5/04/2023

Einen Bewunderer?

Manchmal sitze ich an meinem Schreibtisch und denke mir,  wie toll es doch wäre, wenn da jemand wäre. Und dann höre ich weiter Musik oder schreibe was und erinnere mich an früher, als ich mit Freunden zusammen saß und man hat sich das ein oder andere Kaltgetränk gegönnt und dabei die reichhaltigen MP3 Sammlungen auf Festplatten durchforstet und in Playlisten gepackt, kennt ihr noch WinAmp? Ich habe es geliebt. Im Grunde sind die heutigen Streaming-Dienste das Gleiche nur ohne den ganzen Kram auf der Festplatte haben zu müssen. Wobei auch mit Einschränkungen, dass du in genau dem Moment, wenn du DIESES EINE LIED hören willst, ausgerechnet das nicht verfügbar hast. Davon abgesehen ist es aber fast das Gleiche. Ich erinnere mich aber trotzdem an die tollen Abende und Nächte mit Mr. P und davor auch schon mit CL, das waren "erhabene Momente für die Ewigkeit", ich habe CL immer für ihre riesige Sammlung metallischer Musik bewundert und wir haben Nächte zugebracht mir MP3 CDs zusammenzustellen, ich werde' das nie vergessen, auch wenn das eine echt schwere Zeit war für mich persönlich. Interessant ist, dass ich mit Mr. P ähnliche Nächte verbracht habe, doch der war ein Youtube Junkie und hatte zu meiner zu diesem Zeitpunkt schon großen MP3 Sammlung mit circa 150.000 Songs oder so dann auch noch den gleichen Musikverstand, den ich hatte und schmiss immer wieder Videos dazwischen. Ach, Mr. P, dich vermiss ich wirklich manchmal.

Aber während ich das früher als ein gemeinschaftliches Spaß haben empfand, wünsche ich mir heute wohl nur einen Gefährten, mit dem ich über die Musik quatschen kann, die Töne analysieren, Ähnlichkeiten finden, über Texte philosophieren oder einfach dasitzen und gemeinsam heulen, wenn "nothing compares 2 U" wieder so wahr ist. Vielleicht möchte ich auch nur bewundert werden, weil ich so ein großer Musikkenner und Liebhaber bin und "ES" höre. Nein! Je mehr ich darüber nachdenke bin ich nicht mehr der Alex, der nach Bewunderung strebt. Anerkennung würde mir schon reichen, ha ha. Denkt was ihr wollt, ich bin mir selbst schon so lange genug, dass ich nur manchmal, ganz selten das Gefühl habe, dass es doch toll wäre, wenn jemand Teil davon wäre.

Grüße gehen raus!

Botschafter der Versöhnung und Sternenstaub

Fangen wir mit dem Sternenstaub an, habt ihr auch jeden Morgen Schlafsand im Auge? Ich übertreibe natürlich, aber es ist, als ob alle Welten, die ich nächtens mit den träumenden (ich hoffe geschlossenen) Augen sehe ihren Staub in meinen Augen hinterlassen und ich morgens mit einem Kaleidoskop an Erinnerungen aufwache, die sich im Sternenstaub in meinen Augen angesammelt haben. Nach dem Gang ins Bad ist der Zauber wieder vorbei, doch erinnert er mich jeden Morgen daran, dass wir des Himmels sind, und zum Himmel werden wir gehen, wenn unsere Zeit gekommen ist. Man könnte auch "Asche zu Asche und Staub zu Staub", brüllen, das würde aber nicht so schön klingen.

Kommen wir zum Botschafter der Versöhnung. Jeder von uns kann das sein und die Guten von uns sind das auch jeden Tag, denn sie handeln und leben nach ihrem Herzen und nicht mehr nach dem, was sie gieren und raffen lässt. Wir sind die, die sich nicht entschuldigen müssen, weil wir versuchen Gutes zu tun. Wir scheitern nicht, wir wachsen. Wir versöhnen und sind versöhnt (ich meine hey, da ist das Wort Sohn schon drin). Ich würde natürlich auch vertöchtern, aber das ist ein ganz anderes Thema.

