6/30/2025

Internetzugang beschränken

"Meinung ist ein nicht zum Ursprung gedachter Gedanke!" (unbekannter Internet-Troll) [ursprüngliche Nachricht war länger]

Was in drei Teufelsnamen möchte mir dieser Mensch damit sagen, so es denn ein Mensch war, der diesen unglaublich inhaltsleeren Satz formuliert hat und dabei nicht nur den Abgesang jeglicher Meinungsfreiheit anstimmt, sondern auch der Meinung ist man müsste jeden spontanen Gedanken, aus dem dann weitere Gedanken werden zurück zu seinem Ursprung verfolgen, um ihn auf Gut und Böse zu prüfen. Wenn ich eine hübsche Frau sehe und denke, "WOW, hübsche Frau" oder ein Auto fährt vorbei und ich denke: "Ganz schön schnell, ist hier nicht Dreißiger-Zone?" oder "oh Blau!", in welcher Welt leben wir, dass solche Leute in der Öffentlichkeit ungefiltert Mist absondern können. By the way, ich bin ja ein großer Verfechter eines Internetführerscheins. Klar klingt das jetzt wieder wenig nach Meinungsfreiheit, allerdings sollte man die Personen vor sich selbst schützen, die keine Medienkompetenz haben, genauso wie Leute, die nicht mit einem Computer umgehen können, davor mit Computern zu arbeiten. Ich meine würdet ihr einem Vierjährigen eine Kettensäge in die Hand drücken? Für mich ist das fast das Gleiche, als würde man ihnen ein Smartphone geben oder jedem, der keine Ahnung hat, wie unsere verrückte Welt läuft. Es gibt Gründe, warum die Raubtierkäfige in Zoos nicht zugänglich sind, warum schützen wir uns da, im Internet ist es uns aber völlig egal in welche Höhle wir gehen oder in welches Gehege wir gehen, um uns wieder aufzuführen wie die ersten Menschen?

6/28/2025

Woher dein Schmerz kommt

Liebe Freunde,
Schmerzen sind eine unglaublich nervenaufreibende Sache. Wer es nicht spürt, der kann es nicht nachvollziehen behaupten immer wieder Menschen, die ich für empathisch und vor allem intelligent gehalten habe. Schmerzen kann sich jeder vorstellen, da es eine der wenigen Dinge ist, die uns als Menschen vereint, jeder hatte schon Schmerzen, mal mehr, mal weniger. Und wenn ich jemandem erzähle, dass ich viereinhalb Stunden auf einer Schmerzskala bei 7 oder 8 verbracht habe, weil eine Nadel in meinem Arm steckte, dann ist das etwas, das nachvollziehbar ist. Man muss schon ein absolut gefühlskalter Psychopath oder komplett abgestumpft sein, da kein Mitgefühl zu entwickeln. Ich sehe Bilder von Menschen, die einen Gipsarm haben und spüre sowohl den Schmerz, als auch das Jucken und das unangenehme Gefühl, den Arm nicht mehr frei drehen zu können. Der Gesichtsausdruck von Menschen verrät mir über ihren Schmerzlevel, das ist etwas, das für mich zu den Soft-Skills im Gesundheitswesen gehört, wenn man mit Menschen zu tun hat, in der Pflege vor Allem. Das ist doch der Job, oder?
Gestern war bei mir wieder etwas hart in der Behandlung, neue Stelle punktieren, yay. Was bin ich davon ein Fan, die Schmerzen sind zwar nicht extrem, aber an meiner persönlichen Grenze, vor Allem, wenn ich aufgrund der Personalsituation und meines Entzugs schon im absoluten Randbereich bin. Also halte ich durch und nach der Behandlung fährt mein Körper runter, im buchstäblichen Sinne, nachdem die Nadeln raus sind fällt der Blutdruck ins Bodenlose und ich habe große Probleme mich auf den Beinen zu halten. Eine Kontrollmessung ergab dann 66/48, was ich nicht glauben konnte, denn ich würde bei diesem Blutdruck wohl kaum in der Lage sein, ihn klar und deutlich auf dem Display zu lesen. Weitere Kontrollen mit meinem eigenen Gerät ergaben dann Werte zwischen 80 und 90, die mich dann zwar immer noch auf dem Sofa gefangen hielten, mit hochgelegten Beinen und Rinderbrühe trinkend, um dann irgendwann 2 Stunden später wieder einigermaßen stabil die Treppe zu meiner Wohnung hochzukommen. Tja und dann bin ich eingeschlafen oder ohnmächtig geworden, um heute früh aufzuwachen, das kann auch keiner nachvollziehen und ansehen tut man mir das ja auch nicht, auch wenn ich immer wieder so coole Sprüche höre, dass ich blass war. Darauf hätte ich ein Vermögen aufbauen können, bei 50 Cent pro Situation, in der man mir das gesagt hat. Kaukasischer Hauttyp vom Feinsten, so what. In diesem Sinne... Gute Besserung an Alle, die sich grad mit irgendwas herumschlagen, denkt an nasse Handtücher und bereitet euch gut vor für die nächste Hitzewelle. Ein echter Achterbahnsommer steht uns bevor, wir sind mittendrin in der Siebenschläferwoche und hatten schon die 17 Grad Tages-Nacht-Gleiche sowie die 32/8 Extreme, sollte also für jeden was dabei sein, nur leider im steten Wechsel. Passt auf euch auf.

6/27/2025

Majestätsbeleidigung Deluxe

Es ist eine solche Frechheit, es ist doch wohl nicht ihre Aufgabe die Patienten zu versorgen mit Tee und Brötchen. Wofür gibt es denn diese Laufburschen? Unverschämtheit. Die Meisterschwester poltert die Worte für alle Patienten hörbar durch den Raum, vielleicht sind wir aber die absolut falsche Adresse diesem Unmut Luft zu machen, nur eine Idee…

Die andere versenkt eine Nadel, die ich viereinhalb Stunden lang spüre weil hahaha ich ja grad entwöhnt bin (weiß sie was der Unterschied zwischen Schmerzmittel und Beruhigungsmittel ist?). Wie arschig kann man sein, die Beseelte sagt: Ja!

