4/09/2026

Zuversicht durch Artemis II?

Meine lieben Freunde, wir leben in einer so schwierigen Welt, voller Unfrieden und Hass, voller Probleme und tagtäglichem Gram und manchmal hat man das Gefühl es wird immer schlimmer. Nun ja, gewissermassen muss es immer erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann, doch wenn man das merkt, dann hat man für sich persönlich schon entschieden, dass es besser wird und meist ist das dann nur noch der Sumpf den man durchschreiten muss, bevor wieder blühende Auen vor einem stehen. Ganz anders sieht das aus, wenn man zum Mond fliegt. Da gibt es nur Steine und Staub und wenn man nicht aussteigt, kann man schöne Bilder machen und veilleicht beim Ein oder Anderen ein Umdenken in Gang bringen, was die Wichtigkeit alltäglicher Blödsinnigkeiten angeht. So ganz allein im Weltall wird einem doch erst klar, welches Glück man hat, dass es die Erde gibt und dass wir alle Eins sind, Sternenstaub, ihr kennt die Geschichte schon. Es ist so unbeschreiblich, ich kann das nicht in Worte fassen und ich kann so ziemlich Alles in Worte fassen, ich mach das tagtäglich.

Warum also zuversichtlich sein? Warum denn nicht, ich will gar nicht den ganzen Werbesprech übernehmen von Menschheitsprojekt und Frieden im Weltall und so weiter, denn tatsächlich ist es schon eher eine Art Eskapismus sich ein Leben im All vorstellen und ich verstehe jene, die sich nicht vorstellen können das Alles mitzuerleben, für die muss es sich wie rausgeschmissenes Geld anfühlen, welches man auch in sinnvollere Projekte stecken kann. Andererseits stammen wir von diesen Menschen nicht ab, die dem Erfinder des Rads gesagt haben, er soll doch lieber mir Jagen kommen, es muss immer welche geben die langfristig denken, openminded sind. Wenn Menschen Ideen haben ist es meist etwas Gutes was an deren Ende steht, auch wenn es erstmal nicht so aussieht. Ich weiß ich weiß, Religion, Atombombe, LaBubu, hey in Allem findet sich am Ende etwas Gutes, daran glaube ich. Dass wir das jetzt vielleicht noch nicht sehen oder herausgefunden haben, das zeigt zwei DInge, erstens sind wir zu begrenzt, zu urteilen über Etwas dessen laaangfristige Folgen wir nicht abschätzen können und zweitens sind wir ja auch noch nicht am Ende. Und allein letzteres gibt mir persönlich Motivation jeden Tag unter Schmerzen aufzustehen und mein Tagewerk zu verrichten und ein wenig strahlende Augen bekomme ich auch, wenn ich diese Wunder des Weltalls sehen darf, die wir durch solche Missionen eben auch zu Gesicht bekommen, auch wenn ich mich sehr wundere, dass niemand sich wundert, dass die Bilder von der Crew auf der Seite der Nasa diese hier aussehen wie KI-Bilder, was sie vermutlich nicht sind, warum sollten sie, es sind halt einfach 4 gute Freunde im All, ist doch auch ein tolles Signal oder? Ich finde schon, aber mind-blowing sind die echten Banger-Bilder auf der Seite, allen voran, Dieses: 

STARSTRUCK, offizielles Bild von der NASA-Seite, die alle Rechte halten
Und Leute, wenn ich solche Bilder sehe, da rechts unten, das ist ne andere Galaxie, wie klein ist dann ALLES, was wir für wichtig erachten? Mir gibt das so viel Kraft zu wissen, dass ich vielleicht im Großen und Ganzen unbedeutend sein mag, aber dennoch Teil hiervon, von etwas so viel Größeren, nahezu Unfassbaren, so wie jeder andere Mensch, der je gelebt hat, jedes andere Lebewesen, jeder Stein, jedes Atom, wir Alle sind Teil DAVON und das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt unserer Heimatgalaxie,mit zehntausenden (geschätzt) Sternen auf dem Bild, die wie unsere Sonne sind, innerhalb von Superhaufen, die wiederum aus zehntausenden Galaxien bestehen. Wie kann einem das keine Hoffnung machen oder noch schlimmer, wie kann einem das egal sein?

4/07/2026

Tag mit Sonnenuntergang

Sonnenuntergänge bleiben einfach etwas unglaublich magisches, vor Allem mit der richtigen Musik, werde nie das Placebo-Konzert bei Sonnenuntergang am Ring vergessen, die Farben, die Musik, die Gefühle, der Geruch, alles daran ist eingebrannt und natürlich ist der April perfekt für solche Erinnerungen, die ich mit mir trage. Es ist superspannend, wie ich heute mal seit längerer Zeit ein paar Sätze mit dem Schicksal wechseln durfte und auch wenn es nicht mehr so doll kickt wie früher ist es immer noch ein besserer Tag als ohne. Und dafür muss sie nichts tun und ich muss nichts tun, bloß Belangloses und ich lächle. Jetzt so direkt nach dem Training tut mir erstmal alles weh und ich habe das Gefühl ich habe aus irgendeinem Grund einen blauen Fleck unter der rechten Brust, wird schon nix sein, wahrscheinlich irgendwo gegengelaufen die Tage, tauchen ja ständig irgendwo blaue Flecken auf und verschwinden wieder. Ist wohl einfach auch langsam das Alter wo alles zwickt und zwackt, wie sie so schön bemerkte heute morgen. Ja Sonnenuntergänge sind wunderschön, ich bin nicht der Drachenlord und dennoch empfehle ich Equilibrium - Equinox als eines der schönsten Alben für eben diesen, wenn man auf Trommeln und den etwas härteren Metal steht. unbesiegte Grüße gehen Raus an AINE deR traurigsten Gestalten, die das Internet je hervorgebracht hat.

