5/02/2023

Albumstapel "abarbeiten"

Ach Leute, es gibt Tage an denen macht das "arbeiten" Spaß, vor Allem wenn man den Albumstapel nicht mehr wie früher in CD-Form abarbeiten muss oder in Form von Vinyl, wo man ständig aufstehen muss, um den jeweiligen Tonträger umzudrehen oder zu wechseln. Da ist es schon leichter, einfach die Albumstapel-Playlist auf Spotify anzuschmeißen und "liegen gebliebene Alben" des letzten halben Jahres nachzuhören während man seinem Tagewerk nachgeht. Und dank W-Lan im ganzen Wohn/Bürobereich kann das auch der Große machen und man hört auch jeden der gewollten Töne in glasklarem Fünfpunkteins. Schöne neue Welt.

Albumstapel

Heads up!

Sorry Leute, geht hier nicht um Poker, sondern viel mehr um Tötung aus Liebe. Die Toten Hosen besagen einst in "Alles aus Liebe" schon dieses Thema und sind für mich neben "A better way to die" von Mono Inc., das ich einfach musikalisch etwas besser finde unglaublich nah an dem dran, wie ich mir das vorstellen könnte. Einfach sich in den Armen liegend abdrücken und gemeinsam gehen können mit dem Menschen, ohne den es sowieso keinen Sinn macht. Selbstbestimmt ohne Leiden und vor Allem ohne das Leid der Trauer, falls einer vor dem anderen geht, in diesem Zusammenhang bringe ich dann gerne noch Rammsteins "Stirb nicht vor mir" mit in die Verlosung und auch hier ist der Wunsch zu vernehmen nicht allein zurück zu bleiben, wenn der Andere stirbt.

Ich könnte mir auch ein Ende vorstellen, wie jenes in "Knockin' on heaven's door" wenn mir denn kein schneller Tod vergönnt sein soll. Nur nicht einsam sein will ich. Knockin' on heaven's door war als ich 12 war oder so für mich die Blaupause wie ich die letzten Tage meines Lebens verbringen will, obwohl ich damals noch mit einer Prognose lebte, die mich nie hätte erwachsen werden lassen. Tja und heute sitze ich heulend am Rechner und mach mir über sowas Gedanken und welcher Song am besten passt.

Warum für etwas leben, das den Tod nicht wert ist?

5/01/2023

Eine Heldin geht

Ich bin oft in der Vergangenheit der kleine griesgrämige Snorre gewesen, der kritisiert, genörgelt, angeprangert und hinterfragt hat.
Aber meine Schwestern, die sind stets die Heldinnen meiner Geschichte gewesen, immer etwas über stilisiert und von einer idealisierten Natur. Die Frauen meines Lebens eben und das zum Teil wortwörtlich, bedenkt man wie oft ich schon den Tanz mit dem Sensenmann eingegangen bin.
Und jetzt lässt wieder eine los und verlässt unsere Gestade um in einer anderen Welt eine neue Erfüllung zu finden. Ich werde sie vermissen aber nie vergessen. Die "heiße Schwester" wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass es einen als Patient kalt lässt, wenn wieder eine von den Guten geht und die Kälte auch im zwischenmenschlichen wieder einen kleinen Sieg erringt und das Herz wieder ein kleines Stück mehr versteinert.
Mach es gut, Herzschwester, Helfende, Heldin!
Danke Anke!

Weil ich mich selbst feiere?

