3/05/2026

Workflow zu langsam?

Warum reden wir uns ständig irgendeine Unzulänglichkeit ein? Ich habe in den letzten beiden Monaten eine Datenbank erstellt, in der ich alle meine bisherigen Songs katalogisiert habe, damit ich einen Überblick über mein Schaffen habe, ich arbeite derzeit daran, meine ganzen kreativen Ergüsse zu ordnen und zu katalogisieren, um im Falle des Falles wirklich etwas zu hinterlassen und nicht bloß Datenmüll, sondern etwas, womit man auch was anfangen kann.
Ich weiß gar nicht, ob ich da alleine bin und ob das vielleicht der Grund ist, warum ich das Gefühl habe, nie Zeit zu haben, aber ich erschaffe Tag für Tag etwas, ich sitze ständig und schreibe Notizen auf, formuliere herum oder schreibe mir selbst bei WhatsApp To-Do's und Erinnerungen, was ich als Nächstes anfangen sollte. Wenn die Menschen um mich herum sowas nicht tun, dann würde das erklären, warum sie Zeit nicht so wertschätzen, warum es Menschen gibt, die Langeweile haben können, ich verstehe das Prinzip der Langeweile nicht.

Ich könnte tagelang weitermachen, ich käme nie zu einem Ende, denn aus drei abgeschlossenen Dingen entsteht immer direkt etwas Neues, ich hänge einem Gedanken nach und entwickle zwanzig Neue, wie funktionieren Menschen, die nicht denken? Ich habe mir diese Frage nie gestellt, weil es in meiner Welt nie dieses Leben auf Pause gab? Mein Geist war stets auf der Suche und jeglicher Leerraum wurde mit Etwas gefüllt. Selbst meine tiefe Phase der inneren Leere ist im Nachhinein betrachtet eine Phase der Kreativität gewesen, thematisch sehr düster, das gebe ich zu, aber auch so voller Erkenntnis und Selbsterfahrung. Ich sehe manchmal Menschen stundenlang Spazierengehen, allein mit sich und danach frage ich sie, was sie denn jetzt Neues über die Welt wissen, über sich, welche Ideen sie bekommen haben und ihre Antwort ist: Nein. Versteh ich nicht.
Jemand lässt den Tag an sich vorbeiziehen und sieht in die Wolken, hört vielleicht ein wenig Musik, was für eine wundervolle Vorstellung den Geist zum Fliegen zu bringen, Gedanken anzuregen, Ideen zu entwickeln, Nein. Versteh ich nicht.
Büroarbeit, sich ständig wiederholende Tätigkeiten, selbst Knochenarbeit, die sich stets wiederholt, dabei ist das Gehirn auf Durchzug, sucht es sich nich etwas, damit es ON bleibt, Nein? Ich versteh es nicht, wirklich nicht.

Ich sag es euch ganz ehrlich, ich muss mich mit Beruhigungstabletten vollstopfen, um überhaupt mal nicht groß zu denken, ich denke immer noch bis ich einpenne, aber ich schlafe durch sie meistens ein paar Stunden. Aber auch das, wie kann man Schlafen als etwas entspannendes akzeptieren, ich versteh schon, dass der Körper als Maschine die Erholung und Wiederaufladezeitraum, das braucht aber im Prozess des Erschaffens ist es verlorene Zeit, jede Stunde, die ich schlafe, kann ich weder schreiben, reden, noch denken, wobei letzteres noch nicht bewiesen ist, denn Träumen kann durchaus wie eine Art Denkprozess verstanden werden im weitesten Sinne,
In letzter Zeit frage ich mich immer mehr, wie weit ich von der Norm abweiche mit meiner Art zu leben und wie viel Zeit mir noch bleibt. Dadurch stellt sich mir dann die Frage nach dem zu langsamen Workflow wenn ich jeden zweiten Tag einen kompletten halben Tag verliere, weil meinem Körper Behandlung zu Teil wird. Aus der Erfahrung der Vergangenheit ist das aber vielleicht genau das, was mit downt, damit ich nicht überdrehe, genau die Zwangspause damit ich nicht wieder overpowere und brenne bis die Flammen sich selbst fressen und keine Luft mehr haben. Maybe.

