10/10/2026

Kurzes Statement zu meiner Abwesenheit

So langsam hören die vorproduzierten Posts auf euch noch weiter zu unterhalten, wenn dem so ist, es gibt es großes Archiv mit jeder Menge Themen und Möglichkeiten der Zeitüberbrückung, nein mal ernst grade.

Ich arbeite viel zu lange am Stream of Sentiment Album und habe auch schon den VÖ-Termin verschoben auf den 27.11., der Grund sind in beiden Fällen sogenannte persönliche Gründe, sobald ich damit klar komme, werde ich euch wie immer natürlich Einlass in mein Seelenleben geben, derzeit muss ich das erstmal mit mir selbst ausmachen und dabei kann ich mir nur eine gewisse Portion Trauer-Tech geben, denn ihr wisst ja, wie sich manchmal aus einem Nachtschmetterling und seinem fröhlichen Todestanz ein ernster Schicksalsschlag entwickelt, der dann die ganze Welt so ein wenig anders darstellt. Mehr erstmal nicht dazu...

10/08/2026

Haben Zombies noch Gefühle?

Wann sonst als im Oktober würde so eine Frage passender sein. Der Herbst zieht langsam ins Land, alles um uns herum stirbt und hinterlässt dabei unglaublich schönes Farbenkleid, welches trotzdem von Tod kündet und doch stirbt nichts richtig. Der Prozess ist nur der Beginn einer Erneuerung, der in 6 Monaten dann wieder mit dem farbenfrohen Frühling die jetzt möglicherweise Betrauerten ins Leben zurückholt. Warum haben Zombies einen so schlechten Ruf, warum ist es unnatürlich als Mensch einen Prozess der Erneuerung zu durchlaufen und als etwas anderes wieder zu kommen nach dem Tod? Sind Zombies noch Menschen? Waren Menschen schon immer Zombies? Und sind sie aufgrund ihrer Triebe gezwungen kannibalistisch zu sein (wobei sie ja nicht jene ihrer eigenen Art fressen, oder?) Leiden Zombies an ihrem Hunger, können sie verhungern, Liebe empfinden, sind sie gar nicht die dummen Toten, sondern nur wahnsinnig, weil sie plötzlich nicht mehr steuern können, ob sie geliebte Menschen töten? Könnten wir Zombies in unsere Gesellschaft reintegrieren, da sie grob gesehen ja bloß verwesende Menschen sind, die weiterführende Fähigkeiten des Gehirns verloren haben? Die Fortbewegung funktioniert ja meistens noch und alleine Essen bekommen sie auch hin, so hart das klingt, das ist mehr als die meisten Intensivpatienten können und um die kümmern wir uns auch. Das Argument, dass es faktisch keine Zombies gibt, lasse ich nicht gelten, guckt euch mal in eurem Umfeld um, ihr werdet verstehen, was ich meine.

Aber im Ernst, haben Zombies noch Gefühle, denn wenn ich das richtig verstehe, sind Gefühle etwas, dass tiefer im Nervensystem verankert ist, als Körperkontrolle, mag sein, dass das meine romantisierte Fassung vom Verständnis des Körpers ist, ich erinnere mich daran, als ich auf Intensiv war und meine Beine nicht bewegen konnte, keine Kontrolle über meine Muskeln hatte, die Gefühle von Angst und Liebe waren immer da.

Und wenn DAS das Leben eines Zombies ist, dann will ich kein Zombie werden, die romantisierte Vorstellung des Untoten, der neben dem Gedanken an Fressen nur noch Gefühl ist, klingt für mich grausam und abscheulich. Weiß nicht, musste mal raus...

10/06/2026

Es ist nicht nur die Sprachbarriere

Die Idee, KI zu nutzen, um Tiersprachen zu übersetzen und damit potenziell unser Verhältnis zu Tieren, auch in Bezug auf den Fleischkonsum, radikal zu verändern, ist faszinierend und schockierend zugleich. Ich meine ganz ehrlich, wir sollten an dem Punkt angelangt sein, dass es uns möglich sein sollte, anhand der zig-Milliarden Tonbeispiele aus der Tierwelt Muster zu erkennen und etwas wie Sprache daraus abzuleiten, das unserer Kommunikation gleich kommt. Möglicherweise handelt es sich eher um simplere Sprachcodecs, doch genau das können doch LLMs, nicht wahr? Ich habe mal ein wenig "geforscht" (mit ChatGPT Webseiten durchsuchen und Links besuchen und mir Forschungsberichte und Studien zusammenzufassen ist viel zu lang, um es immer wieder hinzuschreiben).

