6/12/2025

Missionierung reine Geldschneiderei

Veränderung durch Gott? Fuck ihr wollt nur Geld! Hab da mal ein Statement einer meiner Lieblingsbands... Drastische Bilder zum Drübernachdenken!

Red dir keine Sünde ein!

Okay, den Punkt mit der Homosexualität kann ich nicht teilen, zumindest nicht mit dem Begriff "anormal", ich verstehe den Punkt, dass ihr vermutlich meint "Mainstream"-fern (wie gesagt ich finde den Begriff "nicht normal" ungünstig),

Die Frage ist halt, ob man beispielweise, schwul und christlich sein kann, ich meine hat Gott uns nicht auch so gemacht. Ist es nicht auch das Geschenk Gottes, dass man ein selbstbestimmtes Leben führt, so wie es ihm gefällt. Am Ende entscheidet ja jeder selbst, ob er mit Gott gehen will oder nicht, wenn nicht, ist man halt am Tag des Urteils nicht bei Gott. Auch die Entscheidung gibt Gott, wenn man denn will.

6/09/2025

Zwanzigtausend Schildkröten aus Einer

Ich habe mich jetzt nicht informiert, ja ja schlechter Journalismus, jedoch möchte ich euch kurz berichten, was ich gerade bei einer meiner Strandwanderungen hier in Los Angeles erlebt habe. Aus einem Loch im Sand kam wie aus dem Nichts eine unaufhörliche Masse an Minischildkröten, es war gruselig und faszinierend zugleich, es hörte nicht auf bis überall Schildkröten waren, überfuckingall...

und dann bin ich aufgewacht...

6/08/2025

7 Stunden für 'nen 60 Minüter!

Ich bin ein Fan davon, wenn ich Menschen dabei zusehe, wie sie sich selbst mit einer gewissen Lernkurve durch einen Prozess kämpfen. Gerade weil ich in den letzten Jahren ein echter Erklärbär geworden bin. Einige wissen es vielleicht, meine Sonntage verbringe ich seit ein paar Monaten mit "Problemkindern", teilweise mit Lernschwäche oder ADHS oder auch mit "kindlicher Demenz" und das ist unglaublich anstrengend.

Stellt euch vor, ihr möchtet ein Spiel spielen und erklärt einem, der es noch nie gespielt hat die Regeln, währenddessen sitzen die anderen Mitspieler daneben und könnten ihren Wissensstand noch einmal auffrischen. Dann geht das Spiel nach der ausgiebigen Regelkunde los und der Neuling fragt nach und erlernt die Abläufe und du siehst die Freude daran, sich selbst da durch zu lernen. Daneben sitzt jemand, der nicht zugehört hat oder aus irgendwelchen anderen Gründen nicht weiß, wie es geht und in jeder einzelnen Runde zu Verzögerung, Diskussionen und Fragerunden aufruft, wodurch das Spiel ständig zum Erliegen kommt und der Neuling jedes Mal wieder aus seinem Lernprozess gerissen wird, während der Störenfried nie damit begonnen zu haben scheint. Mich kotzt es langsam an, dass er sich ständig mit an den Tisch setzt aber nichts zu investieren bereit ist und dann auch noch die Frechheit besitzt andere dafür verantwortlich zu machen, dass er einfach nicht gewillt ist den Regeln Folge zu leisten.

Eine letzte Reise

Ich weiß, das klingt so terminal, mein Körper fühlt sich in letzter Zeit aber genauso an, als ob die nächste Reise, die letzte wird und daher ist es auch ein großer Traum, den ich noch erfüllen will. Sollte absehbar sein, dass mir die Zeit ausgeht, werde ich mir meine medizinischen Daten ausdrucken lassen und losziehen, bis ich irgendwo zu Grunde gehe, allein an irgendeinem Strand. Natürlich sollte ich diese Reise schon einmal vorausplanen, denn wer weiß schon wirklich wie viel Zeit bei Reiseantritt noch bleibt.