Meisterschwester hat Patienten schon zweimal durchgespielt, da muss man sich keine Sorgen um irgendwelche Überraschungen machen, sie weiß ALLES über Patienten, ALLES!!!

Haben Christen einen Vorteil beim Ghosting?

Ach scheisse, wer einmal in seinem Leben geghosted wurde, der weiß, wie abgefuckt das eigentlich ist und dass es sich um die manipulative Art und Weise geht, sich nicht mehr zu melden, weil man sich unsichtbar macht um dem anderen Sorgen zu bereiten oder zu verunsichern, dass es einen Grund gibt, warum man den Kontakt nicht mehr verdient hat.

Macht Gott das nicht schon seit tausenden von Jahren, fast alle Götter, Außerirdische? Und haben Christen nicht sogar das Recht dazu, glauben sie doch an den eingeborenen Gott Jesus Christus und den heiligen Geist, eine weitere Gottform?

Ist es Christen also generell sogar erlaubt, schneller Menschen zu ghosten, die nicht mit den Wertevorstellungen übereinstimmen, die ihnen ihre jeweilige Gemeinschaft vorgibt?

Leute, ich habe Fragen!!!

6/26/2025

Ruffy & Steve - Ölprinz verrecke - VÖ

So, dann lassen wir doch mal dem Tickman freien Lauf, denn obwohl ich ja laut gewisser Leute (mögen sie friedlich vergehen) seit mehr als 10 Jahren im "Betreuten Wohnen" sein müsste, was auch immer das eigentlich für diese Personen geheißen hat (wahrscheinlich so eine Art Psychoknast mit Aufseher), bringe ich heute die erste Single in Umlauf. Das Ganze ist mehr eine Art Gefühlsausspeicherung aus einer Zeit, in der ich das wirklich gefühlt haben muss. Doch wie ich schon vor Kurzem einer zauberhaften Psychiaterin sagte, ist mir Wut schon so lange fremd, dass ich den ganzen Vorfall kanalisiert habe und daraus etwas Kreatives erschaffen habe. Und ich bin so dankbar, dass es mittlerweile technische Lösungen gibt, dies auch in echte erlebbare Kunst (in meinem Fall Musik) umzuwandeln.

Lange Rede, wenn euch danach ist, hört mal rein, kommentiert, empfehlt es weiter, kritisiert und habt Spaß an der ersten Single aus dem Album "Der Ölprinz", das am 23.10.2025 rauskommt. Jede Art von Feedback hilft mir, ist das auch nur ansatzweise was, oder sollte ich lieber ganz schnell wieder aufhören mit der Kacke und das Geld lieber sparen, denn obwohl das heutzutage ein recht günstiges Hobby ist, ist es ja nicht kostenlos.

Bärengedenktag

Seit 2007 gedenken wir den Bären, die in der Welt der Menschen nicht erwünscht sind.

Wir lieben BÄREN!

Ruffy & Steve - Der Ölprinz - Album Ankündigung

Im Grunde war und ist der Ölprinz nur eine Art Projektionsfläche für mich und meinen kreativen Umgang mit einem der verheerendsten Vertrauensbrüche meines Lebens, der sich heute kaum noch erfühlen lässt, weil Gleichgültigkeit an seine Stelle getreten ist. Dennoch finde ich es spannend, wie einer meiner absoluten Lieblingsbösewichte zum Sinnbild dessen geworden ist, was einer meiner Lieblingsbösewichte im realen Leben scheinbar schon immer war.

Wie auch immer, als Quelle für gewissermaßen wütend wuchtigen Ska-Punk sollte ich vielleicht sogar dankbar sein, diese Lebenserfahrung gemacht zu haben. Ich bin es nicht, denn das wäre, als wäre man dankbar für Peitschenhiebe am Marterpfahl oder angekotet zu werden (wobei das im Special-Interest Bereich sicher nochmal was anderes ist)

Kurzum, das Ölprinz Album ist so gut wie fertig und hat eine VÖ. Auch wenn ich anfangs den heutigen Tag auserwählt hatte, gibt es heute stattdessen die erste Singleauskopplung (Ölprinz verrecke) und dann zum 23. Oktober 2025 das komplette Album, dann auch bei Spotify und Deezer und allen anderen bekannten Plattformen. Und dann streiche ich auch "Ein Musik-Album veröffentlichen" von meiner Bucket-Liste. Hier ist schonmal das Promo--Poster zum kommenden Album. Viel Spaß mit dem Song und teilt ihn gerne rauf und runter, so wie ich es auch auf allen Kanälen tun werde.

6/24/2025

Albumstapel-Entdeckung - Ricky Lestat

Das hatte ich so gar nicht geplant, allerdings zwingt mich die Großartigkeit dieses Albums dazu eine neue Kategorie aufzumachen, ich hatte ja früher schonmal so was Ähnliches hier im Blog unter dem Tag: Stanley Hardcore präsentiert..., wo ich Alben empfohlen habe, die in der Woche rauskamen. Hier wird es jetzt etwas anders laufen, ich habe ja schon das ein oder andere Mal von meinem Albumstapel geschrieben, da liegen meist bis zu 50 Alben drauf, die ich übers Jahr ansammle und dann irgendwann mal durchhöre, meist Monate nach dem eigentlichen Erscheinen der Alben, habe auch mal versucht das auf "Rate Your Music" zu bewerten, komme da dann aber oft drüber weg, weil ich während des Durchhörens noch nebenbei andere Dinge tue. Ich kann nicht versprechen, dass diese Kategorie hier jetzt länger bleibt, ihr kennt mich, I'm so free minded (um nicht zu sagen, dass meine Gedanken sich gerne im Raum ausbreiten).

