Du gehst zu deinem Arzt und er sagt dir, du kannst dich bei nem Experten ja inne Sprechstunde setzen, während er irgendwas von Schlangenbiss faselt. Ich stelle es mir grad vor: "Mein Nephrologe hat gesagt, der Schlangenbiss..." - Kurze Pause, dann der Hautarzt: "Pickel aufgekratzt, verschreib ich ne Wundsalbe, ne?" Und die gibt's dann auf Kasse? Aber Vitamin D, was überlebenswichtig ist muss ich mir selbst kaufen? Ich verstehe das Gesundheitssystem einfach auch nicht mehr.
11/28/2024
Projekt: Top 250 – Weezer
Weezer, das war für mich mehr als nur Musik – das war die Rettung vor dem trostlosen Zwang namens Schulsport. Irgendwann in der Schule, als ich mit 16 noch der festen Überzeugung war, dass Laufen völliger Schwachsinn ist, beschallte plötzlich „In the Garage“ die Turnhalle. Irgendjemand hatte eine CD mitgebracht, und wir durften quasi zu unserer Musik unsere Runden laufen. Hätte man mir das doch mal früher gesagt, ich lief los, und hatte Spaß. Musik kann alles verändern – und Weezer waren plötzlich der Soundtrack dieser kleinen Offenbarung. Aber noch viel mehr.
Wenige Tage später kaufte ich mir das Blue Album – und der Weg war geebnet. Ich blieb irgendwie immer dran. Die Band wurde zu einem dieser musikalischen Fixpunkte, die einen durch Jugend, Unsicherheiten und erste Kellerpartys begleiten. Wenn ich Weezer höre, bin ich wieder auf Freibierfeten, schüchtern, aber mit Schmetterlingen im Bauch, beim ersten Tanzen mit einem Mädchen, oder einfach auf dem Rückweg von der Schule, Discman in der Tasche, die Welt war groß und ungewiss – aber der Soundtrack war gut.
Nicht unbedingt Musik zum Feiern, sondern zum Erinnern. Weezer holt mir diese Teenagerjahre zurück, mit all ihrem Chaos, Charme und dem Gefühl, dass alles möglich ist und ich möchte an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, all die Menschen zu grüßen, die mit mir diese zweite 10. Klasse durchlebt haben, ja auch den Typ, der meinte mir wegen eines missverstandenen Gedichts aufs Maul zu hauen. Aus deiner Sicht kann ich es 25 Jahre später fast nachvollziehen, auch wenn man jemanden nicht nachts einfach mal eine zimmert. Spannend, dass auch diese Erinnerung an Weezer geknüpft ist.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:
Projekt: Top 250 – Illuminate
Illuminate waren für mich nie einfach nur Musik. Sie waren ein Zufluchtsort. Ein schwarzer Samtumhang für die Seele. Ein melancholischer Spiegel meiner dunkelsten Gedanken – und gleichzeitig eine Kerze, die in dieser Dunkelheit leuchtete.
In einer Zeit, in der mein Herz schwer war und vieles im Leben keinen Sinn ergeben wollte, war es der Sound von Illuminate, der mich auffing. Diese bittersüßen Melodien, die wehmütige, fast todessehnsüchtige Atmosphäre – und dennoch immer ein Hauch Hoffnung, irgendwo zwischen den Zeilen. Ein poetischer Schmerz, der so schön ist, dass man ihn freiwillig immer wieder spüren will.
Ich erinnere mich an Nächte mit Kopfhörern, an Fenster, hinter denen der Regen stand, an Zeilen, die mehr mit mir sprachen als jeder Mensch. Und ja – es war der Soundtrack meiner Tränen. Aber es war auch Heilung. Schönheit im Schmerz. Und ein bisschen Trost im Wissen, dass man nicht allein ist mit dieser Dunkelheit.
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Projekt: Top 250 – dArtagnan
"Rügenwalder Teewurst Ritter – kitschig weich gespülter Muschi Rock mit Hair Extensions im David-Garrett-Lookalike." So steht’s in der Shoutbox auf Last.fm – und ja, ich musste lachen. Weil es stimmt. Irgendwie. Zumindest ein bisschen. Und trotzdem – oder gerade deshalb – mag ich sie. Denn mal ehrlich: Auch ein "harter Kerl" wie ich braucht manchmal einfach genau sowas.
dArtagnan liefern diesen weichgespülten Mittelalterpop mit Ohrwurmgarantie, irgendwo zwischen The BossHoss auf LARP-Festival und Unheilig mit Mandoline. Aber: Sie machen das konsequent, charmant und auf eine Weise, die man ihnen irgendwie nicht übel nehmen kann. Ich erinnere mich, wie sie mir mit der Zeit immer sympathischer wurden – vor allem, weil sie nicht versuchen, härter zu sein als sie sind. Und das ist eine Qualität, die man schätzen sollte.
