11/01/2024

T and Fs Oktober '24

Der Oktober war ein durchwachsener Monat, mein Zustand ist immer noch nicht wieder so, dass ich richtig großen Spaß am Filmabend haben konnte, trotzdem gab es 24 Sichtungen von denen 4 Rewatches waren. Alles was der Oktober hergab, hier im Film-Tagebuch auf letterboxd.

Und da gestern Halloween war und ich noch etwas Nachstress habe, weil das echt nicht das geilste Halloween der letzten Jahre war, schnell zu den Tops und Flops:


Flop Fünf
1 - Nine Dead
2 - Sisters Of Death
3 - Beta Test
4 - Time Cut
5 - Elevator Game

Top Fünf
5 - Goal Of The Dead - 11 Zombies müsst ihr sein
4 - Joe
3 - The Salvation
2 - Rebel Ridge
1 - Bliss


Wie immer die Frage an euch, war euer Oktober auch eher ein Gruselmonat oder habt ihr mit dem ganzen Kram nix zu tun und guckt, worauf ihr gerade Bock habt ohne die Einschränkung eines Monats durch die Industrie, die euch weißmachen will, dass Halloween ein weltweites Konzept sein kann?

10/31/2024

"Irren ist menschlich"

oder im Original von Seneca "Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum", was übersetzt dann ungefähr "Irren ist menschlich, den Irrtum zu leben jedoch teuflisch", bedeutet.

Generell sind wir Menschen ohne Führung stehts auf dem Weg in die Irre, daher ist die Täuschung Teil unseres Wegs. Im Normalfall machen wir Fehler, lernen daraus und meiden dementsprechend dem Irrweg länger zu folgen als notwendig. Warum gibt es jedoch dennoch Menschen, die sich ihrer Fehler durchaus bewusst sind, sie jedoch mehrfach begehen und bewusst die eigene Lüge leben?

Na, ja Seneca hatte das schon ganz gut formuliert, wer bewusst ein Leben in Irrung oder Täuschung wählt, der muss des Teufels sein. Was jetzt klingt wie irgendein wirres christliches Devil-Bashing ist nichts weiter als der Hinweis darauf, dass jeder mal Fehler macht und das auch voll okay ist, wenn man es sich und gegebenenfalls dadurch seiner übergeordneten Instanz eingesteht und bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit etwas anders macht, im Besten Fall Vergebung erbittet.

Gott zum Beispiel muss kein Blödsinn sein, sondern kann in vielerlei Hinsicht als eben jene übergeordnete Instanz aller gesehen werden, wenn man nicht in der Lage ist Selbstreflektion oder Eigenliebe zu empfinden, geschweige denn zu leben. Gott kann was für Alle sein, was immer sie gerade brauchen.

In diesem Sinne... Liebe geht raus!

10/30/2024

Wirre Wölfe rumpeln Dortmund raus

Während der ersten Hälfte des Pokalspiels Wolfsburg - Dortmund dachte ich erst, es handle sich um eine Parodie auf Fußball. Beide Seiten "spielten" auf Kreisliganiveau und ich traute meinen Augen nicht. In der zweiten Halbzeit fragte ich ganz oft, ob meine Ansprüche an Fußball so hoch geworden sind, dass ich hier keinen Spaß dran haben kann. Nach 98 Minuten war mir längst klar, dass die Borussia, die wirklich an einem Tiefpunkt angekommen ist, ausscheiden würde. Irgendwann in der Nachspielzeit bestätigte sich diese Vermutung und ich fühlte nichts. Ich saß da und merkte, wie meine Freunde langsam den Raum verließen und schlafen gingen...

Na ja, man hätte sowohl 4 zu 0 gewinnen können, oder auch verlieren, am Ende ist man raus. Und irgendwie ist mir das deutlich egaler, als es mir sein sollte. 

Schauen wir mal, was Wochenende gegen die Dosen passiert...

10/29/2024

"German Lüften", habe ich einen Trend ausgelöst?

Stoßlüften Trend in den USA wird wie eine deutsche Wundererfindung im Netz gefeiert, dabei ist es eine Sache, die wir hier schon seit ich denken kann, machen. Und ich bevorzuge es auch, vor Allem gegenüber dem ständigen Durchzug durch "Auf Kipp".

