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| na, könnt ihr euch denken, was heute meine Themen waren? |
6/19/2025
Top 5 der schockierendsten Bibelstellen (Triggerwarnung)
1. 2. Könige 2,23–24 – Die Bären und die Kinder
„Und er ging von dort nach Bethel. Und als er des Weges hinaufging, kamen kleine Knaben aus der Stadt und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: ‚Komm herauf, du Kahlkopf!‘
Da wandte er sich um, verfluchte sie im Namen des HERRN.
Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern.“
Kontext: Der Prophet Elisa wird verspottet. Die Szene ist drastisch – ob symbolisch oder historisch gelesen, sie bleibt schwer nachvollziehbar.
2. 5. Mose 21,18–21 – Steinigung des ungehorsamen Sohnes
(siehe oben) – Ein rebellischer Sohn soll vor der Stadt gesteinigt werden.
Diese Stelle ist ein Paradebeispiel für die strengen Rechtsvorschriften im alten Israel.
3. Richter 19 – Die verstümmelte Nebenfrau
Ein Mann gibt seine Nebenfrau einer gewalttätigen Menge zur Vergewaltigung.
Am nächsten Morgen ist sie tot. Er zerstückelt ihren Körper in zwölf Teile und schickt sie durchs Land.
Wortlaut (Auszug):
„Er zerlegte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in alle Gebiete Israels.“ (Richter 19,29)
Diese Geschichte ist einer der düstersten und brutalsten Berichte in der Bibel.
4. Psalm 137,9 – Kinder gegen Felsen
„Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt
und sie am Felsen zerschmettert!“ (Psalm 137,9)
Kontext: Der Psalmist beklagt das babylonische Exil – in einer extremen Mischung aus Schmerz, Hass und Vergeltungsfantasie.
Diese Racheaussage ist poetisch – aber schwer zu ertragen.
5. 2. Mose 12,29 – Tötung der Erstgeborenen Ägyptens
„Und in der Mitte der Nacht schlug der HERR alle Erstgeburt im Lande Ägypten: vom Erstgeborenen des Pharao [...] bis zum Erstgeborenen des Viehs.“ (2. Mose 12,29)
Kontext: Die 10. Plage – Gottes Gericht über Ägypten.
Es ist ein Akt göttlichen Eingreifens zur Befreiung Israels, aber mit massivem Kollateralschaden.
🧠 Warum so viel Gewalt – und warum lässt Gott das zu, obwohl er allmächtig ist?
Das ist die klassische Theodizee-Frage:
Wenn Gott gut ist und allmächtig – warum gibt es dann so viel Leid, Bosheit und Gewalt (auch im Namen Gottes und von ihm ausgehend)?
🕊️ Mögliche theologische Erklärungen:
1. Freier Wille
Menschen sind frei, auch zum Bösen.
Gott will keine Roboter – er lässt Raum zur Entscheidung, sogar zum Fehlverhalten.
2. Erziehung statt Zwang
Die Bibel (besonders das Alte Testament) beschreibt einen Gott, der mit einem „halsstarrigen Volk“ ringt.
Die Strafen sollen aufrütteln, nicht vernichten – vergleichbar mit strenger Erziehung.
3. Die Texte sind menschlich gefärbt
Viele moderne Theologen sagen: Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort – das heißt, es spiegelt auch die damalige Kultur und Mentalität wider.
Gewalt wird nicht immer gutgeheißen, sondern oft nüchtern berichtet, um zu zeigen, wie schlimm Dinge werden können, wenn Gott vergessen wird.
4. Apokalyptische Sprache
Viele der heftigsten Stellen sind symbolisch oder poetisch – Ausdruck extremer Emotion (wie Psalm 137), keine moralische Anleitung.
Zusammengefasst:
Die Bibel enthält teils grausame Szenen, weil sie das echte (und oft kaputte) Menschsein schildert.
Gott erscheint manchmal als strafend – aber im größeren Bogen der Bibel geht es immer wieder um Versöhnung, Neuanfang und Gnade.
Das Christentum sieht im Tod und der Auferstehung Jesu den Wendepunkt: Der Gott, der einst Gerichte brachte, trägt nun selbst das Leid, um Frieden zu ermöglichen.