ADS-Gedanken? Maybe ihr Lieben, ich glaube wir sind nicht zu langsam, ich glaube wir sich einfach nur noch nicht optimiert, ich sehe da eine große Chance in unserer Zeit, wie wir Abläufe und Dinge, die uns unnötig Zeit kosten, die aber notwendig sind digitalisieren können, just-in-timiger in unsere Abläufe einbinden und / oder mehrere Dinge gleichzeitig machen können. Für mich hat sich zum Beispiel mit Anschaffung eines Heimtrainers die Zeit für Sport ergeben, wenn ich "Fernsehe", so Serien und YouTube Kram. Perfekt ist auch Hausputz und dabei Musik-Alben-Stapel durchhören, naja und dann die vielen Sachen, die ich eh gleichzeitig mache, weil ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren kann.... Zocken, Schreiben, Musik machen, analysieren, katalogisieren, kommentieren, reviewen, sozialisieren, telefonieren, Essen, Trinken... Es ist bezeichnend, dass mein Magen knurrt, während ich diese beiden Dinge ans Ende der Auflistung setze.
In diesem Sinne...

3/04/2026

Sind wir schon so weit?

"Man darf es nicht mehr sagen, aber Adolf hatte Ordnung im Land" - "Ja wenn er nicht so extrem gewesen wär..."

Wollt ihr mich verarschen? Was ist denn das für ein Spelunkensprech? Und das nicht in irgendeinem AFD-Keller oder so, sondern in freier Wildbahn, ist es schon so weit? Mir macht das wirklich Angst, dass Menschen ganz offen so sprechen. Das Ding ist, ich verstehe den Punkt, wenn ältere Menschen so etwas sagen, aber es läuft mir kalt den Rücken runter wenn ich Leute mitbekomme, die einen der größten Massenmörder der Geschichte mit Vornamen erwähnen, wie ein alter Kumpel und komplett die Einordnung vergessen. Ich bin sehr froh, dass diese dann vom Gesprächspartner kam, der mit Sarkasmus antwortete um die eigene Empörung nicht herauszupusten. Ich meine was sagst du, wenn dein Gegenüber die Scheiße damals miterlebt hat und so etwas sagt. Ich glaube nicht einmal, dass er sich bewusst ist, wie menschenverachtend die Aussage war und sonst auch ein netter Mensch ist, ich persönlich muss da schlucken und denke mir, dass ich lieber vorsichtig bin, wenn ich mit solchen Leuten verkehre, weil ich es muss. Puh Leute, hat mich einfach etwas schockiert, der Call!

Tickman Life Records - Playlist

Hey Freunde,

ihr fragt euch sicher, warum hier derzeit so wenig los ist, ich erweitere gerade das Tickman Entertainment Universum und auch wenn mir bewusst ist, dass viele eine gewisse Abneigung gegen alles Neue haben, möchte ich euch einerseits dazu ermuntern, den Blick über den Tellerrand zu wagen, zum Beispiel auf meiner Zweit-Blog-Seite (nennt man DAS: https://tickmanliferecords.blogspot.com/ so?)

