1/11/2024

Was man sagt?

Hey Leute,

heute ist mir mal wieder eine Frage des Zwischenmenschlichen aufgefallen, die sich offensichtlich viel zu selten gestellt wird, oder man der Einfachheit halber gar nicht mehr drüber nachdenkt: Was man sagt!

Worte sind in der Lage Menschen zu verändern, sie aufzuheitern, aufzumuntern, ihnen einen tollen Tag zu bereiten oder das genaue Gegenteil bis hin zum Auslösen einer lebenslang anhaltenden traumatischen Erfahrung, die in Depressionen und schließlich Suizid zu führen vermag. Ist das allein nicht Grund genug, wenigstens den Versuch zu unternehmen das, was man von sich gibt, kurz vorher zu überprüfen oder mit Bedacht einzusetzen, was einem in den Sinn kommt?

Denken Menschen so? Oder bin ich so hochsensibel, dass ich die verletzende und zerstörende Kraft von Worten überbewerte, weil ich selbst so vorsichtig mit ihnen bin? Im Alltag wird man immer das Gefühl haben, dass ich sage, was ich denke, es aber nie boshaft formuliere, weil es mir stets um den Punkt geht und nicht den emotionalen Ballast, den ich damit wie eine Granate umwickle, was ich sage. Wenn ich verletzten will, dann iehe ich ein direktes "Arschloch" einem umwickelten Haufen Scheiße vor. Im Normalfall weiß man stets, woran man ist bei mir. Ich behaupte, die rhetorische Fähigkeit und den Wortschatz zu besitzen stets genau zu sagen, was ich meine. Ausnahmen gibt es natürlich, wenn ich denjenigen, dem meine Meinung gilt selbst darauf kommen lasse, was ich meine...

Denkt überhaupt noch irgendjemand darüber nach, was er/sie/es sagt? Oder hauen wir einfach nur noch raus, weil wir das ja nicht als Gespräch wahrnehmen, an dem außer uns noch andere beteiligt sind und denken wir nur daran, dass wir es loswerden müssen. Ist das eine Nebenwirkung von jahrelangem Kurznachrichtenmissbrauch und indirekten sogenannten sozialen Medien, die uns auf die Distanz näher gebracht haben aber in der Nähe zur Distanz führen? Überprüft euch mal, habt ihr mehr gute Kontakte in der Nachbarschaft oder auf 100+x Kilometer? Und wie "echt" sind diese Kontakte? Es ist so viel leichter mit Menschen "gut" zu sein, die man nicht direkt sehen muss und deren Blicke und Körpersprache auf die tollen Worte reagieren, die ihr mit ihnen wechselt.

Ich war überrascht, dass ein Markus Lanz in seinem Podcast davon sprach, dass er sich vornimmt wieder mehr mit seinen Freunden zu unternehmen und es sich dann auf den einen Abend im Jahr beschränkt, wo man zusammensitzt und da weiterquatscht, wo man beim letzten Mal aufgehört hat. Da findet sich dann sogar jemand wie ich wieder, der feststellt, dass er Teile seines Freundeskreises schon seit über 5 Jahren nicht gesehen hat und zumindest ich bezeichne diese Menschen immer noch als Freunde, ja entfernte Freunde, das Leben ist so. Eine wahre Freundschaft erkenne ich daran, dass es genau so ist wie früher, als man sich jeden Tag gesehen hat und was zu erzählen hatte, als sei ein Jahr vergangen und heute ist es so, dass man sich nach einem Jahr sieht und genauso viel zu reden hat wie damals.

Achtet drauf, was ihr sagt. Worte sind Waffen, nutzt sie als Waffen der Liebe, Friedenspanzer haben so viele Öffnungen in die man Blumen pflanzen kann. Machen wir die Welt schöner, blumiger, liebenswerter und fangen wir mit den Worten an, die wir sprechen!

"Auf dem Tisch soll’n sie verrecken!"