Machs gut Wal

Wisst ihr, manchmal stimme ich anderen Menschen zu und ich habe jetzt tagelang gekotzt, wie sehr sich der Mensch als solcher am Verenden eines majestetischen Tiers ergötzt, das hat für mich nichts mehr mit Mitleid zu tun, wir sind so schlau, warum ist keinem etwas eingefallen ihn zu retten oder wenigstens sein Leiden zu beenden, stattdessen gaffen sie und sehen ihm beim Sterben zu, selbst ich hatte mal ganz kurz überlegt einen Song zu schreiben, allerdings habe ich mich dagegen entschieden, weil es ekelhaft wäre. Wir reden von Natur ausbeuten, wenn wir irgendwo Lebensräume zerstören, aber einem Buckelwal beim Sterben zusehen, es medial auszuschlachten und fast Volksfestartig um ihn herum zu tanzen ist okay.
EY wahrscheinlich ist der Mensch und seine Technik, Werkzeuge, Fahrzeuge Schuld, dass er so leidet, und naja schämt euch halt! Ich wünschte mir, dass er erlöst wird und auch wenn Christen nicht an die Seele von Tieren glauben, ist er doch ein Lebewesen, das Leid empfindet und ich bette darum, dass es enden möge.

hhier der Auslöser meines Textes



4/04/2026

Bipolar ist auch die Erde

Ey Leute, der Bipolare Verein Borussia hat wieder zugeschlagen, 90 Minuten Depression und dann plötzlich Manie, was ist das? Wie können wir denn so ein Spiel gewinnen? Ich schäme mich fast dafür, dass ich einen Lachkrampf bekommen habe, das hatte ich ewig nicht, dass mir der Bauch so weh tat. Das gibt Bauchmuskeln, ey im Ernst, das kannst du keinem erzählen, was ist das? Ich komm mir echt langsam vor wie in meiner eigenen Vergangenheitsbewältigung, da kriegst du doch n Knall, nicht, dass ich den nicht schon hätte, weil ich Zuviel in der Vergangenheit grabe und der Platz neben mir mal wieder leer bleibt, ich mich frage, wann kommt die Sonne obwohl sie gerade erst untergegangen ist, das ist alles nichts mehr für mich. Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe mein Leben, ich liebe wirklich alles daran, was ich finden kann, in jedem Schlechten das Gute und doch denk ich mir manchmal mit DIR wär's besser, so wie ein Osterfeuer, was zwar brennt und flackert, aber niemand ist da, der es sieht, und im Hintergrund läuft Imagine und es ist alles wahr, Gott, ich lass es Tränen regnen, you may say I'm a dreamer, but I am not the only... Grüße gehen nach Norden und nach noch weiter Norden und noch ein Stückchen weiter Norden, spannend, wenn einige der wichtigsten Menschen deines Lebens nördlich von dir sind. In diesem Sinne...

Somewhere only we know

Das Osterwochenende ist magisch, es hängen für mich tausende von Erinnerungen daran, natürlich jene an das Osterfest, Eiersuchen, Kirchenfeste und Osterhitparaden im Radio, 3-Tage-Wach sein und sich auf ffn oder Radio Hamburg diese ganz spezielle Zusammenstellung von Musik anzuhören, die es sonst nicht im normalen Programm gibt. Außerdem war Ostern immer der Punkt des Jahres wo ich anfange mich auf den Sommer zu freuen. Und ich weiß, dass es eigentlich nicht wirklich was bedeutet, weil es auch nur eine Zahl ist, aber ich blicke gerade sehr oft genau 20 Jahre zurück und auch wenn seitdem so unglaublich viel geschehen ist, ist es doch dieses magische Wochenende im April, das mir alles wieder herholt, als sei es so gedacht, dass vor dem sogenannten Wonnemonat noch einmal richtige Depression möglich ist. Ich weiß nicht, ob Depression das richtige Wort ist, vermutlich noch nicht einmal depressive Verstimmung, es ist einfach nur das Buch der Erinnerung, das einem beim Frühjahrsputz entgegenfällt und anstatt es endlich wegzuwerfen fängt man an zu lesen und es ist alles wieder da, wobei mir schon das Durchblättern reicht um gefühlt wieder nen PTBS Schub zu bekommen. Das geht so tief, ich glaub, ich werde das nie verarbeiten, vielleicht will ich das aber auch nicht, denn alles davor und danach verblasst einfach und das bedeutet mir trotz allem immer noch etwas. Ich glaube mittlerweile, das ist mein Weg und worüber auch immer ich mich in meinem Leben lustig gemacht habe um zu copen, es war unfair und verletzend und ich büße dafür und eines Tages, wenn ich genug gebüßt habe, dann werde ich mir erlauben zu gehen. Doch ich habe gerade bei der Digitalisierung meines "Vermächtnisses" wieder gemerkt, dass ich noch Zeit brauche, ich bin noch nicht fertig und dieser eine Ort, den nur wir kennen wird irgendwann hoffentlich genau das sein, eine Ewigkeit für zwei getrennte Seelen, die wie eine sind und besonders an diesem Wochenende auch wie eine schwingen, Frequenz, Grüße gehen raus lieber IMP. Und in diesem Sinne freue ich mich schon auf morgen und den Mond-Slingshot...

