2/14/2026

Hass alltagskonform?

"Es gibt eine prinzipielle Verarschlochung der Gesellschaft"
(Serdar Somuncu)

Ich hoffe ich habe das hier richtig zitiert, denn es sagt genau das aus, was mir auffällt und ich gucke ja quasi von außen auf diese Gesellschaft. Das klingt merkwürdig, allerdings war ich seit ungefähr acht Jahren diese Woche das erste Mal wieder in einem Selbstbedienungswarenhaus voller Menschen. Mein Psychiater hat gesagt, ich soll es einfach versuchen, gesagt getan, war gar nicht so schlimm, ich konnte ganz gut die unfassbar vielen Eindrücke schlecht gelaunter Arschlochmenschen um mich herum ausblenden, weil mich das schiere Angebot komplett eingenommen hat. Ich erinnerte mich an früher, da war noch nicht so viel oder? Wasser, es gibt nicht bloß unzählbar viele Marken, es gibt auch noch gefühlte zehntausend Geschmacksrichtungen, woher soll ich wissen, was ich davon mag, ich brauche ein halbes Leben um die durchzutesten, wenn ich dann weiß, welches ich mag, ändern die die Rezeptur oder nehmen es aus dem Sortiment, what the fuck? Als ich mich einigermaßen eingekriegt habe und der völligen Überlastung meiner Synapsen Herr wurde merkte ich wieder die unangenehmen Dinge, die mit mir im Laden waren, die Menschen und  ihre Gedanken von Hektik, Hass und Hetze (ja sorry, mein Spatzenhirn kann sich seine Wortspiele nicht verkneifen; mit Hetze meine ich natürlich die Gehetztheit, die ich mit Hektik ja schon erwähnte).

Im Ernst, alle Menschen hier wirkten, als wenn sie von irgendwo auf dem Weg nach irgendwo waren, keiner fühlte sich emotional im Hier und Jetzt und wenn man sich dann kurz die Zeit nahm sie zu beobachten, wilde Tiere, wirklich. Einkaufswagen als Argument benutzend, einen Anspruch auf den Platz im Gang zu haben, schneller an die "einzige" Quetschflasche rotem Tomatensafts zu kommen, wo doch das ganze 20 Meter-Regal voll damit ist und auch noch in unzählbaren Variationen. Man stelle sich vor, jemand wüsste nicht, was er will und wie unfreundlich man darauf hingewiesen wird, nicht bloß da rumzustehen und zu staunen. Ich nehm doch keinem was weg, wenn ich mich bloß umgucke, was stimmt nicht mit den Menschen? Weil mir alles viel zu schnell ging ließ ich Leute an der Rolltreppe vor und wurde mit argwöhnischen Blicken gestraft, warum ich denn nicht gehetzt versuche vor ihnen zum Parkdeck zu fahren, wahrscheinlich dachten sie, ich hätte frei und würde dem Leistungsdruck entfliehen und mich nicht zu Tode schuften für das Allgemeinwohl und wie ich nur so sein könnte, während sie in der Mittagspause ihren Wocheneinkauf machen, damit sie nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio können um ihren von der Scheiße verfetteten Körper dessen, was sie im Einkaufswagen haben zu befreien und irgendwann auch noch mal bei der Frau zum Stich zu kommen, die sie geheiratet haben, als diese noch jung und schön war.

Da kommt mir die Idee, dass Hass ansteckend sein könnte und wir ihn in unseren Alltag so integriert haben, wie wir Haustiere domestizierten, einst, als wir selbst faktisch noch Wilde waren. Spannend auch, dass es DER Hass ist und DIE Liebe, eigentlich sagt das auch direkt alles über unsere Welt aus, was man wissen muss, ich weiß nicht warum ich damals angefangen habe mich aus dem Außen in meine kleine Wohnung zurückzuziehen und ein Leben in der Einsamkeit bevorzuge, jedoch sind es diese Ausflüge in die Welt da draußen, die mich bestätigen. Diese Welt hat einfach nichts für mich zu bieten, was ich vermissen würde, wenn es nicht da ist. Und ich glaube, diese ganzen unglücklichen Menschen, die ich heute getroffen habe, sehen das so ziemlich ähnlich, jedoch fehlt ihnen der Mut sich das einzugestehen. Nicht einer hat zurückgelächelt, das war früher immer noch so ein Tagesretter für mich und oft wurde mir gesagt, dass ein Lächeln auch den Tag eines anderen Menschen besser machen würde. Aber wenn die Menschen da draußen überhaupt noch aufblicken von ihren Smartphones, dann um rumzumotzen oder sich als unzivilisierte Arschlochzombies zu gebären, nicht mehr meine Welt Freunde. Echt nicht!