Liebes OP-Personal, dies ist ein Zitat aus der Skatspieler-Bubble, die größtenteils sehr kriegerisch und harsch daherkommen. Diese von mir gewählte Ausspruch war einer, den ich vor Allem zu meiner Zeit im Schachclub oft hörte. Da muss ich 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein und fand es immer recht hart, obwohl damit nur das Gleiche gemeint war, dass die Fußballer sagen, wenn sie sagen, "Entscheidend is aufm Platz". Die Sprache beim Skat ist generell sehr rau und kann schon den ein oder anderen Neuling einschüchtern, wenn man die zwei Karten, die man wegdrückt als seine Soldaten bezeichnet und sie beim richtigen Kartendesign noch eindrucksvoller in der Form zweier Gräber als Grundstock seiner Stiche bereitlegt.

Worauf ich hierbei hinaus wollte, weiß ich nicht, aber Da Tweekaz - Jägermeister erinnerte mich gerade an die gute alte Zeit, als wir Schach lernen sollten, um am Wochenende auf den Turnieren zu bestehen und stattdessen über Darkwing Duck philosophiert haben, wie erwähnt Skat gekloppt haben oder Tichu gezockt haben mit der faszinierenden sexy Engländerin mit dem merkwürdigen Namen.

Manchmal vermisse ich diese Freitagabende meiner Kindheit, wie sehen eure Erinnerungen an die Zeit eures ersten Vereinslebens aus? Wart ihr je in 'nem Verein?

1/10/2024

Devil came to me

Der Teufel legt uns einen Weg der Verlockung zu Füßen für eine Seele, Jesus geht mit uns den gleichen Weg und schenkt sich selbst.

Und wenn wir nun an keinen Teufel glauben? Gehört unsere Seele dann nicht uns selbst? Kann Jesus nicht bloß ein Freund sein, ein Führer, eine unglaublich gute Idee zu Sein? Liebe vielleicht?

Wir brauchen keine Angst, wenn wir gut sind. Und kein Glaube sollte angstbasiert sein. Liebe kennt keine Furcht, nicht wenn sie echt ist, oder?

Truman Noir

"Es gibt nichts neues in der Welt außer der Geschichte, die du noch nicht kennst." Harry Truman

Ob das eine Aussage ist, die sich darauf bezieht, dass man faktisch bereits alles weiß, es nur auf den Blickwinkel ankommt, wie man es versteht ist fraglich. Ich denke, dass er damit sagen wollte, dass bereits alles da ist, wir entscheiden, was wir davon erzählen, beziehungsweise erzählt bekommen.

Nehmen wir an, ein Mann tötet seine Frau, setzt sie in sein Auto und legt einen Stein auf das Gaspedal und lässt den Wagen in den nächsten Fluss fahren. Wahrscheinlich ist Nichts daran neu, doch die Geschichte dahinter könnte es sein und solange man sie nicht kennt, ist sie trotz dessen, was in der Welt ist, nämlich die Frau im Auto im Fluss beim Erstkontakt neu.

Hm, ich dachte eigentlich, dass das Zitat irgendwie mehr Inhalt hätte, aber im Grunde sagt es bloß, "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!"

Star Trek Prodigy, Hot Skull, Criminal Minds Evolution

Star Trek: Prodigy
Es ist so weit, das unglaublich großartige Franchise "Star Trek" ist im Sandkasten von Nickelodeon angekommen und das gar nicht mal so gut. Vor einigen Wochen habe ich die ganz alte Zeichentrickserie zur originalen Raumschiff Enterprise gesehen und naja, sie war halt so wie die Originalserie nur gezeichnet...
Das hier ist, ich weiß gar nicht wie ich das als Trekkie bezeichnen soll, ich habe mich durch die ersten drei Folgen gequält und entschieden mir nicht mehr so oft gegen den Kopf zu schlagen, da ich durch diverse Weihnachtsgeschenke dort schon eine leicht rötliche Stelle habe. Mir gefällt weder der Stil noch die Geschichte, noch sehe ich die Notwendigkeit, dass diese Serie existiert, und ich habe mir sogar Picard angeguckt und für gut befunden.
Von mir gibt es keine Empfehlung, aber wer SOWAS mag, wird sicher sein Publikum finden 4/10!

