Metallica sind eine der ganz wenigen Bands auf dieser Liste, bei denen Liebe und Ablehnung so eng beieinanderliegen.
Was habe ich sie gehasst, als sie mir Napster wegnahmen – dieses goldene Tor zu all der Musik, die ich mir als Teenager nicht leisten konnte, aber dennoch liebte, brauchte, verschlang. Und dann kamen Metallica mit ihrer Klage – Metal-Millionäre gegen Kids mit Modemanschluss – und ich war empört.
Musikalisch war es damals auch keine Liebe auf den ersten Blick. Der rohe Thrash Metal, den viele feiern, hat mich nicht abgeholt, das kam mir oft zu hektisch, zu krawallig, zu wenig melodisch vor. Aber dann gab es da eben diese anderen Seiten: Songs wie „Turn the Page“, „Wherever I May Roam“, „The Unforgiven II“ – hymnisch, atmosphärisch, fast schon balladesk. DAS war mein Zugang zu Metallica. Das war der Soundtrack zu Nächten, in denen ich die Welt verstehen wollte.
Irgendwann sah ich sie dann live – Rock am Ring, zwei Stunden pure Energie, übertragen auf MTV Live, mit allen Klassikern. Ich konnte mitgehen, mitsingen, und mich trotz „Sad But True“ oder „St. Anger“, die ich bis heute skippe, auf das konzentrieren, was mir an dieser Band eben wirklich etwas gibt. Metallica bleiben ein Spiegel der Widersprüche – unglaublich wichtig, unbestritten groß, aber für mich eben nicht durchgehend zugänglich. Und genau das macht sie vielleicht so besonders, denke ich.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

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