Ich mag auch die Entwicklung, die sie gemeinsam mit Genre-Verwandten wie Santiano durchlaufen haben – von "Landgang" und Volkstümlichkeit hin zu echter, gut produzierter Folk-Rock-Kapelle mit Live-Qualitäten. Muss ja nicht immer alles brennen. Manchmal darf’s auch einfach nur angenehm glühen.
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Projekt: Top 250 – Feuerschwanz
Feuerschwanz – was habe ich sie am Anfang belächelt. Diese frivole Spielmannstruppe, die mit zotigem Humor, zweideutigen Wortspielen und einem Bandnamen daherkam, der für mein Empfinden eher peinlich als charmant war. Ich erinnere mich, dass ich da anfangs echt einen Bogen drum gemacht habe.
Dann kam Phase zwei: Noch immer ging es um Met, Miezen und Mittelalterklischees, aber ich merkte plötzlich, wie viel Wortwitz, Selbstironie und musikalisches Talent da eigentlich drinsteckte. Es war immer noch schräg – aber auf einmal auch gut. Der Sound wurde härter, man bewegte sich vom klassischen MPS-Klamauk zu ernstzunehmendem Folk-Rock.
Und dann kam der dritte Schritt – der Punkt, an dem ich sie wirklich lieben gelernt habe: Die Band schlug einen Haken in Richtung Mittelalter-Metal mit echter Power. Episch, eingängig, dabei nie ganz ohne Augenzwinkern. Dazu kamen geniale Coverversionen von Pophymnen, die sie in ihre Welt überführten, als wären sie nie anders gedacht gewesen. Und plötzlich waren Feuerschwanz für mich sowas wie die Go-To-Guys für Gute-Laune-Metal geworden.
Ich kann’s nicht anders sagen: Ich gönn ihnen den wachsenden Erfolg von Herzen – und würde mich auch nicht wundern, wenn man sie demnächst irgendwo im Mainstream wiedertrifft. Verdient wär’s allemal. Genau so wie ihre recht hohe Platzierung in den Top 250!
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Projekt: Top 250 – DragonForce
DragonForce ist einfach so wild. Da ist dieser Guitar Hero-God-Mode-Vibe, wo alles blinkt, rast, flimmert – aber gleichzeitig ist da auch diese Melodik, dieses Verträumte, das mich an fantastische Welten denken lässt. Ich sehe Drachen fliegen, Flammenmeere tanzen, Rüstungen und Dinosaurier, Neonkeyboards und Laserstrahlen – und mittendrin ich, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Die Band hat mir schon früh gezeigt, dass Metal auch verspielt, übertrieben und doch emotional sein kann. Gerade in meiner Anfangszeit mit dem Genre gehörten DragonForce bestimmt zu den Top Ten zu Zeiten der verlorenen 7, die ich bis zur totalen Erschöpfung gehört habe. So exzessiv, dass sich der Besitzer vom Musikgeschäft nebenan über die Lautstärke beschwerte – ich glaube, dem alten Ölprinzen gefiel einfach die Musik nicht. 😄
Was mich bis heute an DragonForce fasziniert, ist dieser wahnsinnige Speed. Ich sitze da oft mit offenem Mund und denke mir: Wie zur Hölle ist das überhaupt noch menschlich spielbar? Ich selbst bekomme das "Smoke on the Water"-Riff gerade mal halbwegs fehlerfrei hin, da ist das hier eine ganz andere Welt. High-End Extreme Power Metal eben – virtuos, übertrieben, wunderschön.
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Projekt: Top 250 – Queen
Queen sind so überlebensgroß, dass es sich fast anmaßend anfühlt, ein Urteil über sie zu fällen. Sie sind eine dieser wenigen Bands, bei denen der Mythos, die Musik und die Persönlichkeit des Frontmanns zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen sind. Statt also zu analysieren, wie viele großartige Songs Queen geschrieben haben – und das sind verdammt viele – ich würde am liebsten die drei Greatest Hits Alben hier tracklisten und dann schweigen, aber ich erzähle lieber ein paar persönliche Geschichten.
