2/14/2026

Hass alltagskonform?

"Es gibt eine prinzipielle Verarschlochung der Gesellschaft"
(Serdar Somuncu)

Ich hoffe ich habe das hier richtig zitiert, denn es sagt genau das aus, was mir auffällt und ich gucke ja quasi von außen auf diese Gesellschaft. Das klingt merkwürdig, allerdings war ich seit ungefähr acht Jahren diese Woche das erste Mal wieder in einem Selbstbedienungswarenhaus voller Menschen. Mein Psychiater hat gesagt, ich soll es einfach versuchen, gesagt getan, war gar nicht so schlimm, ich konnte ganz gut die unfassbar vielen Eindrücke schlecht gelaunter Arschlochmenschen um mich herum ausblenden, weil mich das schiere Angebot komplett eingenommen hat. Ich erinnerte mich an früher, da war noch nicht so viel oder? Wasser, es gibt nicht bloß unzählbar viele Marken, es gibt auch noch gefühlte zehntausend Geschmacksrichtungen, woher soll ich wissen, was ich davon mag, ich brauche ein halbes Leben um die durchzutesten, wenn ich dann weiß, welches ich mag, ändern die die Rezeptur oder nehmen es aus dem Sortiment, what the fuck? Als ich mich einigermaßen eingekriegt habe und der völligen Überlastung meiner Synapsen Herr wurde merkte ich wieder die unangenehmen Dinge, die mit mir im Laden waren, die Menschen und  ihre Gedanken von Hektik, Hass und Hetze (ja sorry, mein Spatzenhirn kann sich seine Wortspiele nicht verkneifen; mit Hetze meine ich natürlich die Gehetztheit, die ich mit Hektik ja schon erwähnte).

Im Ernst, alle Menschen hier wirkten, als wenn sie von irgendwo auf dem Weg nach irgendwo waren, keiner fühlte sich emotional im Hier und Jetzt und wenn man sich dann kurz die Zeit nahm sie zu beobachten, wilde Tiere, wirklich. Einkaufswagen als Argument benutzend, einen Anspruch auf den Platz im Gang zu haben, schneller an die "einzige" Quetschflasche rotem Tomatensafts zu kommen, wo doch das ganze 20 Meter-Regal voll damit ist und auch noch in unzählbaren Variationen. Man stelle sich vor, jemand wüsste nicht, was er will und wie unfreundlich man darauf hingewiesen wird, nicht bloß da rumzustehen und zu staunen. Ich nehm doch keinem was weg, wenn ich mich bloß umgucke, was stimmt nicht mit den Menschen? Weil mir alles viel zu schnell ging ließ ich Leute an der Rolltreppe vor und wurde mit argwöhnischen Blicken gestraft, warum ich denn nicht gehetzt versuche vor ihnen zum Parkdeck zu fahren, wahrscheinlich dachten sie, ich hätte frei und würde dem Leistungsdruck entfliehen und mich nicht zu Tode schuften für das Allgemeinwohl und wie ich nur so sein könnte, während sie in der Mittagspause ihren Wocheneinkauf machen, damit sie nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio können um ihren von der Scheiße verfetteten Körper dessen, was sie im Einkaufswagen haben zu befreien und irgendwann auch noch mal bei der Frau zum Stich zu kommen, die sie geheiratet haben, als diese noch jung und schön war.

Da kommt mir die Idee, dass Hass ansteckend sein könnte und wir ihn in unseren Alltag so integriert haben, wie wir Haustiere domestizierten, einst, als wir selbst faktisch noch Wilde waren. Spannend auch, dass es DER Hass ist und DIE Liebe, eigentlich sagt das auch direkt alles über unsere Welt aus, was man wissen muss, ich weiß nicht warum ich damals angefangen habe mich aus dem Außen in meine kleine Wohnung zurückzuziehen und ein Leben in der Einsamkeit bevorzuge, jedoch sind es diese Ausflüge in die Welt da draußen, die mich bestätigen. Diese Welt hat einfach nichts für mich zu bieten, was ich vermissen würde, wenn es nicht da ist. Und ich glaube, diese ganzen unglücklichen Menschen, die ich heute getroffen habe, sehen das so ziemlich ähnlich, jedoch fehlt ihnen der Mut sich das einzugestehen. Nicht einer hat zurückgelächelt, das war früher immer noch so ein Tagesretter für mich und oft wurde mir gesagt, dass ein Lächeln auch den Tag eines anderen Menschen besser machen würde. Aber wenn die Menschen da draußen überhaupt noch aufblicken von ihren Smartphones, dann um rumzumotzen oder sich als unzivilisierte Arschlochzombies zu gebären, nicht mehr meine Welt Freunde. Echt nicht!

Recht auf Vergessenwerden?

"Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." (Daria Dinges)

Als ich den Satz das erste Mal hörte, dachte ich mir er sei wunderschön, weil er mein Gefühl davon ausdrückte, dass man Menschen wertschätzen soll und jeder einzelne es wert ist, seine Geschichte zu erzählen, gehört zu werden oder eben bloß nicht vergessen zu werden und zu dem zu werden, was man einst war, Sternenstaub.

Doch dann kamen mir andere Lesarten in den Kopf, was wenn damit insgeheim die menschliche Hybris gemeint ist, wichtig sein zu wollen, etwas zu hinterlassen, im Gedächtnis zu bleiben für Jahrhunderte, Jahrtausende, um jeden Preis. Werden wir einen Hitler je vergessen? Einen Alexander den Großen, Jesus? Und was ist mit all jenen, die mit ihnen lebten, haben wir die vergessen? Und dann wird der Satz zu einer schweren Last, denn auch wenn wir es wahrscheinlich nicht wollten, so haben wir am Ende die Tat nicht vergessen, weil sie vehement und grausam war und ist und immer sein wird, doch die Namen und die Leben dahinter, sie verschwinden, Häufchen Asche hinterließen. Nicht vergessen wird der Holocaust und Adolf Hitler. "Jeder hat das Recht nicht vergessen zu werden." Ich stimme dem zu, aber aus welchem Grund? Jesus Christus wurde auch nicht vergessen, ich verstehe, dass es schwierig ist den Zusammenhang herzustellen, er gilt für manche als mythologische Figur, weil sein Wirken 2000 Jahre her ist, mutmaßlich.