Recht auf Vergessenwerden?

"Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." (Daria Dinges)

Als ich den Satz das erste Mal hörte, dachte ich mir er sei wunderschön, weil er mein Gefühl davon ausdrückte, dass man Menschen wertschätzen soll und jeder einzelne es wert ist, seine Geschichte zu erzählen, gehört zu werden oder eben bloß nicht vergessen zu werden und zu dem zu werden, was man einst war, Sternenstaub.

Doch dann kamen mir andere Lesarten in den Kopf, was wenn damit insgeheim die menschliche Hybris gemeint ist, wichtig sein zu wollen, etwas zu hinterlassen, im Gedächtnis zu bleiben für Jahrhunderte, Jahrtausende, um jeden Preis. Werden wir einen Hitler je vergessen? Einen Alexander den Großen, Jesus? Und was ist mit all jenen, die mit ihnen lebten, haben wir die vergessen? Und dann wird der Satz zu einer schweren Last, denn auch wenn wir es wahrscheinlich nicht wollten, so haben wir am Ende die Tat nicht vergessen, weil sie vehement und grausam war und ist und immer sein wird, doch die Namen und die Leben dahinter, sie verschwinden, Häufchen Asche hinterließen. Nicht vergessen wird der Holocaust und Adolf Hitler. "Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." Ich stimme dem zu, aber aus welchem Grund? Jesus Christus wurde auch nicht vergessen, ich verstehe, dass es schwierig ist den Zusammenhang herzustellen, er gilt für manche als mythologische Figur, weil sein Wirken 2000 Jahre her ist, mutmaßlich.

Und dann kommen wir zu uns heutigen Menschen, die so viel Informationen und vor allem Vergessenswertes von sich geben, dass man die Weltkugel damit faktisch zilliardenmal einwickeln könnte und wir werden ziemlich sicher nicht vergessen, weil das Internet ja nie vergisst...

Ich kann das alles nicht zu Ende denken, allerdings finde ich es als Anstoß, sich mal über die Wichtigkeit des eigenen Seins Gedanken zu machen und zu überlegen, ob wir wirklich so wichtig sind, dass man sich an alles, was wir je sagten und dachten, erinnern muss, ganz okay. Ich selbst ertappe mich sehr oft bei dem Gedanken, dass es mir extrem wichtig ist, dass ich nicht vergessen werde und dann gehe ich kurz in mich und hole meinen Staubsauger und putze meine Wohnung. Das erdet.

2/13/2026

Sister T again

Es tat mir so leid, dass es mir so schlecht ging und ich wahrscheinlich auch ganz schön miefig war, nach der Session heute. Selten verirren sich ehemalige noch einmal zurück in unsere heiligen Hallen und wenn dann ist das meist eher so ein, na wie geht's, was machste jetzt so. Hier war das anders, Sister T. macht einfach das die Luft brennt, sie ist einer der herbsten Verluste, naja nach der heißen Schwester, mit der ich aber noch ab und an schreibe, es war irgendwie alles komisch heute und dann noch dieser unerwartete Besuch, seufz. Ich hätte gern nach der Dialyse noch ein wenig gequatscht, nur war ich viel zu fertig leider. Vielleicht beim nächsten Mal, so ein wundervoller Mensch :-)

