4/04/2025

Was wäre wenn? Another Q&A mit Tickman

Oha Leute, ich habe mir heute über Tag ein wenig den Kopf zerbröselt, weil ich ein paar krasse, was wäre wenn Fragen im Kopf hatte, irgendwie aus dem Nichts eingeschossen, ob mein Leben anders verlaufen wäre, wenn ich an ein paar Stellen anders gehandelt hätte. Ich möchte das gerne mit euch teilen, denn auch wenn ich weiß, dass alles immer genau so kommt, wie es kommen muss, damit alles im Gleichgewicht bleibt, zumindest nehme ich das an, ist es doch spannend mal ein wenig zu spinnen, oder?

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich als gesunder kleiner Bub aufgewachsen wäre?

Nun, ich denke ein Arschloch sondergleichen, weil ich ja dennoch mit all dem Charisma und der gewissen Intelligenz ausgestattet wäre, die mich noch deutlich überheblicher gemacht hätte, als ich es sowieso war als Jugendlicher vor Allem. Vermutlich wäre das dann auch mein früher Untergang gewesen, weil ich noch mehr Risiken eingegangen wäre als ich es schon so bin. Wer weiß, ob ich je die Liebe meines Lebens getroffen hätte, was uns zum nächsten Szenario bringt.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich nie die Liebe meines Lebens kennengelernt hätte?

Vermutlich einer dieser Gigolos, die an jeder Hand 5 Frauen haben, aber keine Ahnung haben, was Liebe bedeutet, vermutlich wäre ich ein misogyner Jugendlicher im Körper eines Spätdreißigers, der immer noch nicht verstanden hätte, dass es im Leben um so viel mehr geht, als irgendwelche Trophäen zu sammeln. Na klar, mir wäre auch ein Arschvoll Schmerzen und ein Weg durch ein unfassbar tiefes Tal erspart geblieben, doch im Nachhinein ist vieles davon auch das, was mich so unglaublich viel hat lernen lassen.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich 2006 die Frau geküsst hätte, das mir förmlich in die Arme fiel?

Keine Ahnung, ich glaube aber, da sie schon ungefähr genausolang eine gute Freundin ist, wäre es irgendwann auseinander gegangen, weil ich zu freiheitsliebend bin und ihr irgendwann nicht mehr gerecht worden wäre und so wie es ist, ist es viel viel schöner.

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich damals die Eine geheiratet hätte?

Ich denke, ein geschiedener zerstörter mittelalter Mann, der verbittert und vom Leben gezeichnet wäre. Es hätte mich vermutlich noch mehr zerstört mit jemandem vor Gott vereint zu sein, der mich nicht lieben konnte und ich mit meiner Liebe alleine zu zweit gewesen wäre. Auch in diesem Szenario sehe ich mich heute nicht mehr leben, weil der Schmerz meine Grenze wohl deutlich überschritten hätte. Zum Ende noch was Leichtes, ja?

Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich zu einer anderen Uni gegangen wäre?

Vermutlich ein studierter arbeitsloser Filmproduzent, der weil er sich irgendwann selbstständig gemacht hätte gar nicht mehr über die Runden käme, bzw. den Notausgang nicht gefunden hätte und sich selbst irgendwo zwischen eigenem Anspruchsdenken und Burn-Out zerrieben worden wäre und mittlerweile mit dem dritten Herzinfarkt kaputtgeschrieben wäre und von der Stütze irgendwo in einem deutschen Ballungsraum vor sich hin vegetieren würde.

Ist also die Realität, die beste aller Welten?

Ich glaube schon, klar gibt es immer wieder Situationen, in denen man jammert und hadert, damit was das Leben uns hingestellt hat und wir überhaupt keinen Hunger draufhaben, jedoch ist jeder faule Apfel, für den wir uns entscheiden immer eine Erfahrung, die wir im Nachhinein betrachtet gebraucht haben, um dorthin zu gelangen, wo wir heute sind. Ich verstehe Menschen nicht, die nicht damit zufrieden sind, wie sie leben, denn sie haben sich doch dafür entschieden, die Weichen gestellt, den Weg eingeschlagen. Und selbst wenn, jeder Tag ist eine neue Chance, etwas zu ändern. Ich habe vor mittlerweile 11 Jahren entschieden, dass mein bisheriger Weg nicht der richtige war und bin noch einmal angefangen. Vielleicht nicht so erfolgreich, wie ich es mir früher mal ausgemalt habe, vielleicht auch nicht mit dem Glanz und Gloria, den ich mir als Kind ausgemalt habe, wo ich mit 40 meine erste Million haben wollte, aber mit mir im Reinen, zufrieden der zu sein, der ich bin und was ich so mitbekomme, ist der auch ganz gut. Klar habe ich Schaden genommen und einige irreversible Probleme und Traumata, die ich mit mir herumschleppe und Fehler gemacht, die unverzeihlich waren, aber ich bin noch da und habe daraus gelernt. Ich bin noch da, das allein ist doch Zeichen genug, dass mein bisheriger Weg wenigstens nicht komplett falsch war, oder?