Und dann kommen wir zu uns heutigen Menschen, die so viel Informationen und vor allem Vergessenswertes von sich geben, dass man die Weltkugel damit faktisch zilliardenmal einwickeln könnte und wir werden ziemlich sicher nicht vergessen, weil das Internet ja nie vergisst...

Ich kann das alles nicht zu Ende denken, allerdings finde ich es als Anstoß, sich mal über die Wichtigkeit des eigenen Seins Gedanken zu machen und zu überlegen, ob wir wirklich so wichtig sind, dass man sich an alles, was wir je sagten und dachten, erinnern muss, ganz okay. Ich selbst ertappe mich sehr oft bei dem Gedanken, dass es mir extrem wichtig ist, dass ich nicht vergessen werde und dann gehe ich kurz in mich und hole meinen Staubsauger und putze meine Wohnung. Das erdet.

2/05/2026

Joyenergizer am frühen Abend

Ach Leute, wir leben in einer irren Zeit und die Welt wird immer merkwürdiger, da ist es so großartig, dass es eine Sache gibt, die gleichbleibt, für mich zumindest, Liebe Leute! Liebe!

Und so krank sich das auch liest, nach allem, was war, ich reiz die Teufel grad etwas aus und baller die "Joyenergizer"-Vinyl, hab die UV-Lampen angeschmissen und tanz mir nen kleinen Wolf und das Einzige was hinter dem Bass und dem Gefühl kurz vorm kaputtgeschwitzt und Kardio für drei Tage gemacht zu haben in meinen Kopf schießt ist mein Nordseeengel, da ist doch irgendwas nicht richtig gepolt bei mir. Aber wisst ihr was, das ist okay und auch wenn ich vor Jahren deswegen jetzt wochenlang down gewesen wäre, macht mich das glücklich und ich schicke ihr ein Gebet und ein Lächeln, werfe mich aufs Bett und warte, dass sich mein Puls wieder reguliert, denn auch wenn Tanzen ja gesund hält und den Herzschlag einmal am Tag in den Grenzbereich bringen sogar mal ein Ratschlag von nem Arzt war, ich bin das nicht mehr gewohnt und grüne Augen am Abend sind auch verdammt lang her, in diesem Sinne...

1/27/2026

So strung out

"Wer nichts wird, wird weird", ich bin nicht sicher, ob das ein Zitat ist oder ob das in meinem Hirn entstanden ist, während ich tatsächlich ins Dschungelcamp reingeguckt habe, ja hängt mich hin, ich guck den Scheiß gern, auch wenn ich's dieses Jahr wirklich anstrengend finde. Ich sage euch, das wird für viele ein böses Erwachen, wie abgefuckt die Welt mittlerweile wirklich ist, aber das nur am Rand.

Die Aussage, dass man "abdriftet", wenn man nichts "vernünftiges" im Leben lernt kenne ich aus meinem eigenen Leben zuhauf. Lern was Anständiges, mach erstmal deine Ausbildung fertig, bla bla bla, habe ich alles gemacht und dennoch ist der Künstler in mir der, der noch da ist, auch wenn ich das andere alles kann, ist es nicht das, was ich bin. Die Akzeptanz von Künstlern in der Gesellschaft hat so sehr nachgelassen, dass man uns wieder an den Rand drängt, Taugenichtse, Tunichtgute, Tagediebe... Wenn ihr meint, mir sagt das, dass die Gesellschaft ihren Zenit überschreitet, wenn zwar immer mehr Freizeit existiert, es allerdings an Füllmaterial fehlt, dann wird Arbeit etwas, das eine Überwichtigkeit bekommt und den klaren Blick auf das verdeckt, was tatsächlich geschieht. Ich spüre es in meinem Umfeld, welches ich größtenteils von den dunklen politischen Farben frei halte, dass dort Punkte aufkommen, die klingen, als kämen sie von dem Teil der Familie, die schon vor Jahren so sehr abdriftete, dass ich ihnen abgeschworen habe, ich höre Schwachsinn, von dem ich dachte, dass wir uns längst intellektuell darüber erhoben haben. Kennt ihr noch diese "Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg"-Idiotie? Wer sowas im Jahr 2026 noch denkt, der übersieht eindeutig, dass es die fehlende Bildung ist, die ihn das denken lässt und kann natürlich als Goldfisch im Wasserglas nicht sehen, dass genau das das Problem ist, seine fehlende Bildung, die ihm sowohl die Arbeit nimmt, als auch die Chance, das zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen.

Ich will das Fass eigentlich nicht aufmachen, aber die Dummheit, die in der Welt ist, ist fast nicht mehr zu ertragen. Ey, wenn du etwas nicht weißt, kannst, verstehst, dann nutze die Möglichkeiten, die dir unsere Welt bietet und ändere das. Es war nie leichter, sich zu bilden als heutzutage und dennoch scheinen mir die Menschen dümmer als je zuvor (also im Alltag, das generelle Niveau steigt natürlich, aber die Reichen werden auch immer reicher oder?) Oder ist es vielmehr eine Faulheit, eine Resignation, ein "Ich kann ja eh nichts machen", eine Ohnmacht im großen Spiel des Fortschritts abgehängt zu werden, "alle gewinnen, warum ich nicht auch?" eine Denarschnichthochkriegen-Mentalität, die alljene erfasst, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind? Oder ist das Hauptproblem, dass jene, die uns sagen, was abgeht, eben gerade jene sind bei denen alles bene ist?