Ich habe nicht Geburtstag und ich wurde auch nicht zum Bürger der Stadt gewählt, ich sitze einfach nur am Rechner und lese alte Texte von mir, teilweise so extrem weit von dem weg, was ich heute schreiben würde, sowohl vom Mindset her als auch sprachlich, aber dann doch irgendwo ich. Teilweise kommentiere ich mich selbst, als wäre ich ein Zeitreisender, der meinem jungen Ich auf die Finger klopft. Das ist eine Technik, die ich irgendwo mal aufgeschnappt habe und die mir bislang als etwas speziell erschien und ich mir vor Allem nicht vorstellen konnte sie selbst einmal anzuwenden. Normalerweise werden damit Traumata bewältigt, die sich aus der Vergangenheit immer wieder Weg brechen unsere Zukunft zu beeinflussen. Indem man sich seinen alten Werten und Überzeugungen gegenüberstellt und diese mit dem Jetzt abgleicht, erfährt man viel über das Warum und das löst dann meistens die Barrieren, die einer Lösungsfindung bisher immer im Weg standen, weshalb etwas immer wieder aufkam. Ich bin so dankbar, dass ich durch mich selbst und meine Aufzeichnungen diese "einfache" Chance habe.

Warum feiere ich mich selbst und ist das nicht ein Widerspruch? Ja definitiv, wir Menschen sind wandelnde Widersprüche, im besten Fall verändern wir uns ständig und damit sind wir faktisch keinen Tag der, der wir davor waren. Und jene, die das so wahrnehmen, als wäre man plötzlich fake oder jemand Anderes geworden, die sind vermutlich in ihrem persönlichen Prozess noch nicht sonderlich weit gekommen. Ich habe früher auch oft gedacht und fälschlicherweise verurteilt, wie es sein kann, dass man sich ständig wandelt und nicht mal für die Eine Sache steht. Bitte verwechselt das an dieser Stelle nicht damit, dass ich Opportunisten und Fähnchenschwinger gutheiße. Ich meine auch nicht die Probierphase, die man hat wenn man noch seinen Platz im Leben sucht. Ich bin davon überzeugt, dass man felsenfest einer Meinung sein kann, diese sich aber durch diverse Einflüsse und Erfahrungen um nahezu 180 Grad wenden kann oder aber der Kontext verändert sich so sehr, dass ein und der Selbe Standpunkt nun etwas komplett anderes bedeutet. So ging es mir schon öfters und ich kenne viele die sich fragen, ob sie sich wirklich so sehr verändert haben und es nicht mitbekommen hätten, bis bei genauerer Betrachtung einfach eine andere Situativität (das Wort gibt es nicht oder?) herrscht.

Ich feiere mich, weil zwischen dem ganzen emotional aufgeladenen und von einer Antihaltung epischen Ausmaßes durchzogenen Tiraden meinerseits immer mal wieder echte Meisterwerke der Wortspielerei auftauchen. Zumindest empfinde ich das so. Nicht, weil es von mir ist, denn das ist oft das faszinierendste daran, ich kann mich nicht daran erinnern, solcherlei je geschrieben zu haben, viel mehr ist es wirklich die Verneigung vor dem, was mein jüngeres Ich vor gefühlten Äonen geschrieben hat. Die Tiefe und der vermeintliche Wortwitz innerhalb solcher Werke treibt mir ein Lächeln ins Gesicht. Ein kleines Beispiel ist Die Wunderknaben von 2014, ein kleines wirres gedichtähnliches Schriftstück, das sich einerseits wie eine drogeninduzierte Review des gleichnamigen Films Wonder Boys (dt: Die Wunderknaben), sowie Inhalte rezitiert, als auch andererseits der eigenen Selbstfindung Tribut zollt und mit ihr ins Gericht geht ohne die Ebene zwischen den Welten zu verlassen. Natürlich begreife ich als derjenige, der bei der Selbstfindung dabei war das ganz anders, als andere, aber es fühlt sich ja sogar für mich an, als würde dort jemand anderes das niedergeschrieben haben, was ich heute über damals hätte schreiben können. Mega-Meta sozusagen.

Bevor der Kopf explodiert machen wir mal Schluss für heute und üben uns ein wenig in Demut und Dankbarkeit, denn ich weiß genau, das dieses vermeintliche Talent und dessen Verständnis nicht ohne Grund ist. In diesem Sinne... was haltet ihr davon, bin ich begabt, spinne ich nur, ist das wirklich gut? Habt ihr schonmal das Gefühl gehabt, ihr hättet was echt Großartiges geschaffen und hat die Hybris euch dann alles mit dem Arsch einreißen lassen? Oder habt ihr gelernt demütig sein zu können auch im Moment des Erfolgs? Lasst es mich wissen, finde das gerade unglaublich spannend!

tickman.lifeentertainment@gmx.de

Was dürfen wir?