Jetzt zu dem Album, was mich weg geflasht hat, das Ding heißt "Valentinstag - Nichts für schwache Herzen (Teil 2)" von Ricky Lestat und musikalisch ist das eher so gar nicht meins, aber es berührt mich, es fühlt sich an, als wäre es etwas, das wir alle schon durchgemacht haben, so ehrlich, so durchzogen von jugendlichem Schmerz, von Liebeskummer und juveniler Trauer, wie das eben ist, wenn man erwachsen wird. Einfach krass und sollte definitiv ne Trigger Warnung haben und gleichzeitig eine Empfehlung von Musikmagazinen, denn das ist, selbst wenn es Musik ist, die mit der Hilfe neuronaler Netzwerke entstanden ist, textlich und musikalisch genau das, was Jugend ist. Jugend ist mal verträumt, mal hart, mal schnell, romantisch, voller Nachhall des Glücks und voller Sehnsucht, die vielen ersten Malen wieder erleben zu dürfen. Hört es euch einfach an und lasst euch davon fangen, der Typ, der hinter dem Projekt steckt, ist ein absoluter Meister seines Fachs. Lasst euch nicht hinters Licht führen, wenn sich alles anfangs anhört wie Tagebuch mit Musik, das ist tiefes Seelenecho, das jeder von uns schon einmal gefühlt hat. Fünf Sterne! 



6/23/2025

Gespräche über Gott

Ich würde so gern kritisch und ergebnisoffen mit jemandem über Gott reden. Oft habe ich leider die Erfahrung von Radikalismus oder gänzlich ablehnender Haltung gemacht, wenn ich mich mit den Damen und Herren Pastoren und Priestern unterhalten habe..Wenn Bäume hin und her wogen im Sturm, ist das dann Wetter? Oder ist das sein Statement, ein Kommentar, ein Zeichen für die es sehen müssen? Sind wir zivilisiert, weil wir glauben, die Natur zu verstehen oder ist es Hybris und wir spotten Gott? Wer kann mir Das verraten und bei Gegenfragen versuchen zu erklären und nicht zu bestimmen, wie es Ihnen in den Kram passt? Denn ganz oft folgen wir Menschen, Interpreten, die seine Botschaft verbreiten und Antworten ausspucken, die sie nicht kennen. Kenne Gott also kenne dich selbst, dann könnt ihr reden. Alles ist eins und ich bin in Gott, wie ihr es seid und da sollte man dann doch die Möglichkeit der Reflexion und Kritik immer mit einberechnen, oder? Ich denke schon.

6/22/2025

Wie beten dumme Menschen richtig?

Kann es für mich als aufrechten Christenmenschen überhaupt dumme Menschen geben und darf ich das als Schimpfwort benutzen, wie ich es so gerne tu? Dummheit ist für mich eine Sache, die nicht gottgegeben ist, daher ist es auch fast unchristlich und somit verurteilbar im christlichen Sinne, oder? Gott gibt uns allen die Möglichkeit zu lernen und sich der eigenen Dummheit entgegenzustellen, es ist die Unwissenheit von Kindern, die uns eint und er gibt uns die Chance zu wachsen, wer das nicht tut, der ist für mich dumm und das ist schon etwas, dass ich negativ werten darf, oder?

Aber wie können dumme Menschen richtig beten? Gibt es die Unterscheidung von richtig und falsch im Gebet oder geht es bloß darum generell zu beten? Was ist ein falsches Gebet? Ist es jenes in dem es sich nicht um den Angebeteten geht und nur um die eigenen Interessen? Würde ein dummer Mensch für sich beten oder für Gott? Was wenn es für ihn gleichbedeutend ist? Und was machen wir mit den Dummen? Schließen wir sie aus, weil sie das Wort Gottes so wie wir es auslegen nicht checken? Sind wir dann noch Christen oder nicht längst Faschisten und schließt sich das überhaupt aus?

So viele Fragen, die dieser Tage wieder in mir hoch kochen...

6/21/2025

Was wurde eigentlich aus meinem Lieblingsdeutschlehrer

Sehr geehrter Herr R.,

ich möchte mich zu Beginn bedanken, dass Sie mir die Finesse der deutschen Sprache nähergebracht haben und den Spaß an der Wortakrobatik gelehrt haben, mir als Zukunftsvision damals eine Karriere im Journalismus oder in der schreibenden Zunft prophezeiten. Ich bin nicht sicher, ob Sie das hier im Sinne hatten, aber Sie waren derjenige, der mir eine kreative Schreibe mit einer guten Note bewertete, obwohl ich faktisch am Thema vorbeigeschrieben habe. Sie waren mein bester Deutschlehrer und ich profitiere heute noch so oft von den ausschweifenden (die Jugend von heute würde es Sidetracks nennen) Lebenslehren im Deutsch LK, die viel mehr waren als Unterricht, es war die wahre Essenz dessen, was man in der Schule lernt. Es dauert ein Weilchen, bevor man sich bewusstwird, dass einem nicht nur Stoff aus irgendwelchen Büchern beigebracht wird, es ist das Verstehen des Wissens, was bereits vorhanden ist, das Weitergeben von nicht Erlernbarem. Sie waren kauzig und... naja sehr kauzig und vor allem ein Lehrer in Menschengestalt, Sie konnten mich dazu bringen mir die verdammte Hauptstadt von Australien zu merken, weil sie mir die Eselsbrücke mit Cranberry Saft gebaut haben, und sowas prägt sich in einen Erfahrungsbericht verpackt hundertmal eher ein als in der Unterrichtssituation oder durch pures Auswendiglernen. Legendär war Ihr Gemurmel in den eigenen Bart, wenn Sie feststellten, dass Sie Klassenbucheinträge vergessen hatten, "Teufel auf dich, du hast es ja nicht eingetragen!" oder die Wahl der Leselektüre mit "Schlafes Bruder", ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das wirklich LK-Stoff war oder wir das nur gelesen haben, weil Sie das Buch so mochten, ich habe es auch bis heute nicht wirklich verstanden in seiner teilweise ekelhaften Bildsprache. Und wenn ich an Sie denke, dann denke ich auch an unseren unglaublich harmonischen Deutsch LK, bei ihnen hätte ich sicher in Deutsch mein Abi gemacht und wäre den Weg Richtung Journalismus über Studium gegangen, ich denke mein Leben wäre doch ein wenig anders gelaufen... was sie wohl gerade machen?