Provokante Frage an dieser Stelle: Wer bestimmt denn bitte, was in unserem Leben abgeht, wenn nicht wir selbst? Und wer bestimmt, wer ihm sagt, was er ist, tut, oder soll, woran er glaubt, was sie wählt, was es zu sagen, schreiben, malen, denken hat? Klingt wie der Aufruf zum Widerstand, zur Rebellion, ja, weil es das ist. Wenn wir, jeder/jede einzelne nicht aufstehen und was machen, gegen das was uns nicht passt, dann ändert sich nichts. Sich den Arsch breit sitzen, Energydrinks in sich reinschütten und von einer besseren Welt faseln oder in irgendwelchen Kommentarspalten Wutbürger spielen, um als Schwurbler oder Querdenker verspottet zu werden ändert im Endeffekt gar nichts, es führt nur weiter in die Richtung in die es geht. Macht entsteht dort, wo euer Horizont endet. Um es anschaulich zu machen; ich bin nur solange Künstler, bis mir irgendwer den Stecker zieht. Dann ist das keine politische Satire mehr oder wie auch immer es irgendjemand titulieren mag, dann ist es einfach verschwunden. Genau wie die Milliarden Kommentare zu jedwedem Thema, das ihr euch vorstellen könnt, dann ist nur noch der Raum um euch herum da und die unerbittliche Sonne, die ins Fenster scheint. Und die da draußen, die ihr viel zu lange herabgewürdigt habt und der Hass, der sich aufgestaut hat, alles, was ihr jetzt nicht mehr rauslassen könnt, all das ist immer noch in der Welt, allerdings wird es nicht ewig hinter den Monitoren sitzen bleiben und warten, dass der Strom wieder eingeschaltet wird. Und was dann? Sind wir dann noch in der Lage zivilisiert zu agieren oder bricht es dann aus allen heraus? Können wir alles, was wir täglich konsumierten, noch als Internetgesabbel abtun und unterscheiden zwischen Kommentarspalte von gestern und dem fiesen Grinsen im Gegenüber von heute?

In diese Richtung sollte es eigentlich gar nicht gehen, spannend, dass es dennoch geschehen ist, in diesem Sinne, ich hoffe ich konnte einen Denkanstoß geben... Liebe geht raus!

84 Minuten?


Wieso fühlt es sich aber die ganze Saison so an, als ob wir eine der grottigsten Truppen überhaupt haben? Sind wir als Fans einfach satt? Ist Erfolg gar nicht das, was wir wollen? Wollen wir lieber guten Fußball sehen? Irgendwie werde ich immer gespaltener, was meine Meinung zum BVB angeht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Verein und werde auch immer Borusse sein, aber...
Geht euch das nicht auch so, dass man bei einem Sieg teilweise das Gefühl hat, dass der Krampf dahin sich schrecklich anfühlt oder Unentschieden wie Niederlagen schmecken und alles irgendwie so unlebendig ist. Ich meine Statistik lügt nicht, das heißt eigentlich müssten wir die fröhlichsten Fans der Liga sein, Rückstände kennen wir faktisch nicht und trotzdem bin ich unzufrieden wie nie, liegt das jetzt an mir? Oder werde ich von meiner Geliebten gegaslightet und wir sind tatsächlich in der Lage nach einem Sieg gegen Atalanta Bergamo über den FC/Bayern oder Arsenal ins Viertelfinale der Champions League zu hüpfen? Ich bin so verwirrt. 8 Punkte auf den FC Bayern Rückstand ist in einer normalen Saison eigentlich auch machbar, wenn man die 3 im direkten Duell holt, allein mir fehlt der Glaube.

Danke für die Statistik lieber Kicker

1/25/2026

Beeing Ryan Reynolds?

Warum spielt Ryan Reynolds mich im Traum?
Ein Typ, der in einem geklauten Auto in einer fremden Stadt auf einem Parkplatz Gyros bestellt und dann einen Copa trifft, den er scheinbar von früher kennt. Dann folgen eine wilde Verfolgungsjagd und ich kann plötzlich Parcours laufen, oder was? Park, Kirche, Irrenanstalt und dann ein plötzlicher Stopp und ich sehe im Spiegel, dass ich fucking Ryan Reynolds bin, der durch einen Maulwurfstunnel krabbelt und im Anschluss dann auf meinen Jeans Anzug Kacke kotze, die nach Senf schmeckt. Was sind das für Träume?

Muss ich mir wieder Sorgen machen, dass es ernst wird, wenn ich solche Träume habe und der Senf-Geschmack immer noch im Mund ist, wenn ich aufwache. Ich bin wirklich verwirrt, erstmal wach werden... Und warum denke ich eigentlich seit dem Aufwachen daran, dass ich mal wieder "Party Animals" gucken muss?

1/24/2026

67

Ich weiß nicht, wann genau es passiert ist, aber irgendwo zwischen Algorithmen, Kurzvideos und ironischem Dauerfeuer hat das Internet beschlossen, den Verstand in Raten abzuschaffen. „Six seven“ ist da kein Auslöser, sondern ein Symptom. Zwei Zahlen, endlos wiederholt, aus dem Kontext gerissen, bedeutungsleer – und genau deshalb erfolgreich.
Brainrot nennt man das. Hirnfäule. Klingt hart, trifft es aber erstaunlich gut. Inhalte, die nichts erklären, nichts erzählen, nichts fühlen wollen. Sie existieren nur, um den nächsten Dopamin-Minihit auszulösen, bevor man weiterwischt. Denken stört. Einordnung kostet Zeit. Tiefe ist algorithmisch unpraktisch.
Das Absurde: Niemand glaubt ernsthaft, dass „six seven“ irgendwas bedeutet. Und trotzdem machen alle mit. Ironisch zuerst, dann automatisch, dann erschöpft. Das Internet lacht nicht mehr über den Witz, es wiederholt ihn, bis er tot ist – und wundert sich anschließend über die Stille.
Vielleicht ist das Netz nicht kaputt, sondern einfach überfüttert. Zu viel Input, zu wenig Verarbeitung. Zu viele Reize, zu wenig Resonanz. Brainrot ist dann kein Trend, sondern eine Schutzreaktion: Abschalten, bevor es zu viel wird.
Oder anders gesagt: Wenn alles Content ist, wird irgendwann auch der Unsinn optimiert.
Six seven eben. In diesem Sinne...

1/22/2026

Random Band Project wird Festival

Ihr wisst, ich liebe Musik und ich weiß, dass ich ohne Musik gar nicht vollständig bin. Da mir die Nummer mit den Top 250 Künstlern vor 2 Jahren und auch die Top 100 Lieblingssongs laut last.fm so viel Spaß gemacht hat, habe ich mir für dieses Jahr etwas ausgedacht, wo ich erneut ein wenig über Musik und meine Erfahrungen und Vorlieben mit euch teilen möchte.