Bin ich vielleicht gar nicht so klug, wie viele sagen? Vielleicht sogar dumm, weil ich all meine Erfahrungen und mein Wissen einfach so weiter gebe ohne dafür etwas zu verlangen? Weil ich gut bin ohne Gegenleistung zu erwarten? Sollte ich meine Gaben monetarisieren? 50 € verlangen, dafür dass ich durch ein paar geschickt eingesetzte Worte jemandem zurück zu sich selbst helfe. Die meisten von uns haben Alles was sie in diesen "Potential nutzen"-Kursen für teuer Geld lernen schon in sich. Schon immer!
Dürfen wir Hilfsbereitschaft zur Ware machen? Dürfen wir uns daran bereichern, was gottgegeben ist? Und ist Geld überhaupt die Währung, die wir uns schulden oder ist es vielmehr Liebe und Dankbarkeit, die wir geben und gegeben bekommen sollten?
Lass uns lieben!

T&Fs April '23

Tja Leute, diesen Monat habe ich extrem wenig Zeit vor der Glotze verbracht, das hing einerseits mit einem Versuch des Detoxing zusammen, andererseits habe ich viel Zeit mit meiner persönlichen Neuausrichtung verbracht, wobei mir der Nordstern sehr geholfen hat, auch wenn sie natürlich behaupten würde, wenn man sie fragte, dass sie "wie immer nichts getan hat", aber jeder rollende Stein braucht einen, der ihn anstößt, oder ein Erdbeben, whatever, ich habe tatsächlich nur einen Film gesehen diesen Monat, den ich euch als "gut" vorstellen kann. Bei acht Filmen, die für mich neu waren ganz ok, der Rest davon war eher so shice...

In diesem Sinne mag ich euch nur meine Letterboxd Seite generell ans Herz legen, ist bestimmt für den ein oder anderen was dabei, außer vielleicht jetzt im April.

Außerdem hab übrigens noch eine kurze Doku über Charles Bukowski gesehen, die ich aber nicht loggen konnte, die war okay.

Topfilm

Noch tausend Worte

Flop 5 😂

1 - Moon Crash
2 - Operation Seawolf
3 - Old
4 - Jack and the Giants
5 - Murder Mystery 2

Also ich denke der Mai wird wieder etwas mehr zu bieten haben, wie war euer Film-April? Hattet ihr auch schon einmal so einen nahezu filmfreien Monat? Schreibt es mir als Kommentar oder per Mail und folgt mir bei letterboxd. Habt Spaß!

Zeigt her eure Füße

Es ist Mai und damit ist schon wieder das erste Drittel des Jahres rum, wie schnell das wieder ging, der Lebenssand rieselt nur so durch die Uhr. Doch grämt euch nicht, denn was haben wir nicht alles Gutes getan in dieser Zeit. Blickt auf und schaut euch an, was ihr alles geleistet habt, wie viel ihr bewirkt habt! Doch tut dies nicht mit Eigenlob und Stolz auf Euch selbst, sondern demütig und im Bewusstsein, dass nichts was ihr tut ein purer Selbstzweck ist. Vielmehr helfen wir Alle dem großen Ganzen, tun Gutes um Gutes zu erhalten in der Welt, nicht um unserer Selbst sondern um des Guten Willen.
Nicht ein geneigtes Haupt wollen wir tragen,
doch mit Demut unseren Stolz hinterfragen,
es ist nicht verboten das Leben zu genießen,
dem Guten werde ich die Blumen gießen.
Euer Lächeln an dieser Stelle war es mir wert und das ist es, was wir tun, nicht um eines Reimschemas willens, sondern vielmehr damit etwas Gutes geschieht. Fangt an, pflanzt Bäume, setzt Stecklinge, geht raus, genießt die Sonne, so wie es die Pflanzen unter dem Himmel tun. Gebt mehr als ihr nehmt, seid friedlich, verschenkt eure Herzen, aber bleibt immer in Euch und damit in der Liebe.
Wie weit der Weg auch immer sein mag, es lohnt sich los zu gehen und den Füßen die Kontrolle zu überlassen, sie wissen bereits wohin es geht. Doch achtet auf sie, denn sie sind euer Wegweiser und liebkost auch eure Waden, wenn sie auch krampfen. Hört die Signale eures Körpers und nutzt sie als Vorboten eurer Taten, erholt euch so ihr könnt und nutzt die Energie um zu tun, was euch gegeben.
In diesem Sinne... bleibt friedlich heute!