Aber diesmal ist der zeitliche Zusammenhang so, dass ich mir einfach mal ein Stück vom Kuchen zuschreibe, habe ich doch vor ein paar Monaten einen Song zum Thema geschrieben und ihn bei/mit SunoAI rausgehauen, hier ist der Link:
Stosslüften

Hört gerne mal rein, lasst Kommentare da oder hier und weil es jetzt ja eh raus ist, kündige ich schon einmal für nächstes Jahr ein paar Releases an, die auf meinen Texten und der technologischen Errungenschaft von AI basieren werden.

Leute, im Ernst? Es gibt da diesen Begriff für das vermeintlich gehäufte Auftreten von Dingen in unserem Leben mit einem ähnlichen Themenbezug, ihr kennt das, man redet über etwas sehr abwegiges, wie einen alten Käfer von VW und im Laufe der Woche fahren drei davon bewusst an euch vorbei.

Ich finde es trotzdem ganz schön irre, dass die Amis im Jahr 2024 entdecken, dass man Fenster auch öffnen kann und damit frische Luft bekommt. This is the world we live in!

10/27/2024

Ich bin gebrochen, von der Puppenkiste geteebeutelt?

Ich weiß ja, dass ich mich nicht in die Profisportler eines ökonomisch geführten Sports-Entertainment Unternehmen hineinversetzen kann, weil ich NUR EIN FAN bin, der mit seinem Verein durch die dunkelsten Zeiten geschritten ist, der seit seinem zehnten Lebensjahr kein anderes Vereinslied sang, der wohl auch in den Farben zu Grabe getragen wird.

A-BÄR

Was zur Hölle erlauben sich die Spieler von Borussia Dortmund (Ausnahmen bestätigen die Regel) bitte auf dem Platz abzuliefern, das ist zeitweise zur Schau gestellte Arbeitsverweigerung, angeführt vom Oberindianer, der mit seiner Einwechslung regelmäßig zum kompletten Zusammenbruch des Mannschaftsgefüges führt? Bin ich denn bescheuert, was gehört denn unweigerlich dazu, wenn ich in irgendeiner Sportart Profi werde? Siegeswille, schon mal gehört? Diese Mannschaft macht den Eindruck, als ob die (besonders bei Auswärtsspielen; warum es zuhause NOCH funktioniert, weiß der Himmel) inne Zeche einfahren und nach kürzester Zeit merken, dass das nix fürse ist und irgendwie da raus wollen, dann kommt auch noch der Schichtwechsel und der beliebte Vorarbeiter, der Unvermögen vorlebt und man das Gefühl hat, wenn man nach 90 Minuten (aus welchem Grund auch immer) noch mal 9 Minuten geschenkt bekommt, eigentlich alle Feierabend machen wollen, anstatt sich nochmal aufzuraffen. Und bei weitem hat mit dem FC Augsburg, man möge es mir verzeihen hier keine Top 5 Mannschaft gespielt. Die waren nur in einer einzigen Sache objektiv gesehen besser und das war der unbedingte Wille zum Sieg.

Suchen wir Schuldige? Der Versuch ist zum Scheitern verurteilt, das wäre so wie der Versuch in einem Planschbecken in das man ein paar Magneten geschmissen hat herauszufinden, wie sie da hereingekommen sind. Oder anders, eine qualitativ hoch talentierte, aber nullbockige Mannschaft mit einem Kapitän, der seinen Zenit überschritten hat, das aber nicht einsieht und so viel mit sich zu tun hat, dass er keine Mannschaft führen kann, mit jeder Menge Spielern, die Führung nötig hätten um ihre Leistung abzurufen auf ein Fußballfeld stellt mit klaren Anweisungen, die diese aber spätestens zur Halbzeit vergessen haben oder durch anderswitige Einflüsterungen... Leute, ich habe keine fucking Ahnung.