Musik vs. Gott

Ich merke, während ich mir den Post-Titel überlege wie provokant er ist und dabei wollte ich bloß etwas ausspeichern, was mich schon lange umtreibt, denn irgendwie klinge ich, wenn ich über Musik spreche immer wie ein Prediger, dessen wahrer Gott die Musik ist. Das kann ich so nicht bestätigen und ist sicher nie die Intention des Senders sondern vermutlich etwas, dass ihr als Empfänger so aufnehmt. Obwohl es natürlich einerseits richtig und im Glauben an einen Gott Entsprechung findet, ist es doch dem Glauben nach Gott, der alles erschuf und machte, damit es den Menschen wohlgefalle, damit sie die seinen sein oder so ähnlich. Bin derzeit nicht ganz so drin im Game und will hier auch nicht missionieren, das ist nicht meine Aufgabe, glaubt was ihr wollt und da sind wir dann vermutlich auch schon am Punkt:

Wer kommt denn auf die Idee etwas so wundervolles wie Musik gegen Gott zu stellen, etwas so wundervolles, dass man es nicht einmal beschreiben kann? Etwas, das Menschen, Kulturen, Völker, theoretisch Spezies einen kann (habt ihr schonmal gesehen, wie eine Katze im Rhythmus von "New York Groove" hin und hertippelt, Zucker!) kann niemals schlecht sein. Doch warum gibt es "böse" Musik und wo fängt diese an oder ist es eine menschliche Erfindung, genau wie das ganze "Gut und Böse"-Ding, was ja bloß aus Erkenntnis entstand? Nicht ganz so schnell, es fängt nicht immer alles bei Adam und Eva an. Selbst in der Bibel heißt es, am Anfang war das Wort! Na gut, dann doch sorum, ist ja auch Sonntag: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh 1,1–4)

Im Grunde wäre mein Plädoyer abgeschlossen, doch ich möchte es gern etwas ausführen vor allem auf die Frage, wie es denn gottesfeindliche Musik geben kann, wenn alles in ihm und aus ihm ist? Freier Wille! "In Gott war Leben und er war das Licht der Menschen", ich weiß nicht ob die Quelle von der es Johannes hatte das schon wusste, gehe aber davon aus, dass ihm bewusst war, dass Leben ein gewisses Maß an Entropie beinhaltet, um zu funktionieren (das ist der merkwürdige "Alles durch dasselbe und ohne dasselbe auch nicht eins"-Satz). Und somit braucht alles, so gottig es auch ist einen Gegenpol oder zumindest eine Möglichkeit zur Abweichung, denn wenn alles ausgeglichen wäre, zu jedem Pro ein Kontra existieren würde, wäre einfach Nichts und Alles gleichzeitig und würde sich aufheben, Stillstand, keine Menschen, die an Götter glauben können, keine Musik und vor allem keine "böse Musik".

Definieren wir das mal ganz kurz, böse Musik ist solche die von negativen Gefühlen beeinflusst ist, mit Hass gedichtet und mit eben diesen Emotionen und Einflüssen vorgetragen wird. Vielleicht nicht allumfänglich genug, aber wir wissen, wovon wir reden, grob, denke ich. Nun ja, wie jeglicher Hass und alles, was an Negativität entsteht, gibt es ein davor und auch das hat ja nun Gott gemacht, das Ursache und Wirkungsprinzip hat nicht irgendein Wissenschaftler erfunden, die entdecken bloß, was schon da ist, darum finde ich es auch schon immer lächerlich Wissenschaft gegen Religion auszuspielen, auch Eins! Und genau so darf Musik als etwas Göttliches auch kritisch sein, gegen etwas, ja sogar gegen Gott, denn da steht er drüber und schickt Liebe in die Herzen jener, die ihn hassen, dass sie ihren Fehler erkennen und ihm die Arme öffnen und ihn begrüßen, weil das am Ende die Botschaft ist, umarme deine Feinde, deine Freunde kennen deine Liebe, ihnen musst du nichts schenken, sie besitzen bereits alles. Boah wow, ja sorry, wer gar nicht auf den Kram steht, musste raus.

Listen to your heart

"... before you tell him goodbye" (Roxette)

Und wenn ich mir dann das Video angucke und sie sehe, wie sie ihre Zeilen hinschmettert, dann denke ich daran, dass auch sie viel zu früh gegangen ist, durch Krankheit und ich fange an zu weinen, falle auf die Knie, falte die Hände und danke, dass ich noch da bin. Ihr könnt euch das nicht vorstellen, wie es ist jeden Tag mit der Gewissheit aufzuwachen, dass man mit geborgter Zeit durch den Tag geht und es nur großartig ist zu Leben. Leben ist entgegen der Meinung einiger Menschen unglaublich kostbar, denn selbst wenn man an eine Ewigkeit glaubt, ist Leben die Zeitspanne, die wir bewusst wahrnehmen und steuern, in der wir lieben was wir wollen, und Entscheidungen treffen, die uns ausmachen, in der wir der Welt etwas hinterlassen können, das sie besser macht. Und ich finde die mahnenden Worte, dabei auf das Herz zu hören so berührend, denn im Rahmen von Coachings, die das Loslassen propagieren und sich frei machen von den Geistern der Vergangenheit und den ganzen Schmu (ich meine ja wie immer ist da ein gewisser Funken Wahrheit verborgen) bringt man uns bei, logisch abzuwägen und lieber gestern als morgen mit dem abzuschließen, was uns möglicherweise so sehr prägte, dass es sich beim Fallenlassen irgendwann anfühlt, wie etwas, das fehlt. Du fehlst!