4/02/2025

Der große Ankleidezimmerausmistungstag 2025

Der Kleiderschrank und die Kommoden platzen schon wieder aus allen Nähten (wobei Holz ja doch eher zerbirst) und es ist höchste Zeit mal wieder etwas Gutes zu tun und sich von ein wenig Überfluss zu verabschieden. Dazu habe ich ein paar erlesene Gäste eingeladen und wir machen eine kleine Klamottentauschparty, als ob irgendwer die kleinen Klamotten, die ich trage, gebrauchen könnte oder ich das von den stattlichen Frauen, wobei sicher das ein oder andere Kleid den Besitzer wechselt bei diesem kleinen Vergnügen, wenn auch nur für die Nacht, thihi...

Edit: Bilder gibt es von diesem Event leider noch keine, der Aufwand hätte sich bei der größe meiner Leserschaft noch nicht gelohnt, aber vielleicht ja nächstes Jahr. In diesem Sinne...

4/01/2025

KK2 Entertainment - T&Fs Februar & März 25

17 Filme habe ich in zwei Monaten gesehen, zum Teil weil ich endlich nach all den Jahren Game of Thrones nachhole und zum Teil, weil einfach keine Zeit da ist, ich fühle mich wie im Hamsterrad und alles geht immer schneller und schneller...

Von den 17 waren dann auch noch 3 Rewatches und fliegen damit aus der Wertung und weil ich nicht einfach die gesehenen Filme durchnummerieren will, obwohl... machen wir doch mal genau das. Von 14 auf 1 also... wobei 14 absolute Grütze ist (naja und 13 auch).

Wie immer findet ihr hinter den Links meine Kurzreview auf letterboxd, Kommentare und Kritik wie immer klar erwünscht, Action:

Top 14

14 - Johnny & Clyde - There will be blood

13 - Chantal im Märchenland

12 - The Woman in Black

11 - Call me by your name

10 - Civil War

9 - The Electric State

8 - Supernova

7 - Believer

6 - Liberty stands still

5 - The Wrath of God

4 - prakti.com

3 - Mord in der Karibik

2 - Fieberhaft - Undercover in der Drogenhölle

1 - Oppenheimer


In diesem Sinne... habt einen wundervollen April ihr Lieben!

3/27/2025

Kryptonazis?

Kein Tag vergeht, an dem ich nicht irgendwo eine Kategorisierung von Menschenüber Dinge oder andere Menschen lese, die mich kopfschüttelnd zurücklassen. Gerade im künstlerischen Bereich oder im Bereich der Meinungen.

Stein des Anstoßes war diesmal eine Band, die vermeintlich durch Zeichen, die sie verwendet (es handelt sich um Runen und Gesten der früh- und spätgermanischen Zeit), kryptonationalistische Botschaften senden und somit kategorisch gecancelt zu werden. Die Band selbst hat sich des Öfteren dagegen gewehrt und erklärt, dass dem nicht so ist. Ich persönlich sehe auch keinen Anlass das anzunehmen, denn gerade in der Musikbranche, im Speziellen im Metal ist es eine durchaus bekannte Marketingstrategie zu provozieren und an Grenzen zu gehen. Kunst ist eine der wenigen Arten dies überhaupt noch zu tun, und auch wenn die Band hier gar keine Schuld trifft, ist es legitim.

Doch sollten wir uns nicht vielmehr fragen, wie wir auf so etwas kommen, dass wir gleich getriggert werden, wenn wir Runen und Blut mit gewissen Farbkombinationen sehen und dazu vielleicht noch Musik, die uns nicht zusagt, direkt von etwas Bösem, Falschen, Nichthinnehmbaren zu faseln? Liegt das Problem dann beim Kunstschaffenden oder beim Interpreten und damit meine ich nicht den, der dann erschaffte Kunst präsentiert, sondern jenen, der Präsentiertes analysiert und interpretiert und dabei zu einem Urteil darüber gelangt, was gemeint worden sein könnte, es jedoch so formuliert, als sei es ein Fakt. Irgendwie so, als würde man in der Bibel lesen und aus, "Liebe deinen nächsten, wie dich selbst!" einen Aufruf zum Mord herausliest, weil man sich selbst gerne töten würde vor lauter Selbsthass und damit eine Legitimation zum Amok erhält.