Gegen den Trainer? Schon wieder? Untrainierbar? Glaub ich nicht! Sind es die Führungsspieler? Welche Führungsspieler? Warum gehen die nicht einfach mal einen saufen, quatschen sich aus und kriegen den Scheiß in den Griff. Es sind ja nicht die wirklich guten Neuen, da sehe ich Power und Engagement, aber in den letzten Jahren hat unsere Mannschaft es geschafft Spieler auf ihr Niveau runterzuziehen und das schon seit mindestens Erling Haarland, im Ernst, der hätte hier länger gespielt, wenn die Mannschaft um ihn herum nicht immer schlechter geworden wäre, damals schon, Sancho, Bellingham konnte man nicht nur wegen des Geldes nicht halten, sondern auch wegen fehlender Perspektive auf persönliche Verbesserung, guckt euch doch mal an, wer in den letzten Jahren von Dortmund weg ging und dann Weltniveau erreichte. Und so leid mir das tut, aber Kaderplanung hin oder her, warum denn nicht mal richtig in die Tasche greifen, ab und zu braucht das beste Unternehmen Umstruktuierung. Ich weiß, das Leben ist kein Fußballmanager, trotzdem habe ich mir früher bei Anstoss 3 immer die Spieler rausgesucht, die am wenigsten Leistung brachten und die wanderten auf die Transferliste, jeder über 30, wenn er kein 12er war oder irgendwas special hatte, zack Transferliste, 10 Jahre im Verein, egal, Jugend hochziehen, die jungen Wilden ranlassen, Positionen die nicht besetzt sind in meinem System? Entweder trainiere ich dann darauf, dass die positionsfremd spielen können oder sorge dafür, dass ich insgesamt jede Position mindestens doppelt besetzt habe. Drei bis vier Wettbewerbe und einen verletzungsanfälligen dünnen Kader, vielleicht wird da auch an der falschen Stelle gespart. Man verpflichtet Spieler für Schnäppchenpreise im internationalen Vergleich und keiner fragt sich, wie man einen Nmecha, der gnadenlos gut sein kann so günstig bekommen konnte (er ist nur ein Beispiel), aber seit Jahren haben wir Dauerverletzte, die eben einfach nicht mehr wert sind, weil sie nur maximal die Hälfte ihrer Dienstzeit beim BVB überhaupt auf dem Platz stehen. Wie gesagt im Fußballmanager sortierte ich die verletzungsanfälligen aus, was bringt mir denn ein Spieler, der ne halbe Saison verletzt ist und erst gegen Ende dann endlich auf seinem High Level ist, wenn ich vermutlich schon alle Titel und Ambitionen verzockt habe, das ist weder gut für den Verein noch für die Psyche des Spielers, das ist wie bei 0 zu 4 als Stürmer eingewechselt zu werden in der 70sten Minute. 

Wer plant den Kader bei nem Fussballmanager? Genau, der Trainer und sein Scouting Team mit den Geldgebern, die man praktischerweise in Personalunion verkörpert im Spiel. Daher ist das englische System so gut, wo es ähnlich läuft, Trainer und Manager sind quasi eine Person, die Geldgeber unterschreiben, fertig. Wie soll es auch anders laufen, der Trainer hat eine Idee vom Fußball, den er spielen will. Wenn er neu kommt, muss er mit dem arbeiten, was da ist, a-bär wenn man schon von einem langfristigen Umbruch spricht, dann muss man den doch fragen, wen er will, langfristig. Und das Team um einen Sportmanager oder Spielerverpflichter, Head-Of-Scouting, Berater whatever muss dann dafür sorgen, dass die Wünsche eines Trainers erfüllt werden und nicht mit eigenen Ideen kommen, Leute holen, weil sie Nationalspieler sind wegen der Quote, damit Borussia Dortmund als internationale Marke wahrgenommen wird bei Länderspielen, was das für ein Unfug. So funktioniert ein reines Unternehmen, aber hier geht's doch auch noch ein wenig um sportlichen Erfolg oder? Der bringt doch auch Kohle ein, oder? Wir Fans? Nein?