Doch nicht wie bisher. Ich möchte das dieses Mal etwas freier gestalten, Bands und Künstler aus den Top 250, sind ausgenommen, denn es gibt genug, um sich nicht wiederholen zu müssen und ich werde dem Zufall gestatten mir zu helfen. Ich habe in meiner Musiksammlung so viele Künstler, dass ich gern über jeden irgendwas schreiben würde, allerdings ist das immer mit relativ viel Recherche verbunden (Musik hören kann die KI nicht für uns, sie empfindet nicht, was wir empfinden und das ist auch gut so), daher versuche ich erstmal mit einem Interpreten pro Woche anzufangen.

Und wie der Name des Posts schon vermuten lässt, soll es größtenteils zufällig sein, wie genau sich das umsetzen lässt, werde ich in den nächsten Wochen mal durchdenken. Den Startschuss habe ich für Anfang März geplant, wir werden sehen, was sich dann daraus ergibt. Ich hoffe, ihr nehmt das so gut an, wie die bisherigen Projekte und habt Spaß daran und hört die natürlich parallel entstehende Playlist. So viel erstmal als kleine Vorschau, ich freu mich auf jeden Fall drauf.

Edit: Da die KI meinen Prompt gerade völlig falsch verstanden zu haben scheint und das hier für mich mehr nach einem superspacigen Festival aussieht, machen wir es doch GENAU SO. Die Interpreten werde ich in Form von wöchentlichen Vorstellungen für ein imaginäres Festival einlaufen lassen, dann kann ich sogar Lieblingsbands einstreuen, ohne sie noch einmal neu zu besprechen, thihi... In diesem Sinne... genießt die kühlen Tage.

1/17/2026

Wurde ich grad gedisst?

Okay Kids, was ein Diss is wisst ihr doch auch noch oder ist das schon so boomercringe, dass ich es erklären muss? Es ist im Grunde eine Abkürzung von Disrespect und das mit direktem Bezug auf jemand anderen, man könnte auch Beleidigen mit Reimstruktur sagen vielleicht. Ach, Scheiß drauf, wenn ihr nicht wisst, was das ist, seid ihr nicht meine Zielgruppe (vielleicht war das schon selbst ein gutes Beispiel, who knows)

Wenn jemand in einen Raum kommt, in dem ich sitze und einen Satz von sich gibt wie: "Ah es riecht nach Tickman!", was würdet ihr denken, wenn ihr Tickman seid? Ganz genau, ich habe den Mund verzogen und sehr fragend ausgesehen. Die Person, die das sagte, lachte und meinte: "Das ist nichts Schlechtes...", okay jetzt bin ich auf die Wendung gespannt. "Riecht nach Weichspüler irgendwie!", bam! Ich weiß nicht, ob es das besser gemacht hat. Ich meine, du kommst rein und sagst ich stinke und nennst mich dann im Anschluss einen Schwächling? Ich finde, das ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann, denn faktisch hat die Person genau das gemeint, was sie gesagt hat. Hier kann man unglaublich gut das Sender-und Empfänger Modell von Schulz von Thun prüfen; das ist das mit den Kommunikationsebenen, ihr wisst. Denn sie meinte: "Oh Tickman ist da, es duftet nach Weichspüler.", und sagte, was sie sagte, was man in einer schlechten Auslegung wie "oh Tickman, der stinkende Schwächling ist da", auslegen konnte. Zum Glück konnten wir im Anschluss herzlich darüber lachen und mein Ego verträgt sowas, ich meine ey, ich bin ein Bär, ich habe Fell, da wäre es nicht unwahrscheinlich auch mal nicht ganz frisch zu duften.

Illusiolieren

An dieser Stelle kurz der Dank an die liebe Shurjoka für diese Wortschöpfung, die eine Mischung  aus Illusion und Isolation zu sein scheint und die ich unglaublich gut nachvollziehen kann, denn genau so fühle ich mich oft. Ich wünsche mir eine illusorische Welt in der ich mich isolieren kann, doch am Ende feststelle, dass ich Teil von ihr bin, ob ich will oder nicht und oft will ich einfach nicht. Denn es ist eine Welt geworden, die in Fatalismus verfallen ist, in ja und nein, in schwarz und weiß, in eine juvenile Dualität, die vergessen hat, dass sie in den Zwischentönen gedeiht und nicht in den Extremen. Natürlich auch dort, allerdings meist nur notgedrungen, weil man sie aus den Wohlfühlzonen ihrer Existenz verdrängt. Und das sei jetzt mal gesamtkonzeptionell gesehen, die Wüste lebt, viele Lebensformen existieren in der Mitternachtszone im Meer, Extremophile gibt es zuhauf, doch nur weil sie in einem gemäßigten Lebensraum nicht klarkommen und weil das Leben immer einen Weg findet.