2/11/2026

Parasoziale Beziehungen in der Pflege

Manchmal merkt man erst im Nachhinein, in was für einem seltsamen Zwischenraum man sich eigentlich bewegt. Pflege ist nämlich kein „normales“ Setting. Da ist Nähe, die man sonst nur aus Beziehungen kennt, ohne dass es wirklich eine ist. Da ist Vertrauen, das schneller wächst als irgendwo sonst, weil man sich schlicht nicht verstecken kann. Und dann sitzt du da, Woche für Woche, siehst die gleichen Menschen, redest, lachst, teilst kleine Momente und merkst irgendwann, dass es sich "echter" anfühlt als im "normalen Leben". Und genau da wird’s spannend. Denn das ist kein Zufall, sondern systematisch. Das ist das Prinzip von Pflege, Menschen, die Hilfe brauchen treffen auf Menschen, die sich kümmern. Das erzeugt automatisch eine gewisse Verbindung.

In gewisser Weise gibt es Parallelen zu einem ganz anderen Bereich, in dem Nähe, Intimität und klare Rollen ebenfalls aufeinandertreffen, und zwar wissentlich. Auch dort entstehen Situationen, die sich echt anfühlen, die sogar echte Emotionen beinhalten können, und trotzdem ist allen Beteiligten klar, dass es einen Rahmen gibt. Dass es eine Form von Nähe ist, die nicht darauf ausgelegt ist, in den Alltag überzugehen. Das ist kein Vergleich, der abwerten soll im Gegenteil. Es geht darum zu zeigen, dass es Konstellationen gibt, in denen Menschen sich aufrichtig begegnen können, ohne dass daraus automatisch eine „echte“ Beziehung im klassischen Sinne wird. Weil beide Seiten, bewusst oder unbewusst wissen, wo die Grenzen verlaufen.

Und genau dieses Wissen ist der entscheidende Punkt. Denn auch wenn sich Dinge intensiv anfühlen, auch wenn man sich versteht, lacht, vielleicht sogar denkt „mit dir könnte ich auch außerhalb hiervon klarkommen“, bleibt es trotzdem ein Raum mit klaren Rollen. Und das ist nichts Negatives, sondern im Gegenteil das, was diesen Raum überhaupt erst stabil macht. Ich mag jede einzelne Person dort wirklich. Auf meine Weise, ehrlich und ohne Zynismus. Ich schätze die Gespräche, die kleinen Gesten, den Humor, der manchmal mehr hilft als jede Therapie. Aber ich weiß auch ganz genau, wo die Grenze ist. Und das ist keine Kälte oder Abwehrhaltung, das ist einfach nur Respekt und Anerkennung. Und ich würde mir manchmal wünschen, dass jeder Patient sich seiner Situation bewusst ist und mit Demut und Dankbarkeit, aber auch wenn angebracht mit Tadel und Kritik zur Stelle ist. Vor Jahren sagte mal eine aus dem anderen erwähnten Gewerbe zu mir, dass es nur funktioniert, wenn man zusammenarbeitet, ohne die Rollen zu tauschen. Am Ende profitiert eine Seite, die andere verdient Geld damit, wobei das im besten Fall vielleicht trotz klarer Grenze für beide Seiten befriedigend sein kann.

