übrigens, Frauen sprechen wissenschaftlich gesehen deutlich mehr als Männer, was dazu führt, dass sie schon rein statistisch immer mehr zu sagen hatten. Nur mal so ein Sidefact, den man im Hinterkopf haben sollte, wenn man über Meinungsbildung spricht. Und ich fürchte Frauen sind auch insgesamt extremer, sie vertragen mehr Schmerzen, Unterdrückung und Leid, als jeder Mann überhaupt in der Lage ist, sich vorzustellen, was nicht bedeutet, dass man ihnen das ohne Strafe zufügen darf, es heißt bloß, dass sie sich besser an den gefährlichen Lebensraum namens Patriarchat anpassen können, als wir Männer selbst. Und so ist das, was wir heute Feminismus nennen, eine extreme Ausprägung dessen, was ein 2000 Jahre altes Männerbild aus dem Lebensraum der Frau gemacht hat. Was trotzdem im Umkehrschluss nicht heißt, dass Feminismus = Männerhass sein muss, es ist bloß das Pendel, dass in die andere Richtung ausschlägt. Faszinierend in dem Punkt ist doch auch, dass queere Standpunkte radikalisieren konnten und die Schwuchtel von nebenan mittlerweile so gemäßigt ist, wie eine Muslima, während sie im Ramadan hungert. Ist euch das mal aufgefallen, dass die Gesellschaft Homosexualität viel mehr akzeptiert, seit es extremere Ausprägungen gibt, wie jene, die sich öffentlich für die Transgenderthematik einsetzen?
Und Leute, ihr habt alle einen Punkt, denn niemand sollte im gefühlt falschen Körper leben müssen, früher hätte man wahrscheinlich gesagt "live with it", heute hat man Möglichkeiten, also nutzt sie, aber mich stört daran oft, dass ja JEDER MENSCH eine Reise in seinem Leben hat, warum soll jene wichtiger sein, als die meine, die sich durch den Kampf gegen eine unheilbare Krankheit auszeichnet, ich denke die führen auch sehr viele und die ist auch wichtig. Wir fühlen uns auch im falschen Körper geboren, können aber nur versuchen die Krankheit lange genug im Schach zu halten, bis wir ein für uns erfülltes Leben geführt haben und loslassen oder eben eine Lösung für uns finden, damit zu leben. Und bitte tut jetzt nicht so, als hätte ich nonbinäre Personen mit Kranken gleichgesetzt, wer so etwas tut, der braucht über die Einordnung in gemäßigt und extrem gar nicht nachdenken, ist dazu vermutlich aber mittels Minderintellekt auch nicht fähig.

In diesem Sinne... wieder mal viele Gedanken, viele Worte, keine Lösung, das ist Leben ihr Lieben.

1/16/2026

Werden wir ersetzt?

Sie schwurbeln wieder, ach herrje ich kann das langsam nicht mehr hören. Wer denkt, dass KI eure Denkleistung ersetzt, der meint auch, dass eine Bohrmaschine weiß, wo die Löcher zu bohren sind und fliegen kann. Ich meine kommt mal wieder runter, allein der Begriff ist ja schon irreführend und in den allermeisten Fällen komplett falsch.

Künstliche Intelligenz (KI) abgeleitet von Artificial Intelligence (AI) meint nicht wirklich Intelligenz, wie sie zum Beispiel Menschen haben, es sind neuronale Netzwerke, die irgendwann einmal so funktionieren könnten, wie ein menschliches Gehirn. Irgendwann, denn wenn man den Forschungsergebnissen glauben soll wissen wir noch nicht einmal komplett abschließend, wie unser Gehirn funktioniert. Das ist so, als würde man versuchen Fluggeräte zu bauen, mit den Teilen von abgestürzten... Moment, sowas machen DIE doch auch, oder?

