2/06/2024
Problemschwelle
Was ist wann für wen ein Problem?
Pimmel hoch!
Jetzt mal im Ernst, ich erlebe so viele Situationen in denen Lösungen zu finden sind, schnell, unkompliziert und vor Allem gemeinsam. Probleme sind Aufgaben, die uns verbessern, jeden Einzelnen, aber insgesamt dann Alle. Wir müssen es nur anpacken, helfen, machen! Und nicht immer nur über die Probleme lamentieren, einfach mal machen, könnte ja gut werden...
Und los!!!
Nichthelfen als Psychotest
"Wenn du mit anpackst, ist das, als wenn zwei Andere loslassen!" (unbekannt)
Wer kennt das nicht, es gibt für jede Arbeit die richtige Person. Ich zum Beispiel bin ein theoretisch kreativer Planer, habe keine nennbaren Muskeln und selbst wenn ich es noch so sehr wollte, bin ich keinem, der wirklich was von a nach b schleppen, will eine Hilfe, weil einleitender Spruch bei mir definitiv zum Tragen käme. Muss man ihn mir dann trotzdem drücken? Ich finde schon, denn wenn ich zu blöd bin meine Kraft einzuschätzen und helfen will, wo ich definitiv nicht helfen kann, werde ich zur Mehrlast. Würde ich meine Hilfe anbieten in so einer Situation, könnte man es auch als puren Aktionismus werten, was es nicht besser machen würde.
Also gehe ich zurück an meinen Schreibtisch und plane lieber die Route, wenn da einer der groben Muskelmänner helfen will, werde ich ihm ja auch einen Spruch drücken, der seine und meine Fähigkeiten klar voneinander abgrenzt.
In diesem Sinne...
Notneid!
Wie gestört muss man sein, dass man anfängt anderen ihre Not zu neiden, ihr Leid und ihr schweres Leben? Ich verstehe die Intention dahinter, denn die scheint jene zu sein, dass man den Leidenden und denen in Not hilft und jenen, die einfach ganz normal klar kommen und irgendwie über die Runden kommen nicht. Darum wünscht man sich Notlagen, um auch endlich mal wahrgenommen zu werden und die Aufmerksamkeit zu bekommen, die man sich immer erhofft hat. Doch wie krank ist das aus den Augen von jemandem, der wirklich jeden Tag um und für sein Leben kämpft, mit dem Körper, sich selbst und seinen Dämonen? Wie sehr muss man Menschen hassen, dass man sich aus purem Selbstzweck wünscht, es ginge einem schlechter, damit man irgendwem das vorjammern kann und damit sich selbst doch zu etwas unfassbar Erbärmlichen macht oder verstehe ich die ganze Sache falsch?
Haben wir ein Bedürfnis entwickelt, dass es uns schlecht geht, damit irgendwer kommt und pustet? Oder brauchen wir das einfach, damit wir uns spüren, damit wir den Moment spüren, an dem alles normal ist als riesigen Triumph? Ich wünsche niemandem die Hölle, die man durchmacht, wenn man echte Not hat, wirklich leidet, krank ist und es eine nahezu übermenschliche Anstrengung braucht auch nur einen Tag zur Normalität zu gelangen. Ihr tretet diesen Menschen ins Gesicht, verhöhnt ihre Erfolge und spuckt auf ihren Lebenswillen...
Der Weg ist das Ziel zum Ziel...
Und manchmal ist der Weg einfach nur der Weg zum Ziel. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen mich ein wenig mehr zu bewegen und weil wir Menschen einfach viel besser funktionieren, wenn wir klare Ziele vor Augen haben und Sprüche wie der Weg ist das Ziel oft klingen wie eine Ausrede: 300km bis zum Jahresende 🖖
2/05/2024
Anfässt
Nein, nicht ein Fest!
scheinbar habe ich es nicht mitbekommen, aber anfassen konjugiert man mittlerweile mit "Ä".
Ich höre das ständig, es gibt noch ein paar andere Worte, die man scheinbar mittlerweile einfach mit "Ä" konjugiert.Ich habe nur noch nicht herausgefunden ob das etwas ist, das mit der Präteritum-Form zu tun hat oder auch schon ins Präsens geschwappt ist.
Gehen wir die beiden mal durch für fassen.
Präsenz
Ich fasse
Du fasst
Er/Sie/Es fasst
Wir fassen
Ihr fasst
Sie fassen
Präteritum
Ich fasste (fässte?)
Du fasstest (fässtest?)
... nein Leute, lasst das "Ä" weg, es klingt als ob ihr in irgendeinem Dialekt verharrt aber nur bei diesem einen Wort, während eure Sprache sonst vor Korrektheit starrt. Ich weiß selbst, dass das ein echtes "First World Problem" ist und ganz hinten auf der Liste von "to-do"-Listen der Probleme mit der Sprache steht, aber ich musste das mal antriggern, ist euch das noch nicht aufgefallen? Stört es euch oder hab ich die Meinung exclusiv?
Inspirieren statt Missionieren
"Meine Aufgabe als christlicher Pfarrer ist es zum Glauben zu inspirieren, nicht zu missionieren." (Namen habe ich leider vergessen)
Mich hat dieser Satz fasziniert, weil ich ihn verstanden habe, genau so bin ich zurück in meinen Glauben gekommen, der immer irgendwo da war, sich aber stets, wie ein Widerstand angefühlt hat, solange man mir erzählt hat, was ich alles muss oder wie ich alles nicht bin. Die missionierende Herangehensweise gläubiger Christen ist nicht für jeden etwas. Viele Menschen wollen nicht, dass man ihnen sagt, dass die eigene Lebensweise falsch ist und nur so wie es der gerade missionierende erzählt, geht es richtig. Ist ja generell schon problematisch, was wenn der Missionierende in einem Punkt falsch liegt, dann missioniert er falsch. Ich bin seit jeher der Meinung, dass Glaube etwas urindividuelles ist und somit selbst gefunden werden muss. Man kann ihn nicht anerziehen, höchstens als stetes Angebot bereit halten. Ein Angebot der Hilfe, der Liebe, des Wegzeigens, wie im Zitat, ein Inspirieren.
Das ist der richtige Weg, gehen muss ihn jeder für sich und so bin auch ich zum Glauben gelangt, ohne die Wissenschaft aufzugeben. Denn auch hier gibt es keinen Wiederspruch, es sind zwei Seiten einer Medaille, in meinem Verständnis will Gott nicht, dass man alles für ihn aufgibt, sondern vielmehr alles durch ihn macht. In der Rapmusik sind es die Credits, die man gibt und so ist es mit Gott, wir können alles erreichen, denn durch Gott, gebt ihm Credits, wenn ihr das spürt, aber wendet euch nicht ab. Beim Songwriting ist es oft eine inspirierende Kraft, die mit am Tisch sitzt und dazu braucht es kein Lobpreis, meist nur den Moment der Stille in der ihr connectet. Die Kreativität ist in euch, mit der seid ihr geboren, der Glaube und natürlich euer persönlicher Weg, holen sie hervor.
Ich habe noch nie irgendwas Gutes hervorgebracht, wenn mir vorher jemand gesagt hat, wie ich es zu machen habe und warum meine Herangehensweise von Grund auf falsch ist und es nur einen Weg zum Ziel gibt. Wer denkt, dass das Glaube ist oder Gottesdienst, der hat nichts verstanden, Gott will nicht, dass wir alles richtig machen, im Gegenteil, er lässt uns an unseren Fehlern lernen und oh my, wie er das tut. Also, hört auf Menschen missionieren zu wollen, inspiriert sie, der letzte Schritt ist der entscheidende, denn er ist freiwillig.
Ich habe vor einigen Jahren einen Film gesehen, der hieß "Silence", soweit ich mich erinnere, ich war selten so angewidert von der Botschaft eines Films, wie dort.
Dancing with a Dog
Wenn wir immer noch denken, dass all das irgendwohin führt, dann haben wir es immer noch nicht verstanden.
Falschen Glauben gibt es nicht, stets bloß ein anderer Pfad zur gleichen Zeit. Zeit ist kein Weg. Der Weg ist das Ziel.
Und Dog tanzte!
Wem gehört das Meer?
Wer hätte gedacht, dass mein erster Gedanke dazu irgendwie nicht ganz meiner Meinung entspricht und ich mit dem Menschen antworte. Denn wenn man die Worte: "Mache dir die Erde Untertan..." wirklich ernst nimmt, dann können wir mit ihr machen was wir wollen. Und Untertanen sind benutzbar und im eigenen Sinne einzusetzen.
Leider habe ich ein anderes Bild davon, wie man a) mit Untertanen und b) mit diesem Teil des Buches umgehen sollte. Für mich sind Untertanen zwar in Macht und Entscheidungsfähigkeit mir unterstellt und haben zu tun, was ich sage, es sind aber keine Sklaven, eher Schutzbefohlene, denen ich für alles was ich nehme auch etwas zurück gebe. Wie im Miteinander unter Menschen, Und da kommen wir zum Buch, das ich zitierte, alles wurde demnach von Gott gemacht und er hat uns an die Spitze gesezt, Krone der Schöpfung und so. Und egal, wie ich es lese, für mich heißt das immer größtmögliche Verantwortung für alles, was unter mir ist. Wer die Ehre, die Krone der Schöpfung zu sein alls Freifahrtschein sieht zu machen was er will und sich am Ende selbst als Schöpfer aufzuspielen, der hat meiner Meinung nach nichts verstanden. Und auch ohne Bibel muss man irgendwann in seinem Leben verstehen, dass aus großer Macht, große Verantwortung folgt.
In diesem Sinne...