In diesem Sinne, habt einen gesegneten Tag meine Guten.

5/03/2023

Leben trotz Leben

Ich bin beruhigt, dass es meinen Freunden und Bekannten einigermaßen gut geht, sei es nun durch mein Mitwirken oder auch ohne, es ist einfach schön, dass es Menschen schaffen ihre Tiefen zu überwinden. Und ja, auch ich selbst liebe das Leben obwohl es das Leben ist.

Was immer das für den Einzelnen heißen mag, ich persönlich glaube an die Freiheit und ich muss aufhören jeden Schritt, den ich nach vorne gemacht habe klein zu reden und vor mir selbst in Frage zu stellen. Ja mein Leben ist seit 10 Jahren mehr als gestört und ich habe viel zu lange nicht versucht wirklich wieder zu leben anstatt in einem Überlebensmodus zu verharren und mir einzureden, dass ich gar nicht nach den Sternen greifen sollte. Warum denn nicht? Und ja ich habe jetzt zweimal die Funkstille gebrochen und der Tempelbesuch ist erst am Sonntag, aber ich hielt es einfach nicht mehr aus und...

Ich würde nicht davon sprechen, dass der Versuch gescheitert ist, vielmehr haben wir hoffentlich etwas dadurch gelernt, was das sein wird, wird die Zukunft zeigen. Spannende Zeiten, dieses Leben grade. Haben wir Vertrauen!

Bahnhof, Expert und ein schwerer Schritt

Hallo Freunde,
ihr erinnert euch sicher an den "Agoraphobie Akut"-Tag. Ich hoffe sehr, dass ich ihn hiermit zum letzten Mal benutze. Ich habe heute einen weiteren Schritt in die richtige Richtung getan und bin im Chaos-Taxi in die Stadt gefahren. Mir ist klar, dass das noch keine Busfahrt ist, doch im Bus ist auch alles noch etwas geräumiger, also ist es vielleicht sogar noch fordernder, vor Allem wenn die Mitfahrer tierisch gestresst daher kommen. Verstanden habe ich das nicht, tatsächlich war das für mich deutlich anstrengender als die Fahrt ins "Ungewisse" vor allem weil der Fahrer auch noch ganz merkwürdige Wege genommen hat um zum Bahnhof zu gelangen.
Ich konnte die Chance wahrnehmen und in den Expert gehen. Ja, nichts dabei. Es war ein wenig merkwürdig in ein Geschäft zu gehen nur um in ein Geschäft zu gehen und nichts da zu wollen, aber es war auch schön wieder draußen zu sein. Im Anschluss bin ich noch einmal quer über den Busbahnhof gegangen, der voller Menschen war. Man könnte nun behaupten, dass das ja auch an der frischen Luft war und mir meinen ganzen Stolz zunichte machen, indem man nicht das geringste Wort der Anerkennung dafür übrig hat, dass ich es einfach gemacht habe. Verstehe ich auch, so ist diese Welt, wir sind alle allein. Und so feiere ich mich einmal mehr selbst dafür, etwas hinbekommen zu haben, das für Niemanden etwas Besonderes ist.
Und während ich darüber nachdenke, wofür man das überhaupt können muss überkommt mich eine Melancholie und ich frage mich, wozu man sich unter Menschen wohlfühlen muss, was der Vorteil von draußen Kaffeetrinken eingepfercht in einem abgesperrten Bereich zwischen noch mehr Leuten ist. Oder etwas in einem Laden zu kaufen, was man seit Jahren über's Internet bestellt. Am Ende hatte ich nie Angst und habe nur eine Nutzenanalyse gemacht und es gibt kaum positive Resonanz, auch gefühlsmäßig. Ich hatte erwartet, dass ich nachdem ich einmal durch den Expert gewandert bin wenigstens beim rauskommen ein Gefühl von Stolz hätte spüren können. Doch nichts, eher eben beschriebene Frage nach dem Warum. Der "hässlich"-schöne neue Bahnhof ähnlich, so what? Ist halt ein hässlicher Klotz mit einem unfassbar dummen Design. Bin ja gespannt, wie sich die Bahnfahrt anfühlen wird die Tage. Es fühlt sich halt alles unglaublich unnötig an. Ich verstehe den Selbstzweck nicht, warum machen Menschen sowas in ihrer Freizeit, freiwillig. Als Mittel zum Zweck, um zur Arbeit, an einen bestimmten Ort zu kommen ja, warum man sich freiwillig in die Nähe von vielen Menschen auf engstem (am besten noch abgeschlossenen) Raum begibt verstehe ich nicht mehr.
Gibt mir nix mehr fürchte ich und das ist keine wirkliche Furcht, es ist mehr eine Erkenntnis, dass ich das für mich nicht mehr brauche.
Und Individualität scheint in der Welt da draußen auch nur noch über Insta und die anderen Kanäle cool zu sein. Die Menschen, die ich gesehen habe, sahen alle nahezu gleich aus, zum Teil identisch, als gäbe es eine Uniformpflicht, die ich nicht mitbekommen habe. Warum sollte ich versuchen davon wieder ein Teil zu werden?