6/07/2025

Paragraph 188 StGB - Gewichtung und Missbrauch

Paragraph 188 StGB

"(1) Wird gegen eine im politischen Leben des Volkes stehende Person öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) eine Beleidigung (§ 185) aus Beweggründen begangen, die mit der Stellung des Beleidigten im öffentlichen Leben zusammenhängen, und ist die Tat geeignet, sein öffentliches Wirken erheblich zu erschweren, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Das politische Leben des Volkes reicht bis hin zur kommunalen Ebene.

(2) Unter den gleichen Voraussetzungen wird eine üble Nachrede (§ 186) mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren und eine Verleumdung (§ 187) mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft."

Habe den für die bessere Verständlichkeit einfach mal rauskopiert, what the fuck? Ich meine wir müssen nicht über Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung reden, das ist strafbar und auch völlig okay so. Da ist es meiner Meinung nach auch völlig egal, ob, wie und wen es trifft, jeder hat das Recht so einen kommunikativen Griff ins Klo anzuzeigen und wer so was macht hat mit Strafe zu rechnen. Einzelfälle sind natürlich wieder eine andere Sache, Entschuldigungsangebote sind in meinen Augen strafmildernd zu bewerten, etc. ist hier gar nicht das Thema.

Im 188er geht es ja nun darum, dass explizit Politiker geschützt werden, wobei der wichtigste Passus wohl ist, dass die benannte Tat im Umfang geeignet ist sein öffentliches Wirken erheblich zu erschweren. Und ist das nicht genau die Verantwortung eines Politikers, sich gegen den vielleicht auch entgleisten Widerstand so stark aufzustellen, dass sein Wirken nicht von einem "Sie Scheiss-Arschloch!" so weit erschüttert werden sollte, dass er nicht mehr seiner "Arbeit" (Wirken) nachgehen kann? Ich frage für einen Freund? Im Ernst, ich bin zwar keine öffentliche Person, A-Bär wenn ich mich jedes Mal, wenn ich irgendwo meine Meinung vertrete von 20 Leuten, die mich durchbeleidigen an meinem Wirken hindern ließe, dann hätte ich wohl den falschen Job, immerhin kann man ein höfliches Arschloch hier und da durchaus gebrauchen, um sich bewusst zu machen, dass man nicht über den Dingen steht. Alles, was natürlich wirklich in die Richtung geht, die dann wirklich das öffentliche Wirken einschränken, kann man das in meinen Augen schon so machen. Allerdings würde ich den Damen und Herren und All-In-Between Politikern mal empfehlen sich ein Trikot anzuziehen und mal über einen Dorffußballplatz zu rennen, da kriegste in 90 Minuten so viel Hatespeech, das reicht für langjährige Therapien, wenn du das nicht abkannst. Und wie muss sich das erst für die Millionäre vor 80.000 Leuten anfühlen. Also, weiß nicht, wieviel Mimimi dabei ist und wieviel davon Echo nicht vertragen ist... in general halt!

Jette Nietzard, Mia Goth und Giulia Gwinn

Was haben diese drei Frauen gemeinsam? Nun sie waren heute quasi die bestimmenden Nachrichten in meinem Nachrichtenfeed, was sagt das über mich aus?