4/02/2026

Last.fm Blogposts aus der Erinnerungsschublade

Bei den Arbeiten am Backlog und digitale Schubladen entrümpeln sind mir zwei äußerst spannende Posts in die Hände gefallen, die ich so knappe 20 Jahre später noch einmal wieder aufleben lassen will. Einerseits ein Post mit einer Liste meiner gesammelten Live-Bands, sprich alle Bands, die ich in meinen 40+ Jahren Leben live gesehen habe, vor Allem durch die Festivals kommt da einiges Zusammen und dazu kann man ja dann auch eine nette Playlist machen, sowas kommt immer gut an, zu Recht.

Und dann war da ein Post, ich bin mir sicher der stammt ebenso aus der Zeit, als man bei last.fm noch bloggen konnte, oder etwas Ähnliches, was mit last.fm verbunden war, ein Post mit dem wundervollen Namen: The Collection of Song-Bound-Memories was so ziemlich dem entspricht, was ich sowieso machen wollte mit meiner immer wieder unter wechselndem Projektnamen angekündigten Liederliste des Lebens oder wie auch immer ich sie schon mehrmals angekündigt habe. Beide Projekte habe ich jetzt auf Go geschaltet und werde mich die Tage da ran setzen, finde ich superspannend, Das 20 Jahre später noch einmal aufzunehmen.

Ist ja eh das Jahr der 20-jährigen Jubiläen, Die Eine, A Glorious Mess, Kickers, Sommermärchen, also stay tuned...

Thüringer Klöße sind nicht von Rammstein

Auch wenn man es vermuten könnte, Thüringer Klöße ist ein Song, der sehr Rammstein-esk daherkommt, allerdings von Nebelhaus ist und zumindest so wie ich es wahrnehme das Äquivalent zu Dicke Titten, welches tatsächlich von Rammstein ist, sein soll. Wie komme ich da jetzt drauf, ich arbeite derzeit viel am Backlog und irgendwie passt Industrial-Metal oder Neue Deutsche Härte ganz gut dazu, um es im Hintergrund zu bangen. Ich überlege derzeit wie viel man eigentlich auf ein Triggerwarnungsschild schreiben kann, bevor es zu Satire wird, allerdings war ich früher halt eine laufende Red-Flag und mit jedem Post, den ich relaunche kommen neue Trigger dazu, ich fürchte das ist auch normal bei jungen Erwachsenen, immerhin passieren da viele Dinge zum ersten Mal und wenn man dann noch depressiv ist, eine vermeintlich tödliche Krankheit mit sich rumträgt (wobei jede Krankheit tödlich ist, so sie Leben heißt) und einfach lost ist, don't blame my younger Me.

Für mich ist es fast so, als würde ich die Tagebucheinträge von einem anderen Menschen lesen, die ich total gut nachfühlen kann, welche ich aber so ganz und gar nicht mit mir Selbst zusammenbringen kann. Die einzigen Konstanten und Parallelen zu mir sind oft die Personen... ASCHE!

4/01/2026

Life of Chesney ebenfalls noch online

Leute, was da los, das Internet vergisst wirklich gar nichts, irgendwie befremdlich, andererseits gut für mich, der ich ja so gern nostalgisch bin und in alten Sachen krame, Life of Chesney ist quasi der direkte Vorgänger von diesem Blog und wurde auch hier integriert, so dass man dort keine "neuen" Inhalte findet. Wenn ihr mal reingucken wollt, dann ist das hier der Link zu LifeOfChesney. Viel interessanter ist die Linkliste, die es dort gibt, denn da habe ich meinen alten YouTube Channel wiederentdeckt, wo ich aber keinen Zugang mehr habe, allerdings hat der wahrscheinlich mehr Aufrufe in 20 Jahren gehabt, als mein aktueller und lässt eine gute alte Zeit aufleben, wo die Welt noch größtenteils in Ordnung war. Wenn ihr reingucken wollt: Don't mess with Ches zeugt halt auch von meiner unglaublichen Selbstüberschätzung. Außerdem ist auf der Life Of Chesney Seite noch mein altes (20 Jahre +) E-Stories Profil verlinkt, welches ich euch natürlich ans Herz legen möchte. Spannend daran ist vor Allem, dass ich diese Gedichte damals schrieb und mittlerweile weiterverwerte im Songwriting und einiges geht heute noch richtig tief rein. Also auch hier: Alexander Krause - E-Stories Gedichtübersicht.
Ja und dann gibt es da noch diesen Link zu einer Seite namens Bundeskampf, wo man scheinbar mit irgendwelchen Gartenzwergen gegeneinander antritt oder so, ich weiß es einfach nicht mehr, mein Link scheint immer noch aktiv zu sein, allerdings hab ich da seit 15 Jahren oder mehr nicht mehr reingeguckt, behaupte ich, anmelden kann ich mich eh nicht mehr, hier ist der Link für alle, die da mal nachgucken wollen: Chesney Little Bundeskampf.

Leider funktioniert der Dealer Link nicht mehr, das war damals irgendso ein online Drogenhandel-Simulations Ding wo du quasi Gras verkauft hast, das es natürlich gar nicht gab, nur online und ich weiß auch nicht mehr, ich weiß nur, dass es ein großer Spaß war, man konnte da glaube ich auch die Plantage erweitern, wenn man genug Gras verkauft hat und den Link an möglichst viele Leute verschickt hat, es war ein großer Spaß zur Zeit von yooliety und ICQ und so weiter, in diesem Sinne...