Wie schön, dass die Sonne scheint

"Es gab tatsächlich Tage, da war die Dunkelheit in mir so finster, dass die Nächte mir zu hell waren."
(Ich, 6,3:14)

Das ist so unfassbar deep, dass mir fast die Tränen kommen, wenn ich daran denke wie schlecht es mir gegangen sein muss. Heute freue ich mich über jeden frühmorgendlichen Sonnenstrahl, der mich und mein Herz erwärmt, der Licht schenkt, mir Vertrauen gibt daran, dass wieder ein fabelhafter Tag vor mir liegt. Wow, wie nennt man das, wenn man sich selbst in der Vergangenheit gerne umarmen würde, gibt es dafür einen Begriff? Ich würde so gern zu dem Alex zurück reisen und ihm sagen, dass Alles gut wird. Witzig, denn er würde mir nicht glauben und ich weiß ja, dass es noch eine deutliche Spur schlimmer werden würde für ihn, bevor es besser wird.

Zeitreisen so früh am morgen und depri-deepes Pseudo-Philosophieren? "Sag mir wo die Party ist!"

In diesem Sinne...

Ich höre Wincent Weiss!?

Wer meine musikalische Vorgeschichte kennt wird sich jetzt kotzend abwenden und darf mir gerne vorwerfen, dass ich alle meine Ideale langsam aber sicher über Bord werfe und mich ganz Baerbock-Style um 360 Grad drehe.

Das Irgendwo Ankommen Album ist großartig, es trifft mich gerade einfach genau da, wo ich stehe in meinem Leben, das dürft ihr mir gerne vorwerfen, aber es ist euer Problem. Hört es euch selbst an und fragt euch, wie weit das wirklich weg ist von dem, was ich immer schon gehört habe. Denn außer der Darbietung sind die Themen immer schon meine gewesen und im Speziellen Wunder gesehen könnte auch Eins zu Eins von mir sein, also gönnt euch, der Mann hat's drauf.

5/02/2023

Arkansas (Obacht Spoiler!)

Arkansas war filmisch eher ein laues Lüftchen und vor allem wegen der unfassbar bescheidenen Synchronisation (ja ich weiß, selbst schuld) teilweise auch etwas langweiliger als vermutlich gedacht.

Alles egal, für mich war der Film eine persönliche Offenbarung (nicht im biblischen Sinne der Offenbarungen) was seine Tiefe und Aussagekraft anging. Ein hochgradig philosophisch theologischer Film, der sich hinter einer Gangstermär versteckt. Am Ende überlebt die schwangere gottesfürchtige Krankenschwester mit dem Geld, allein. Weil sie die wenigsten Fehler gemacht hat? Weil sie die anderen gegeneinander ausgespielt hat? Oder weil sie sich stets treu war und demütig ob Allem was ihr widerfuhr?

Mag sein, dass ich derzeit auf einem Trip bin, was den großen Meister angeht, aber die Zeichen sind viel zu eindeutig, als dass ich sie missdeuten könnte. Ich meine kommt schon, es gibt wie viele Filme bei Prime Video und ich gucke mir den an? Zu genau diesem Zeitpunkt, wo ich sonst vermutlich das Gefühl gehabt hätte, der Film hätte gar keine wirkliche Aussage gehabt? Einbildung, Wirklichkeit, "...bin ich wach, hatte ich geschlafen?"