Tatsächlich wird weltweit zu diesem Thema geforscht. Es wird behauptet, dass es fundamentale biologische, linguistische und technische Hürden gibt, klingt für mich, als wüsste man schon Bescheid, will es aber nicht veröffentlichen, weil es unsere Welt in den Grundfesten erschüttern würde. Man stelle sich vor, das grausame Winseln von Schweinen und Rindern, die zur Schlachtbank getrieben werden, wäre durchsetzt mit Worten der Angst, einem Betteln um Gnade und Gebeten zum gemeinsamen Schöpfergott. Tiere, die wir als Schlachtvieh bezeichnen würden von Objekten zu Subjekten und etwas, das man versteht, ist viel schwerer zu töten. Andererseits hält Menschen so etwas ja auch nicht ab Menschen zu töten, oder?

Die Argumente der Forscher sind:
"Keine echte „Sprache“ im menschlichen Sinne: Menschliche Sprache basiert auf Grammatik, Syntax und unendlicher Kombination von Wörtern. Die meisten Tiere kommunizieren nicht in diesem strukturierten Format. Ihre Kommunikation ist stark kontextabhängig und oft eine unmittelbare Reaktion auf Reize (Angst, Paarungsbereitschaft, Hunger)."
Also so wie bei Kleinkindern und Babys, die können wir doch aber auch verstehen und die lernen sehr schnell durch Hände und Füße zu kommunizieren, mit Mimik und später mit der Sprache, die man ihnen anerzieht, sehe ich nicht als richtiges Argument.

"Multimodale Kommunikation: Tiere „sprechen“ nicht nur mit Tönen. Eine Katze oder ein Hund kommuniziert massiv über Körpersprache, Pheromone (Gerüche), Ohrenstellung und Schwanzbewegungen. Eine KI müsste all diese Kanäle gleichzeitig perfekt erfassen und kombinieren, um die echte „Bedeutung“ zu verstehen."
Ja, wie bei Babys und Kleinkindern eben, mit genug Rechenaufwand und Lernbeispielen ergeben sich hundert pro Muster, die man analysieren kann und versteht (wir Menschen arbeiten doch auch mit Körpersprache, Mimik und Schwanzstellung in der nonverbalen Kommunikation)

Fehlen von Referenzdaten (Ground Truth): Um eine KI von Sprache A nach Sprache B übersetzen zu lassen (z. B. Deutsch zu Englisch), füttert man sie mit Millionen Texten, die bereits von Menschen übersetzt wurden. Bei Tieren haben wir diese „Bauanleitung“ nicht. Wir müssen mühsam erraten und per Video/Audio korrelieren, was ein bestimmtes Geräusch in einer bestimmten Situation bedeutet.

Klingt mir eher nach einem Menschen-Problem, einem Problem von Zeit, dieses Problem ist ja genau das, was eine KI minimiert, indem es Prozesse in Bruchteilen dessen durchrechnet, welches ein Forscherteam brauchen würde. Ich versteh den Punkt mit der Referenz, musste da direkt an Mars Attacks denken, wo die Kommunikation unsere Vernichtung einleitet (obwohl die eh aggro waren).

Und dann habe ich mir mal raussuchen lassen, ob es schon Projekte gibt, die es trotzdem versuchen und e voila:
- Earth Species Project (ESP): Eine Non-Profit-Organisation nutzt maschinelles Lernen, um Muster in den Lauten aller Tiere zu finden, ohne auf menschliche Übersetzungen angewiesen zu sein. Und wow, guckt da mal rein, das ist beeindruckend.
- Project CETI (Cetacean Translation Initiative): Hier wird speziell versucht, die Klicklaute von Pottwalen mithilfe von fortschrittlicher KI und Sprachmodellen zu knacken.