Chesney's Live Journal wiedergefunden

Hey Leute,
viele von euch wissen ja, dass ich schon seit Ewigkeiten blogge, genauer gesagt seit nahezu zwanzig Jahren und begonnen hat alles auf LiveJournal, einer echt guten Seite für Blogger und deutlich socialiseder (ist das ein Wort) als hier zum Beispiel. Die beiden besten Begleiterinnen überhaupt haben mich damals in diese Welt eingeführt, und in den Metal und... Danke für Alles, ich kann das nicht oft genug sagen, wenn es wirklich ein paar Menschen gibt, die mein Leben verändert haben, dann ihr. Ja Live Journal, ich komme leider nicht mehr an mein altes LiveJournal ran, um dort nochmal aktiv zu werden, ich überlege tatsächlich als Alex Tickman dort vielleicht parallel zu bloggen, ist allerdings nur so ne Idee, werde mir das nochmal genauer anschauen.
Hier wollte ich euch nur kurz darauf hinweisen, wie alles begann: Chesney Live Journal (Link zur Seite)

Und die alten Beiträge findet ihr auch auf meiner Backlog-Seite: Backlog - Life before Tickman wo es auch jede Menge anderes altes Zeug gibt, bevor ich hier angefangen habe.

3/27/2026

Release Freitag - Cream Bay - She's a ten

Hey Freunde,

endlich ist es soweit und das Album, an dem ich theoretisch 20 Jahre gearbeitet habe kommt raus, in Wirklichkeit lag es natürlich 19 Jahre davon auf Eis und die Texte sind von damals, die Möglichkeit zur Umsetzung bot sich mir erst seit letztem Jahr und ich habe euch ja versprochen, etwas mehr darüber zu sagen, nun es geht hauptsächlich um einen ganz besonderen Menschen, eine quasi stille Begleiterin, aber auch um das Zeitgefühl Anfang der 2000er und wie wir so lebten, ganz stilecht im Poppunk Gewand dieser Zeit. Es ist einerseits eine Huldigung an die Bands, die ich damals liebte, wie an die Frauen, lach, die ich damals liebte oder die Eine, das überlass ich ganz dem Zuhörer. Wie auch immer, ich wünsche euch viel Spaß beim Reinhören und Weiterempfehlen, haut mir Kritik um die Ohren auf allen Kanälen, nur bleibt sachlich, sonst kann niemand daraus lernen. In diesem Sinne wünsche ich schon einmal ein schönes Wochenende ihr Lieben. Danke an all die Zehnen in meinem Leben!

3/26/2026

Bin ich noch Schmusebärchi?

Vor ungefähr 20 Jahren war ich desillusioniert, verlassen und wahrscheinlich kaum eine Nacht nüchtern gewesen, spätestens nach einer der schmerzhaftesten Trennungen meines Lebens ging es irgendwie bergab. Und auch nicht, denn ich lernte eine ganze neue Welt kennen, neue Freunde, neue Möglichkeiten, ja wahrscheinlich sogar ein neues Ich. Durch die Vogelstraßenfrau und den Mondschein lernte ich gar zwei neue Subkulturen kennen, in denen ich mich bis heute super wohl fühle, auch wenn die eine davon für außenstehende sehr toxisch wirken kann, obwohl die andere auch. Wir saßen auf dem Fußboden und hörten Musik von Tod, Verderben und verlassen sein, die Farbe war schwarz.
Es gab aber auch dieses purple, dieses pink, es gab das Grün und es gab die Nächte auf fremden Sofas, mit SpongeBob, Grisu und den Glücksbärchis. Mein zwanzigjähriges Ich fand es lustig und irgendwas Kindliches wollte mir sagen, ein Anführer einer Sekte von Bären zu sein, die in einem Wolkenland leben und Kindern falsche Versprechungen und manipulative Botschaften senden ist cool. Naja, damals erschien Schmusebärchi, wie eine selbstironische Anspielung auf mich selbst, verloren in einem Land, das sich durch das Dauerdruftsein und meinen Lebensstil wie der Himmel anfühlte und es vielleicht sogar manchmal war. Ich glaube ich hatte auch echt gute Zeiten vor allem im Depri-Kollektivweil uns das vereinte. Als ich mit last.fm begann öffnete es mir eine ganz neue Welt, das war weit vor Facebook und ähnlichem, ich verband mich mit den Menschen, die das Wichtigste in meinem Leben mit mir gemeinsam hatten, Musik. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

und ja ich weiß, das ist Hurra-Bärchie
Sechs Jahre später war ich am Boden von so ziemlich allem angekommen, was mein Leben ausmachte und in meiner vermeintlich letzten Nacht zitternd und mit 'nem Plüsch Glücksbärchi im Arm Selbstgespräche gehalten. Irgendwie ist Schmusebärchi Mahnung und positives Gefühl gleichzeitig, auch wenn der Name heute wirklich irgendwie weird wirkt. Ich fühle da auch gewisse Pedovibes. Allerdings gibt es wirklich kaum etwas, das mir ferner wäre. Warum behalte ich den Namen trotzdem. Das kann man kritisieren oder auch nicht, ich werde darauf angesprochen, das macht es bedenklich, hätte ich keine stille Community würde ich ja die fragen, immerhin ist das Blog Maskottchen von Beginn an ein anthropomorpher Grizzlybär und selbst das Alter Ego von Stanley Hardcore ist auf der Bühne ein Furrybärenkostüm, also hm... bin ich noch Schmusebärchi? Oder ist es Zeit auch diesen Persönlichkeitsanteil endlich abzulegen, weil er nicht mehr zeitgemäß ist und vielleicht sogar widersprüchlich verstanden werden kann? Oder ist es mein Recht als Künstler, den Widerspruch stehen zu lassen und von meinem Publikum genug Hintergrundwissen oder die Aneignung dessen zu verlangen, einen Verdacht komplett auszuschließen, es widert mich eigentlich schon an, dass ich überhaupt daran denken muss, dass es da einen Zusammenhang geben könnte, allerdings würde ich selbst vermutlich bei jemand anderem so denken, schwierig...

