10/10/2024

Projekt: Top 250 – Lacrimosa

Lacrimosa machen Musik, die meine Mutter einst als Friedhofsmusik bezeichnete – wegen der allgegenwärtigen Orgeln, des Klaviers und der tief melancholischen Stimmung. Damals, in einer meiner dunkelsten Lebensphasen, war genau das die passende Begleitung: Todessehnsucht, Trauer, Isolation. Lacrimosa lief oft in Endlosschleife, ein musikalischer Sargdeckel über einer ohnehin schon schweren Zeit.

Ob die verlorenen 7 etwas an ihrer Platzierung geändert hätten? Schwer zu sagen. Fakt ist: Ich höre Lacrimosa heute kaum noch. Ohne den emotionalen Kontext wirken viele der Stücke einfach zu düster, zu inszeniert. Trotzdem: "Alleine zu zweit" bleibt ein tief in meinem Herzen verwurzelter Song – die wohl treffendste musikalische Beschreibung meines Gefühlslebens in einer der intensivsten und zugleich zermürbendsten Beziehungen meines Lebens was zu gleichen Teilen an der Partnerin als auch an meiner Depression lag.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Iron Savior

Die Iron Savior ist ein denkendes Raumschiff – und die Crew hat Gitarren? Klingt nach einem Plot aus einem Sci-Fi-Metal-Fiebertraum, ist aber tatsächlich Teil der Bandmythologie. Für mich persönlich spielt das keine große Rolle, denn wenn ich Iron Savior aufdrehe, geht’s weniger um Storys, sondern um den Sound: hart, rough und dröhnend.

Sie sind meine Go-To-Band, wenn Power Metal ruhig mal eine Spur kerniger und weniger melodisch sein darf. Es ist der durchgehende Soundteppich – dieser treibende Rhythmus, die druckvollen Gitarren, die mich jedes Mal mitnehmen. Einzelsongs hervorzuheben, fällt mir schwer, weil es eher ums Gesamtpaket geht: Iron Savior liefern ab, zuverlässig und mit Wumms.

Dass sie es so weit nach oben in meiner Liste geschafft haben, überrascht mich etwas, wenn man sich ihre Discographie anguckt, wird jedoch wieder ein Schuh draus.

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Projekt: Top 250 – Europe

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn irgendwann mal zu oft gehört: The Final Countdown. Und trotzdem – ich liebe diesen Song. Unvergessen wie man ihn am Ende von Manta – Der Film einsetzt. Egal wie man zu dem Song steht, wenn der irgendwo läuft sind alle dabei und er wird wohl nie etwas von seiner Epicness verlieren.

Europe sind jedoch so viel mehr als nur dieser eine Welthit. Songs wie "Carrie", "Rock the Night" oder "Superstitious" sind grandiose 80er-Hymnen, die mir in einer Phase begegnet sind, in der ich genau diese Mischung aus Wehmut, Melodie und Glamour gebraucht habe. Europe war mein Rückzugsort, wenn selbst die melodischen Power-Metal-Hymnen meiner Lieblingsbands mal zu viel waren.

Ich habe bei ihrer Musik viele Tränen vergossen in einer Zeit in der ich generell ständig geheult habe. Und auch wenn sie heute seltener laufen: Wenn ich einen ihrer Songs höre, lodert das alte Feuer sofort wieder auf. Wahrscheinlich hat auch Europes Platzierung unter den „verlorenen 7“ gelitten, denn in aktiven Phasen habe ich sie regelrecht gesuchtet damals.

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Projekt: Top 250 - Mantus

Mantus – das ist für mich der Inbegriff musikalischer Schwermut, eine Welt aus traurigen Sehnsuchtsmelodien, in der Leid und Tod keine Schrecken sind, sondern Teil eines poetischen Traumes. Diese Musik wandert irgendwo zwischen Gothic, Darkwave und melancholischem Pop – schwerelos, düster, nah.

Die Texte sind oft voller Schmerz und Verlust, jedoch so ästhetisch verträumt verpackt, dass es fast schön ist, darin zu versinken. Diese bittersüße Verzweiflung, die nie ins Kitschige abdriftet, sondern eher wirkt wie ein vernebelter Sonnenuntergang über einem alten Friedhof – genau das hat mich immer wieder zu Mantus zurückkehren lassen, vor Allem auch in Zeiten nach der Depression.