Ich vernachlässige derzeit ein paar Dinge, weil mein Fokus derzeit komplett auf der Musik liegt, während ihr auf der verlinkten Seite, die eher im Spaßbereich angesiedelten Projekte und Songs bekommt, die man bei SunoAI oder auf YouTube anhören kann, gibt es auch bei spotify die Möglichkeit mich als Künstler zu unterstützen oder zumindest mir ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken und vielleicht was für euch mitzunehmen. Denn das habe ich schon oft genug erwähnt und diskutiert, mir geht es vor Allem darum, der Welt was zu geben, von dem was ich habe und meiner Meinung nach, habe ich ein gewisses Talent, Worte zu formulieren. Und ich liebe Musik. Leider bin ich durch meine Einschränkungen nicht in der Lage das alles händisch herzustellen, daher bin ich dankbar in einer Zeit zu leben in der ich einen Großteil dessen, was in meinem Kopf stattfindet, trotzdem mit der Welt, mit euch zu teilen.
In diesem Sinne... hört mal rein

2/28/2026

Kreissäge Typ A oder Kahlschlag

Der deutsche Vorentscheid 2026

Liebe Leute,
ich bin mir echt nicht sicher, ob ich dieses Jahr nicht echt mal aussetze. Ihr wisst, ich bin eigentlich seit Jahren ein echter ESC-Hooligan und nehme alles mit, was ich bekommen kann, das Problem ist, ich habe auch einen gewissen Musikgeschmack. Der mag nicht gut sein, vielleicht auch sehr lebensphasenabhängig aber immer mit einer gewissen Art von Harmonie und ich behaupte einfach mal auch individualistisch, besonders. Und dann skippe ich mich mal grade durch das, was ich mir da heute Abend in einer Samstagabendsendung angucken soll und stelle fest, ich glaube ich lass das aus. Ich behaupte einfach mal, dass ein Sieger ja bereits feststeht, ihr erinnert euch, dass ich euch das schon vorgerechnet habe, wie man so ein Telefonvoting gewinnt... ach und ich habe glaube ich auch keine Lust mich vor ein Programm zu setzen, dass man mir vor Jahresfrist schon vorgesetzt hat, sich dann verändern wollte und am Ende wieder genau bei der selben Scheiße landet.

Also, weiß nicht, wer sich das auch mal kurz geben mag, der kann hier mal reinhören, ich werde die Tage vielleicht nochmal darauf zurückkommen; oder eben auch nicht, ich hab so gar keinen Bock auf den Tag heute insgesamt...

2/27/2026

SCHOB und der Baum

Warum sagt in der Werbung ein fröhlicher Baum, dass eine Wärmepumpe der Firma aus der Überschrift, CO2 sparend ist? Ist es denn nicht so, dass Bäume CO2 mögen, weil die das quasi so atmen, wie wir Sauerstoff? Nehmen wir damit denen nicht eine weitere Existenzgrundlage weg, müssen wir, wenn wir uns so eine Wärmepumpe holen, dann mehr in den Wald gehen und dort ganz viel ausatmen, um das wieder gut zu machen?

Ist natürlich Quatsch, was ich da geschrieben habe, allerdings finde ich den Baum in erwähntem Spot auch völlig bescheuert, denn der freut sich halt so übertrieben über etwas von einem Konzern, der neben Bohrmaschinen auch Kettensägen herstellt. Den Spot würde ich gern mal sehen, wie sehr er sich dann noch freut, wenn die HobbyLumberjacker ihm an die Borke wollen, naja wahrscheinlich einer dieser sinnlos Posts, weil ich zu wenig schlafe...

2/26/2026

(M)Ein Kunstbegriff

Personifizieren wir Kunst um der Künstler Willen oder passen wir Künstler unserer Industrie an und verlieren als Künstler unsere Kunst und ist das vielleicht der Grund AI zu haten, die als Werkzeug so mächtig ist die Industrie zu überspringen, die sonst ja das Geld abschöpft, dass die Kunst erzeugt.