Spätestens aber wenn sich Trainer und Einkaufsteam einig sind, darf es nur noch eine Frage der Möglichkeiten und nicht der Befindlichkeiten derer sein, die am Ende den Daumen nach oben zeigen. Ich kann ja verstehen, dass man den Kahn, den man wieder in ruhiges Fahrwasser gesetzt hat in jahrelanger wahrscheinlich schwerer Kleinarbeit nicht wieder dem Sturm aussetzen will, aber was soll der Protektionismus, ich mag ja komisch sein, aber wenn ich persönlich entscheiden könnte, zwischen reich und erfolgreich (oh fällt was auf?) Erfolgreich natürlich, denn durch Erfolg wird man auch reich, man muss halt was investieren. Und wenn ich schon ne unglaubliche Jugendarbeit mache, warum kaufe ich dann fucking Bundesligaspieler, die anderswo aussortiert wurden (wahrscheinlich aus Gründen) anstatt meine Jugend hochzuziehen, sobald sie auch nur annähernd Zweitliga-Niveau zeigen. Wer nicht spielt, kann auch nichts lernen ("Grau ist alle Theorie")

Ich habe das Gefühl, das Trikot, das ich Wochenende für Wochenende am Leib habe, bedeutet nichts mehr, es fühlt sich schmutzig an wenn ich es aus dem Schrank ziehe, der Verein verliert gerade das, was ihn immer ausgemacht hat, "unseren ganzen Stolz", er verliert die Identität, er verliert UNS, DIE FANS. Und mit jedem Spiel, wie dem gestern empfinde ich mehr Leere in mir, wo doch stets ein Feuer brannte, selbst als wir nahezu pleite waren, Thomas Doll sich den Arsch ab lachen wollte, selbst da fühlte ich mehr Verbundenheit mit dem Verein, allen Verantwortlichen, sogar den Spielern, die sicher auch keine Lust hatten nicht zu wissen, wie es weitergehen sollte, die monatelang auf Gehalt verzichten mussten und solcherlei Dinge. Die haben geopfert, für den VEREIN, versteht ihr das? Es geht nicht um ein schickes Trikot oder einen hippen Fußballclub, nicht darum im coolsten Stadion der Welt zu spielen, vor den ach so besten Fans. ES GEHT UM DEN VEREIN, mit solchen Leistungen und der darauffolgenden Außendarstellung schadet ihr dem VEREIN, die Emscher fließt weiter, die Bierhähne auch, aber was passiert mit den Gesichtern, den Gesichtern, die für den Verein leben, brennen, alles auf sich nehmen. Die Gesichter verblassen, sie verbleichen, ECHTE LIEBE stirbt nie, aber es braucht für jedes Feuer eine Glut und die erlischt langsam.

"Und wir werden immer Borussen sein, es gibt nie nie nie einen anderen VEREIN, DORTMUUUUND, DORTMUND, DORTMUND!", das bedeutet UNS was und ich habe eine Zeit miterlebt, da bedeutete das auch der Mannschaft etwas, den Spielern. Wer das (aus welchem Grund auch immer) nicht spüren kann bei seiner Unterschrift, der soll doch bitte nicht unterschreiben. Das Prestige beim BVB gespielt zu haben oder den Verein in eurer Vita zu haben entehrt ihr, wenn ihr dessen Idealen nicht folgt und es nicht spürt.

In diesem Sinne, ich hoffe, ich muss den Post nicht wieder rausnehmen, das musste einfach mal raus.

10/25/2024

Mit bekanntem You-Tuber in Traum-LA. WTF?

In einer neonbeleuchteten Nacht landete Ich, der tapsige Grizzly im knallbunten Hawaiihemd, in Los Angeles. Am Flughafen wartete bereits Elyas, der ruhige Wanderer. „Hey Tickman!“, rief er, als er den Bären erblickte. „Bereit für ein Abenteuer?“

Wir umarmten uns kurz, dann klingelte mein Handy. Meine Eltern wollten nur kurz hören, ob ich gut angekommen sei. Das war schnell erledigt – und ehe ich mich versah, waren wir schon auf dem Weg durch die Palmenalleen: zweieinhalb Kilometer bis zum alten Terminal. Unterwegs erzählte Elyas von seinem YouTube-Kanal und ballerte mich mit Trivia zu "Predator" dicht, während ich versuchte, seine Art rumzuhampeln nachzuahmen – doch meine Pranken passten nicht zu seinen ausufernden Gesten. Schließlich endete unser Spaziergang am heruntergekommenen Rückflugterminal.