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Projekt: Top 250 – Arch Enemy

Melodic Death Metal war nie so ganz mein Ding, aber bei Arch Enemy gibt’s eine Ausnahme – und das hängt mit einer ganz bestimmten Erkenntnis zusammen: Ich war auf einem Konzert und dachte die ganze Zeit, dass dieser brachiale Kreisch-Gesang doch nur von einem Typen stammen kann. Denkste! Als ich dann feststellte, dass es Alissa White-Gluz war, die da mit ihrer Energie die Bühne zerpflügte, fiel mir wirklich die Kinnlade runter. So viel Power, so viel Präzision – und eine Stimme, die alles niederreißt.

Gerade das Album Khaos Legions mit Songs wie "Yesterday is Dead and Gone" hat mich komplett weggebammt. Purer Abriss, ich liebe es.

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10/06/2024

Online Boardgamen

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Brettspiel-Enthusiast und habe mich daher für Tage, an denen ich nicht an irgendeinen Tisch komme vor einiger Zeit einen Account bei der

BOARDGAME ARENA  (ist ein Freunde-Einladungslink)

eingerichtet. Der große Vorteil ist, dass man sich Aufbau und die ganzen händischen Aktionen zwischen den Runden spart, denn du übernimmt ein Computerprogramm, wodurch viele Spiele, die am Tisch 3 Stunden dauern, je nach Gruppe hier auf 60 Minuten eingedampft werden können und man deutlich mehr spielen kann, wenn man will. Außerdem muss man die Spiele nicht besitzen oder irgendwo ausleihen, so dass man Spiele antesten kann, die man schon immer kaufen wollte, oder eben die Lieblingsspiele schont. Mit einem Angebot von knapp 1000 Spielen, von denen ich einige im Schrank habe ist die Auswahl auch sehr gut und man findet unter anderem moderne Klassiker wie "Arche Nova" oder "Great Western Trail", zwei meiner absoluten Lieblinge, kann aber auch ne Runde "6 nimmt" oder "Romme" zocken. Und das alles für ein paar Euro im Monat im Premium Paket...

Komm auch du dazu!

10/03/2024

Projekt: Top 250 - Rosenstolz

Rosenstolz klingt vom Namen her fast wie ne NDH Kapelle oder so, ist aber eines der erfolgreichsten Pop-Duos der deutschen Musikgeschichte. Und solche Musik höre ich ja generell gar nicht, wie konnten sie sich so weit oben in meinen All-Time Charts platzieren. Ihr werdet euch wundern, in den verlorenen 7 Jahren waren sie noch höher platziert. Ich kann ganz unverholen gestehen, dass ich ihre Musik liebe und in den dunkelsten Phasen meiner Depression war es oft Annas Stimme, die dann die Tränen rausgelockt hat und ich wenigstens die Emotionen wieder empfinden konnte und das Grau zu schwarz wurde, aus dem Rosen erwuchsen. Oder so ähnlich...

Ich mochte die Band, seit ich sie Anfang der 2000er in den Charts kennenlernte, "Amo vitam!" schmierten wir an die Tafel vor'm Lateinunterricht , vermutlich wollten wir den damals "skandalträchtigen" Text nutzen um unseren Lehrer zu erzürnen, der ließ die Tafel säubern und fragte, ob wir unsere Vokabeln gelernt haben. "Die Schlampen sind müde", "Weine nicht" und "Herzenschöner" waren so die ersten Songs, die sich in mein Ohr schmiegten. Später dann auch ihre beliebten Hits "Auch im Regen", "Liebe ist alles", "Wann kommt die Sonne" und Anderes. Rosenstolz schlägt schon aus der Art der Musik, die ich so höre, aber einmal im Jahr überkommt es mich und ich habe dieses Gefühl, einfach mal wieder reinzuhören und mich wegzuträumen. Danke, dass es das gibt.