Interessiere ich mich vielleicht einfach für Politik, Filme und Fußball? Lese ich mir die Nachrichten durch? Wozu? Reißerische Überschriften, vermeintlich inhaltsleere auf emotionale Trigger setzende Texte dahinter sollen bei mir doch bloß eine Meinung erzeugen, die sich ins "Wir gegen Die"-Spiel einreiht. Und morgen werden drei neue Kühe durchs Dorf getrieben, "ein anderer Tag, ein anderes Hobby, Elba Warden...", oder so ähnlich murmelt es Roger Murtaugh vor sich hin, als er auf der Suche nach einem Namen ist, den er im Kopf hat. Und vielmehr bleibt doch bei uns auch nicht hängen, wenn wir wieder irgendwelche Namen von Politikerinnen, Filmstars oder Fußballstars lesen, denn in der Zeit, in der wir mittlerweile leben sind sie längst keine vollwertigen Personen mehr in der Wahrnehmung der meisten, sondern vielmehr Projektionsfläche für Ideen und Meinung. Und da frage ich mich, ist das nicht eine fatale Entwicklung? Ich meine hey, selbst ich (und ich bitte vielmals um Entschuldigung dafür) benutze diese Namen als Locküberschrift, um auf ein Thema hinzuweisen, dass die drei zwar direkt betrifft, jedoch nichts mit ihren Inhalten zu tun hat. Empören wir uns kurz, zwischen dem Frühstück und der ersten Zigarette auf dem Klo, wo wir das Fenster aufmachen, damit es keiner riecht. Interessieren uns die Inhalte? Oder fallen wir auf die perfide PR herein? Ist es noch von allgemeinem Interesse, was die wahrscheinlich sehr komplexe Geschichte hinter vermeintlichen antisemitischen Aussagen vermeintlich linker Jungpolitiker/innen ist? Oder geht es nur darum, Aufmerksamkeit zu erschaffen und jemanden zu haben, dem man die Feindbildplakette aufdrücken kann? Und ist es nicht unglaublich passend, dass diese Person all dem entspricht, wovor der gewöhnliche weiße Mitvierziger mit Eigentumswohnung Angst hat, gleichzeitig aber anziehend fände, wenn er nicht familiär gebunden wäre? Läuft es am Ende auf eine Kampagne gegen die emanzipierte hübsche junge Frau und deren Herabwürdigung auf eine Sexualisierung hinaus, die das Patriarchat einmal laut grölen lässt und die Themen und deren Diversität und Komplexität von Anfang an keine Rolle spielten?

Im Kindergarten war es auch schon egal, worum es ging, wenn irgendein Kind dem anderen das Förmchen wegnimmt oder die Figur im Sand kaputt macht ist das Ausdruck von: Wir haben ein Problem miteinander, sind aber nicht in der Lage darüber gesittet und zivilisiert zu quatschen, um alle Seiten des Problems zu beleuchten und es auszuräumen, zu verstehen, dass man anderer Meinung sein kann, ohne deswegen ewige Feindschaft zu schwören und den anderen herabzuwürdigen. Ich hatte zu Grundschulzeiten zwei Freunde, die hatten ein Problem miteinander, Nachbarn, ich weiß bis heute nicht was da los war. Sie lösten ihr Problem so, dass sie beide nicht zu meinem Geburtstag kommen konnten, der eine weil er ne Plastikschaufel im Gesicht stecken hatte und der Andere, weil er sich an dessen Krankenbett entschuldigen wollte. Die Nachricht, die mich damals erreichte war: Der eine hat dem anderen ne Schaufel ins Auge gerammt. Keine Ahnung, warum ich jetzt darauf komme, aber mir erscheint unser gesellschaftlicher Umgang so, wie der von Grundschülern, die eben gar keine Sozialisation mehr erfahren haben, die nicht miteinander sondern direkt übereinander reden, die Nachrichten weitergeben ohne deren Inhalt zu prüfen, wo Wahrheit eine Betrachtungsweise ist und nicht mehr gegebener Grundsatz des Zusammenleben. Wo jedes Wort, jeder Satz, jede Geste, der in oder aus der Emotion heraus entsteht nicht mehr gefiltert wird, auf seinen Zusammenhang oder was davor war, es wird stets von durchdachter Intention ausgegangen und als sei man kollektiv verhaftet direkt "alles was man sagt kann und wird gegen einen verwendet werden". Ich frage mich abschließend, ob das noch demokratisch ist oder nicht längst einer Form von Anarchie gleicht, die selbst deren Idee nicht mehr ernst nimmt, sondern vielmehr ein Chaos der Selbstjustiz und Verurteilung durch Medien und anonyme Stimmen aus einem weltweiten Murmeln ist, welches sich über unseren Planeten erstreckt und wie eine stille Seuche dazu führt, dass wir all diesen Stimmen ausgesetzt krank werden und Nullen und Einsen aus News und Fake News bestimmen lassen wer wir sind, Team Red Pill oder Team Blue Pill.