Ja übertriebenes Beispiel, a-Bär isso! In diesem Sinne, erstmal nachdenken, vielleicht etwas recherchieren und dann nochmal kurz gegenchecken, bevor man ein vorschnelles Urteil fällt, wobei man das generell höheren Mächten überlassen sollte, das ist aber schon wieder meine Meinung, die ihr gerne canceln könnt, jedoch nichts daran ändert. Argumentative Auseinandersetzung ist die intelligentere Lösung jeglicher Meinungsverschiedenheit und übrigens, ich weiß nicht ob ich das schon einmal erwähnt habe, es ist möglich, dass Meinungen parallel nebeneinander existieren, seien sie ganz nah beieinander oder himmelweit auseinander, das geht, viele schaffen es nur nicht mehr das auszuhalten.

3/26/2025

Stargate Origins & Knuckles

Also Leute, ich habe gestern zwei ganz schön bekloppte Serien durchgebinged.

Stargate Origins

Ein schlechter Scherz, der wie Fanfiction aussieht und sich auch irgendwie so anfühlt, bis man die Credits liest und mit Schaudern in den Sessel zurück sinkt. Die Idee fand ich witzig, aber die Umsetzung als 10 Minuten Clips, das war insgesamt eine Folge einer Serie, die viel viel mehr verdient hätte als letzten Glockenschlag.

Knuckles

Es ist schon echt witzig, wenn die animierte Figur, die Einzige ist, die halbwegs klar und real wirkt in einer völlig überzeichneten Welt voller Idioten. Musik ist geil und faktisch jede Szene in der Knuckles vorkommt, der Rest ist absoluter Blödsinn und kann nur mit 10 Bier ertragen werden und ich weiß nicht, ob das reicht, um darin irgendwas Gutes zu erkennen.

3/25/2025

Normalität?

"Normal sein ist scheissig!"
(Königin des Waldes)

Ihr wisst, ich unterstütze diese Meinung, auch wenn ich in der Situation natürlich nicht umhin kam zu korrigieren, dass das Adjektiv zu Scheisse "beschissen" heißt. Alles, was sich irgendeiner Norm anpasst ist verdammt dazu, Mittelmaß zu sein und damit Durchschnitt, so wie alle, losgelöst von alldem, was einen großartig machen kann, Individualität.

Die Frage des "Normalen" stellt sich im Grunde nicht in Köpfen von Freigeistern, denn allein darüber nachzudenken, was "normal" sein könnte schert ja schon davon aus und setzt sich vom "Normalo", der brav in der Reihe der "Normalen" steht ab. Gibt es "Normalität"? Viele würden das bejahen und dann mit Abnormität argumentieren, allerdings ist für mich eine Abnormität keine normale Argumentation, denn sie grenzt aus und so könnte man behaupten, dass es damit kein "normal" gibt, dazu müsste alles komplett ausgeglichen sein, jeder Mensch, jede Situation, jedes Atom, einfach alles. Und dann, wäre: Nichts! Ist nichts dann normal? Und etwas schon die Abweichung? Und wenn dem so wäre wie können wir dann existieren und uns unterteilen in normal und anormal?

Was ist gemeint, wenn man von "normal sein" spricht? Vermutlich so etwas wie in Waage, mit der Situation im Reinen, ausgeglichen? Ich benutze das Wort so selten, doch wenn ich drüber nachdenke, was für mich "normal" ist, denke ich an einen Grundzustand, in dem ich mich die meiste Zeit befinde, ich habe hier und da Schmerzen, ab und zu mal Durchfall, sitze viel, habe vermutlich deshalb einen krummen Rücken, rede viel Blödsinn, denke viel darüber nach und habe ausgefallene Hobbys, die aber für mich "normal" sind. Das muss für niemand anderen auf der Welt "normal sein" bedeuten und doch unterhalten wir uns darüber und nutzen ein Wort wie "normal" um einen möglicherweise komplett unterschiedlichen Grundzustand zu beschreiben, der aber von Mensch zu Mensch, bei mir zum Teil von Tag zu Tag unterschiedlich ist.

Ich finde dieses Beispiel zeigt auf sehr einfache Weise, wie schnell man in einen philosophischen Diskurs abdriften kann oder wie wenig wir uns als Menschheit verständigen können, solange selbst jedes einzelne Individuum etwas völlig anderes für "normal" hält. Ich würde so gern von euch ein paar Meinungen dazu haben, was ihr als "normal" bezeichnet, mit Begründung. Ich lasse dann irgendwann in ein paar Wochen die KI daraus ne Tabelle mit x-en und Haken mal eine Tabelle erstellen, wer was normal findet. Natürlich anonymisiert, sagen wir 10 Dinge, die ihr für normal haltet, von Homosexualität bis Leben als Frutarier. Heißt normal am Ende bloß "Spektrum dessen, was ich in meiner Lebensrealität zu ertragen bereit bin"?