Ich bin mit sprechenden Tieren aus Zeichentrickfilmen groß geworden und war bei meinem ersten Zoobesuch als Kind böse enttäuscht und habe geweint, dass keiner geantwortet hat auf mein freundlich euphorisches "Hallo".

In einer perfekten Welt könnten Menschen und Tiere zusammenarbeiten und ihr Wissen über den Planeten teilen, um die Ressourcen und Lebensräume ideal zu nutzen und es müsste keiner mehr sterben, nur weil der andere Hunger hat und dann schießt mir das Löwenrudel vor die Linse, dass eine Gazelle zerreißt und die tiefe Stimme des Erzählers sagt: "Auch das ist die Natur, Fressen und gefressen werden, der Stärkere überlebt!", wie deprimierend...

10/03/2026

Oder ist es "nur" Musik?

Ich habe mich früher oft in Diskussionen wiedergefunden, weil ich dieses oder jenes gehört habe und dann dadurch automatisch zum Konsens gezwungen war mit dem, was der Künstler a) in der Musik ausdrückt und b) mit dem was er persönlich denkt in Bezug auf Politik, Religion, ach was weiß ich.
Damals war das vielleicht sogar manchmal so, obwohl ich habe in meiner späten Jugend auch Landser gehört und fand es schon damals so gestört, dass ich mich maximal drüber lustig machen konnte.

Was ist aber heute? Gerade höre ich einen Song des Öfteren, den ich in einem Chatverlauf mit einem unglaublich prägenden Menschen für mich gefunden habe. Es handelt sich um: "All the Ashes - Schwarz macht schlank", welches ich heute als maximal provokant einstufen würde, allerdings hört man das direkt heraus, wenn man nicht in einer Phase seiner Adoleszenz feststeckt, wo man der Meinung ist, dass man Rammstein-Texte philosophisch auseinandernehmen könnte und Satanismus eine Gegenbewegung zum Christentum ist. Ich distanziere mich von Allem in diesem Post, dass man mir negativ anlasten könnte. Nun zurück zum Song, jene Freundin von damals würde den Song heute wahrscheinlich als "BÖSE" einstufen und ich könnte es verstehen, wenn ich nicht der Meinung wäre, dass Musik (Kunst generell) per se nicht gut oder böse sein kann, da sie ja von Intention lebt und von Interpretation empfangen wird. So ist generell jede Meinung zu Kunst, vielleicht sogar jede Meinung zu jedem Theme immer auch eine Aussage über den Empfänger, der diese dann erneut sendet. Subway To Sally als satanistische Band zu betiteln ist einfach, weil sie in einem Lied auf das Grab eines falschen Heilands pinkeln, furchtbar, allein die Vorstellung, allerdings auch viel zu kurz gedacht, denn Künstler arbeiten mit Bildern, Symbolik und welche Zeichen sind präsenter in der Welt als jene die aus Religion und Mythologie überliefert wurden. Darum funktioniert es so gut, ähnlich übrigens auch bei einigen Bands, die ich so höre, Ghost, Die Apokalyptischen Reiter, Powerwolf, ja gar Unheilig könnte man nennen, super positive Messages verpackt in ein dunkles Schauspiel bei dem alle wissen, dass sie das spielen, woraus für den Außenstehenden eine Illusion entsteht, die ich durchaus als "BÖSE" nachvollziehen könnte.