ICH will nicht urteilen, ich bleibe meinungsoffen und ertrage gerne den Spott zwischen den Stühlen, für mich gibt es für jede Reaktion eine vorhergehende Aktion, für jede Wirkung eine Ursache und es gibt Fehler, die man macht, aus denen man lernt. Ich behaupte, wer keine Fehler macht, hat in seinem Leben noch nichts gelernt, es ist Teil des Prozesses und "wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein..." (müsste Johannes 8, Vers 7 sein). Und hier bitte ich noch einmal um Entschuldigung, dass ich auf christliche Werte zurückgreife, jedoch würde ich behaupten, dass diese Wendung Allgemeingültigkeit hat und nicht auf irgendwelche Glaubensgemeinschaften beschränkt ist, wie so vieles, was aus den verschiedensten Religions- und Glaubenslehren stammt. Man sollte mal bedenken, dass es mal die Grundpfeiler vieler Zivilisationen waren, die damit einen geregelten Umgang miteinander erschufen. Und so liberal und freiheitlich ich das alles selbst sehe, ist eine Gesellschaft ohne ein gewisses Maß an Regeln, wie man miteinander umgeht, keine Gesellschaft mehr sondern vielmehr eine Gruppe Wilder, die gegen eine andere Gruppe um Ressourcen kämpft. Nur dass die Ressource scheinbar die Wahrheit geworden ist und die kann man nicht schürfen, sie nicht verkaufen oder handeln, sie ist kein Spielball, sondern das, was wir draus machen und wenn wir in der Lage sind jede ausgesprochene Wahrheit einer Meinung gleichzumachen und jede Meinung in den Augen anderer eine Lüge sein kann, ach Leute, dann sind wir verloren.

Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind reiner Zufall

Planeten neu bevölkern

Was wäre wenn von heute auf morgen alles Leben auf dem Planeten verschwände, außer dir, du über unendliche Ressourcen oder die Chance eine Person zu erschaffen hättest? Was würdest du tun?

Die Frage kam mir, als ich mal wieder eine dieser Aufbauspielwerbungen im Augenwinkel sah, während meiner täglichen Newscheckrunde. Und ich glaube die logischste Antwort ist natürlich eine neue Welt zu gestalten, vielleicht erstmal einen Plan machen und Creator sein, doch ist wie? Wenn man nur eine Sache falsch erschafft, ist das Ergebnis frustrierend, weil es zurück zu Null tendiert. Ein Mensch kann mit Allem in diesem Sinne nichts anfangen. Außerdem ist seine Lebenszeit immer noch endlich und vermutlich reicht die Schaffenskraft nicht, dies zu ändern. Warum auch? Man muss sich nur mal vorstellen, dass eine einzige Entität (im Glauben oft Gott genannt) ALLES "erschaffen" hat, selbst wenn man von Singularität spricht aus der ALLES "entstanden" ist (was einfach betrachtet aufs Gleiche rauskommt), die schiere Unwahrscheinlichkeit, dass es funktioniert ist ein Gottesbeweis und gleichzeitig eine Widerlegung, denn warum sollte ein Gott ALLES erschaffen? ALLES inkludiert ihn und macht ihn gleichzeitig obsolet, weil nicht einzigartig als Solches. Es ist schwer, darüber zu philosophieren, denn die Gesprächspartner haben meist sehr verfestigte Ansichten und lassen sich selten dazu bringen out of the box zu denken und bevorzugen "einfache" Lösungen, doch was, wenn die Antwort Ja und Nein ist! Was wenn schwarz oder weiß sind. Leben und Tod, 0 und 1 gleichzeitig? Was wäre, wenn wir entscheiden? ALLES?

Ich würde trotzdem die Eine Person wählen mit der ich alt werden könnte, die andere Ideen hat, die gleiche Ideen hat, mit der ich philosophieren könnte, mit der das Leben überhaupt erst einen Sinn hat, mit der Zeit eine Bedeutung bekommt, mit der ich kein Gott sein muss, die mich so nimmt wie ich bin, die ich mit jedem Kilometer, die sie auf dieser großen weiten Welt von mir entfernt ist, vermissen kann, die mir Hoffnung gibt, die weiß, dass ein Mensch ALLES sein kann und die auf jede noch so verzweifelte Frage danach, warum wir es denn nicht ändern können, warum wir denn nicht GOTT sind, "weil wir Menschen sind" antwortet, lächelt und mir die Tränen aus dem Gesicht wischt, während ich schluchzend an ihrem Grab stehe.