Und jetzt frage ich euch, Meinungen, Stellungnahmen, Erklärungen? Vielleicht Ergänzungen, Kritik ist keine Blasphemie Leute und wir sollten uns immer vor Augen führen, dass unser guter Gott will, dass wir uns entfalten, lernen und verstehen und trotzdem oder gerade deswegen an ihn glauben. In diesem Sinne...
Rauch und Fleisch für die Götter?
Rauchopfer im Alten Testament – Gottes Nase?
Ja, tatsächlich!
Im Alten Testament wird mehrfach erwähnt, dass Gott den Duft von Opferfleisch liebt. Hier ein Beispiel:
„Und der HERR roch den lieblichen Geruch…“
(Genesis 8,21) – nach Noahs Brandopfer
Auch bei den Tempelopfern (z. B. im 3. Buch Mose) wird betont, dass das aufsteigende Fett und Fleisch als „wohlgefälliger Geruch“ zu Gott steigt.
Worum ging es wirklich?
Es ist keine wörtliche Nase Gottes gemeint.
Der Geruch steht symbolisch für die Annahme des Opfers – ein Zeichen: Gott ist zufrieden.
Das Verbrennen = Verwandlung → das Irdische steigt ins Göttliche auf.
Hintergrund:
In der antiken Welt (auch bei Babyloniern, Griechen, Römern) galten Rauchopfer als Verbindung zur Götterwelt.
„Geruch“ = unmittelbares Zeichen der Anwesenheit (auch im Tempel z. B. durch Weihrauch).
Herzensopfer bei Inka & Maya – brutale Hingabe?
Ja, es gab rituelle Menschenopfer, z. B. bei den Azteken, Inka und Maya. Besonders spektakulär: das Herausreißen des Herzens bei lebendigem Leib, oft oben auf Tempelpyramiden.
Aber warum?
Kosmischer Kreislauf:
Die Götter hatten einst ihr eigenes Blut geopfert, um die Welt zu erschaffen.
→ Die Menschen geben nun ihr Blut, um die Sonne am Leben zu erhalten.Herz = Sitz der Lebenskraft
→ Es wurde dem Sonnengott dargebracht, um seine tägliche „Reise“ zu sichern.
Wichtige Aspekte:
Es war nichts Sadistisches, sondern ein religiöses Pflichtopfer.
Oft wurden Fremde, Kriegsgefangene oder Freiwillige geopfert.
Das Opfer wurde als heilig angesehen, manchmal sogar als Auserwählter.
Kinderopfer – z. B. Karthago, Moab, Ägypten
Auch in anderen Kulturen (u. a. Phönizier, Moabiter, Kanaaniter) gab es Kinderopfer, z. B. an den Gott Moloch (vgl. Levitikus 18,21 und Jeremia 7,31).
Warum?
In existenziellen Krisen (Dürre, Krieg, Ernteausfall) galt das Opfer des „Wertvollsten“ (ein Kind!) als letzte Hoffnung.
Man glaubte, die Götter gnädig zu stimmen – durch das Höchste, was man geben konnte.
Was sagt die Bibel dazu?
Die hebräische Bibel lehnt Kinderopfer klar und scharf ab:
„So etwas habe ich nie befohlen, es ist mir nie in den Sinn gekommen.“
(Jeremia 7,31)
Und die Geschichte von Abraham und Isaak (Gen 22) zeigt, dass Gott keine Menschenopfer will, sondern Gehorsam und Vertrauen.
Gemeinsamkeiten in all dem?
Opfer = Brücke zwischen Mensch und Gottheit
Je kostbarer das Opfer, desto größer die Wirkung (Blut, Herz, Kind)
Rauch, Blut, Fleisch sind in vielen Religionen „Medien“, durch die Menschen das Göttliche berühren wollen
Aber: Kulturen unterscheiden sich massiv in der Wertigkeit des Lebens und dem, was sie als „heilig“ ansehen
3 Fragen zu Fronleichnam
Warum heißt Fronleichnam auf Englisch manchmal "Happy Cadaver"?
Ganz einfach: Das ist eine humorvolle (und etwas respektlose) Fehlübersetzung.