Dort stieß ich auf einen dunkelhäutigen Mann an einem Kiosk. Er bot mir Bier an und lächelte verschmitzt, als ich zweimal "Ja" murmelte. Mit kühlem Gerstensaft in der Pfote wankte ich weiter, bis wir vor einem kleinen, engen Laden mit einer schimmernden Menora über der Tür hielten. Drinnen wurde ich von einem bedröppelt wirkenden religiösen Führer begrüßt, der sofort wusste, dass wir nicht hier waren, um heilige Schriften zu kaufen. Er flüsterte uns ins Ohr: „Folgt mir durch die Gassen der Verlassenen – ich bringe euch direkt zur Rollbahn.“

Draußen war die Straße menschenleer. Dunkle Gassen wanden sich wie Schlangen um alte Lagerhallen. Plötzlich heulten Sirenen auf: Zwei Polizeiautos rasten heran, und Maschinenpistolen knatterten. Elyas zog mich an der Klaue hinter einen der rostigen Container, die überall rumstanden. „Nicht stehenbleiben!“, keuchte er. Also rannte ich im Hawaiihemd, schwere Tatzen wirbelten Staub auf. Kugeln zischten an uns vorbei, doch wir entkamen durch ein Loch im Zaun direkt auf die Piste. Plötzlich fing Elyas an hinter sich eine grüne Wand herunterzuziehen und über "Heat" zu referrieren. Ich ließ ihn allein und lief kopfschüttelnd weiter.

Kaum hatte ich mich aus dem Staub gemacht, stolperte ich über ein Pappkarton-Klo, verwaist und ohne Klopapier. Gerade als ich darin Zuflucht suchte, stürmte der alte Bewohner heraus – Augen rot vor Wut – und begann, mich mit Fäkalien zu bewerfen. „Was soll das?!“, brummte ich und wischte mir den braunen Schleim aus dem Fell. Der Mann fuchtelte wild mit seinem Eimer, bis Elyas hinter mir auftauchte und rief: „Tickman, wach auf! Wir verpassen unseren Flug!“

Dann wachte ich auf und schaltete einen meiner Lieblings-YouTuber und den Fernseher aus.


10/24/2024

Projekt: Top 250 – Majesty

Majesty – Power Metal mit Schwert und Schild, und damit natürlich genau mein Ding. Aufmerksam wurde ich auf die Band durch das Album „Legends“, das ich wirklich rauf und runter gehört habe. Das war nicht einfach nur Musik, das war Motivationssoundtrack, Fantasyfilm im Kopfkino, eine Mischung aus Heldensagen, Rebellion und epischem Pathos - all das, was Power Metal eben so großartig machen kann, wenn er es gut macht. Majesty macht das gut.

Im Vergleich zu vielen anderen Bands auf dieser Liste sind sie relativ jung, erst seit 2000 aktiv, und trotzdem fühlt es sich an, als wären sie schon immer da gewesen, zumindest seitdem ich Power Metal wirklich liebe. Klar, die Lyrics sind manchmal drüber, das Pathos ist dick aufgetragen, a-Bär genau das ist doch die Magie: Fäuste in die Luft, Herzen in Flammen.

Majesty liefern genau das, was man sich unter True Metal vorstellt – eine Hommage an Manowar, aber mit deutscher Bodenständigkeit und eigenem Charakter. Klingt wie ne Lobhudelei ohne Herz, es ist schwertgewordene Herzensmusik, die ich so sehr liebe, dass kaum Worte existieren es zu beschreiben.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Donots

Die Donots sind schon ne nice Truppe, live damals Anfang der 2000er im Rockpalast immer wieder großer Spaß, auch wenn ich sie in Playlists meistens immer in der Kombination mit den Beatsteaks höre, allerdings sind die meines Wissens gar nicht platziert, höre ich einfach zu selten. Die Donots dagegen höre ich schon so lange, wahrscheinlich auch schon seit meiner Jugend.