3/24/2026

Unterschreiben um ein guter Mensch zu sein?

Es gibt nicht, die und wir!
Ich habe eben wieder einen dieser Petitionsaufrufe für eine ganz bestimmte Sache bekommen und wisst ihr, ich unterschreibe viele Petitionen, weil ich viele Dinge für anstoßbar erachte, meistens empfehle ich der Person, die mir den Link zur Petition geschickt hat weitere Petitionen, so auch eben, da ging es darum irgendwelche in Nigeria verfolgten Christen zu unterstützen (fraglich, was eine Unterschrift da bringt, anderes Thema) und ich dachte mir, es gibt doch weltweit unglaublich viele Gläubige, die verfolgt werden genau weil sie an irgendwas glauben, was ja an sich schon bescheuert ist, weil doch bitte Glauben etwas so persönliches sein sollte, was jeder für sich und mit sich ausmachen sollte und wenn sich dann eben welche treffen, die das gemeinsam erleben wollen, so fucking what? Jemanden wegen seines Glaubens zu verfolgen ist so, wie jemanden wegen seiner Gedanken zu verfolgen, selbst wenn er diese nur in Kunst ausdrückt, es ist Blödsinn. Glaube schadet niemandem, Religion und Kirche sind andere Dinge, die durchaus kritikfähig bleiben, also warum sollte ich Christen, Muslima oder Juden für schützenswert halten? Weil die Idee schützenswert ist und die Menschen nicht grundsätzlich zu verurteilen sind, nur weil sie ihren Glauben institutionalisieren. Solange man niemandem schadet, kann man doch jedem Gedanken und Glauben für sich nachgehen, so what? Was für dumme vernagelte Menschen denken, dass Anderssein ein Grund ist, sie auszulöschen? Werde ich nie verstehen. Ich glaube ich kenne kaum nachvollziehbare Gründe dafür, vielleicht Dummheit... Scherz, nein ich glaube nichts rechtfertigt die Auslöschung von jemand anderem, denn jeder hat ja jeden Tag die Chance sich zu ändern. Der Fakt, dass es die wenigsten tun, hat ja nichts damit zu tun, dass sie es nicht könnten.

Und was passiert also, wenn ich so eine Anfrage zur Petition zur Rettung von x oder y bekomme? Rabbitholegrabbing, ich suche nach themenverwandten Petitionen und denke mir, im Grunde müsste man 24/7 irgendwas unterschreiben, was nichts ändert, um anzudeuten, dass man dies oder das unterstützt, dazu kann ich auch auf reddit gehen, dann kann ich sogar noch genau ausdifferenzieren, warum ich dies oder das unterstütze und warum mich das als Individuum besser macht als irgendwen anders. Moment mal, ich blogge doch, mach ich das nicht hier auch schon? Bedingt könnte man mir das sicher vorwerfen, okay, hier muss jedoch niemand unterschreiben oder meiner Meinung sein. Ich mache nur das Angebot und meine durchaus kluge Leserschaft weiß schon, dass man nicht jedes Sonderangebot mitnehmen muss, denn ich habe ja auch ein paar echt weirde Ansichten. Alles gut. Liebe geht raus!

Freundeskreise - kleines Essay

Sie heißen so, weil sie so funktionieren. Doch fangen wir ganz einfach an.
Der Freundeskreis bezeichnet alle Menschen, die in einer gewissen Nähe zu einem selbst stehen, was uns zu dessen Mittelpunkt macht.


Am Anfang unseres Lebens sieht ein Freundeskreis so aus:
Er ist diffus, wir wissen noch nicht, was Freunde sind und wir differenzieren nicht.
Manche Menschen lernen diese Fähigkeit nie und werden immer einen diffusen Freundeskreis behalten. Das sind nicht die Freunde, die ich hier meine.



In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab es früher eine hohe Fluktuation.
Ich habe viele kennengelernt und manche blieben, andere gingen wieder.


Und dann irgendwann wird einem klar, dass es nicht ein Kreis ist, sondern eher eine Art Schnecke, in der die Freunde einem mal näher, mal ferner sind und man durch Überlappungen auch in anderen Freundeskreisen unterwegs ist.



Und mittlerweile, so mit Mitte dreißig, nachdem man den ein oder anderen Kreis hinter sich hat, sind Freunde ein so wertvolles Gut, dass man sie in seiner Mitte hat, bei seinem Herzen.
Und ganz egal wo in der Welt die Freunde nun sind, im Herzen bleiben sich Freunde stets nah.

Das führt oft dazu, dass man das Gefühl hat, seine Freunde entfernen sich und man macht nichts mehr zusammen. Die Freundschaft lebt von den Erinnerungen. Doch ist es nicht Zeit, die uns verbindet? Zeit, die wir gemeinsam sind? Zur Not am Telefon, in Gedanken, regen Austausch, vielleicht sitzend am Schreibtisch und handschriftlich einen Brief schreibend, etwas bastelnd. Selbst einer gemeinsamen Berufung nachzugehen, sich auszutauschen, kleine Momente des Lebens, der Freude, des Leidens zu teilen kann Freundschaft sein.


Heutzutage ist Freundschaft für mich vor allem eins → EHRLICH Und diese Ehrlichkeit macht dann einen Freund auf lange Sicht zum Herzmenschen. Und die erheben sich aus den Freunden. Das sind die, die du mitten in der Nacht anrufst, die sich nen Kaffee aufsetzen und bis zum Morgen mit dir sind, wenn du sie wirklich brauchst.

