Lordi sind einfach eine ganz eigene Liga. Ich erinnere mich noch sehr genau an den Eurovision Song Contest 2006, als sie mit "Hard Rock Hallelujah" völlig überraschend gewannen. Ich war im X, irgendwo zwischen grünen Augen, drei- bis vierfachem Wodkas – oder war das doch beim Spiel gegen Polen? Egal. Dieses Lied hat damals einfach alles in meinem Leben perfekt vertont: meine neu entdeckte Liebe zum Metal, das Chaos der Gefühle, die Kraft von Gitarrenriffs gegen alle Widrigkeiten. Es war der Soundtrack zu einem Aufbruch.
Dieser Moment markierte wohl auch endgültig meinen musikalischen Bruch mit dem Ölprinz – der konnte mit 70er-Jahre-Disco aufwarten, ich hingegen mit Monstern in Plateauschuhen.
Lordi blieben für mich nicht nur ein One-Hit-Wonder. Ich sah sie live auf meinem zweiten Wacken 2008, als der Regen einsetzte und wir aufbrachen – Lordi spielten und verabschiedeten uns mit einem letzten Donnerhall. Später verfolgte ich ihre Veröffentlichungen mit mal mehr, mal weniger Begeisterung. Meine Mom liebt übrigens einen Song von ihnen, der angeblich wie ABBA klingt. Ich verabscheue ABBA zu sehr, um ihr da zuzustimmen – aber was soll's, Lordi haben halt für jeden was dabei.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

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