"Fronleichnam" kommt aus dem Mittelhochdeutschen:
-
"fron" = des Herrn
-
"lichnam" = Leib/Körper (nicht Leiche!)
Es bedeutet also: "Fest des Leibes Christi" – nicht "froher Leichnam" oder gar "Happy Cadaver" (was auf Englisch "fröhliche Leiche" heißen würde).
Diese Übersetzung taucht gern im Internet oder in Satire auf, ist aber falsch gemeint und verstanden – ein Missverständnis durch den Sprachwandel.
Feiern Katholiken wirklich, dass sie Jesus "essen"?
Die kurze Antwort:
Ja – aber nicht als Kannibalismus!
Die theologische Erklärung:
-
Beim Abendmahl (Eucharistie) wird die Hostie zum Leib Christi – so glauben es Katholiken.
-
Aber: Nicht im biologischen Sinn, sondern im sakramentalen, geheimnisvollen Sinn.
Die äußere Gestalt bleibt Brot – der "Wesenskern" ist Christus.
Das nennt sich Transsubstantiation:
Brot und Wein werden gewandelt, aber sehen immer noch wie Brot und Wein aus.
Es ist kein Kannibalismus, weil Jesus nicht „zerteilt“ oder „getötet“ wird – er ist verherrlicht und lebendig gegenwärtig.
Warum wirkt es trotzdem seltsam?
Weil es für Außenstehende wirklich schräg klingen kann, wenn jemand sagt:
„Das ist der Leib Christi, den ich esse.“
In den ersten Jahrhunderten wurde den Christen deshalb sogar vorgeworfen, sie seien Kannibalen – genau wegen dieser Worte.
Aber in der Theologie ist klar:
Es ist eine geistige Speise, keine physische Zerstörung eines Körpers.
„Trinket alle daraus, das ist mein Blut.“
(Mt 26,27-28)
Die Sprache der Eucharistie ist symbolisch aufgeladen, dabei aber in der katholischen Tradition real gemeint, nur eben nicht materiell/blutig. Das ist ein schmaler Grat – und genau deshalb finden viele das Thema so faszinierend (oder verstörend).
Drüber hinwegkommen ist nicht Vergessen
Hey Freunde, ich war mal jemand, der hatte jeden einzelnen eurer Geburtstage genauso im Kopf wie den Tag an dem wir uns kennengelernt haben, wann ihr geheiratet habt, geschieden wurdet, Kinder, etc. Kann ich nicht mehr. Ich weiß nicht, ob es am dauerhaften Konsum von Beruhigungsmitteln liegt, daran, dass ich nicht mehr der Jüngste bin, dass diese Daten für mich nicht mehr die Wichtigkeit haben, die sie einst hatten, als wir uns noch alle näher waren oder einfach etwas ist, das man vergisst.
Bei den wichtigsten Menschen in meinem Leben würde ich lügen, wenn ich behaupte, dass ich ihre Daten vergesse, es ist einfach nicht so, was einem wichtig ist, vergisst man nicht, es kann einem kurzzeitig durchrutschen oder man kommt drüber hinweg, aber man vergisst nur, was einen nicht mehr interessiert. Darum ist es unglaublich wichtig in meiner Welt, Menschen zum Geburtstag zu gratulieren, auch wenn man sonst vielleicht nicht mehr so viel miteinander unternimmt, es ist der Tag an dem man doch auch mal an diesen oder jenen Menschen denken kann und glaubt mir mal, ich bin der letzte der versteht, dass man an einem stressigen Tag drüber wegkommt und am nächsten Morgen auf den Kalender blickt und sieht, der Geburtstag war gestern. So oft, wie in diesem Jahr habe ich noch nie nachträglich gratuliert, denn im Gegensatz zu Tabletten, die man nicht nachnehmen sollte, ist ein lieber Spruch oder ein Ich-denk-an-dich auch am Tag danach noch gut und fühlt sich auch so an.
Fiel mir nur gerade so ein, als ich irgendwo im Vorüberscrollen las, dass "Das habe ich total vergessen", eine toxic phrase von Menschen ist, denen man am Allerwertesten vorbei geht. Jeder Mensch wird diese auch schon benutzt haben, allerdings ist das, wenn nicht nur schlecht formuliert eine klare Ansage und sagt viel über eure Beziehung zueinander aus.