Hot Skull
Ich bin generell kein Fan türkischer Serien, keine Ahnung warum, ist wie mit deutschen Serien, irgendwie alles eine Pampe und immer die gleichen Themen und Ideologien und dann einfach nur andere Genres und Figuren und fertig ist die Grütze. Ganz anders hier, wo man sich eine wirklich spannende Idee ausgedacht hat, die politisch scheint und gleichzeit als dystopisch daherkommt, obwohl man auf der Meta-Ebene unglaublich viel Kritik ausschüttet und mit tollen Figuren eine spannende Geschichte erzählt, ich mochte das sehr. Leider fehtl es dann im High-End Bereich an diesem kaboom-krass-Feeling, warum ich die Serie zwar empfehlen kann, aber nicht uneingeschränkt. Man muss schon selbst ein wenig mitmachen, dass man die versteckte Botschaft kapiert und in der richtigen Stimmung sein.

Criminal Minds: Evolution
Ich habe früher sehr gerne Criminal Minds geguckt, bin aber irgendwo in Staffel 13 ausgestiegen, weil ich einfach keine Lust mehr auf Crime hatte. Letztens sah ich, dass die gesamte Serie bei Disney+ zu gucken ist und habe mich wieder darauf eingelassen und mit Staffel 14 weitergemacht, wollte erst einmal nur 3 Folgen gucken, habe sie dann aber nahezu in einer Nacht durchgebinged. Die letzte 15. Staffel war dann quasi Pflicht und jetzt habe ich mit Staffel 16, die so unglaublich vieles verkehrt macht weiter gemacht. Vermutlich merkt man das nicht, wenn man die 3 Jahre, die zwischen den Staffeln liegen miterlebt hat aber boah, Bezüge zu Corona, Charaktere sind komisch anders, nichts, was man erklären könnte und der gerade in den letzten Staffeln wichtigste Charakter fehlt. Dr. Reed ist nicht mehr da, das und eine zusammenhängende Story, die sich durch die ganze Staffel zieht, aber irgendwie blöd ist machen es einem schwer sich auf eine 17. Staffel zu freuen, die bereits angekündigt zu sein scheint.

1/08/2024

"Land durcheinandergebracht"

Heute morgen habe ich zufällig Alexander Dobrindt sagen hören: "Die Ampel hat das Land durcheinandergebracht!", und musste herzhaft lachen. Kurz darauf dachte ich mir, ja klar... das muss aus seiner Sicht so aussehen, wo man doch fast 20 Jahre versucht hat alles so zu lassen, wie es ist und nicht einmal wirklich aufgeräumt hat.

Ich räume ja immer so auf, dass ich quasi alles inne Mitte kippe und dann neu zuteile, sprich, es wirkt vielleicht in der Momentaufnahme, wenn ich richtig loslege, so als würde ich alles durcheinanderbringen, doch dann geht ja das Ausmisten los. Und ich glaube, da sind wir gerade. Und je konservativer man ist, um so weniger möchte man natürlich Veränderungen.

Ich habe leider nicht wirklich zugehört, worum es eigentlich ging, aber wenn wir in unserer Spielrunde den Nachziehstapel aufgebraucht haben, dann wird der Ablagestapel neu gemischt und als neuer Nachziehstapel benutzt, das ist dann auch irgendwie durcheinanderbringen, aber um neue Impulse zu setzen. Ich glaube in einem Land, in dem echt viel nicht sonderlich gut sortiert ist, sollte man durchaus mal was durcheinanderbringen, um etwas zu verbessern!

Bauernaufstand?

Mir ist schon klar, dass wir es hier nicht wirklich mit einem Aufstand zu tun haben, sondern "nur" mit vielen unzufriedenen Landwirten, die ihrem Frust Luft machen darüber, dass man ihre Probleme nicht ernst nimmt.

Anfangs dachte ich mir, nachdem ich mir mal so die Argumente angesehen habe und mit der Realität abgeglichen habe, dass die Bauern sich ganz schön was herausnehmen und als Mitglieder einer mindestens zur Hälfte subventionierten Branche doch schon immer vom Geld anderer Leute leben und nicht von eigen Hände Arbeit. Doch dann habe ich mich ein wenig eingelesen und verstehe bis zu einem gewissen Grad deren Unzufriedenheit.