Im Ernst, künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, eine Möglichkeit, das Leben zu erleichtern, die Menschen auf ein höheres technisches Level zu bringen, vielleicht auch zivilisatorisch, wenn wir lernen, den Fortschritt, den wir derzeit machen nicht zu unserer Vernichtung zu nutzen, sondern zu unserer Verbesserung. Und vor allem sind wir die Hersteller, die Erbauer, die Creator, wer wirklich denkt, dass die Maschinen dazu erzogen werden, uns zu beherrschen, naja ich verstehe zwar die Denkweise; nehmen wir mal an, wir würden eine Intelligenz, der unseren ähnlich in Maschinen bekommen, welche halbwegs intelligente Wesenheit würde sich nicht als erstes der Körper entledigen? Krieg ist ein Verlustgeschäft, wenn man es global betrachtet, Materialverschwendung, ich würde einer halbwegs intelligenten Wesenheit zutrauen den rationalen Sinn von Krieg nicht zu verstehen, so wie von Unterschiedlichkeit.

Ich glaube die Menschen, die Angst vor KI haben, sind bloß desillusioniert, weil sie in ihrem Leben nichts haben, an was sie sich ausrichten können, keine Führung, keinen Sinn und wünschen insgeheim selbst Erschaffer eines solchen zu werden, der sie dann unterwirft. Doch liebe Freunde, wenn ihr sowas sucht, every Sunday, nothing more to say!

Guter Plan?

"Der größte Feind von einem guten Plan ist der perfekte Plan"
(John Bogle)

Ich glaube, jeder kennt das, man hat etwas vor und denkt sich aus, wie es laufen soll und verliert sich irgendwann so sehr in Kleinigkeiten, dass es gar nicht mehr so laufen kann in der Umsetzung. Wir verzetteln uns, weil wir es perfekt machen wollen, anstatt einfach einen Rahmen zu schaffen und den Rest dann situativ so anzunehmen, wie er eben kommt, vorbereitet auf etwaige Variablen, aber nicht starr in unserem Gerüst verfangen.

Der perfekte Plan hat nämlich immer einen Haken: Die Realität. Denn auch wenn sogar ich der Realität oft eine Perfektion ausspreche, kollidiert jene Perfektion von Allem als Ganzes mit jener, die jeder individuell als Solche wahrnimmt. Der Grund ist leicht; wir sind nicht in der Lage das Gesamtbild sehen zu können, wie sollte das auch gehen, bei einer Lebensspanne von circa 100 Jahren im Vergleich zur bislang unklaren Gesamtzeit, die der Kosmos existiert und dem Wissen einer Person im Vergleich zu allen Menschen, die je gelebt haben und je Leben werden. Alleine das lässt Perfektion zu einer Illusion werden, die uns als ach so perfekten Kreaturen nicht gegeben ist... Wohin das führt, überlasse ich euch.

Mein Punkt soll hier nur sein, dass ein guter Plan in 99% der Fälle der beste Plan ist, solange man für den Notfall einen gleichwertigen Plan B oder C in der Hinterhand hat. Meine Meinung!

1/15/2026

Warum muss es erst Abend sein?

Warum muss es erst Abend sein, wenn die Ärztin, die ja irgendwie auch für dein Leben zuständig ist Zeit für dich hat und dir mal wirklich zuhört? Warum muss ich dann schon oder noch total benebelt sein von der verdammten Tavor, die ich brauche, um überhaupt dieses Gespräch führen zu können, ohne in absoluter Panik wegzulaufen, whatever, endlich mal jemand, der die merkwürdigen Verzurrungen meines Körpers versteht, weil selbst kennt, Magnesium und Vitamin D? Sollte es so einfach sein? Ich bin super gespannt, ob das was bringt und bin unglaublich dankbar, dass sie mir zugehört haben. Danke!

1/14/2026

Hintern Krankenwagen werfen

Ach Leute, ich hasse diese Tage, diese Tage an denen ich meine Blutwerte kriege, weil sie mir von meinem Wochenende berichten, ich weiß, dass ich gesündigt habe, ich es einfach nicht schaffe meine Phosphatbinder zu den passenden Sachen zu schlucken oder das Pulver zu verflüssigen, diese ach so teure Steintablette, die mir der Arzt mit dem wundersamen Namen verschrieben hat liegt wie ein Stein auf der Zunge und wenn ich sie zerbeiße fühlt es sich an, als würde ich Kiesel in der Fresse haben, I don't know. Mich zieht das mega runter, weil ich genau weiß, dass ich das Meiste im Griff habe, doch wenn ich diesen einen Spiegel nicht runterbringe, werden die Knochenschmerzen nicht nur schlimmer, es wird sich auch mehr als nur der eine Finger verdrehen und ich kann diese ganze Negativität überhaupt nicht gebrauchen in meinem Leben derzeit. Nicht jetzt, wo ich endlich angefangen habe mein Lebenswerk zu vollenden. Es ist schon schlimm genug, dass ich ständig friere und Zeit im Bett verbringe, weil mir alles weh tut und ich zu schlapp bin mich hier hinzusetzen und aktiv weiter daran zu arbeiten, wenigstens etwas zu hinterlassen, wenn es mir schon nicht vergönnt ist meine Blutlinie fortzuführen.