Whiteknighting?
Ach scheisse, Leute, mittlerweile gibt es auch für alles einen Begriff, der zwar irgendwie präziser zu sein scheint, sich aber irgendwie immer anfühlt, als wenn sogar gute Dinge etwas Schlechtes sind.
Heute: "Whiteknighting!" Ich meine ich verstehe den Punkt, dass es toxisch sein kann, wen man sich oder andere als den weißen Ritter in seiner glänzenden Rüstung als der Held aller unterdrückten Völker inszeniert, allerdings ist das ja schon eine Verkehrung dessen, wofür der weiße Ritter einmal stand, Werte wie Loyalität, Nächstenliebe und Ehre und son Zeug. Die Ritter waren eine auf ethischen Werten und Treue basierte Gemeinschaft der Edelsten eines Königs, zumindest in den Geschichten meiner Kindheit. Dass darunter natürlich auch, wie in jedem edlen Zirkel auch Schlächter, Vergewaltiger und anderes Gesocks waren und der Ritter als solcher die Geschichte war. Beim weißen Ritter spielen dann auch noch Dinge wie "weißer alter Mann" und andere Assoziationen mit. Die Ritter vom Ku-Klux-Klan waren auch weiß und hielten sich für die Edle Spitze einer faschistoiden Gesellschaft von Menschenhassern. Also, ja, ich verstehe, dass der Begriff negativ konnotiert ist und trotzdem finde ich, wir sollten auch bei den finstersten Assoziationen, die wir mit was auch immer haben die Chance sehen, etwas Gutes im Bösen zu sehen und weiß war mal eine sehr helle Sache und hatte nichts mit Hautfarben und Ähnlichem zu tun, btw. Eisbären sind weiß, ich habe noch keinen weißen Menschen gesehen.
6/17/2025
Nicht so ganz glauben?
Wie geht sowas denn? Ist das dieses, mir gefällt die Idee von Glauben, aber ich kann das nicht, weil ich lieber frei sein will? Oder nicht gewillt bin, alles, was ich glaube, aufzugeben, um mich dem Glauben hinzugeben?
Interessante Ansicht, dann trotzdem gern in die Kirche zu gehen, wegen der Gesellschaft und der guten Ideen und so....
Irgendwie ist das bei mir genau umgekehrt, ich verachte die Kirchen, wegen ihrer Indoktrinierung und überstülpen von Ideen, die mit wahrem Glauben nichts zu tun haben und sogar gegenläufig sind. Anstatt in einer Gemeinschaft, deren Führer eine Idee vorgeben zu dienen habe ich die Erfahrung gemacht, dass wahrer Glauben keine Vermittler braucht, keine Deutung, es macht alles Sinn, man muss nur glauben, dass es so ist. Wahrer Glauben hatte noch nie etwas mit Religion oder Kirche oder Gemeinschaft zu tun, sondern bloß mit Hingabe, Willen, Liebe und Vertrauen. Aber hey, das ist ja nur meine "Meinung", es ist nicht an mir zu urteilen. In diesem Sinne...
6/15/2025
Man kann alles übertreiben
Star Wars Fans sind religiöse Extremisten. Sie dulden keine Verwechslungen, Kritik an Dingen, die sie mögen und sehen alles davon als Wahrheiten an und nicht als Filme und Serien, die mal weniger und mal mehr schlecht umgesetzt sind. Aber wie wenig Aufmerksamkeit muss man etwas entgegenbringen, wenn man ganze Handlungsstränge ignoriert oder klar gekennzeichnete Backstorys nicht checkt und als Argumentation herholt, den Film noch in Erinnerung zu haben... Welchen Film...es ist, als würde man über die Interpretation von Bibeltexten quatschen, irre!
Solange man einer Meinung ist, geht alles klar. Weicht man ab, wird mit dem Grimm Gottes gedroht und die Stimmung kippt auf hasserfülltes Herunterpredigen und Erniedrigen wegen falschem Glauben. Wenn man dann argumentiert, dass es doch nur eine Geschichte ist, die sich irgendjemand ausgedacht hat,... Die Hölle wird sich über euch ergießen und der Tod ist noch das Netteste, was euch erwartet.