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Projekt: Top 250 – Haudegen

Haudegen gehören zu diesen Deutschrockbands, die nicht mit Rebellion oder Härte auffallen, sondern eher mit Herz und Brummbären-Attitüde. Ich habe sie auch genau so in Erinnerung: tätowierte Kerle mit weichen Seelen, ehrlichen Texten und jeder Menge Gefühl. Das ist Musik für die Momente, in denen der Grizzly Tickman mal wieder Liebeskummer hat – wenn man sich am liebsten in eine Decke einrollen, ein Bier aufmachen und in den Himmel starren will, während eine raue Stimme Geschichten von Schmerz und Hoffnung erzählt.

Diese Mischung aus Kante und Gefühl hat ihren ganz eigenen Charme – vielleicht nicht für jeden Anlass, aber für manche genau das Richtige.

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Alte Kopfgeburten

Hallo Freunde,

Ich habe derzeit Urlaub und krame in alten Aufzeichnungen, da sind jede Menge Romananfänge, Storyideen und irgendwann aufgehörte Werke, die danach schreien mal wieder in das Zentrum meiner Bemühungen zu rücken.

Als erstes werde ich mir allerdings die Geschichten vornehmen, die ich einst in linierte Schulhefte schrieb, als ich aufs Gymnasium wechselte, in denen es um zwei gegensätzliche Brüder geht, die zu den Beschützern von Recht und Ordnung in ihrer Heimatstadt werden, nachdem bei einem Anschlag die komplette Polizei ausgelöscht wurde. Inspiriert von Bond und Batman, sowie dem Vorabendprogramm von Super RTL in den späten 90ern und den ersten Actionfilmen, die Klein-Alex damals sah entstanden interessante Geschichten, die sich für mich heute lesen, als könnte Michael Bay daraus etwas machen.
Im Moment stellt sich mir nur die Frage der Veröffentlichung, vermutlich beginne ich irgendwann an eben dieser Stelle mit Leseproben oder als Fortsetzungsgeschichten, aber das weiß ich noch nicht. Der klassische Groschenroman ist ja mehr oder weniger ausgestorben und ich habe auch keine finanziellen Mittel in dieser Richtung aktiv zu werden. Da habe ich hier meine 25-30 Stammleser und wenn es von denen 2 oder 3 gibt, denen mein Zeug gefällt reicht mir das auch. Seid also gespannt.

Bis dahin...

P.S.: Wenn ihr zufällig Verleger oder sowas seid, irre Drehbücher für ne Serie sucht, irgendwas mit der Idee eines Edge-Lords aus seiner Jugend anfangen könnt, wen kennt, der wen kennt, seid so gut, haut was in die Kommentare oder schreibt mich direkt an, Mail-Adresse ist bekannt: tickman.lifeentertainment@gmx.de

Projekt: Top 250 – Lordi

Lordi sind einfach eine ganz eigene Liga. Ich erinnere mich noch sehr genau an den Eurovision Song Contest 2006, als sie mit "Hard Rock Hallelujah" völlig überraschend gewannen. Ich war im X, irgendwo zwischen grünen Augen, drei- bis vierfachem Wodkas – oder war das doch beim Spiel gegen Polen? Egal. Dieses Lied hat damals einfach alles in meinem Leben perfekt vertont: meine neu entdeckte Liebe zum Metal, das Chaos der Gefühle, die Kraft von Gitarrenriffs gegen alle Widrigkeiten. Es war der Soundtrack zu einem Aufbruch.

Dieser Moment markierte wohl auch endgültig meinen musikalischen Bruch mit dem Ölprinz – der konnte mit 70er-Jahre-Disco aufwarten, ich hingegen mit Monstern in Plateauschuhen.

Lordi blieben für mich nicht nur ein One-Hit-Wonder. Ich sah sie live auf meinem zweiten Wacken 2008, als der Regen einsetzte und wir aufbrachen – Lordi spielten und verabschiedeten uns mit einem letzten Donnerhall. Später verfolgte ich ihre Veröffentlichungen mit mal mehr, mal weniger Begeisterung. Meine Mom liebt übrigens einen Song von ihnen, der angeblich wie ABBA klingt. Ich verabscheue ABBA zu sehr, um ihr da zuzustimmen – aber was soll's, Lordi haben halt für jeden was dabei.

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