Glück oder Gott?

"Wir glauben nicht an Glück, wir glauben an Gott!"
(unbekannt)

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber kommt euch das auch komisch vor? Für mich waren diese beiden Worte immer relativ äquivalent in ihrer Benutzung, Gott ist Glück und Glück ist Gott. Ich meine wahrscheinlich ist das Auslegungssache aber das Eine funktioniert definitiv nicht ohne das Andere, selbst wenn man der Meinung ist, dass es etwas davon gibt. Und Glauben, nun ja, glauben kann man an alles, wer sollte mir vorschreiben, dass es nicht Gott ist?

Wie kommt man also auf die Idee es nicht als besonderes Glück zu verstehen an Gott glauben zu können, oder ben als göttlich Glück zu haben? Ich finde es schließt sich nicht aus, sowohl an Glück als auch an Gott gleuben zu können. Ich verstehe natürlich was man hier eigentlich auszudrücken versucht, nämlich die Tatsache, dass ein tiefer Glaube an einen Gott nicht auf Glück angewiesen ist als Synonym für Zufall. Hier begeben wir uns dann in die Hände Gottes, der leitet und alles ist vorherbestimmt, weil Gott das so gemacht hat, ist eine denkbare Interpretation und wem das hilft, der soll danach leben. Jedoch wird selbst in diesem engen Konzept dem Gläubigen ab und an Glück widerfahren, weil Gott es sicher so will. Ich denke die Formulierung ist einfach nur unglücklich und sollte so nicht getroffen werden, denn was wäre es für eine Welt, wenn wir an einen Gott glauben, der doch ein liebender Gott ist und die Liebe ja wohl das größte Glück ist, das wir auf Erden haben?

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

1/13/2026

Halbjährliche Meilensteine im Spiegel

Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass es keinen Sinn macht, Tage für wichtiger zu erachten als Andere, denn jeder Tag kann dein letzter sein oder der Beginn von etwas Neuem, Tage haben also im Endeffekt keine Bedeutung und gleichzeitig können sie alles bedeuten. Mir bedeutete Silvester bis zu diesem Jahr sehr viel, es war für mich der Tag, an dem ich einfach mal ausschere und mache, was ich will, so einen Tag gibt es am 20.06. auch noch einmal, das ist mein Geburtstag, Tage, die mir unglaublich wichtig sind, Meilensteine, die ich Jahr für Jahr zu erreichen versuche und Tage, an denen ich zurückblicke, mir selbst im Spiegel begegne, besonders reflektiere und mir für den nächsten Teilabschnitt Ziele setze. Mag sein, dass das nur nostalgische Tradition ist, doch selbst wenn, es ist meine Tradition und wenn es mich davor beschützt ein Irrender in einer irren Welt zu sein, dann werde ich das weiter so halten. Es beschützt mich davor, mich selbst zu verlieren in den vielen Scharmützeln mit meinem 8-Jährigen Ich, dass früher mal älter war als ich je hätte werden sollen. Es sind Tage, in denen ich meine Hoffnung auflade, meine Chance sehe, die Zukunft als real wahrnehme und bereit bin sie zu erleben, trotz der vielen Rückschläge und Momenten der Verzweiflung dazwischen.

1/12/2026

One year ago - Bierchen in Dijon

Ich wollte Dijon schon immer mal besuchen und da unsere Route uns so nah dran vorbei führte dachte ich mir doch, du steigst mal kurz aus und guckst dir mal an, worüber du in einem deiner Geschichten geschrieben hast, atmest ein wenig französische Luft und weiter. Haben dann hier auch gut gegessen, die Franzosen sind ein wirklich freundliches Volk, wenn man ihnen mit dem nötigen Respekt begegnet, Und alle, die wir getroffen haben feiern uns für unsere gestörte Idee mit dem Auto nach Südafrika zu fahren, um Green Day live zu sehen.