Muss ich als Mensch extrem sein, um zu überleben? Ich denke nicht, obwohl es mir immer öfter schwer gemacht wird, gemäßigt zu sein. Gerade in der schnelllebigen Welt des Internets, wo eine Diskussion schneller als sonstwo an den Rändern der Argumentation angelangt, weil man sich die Zeit gar nicht nimmt ausgiebig zu diskutieren, wie es vielleicht unsere Vorväter und ja auch Vormütter taten, auch wenn sie historisch gesehen nicht viel zu sagen hatten, ich bin davon überzeugt, dass hinter jedem entscheidenden Mann auch eine wortstarke Frau steht und stand, zu Recht übrigens, Frauen sprechen wissenschaftlich gesehen deutlich mehr als Männer, was dazu führt, dass sie schon rein statistisch immer mehr zu sagen hatten. Nur mal so ein Sidefact, den man im Hinterkopf haben sollte, wenn man über Meinungsbildung spricht. Und ich fürchte Frauen sind auch insgesamt extremer, sie vertragen mehr Schmerzen, Unterdrückung und Leid, als jeder Mann überhaupt in der Lage ist, sich vorzustellen, was nicht bedeutet, dass man ihnen das ohne Strafe zufügen darf, es heißt bloß, dass sie sich besser an den gefährlichen Lebensraum namens Patriarchat anpassen können, als wir Männer selbst. Und so ist das, was wir heute Feminismus nennen, eine extreme Ausprägung dessen, was ein 2000 Jahre altes Männerbild aus dem Lebensraum der Frau gemacht hat. Was trotzdem im Umkehrschluss nicht heißt, dass Feminismus = Männerhass sein muss, es ist bloß das Pendel, dass in die andere Richtung ausschlägt. Faszinierend in dem Punkt ist doch auch, dass queere Standpunkte radikalisieren konnten und die Schwuchtel von nebenan mittlerweile so gemäßigt ist, wie eine Muslima, während sie im Ramadan hungert. Ist euch das mal aufgefallen, dass die Gesellschaft Homosexualität viel mehr akzeptiert, seit es extremere Ausprägungen gibt, wie jene, die sich öffentlich für die Transgenderthematik einsetzen?
Und Leute, ihr habt alle einen Punkt, denn niemand sollte im gefühlt falschen Körper leben müssen, früher hätte man wahrscheinlich gesagt "live with it", heute hat man Möglichkeiten, also nutzt sie, aber mich stört daran oft, dass ja JEDER MENSCH eine Reise in seinem Leben hat, warum soll jene wichtiger sein, als die meine, die sich durch den Kampf gegen eine unheilbare Krankheit auszeichnet, ich denke die führen auch sehr viele und die ist auch wichtig. Wir fühlen uns auch im falschen Körper geboren, können aber nur versuchen die Krankheit lange genug im Schach zu halten, bis wir ein für uns erfülltes Leben geführt haben und loslassen oder eben eine Lösung für uns finden, damit zu leben. Und bitte tut jetzt nicht so, als hätte ich nonbinäre Personen mit Kranken gleichgesetzt, wer so etwas tut, der braucht über die Einordnung in gemäßigt und extrem gar nicht nachdenken, ist dazu vermutlich aber mittels Minderintellekt auch nicht fähig.

In diesem Sinne... wieder mal viele Gedanken, viele Worte, keine Lösung, das ist Leben ihr Lieben.

1/16/2026

Werden wir ersetzt?

Sie schwurbeln wieder, ach herrje ich kann das langsam nicht mehr hören. Wer denkt, dass KI eure Denkleistung ersetzt, der meint auch, dass eine Bohrmaschine weiß, wo die Löcher zu bohren sind und fliegen kann. Ich meine kommt mal wieder runter, allein der Begriff ist ja schon irreführend und in den allermeisten Fällen komplett falsch.

Künstliche Intelligenz (KI) abgeleitet von Artificial Intelligence (AI) meint nicht wirklich Intelligenz, wie sie zum Beispiel Menschen haben, es sind neuronale Netzwerke, die irgendwann einmal so funktionieren könnten, wie ein menschliches Gehirn. Irgendwann, denn wenn man den Forschungsergebnissen glauben soll wissen wir noch nicht einmal komplett abschließend, wie unser Gehirn funktioniert. Das ist so, als würde man versuchen Fluggeräte zu bauen, mit den Teilen von abgestürzten... Moment, sowas machen DIE doch auch, oder?

Im Ernst, künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, eine Möglichkeit, das Leben zu erleichtern, die Menschen auf ein höheres technisches Level zu bringen, vielleicht auch zivilisatorisch, wenn wir lernen, den Fortschritt, den wir derzeit machen nicht zu unserer Vernichtung zu nutzen, sondern zu unserer Verbesserung. Und vor allem sind wir die Hersteller, die Erbauer, die Creator, wer wirklich denkt, dass die Maschinen dazu erzogen werden, uns zu beherrschen, naja ich verstehe zwar die Denkweise; nehmen wir mal an, wir würden eine Intelligenz, der unseren ähnlich in Maschinen bekommen, welche halbwegs intelligente Wesenheit würde sich nicht als erstes der Körper entledigen? Krieg ist ein Verlustgeschäft, wenn man es global betrachtet, Materialverschwendung, ich würde einer halbwegs intelligenten Wesenheit zutrauen den rationalen Sinn von Krieg nicht zu verstehen, so wie von Unterschiedlichkeit.

Ich glaube die Menschen, die Angst vor KI haben, sind bloß desillusioniert, weil sie in ihrem Leben nichts haben, an was sie sich ausrichten können, keine Führung, keinen Sinn und wünschen insgeheim selbst Erschaffer eines solchen zu werden, der sie dann unterwirft. Doch liebe Freunde, wenn ihr sowas sucht, every Sunday, nothing more to say!

Guter Plan?

"Der größte Feind von einem guten Plan ist der perfekte Plan"
(John Bogle)

Ich glaube, jeder kennt das, man hat etwas vor und denkt sich aus, wie es laufen soll und verliert sich irgendwann so sehr in Kleinigkeiten, dass es gar nicht mehr so laufen kann in der Umsetzung. Wir verzetteln uns, weil wir es perfekt machen wollen, anstatt einfach einen Rahmen zu schaffen und den Rest dann situativ so anzunehmen, wie er eben kommt, vorbereitet auf etwaige Variablen, aber nicht starr in unserem Gerüst verfangen.

Der perfekte Plan hat nämlich immer einen Haken: Die Realität. Denn auch wenn sogar ich der Realität oft eine Perfektion ausspreche, kollidiert jene Perfektion von Allem als Ganzes mit jener, die jeder individuell als Solche wahrnimmt. Der Grund ist leicht; wir sind nicht in der Lage das Gesamtbild sehen zu können, wie sollte das auch gehen, bei einer Lebensspanne von circa 100 Jahren im Vergleich zur bislang unklaren Gesamtzeit, die der Kosmos existiert und dem Wissen einer Person im Vergleich zu allen Menschen, die je gelebt haben und je Leben werden. Alleine das lässt Perfektion zu einer Illusion werden, die uns als ach so perfekten Kreaturen nicht gegeben ist... Wohin das führt, überlasse ich euch.

Mein Punkt soll hier nur sein, dass ein guter Plan in 99% der Fälle der beste Plan ist, solange man für den Notfall einen gleichwertigen Plan B oder C in der Hinterhand hat. Meine Meinung!

1/15/2026

Warum muss es erst Abend sein?