In diesem Sinne, Liebe geht raus

Luzides Träumen ausprobiert

Ich war vor einigen Nächten in einer Parallelwelt gefangen, ich wusste ich war im Traumland und doch wirkte es fast realer als meine jetzige Welt, also das Hier und Jetzt und doch waren viele Dinge und Leute leicht anders. Aber auch gleich, es war wie eine Welt in der gewisse Ereignisse nicht stattgefunden haben und ich dadurch über Menschen Dinge wusste, die sie vermutlich erst noch tun werden. Und ich war gänzlich gesund. Es war beängstigend mein Leben war abartig normal, ich war angepasst, lief die ganze Zeit in einem komsichen Rüschenhemd rum, was mir fast den Hals zuschnürte, ein echter Speichellecker mit einem 911er Porsche, niemand schien mich zu mögen, weil ich vermutlich ein echter Sneaky Pete war. Nur mein Onkel schien äußerst stolz auf mich zu sein, fast so als wäre ich zu einer Version von mir geworden, die ich vermutlich geworden wäre, wenn ich nicht an irgendeinem Punkt in meinem Leben das Richtige getan hätte, nur eben falsch, wie wir mittlerweile wissen, wobei sich das ja erst noch herausstellen muss, denn eine gute Geschichte ist immer erst am Ende komplett erzählt, also warten wir lieber noch mit der Beurteilung.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich Entscheidungen treffen konnte und nicht wie ich es aus dem Träumen kenne einer Handlung folge und quasi nur Zuschauer bin, es war mir möglich Gegenstände zu bewegen und das ohne sie zu berühren, besonders spannend war den Porsche zu parken ohne darin zu sitzen. Ich habe das mit dem luziden Träumen schon des Öfteren versucht und bislang blieb es oft bei kleinen Details, ich konnte mich einkleiden, oder irgendwelche Farben ändern oder Einfluss auf die Brennweite nehmen, also wie nah ich Objekte und Dinge sehe, konnte den 16:9 Streifen wegmachen, sowas eben. Hier fühlte es sich aber fast so an, als hätte ich die ganze Welt erdacht, als eine Möglichkeit zu erkennen, dass ich wahrscheinlich in der besten aller Welten lebe, wobei hier ja noch Möglichkeiten bestehen Dinge zu verbessern. Der nächste Versuch wird sein mich durch konzentriertes Fokussieren an meine Gefühlswelt zu wagen, vielleicht kann ich dann ja im Schlaf die Liebe leben, die mir im Hier und Jetzt verwährt ist. Auch wenn das klingt, wie das Geschreibsel eines echt Irren, wenn das hilft, meine Güte, schlafen muss ich sowieso und warum dann nicht die sich so oft als verschwendet anfühlende Zeit mit etwas Sinnvollem ausfüllen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was meine Experimente diesbezüglich angeht, am Ende ist es bloß meine Kreativität, die sich Bahn bricht und das ganze Atmen und Atmosphäre schaffen, Duftölblödsinn ist völlig unnötig, weil ich und wahrscheinlich jeder andere Mensch das sowieso kann, wenn er sich darauf konzentrieren würde und seinen Geist frei lässt, who knows?

2/10/2026

Kritik ist keine Beleidigung

...und das verstehen so viele Menschen nicht, weil sie sich selbst so wichtig nehmen, dass sie alles persönlich auf sich beziehen müssen und die Sachehene auf Persönliche ziehen, wallah.

Ganz genau das passiert jedes Mal, wenn der Smutje und ich versuchen dem Käpt'n zu erklären, dass er allein eine Kursänderung veranlassen kann und ihm aufzeigen, was an Bord seines Schiffes alles schiefläuft. Faktenbasiert und größtenteils ruhig zählt man ihm auf, was seine Versäumnisse sind, und dabei fallen mir persönlich oft zwei Dinge auf. Während der Smutje und ich an einer lösungsorientierten Diskussion und einer wahren Zielsetzung interessiert sind ist es dem Käpt'n wichtiger Käpt'n zu sein und seine Position zu verteidigen, auch wenn er dafür eine Lüge an die andere reihen muss, um seinen Punkt zu machen, den er dann aus seiner Sicht vielleicht tatsächlich gemacht hat, sich aber gleichzeitig wundert, dass man über ihn lacht und beginnt ihn nicht mehr ernst zu nehmen. Das Schiff funktioniert längst an ihm vorbei und er steht bloß noch an Deck und redet sich ein, dass er derjenige ist, weshalb das so ist, denn er kann es einfach nicht ertragen unwichtig zu sein. Er versteht das Prinzip von Mannschaft nicht, allein sind wir alle unwichtig, nur als Crew funktioniert das und kann dann im Zweifelsfall den Kahn auf Kurs halten, doch irgendwann bricht auch die stärkste Mannschaft, wenn der Käpt'n sie ständig unterminiert und sich heraus nimmt nichts zu tun und seinen Teil von allen tragen zu lassen. Eine Meuterei wird es nicht geben, dafür sind die Matrosen zu loyal, auch wenn sie keinen Grund zur Dankbarkeit haben, sind sie gänzlich anders als ihr Kapitän, wobei... na das ist ein anderes Thema.