Zwangsinteressierte Vielseitigkeit

Wenn mir jemand etwas über die Brustbehaarung von Zwergen bei Tolkien erzählt bin ich gewissermaßen zwangsinteressiert, weil es einerseits natürlich spannend ist, zu erfahren, warum zur Hölle sich mein Gegenüber dafür interessiert, denn das sagt vermutlich sehr viel darüber aus, wer diese Person tiefergehend ist, andererseits triggert es mich, denn es ist etwas, worüber ich noch nie nachgedacht habe und deswegen grundsätzlich gehooked bin, bis ich feststelle ob ich wirklich interessiert bin oder irgendwann bloß noch aus Respekt zuhöre und folge. Vielleicht war es auch ein sehr weirdes Beispiel, allerdings sind es oft die abwegigsten Dinge, die mich zu tatsächlichem Interesse führen, ausgelöst durch "Zwangsinteresse" und das führt zu einer zum Teil zusammenhangslosen vielseitigen Sammlung an Interessen, die in ihrer Gegensätzlichkeit und keinem Muster folgend ein Fest für jeden Psychiater werden können.

Ich glaube man hat manchmal in Beziehungen sowas, dass man sich für Dinge interessiert, weil der Partner sich dafür interessiert, die Macht der Liebe, das eigene Gehirn würde niemals in eine solche Richtung gehen, allerdings sind wir dafür ja soziale Wesen, damit wir uns durch unsere Unterschiede befruchten und unsere Interessensgebiete erweitern und am Ende mit mehr dastehen, mehr Wissen und wenn man das Ganze zu Ende denkt mit mehr Liebe, so zumindest meine Wunschvorstellung.

"Hatten sie schon einmal das Gefühl, dass sich ihre Gedanken in den Raum ausbreiten?"

... war die weirdeste Frage, die ich je gehört habe, denn ich verstehe sie auch einen Tag später noch nicht. Physische Manifestationen meiner Gedanken wären etwas, dass ich dem Sci-Fi Bereich zuschreiben würde, denn immerhin benötigte es dazu einer Materialisierung immaterieller Dinge und so wie ich die physikalischen Grenzen unserer Realität verstehe ist das eher nicht möglich. Wie können sich Gedanken in den Raum ausbreiten? Sie sind immer nur in meinem Kopf, ich kann mir Gedanken darüber machen, dass sich "etwas" im Raum ausbreitet, mein Gehirn zum Beispiel, aber selbst der freiste Gedanke kann meinen Kopf nicht verlassen, es sei denn ich formuliere ihn in irgendeiner Weise aus und sende ihn. Als mir die Frage gestellt wurde, stellte ich mir so eine Art Gedankennebel vor und oh my, wie weird muss jemand sein, der so eine Frage stellt? Da fragt man sich doch manchmal, wer eigentlich auf welcher Seite des Tisches sitzen sollte. Nun ja, hattet ihr schon einmal das Gefühl, dass sich eure Gedanken in den Raum ausbreiten? Und wenn ja, bitte bitte bitte schreibt mir darüber und wie sich das anfühlt und wie das geht, ich möchte das unbedingt mal ausprobieren. tickman.lifeentertainment@gmx.de
Okay, wenn man es so sieht, wie die K.I. es versteht, dann habe ich das schon gehabt, dass einem quasi ganz viel im Kopf herumschwebt und es dann aus einem herausschwebt und man gar nicht schnell genug schreiben, sprechen, sichern kann, dass einiges dabei weggeweht wird. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man die Frage dann nicht einfacher stellt. Z.B. "Haben sie öfter das Gefühl, dass sie gedankenverloren sind?" - so in die Richtung, egal schreibt mir, bin super gespannt. Bleibt wie immer anonym, wenn ihr das mögt.

Erdbeben im Iran - Grund zu wilden Spekulationen?

Ich bin kein Freund von Doomscrolling, seit ich weiß, was das ist. Ich bin auch kein Freund von haltlosen Verschwörungstheorien, allerdings lese ich sie als Drehbuchautor und Filmfan und Fantast gerne, denn das "was wäre wenn"-Spiel ist eines, das ganz oft am Anfang einer Stoffentwicklung steht und irgendwie ist die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen ja auch eine, die unser Gehirn auf Trab hält. Man sollte sich halt nur nie dabei erwischen, dass man das, was man sich dann da zusammenfantasiert die Realität ist. Also für alle, die noch nicht ganz so weit sind, das hier ist bloß ein meinen Gedanken entspringendes Szenario, das weder auf erwiesenen Fakten, noch auf irgendwelchen Beweisen beruht. Bloß etwas, dass mir in den Kopf kam, als ich die Schlagzeile las.

Erdbeben im Iran

Mein erster Gedanke war: "Israel hat doch nicht etwa!", der zweite Gedanke war, "Der Iran hat doch nicht etwa" und der dritte war, "Was für ein unheiliger Zufall, oder?"
Frühstücken wir das mal der Reihe nach ab, die Idee, dass Israel die komplette Atomwaffenherstellungsmöglichkeit des Irans mit einem kritischen Treffer zerstört hat und dadurch ein Erdbeben ausgelöst wurde klingt fast schon plausibel, allerdings habe ich nichts über Strahlung gelesen, wobei die bei einer unterirdischen Atomexplosion wohl auch nicht direkt wahrnehmbar wäre (Quelle: Broken Arrow :-) ) und die zweite Option der versehentlichen Selbstzerstörung durch den Iran mit dem gleichen Ergebnis sind dann doch "hoffentlich" ins Reich der Fantasie zu packen.