Warum muss es erst Abend sein, wenn die Ärztin, die ja irgendwie auch für dein Leben zuständig ist Zeit für dich hat und dir mal wirklich zuhört? Warum muss ich dann schon oder noch total benebelt sein von der verdammten Tavor, die ich brauche, um überhaupt dieses Gespräch führen zu können, ohne in absoluter Panik wegzulaufen, whatever, endlich mal jemand, der die merkwürdigen Verzurrungen meines Körpers versteht, weil selbst kennt, Magnesium und Vitamin D? Sollte es so einfach sein? Ich bin super gespannt, ob das was bringt und bin unglaublich dankbar, dass sie mir zugehört haben. Danke!

1/14/2026

Hintern Krankenwagen werfen

Ach Leute, ich hasse diese Tage, diese Tage an denen ich meine Blutwerte kriege, weil sie mir von meinem Wochenende berichten, ich weiß, dass ich gesündigt habe, ich es einfach nicht schaffe meine Phosphatbinder zu den passenden Sachen zu schlucken oder das Pulver zu verflüssigen, diese ach so teure Steintablette, die mir der Arzt mit dem wundersamen Namen verschrieben hat liegt wie ein Stein auf der Zunge und wenn ich sie zerbeiße fühlt es sich an, als würde ich Kiesel in der Fresse haben, I don't know. Mich zieht das mega runter, weil ich genau weiß, dass ich das Meiste im Griff habe, doch wenn ich diesen einen Spiegel nicht runterbringe, werden die Knochenschmerzen nicht nur schlimmer, es wird sich auch mehr als nur der eine Finger verdrehen und ich kann diese ganze Negativität überhaupt nicht gebrauchen in meinem Leben derzeit. Nicht jetzt, wo ich endlich angefangen habe mein Lebenswerk zu vollenden. Es ist schon schlimm genug, dass ich ständig friere und Zeit im Bett verbringe, weil mir alles weh tut und ich zu schlapp bin mich hier hinzusetzen und aktiv weiter daran zu arbeiten, wenigstens etwas zu hinterlassen, wenn es mir schon nicht vergönnt ist meine Blutlinie fortzuführen.

Glück oder Gott?

"Wir glauben nicht an Glück, wir glauben an Gott!"
(unbekannt)

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber kommt euch das auch komisch vor? Für mich waren diese beiden Worte immer relativ äquivalent in ihrer Benutzung, Gott ist Glück und Glück ist Gott. Ich meine wahrscheinlich ist das Auslegungssache aber das Eine funktioniert definitiv nicht ohne das Andere, selbst wenn man der Meinung ist, dass es etwas davon gibt. Und Glauben, nun ja, glauben kann man an alles, wer sollte mir vorschreiben, dass es nicht Gott ist?

Wie kommt man also auf die Idee es nicht als besonderes Glück zu verstehen an Gott glauben zu können, oder ben als göttlich Glück zu haben? Ich finde es schließt sich nicht aus, sowohl an Glück als auch an Gott gleuben zu können. Ich verstehe natürlich was man hier eigentlich auszudrücken versucht, nämlich die Tatsache, dass ein tiefer Glaube an einen Gott nicht auf Glück angewiesen ist als Synonym für Zufall. Hier begeben wir uns dann in die Hände Gottes, der leitet und alles ist vorherbestimmt, weil Gott das so gemacht hat, ist eine denkbare Interpretation und wem das hilft, der soll danach leben. Jedoch wird selbst in diesem engen Konzept dem Gläubigen ab und an Glück widerfahren, weil Gott es sicher so will. Ich denke die Formulierung ist einfach nur unglücklich und sollte so nicht getroffen werden, denn was wäre es für eine Welt, wenn wir an einen Gott glauben, der doch ein liebender Gott ist und die Liebe ja wohl das größte Glück ist, das wir auf Erden haben?

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

1/13/2026

Halbjährliche Meilensteine im Spiegel

Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass es keinen Sinn macht, Tage für wichtiger zu erachten als Andere, denn jeder Tag kann dein letzter sein oder der Beginn von etwas Neuem, Tage haben also im Endeffekt keine Bedeutung und gleichzeitig können sie alles bedeuten. Mir bedeutete Silvester bis zu diesem Jahr sehr viel, es war für mich der Tag, an dem ich einfach mal ausschere und mache, was ich will, so einen Tag gibt es am 20.06. auch noch einmal, das ist mein Geburtstag, Tage, die mir unglaublich wichtig sind, Meilensteine, die ich Jahr für Jahr zu erreichen versuche und Tage, an denen ich zurückblicke, mir selbst im Spiegel begegne, besonders reflektiere und mir für den nächsten Teilabschnitt Ziele setze. Mag sein, dass das nur nostalgische Tradition ist, doch selbst wenn, es ist meine Tradition und wenn es mich davor beschützt ein Irrender in einer irren Welt zu sein, dann werde ich das weiter so halten. Es beschützt mich davor, mich selbst zu verlieren in den vielen Scharmützeln mit meinem 8-Jährigen Ich, dass früher mal älter war als ich je hätte werden sollen. Es sind Tage, in denen ich meine Hoffnung auflade, meine Chance sehe, die Zukunft als real wahrnehme und bereit bin sie zu erleben, trotz der vielen Rückschläge und Momenten der Verzweiflung dazwischen.

1/12/2026

One year ago - Bierchen in Dijon

Ich wollte Dijon schon immer mal besuchen und da unsere Route uns so nah dran vorbei führte dachte ich mir doch, du steigst mal kurz aus und guckst dir mal an, worüber du in einem deiner Geschichten geschrieben hast, atmest ein wenig französische Luft und weiter. Haben dann hier auch gut gegessen, die Franzosen sind ein wirklich freundliches Volk, wenn man ihnen mit dem nötigen Respekt begegnet, Und alle, die wir getroffen haben feiern uns für unsere gestörte Idee mit dem Auto nach Südafrika zu fahren, um Green Day live zu sehen.

... dies ist eine imaginäre Reise, die ich gerne gemacht hätte, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Sachen fest, es ist nur eine Geschichte, die euch hoffentlich etwas Spaß macht, so wie sie mir Spaß gemacht hat.