Ich kenn das sonst nur vom Versuch argumentativ mit Gotteskriegern zu diskutieren oder berechtigte Kritik an religiösen Texten zu üben. Wild!
6/14/2025
Investitionstipp Prothesenfirmen?
Heute ist mir etwas sehr Krankes untergekommen. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges (heißt der heute noch so?) hat sich die Produktion von Prothesen verdreifacht. Versteht mich bitte nicht falsch, es ist großartig, dass wir mittlerweile Gliedmaßen ersetzen können und damit dann ein relativ normales Leben weiterführen können, alles daran ist gut. Wenn ich jedoch über den Grund der Notwendigkeit nachdenke, verfinstern sich meine Gedanken. Dieser Prothesenboom wäre nie eingetreten, wenn es nicht so viele weggebombte Beine, Arme oder sonst was gäbe... und so wie ich es gehört habe ist es eine wahre Investitionsgrube geworden in Unternehmen zu investieren, die sich mit Prothesenherstellung befassen. Werden wir in 50 Jahren auch so verwirrte Sprüche sagen wie: "Ohne den versuchten Genozid an der ukrainischen Bevölkerung hätten wir niemals so schnell Fortschritte in der Prothesentechnik gemacht."? Zumal es mir so vorkommt, dass viele Soldaten einfach nur zusammengeflickt werden wollen, um sich wieder in die Schlacht zu stürzen. Ehrlich, ich bin nicht wirklich schockiert, vielmehr widert es mich an, dass jetzt von überall Leute herkommen und sich am unendlichen Leid bereichern. Erst die Waffenlobby und jetzt kommen die ach so lieben Versorger, die am lebenden Objekt Forschung betreiben können. Ich verstehe das, aber es ekelt mich an. Und so sehr ich das Engagement von Menschen wie denen in diesem Beitrag von arte unterstütze und feiere, so ist es doch die Ursache dessen, die mich kopfschüttelnd zurücklässt.
Wenn auch nur ein amputiertes Bein oder eine Armprothese dazu beitragen würde, dass Krieg und Grausamkeit unter uns Menschen weniger werden, dann soll es so sein, aber scheinbar lernen wir es einfach nicht. Und das macht mich sehr traurig.
6/13/2025
Der Zirkel marschiert auf
"Service Wüste Deutschland, ha ha!"
(Kommentar zur Nicht-Essensausgabe an einem Feiertag im Dialysezentrum)
"Ihr könnt euch auch selbst was mitbringen, aber so ausgehungert sollte man hier eh nicht hinkommen."
(nach Pizza Margherita Kommentar)
"Ich verstehe, dass man auch mit Mitte 50 noch sexy aussehen will. Aber im Job? Als Krankenschwester? Tolle Beine!"
(beeindruckte Patienten)
...und ich nehme nach zehn Minuten Dialyse prophylaktisch eine Tavor weil die Meisterschwester vibed und das nachdem ich die Beseelte überstanden hab, die scheinbar nicht wusste, dass ich seit zich Jahren nur mit Tavor die Dialyse durchstehe. Oder besser schlafe, ehrlich gesagt hat Mittwoch mich ins Grübeln gebracht, wo ich total fahrig war im Gespräch, und zwar mein ADS runter gedreht war, dafür aber zu gechillt und zum Teil zu plauderig egal.
Während der Dialyse bin ich selten in wichtige Diskussionen verwickelt und scheinbar ist es mir daher nie aufgefallen. Wird definitiv zurückgefahren. Zurück zu diesem schon gewissermaßen denkwürdigen Nachmittag. Die Meisterschwester lacht mir zu oft über andere als mit ihnen. "Das macht man jetzt ja so."
Die Arbeitsmoral ist gegen 17 Uhr 30 auf den Tiefpunkt. "Früher haben Leute krank gefeiert die schwer gearbeitet haben, heute weiß jeder, wie man sich verstellt und keiner scheut sich zum Arzt zu gehen."
"Wenn man ab und zu Krämpfe haben will, selbst schuld, ha ha" - "Mit Krämpfen lebt es sich schmerzhafter"
Manche Nachmittage sollte man gar nicht erst beginnen, wenn der Vormittag schon die Hölle ist. Heute war so ein Tag.
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