Ich bin ganz ehrlich, ich war mal so für alle und jeden, ich war immer da. Leider muss ich gestehen, dass es mir auch heute schwerfällt, Menschen, die ich mag, abzuwimmeln, weil ich selbst vielleicht zu fertig bin.
Aber auch da lernt man dazu, wenn Freundschaft eine eingleisige Veranstaltung ist, ist es keine. Denn irgendwann steht man dann alleine auf dem Gleis und der andere sitzt im Zug.

Freundschaftskreise verändern sich. Darauf haben die Freunde Einfluss, die Freunde von Freunden, Partner, Familie und man selbst natürlich auch. Ich habe einmal einen Geburtstag an drei Tagen gefeiert, weil Freund X und Freund Y nicht miteinander konnten und beide nicht mit Z klarkamen, sie mir aber alle zu wichtig waren, auch nur Einen einfach wegzulassen. Und mit ihnen die subkulturverbundenen Freundeskreise.

Damals war ich noch nicht so weit, von anderen zu erwarten, mir zuliebe für ein paar Stunden ein wenig Frieden zu halten. Ich wurde auch oft eingeladen auf Feste, wo ich wusste, dass dort Leute sein würden, mit denen ich Probleme habe. Ich gehe dort hin: für den Freund und nicht wegen Anderen nicht. Dem Freund zur Freude, wer lädt jemanden ein, über dessen Anwesenheit er sich nicht freut? Ziemlich dumm sowas, oder? Mein derzeitiger Freundeskreis sieht ungefähr so aus:

Und ich bin damit vollkommen zufrieden. Einen inneren Kreis mit Herzmenschen zu haben ist viel wichtiger als hundert falsche Freunde, die im Ernstfall dann doch bloß Bekannte sind, die keine Zeit haben. Und der Rest ist halt Fluktuation, portionierte Freunde, ein Kommen und Gehen auf dem Boulevard meiner gebrochenen Träume.
Ich liebe alle meine Freunde und ich hoffe auf Gegenseitigkeit, nur erwarte ich sie nicht mehr. Und das ist auch eine Form von Freiheit, in diesem Sinne... Liebe geht raus!


der Text stammt von 22.07.2023, ist aber heute noch genauso wahr wie damals

Danke für weiteren Kanalausbau

Meine Leserschaft gibt mir persönliches Feedback, ich schmelze dahin. Vielen lieben Dank, ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen. Meinen Schreibstil explizit zu erwähnen ist halt genauso als würde ich die Punktierungsfähigkeit einiger jedesmal loben, es ist halt ne Kernkompetenz, die zur Jobbeschreibung gehört und ich kann das Kompliment für die meisten nur zurückgeben. Und da sind wir dann auch schon im aktuellen Thema. Montags kommt es mir normalerweise darauf an, das anstrengende Wochenende aus den Klamotten zu schütteln, eine entspannte Zeit zu haben und zu überleben. In letzter Zeit komme ich immer etwas überwässert an und habe daher vor allem DAS im Sinn, wenn ich mich in die Sonne lege. Zum Glück (denke ich) gibt es ein paar nette Menschen, die auch noch meine langfristige Funktionalität im Blick haben, sprich der Meinung sind, dass es Sinn macht, meine Überlebensader auszubauen oder sowas, ich versteh dieses Fachchinesisch eh nicht :-)

Ja naja und wenn man mich dann noch mit Small Talk ablenkt, um meinen Blutdruck dann auf über 180 zu ballern, weil ich sehr starke Schmerzen empfinde und eine Überaufregung trotz Beruhigungsmedikation, dass etwas schiefgehen könnte, Leute ich habe einfach so viel Angst davor, dass ausgerechnet bei mir irgendwas schiefgeht...
Gut, dass es dann noch Kuchen zur Knusperstange gab, wer allerdings auf die Idee kam, Schlagsahne auf den Teller zu klatschen, nett gemeint, aber eklig! Naja, und am Ende des Nachmittags waren es ja nur ungefähr 2 Stunden, die der ganze Arm geschmerzt hat, irgendwann habe ich mich entweder dran gewöhnt oder der Nerv war abgestorben oder so, wenn es mir langfristig hilft, ist es das ja wert.
Mir wurden auch Schmerzmittel angeboten, allerdings habe ich gerne das komplette Körpergefühl, Schmerzmittel sind für mich immer das Allerletzte Mittel, denn da geht dann ja meist als Nebenwirkung noch der Blutdruck runter und normalerweise bin ich während der Behandlung durch die vorherige Sedierung eh schon etwas duselig und kriege von Novalgin, dem Stoff, den man vorrätig hat, meist relativ akuten Durchfall. Und das ist ein Thema, das ich schon zu viel und zu lange und zu oft besprochen und durchlebt habe, da bin ich um jeden Tag, den das nicht Thema ist, glücklich und werde einen Teufel tun, das auch noch wissentlich herbeizuführen (ja ich weiß, ist auch eine Möglichkeit der Entwässerung, ne lass ma!).
Liebe geht raus!