Hier gibt es auch ein definitives Lieblingslied und das stammt aus einem meiner Guilty-Pleasure Filme, einem deutschen Horrorfilm, der gar nicht so schlecht ist, es handelt sich um "Swimming-Pool", und der Song heißt "Room with a view". Und ich sag es ja ungern, doch das ist auch ein Song, der mich immer wieder an die Eine in meinem Leben erinnert, sorry Babe. She's my "Saccharine smile", die Donots sind Happy Punk aus Münster, kann ich mich auch heute noch dran festhören.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Edguy

Lieblingsbandalarm! Bevor es Avantasia gab, waren da Edguy. Eine der Bands der ersten Stunde als ich in den Power Metal Zirkus einstieg. Theatralisch war Tobi schon damals, doch hier war noch viel mehr Power drin, weniger Avantgarde, mehr Metal. Klar, das ist quasi "Schlagermetal" – jedoch im besten Sinne! Ironisch, überladen, episch und einfach geil zum Mitsingen. Ich habe Edguy geliebt, damals rauf und runter gehört, sie haben mich durch so viele absurde, großartige und merkwürdige Lebensphasen begleitet. Und auch wenn sie heute bei mir deutlich seltener laufen:

Sie gehören zu meinen absoluten Herzensbands – eine dieser Bands, die in den verlorenen 7 ganz sicher in der Top Ten waren. Und das mit Recht – was für ein Vermächtnis an mitreißendem Wahnsinn, was für ein Soundtrack für Tage, an denen man sich wie der Held seiner eigenen Oper fühlen möchte. Waren mir leider nie live vergönnt, denn ihre Konzerte fanden als ich richtig into it war irgendwo in Südamerika statt, weit weg für einen Agoraphobiker. Und doch wäre das noch was für die Bucket-Liste, so sie denn je wieder als Edguy aufträten. Aber Lieblingslieder, Leute... hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die zwei Lieder ausgesucht hatte.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Ewigheim

Wenn es einen Soundtrack zur inneren Dunkelheit gab – Ewigheim war meiner.
Nicht laut, nicht schrill, sondern ironisch, morbide, tieftraurig, sarkastisch schön.
Eine Band, die kaum jemand kennt, was fast schon wie ein Gütesiegel wirkt – und genau das Richtige war für Depressionalex und den Grufti in mir, der sich damals gern in Musik hüllte wie in einen schweren schwarzen Mantel, wobei den hatte ich auch. Stücke wie „Heimweg“, „Ein böser Scherz“, „Das Rad der Käfer“ waren mehr als nur Musik, sie waren Anker in der Nacht, wenn die Gedanken kreisten und das Herz schwer war. Ewigheim beschönigt nichts, sie konfrontieren, manchmal mit bissigem Humor, manchmal mit lähmender Klarheit – aber immer mit Stil.

Ich erinnere mich an einen ganz bestimmten Morgen. Ich kam zurück von einem Treffen mit dem Fräulein, über dem Fluss hing Nebel, und der Weg vom Bahnhof heim schien endlos. Plötzlich war da ein schwarzer Vogel, der neben mir her hüpfte, flapsig fast, aber nicht störend – ein Begleiter. Er blieb eine Weile an meiner Seite, schweigend, präsent, beruhigend, und flog irgendwann davon. Heute würde ich ihn vermutlich verscheuchen – damals war er ein Zeichen. Vielleicht aus der Zwischenwelt. Vielleicht aus Ewigheim.

Das war nie Musik für Partys, nie für Nebenbei, wobei unsere "Partys" damals ja mehr Happenings in der Dunkelheit und das Teilen von unendlichem Weltschmerz war, da waren sie dann doch eher Partymusik, wobei man da wohl lieber auf den "Transilvanian Beat Club" oder ähnliches gesetzt hat. Ewigheim waren für die nächtlichen Spaziergänge zu Friedhöfen, Freunden, Verschiedenen, für die Zerbrechlichkeit, für die stillen Tränen und das leise Lächeln danach. Ich bin dankbar, dass ich sie in jener Zeit hatte.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler: