Tja, die Flippers…
Wenn man ehrlich ist, gehört das meiste von ihnen wohl in die Kategorie "musikalischer Sondermüll". Der Kitsch trieft, die Texte tropfen vor klebriger Fernweh-Romantik, und doch – doch! – gibt es da diese paar Songs, die tief eingebrannt sind. Als Kind war man eben dem ausgesetzt, was die Erwachsenen gehört haben. Und da liefen sie – „Nachts am Wolgastrand“, „Moskau im Regen“. Heute wirken diese Lieder in ihrer schmalztriefenden Verpackung fast schon cringe., wobei streicht das fast. Aber damals? Da war da etwas. Eine Sehnsucht. Ein vages Bild von Russland, vom Osten, vom Fernweh, das mir seltsam gefallen hat. Vielleicht war’s der Ursprung meines Traums von einer Reise nach St. Petersburg – wer weiß? Und dann wäre da noch „Lotusblume“ – ein Lied, das sich tief in die Erinnerung gegraben hat, obwohl (oder gerade weil?) ich es heute mit völlig anderen Ohren höre.
Ein echtes Lieblingsalbum gibt’s nicht – dafür ist mir das alles viel zu sehr Schlager-Hölle. Aber „Nachts am Wolgastrand“ und „Moskau im Regen“ sind eben Teil meines Soundtracks. Und wenn ich ehrlich bin: Einmal im Jahr, wenn der Pegel stimmt, landen die Flippers doch wieder in meiner Playlist. Ganz weit draußen, außerhalb meiner musikalischen Komfortzone – aber sie landen da. Und vielleicht gehört auch genau das zu dieser Liste dazu.
Für alle, die wirklich mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

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