3/23/2026

Ein paar Worte zu... Cream Bay - She's a ten

So ihr Lieben,
generell will ich hier ja nicht zu tief drauf eingehen, allerdings kommt am Freitag der nächste Streich meines künstlerischen Schaffens in Umlauf und da dachte ich, ich weise euch ganz kurz darauf hin, es handelt sich um ein Punk-Rock Album, in dem ich größtenteils mit Texten aus 2005 und 2006 gearbeitet habe. Die Ankündigung könnt ihr bei den Kollegen von Tickman Life Records nachlesen, ich werde die Tage noch ein paar Details verraten und vielleicht über den ein oder anderen Song die Geschichte dahinter verraten, ob ich das hier oder auf meinem Backlog, der noch im Aufbau ist und wo noch nicht so viel los ist, mache, weiß ich noch nicht. Ihr könnt euch aber auf jeden Fall auf 17 Tracks freuen, die ich nahezu genauso schon vor 20 Jahren erdacht hatte und bislang bloß daran gescheitert bin, dass ich weder singen kann noch irgendein Instrument spielen kann. Hört rein und entscheidet selbst, wieviel Tickman und wie viel AI da drin ist, VÖ ist am 27.03.2026 auf so ziemlich allen Online-Streamern. Und weil man mit Speck ja Mäuse fängt, hier wie auch schon bei den Kollegen das Cover-Artwork und die Tracklist, allerdings mit dem finalen Farbdesign.
In diesem Sinne... Liebe geht raus!


3/22/2026

Herr Lehmann wird nie mehr der Selbe sein

... und sowas find ich Scheiße, im Endeffekt ist es eine Figur aus einem Buch von Sven Regener und die ist auch ohne den ihn spielenden Schauspieler großartig und liebenswert, doch so wie wir Menschen eben sind, verbinden wir sie durch die Darstellung eben mit dem, der ihn im Film gespielt hat.
Und dass der sich jetzt als ein echter Nullleiter und ekelhafter Mensch herausstellt, ist nicht nur traurig, es tut mir auch für seine Opfer so unglaublich leid, die wahrscheinlich, zumindest auf seine Frau trifft das mutmaßlich zu, jahrelang unter ihm gelitten haben. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht, sie haben einen fantastischen Ruf, sie haben eine der schönsten und sympathischsten Frauen der Welt geheiratet, eine großartige Karriere, wahrscheinlich auch keinerlei Geldprobleme und dann was? Reicht das nicht? Wo switcht der Schalter von, wow was habe ich für ein geiles Leben zu, "bring den Vorschlaghammer mit" und lass uns das mal komplett in Schutt und Asche legen?
Ich meine, ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass man an allem irgendwann satt ist, das kann sogar die Liebe sein, das können Menschen sein, Geld, Ruhm, einfach alles macht einen irgendwann übersatt, das verstehe ich... bis zu einem gewissen Grad. Was ich nicht verstehe, ist, dass man anderen Leid zufügt und denkt, dass es einfach eine gute Idee ist sich nicht einfach von dem zu trennen, was einen belastet, sich Hilfe sucht oder einfach mal reflektiert an welchem Punkt man falsch abgebogen ist und versucht daraus die Konsequenz zieht.
Wir tun uns sehr leicht damit Urteile über Menschen zu fällen, die Fehler machen und die gewaltig reinscheissen, weil wir uns selbst für moralisch überlegen halten, dabei hat jeder seine Leichen im Keller und irgendwelchen unsäglichen Mist in seiner Biographie, doch der Unterschied zwischen denen, die dazu stehen, reflektieren, sich entschuldigen, es nie wieder tun und jenen, die ihren ganzen Mist nehmen, ihn projizieren und andere für ihr Versagen verantwortlich machen ist himmelweit. Ich will nicht urteilen, leider fällt es mir sehr schwer nicht immer auf der Seite der Opfer zu stehen, denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt fast immer eine lange Zeit in die Richtung von Tätern aus und selten weit genug zurück, dass es irgendwann in der Mitte wieder in Ruhe gelangt. Daher möchte ich diesen prominenten Fall nutzen, um allen Opfern von Gewalt, vor allem psychischer und/oder sexualisierter Gewalt alle Kraft der Welt zu wünschen und feiere jeden Menschen, der es schafft, darüber zu reden, sich zu befreien und womöglich ihren Tätern einer gerechten Strafe zuzuführen. Inwieweit es überhaupt eine gerechte Strafe im Namen des Gesetzes geben kann, ist hier ein komplett anderes Thema, denn das kann niemand ermessen, da bin ich leider auch sehr alttestamentarisch eingestellt (ist Auge um Auge nicht fast Karma [etwas direkter vielleicht]?).
Am Ende bin ich einfach nur unglaublich enttäuscht, ja das ist die richtige Formulierung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich dazu äußere, denn eigentlich erscheint mir das Thema ja wie Blätterwald-Gossip, doch es passiert ja leider immer wieder und eben nicht nur in der High-Society oder bei den "Stars", sondern mutmaßlich hinter so vielen verschlossenen Türen und ich kotze, wenn ich daran denke, dass Menschen nicht in der Lage sind, friedlich, zivilisiert und vor Allem gewaltfrei miteinander zu leben. Meine Fresse, die Konsequenz ist, dass wir uns gegenseitig hassen und ausrotten und am Ende fragen wir uns dann, warum im Nahen Osten Menschen so schnell bereit sind aus welchen "Gründen" auch immer anzufangen sich gegenseitig von heute auf morgen abzuschlachten und keinen juckts? Ekelhaft! In diesem Sinne... habt einen angenehmen und friedfertigen Sonntag voller Liebe und schließt ruhig auch mal die Opfer, die man nicht sieht in eure Gebete ein, ob ihr glaubt oder nicht.

3/21/2026

Depri-Sehnsucht

Manchmal so wie heute abend sehne ich sie mir wieder herbei und schaffe es fast mich selbst so sehr runterzuziehen, dass ich das Gefühl von Depression bekomme. Das Hauptproblem ist, dass ich mich nicht mehr fallen lassen will, weil das Gefühl allein einfach nur unangenehm ist und keinen Spaß macht, wenn niemand da ist, der das mit dir fühlt. Und a fallen mir dann das Vogelstraßenmädchen und der Mondschein ein und ich muss lachen, denn die beiden sind auf ihre Weise so etwas wie Konstanten in meinem Leben und ich bin so dankbar, denn viel mehr wollte ich eigentlich nie haben, nur ein paar Konstanten.