Aber so ist es mit allem, solange man nicht in it ist, kann man es meist eh nicht nachvollziehen, ich persönlich finde Lobpreis-Konzerte und Ähnlich wahrscheinlich genauso merkwürdig, weil es von außen betrachtet wirkt, wie gehirngewaschene Freaks, die aufgrund eigener Ängste und Versagensvorstellungen an eine übergeordnete Wesenheit glauben und dies exzessiv kundtun. Am schlimmsten ist dabei für mich in den meisten Fällen die Doppelmoral und das eingeschränkte Weltbild. Während ich komplett nachvollziehen kann, dass man dieses oder jenes nicht mögen kann, keinen Anspruch auf einen Fitzen Wahrheit in allem was ich denke oder sage stelle und in vielem dessen, was ich mir gebe den doppelten Boden klar erkenne, denn am Ende geht es ja auf beiden Seiten der Medaille um das gleiche, nämlich möglichst viel Geld damit zu machen (auch wenn ich als Künstler DAS tatsächlich nie verstanden habe), ist es ne Spur verlogener Leute anzulocken und ihnen zu versprechen, dass alles besser wird, wenn sie bloß mitsingen oder es einfach zu machen, ohne Versprechen und es sich selbst entfalten lassen. Alles darf, nichts muss, freie Entscheidung. Und für mich persönlich heißt freie Entscheidung, dass ich nicht geblamed werden darf, falls ich mich ANDERS entscheide. Ich bin kein schlechterer Mensch, weil ich lieber Merciful Fate höre statt Dashboard Confessional oder von mir aus Lostprophets, Gary Glitter oder Hillsong United, schwarze Schafe gibt es überall, die Kunst sagt nichts über den Künstler aus, es ist ein kleiner Teil seines Ichs, welches durch die Aufnahme anderer in ihre Leben so sehr verändert werden kann, dass es am Ende aus jeder schlimmen Idee etwas gutes machen kann, außer vielleicht "Every breath I take", ha ha ha.

10/02/2026

Stream Of Sentiment - Herkunft, Backcover und Ankündigung

Weil ich sehr positives Feedback auf den Song "Stream Of Sentiment" bekommen habe, muss ich euch dazu jetzt was erzählen, den Song habe ich 2006 angefangen mit einer 30 Sekunden Aufnahme auf meinem damaligen PC, das war noch zur Zeit von "A Glorious Mess" (der Link führt zum 20 Years Tribute Album),doch der Song ist nie fertig geworden, vielleicht veröffentliche ich irgendwann noch mal so ein Album mit Demoschnipseln von Songs, die ich später veröffentlicht habe (so klassisches Rare Diamonds Zeug), wie die ganz Großen oder so.

Ich muss so lachen, während ich das hier schreibe, weil ich mich immer noch an das Krächzen erinnere, was ich oben beschreibe, wie auch immer, ich wollte eigentlich nur ein wenig Promo machen, doch irgendwie ist "Stream of Sentiment" so viel mehr für mich. Darum ist es auch so lustig, das es als erstes als Happy Hardcore, Dance-Nummer an die Öffentlichkeit kommt. Es war einer meiner Vorschläge eines Bandnamens damals, weil wir ja schon so ein bisschen Emo drauf waren, dann kam die Lied Idee, dann die Depression und viele abgründige Texte über das Vergehen und ewige Liebe und so ein Zeug, die ich in einem Ordner namens "Stream of Sentiment" auf meiner Festplatte gesammelt habe, über Jahre.

Seit ich mittlerweile durch das Werkzeug künstlerischer Intelligenz die Chance bekam, mich noch einmal therapeutisch an einer Reflektion meines Lebens zu versuchen ist das Ding nochmal aufgeploppt und obwohl es quasi der erste Cluster war, unter dem ich veröffentlichen wollte, das meiste so in Richtung schwarze Szene, und auch einer der ersten registrierten Künstler, die ich für Tickman Life Records gesigned hatte, ist es jetzt über den Umweg von Stanley's Tanzblümchen Album über die Remixe an der Zeit den Fokus auf sie zu richten. Ich wollte halt kein Gothic-Album im Frühling oder Sommer veröffentlichen und irgendwie waren mir letztes Jahr im Herbst/Winter ein paar andere Dinge wichtiger in die Welt zu posaunen.

Ja keine Ahnung, wen das interessiert, ich knall euch hier gleich die Rückseite von der Remixplatte rein und nächste Woche kommt dann das Album des Projekts, das so heißt wie der Song, den ich vor zwanzig Jahren schrieb. Wusstet ihr, dass Trottoir = Bürgersteig und nicht Toilette heißt? Ja nächste Woche wird's dann etwas deeper. In diesem Sinne...

10/01/2026

Oktobär 2026 - Road to Halloween, 31(33) Horrorfilmempfehlungen

Wer Bock hat, dem empfehle ich dieses Jahr 31(33) Horrorfilme auf dem Weg zu Halloween.
Dazu gehören für mich auch Subgenres, wie Action-Horror, Horrorkomödien oder -Dramen.