Wayne’s World zum Beispiel: Diese Anfangssequenz mit „Bohemian Rhapsody“, in der der Song kollektiv mitgebangt wird – Kult. Ohne Queen wäre diese Szene einfach nur… lame. So aber wurde sie zu einem popkulturellen Moment, den ich jedes einzelne Mal feiere.
Oder die Nächte mit Mr. P, Aquavit und Street Fighter. Queen liefen im Hintergrund, während wir über das Leben, die Liebe und die Musik philosophierten. Ich glaube, er war einer der wenigen Menschen, die wirklich verstanden, was Musik in uns auslösen kann. Ich hab dich wirklich geliebt, mein Freund. Danke für diese Nächte.
Natürlich gab es auch Gegenwind – ausgerechnet aus der Verwandtschaft. Menschen, die Queen nicht verstanden, die sagten, man müsse ein gewisses Alter haben, um das zu würdigen. Bullshit. Guckt euch Highlander an – stellt euch den Film ohne Queen-Soundtrack vor. Er wäre absoluter Müll! Queen haben ihn getragen. Das ist der Unterschied zwischen Sound und Vision.
Und dann ist da Freddy. Freddy Mercury. Das Genie, das Energiebündel, das queere Symbol, das Rockstar-Manifest. Lady Gaga hat sich nach einem ihrer Songs benannt. Der Film Bohemian Rhapsody hat mich emotional gepackt wie wenige Musikbiopics zuvor. Ich glaube, Freddy hätte das gefallen. Und um noch mal Mr. P zu zitieren: „Fuck me, Freddy – I’m so ready!“
Zeit, die Discografie wieder mal komplett durchzusuchten.
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Projekt: Top 250 – HammerFall
HammerFall sind eine meiner absoluten Lieblings-Power-Metal-Bands. Sie haben einfach alles: Hymnen mit Ohrwurmcharakter, Chöre zum Mitgrölen, dieses melodisch-schwedische Soundfundament und eine Livepräsenz, die dich umhaut – ob auf einem Festival oder in einer stickigen Halle. Ihre Songs machen einfach gute Laune, wenn man diesen Power-Metal-Stil mag, und wenn nicht, dann versteht man vermutlich auch sonst nicht, was an Gitarrenheldentum und Drachen-Fantasy so geil sein soll.
Was für mich immer hängen geblieben ist: "Renegade" – der Song war damals in den Charts, was für Metal ja eh eher unüblich ist, und ich hab ihn geliebt. Es war einer dieser Songs, die sich wie ein Fremdkörper in der Poplandschaft anfühlten – und genau das hat mich so fasziniert. Diese Stücke, die eigentlich nicht in die Charts gehören und trotzdem da auftauchen, waren mein Einstieg in den Metal. HammerFall sind da definitiv mitverantwortlich. Danke dafür.
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Ein Auswärtssieg!
Ich sehe schon, wie sie jetzt wieder durch die Foren ziehen, die unbesiegbaren Dortmunder, jetzt auch auswärts, wohin kann das noch führen und wie hoch kann man fliegen, bevor die Flügel schmelzen?
REALITÄTSCHECK: Am Wochenende kommen die Bauern und die sind der einzige Gratmesser, den ich bei der Leistungsbewertung gelten lasse. Denn wenn du da untergehst, dann ist egal, was du vorher vermeintlich für Leistungssteigerungen und Explosionen gesehen hast null und nichtig, denn dann wirst du einfach nicht Deutscher Meister und wirst es auch schwer haben dich gegen Topmannschaften durchzusetzen, weil dir der Punch fehlt, Heimstärke hin oder her. Nach zwei gewonnen Spielen (unter anderem einem Auswärtsspiel gegen eine schwache kroatische Mannschaft in der Champions League) sind wir aus keiner Krise raus und es gibt auch noch keine Tendenz in irgendeine Richtung, auch wenn das im schnelllebigen Tagesgeschäft schnell ausgerufen ist. Nach einer 6 Spiele Serie, da kann man von einer Entwicklung reden, in welche Richtung auch immer, abwarten und Dinge langfristig einzuschätzen scheint in unserer Zeit ein unglaublich schwieriges Unterfangen zu sein.
Wenn Weihnachten ist, dann sehen wir, was unterm Baum liegt. Und bis dahin sind noch ein paar Bretter zu bohren, dann kommt die Rückserie und danach haben wir dann Abschlusstabellen und was für die Vitrine oder eben nicht. Was wir dann definitiv haben, ist ein klares Gesamtbild, wohin das, was wir jetzt immer wieder in Einzelbildern Spieltag für Spieltag sehen, schlussendlich geführt hat.
Und so schwer selbst mir das fällt, wir sollten auch bereit sein so lange zu warten. So viel Geduld sollte man schon aufbringen und selbst wenn wir damit gegen den Trend des Geschäfts handeln, sein wir doch einfach mal die, die nicht vom Fluss mitgerissen werden und sind am Ende der dunklen Gasse die GELBE WAND von der sie alle schwärmen.
Bilokalität
Okay, die Fähigkeiten eines Zwillingsgeborenen sind manigfaltig, soviel ist allgemein bekannt, wir (denn ich bin so jemand) haben es einfach drauf, wir leben das Leben zweier Seelen und nicht selten führt das zu innerem Konflikt und zu echten Problemen, wie psychischen Erkrankungen im Persönlichkeitsbereich oder auch zu ständigem Desineteresse daran, was andere machen oder mögen, weil man sich selbst genug ist.
Die neueste Spezialfähigkeit, die ich nun herausgefunden habe, eine neue Art Superkraft sozusagen ist die Bilokalität. Zwillingsgeborene können an zwei Orten gleichzeitig sein. Witzig war, als ich weiterlesen wollte, was es damit auf sich hat, kam ein Werbebanner zu einer Palettenpackung Energy-Drinks... (hieß früher mal Rotes Pferd). Schockt euch nicht? Für mich war es sehr lustig, denn ich kenne das Prinzip der Bilokalität und sie verbraucht unglaublich viel Energie. Die meisten denken jetzt, ja lass den Jungen wieder phantasieren, genau das ist es ja. Ich habe schon so oft gehört, dass ich irgendwo war, wo ich aber nicht war, denn ich bin seit so langer Zeit meistens einfach nur hier. Und so weit mein Geist auch auf Reisen geht, es ist mir nicht möglich eine physische Präsenz von mir an ferne Orte zu schicken, oder?
Habt ihr mal gesehen, was die neuen Handys mit ihrer Fotobearbeitung können. Man kann faktisch alles so darstellen, wie es nie gewesen ist und die Realität so verändern, dass man theoretisch überall hätte sein können, wenn man nur ein Foto davon hat, wo man sich reinretuschieren kann. Das ist hiermit aber nicht gemeint. Ich (schon aus Berufswegen) träume mich oft in fremde Welten, Realitäten, der unseren nicht unähnlich und andere Zeiten. Ich vermag das jedoch als geistiges Entschwinden einzuordnen und würde nie behaupten wirklich physisch da gewesen zu sein.
Bilokalität ist für mich eine schöne Geschichte, um zu erklären, dass man ständig irgendwo weggeträumt ist und die Gedanken sich anfühlen wie eine wahre Manifestation des eigenen Seins an einem anderen Ort gleichzeitig. Mir kommt der Gedanke der Gleichzeitigkeit und Verschränkung von Quanten auf, vermutlich hat auch ein körperlich eingesperrter Geist, wie der von beispielsweise Stephen Hawking die Fähigkeit der Bilokalität seines Geistes erlernt, um genial sein zu können, trotz seines physischen Gefängnisses und ist zu einem der klügsten Köpfe der Welt gereift ohne je den Rollstuhl zu verlassen. Ruhe bei den Sternen alter Freund!
Mir geht es auch oft so, dass ich trotz gesunder Beine und größtenteils körperlicher Präsenz bloß die Hülle für eine Präsenz bin, die sich in Welten jenseits dessen träumt, was die meisten Menschen im Stande sind sich vorzustellen. Leider bin ich nicht in der Lage sie in Form von Mathematik zu erklären, daher bleibt mir oft nur die Sprache als Mittel mich auszudrücken und was ich so höre, funktioniert das ja auch schon ganz gut. Verwechselt das nicht mit Eigenlob, ich kenne Menschen, die brauchen 20 Versuche aus einem Prompt genau das Bild zu erstellen, das sie von einer KI haben wollen und sind noch unzufrieden. Ich kann mich selten daran erinnern mehr als einen Versuch zu brauchen, denn Präzision verleiht Sprache Macht, okay?
Ich hör schon auf, wird ja sonst doch nur Selbstbeweihräucherung und dank meiner Bilokalitätsfähigkeit kann ich das ja auch im Keller machen. Habt ihr an euch schon einmal spezifische Fähigkeiten erkannt, die auf euer Tierkreiszeichen zurückzuführen ist, mit den Sternen in Verbindung steht, eurem Geburtstag und der Konstellation der Planeten? Lasst es mich wissen, vielleicht mache ich dazu mal ein Special.