Aber was ist mit: Gott schickt als Zeichen, dass dieser Krieg einfach nur riesengroßer Kuhmist ist eine Warnung direkt in den Iran und zeigt dadurch deutlich, dass er der Gott der Israeliten ist? Ist das schon antisemitisch? Ist das blasphemisch? NEIN, es ist ein Gedankenspiel, lassen wir uns mal kurz drauf ein. Wenn Gott hier eingreift, dann hätte dieser Krieg mehr Bedeutung, als wir alle derzeit noch denken. Ich lese ganz oft von "Krisenherd", "Flächenbrand" und verharmlosendem "irgendein Konflikt" bis hin zu, "schon immer Problemregion" und dann denke ich mir, wie können wir uns so arrogant über die Belange der Menschen dort erheben und die tausenden, wahrscheinlich zehntausenden Toten in einem Small-Talk nach dem Wetter beim kunstvoll gestalteten Kaffe mit Milch weglächeln und zur Tagesordnung übergehen? Erdbeben schaffen Aufmerksamkeit, wenn auch nur kurz, aber Erdbeben in einer Region, in der gerade Krieg ist, das bringt Quote, ist es der Zorn Gottes? Und wenn ja, welchen Gottes, gegen wen ist der Zorn gerichtet, den Aggressor oder den Defendor, wer ist hier eigentlich wer? Und wo ist die Verschwörungstheorie?

Nun ja, so wie die derzeitige Lage der Weltpolitik ist, könnte hier alles passiert sein, von einer unterirdischen Geobombe aus Pakistan, Israel, USA oder der Hohlerde bis hin zu göttlichem Eingriff, als Wort der Warnung endlich mit den kriegerischen Handlungen gegeneinander aufzuhören und daher verbietet es sich auch in Anbetracht des unendlichen Leids, das derzeit vor Ort herrscht darüber zu spekulieren, ob eine Naturkatastrophe eine andere Ursache hat als Plattentektonik, denn auch wenn viele das nicht glauben wollen, die Erde rüttelt seit einiger Zeit ganz schön umher, weltweit und manchmal ist ein Erdbeben nur ein Erdbeben und die Weltgemeinschaft sollte ihre Hilfsmaschinerie anschmeißen und Hilfe in die Region schicken, ganz christlich, "Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen." (Lukas 6,27) und viel mehr sollte zu dem Thema generell nicht zu sagen sein. Liebe geht raus!

Was ich mache , wenn ich wütend bin?

Ich wusste auf diese Frage keine Antwort, ich war schon so lange nicht mehr so wütend, dass ich es einfach nicht weiß. Für mich persönlich klingt das einerseits wie was Gutes, denn es heißt meine Impulskontrolle funktioniert und ich raste nicht aus, sprich ich verliere nicht die Kontrolle. Allerdings sollte man Wut über so viele Dinge doch haben müssen, oder? Ich denke, ich kanalisiere meine Wut vor Allem auf die Tastatur, lasse meine Gedanken raus und baue sie somit so weit ab, dass in der realen Welt davon nicht viel mehr als starker Ärger übrig bleibt. Maximal, und das kann man dann entweder runterschlucken, wenns gering genug ist oder eben zielgerichtet kommunizieren, ausdiskutieren oder im besten Fall, denn sowas kommt im Zwischenmenschlichen meiner Erfahrung nach ganz oft von Missverständnissen gemeinsam weglachen. Ich glaube, ich lasse es einfach nicht mehr dazu kommen, dass sich etwas, was mich ärgert oder stört oder auch einfach passiert (ich meine klar machen mich Kriege, Terror und Ungerechtigkeit wütend, aber ich habe darauf keinen Einfluss, also haue ich meine Gedanken dazu raus und bin dann wieder fein, so leid es mir für die Leute vor Ort tut) so stark emotionalisiert, dass ich deswegen in Wut verfalle. Meine Wut, so sie denn überhaupt vorhanden ist schwenkt bei mir schnell in Bedauern und Mitleid um glaube ich, weil ich anfange Dinge zu analysieren, natürlich rege ich mich auf, wenn jemand sich einfach scheiße verhält oder absolut unsägliches Zeug plappert, jedoch hat das in 99% der Fälle einen Grund und wie kann ich mich erdreisten wütend zu sein über den Grund, den jemand anderes hat, scheisse zu sein? Sich über etwas aufzuregen und darüber zu wettern und eine negative Meinung zu haben ist nämlich entgegen dem, was viele Internetkommentarspalten uns vermitteln keine Wut. Wut ist etwas Unkontrollierbares und vor Wut müssen so Viele Dinge vorher maximal unschön gelaufen sein.

6/20/2025

40 - Mein Leben in 40 Worten

1985 Geburt
1986 Sprache 
1987 Schritte 
1988 Bruder
1989 Maschinengewehr
1990 Blumengruppe
1991 Grundschule
1992 "Crimson Crusher"
1993 Gesang
1994 Kindertechno
1995 Dortmundfan
1996 Europameister
1997 Schlauch
1998 Lebensspende
1999 Millenium
2000 Tulpenfest
2001 Hausgeschichte
2002 "MediaHall"
2003 Eskalation
2004 Zukunftsangst
2005 Ausgelernt
2006 Sommermärchen
2007 Mondschein
2008 Wacken
2009 Filmstudium
2010 "Berlinale"
2011 Aquavit
2012 Depression
2013 Spielnachmittag
2014 Auferstehung
2015 Resozialisierung
2016 Überleben
2017 Kaufmann
2018 Fitness
2019 Schmerzen
2020 Weltenwandel
2021 Verrat
2022 Aufstiegschance
2023 Ostflügel
2024 Kreativexplosion