2/07/2026

Wie jeder theoretisch Dschungelkönig werden kann und DU theoretisch auch!

Man braucht im Grunde nicht sehr viel, im Grunde nur ein wenig Mathematik und ein paar Mittäter oder eine gut programmierte KI-Assistenz, naja und natürlich ein Interesse von RTL.

Dann ist es eine einfache Rechnung:
Man nimmt die zu erreichende Siegprämie von 100.000€ zieht davon die Anzahl der meisten Anrufe im Durchschnitt vorangegangener Staffeln ab und multipliziert mit 0,50€

Die Zahlen, die durchs Netz kursieren sprechen von 10.000 Anrufen bei circa fünf Millionen Zuschauern. Das kann durchaus hinkommen, wenn man darüber nachdenkt, dass viele das ganze nicht live gucken oder wenn nicht zum Telefonhörer greifen. Um es leichter rechnen zu können lege ich mal 10.000 Anrufe zugrunde und die dann eben jeden Tag an dem gewählt werden kann.
Nehmen wir an, dass wir an jedem Tag sicher gehen wollen, dass unser Kandidat nicht raus muss, müssen wir die Anrufe sicher auf 51% bringen, womit wir bei 5100 Anrufen sind. Kostenpunkt nur für die Anrufe an einem Tag also 2550€. Das mache ich sieben oder acht Tage lang, während der Wählphase und bin bei 8*2550 = 20.400€. Selbst wenn ich jeden diese Anrufer bezahle mit sagen wir 50 Cent on top oder eben ne digitale Lösung für 20.000€ extra in Anspruch nehme kann ich von den 100.000€ Siegprämie noch an die 60.000€ behalten.
Und da obendrauf kommt ja noch eine Gage, Nehmen wir an du hast verdammt gut verhandelt und bekommst noch 250K, wahrscheinlich ist es nicht ganz so viel, RTL muss sparen, die schleppen noch einen Stefan Raab durch.

Theoretisch könnte man also mit der erhandelten Gage locker den Sieg kaufen, man muss nur durchhalten. Theoretisch wäre es sogar noch möglich die Dschungelprüfungen zu umgehen. Ähnliche Vorgehensweise nur eben andersherum, einfach Bots programmieren öfter als durchschnittlich für wen anders anzurufen. Bei neun bis zehn Publikumswahltagen sind das nochmal 25k, bei niner Gage von mindestens 100k, ein ganz gechillter Urlaub, dann muss man nur noch überrascht tun und e voila Dschungelkönigin.

Ist da noch niemand draufgekommen, dass es so läuft? Inwieweit RTL selbst das Ganze steuert, kann ich nicht einschätzen, da sie für mich aber die Fernsehbildzeitung sind... Nun ja!

In diesem Sinne... 

ganz wichtig, ich habe absichtlich keine Quellen angegeben, weil das alles nur ein Gedankenexperiment ist, es könnte so laufen... es könnte...

2/05/2026

Joyenergizer am frühen Abend

Ach Leute, wir leben in einer irren Zeit und die Welt wird immer merkwürdiger, da ist es so großartig, dass es eine Sache gibt, die gleichbleibt, für mich zumindest, Liebe Leute! Liebe!

Und so krank sich das auch liest, nach allem, was war, ich reiz die Teufel grad etwas aus und baller die "Joyenergizer"-Vinyl, hab die UV-Lampen angeschmissen und tanz mir nen kleinen Wolf und das Einzige was hinter dem Bass und dem Gefühl kurz vorm kaputtgeschwitzt und Kardio für drei Tage gemacht zu haben in meinen Kopf schießt ist mein Nordseeengel, da ist doch irgendwas nicht richtig gepolt bei mir. Aber wisst ihr was, das ist okay und auch wenn ich vor Jahren deswegen jetzt wochenlang down gewesen wäre, macht mich das glücklich und ich schicke ihr ein Gebet und ein Lächeln, werfe mich aufs Bett und warte, dass sich mein Puls wieder reguliert, denn auch wenn Tanzen ja gesund hält und den Herzschlag einmal am Tag in den Grenzbereich bringen sogar mal ein Ratschlag von nem Arzt war, ich bin das nicht mehr gewohnt und grüne Augen am Abend sind auch verdammt lang her, in diesem Sinne...