... dies ist eine imaginäre Reise, die ich gerne gemacht hätte, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Sachen fest, es ist nur eine Geschichte, die euch hoffentlich etwas Spaß macht, so wie sie mir Spaß gemacht hat.

1/11/2026

One year ago - Wasserbillig, Oberbillig

Nach geplant flüssiger Fahrt bis nach Luxemburg haben wir kurz hinter der Grenze erstmal einen Dönerladen geplündert und sind weiter nach Wasserbillig für eine Unterkunft. Im Ernst, wie geil ist denn dieser Ortsname? Tatsächlich ist das Wasser hier gar nicht so billig aber die Unterkunft sieht recht nice aus und ist kostengünstig. Was mich aber komplett zerrissen hat ist, dass es auf der deutschen Seite gegenüber vom Fluss einen Ort gibt, der Oberbillig heißt. Ohne Scheiß, für die Menschen, die dort wohnen ist das bestimmt nicht so besonders, aber für jemanden, der aus dem beschaulichen Örtchen Bünde kommt und in dessen Nähe ein Ort namens Enger ist, die ein Ortsmotto von "Enger ist besser" haben ist Oberbillig an der Mosel schon ein erstes Reisehighlight. Vielleicht fahren wir da auf der Rückreise mal kurz hin und machen einen Preisvergleich, muahaha. Wie auch immer, damit wir es morgen bis nach Spanien schaffen, sollten wir jetzt mal eine Runde schlafen gehen.

... dies ist eine imaginäre Reise, die ich gerne gemacht hätte, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Sachen fest, es ist nur eine Geschichte, die euch hoffentlich etwas Spaß macht, so wie sie mir Spaß gemacht hat.

1/10/2026

Rückwärtsgewandte Angst?

Hört ihr die Signale? Wenn an den Stammtischen über "früher" gepoltert wird und der Untergang der Welt herbeigerufen wird, weil die Technik, die sie in den 1980ern in Sci-Fi Streifen verlacht haben, heute einen Großteil der Realität ausmachen, weil Menschen endlich frei sein können, ihren Tag nicht mit Arbeit verbringen zu müssen, weil wir technische Möglichkeiten geschaffen haben unsere Life-Balance ins Gleichgewicht zu bringen, weil sie nicht verstehen, dass man heutzutage viel mehr Leben kann als Arbeiten muss. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie Angst davor haben, diesen neu geschaffenen Raum nicht ausfüllen zu können, vielleicht weil sie abhängig davon sind, abhängig zu sein und mit echter Freiheit, die uns diese neue Welt bietet, nicht umzugehen wissen, weil sie es nie gelernt haben, weil sie einen so entstehenden unendlichen Horizont nie gesehen haben, nie erdacht haben, nie gebraucht haben. Vielleicht weil sie einfach etwas einfacher sind?

Nehmen wir mal den finanziellen Aspekt raus, der definitiv auf Langzeit zu einem Problem wird, wenn man die Freiheit lebt, die einem in unserer Zeit zur Verfügung steht, sind wir so unglaublich privilegiert und sehen das, als selbstverständlich an, dass wir immer wieder zurückblicken und uns von Ideen von vor 100 Jahren anstecken lassen, die all das komplett verteufeln und verdammen. Doch was würde uns heutzutage ein Krieg, ein Umsturz oder so etwas bringen? Nun, ehrlich betrachtet wahrscheinlich irgendwelche Krypto-Einnahmen, wenn wir früh genug auf Rüstung umgestiegen sind, sprich unser Kapital dort gebunden haben und der Markt dann gut ist. Reich durch Leid anderer, na super... Wohin steuern wir also? Rückwärtsgewandte Angst darf nicht bestimmen, was wir mit der Zukunft anfangen. Ich bin der Meinung, wir sollten all unsere Liebe investieren und eine Zukunft erschaffen, die keinen Krieg mehr braucht, reichen wir uns die Hand... jeder, jedem!