Und Alter habe ich früher gute Lieder geschrieben, das ist schon fast ekelhaft gut, was da herauskam. Vielleicht ist es auch der Likör, der mir zu Kopf steigt und die Melancholie, der Time-Tango das Karma-Karussell, der Blick zurück an einem sich sehr einsam anfühlenden Abend. Ich weiß es nicht, irgendwas ist komisch heute Abend und ich mag es irgendwie, schade, dass ich es nicht mit jener Einen teilen kann, der ich schon seit Ewigkeiten mein Meer aus Tränen übergeben will.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

Schöpfer oder Scharlatane

Ich frage mich, ob das ein Bubble-Problem ist, etwas, dass ich als Creator und Betroffener fühle oder ob die ganze Welt in diese Richtung tendiert oder ob die allgemeine Meinung, die natürlich von der Industrie befeuert wird, negativ zu digital erstellter Musik ist?
Ich merke für mich persönlich, dass ich natürlich mehr Musik von dem höre, was ich selbst mache, wenn ich gerade im Prozess einer Album-Produktion bin, aber das war schon damals so, als ich mit einer echten Band gearbeitet habe, da hört man sein eigenes Zeug häufiger als seine Lieblingsbands, ich glaube das ist normal. Ich stelle mir eher die Frage, wieviele Menschen so sehr berauscht davon sind ständig neue Musik zu erschaffen, aus Launen heraus und ohne den künstlerischen Anspruch, den ich mir für mich einbilde, quasi nebenbei und damit die wahre Großartigkeit dieser Technik zu etwas machen, das ähnlich wie Tarot-Karten von spielbaren Karten zu Partyspaß-tauglicher Zukunftswahrsagerei wurde.

Wie auch immer, ich bin einigermaßen stolz, dass ich mittlerweile einen funktionierenden Work-Flow gefunden habe, der mir ermöglicht kreativ zu sein und gleichzeitig etwas künstlerisches zu erschaffen, das sich richtig anfühlt. Und auch wenn viele immer noch der Meinung sind, dass man, obwohl man Melodie, Text und viele Stunden Feinarbeit in einen Song gesteckt hat, nicht dessen Schöpfer ist, weil eine KI das ganze zurechtschleift und quasi die Musiker ersetzt, dann ist das so. Im Grunde ist das genau das gleiche, das in vielen Zweigen der Industrie seit Jahrzehnten passiert, nur weil es hier um unsere Kunst geht sollten wir uns nicht dem verschließen. Immerhin kommt so neben dem wirklich vielen Müll auch einiges an Großartigem ans Licht, das sonst niemals möglich gewesen wäre und ich rede wirklich nicht von: "Mach mir einen Song über meinen letzten Popel, den ich mir aus der Nase gepult habe", da bin ich bei der Masse, Prompten ist nicht erschaffen, vielleicht auch ne Kunstform aber bei Weitem nicht das, was ich meine, wenn ich von Kunst rede.

Wie gesagt, ich weiß gar nicht, wieviele Menschen das überhaupt betrifft, wieviele Menschen ARBEITEN wirklich mit kreativer Intelligenz und für wieviele ist es Spielzeug und Freizeitspass? In diesem Sinne...

3/20/2026

Was wenn Jesus in Wirklichkeit ein Gaysus war?

No fucking problem, oder?

Ich neige in den letzten Tagen zum Wandvollschreiben, hier versuche ich es mal relativ kurz zu machen, denn eigentlich ist es egal. Für mich als Gläubigen, der seinem Weg folgt, spielt seine sexuelle Ausrichtung keine Rolle, genauso wenig wie die von jedem anderen, denn die Lehre ist das entscheidende, jene von Nächstenliebe, Vergebung und Gerechtigkeit, vielleicht sogar Menschlichkeit. Für die Kirchen, die Religionen und viele Glaubensgemeinschaften wäre es vermutlich ein Schlag in die Fresse, würde es doch der Unterdrückung, Verunglimpfung und Verurteilung Homosexueller als Menschen dritter Klasse noch hinter Frauen weltweit als die Doppelmoral entlarven, die sie schon immer war. Und immerhin behaupten viele davon sogar direkt auf der Lehre von Jesus zu basieren, in der Ausgrenzung eher kein Hauptpunkt ist. Vielleicht wäre aber ein offen schwuler, asexueller oder bisexueller Jesus kirchenhistorisch der Ursprung eines ganz anderen Umgangs mit dem Thema geworden und hätte wenigstens dieses Thema so obsolet gemacht, dass es für uns heute gar keines mehr wäre, wenn heute rauskäme, dass es so gewesen ist, die LGPTQ+ Community würde direkt den nächsten CSD feiern, er das Ding heißt ausgeschrieben CHRISTOPHER Street Day, was denkt ihr woher der Name Christopher kommt, so what?
Tatsache ist aber, dass über Jesus "Privatleben" wenig bis gar nichts bekannt ist und diese Frage daher ein reines Gedankenexperiment ist, welches sicher bei dem ein oder anderen die Halsader anschwellen lässt, aber hey was wäre so schlimm an einem schwulen Gott? Und ohne zu urteilen, vermute ich, dass in der Beantwortung dieser Frage mehr über die eigene Persönlichkeit ans Licht kommt, als so mancher gerne hätte. In diesem Sinne...



Bye Chuck

RIP