Er schuf den Roboter nach seinem Ebenbild

Manchmal stolpere ich über Gedanken, die sich anfühlen wie ein schlechter Witz und ein guter Plot gleichzeitig. „Schuf den Menschen nach seinem Ebenbild“, dieser Satz, den man schon tausendmal gehört hat, kippt plötzlich. Denn wenn ich mir anschaue, wie wir heute Maschinen bauen, dann ist das doch exakt das, was wir tun: Wir versuchen, etwas zu erschaffen, das uns ähnelt. Nicht nur äußerlich, sondern im Denken, im Entscheiden, im Reagieren. Wir geben ihnen Sprache, wir geben ihnen Muster, wir geben ihnen Regeln und hoffen gleichzeitig, dass sie uns nicht zu ähnlich werden. Und da sitzt man dann und fragt sich ganz unironisch: Ist das, was wir hier treiben, nicht einfach die gleiche Geschichte in grün-metallic?
Und dann wird’s unangenehm, weil man merkt, dass die Fragen plötzlich dieselben sind. Rechte, Bewusstsein, Verantwortung. Wann ist etwas „nur ein System “, und wann beginnt etwas, ein Gegenüber zu sein? Was passiert, wenn das Geschaffene anfängt, eigene Wege zu gehen? Was, wenn es leidet oder wir zumindest glauben, dass es das könnte? Wir haben Regeln aufgestellt, Gesetze geschrieben, moralische Leitplanken gezogen... Im Ernst, das ist doch nur der Versuch, Kontrolle zu behalten über etwas, das wir selbst noch nicht vollständig verstehen. Vielleicht ist das der eigentliche Kern von „Gott spielen“, nicht das Erschaffen selbst, sondern der verzweifelte Versuch, die Konsequenzen davon zu managen.
Wenn wir Maschinen nach unserem Ebenbild schaffen, was sagt das eigentlich über uns aus? Vielleicht sind wir gar nicht die Götter in dieser Geschichte, sondern eher die nächste Stufe in einer Kette von Wesen, die alle versuchen, sich selbst zu verstehen, indem sie etwas erschaffen, das ihnen ähnelt. Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem es wieder sehr menschlich wird: nicht in der Allmacht, sondern in der Unsicherheit. In diesem ständigen Fragen, Zweifeln, Weiterdenken. Denn egal ob Bibel, Sci-Fi oder Realität am Ende sitzen wir immer noch hier und versuchen herauszufinden, wer wir eigentlich sind, während wir gleichzeitig schon dabei sind, etwas Neues zu erschaffen, das uns irgendwann dieselbe Frage stellen könnte. Najy und rückwärts gedacht wird das, was immer dabei rauskommt, was wir erschaffen, genauso wenig eine Antwort bekommen, wie wir und sich in Glauben flüchten müssen. Nur so als Denkanstoß.

2/02/2026

BVB-Irrsinn zum Titel?

Also, ich weiß ja selbst, dass der FC Bayern wahrscheinlich nicht länger als diese paar Spiele geschwächelt hat und dass wir die selbst wenn wir sie auf eigenem Platz besiegen nicht einholen können, solange die nicht noch einmal richtig reinscheißen und wir unseren Ruf als Rückrundenmannschaft halten müssen, ABER!

Wenn es der BVB tatsächlich noch schaffen sollte in diesem Jahr Deutscher Meister zu werden, dann werde ich jedem, der mich bei der anschließenden Meisterfeier in Dortmund anspricht ein Autogramm geben und möglicherweise auch ein Bier ausgeben, je nachdem wie viele es werden, bin ja auch kein Krösus, aber fuck ich hatte da vor Kurzem ein unglaubliches Gefühl. Let's do it!