Das Final Girl ist die gottesfürchtige Krankenschwester, die komischerweise auch nie gearbeitet hat im Film, oder hab ich das verpasst? Ein so mittelmäßiger Film sollte mich gar nicht über den Abspann hinweg beschäftigen und doch tut er es. Ich muss noch 5 Tage die Füße still halten, ihr glaubt nicht, wie schwer mir das fällt, aber das ist der Versuch, ich hatte ja schon fast Angst, dass er scheitert, aber es ging von ihr aus, daher bin ich noch im Rennen.

Alles gut.

Auf deutsch heißt das meist, ich könnte dir ein Leben lang erzählen, was mir grad gegen den Strich geht und mir geht's auch beschissen, aber ich will nicht drüber reden, weil ich nicht weiß, was Vertrauen bedeutet.
Jemandem, einem anderen Menschen zu vertrauen ist eine so hohe Hürde, dass ich sie selbst selten überspringen kann.
Es kann auch heißen, lass mich jetzt Mal ne Weile in Ruhe, ich muss über ein paar Sachen nachdenken.
Am Ende kann es auch heißen, dass alles gut ist gerade, was meist auf Unheil in naher Zukunft hinweist.
Ich hab dich lieb, auch wenn gerade alles gut ist bei uns.
Danke heißt auch: Schön, dass es dich gibt!
My heart is your's!

Viele Regeln

"Bricht man Eine, sind alle nutzlos" (Arkansas)
So unspannend der Film auch ist, so ist jener Spruch doch von einer allgemeingeltenden Wahrheit, dass nicht einmal ich ihm widersprechen kann..
Ihr könnt das auf nahezu alle Bereiche des Lebens anwenden, von göttlichen Geboten über Regelkataloge in Abhängigkeitsverhältnissen im Bereich Arbeit oder im ganz privaten Rahmen, zwischenmenschlicher Sandkastenverhaltensregeln. Wie viele schöne lange Wörter man in der deutschen Sprache doch zusammenbauen kann, ich liebe es. Auch hier gelten übrigens Regeln. Und auch wenn man diese bricht werden automatisch die meisten anderen nutzlos. Wobei unser Gehirn einen feuchten Sonst was auf Regeln gibt, denn es bekommt meistens alles so hin, dass wir es uns zurechtlegen, egal welche Regeln wir brechen. Kleines Beispiel gefällig?
CH BN NCHT HTLR 
Ja, kein anerkanntes Hirnexperiment oder so, aber es ist möglich grundlegende Regeln zu brechen und das Hirn macht das schon, so dass wir damit klarkommen. "Das Leben findet einen Weg." Aber ist das immer gut, wenn wir eine eingebaute Autokorrektur haben, müssen wir uns dann einfach um gar nichts mehr scheren? Ich denke das ist eine Frage, die jeder für sich mit seinem persönlichen Kompass klären muss. Ich persönlich hinterfrage viele Regeln, deren Sinnhaftigkeit ich nicht verstehe, aber auch für mich gibt es ein paar Grundregeln (vor allem im zwischenmenschlichen und im Menschsein an sich), deren Befolgen keine Frage von Können oder Wollen ist, sondern von schlichtweg Machen, weil richtig! Auch hier werden einige andere Maßstäbe haben und das macht Meinungen ja auch aus. Wir sollten vor Allem wieder zurück kommen, dazu dass Meinungen nicht mehr mit Regeln verwechselt werden und andersherum. Und wen es stört, dass ich oben sein wie auch immer geartetes Polithirn angetriggert habe, meldet euch bei mir, ich bin für diesbezüglichen Input immer offen.
tickman.lifeentertainment@gmx.de

Gedanken über den Weg

"Nehmt diese Worte mit euch und bekehrt euch zum HERRN und sprecht zu ihm: Vergib uns alle Sünde und tu uns wohl, so wollen wir opfern die Frucht unserer Lippen."
(Hosea 14,3)

Das ist der heutige Bibelvers und wie es so ist bei aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten kann man die Bedeutung unglaublich gut interpretieren, dass sie zur derzeitigen Lebenssituation passen.