Doch was ich nicht so ganz begreife, ist die Schuldigenfrage, denn wenn ich es richtig verstehe, hängt doch das, was ich am Ende des Monats als Landwirt verdiene davon ab, was ich durch gutes Anbauen, Bewirten und Ernten bzw. Viehzucht erwirtschafte. Die Subventionen sind doch etwas, das ich zwar bekomme, aber darauf kann ich doch keinen Betrieb aufbauen, oder?

Und warum sollte die jetzige Regierung schuld daran sein, was über 20 Jahre immer wieder aufgeschoben wurde, klar faktisch MACHT diese Regierung vieles, das unangenehm ist, aber doch nur, weil es schon längst vorher hätte getan werden müssen, sich nur niemand getraut hat. Wenn man also wirklich einen Schuldigen sucht, dann doch die, die es eine Ewigkeit nicht angegangen sind und nicht die, die den Karren wortwörtlich aus dem Dreck ziehen wollen. Ich bin zwar nicht komplett im Thema aber ich weiß, wie es sich anfühlt den Müll anderer wegzuräumen.

1/05/2024

Aufopferung

Die feenhafte Wolke leidet stark, während wir hier therapieren, die Pinguine springen in die Fluten und wieder raus auf der Flucht vor Jägern, stehen zusammen auf dem Eis und bangen um ihr Leben.
Unter Wasser ist der Kampf ums Leben mörderisch, Bodentiere seilen Schwimmer ein und ziehen sie im Todeskampf in ihre Höhlen.

Du warst immer meine Höhle, der Ort des Schutzes, wo du mich verspeisen könntest im Leben und im Tod. Opferbereitschaft ist auch nicht nur ein Wort!

1/04/2024

Bis heute nicht?

Es gibt Wesenheiten in unseren Leben, die sind nicht in Worte zu fassen, überwältigen einen einfach und lassen sogar den wortgewandtesten Sabbelkopp verstummen. Naja und meistens ist der Grund einfach, diese Wesenheiten sind so unbeschreiblich, dass es Jahre dauern würde sie begreifbar in Worten zu...

Leute, ihr wisst es doch, ich kenne nichts... und sie behauptet, sie wüsste bis heute nicht warum das so ist. Ehrlich gesagt, ich kann es ja nicht in Worte fassen, daher...

Was ist das für ein hirnloser Post, ich sollte im Urlaub echt die Finger von Engeln lassen!

1/03/2024

A Glorious Mess - Hello & Goodbye

Vor circa 18 Jahren haben wir uns zusammengefunden, in der Kantine einer Bildungseinrichtung, die wir im Nachhinein wohl alle verteufelt haben oder zumindest nicht als die Beste unserer Schulausbildung verstanden haben saßen wir irgendwann gemeinsam am Tisch und gründeten ne Band, einfach so... Vier verzweifelte junge Menschen, die irgendwie lost waren, dazu dann irgendwann der Hühnerstall mit Scheiße an den Wänden, die gebrochenen Herzen, der Schmerz, der Spaß, alles passte irgendwie.

Damals wie heute war das wirklich etwas, an dem mein Herz hing und ich habe wirklich jede Sekunde davon genossen und bin dankbar, dass wir das hatten. Wollte ich nur auch nochmal erwähnen. Habe mich nachdem unsere Füchsin vor einigen Monden danach fragte mal hingesetzt und den ganzen alten Kram nochmal zusammengesammelt und die alte Demo rekonstruiert, die wir quasi fertig hatten mit den zum Teil unfertigen Songs, den Coverversionen und ein bisschen Blödsinn und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte das Feeling wieder, ich konnte es fast riechen und war für ganz kurz wieder 20 und so verliebt wie damals, bis ich merkte, dass alles schon immer zu dem heute führen musste. Wollen wir mal nicht rum philosophieren, aber es steckt schon echt viel Gefühl in dem Zeug, hört ruhig mal rein, wenn ihr mögt und lasst Kommentare da, solange es im Rahmen der Netiquette bleibt.

Mir bleibt nur ein fettes Danke zu sagen und Liebe geht raus!

A Glorious Mess