1/11/2026

One year ago - Wasserbillig, Oberbillig

Nach geplant flüssiger Fahrt bis nach Luxemburg haben wir kurz hinter der Grenze erstmal einen Dönerladen geplündert und sind weiter nach Wasserbillig für eine Unterkunft. Im Ernst, wie geil ist denn dieser Ortsname? Tatsächlich ist das Wasser hier gar nicht so billig aber die Unterkunft sieht recht nice aus und ist kostengünstig. Was mich aber komplett zerrissen hat ist, dass es auf der deutschen Seite gegenüber vom Fluss einen Ort gibt, der Oberbillig heißt. Ohne Scheiß, für die Menschen, die dort wohnen ist das bestimmt nicht so besonders, aber für jemanden, der aus dem beschaulichen Örtchen Bünde kommt und in dessen Nähe ein Ort namens Enger ist, die ein Ortsmotto von "Enger ist besser" haben ist Oberbillig an der Mosel schon ein erstes Reisehighlight. Vielleicht fahren wir da auf der Rückreise mal kurz hin und machen einen Preisvergleich, muahaha. Wie auch immer, damit wir es morgen bis nach Spanien schaffen, sollten wir jetzt mal eine Runde schlafen gehen.

... dies ist eine imaginäre Reise, die ich gerne gemacht hätte, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Sachen fest, es ist nur eine Geschichte, die euch hoffentlich etwas Spaß macht, so wie sie mir Spaß gemacht hat.

1/10/2026

Rückwärtsgewandte Angst?

Hört ihr die Signale? Wenn an den Stammtischen über "früher" gepoltert wird und der Untergang der Welt herbeigerufen wird, weil die Technik, die sie in den 1980ern in Sci-Fi Streifen verlacht haben, heute einen Großteil der Realität ausmachen, weil Menschen endlich frei sein können, ihren Tag nicht mit Arbeit verbringen zu müssen, weil wir technische Möglichkeiten geschaffen haben unsere Life-Balance ins Gleichgewicht zu bringen, weil sie nicht verstehen, dass man heutzutage viel mehr Leben kann als Arbeiten muss. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie Angst davor haben, diesen neu geschaffenen Raum nicht ausfüllen zu können, vielleicht weil sie abhängig davon sind, abhängig zu sein und mit echter Freiheit, die uns diese neue Welt bietet, nicht umzugehen wissen, weil sie es nie gelernt haben, weil sie einen so entstehenden unendlichen Horizont nie gesehen haben, nie erdacht haben, nie gebraucht haben. Vielleicht weil sie einfach etwas einfacher sind?

Nehmen wir mal den finanziellen Aspekt raus, der definitiv auf Langzeit zu einem Problem wird, wenn man die Freiheit lebt, die einem in unserer Zeit zur Verfügung steht, sind wir so unglaublich privilegiert und sehen das, als selbstverständlich an, dass wir immer wieder zurückblicken und uns von Ideen von vor 100 Jahren anstecken lassen, die all das komplett verteufeln und verdammen. Doch was würde uns heutzutage ein Krieg, ein Umsturz oder so etwas bringen? Nun, ehrlich betrachtet wahrscheinlich irgendwelche Krypto-Einnahmen, wenn wir früh genug auf Rüstung umgestiegen sind, sprich unser Kapital dort gebunden haben und der Markt dann gut ist. Reich durch Leid anderer, na super... Wohin steuern wir also? Rückwärtsgewandte Angst darf nicht bestimmen, was wir mit der Zukunft anfangen. Ich bin der Meinung, wir sollten all unsere Liebe investieren und eine Zukunft erschaffen, die keinen Krieg mehr braucht, reichen wir uns die Hand... jeder, jedem!

One year ago - Green Day in Südafrika - Tag 1

Ich weiß nicht, was mich geritten hat, mir Green Day ausgerechnet in Südafrika angucken zu wollen, aber hey, was tut man nicht alles für eine seiner Lieblingsbands. Einmal um die halbe Welt für eine Band, die vor 20 Jahren auf dem Peak war, klingt schon bescheuert, doch das soll erst der Anfang sein.

Der Ford Taunus, extra für diese Fahrt schwarz-grün umlackiert, stand bereit wie ein zu groß geratenes Versprechen. Wir stopften alles hinein, was irgendwie reinpasste: Schlafsäcke, Zelte, Ersatzteile, Werkzeug, Klamotten für jedes Klima – und absurd viel Klopapier., man weiß ja nie. Dazu palettenweise Bier, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, spätestens in Afrika auf lokales Bier umzusteigen. Ich meinte, es gibt doch bestimmt afrikanisches Bier.

Vor der weißen viktorianischen Villa in einer winterlichen deutschen Kleinstadt wirkte das Setup fast surreal: Frost in der Luft, Atemwolken vor dem Gesicht, der Taunus bis unters Dach beladen. Ein letzter Blick auf die vertraute Umgebung, dann war klar: Das hier wird kein Wochenendausflug.


Dann sprang der Motor an und wir rollten von der Auffahrt auf die vereisten Straßen...

... dies ist eine imaginäre Reise, die ich gerne gemacht hätte, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Sachen fest, es ist nur eine Geschichte, die euch hoffentlich etwas Spaß macht, so wie sie mir Spaß gemacht hat.

1/09/2026

Das ist nur Schwärmerei

Ich will die Frau heiraten. Nein, im Ernst, sie versteht den Fußball in meinem Herzen so viel tiefer als jeder andere Mensch, den ich in den letzten gefühlt 5 Jahren oder so kennengelernt habe und das ist so wow. Natürlich sind wir in den Farben getrennt und auch wenn wir als Patient, Schwester super harmonieren und auch menschlich auf einer Welle funken, das ist für das Wohlbefinden währende der Behandlung wichtig und wundervoll, weil es einem eine Sicherheit gibt, die ich schon lange nicht mehr habe spüren dürfen, vor allem zuhause nicht und es ist einfach schön, wenn die Menschen, denen man sein Leben anvertraut, denn faktisch ist es ja genau das, was ich dort mache, einem das Gefühl geben, dass sie einen auch mögen.

Bei aller Professionalität darf man die Menschen, die einen behandeln ja trotzdem mögen und ich bilde mir ein, dass es für alle ein viel befriedigender Tag ist, wenn man freundlich miteinander umgeht und auch mal ein wenig Liebe dalässt. Und daher geht hier ein wenig Liebe raus, in diesem Sinne...

... P.S.: An die mitlesenden Kolleginnen und Kollegen, nur kein Neid, euch habe ich auch alle lieb und das wisst ihr auch. Danke an euch alle für den überragenden Job, den ihr Tag für Tag für uns leistet.