Nur ein paar Gedanken eines Möchtegernmusikers, der nie etwas mit der Musikindustrie zu tun hatte, hobbymäßig ein kleines Label führt und eigene Musik schreibt und mit der Hilfe von neuronalen Netzwerken in die Welt bringt. Ich verstehe den Punkt, den Künstler haben, Bands, die durch echte Scheiße gehen, die so viel aufgeben, um ihren Lebenstraum zu leben und damit dann auch echt Kohle machen, davon leben können. Ich verstehe, dass es sich wie Diebstahl anfühlen muss, wenn der kleine Weirdo in seiner abgetanzten Wohnung sich mit zwei drei Prompts einen Song basteln lässt, der im Stil seiner Idole ist und er hat nebenbei vielleicht noch was anderes gemacht, ich verstehe heute sogar Metallica, dass sie damals Napster abschalten lassen wollten, verstehen ja und ihr ahnt es A-BÄR:

Kunst passiert im Kopf, vorrangig jedenfalls, was dann auf Leinwand, Bühne oder Papier ankommt, kommt aus den Gehirnen von Menschen, meist traumainduziert oder als Reaktion auf Etwas, das diesen Menschen geschehen ist. Ich finde wir müssen hier wirklich unterscheiden zwischen digitaler Kunst und durch AI umgesetzte Kunst, denn natürlich ist es keine Kunst, wenn ich am Ende des Posts wieder irgendein Bild, was ich im Kopf habe prompte und hier drunter klatsche, genauso wenig sehe ich Lieder prompten als Kunst an, denn das kann wirklich jeder, der den IQ eines Toastbrots gerade übersteigt. Noch schlimmer finde ich ja diese Leute, die denken es sei Kunst existierende Musik zu covern, ja das kann funny sein, interessant, klar und gerade für angehende Bands und Künstler eine Möglichkeit daraus einen eigenen Stil zu entwickeln, im Ernst so fangen wir alle an, ich habe als Kind versucht englisch zu singen, das muss ein Kauderwelsch sondergleichen gewesen sein, schmerzhaft für die Ohren eines Jeden, der das gehört hat. Leider habe ich nach der Zeit im Jungenchor und dem Stimmbruch nicht weiter gemacht, wer weiß was aus mir hätte werden können... irgendwann dann diese kurze Zeit mit "A Glorious Mess" im ehemaligen Hühnerhaus, ich kann nicht singen, ich spiele kein Instrument und ich bekomm es auch nicht hin, das Einzige, was ich schon immer konnte und worin ich mich für echt talentiert halte, ist schreiben. Und mein Gehirn ist eine Ideenmaschine, die Vorstellungskraft endet dort, wo sie wieder von vorne beginnt und... ja Möbiusschleife, Grüße an Peachie Boy...

Ich bin sozial isoliert und habe damit insgesamt auch echt kein großes Problem, es lässt mich ein Leben führen, das für mich genau richtig ist, es schützt mich vor der Eskalation und der zerstörerischen Kraft meiner Persönlichkeit, derer ich mir durchaus bewusst bin, dass sie da ist. Ich bin ein guter Mensch, allerdings nur in kleinen Dosen, ich fürchte ich bin nicht wirklich an anderen Menschen interessiert, es interessieren mich ihre Geschichten, ihre Besonderheiten, ihre Abgründe, ihr Musikgeschmack. Unsere Band schweißte damals eine einzige Sache zusammen, Schmerz, wir waren alle irgendwie Misfits und wollten das gemeinsam weniger spüren. Ich bin noch immer mit allen Mitgliedern in Kontakt, allerdings sind seitdem 20 Jahre vergangen und ich bin der mittellose Künstler geblieben/geworden, den ich damals vielleicht einfach nur performt habe. Ich habe damals mein ganzes Leben performt, ich glaube das einzig echte war meine unsterbliche Liebe zu der Einen. Man könnte behaupten, ich war mein Leben lang eine Kunstfigur und Künstler sein ist alles was ich kann. Nun ja und was macht man im Jahr 2024, wenn man plötzlich ein mächtiges Werkzeug bekommt, was sich erst anfühlt wie ein Spielzeug, man aber im Laufe der Zeit entdeckt, welche Möglichkeiten es bietet in der Kombination mit dem eigenen Erfindergeist. Endlich alles, was seit Jahrzehnten in einem schlummert aus den Schubladen holen und loslegen, das Leben der Schmerzen und Krankheit, der körperliche Verfall rückt ein wenig in den Hintergrund wenn ich komponiere, wenn ich schreibe, wenn ich uralte Gedichte lese und bemerke, dass sie in englischer Sprache wie Punksongs klingen, die schwarze Periode meines Lebens plötzlich zu Gothic-Opern werden können, die ganzen Sprachaufnahmen auf Musikkassetten ein unglaublicher Schatz sind, angefangene Autobiografien so viel Potential haben, endlich das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken, mein Leben endlich so darzustellen, wie ich es gelebt habe und nicht darauf vertrauen, was Andere über mich sagen.