Diese Liste könnte kontrovers sein, weil ich teilweise einen sehr weirden Geschmack habe, es gibt verschiedene Gründe warum ich einen Film empfehle oder er auf dieser Liste, die zwar irgendwie gerankt ist, aber vor allem auf den Bewertungen bei letterboxd basierend, ist.

Natürlich muss ich euch warnen, das ist größtenteils absolut NICHTS für Kinder und geht zum Teil wirklich an die Substanz, daher achtet drauf, was sich eure Kids reinziehen und habt ein bisschen ein Auge drauf. In diesem Sinne... unter dem Bild geht's los! Freue mich, auch wenn ihr Kommentare da lasst, Empfehlungen, den üblichen letterboxd Kram eben. Hier ist der Link zur kompletten Octobärs Road to Halloween-Liste

01.10 The collection

02.10 Resident Evil: The final Chapter

03.10 Baskn (Kurzfilm)

03.10 I am not a serial killer

04.10 mother!

05.10 I saw the devil

06.10 Eraserhead

07.10 Alien: Covenant

08.10 The Babysitter

09.10 The house that Jack built

10.10 Dark House

11.10 Midsommer

12.10 Train to Busan

13.10 Animas

14.10 Ein andalusischer Hund (Kurzfilm)

14.10 Yakuza Apocalypse

15.10 Wyrmwood - Road of the dead

16.10 The Lesson

17.10 Like dogs

18.10 Dread

19.10 Meat Grinder

20.10 Hagazussa

21.10 Last night in Soho

22.10 Lords of Chaos

23.10 Hereditary

24.10 The return of the living dead

25.10 Renfield

26.10 Octalus - Der Tod aus der Tiefe

27.10 Infinity Pool

28.10 Alien

29.10 Freddy vs. Jason

30.10 Martyrs

31.10 Mandy

9/30/2026

KK2 Entertainment Center T&Fs September 2026

24 Filme im September, ich habe zwar nicht ganz mein Pensum geschafft, was ich mir selbst setze, bin aber doch recht zufrieden endlich wieder mehr Filme zu gucken und mir auch die Zeit dafür zu nehmen, generell mir wieder mehr Zeit für mich zu nehmen und nicht bloß für alle anderen diese zu opfern oder mich in irgendeiner Fantasie eines Künstlerlebens zu verlieren, die am Ende nur ein weiteres Rabbithole aufmacht. Spannend ist besonders zu sehen, dass es keinen Rewatch gab, so dass alle 24 Filme komplett neu für mich waren. Die gesamte Monatsübersicht gibt es im Film-Diary auf letterboxd. Wie gewohnt folgen jetzt die Tops und Flops und meine Kurzreview hinter den Links.

Flop 5

1 - Black as night

2 - Bloodrayne - Deliverance

3 - Keiner kommt hier lebend raus

4 - The last king

5 - Pearl

...

Top 5

5 - Romeo is bleeding

4 - Heavenly creatures

3 - Final Destination: Bloodlines

2 - Gaia

1 - Bring her back

Was habt ihr euch im September gegeben, welchen Film habe ich komplett falsch eingeschätzt, nicht verstanden oder komplett deranged? Sagt es mir gerne auf meinem letterboxd-Profil und lasst ein wenig Liebe da.


Dreams are my reality

Luzides Träumen beschreibt den Zustand, in dem man während eines Traums erkennt, dass man träumt und diesen Traum teilweise bewusst beeinflussen kann. Besonders intensive oder extrem realistische Träume können dabei zunächst beängstigend wirken, gerade wenn sie in Horror, Verlust oder Hilflosigkeit kippen. Typische Motive wie nicht schreien können, eine Telefonnummer nicht richtig wählen oder sich trotz offensichtlicher Widersprüche nicht aus dem Traum lösen zu können, zeigen, wie überzeugend das Gehirn im Schlaf ganze Wirklichkeiten konstruiert. Wer jedoch lernt, bestimmte Traumzeichen zu erkennen, kann dieses Erleben teilweise verändern: Aus einem Albtraum wird dann nicht zwangsläufig etwas Angenehmes, aber zumindest eine Situation, in der man nicht mehr vollkommen ausgeliefert ist.