Man in the mirror

Als die psychologische Bewertung meiner Person längst beendet war fragt mich die doch sehr junge Psychologin/Psychiaterin doch tatsächlich, was für ein Mensch ich sei. Ich hatte keine Antwort, ich bin ich, die Frage kann ich nicht beantworten, meine Selbsteinschätzung basiert auf 40 Jahren Erfahrung mit mir und jeder, der mich in der Zeit kennengelernt hat wird ein anderes Bild von mir haben und ich weiß nicht, ob ich irgendein Mensch bin. Ich weiß nicht, wie man so eine Frage beantwortet, nicht, weil ich nicht weiß, wer ich bin, sondern weil ich aufgehört habe jemand zu sein, der in irgendeiner Schublade lebt. Ich glaube ich habe geantwortet, ein Guter. Ehrlich gesagt habe ich diese beiden "Gespräche" irgendwie anders überstanden, als ich dachte. Mir wurde viel zu viel über jemanden geredet, der ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr bin. Ich war wahrscheinlich viel zu ehrlich und habe so viel ausgeplaudert, was mir im Nachhinein dann ja auch Probleme gebracht hat. Die hätten mal ein paar Menschen fragen sollen, die meine Transformation miterlebt haben, Dialyseschwestern oder Freunde. Und jede scherzhaft formulierte Vergangenheitsbewältigung wird mir sicherlich als nicht ernsthafte Refelktion ausgelegt. Herr Tickman hat den Ernst der Lage nicht verstanden, vermutlich wird mir die Phase in der ich meine Phosphatbinder nur schwer zu mir nehmen konnte (ich vergaß sie vor mir stehend) als Non-Adhärenz ausgelegt, die zwei Tabletten an denen ich letztes Jahr fast erstickt wäre als "Bild" und vermutlich noch jede Menge andere Dinge, die ich in meiner Art aus Übertreibung und Wortmalerei falsch verstanden werden. Ich glaube, sie hat auch nicht verstanden, dass ich mich damals nicht wirklich umbringen wollte, sondern einen langfristigen Plan dazu entwickelt habe, mit einer Ausstiegsstrategie sobald die Schmerzen gekommen wären. Nur, dass die Schmerzen nicht kamen und ich aufgrund der Depressionen damals den Absprung nicht kriegte. Versuch mal mit ner vernichtenden Diagnose aus dem Jahr 2012, als du in einer Phase akuter emotionaler Unausgeglichenheit, weil dein Leben, das du kanntest, zusammengebrochen war, zu argumentieren, dass du außer Reizdarm und der Angst vor Schmerzen, Ärzten und Autofahren eigentlich ein für dich angenehmes Leben führst. Ach Leute, als Michael sang:

"I'm starting with the man in the mirror
I'm asking him to change his ways
And no message could have been any clearer
If you wanna make the world a better place
Take a look at yourself and then make a change"

da war es wie ein Aufwachen, die Art und Weise, wie man mich behandelt hatte, löste bei mir eine Art Trotzreaktion aus, eine Chance mich noch einmal zu wandeln, den Rest dieser ganzen Scheiße, die ich mit mir rumtrage loszuwerden. Da scheint ja noch was zu sein, was mich hindert... Ich selbst zweifle ja daran, aber sobald dann das Schreiben kommt, kann ich ja zum Psychiater und mir den angeordneten Therapietermin zu holen, ich bin wirklich gespannt, worum es hier geht. Und ob es nicht darum geht, mich zu einem ordentlichen Lemming zurückzustutzen, weil ich ein paar Ideen lebe, die vielleicht nicht übereinstimmen mit einer guten Prognose für eine Transplantationsfreigabe.

6/19/2025

I'll be missing you

na, könnt ihr euch denken, was heute meine Themen waren?

Top 5 der schockierendsten Bibelstellen (Triggerwarnung)


1. 2. Könige 2,23–24 – Die Bären und die Kinder

Und er ging von dort nach Bethel. Und als er des Weges hinaufging, kamen kleine Knaben aus der Stadt und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: ‚Komm herauf, du Kahlkopf!‘
Da wandte er sich um, verfluchte sie im Namen des HERRN.
Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern.

Kontext: Der Prophet Elisa wird verspottet. Die Szene ist drastisch – ob symbolisch oder historisch gelesen, sie bleibt schwer nachvollziehbar.


2. 5. Mose 21,18–21 – Steinigung des ungehorsamen Sohnes

(siehe oben) – Ein rebellischer Sohn soll vor der Stadt gesteinigt werden.
Diese Stelle ist ein Paradebeispiel für die strengen Rechtsvorschriften im alten Israel.


3. Richter 19 – Die verstümmelte Nebenfrau

Ein Mann gibt seine Nebenfrau einer gewalttätigen Menge zur Vergewaltigung.
Am nächsten Morgen ist sie tot. Er zerstückelt ihren Körper in zwölf Teile und schickt sie durchs Land.

Wortlaut (Auszug):

„Er zerlegte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in alle Gebiete Israels.“ (Richter 19,29)

Diese Geschichte ist einer der düstersten und brutalsten Berichte in der Bibel.


4. Psalm 137,9 – Kinder gegen Felsen

„Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt
und sie am Felsen zerschmettert!“ (Psalm 137,9)

Kontext: Der Psalmist beklagt das babylonische Exil – in einer extremen Mischung aus Schmerz, Hass und Vergeltungsfantasie.
Diese Racheaussage ist poetisch – aber schwer zu ertragen.


5. 2. Mose 12,29 – Tötung der Erstgeborenen Ägyptens

„Und in der Mitte der Nacht schlug der HERR alle Erstgeburt im Lande Ägypten: vom Erstgeborenen des Pharao [...] bis zum Erstgeborenen des Viehs.“ (2. Mose 12,29)

Kontext: Die 10. Plage – Gottes Gericht über Ägypten.
Es ist ein Akt göttlichen Eingreifens zur Befreiung Israels, aber mit massivem Kollateralschaden.


🧠 Warum so viel Gewalt – und warum lässt Gott das zu, obwohl er allmächtig ist?

Das ist die klassische Theodizee-Frage:

Wenn Gott gut ist und allmächtig – warum gibt es dann so viel Leid, Bosheit und Gewalt (auch im Namen Gottes und von ihm ausgehend)?

🕊️ Mögliche theologische Erklärungen:

1. Freier Wille

  • Menschen sind frei, auch zum Bösen.

  • Gott will keine Roboter – er lässt Raum zur Entscheidung, sogar zum Fehlverhalten.

2. Erziehung statt Zwang

  • Die Bibel (besonders das Alte Testament) beschreibt einen Gott, der mit einem „halsstarrigen Volk“ ringt.

  • Die Strafen sollen aufrütteln, nicht vernichten – vergleichbar mit strenger Erziehung.

3. Die Texte sind menschlich gefärbt

  • Viele moderne Theologen sagen: Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort – das heißt, es spiegelt auch die damalige Kultur und Mentalität wider.

  • Gewalt wird nicht immer gutgeheißen, sondern oft nüchtern berichtet, um zu zeigen, wie schlimm Dinge werden können, wenn Gott vergessen wird.