Kurz runterfahren, am Ende ist es nur ein Hobby, ich bin kein Leonardo Da Vinci oder ein Wolfgang Amadeus Mozart, noch nicht mal ein Johann Wolfgang von Goethe, ich bin nur der Typ von nebenan, der mit einem Schicksal geboren wurde, damit die ein oder andere Schlacht schlägt und in der Musik seine beste Ausdrucksform gefunden hat. Dass mir dabei neuronale Netzwerke helfen, ist für mich genauso, wie mir Maschinen dabei helfen, zu überleben, denn nichts anderes ist es dreimal die Woche zur Dialyse zu gehen... puh, das war jetzt ein wilder Ritt, oder? Impulsives Schreiben nennt man das glaube ich, keine Ahnung, ob ihr da was für euch mitnehmen könnt, für mich war es sehr erquickend, in diesem Sinne erstmal, Liebe geht raus!

2/18/2026

So verliert man auch die letzten ESC Fans

Ich bin ESC-Fan seit der Zeit von Guildo Horn, Scooter und Knorkator in den Vorentscheiden, den Zeiten, als die Musik im Vordergrund stand und der Vorentscheid ein echtes Event war, ich habe die Casting Reise von Lena mitgemacht und auch die letzten 15 Jahre der mehr oder weniger Bedeutungslosigkeit des ESC für Deutschland.

Und jetzt hat man vollmundig den Neubeginn ausgerufen, indem man den Sender gewechselt hat, der die Verantwortung zeichnet und macht den gleichen Fehler der Vorjahre wieder und wieder und wieder. Ich meine hey, man sollte vorsichtig sein mit Vorverurteilungen, aber (ihr wisst jetzt kommt nix Gutes) die Wahrheit ist, ein Panel mit 7 mehr oder weniger unbekannten Newcomern und einer Casting-Show Gewinnerin und einer doch schon als Prominente zu bezeichnenden hinzustellen und dann doch wieder eine Jury aus dem Hut zu zaubern, obwohl man dem Publikum doch Veränderung versprochen hat, nur um seine Stars auch sicher in den zweiten Teil des Votings zu hieven, ach kommt schon... wir sind doch alle lang genug dabei, dass wir verstehen wie lineares Fernsehen funktioniert und oder selbst die Telefonanrufsache.

Wahrscheinlich guck ich mir die Scheiße dann trotzdem an, nachdem der BVB gegen die Bayern endgültig wieder auf seinen Platz verwiesen wurde und deprimiere mit Schöneberger und Brugger (die ich ja entgegen öffentlicher Meinung zu ihr sehr lustig finde) durch den Abend nur um dann am Ende Sarah Engels zum nächsten vorletzten Platz zu schicken, wobei man ja vermutlich nicht 26. werden kann, weil genug Länder aussetzen, dass man nur 20 Finalisten haben wird oder so. Wir sollten auch mal aussetzen für ein paar Jahre.

Es ist so schade, dass auch der ESC, der früher immer ein echter Spaß war, den ich mit meiner Mutter einmal im Jahr feierte zu einem Fiebertraum verkommen ist, bei dem man seit Lena nicht mehr dem eigenen Land die Daumen drückt, ist fast so wie bei der Fußballweltmeisterschaft, ich guck mir vielleicht noch das Turnier in pieces an, aber ich würde nicht für ein Deutschlandspiel Termine um schieben oder sonst was und das im Grunde schon seit 2010 (und ja mir ist klar, dass wir 2014 Weltmeister wurden, hat mich aber bis heute nicht gejuckt, weil damals der von mir meistgehasste Fußballer überhaupt das entscheidende Tor gemacht hat) und das ist bei vielen Großveranstaltungen so, es juckt einfach nicht mehr, superschade.