Spannend wird es dort, wo Träume sich wie Vorahnungen oder Abschiede anfühlen. Menschen berichten immer wieder davon, kurz vor dem Tod eines Angehörigen oder Freundes ungewöhnlich intensive Träume von dieser Person gehabt zu haben. Wissenschaftlich lässt sich daraus allerdings kein verlässlicher Blick in die Zukunft ableiten. Plausibler ist, dass unser Gehirn im Hintergrund viel mehr verarbeitet, als uns bewusst ist: kleine Veränderungen im Verhalten, Krankheit, Sorgen, Gespräche oder die eigene Angst vor Verlust. Im Traum werden solche Eindrücke weitergedacht und zu Geschichten zusammengesetzt. Dass ein späteres Ereignis zu einem vorherigen Traum passt, kann dadurch trotzdem erschreckend präzise wirken. Gerade deshalb sollte man Träume ernst nehmen, ohne ihnen automatisch eine übernatürliche Bedeutung zuzuschreiben.

Für mich liegt ihr Wert inzwischen weniger darin, die Zukunft vorherzusagen, sondern darin, Dinge zu verarbeiten. Ein Traum kann Angst, Trauer, Erinnerungen oder Gedanken durchspielen, die im Wachzustand keinen Platz bekommen. Dabei hilft es, nach dem Aufwachen bewusst in die Realität zurückzukehren: Licht an, Wasser trinken, aufstehen, orientieren und den Traum aufschreiben. Ein Traumtagebuch macht nicht nur wiederkehrende Muster sichtbar, sondern kann aus etwas Verstörendem auch etwas Kreatives machen: eine Geschichte, einen Song, einen Gedanken für später. Entscheidend ist vermutlich, sich nicht im „Traumland“ zu verlieren. Träume können ein bemerkenswerter Zugang zur eigenen Psyche sein, aber das Wachleben bleibt der Ort, an dem wir entscheiden, was wir daraus machen.
naja, es sei denn wir glauben an die Simulationstheorie, denn dann wird das mit der Realität etwas schwieriger und die Frage, was Träume wirklich sind wird auch um einiges spannender, aber das ist eine andere Geschichte. In diesem Sinne...

Ist das noch menschlich?

Die spooky season hat begonnen und auch wenn mir das sicher viele als Bodyshaming auslegen werden, so ist es nicht gemeint, ich stelle mir nur wirklich einige Fragen, wenn ich so etwas sehe: Link zum Artikel

Es geht sich um Nick Walker, den neuen Mr. Olympia. Man kann vom Bodybuilden halten was man will, eine meiner großen Vorbilder ist Bodybuilderin und es ist unglaublich, wie diszipliniert diese Menschen sind, alles hinten anstellen um ein persönliches Ziel zu erreichen, keine Frage. Und wie gesund das ist, das sollen andere beurteilen, ich frage mich ganz oft, wie es sich anfühlt in so einem Körper zu stecken und ob es nicht ständig irgendwo wehtun muss, wenn man quasi nur noch aus Muskeln besteht? Hat man dann nicht ständig irgendwo einen Krampf? Wenn ich mir vorstelle am Tag fast 6000kcal zu mir zu nehmen, nur um die nötige Energie zum Verbrennen zu haben, das ist ca. das Vierfache von dem, was ich brauche, ist das am Ende dann nicht nur noch Essen, Pumpen, Schlafen und Repeat? Im Artikel steht, dass er 600.000 US-Dollar Preisgeld bekommt, ist es das wert? Ich weiß nicht, ob meine Lieblingsbodybuilderin hier mitliest, ich würde zu gern mal ein Interview mit ihr machen, wie das Leben als Bodybuilderin ist, auch noch aus dem Aspekt des Frau-Seins, denn sie ist für mich immer noch sexy trotz Muskelmasse und das schaffen auch nicht Viele. Zur Sexyness von Männern kann ich nicht viel sagen, da fehlt mir irgendwie der Blick, beim ersten Hingucken auf das Bild dachte ich, die haben den Kopf einfach auf eine komplette Kampfmaschine gesetzt, einerseits beeindruckend, irgendwie aber auch total beängstigend, wie schläft man mit so einem Körper, gibt es da überhaupt noch Körperfett, wie ist der Stoffwechsel, ich habe so viele Fragen.