4. Apokalyptische Sprache

  • Viele der heftigsten Stellen sind symbolisch oder poetisch – Ausdruck extremer Emotion (wie Psalm 137), keine moralische Anleitung.


Zusammengefasst:

  • Die Bibel enthält teils grausame Szenen, weil sie das echte (und oft kaputte) Menschsein schildert.

  • Gott erscheint manchmal als strafend – aber im größeren Bogen der Bibel geht es immer wieder um Versöhnung, Neuanfang und Gnade.

  • Das Christentum sieht im Tod und der Auferstehung Jesu den Wendepunkt: Der Gott, der einst Gerichte brachte, trägt nun selbst das Leid, um Frieden zu ermöglichen.


Und jetzt frage ich euch, Meinungen, Stellungnahmen, Erklärungen? Vielleicht Ergänzungen, Kritik ist keine Blasphemie Leute und wir sollten uns immer vor Augen führen, dass unser guter Gott will, dass wir uns entfalten, lernen und verstehen und trotzdem oder gerade deswegen an ihn glauben. In diesem Sinne...

Rauch und Fleisch für die Götter?

Rauchopfer im Alten Testament – Gottes Nase?

Ja, tatsächlich!

Im Alten Testament wird mehrfach erwähnt, dass Gott den Duft von Opferfleisch liebt. Hier ein Beispiel:

„Und der HERR roch den lieblichen Geruch…“
(Genesis 8,21) – nach Noahs Brandopfer

Auch bei den Tempelopfern (z. B. im 3. Buch Mose) wird betont, dass das aufsteigende Fett und Fleisch als „wohlgefälliger Geruch“ zu Gott steigt.

Worum ging es wirklich?

  • Es ist keine wörtliche Nase Gottes gemeint.

  • Der Geruch steht symbolisch für die Annahme des Opfers – ein Zeichen: Gott ist zufrieden.

  • Das Verbrennen = Verwandlung → das Irdische steigt ins Göttliche auf.

Hintergrund:

  • In der antiken Welt (auch bei Babyloniern, Griechen, Römern) galten Rauchopfer als Verbindung zur Götterwelt.

  • „Geruch“ = unmittelbares Zeichen der Anwesenheit (auch im Tempel z. B. durch Weihrauch).


Herzensopfer bei Inka & Maya – brutale Hingabe?

Ja, es gab rituelle Menschenopfer, z. B. bei den Azteken, Inka und Maya. Besonders spektakulär: das Herausreißen des Herzens bei lebendigem Leib, oft oben auf Tempelpyramiden.

Aber warum?

  • Kosmischer Kreislauf:
    Die Götter hatten einst ihr eigenes Blut geopfert, um die Welt zu erschaffen.
    → Die Menschen geben nun ihr Blut, um die Sonne am Leben zu erhalten.

  • Herz = Sitz der Lebenskraft
    → Es wurde dem Sonnengott dargebracht, um seine tägliche „Reise“ zu sichern.

Wichtige Aspekte:

  • Es war nichts Sadistisches, sondern ein religiöses Pflichtopfer.

  • Oft wurden Fremde, Kriegsgefangene oder Freiwillige geopfert.

  • Das Opfer wurde als heilig angesehen, manchmal sogar als Auserwählter.


Kinderopfer – z. B. Karthago, Moab, Ägypten

Auch in anderen Kulturen (u. a. Phönizier, Moabiter, Kanaaniter) gab es Kinderopfer, z. B. an den Gott Moloch (vgl. Levitikus 18,21 und Jeremia 7,31).

Warum?

  • In existenziellen Krisen (Dürre, Krieg, Ernteausfall) galt das Opfer des „Wertvollsten“ (ein Kind!) als letzte Hoffnung.

  • Man glaubte, die Götter gnädig zu stimmen – durch das Höchste, was man geben konnte.


Was sagt die Bibel dazu?

Die hebräische Bibel lehnt Kinderopfer klar und scharf ab:

„So etwas habe ich nie befohlen, es ist mir nie in den Sinn gekommen.“
(Jeremia 7,31)

Und die Geschichte von Abraham und Isaak (Gen 22) zeigt, dass Gott keine Menschenopfer will, sondern Gehorsam und Vertrauen.


Gemeinsamkeiten in all dem?

  • Opfer = Brücke zwischen Mensch und Gottheit

  • Je kostbarer das Opfer, desto größer die Wirkung (Blut, Herz, Kind)

  • Rauch, Blut, Fleisch sind in vielen Religionen „Medien“, durch die Menschen das Göttliche berühren wollen

  • Aber: Kulturen unterscheiden sich massiv in der Wertigkeit des Lebens und dem, was sie als „heilig“ ansehen

3 Fragen zu Fronleichnam

Warum heißt Fronleichnam auf Englisch manchmal "Happy Cadaver"?

Ganz einfach: Das ist eine humorvolle (und etwas respektlose) Fehlübersetzung.

 "Fronleichnam" kommt aus dem Mittelhochdeutschen:

  • "fron" = des Herrn

  • "lichnam" = Leib/Körper (nicht Leiche!)

Es bedeutet also: "Fest des Leibes Christi"nicht "froher Leichnam" oder gar "Happy Cadaver" (was auf Englisch "fröhliche Leiche" heißen würde).

Diese Übersetzung taucht gern im Internet oder in Satire auf, ist aber falsch gemeint und verstanden – ein Missverständnis durch den Sprachwandel.

Feiern Katholiken wirklich, dass sie Jesus "essen"?

Die kurze Antwort:

Ja – aber nicht als Kannibalismus!

Die theologische Erklärung:

  • Beim Abendmahl (Eucharistie) wird die Hostie zum Leib Christi – so glauben es Katholiken.

  • Aber: Nicht im biologischen Sinn, sondern im sakramentalen, geheimnisvollen Sinn.
    Die äußere Gestalt bleibt Brot – der "Wesenskern" ist Christus.

Das nennt sich Transsubstantiation:

Brot und Wein werden gewandelt, aber sehen immer noch wie Brot und Wein aus.
Es ist kein Kannibalismus, weil Jesus nicht „zerteilt“ oder „getötet“ wird – er ist verherrlicht und lebendig gegenwärtig.