2/15/2026

Haselnusscreme jetzt "plant-based" und vorher?

Ich sollte mich nicht mehr aufregen über die Dummheiten des Alltags, ich tue es trotzdem, denn sowas ist nicht einfach nur frech, sondern auch nahe dran an Kundenverarsche.
Seit kurzem wirbt man bei vielen Dingen mit plant-based, was nichts weiter ist als ein Label, das nichts aussagt, also zumindest glaube ich, dass da nichts geregelt ist, denn logischerweise ist ein Produkt, das Nougatcreme ist, Palmöl enthält und aus jeder Menge industriell verarbeiteter pflanzlicher Inhaltsstoffe besteht und nur ein bisschen Milchpulver beigesetzt bekommt auf pflanzlicher Basis, zumindest ich dachte immer, das sei so. Das erste Mal habe ich von dem Brand gehört, als ich die Erbsenburger gesehen habe, die dann auch plant-based sind. Ich vermute man möchte sich damit an den vegan swoosh annähern, der auf vielen Lebensmitteln prangt und seinem Produkt einen besseren Ruf verpassen, als er verdient, denn theoretisch könnte man auch einer Bohnenpfanne mit Speck einen plant-based Sticker verpassen, wenn nur genug Bohnen im Vergleich drin sind, ist ja pflanzenbasiert. Es ist ein Label für dumme Menschen, das als etwas Neues vermarktet wird, obwohl es nichts aussagt. Ähnliche Beispiele der Vergangenheit waren ja schon Hydration Getränke, die Wasser beinhalten oder "Karl die Kiste" die man Pfand mäßig zurückgeben konnte, Leute!
Wir werden aber auch immer dümmer, wenn ich manchmal auf diesen Nutri-Score auf Lebensmitteln gucke, muss ich mich auch arg wundern, denn für wen gilt das denn? Für den gesunden Durchschnittsmensch mit 30,17 Jahren? Es spielen so viele verschiedene Dinge eine Rolle ob das, was du da gerade in der Hand hast, gut für deine Gesundheit ist oder nicht, wer das wirklich genau wissen will, der muss sich komplett durchchecken lassen und dann mit Ärzten und Ernährungswissenschaftlern gemeinsam an eine Lösung machen. Etwas günstiger ist der gesunde Menschenverstand, der, so man ihn denn noch nicht komplett aus dem Fenster geworfen hat, eine echte Waffe ist im Beurteilen von Gesundheitsfragen und Ernährung und in so ziemlich allen anderen Situationen des Lebens, die sich mit uns selbst beschäftigen. Und das Ding ist nicht unbedingt plant-based, kann man aber mit dem Genuss von minderwertigem Fleisch und anderem Müll deutlich runter pegeln, aber das ist eine andere Geschichte.

2/14/2026

Hass alltagskonform?

"Es gibt eine prinzipielle Verarschlochung der Gesellschaft"
(Serdar Somuncu)