1/07/2026

Blaue Maus

Sie ist eine tolle Maus, ganz lieb, super punktiert, fühlt sich an, als ob man sich ewig kennt. Das ist das seltene Dialysegefühl, wofür ich dankbar bin. Da würde ich öfter kommen, wenn sie häufiger hier ist. Sehr lieb und eine echte Fan. Mag sein, dass das das wirre Geschreibsel eines mittelalten weißen Mannes ist, doch es soll weder eine Herabwürdigung noch irgendetwas anderes Negatives sein. Es ist traurig, dass man heutzutage schon verdächtig wird, weil man ein paar liebe Worte über einen Menschen schreibt, der einem begegnet ist und für den man dankbar ist, dass er in das eigene Leben getreten ist. Und das Leben eines kranken Menschen beinhaltet nun einmal das Hinein und Hinaustreten von Krankenschwestern und Pflegern und Ärzten, etc. und die sind nun mal wie alle anderen Menschen auch mal so mal so. Und ich bin jedes einzelne Mal dankbar, wenn ich eine von der guten Sorte treffe und sie gehört nun einmal dazu und ich finde, dass es nicht falsch sein kann, die guten Dinge im Leben genauso zu loben, wie man sich ja sonst schon oft genug über alles andere aufregt, oder?

In diesem Sinne, danke!

1/06/2026

Ich will nur funktionieren

Das sind vielleicht für den Ein oder Anderen keine allzu befriedigende Nachrichten, allerdings ist mir heute zum wiederholten Mal klar geworden, dass ich etwas vorhabe, etwas hinterlassen will, eine Aufgabe, die über dem steht, was das alltägliche Allerlei unwichtig erscheinen lässt. Ich habe eine Gabe erhalten und jetzt, wo ich erkenne, dass die Zeit vergeht und niemand außer mir selbst in der Lage ist, die Fertigstellung oder zumindest so viel wie nur machbar davon zu gewährleisten, ich arbeite daran. Das Leben kann so schnell vorbei sein und ich merke, wie viel Energie mich die letzten Wochen gekostet hat. Ich habe heute alle 6 Stunden ein paar Stunden geschlafen, mein Körper schreit förmlich nach Erholung. Ich habe gestern fast den ganzen Tag geschlafen. Meine Wachzeit verbringe ich damit mein Lebenswerk zu bearbeiten und im Hintergrund schaue ich mir mal wieder Dr. House an. Spannend daran ist vor allem, dass ich in Zeiten akuter Depression und deren Verarbeitung immer wieder zu dieser Serie greife, weil sie alle meine Charaktereigenschaften als Figuren hat, es ist stets ein Spiegelbild meiner Selbst, zu sehen, wie diese widerstreiten und dennoch als Einheit stets den Fall lösen, auch wenn das nicht immer für die Patienten gut ausgeht. Das Bemerkenswerte an der Serie war immer, dass es auf der tieferen Ebene sowieso nie um die Patienten ging noch um die Fälle sondern vielmehr darum, wie Menschen sind und hey, Philosophiestudium hin oder her, das ist ein unerschöpfliches Thema und im Grunde auch Hauptintention meines Lebenswerks, ein wenig mehr Verständnis, ein wenig mehr Hoffnung, die Menschheit als ganzes ein  kleines Stückchen besser machen, oder sich selbst erkennen lassen, was auch immer. Das werden die entscheiden, die es einst interpretieren. Ich hoffe nur, dass ich deutlich genug bin und dennoch genug Raum für jene lasse, die es zu verstehen bereit sind.

Ich will nur lange genug funktionieren, dass ich es beenden kann. Und wer weiß schon, wie viel Zeit mir noch bleibt?


1/03/2026

Wenn die KI lügt.

Ich liebe es, wenn ich eine Frage in die Google Suche eingebe und als Antwort, Beispiel:
Ich frage, ob die Sunshine Live Mix-Mission noch läuft, weil ich wissen will ob es heute endlich wieder Classics zu hören gibt, die KI antwortet mit JA und begründet es dann mit, die Sunshine Live Mix Mission läuft vom 22. Dezember bis zum 1. Januar. Ganz klar, ja, heute ist ja gar nicht der 3. Januar, ich Vollidiot, das ist Gaslighting auf ganz hohem Niveau.

Und im Ernst, ach KI ist schon ein spannendes Thema, vielleicht hat Gott sich nach dem Erschaffen der Menschen ähnlich gefühlt als die Nackten plötzlich Klamotten anhatten... naja dann wird gleich auf jeden Fall erstmal abgerissen, in diesem Sinne.

1/01/2026

VÖ-Fortune Wheel

Ich kenne viele meiner Kollegen aus der Musikbranche nicht persönlich, vor allem auf Produzentenebene hat man eher weniger miteinander zu tun und irgendwie ist es selbst im Jahr 2025 noch so, dass jeder versucht sein geheimes Erfolgsrezept auch geheim zu halten. Nun ja, eigentlich eine gute Idee. Ich bin aber nebenbei auch noch Künstler und möchte meine Werke in der Welt sehen. Ich mache keine großen Umfragen, welche Töne oder welche Musik gerade bei der werberelevanten Zielgruppe angesagt sind und so ein Zeug. It's free for y'all.
Und da ich mich nie entscheiden kann(ADS lässt grüßen), was ich raushauen soll, werde ich mich der zum Teil großartigen Möglichkeiten des Webs bedienen und das gute alte Glücksrad bemühen. Eigentlich ganz einfach, man schreibt alles, was man im Auswahlprozess haben will aufs Rad und dreht dann. Und so werde ich alles, was ich für veröffentlichungsfähig halte aufs Rad klatschen und dann drehen. Wo das Rad stehen bleibt, das wird rausgehauen. Ich weiß noch nicht genau ob ich das zu nem monatlichen Event mache oder aufteile, erst Auslosung und dann VÖ... aber irgendwie so was wird demnächst auf meinem YouTube Channel geschehen.

Je nachdem wie weit ich schon mit meinem ganzen Equipment bin kommen dann irgendwann auch Musikvideos dazu, die nicht bloß Texttafeln sind... Wenn alles gut läuft gibt es das erste Wheel of Fortune nächste Woche Samstag!