Unzucht – das war der Soundtrack meiner rebellischsten Tage. Ein Ausrufezeichen gegen alles, was mir quer lag: Gesellschaft, Erwartungen, mein eigener Spiegel. Schwarz gekleidet, wütend im Herzen, und wenn das nicht half, dann eben nochmal lauter.
Die Band war für mich nie bloß Musik, sondern eher eine Haltung, eine Mischung aus Zorn, Trotz und dieser typisch deutsch-düsteren Note. Damals fühlte es sich groß an, gegen alles zu sein – und Unzucht gaben dem einen Sound. Roh, aber auch zugänglich genug, um darin nicht zu versinken.
Und obwohl ich heute kaum noch Songtitel im Kopf habe, sind es die melodischen Fragmente, die geblieben sind. Vielleicht weil mein Innerstes doch eher zu Tragik als zu Chaos tendiert. Vielleicht aber auch, weil selbst Rebellion bei mir immer ein bisschen herzzerbrechend klingen musste. Unzucht bleibt so ein schwarzer Fleck auf der Karte meiner Musikgeschichte – nicht negativ, sondern als Erinnerung an eine Zeit, in der alles intensiver war. Und laut.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

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