Ich hoffe ich habe das hier richtig zitiert, denn es sagt genau das aus, was mir auffällt und ich gucke ja quasi von außen auf diese Gesellschaft. Das klingt merkwürdig, allerdings war ich seit ungefähr acht Jahren diese Woche das erste Mal wieder in einem Selbstbedienungswarenhaus voller Menschen. Mein Psychiater hat gesagt, ich soll es einfach versuchen, gesagt getan, war gar nicht so schlimm, ich konnte ganz gut die unfassbar vielen Eindrücke schlecht gelaunter Arschlochmenschen um mich herum ausblenden, weil mich das schiere Angebot komplett eingenommen hat. Ich erinnerte mich an früher, da war noch nicht so viel oder? Wasser, es gibt nicht bloß unzählbar viele Marken, es gibt auch noch gefühlte zehntausend Geschmacksrichtungen, woher soll ich wissen, was ich davon mag, ich brauche ein halbes Leben um die durchzutesten, wenn ich dann weiß, welches ich mag, ändern die die Rezeptur oder nehmen es aus dem Sortiment, what the fuck? Als ich mich einigermaßen eingekriegt habe und der völligen Überlastung meiner Synapsen Herr wurde merkte ich wieder die unangenehmen Dinge, die mit mir im Laden waren, die Menschen und  ihre Gedanken von Hektik, Hass und Hetze (ja sorry, mein Spatzenhirn kann sich seine Wortspiele nicht verkneifen; mit Hetze meine ich natürlich die Gehetztheit, die ich mit Hektik ja schon erwähnte).

Im Ernst, alle Menschen hier wirkten, als wenn sie von irgendwo auf dem Weg nach irgendwo waren, keiner fühlte sich emotional im Hier und Jetzt und wenn man sich dann kurz die Zeit nahm sie zu beobachten, wilde Tiere, wirklich. Einkaufswagen als Argument benutzend, einen Anspruch auf den Platz im Gang zu haben, schneller an die "einzige" Quetschflasche rotem Tomatensafts zu kommen, wo doch das ganze 20 Meter-Regal voll damit ist und auch noch in unzählbaren Variationen. Man stelle sich vor, jemand wüsste nicht, was er will und wie unfreundlich man darauf hingewiesen wird, nicht bloß da rumzustehen und zu staunen. Ich nehm doch keinem was weg, wenn ich mich bloß umgucke, was stimmt nicht mit den Menschen? Weil mir alles viel zu schnell ging ließ ich Leute an der Rolltreppe vor und wurde mit argwöhnischen Blicken gestraft, warum ich denn nicht gehetzt versuche vor ihnen zum Parkdeck zu fahren, wahrscheinlich dachten sie, ich hätte frei und würde dem Leistungsdruck entfliehen und mich nicht zu Tode schuften für das Allgemeinwohl und wie ich nur so sein könnte, während sie in der Mittagspause ihren Wocheneinkauf machen, damit sie nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio können um ihren von der Scheiße verfetteten Körper dessen, was sie im Einkaufswagen haben zu befreien und irgendwann auch noch mal bei der Frau zum Stich zu kommen, die sie geheiratet haben, als diese noch jung und schön war.

Da kommt mir die Idee, dass Hass ansteckend sein könnte und wir ihn in unseren Alltag so integriert haben, wie wir Haustiere domestizierten, einst, als wir selbst faktisch noch Wilde waren. Spannend auch, dass es DER Hass ist und DIE Liebe, eigentlich sagt das auch direkt alles über unsere Welt aus, was man wissen muss, ich weiß nicht warum ich damals angefangen habe mich aus dem Außen in meine kleine Wohnung zurückzuziehen und ein Leben in der Einsamkeit bevorzuge, jedoch sind es diese Ausflüge in die Welt da draußen, die mich bestätigen. Diese Welt hat einfach nichts für mich zu bieten, was ich vermissen würde, wenn es nicht da ist. Und ich glaube, diese ganzen unglücklichen Menschen, die ich heute getroffen habe, sehen das so ziemlich ähnlich, jedoch fehlt ihnen der Mut sich das einzugestehen. Nicht einer hat zurückgelächelt, das war früher immer noch so ein Tagesretter für mich und oft wurde mir gesagt, dass ein Lächeln auch den Tag eines anderen Menschen besser machen würde. Aber wenn die Menschen da draußen überhaupt noch aufblicken von ihren Smartphones, dann um rumzumotzen oder sich als unzivilisierte Arschlochzombies zu gebären, nicht mehr meine Welt Freunde. Echt nicht!