Warum wirkt es trotzdem seltsam?

Weil es für Außenstehende wirklich schräg klingen kann, wenn jemand sagt:

„Das ist der Leib Christi, den ich esse.“

In den ersten Jahrhunderten wurde den Christen deshalb sogar vorgeworfen, sie seien Kannibalen – genau wegen dieser Worte.

Aber in der Theologie ist klar:

Es ist eine geistige Speise, keine physische Zerstörung eines Körpers.

„Trinket alle daraus, das ist mein Blut.“
(Mt 26,27-28)

Die Sprache der Eucharistie ist symbolisch aufgeladen, dabei aber in der katholischen Tradition real gemeint, nur eben nicht materiell/blutig. Das ist ein schmaler Grat – und genau deshalb finden viele das Thema so faszinierend (oder verstörend).

Drüber hinwegkommen ist nicht Vergessen

Hey Freunde, ich war mal jemand, der hatte jeden einzelnen eurer Geburtstage genauso im Kopf wie den Tag an dem wir uns kennengelernt haben, wann ihr geheiratet habt, geschieden wurdet, Kinder, etc. Kann ich nicht mehr. Ich weiß nicht, ob es am dauerhaften Konsum von Beruhigungsmitteln liegt, daran, dass ich nicht mehr der Jüngste bin, dass diese Daten für mich nicht mehr die Wichtigkeit haben, die sie einst hatten, als wir uns noch alle näher waren oder einfach etwas ist, das man vergisst.
Bei den wichtigsten Menschen in meinem Leben würde ich lügen, wenn ich behaupte, dass ich ihre Daten vergesse, es ist einfach nicht so, was einem wichtig ist, vergisst man nicht, es kann einem kurzzeitig durchrutschen oder man kommt drüber hinweg, aber man vergisst nur, was einen nicht mehr interessiert. Darum ist es unglaublich wichtig in meiner Welt, Menschen zum Geburtstag zu gratulieren, auch wenn man sonst vielleicht nicht mehr so viel miteinander unternimmt, es ist der Tag an dem man doch auch mal an diesen oder jenen Menschen denken kann und glaubt mir mal, ich bin der letzte der versteht, dass man an einem stressigen Tag drüber wegkommt und am nächsten Morgen auf den Kalender blickt und sieht, der Geburtstag war gestern. So oft, wie in diesem Jahr habe ich noch nie nachträglich gratuliert, denn im Gegensatz zu Tabletten, die man nicht nachnehmen sollte, ist ein lieber Spruch oder ein Ich-denk-an-dich auch am Tag danach noch gut und fühlt sich auch so an.
Fiel mir nur gerade so ein, als ich irgendwo im Vorüberscrollen las, dass "Das habe ich total vergessen", eine toxic phrase von Menschen ist, denen man am Allerwertesten vorbei geht. Jeder Mensch wird diese auch schon benutzt haben, allerdings ist das, wenn nicht nur schlecht formuliert eine klare Ansage und sagt viel über eure Beziehung zueinander aus.

Whiteknighting?

Ach scheisse, Leute, mittlerweile gibt es auch für alles einen Begriff, der zwar irgendwie präziser zu sein scheint, sich aber irgendwie immer anfühlt, als wenn sogar gute Dinge etwas Schlechtes sind.

Heute: "Whiteknighting!" Ich meine ich verstehe den Punkt, dass es toxisch sein kann, wen man sich oder andere als den weißen Ritter in seiner glänzenden Rüstung als der Held aller unterdrückten Völker inszeniert, allerdings ist das ja schon eine Verkehrung dessen, wofür der weiße Ritter einmal stand, Werte wie Loyalität, Nächstenliebe und Ehre und son Zeug. Die Ritter waren eine auf ethischen Werten und Treue basierte Gemeinschaft der Edelsten eines Königs, zumindest in den Geschichten meiner Kindheit. Dass darunter natürlich auch, wie in jedem edlen Zirkel auch Schlächter, Vergewaltiger und anderes Gesocks waren und der Ritter als solcher die Geschichte war. Beim weißen Ritter spielen dann auch noch Dinge wie "weißer alter Mann" und andere Assoziationen mit. Die Ritter vom Ku-Klux-Klan waren auch weiß und hielten sich für die Edle Spitze einer faschistoiden Gesellschaft von Menschenhassern. Also, ja, ich verstehe, dass der Begriff negativ konnotiert ist und trotzdem finde ich, wir sollten auch bei den finstersten Assoziationen, die wir mit was auch immer haben die Chance sehen, etwas Gutes im Bösen zu sehen und weiß war mal eine sehr helle Sache und hatte nichts mit Hautfarben und Ähnlichem zu tun, btw. Eisbären sind weiß, ich habe noch keinen weißen Menschen gesehen.

6/17/2025

Nicht so ganz glauben?

Wie geht sowas denn? Ist das dieses, mir gefällt die Idee von Glauben, aber ich kann das nicht, weil ich lieber frei sein will? Oder nicht gewillt bin, alles, was ich glaube, aufzugeben, um mich dem Glauben hinzugeben?

Interessante Ansicht, dann trotzdem gern in die Kirche zu gehen, wegen der Gesellschaft und der guten Ideen und so....

Irgendwie ist das bei mir genau umgekehrt, ich verachte die Kirchen, wegen ihrer Indoktrinierung und überstülpen von Ideen, die mit wahrem Glauben nichts zu tun haben und sogar gegenläufig sind. Anstatt in einer Gemeinschaft, deren Führer eine Idee vorgeben zu dienen habe ich die Erfahrung gemacht, dass wahrer Glauben keine Vermittler braucht, keine Deutung, es macht alles Sinn, man muss nur glauben, dass es so ist. Wahrer Glauben hatte noch nie etwas mit Religion oder Kirche oder Gemeinschaft zu tun, sondern bloß mit Hingabe, Willen, Liebe und Vertrauen. Aber hey, das ist ja nur meine "Meinung", es ist nicht an mir zu urteilen. In diesem Sinne...