Ich komme auf die Nummer, weil ich in letzter Zeit des Öfteren darüber gestolpert bin, dass Juden in Filmen und Serien immer extra hervorgehoben werden, so als seien sie nicht "normal" und es macht in gewisser Weise Sinn, weil eine Mehrheit der Weltbevölkerung dem Christentum anheimgefallen sind, dies als die "Normalität" anzusehen, jedoch wird dies nicht extra erwähnt, hier gleitet man dann ganz schnell in den Bereich ab, wo super gern hitzig und emotional diskutiert wird, aber für mich zum Beispiel, gehört zur Normalität jegliche Glaubensrichtung, Untergattung, Einzelmeinung und natürlich die Toleranz aller damit zusammenhängenden Abgrenzungen und Ungleichheiten.

Also 10 Dinge, die ihr für normal haltet, oder auch unnormal, allgemeine Sachen, zu denen jeder ne Meinung haben kann... In diesem Sinne, ich freu mich auf eure Zuschriften: tickman.lifeentertainment@gmx.de

So stellt die KI sich Normalität vor

Die Spinne in der Yucca Palme, Love Death & Robots, Black Mirror

Eines davon gibt es noch nicht in Film (Serien)form und das finde ich irgendwie schade. Während Black-Mirror eher dystopisches Sci-Fiist, wo man in jeder Folge eine neue Geschichte erzählt, die teilweise spooky, creepy oder einfach nur weird sind, macht Love, Death & Robots etwas Ähnliches nur in kürzer und animiert.

Ich hätte gern kleine gruselige Alltagsgeschichten wie in "Die Spinne in der Yucca Palme", ähnliches System der Anthologieserie, wo einzelne Folgen abgeschlossene Geschichten erzählen für den kleinen Schauer am Abend oder Zwischendurch. Klar man könnte sich Folgen von X-Factor angucken oder auch den Crypt-Keeper reaktivieren, aber das trifft nicht ganz das, was ich gernhätte. Ich hätte das Ganze gern luftig locker, mit Charme und Witz, aber eben leicht creepy und gruselig, so vom Ton her, wie "Idle Hands" oder "Planet Terror", gern melden, wenn ihr Ideen habt oder selbst produziert. Ist ja vielleicht sogar etwas, dass man mit einer Video-AI umsetzen kann ohne großen finanziellen Aufwand.

Viele Grüße an Rolf Wilhelm Bredrich, der dieses Werk mit urbanen Legenden der 90er zusammengetragen hat.

3/22/2025

Stanleys Top 100 Vol. 31

Tja Leute, ich weiß genau, ihr habt nicht drauf gewartet und ich habe es auch lange vor mir hergeschoben doch im Namen des Bären: hier ist Ausgabe 31 von Stanleys Top 100 und ich will gar nicht viel drumrum quatschen, wie der Name schon sagt, hundert Songs die in meiner persönlichen Rotation rauf und runter liefen in der letzten Zeit, ich hoffe ihr habt Spaß damit. Gerne liken, kommentieren oder auch kritisieren. Haut rein!

3/20/2025

Ralf Fetenbrink - 25 Grad in der Nacht (Songtext)

25 Grad mitten in der Nacht,

Mein Stern, was hast du bloß mit mir gemacht.

Vom Sternenhimmel in mein Herz,

ich hielt das immer für nen Scherz

 

Döp döp döp

25 Grad in der Nacht

Döp döp

Was hast du mit mir gemacht

Döp döp

Ich schwitze wie ein Schwein

döp dö dö döp döp

Lass mich nie mehr allein


Du leuchtest neben mir,

mein Leben lang, ein Freudenschimmer

du bist mein Mond und meine Sonne

mein Licht in jedem meiner Zimmer


Döp döp döp

25 Grad in der Nacht

Döp döp

Was hast du mit mir gemacht

Döp döp

Ich schwitze wie ein Schwein

döp dö dö döp döp

Lass mich nie mehr allein

(Text: ATK)

Glücksbärchi ciao ciao (Songtext)

Glücksbärchi Ciao Ciao
Glücksbärchi Ciao
Glücksbärchi Ciao Ciao Ciao

Immer von ganzem Herzen
Immer mit voller Liebe
Unsre Freunde

Immer von ganzem Herzen
Immer mit voller Liebe
Glücksbärchi ciao ciao

Glücksbärchi Ciao Ciao
Glücksbärchi Ciao
Glücksbärchi Ciao Ciao Ciao

...

(Text: ATK)