Das war mein erster Eindruck (ist natürlich ein KI-Bild, in echt sieht er noch krasser aus)

Elevated Horror?

In der Recherche zu meinem diesjährigen Horroctober bin ich ganz oft auf einen Begriff gestoßen: Elevated Horror, was ein Quatsch! Es gibt einfach in jedem Genre gute und schlechte Filme und die Idee von Kritikern, wie ich ja selbst auch einer bin über Horrorfilme zu philosophieren, die weil irgendwem eingefallen ist, dass es nicht nur Slasher gibt und man ihnen ja auch Handlung geben könnte, diese als erhöht zu betrachten ist so typisch für unsere Zeit. Am schlimmsten ist, dass selbst Filmemacher anfangen das als eigenes Genre anzupreisen, weil ihre Horrorfilme jetzt intelligenter sind, als die guten intelligenten und herausragenden Horrorfilme, die es zwischendurch immer gab, die schon immer mehr Drama, Crime oder irgendein anderes Genre waren und dann mit Gewaltgrad physisch oder psychisch in Richtung Horror tendierten. Viele halten bis heute den großartigen Thriller "Das Schweigen der Lämmer" für einen Horrorfilm, ist das dann nicht elevated, weil er vom Niveau her weit über einem "Friday the 13th" rangiert?

Ist "Mandy" elevated Horror oder "Martyrs", weil sie essentielle Fragen stellen und künstlerisch anspruchsvoll sind, warum akzeptieren wir nicht, dass jedes Genre Ausreißer nach oben hat, die herausragend sind und wir gerade in einer Zeit leben, wo sich der Horrorfilm entwickelt in eine mehr story-drivene Richtung, was gut sein kann, jedoch nicht muss und was ihn vor allem nicht besser macht, in den meisten Fällen wirken diese Filme dann verkopft und können ihre wahre Stärke, den Zuschauer emotional anzugreifen durch schockieren und unter die Haut kriechen und mit Dingen konfrontieren, die es so nicht gibt. Sobald ich anfange alles zu psychologisieren bewege ich mich in meinen Augen in das Genre des Dramas und das ist ja nicht schlimm, es gibt viel zu wenige Dramas, die wirklich hardcore dahin gehen wo es weh tut, doch das ist dann noch kein Horror. Wenn ich das zum Teil grausame Leben von Kindern in Pflegefamilien zeige, wie sie es aus ihrer Sicht empfinden, wird das vermutlich sehr unschön und wahrscheinlich oft brutal und durchzogen von unterschwelliger seelischer Gewalt und führt wahrscheinlich zu Bildern, die man sonst aus Horrorfilmen kennt und selbst wenn da dann Übernatürliches und Monströses auftaucht bleibt es Drama. Die Figuren und ihre Geschichten entscheiden, was es ist, so scheinen die Filmemacher zu denken, in Wirklichkeit entscheidet ganz am Ende das breite Publikum. Nicht die Kritiker, nicht die Künstler selbst entscheiden, wie das Dargebotene ankommt, sie können zwar eine Empfehlung geben, eine Einordnung, wie ihre Kunst wahrgenommen werden soll und welche Intention sie hatten, doch am Ende schmeckt Nuss-Nougat-Creme so, wie man es empfindet und nicht, wie es auf dem Etikett steht.

Wann kommt irgendwer auf die Idee "John Wick" elevated Action zu nennen, weil es ja so viel hochwertiger ist, als die Actioner der 90er (wobei das nicht meine Meinung ist). Es gibt gute und schlechte Filme, das ist Fakt, sagt aber nichts darüber aus, wie sehr er Menschen gefällt, oder würdet ihr "Terminator 2" als elevated Sci-Fi einstufen, nur weil er vermeintlich einer der besten Sci-Fi-Actioner aller Zeiten ist?
Ich denke mein Punkt wird klar, es gibt keinen ELEVATED HORROR!