Erst Walpurgisnacht, dann Mayday

Es gibt so Abende, die reißen einen böse runter. Nicht nur, dass heute wieder ein X-Reminder war, dazu jede Menge Zaubersprüche, zwei hübsche Mädels und endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis, scheinbar zahlen sich auch langsam meine Studien der dunklen Künste aus, ein super Tag die Macht zu spüren, Zauber zu wirken, alte Seelen zu beschwören und der Angebeteten zu begegnen, wenn auch noch nicht in Real Life.
Dazu fehlt dann nur noch der laute MAYDAY Ruf aus meiner Techno Vergangenheit und jetzt fliegt die Kuh!
Freundlichste Grüße von Ralf Fetenbrink ihr Eisknechte!!!

4/30/2023

Verstehe ich das Prinzip von Fast-Content nicht?

Der Vergleich mit Fast-Food liegt nahe plus Small Talk...
Also unverständliches Gebrabbel, das wir Unterhaltung nennen? Weil wir nicht mehr wissen wie das in echt geht? Wir verkürzen unsere Gespräche, weil wir uns im Grunde nicht mehr für den Anderen interessieren nur unsere eigene Grütze loswerden wollen und degradieren damit alles, was er sagt zu Content auf den man im besten Fall mit, nice to hear oder schön, dass ich der erste war, dem du es erzählt hast reagiert. Inhalt? Egal, Hauptsache nicht allein sein und einfach immer irgendwie busy und in einer Unterhaltung, hast du Zeit? Klar, so zehn Minuten werde ich schon abknapsen können, ist nichts Wichtiges oder?
Ich glaube ich verstehe es, doch dann will ich es nicht verstehen, denn es würde bedeuten, dass Nichts mehr wichtig genug ist um sich Zeit dafür zu nehmen und Alles wichtiger als die direkte Realität und Deep Talk verkommt zu etwas so seltenem, dass man es mit Gold aufwiegen könnte. Sind wir wirklich zu einer Wortwegwerfgesellschaft geworden im Land der Dichter und Denker? Und was passiert dann mit uns Dichtern und Denkern, sind wir eine aussterbende Rasse um die sich wirklich niemand mehr schert. Fressen wir am Ende unsere Kinder?

Warum wundert es mich noch?

Ich lebe seit nunmehr 10 Jahren mit meinem aktuellen Bordpersonal zusammen, wobei wir haben 10 Jahre zusammen gelebt, jetzt bin ich aufs Oberdeck gezogen und damit hat eine der Entspannung deutlich zuträgliche Distanzierung stattgefunden. Kombüsentreffen und gemeinsame Aktivitäten bleiben dennoch nicht aus und man kennt sich ja trotz Allem wirklich gut. Sollte man meinen!

Heute wurde diese Tatsache für mich wieder einmal deutlich in Frage gestellt, als der Käpt'n sich über die blaue Farbe einer meiner Tabletten wunderte, die ich auch seit mittlerweile fast 8 Jahren einnehme und die im gemeinsamen Kühlschrank stehen und die schon oft Thema waren, ob ihrer farblichen Ähnlichkeit zu denen in Dr. Mario.

Ich schreibe das jetzt einfach mal dem frühen Sonntag zu!