Ich mache das jetzt für die von euch, die mir vorwerfen ich hätte was von meinem Biss eingebüßt und sei "komisch" geworden. Mich persönlich erinnert DAS übrigens eher an Dinge, die vor 10 Jahren geschahen. Also wendet euch Gott zu und bittet um Vergebung, soweit so klar und dann kommt der zweite Teil, der wie so oft eine Gegenleistung offenbart. Wenn Gott die Sünden vergibt, dann wollen sie die Frucht ihrer Lippen opfern. Was soll das heißen? Beim ersten Lesen dachte ich mir, es könnte mich betreffen, denn meiner Lippen Frucht sind die Worte, die ich tagtäglich nutze und damit versuche Gutes zu tun, wobei das ja auch mal anders war. Doch was hätte Gott schon von meinen Worten, welchen Wert haben diese Wortfetzen im Dauergebrabbel aller Menschen, die niemals still sind. Will Gott hier Stille? Oder geht es ihm um die Frucht anderer Lippen und kommt schon, ich meine keine Lippenbären. Es klingt bei genauerer Betrachtung so, als würden jene  die da sprechen Gott Kinder opfern wollen, damit ihre Sünden vergeben werden. Und so sehr ich den zornigen Gott des Alten Testaments mag, der ja selbst schon gezeigt hat, dass er auch Kinder tötet, wenn es darum geht einen Standpunkt klar zu machen, aber hier wird es mir schon wieder zu arg. Und dann gucke ich ein paar Verse zurück und lese:
" Samaria muss büßen, dass es sich aufgelehnt hat gegen seinen Gott. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden." 
(Hosea 14,1)

Und dann weiß ich wieder, dass es vermutlich doch jene Lippen sind und natürlich Kinderopfer gemeint sind und hey, warum auch nicht? Vielleicht als Rauchopfer oder so, weil der Herr, wie man aus Mose weiß ja den Geruch von verbranntem Fleisch so gern mag?

"Wer ist weise, dass er dies versteht, und klug, dass er dies einsieht? Die Wege des HERRN sind richtig und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall."
(Hosea 14,10)

Junge, die ganze Hosea Geschichte trieft ja davon, dass Gott hier in seinem allmächtigen Stolz gekränkt ist und sich abreagieren will. Ich persönlich verstehe ja, dass man abgefuckt sein kann, wenn man den Kreaturen Regeln gegeben hat und sie ständig dagegen verstoßen und irgendwann reicht es dann eben auch. An seiner Stelle hätte ich vermutlich längst die Geduld verloren, aber hey ich bin ja auch nur ein Mensch und habe begrenzt Zeit, vermutlich hat man mit unendlich Zeit auch unendlich Geduld, wobei er dafür dann schon ganz schön viel ausrastet.

Ich muss ganz ehrlich sein, ich verstehe die ganze Geschichte nicht, es leuchtet mir ein, dass auch ein Gott sich gefreut hätte, wenn die dummen Menschlein verstanden hätten, dass sie all das, was sie jetzt hatten nicht durch sich sondern nur durch seine Hilfe bekommen haben oder können. So wie es eben ist, wenn man sich als Gottes Volk bezeichnet. Ich kenne das Gefühl der Hybris, dass man denkt, man selbst hätte Erfolg durch sich selbst, aber im Laufe der Jahre, speziell in diesem Jahr ist mir klar geworden, dass Ursache und Wirkung nicht durch ein einzelnes Menschlein funktionieren und ALLES was geschieht wechselwirkt. Und ich weiß, dass viele das nicht hören wollen, weil ich selbst das früher nicht hören wollte, aber es gibt einen übergeordneten Ordner, viele nennen ihn GOTT (natürlich könnte ER auch eine SIE sein, das will ich hier gar nicht anzweifeln). Und hey, es steht euch natürlich frei eigene Wege zu gehen, der freie Wille ist jedem gegeben. Mir kommt es vor, als ob der mysteriöse Weg DER zu und mit Gott ist.