11/10/2024

Karnevalsumzug in den Pfützen unsrer Farben

Erbärmlich BVB
Stimmungsbarometer schwankt immer von ja gut, gewonnen, es geht bergan zu, die haben doch gezeigt, dass sie es können, ich versteh das nicht...

Werde jetzt auch erstmal die Auswärtsspiele meiden und lieber in persönliche Quality Time wandeln, das hat für mich sonst keinen Zweck und es versaut mir ja regelmäßig die Stimmung. Das ist wirklich wie ein Trigger zur depressiven Episode mittlerweile.

11/07/2024

Projekt: Top 250 – Bloodsucking Zombies from Outer Space

Wer mich gut kennt, kennt auch meine Psychobilly/Horrorpunk-Phase – eine Zeit, in der ich mich beinahe vollständig in dieser von Patchoulie geschwängerten Zombieästhetik verloren habe. Die Mischung aus trashigem Horrorkino der 70er und 80er, punkiger Energie, Rockabilly-Wurzeln und dieser latent nekrophilen Schmuddellästhetik war einfach... faszinierend.

Und mittendrin: die Bloodsucking Zombies from Outer Space, eine Band aus Österreich, die wie der Genre-spezifische schlechte B-Movie unter den guten B-Movies klingt. Ich habe sie wirklich gern gehört – nicht nur als Soundtrack zu manischen Phasen, sondern auch als Erinnerung an Zeiten, in denen Bands wie Batmobile, King Kurt oder Balzac sich in meiner Last.fm-Top 10 tummelten. (Die verlorenen 7 lassen grüßen.)

Diese Musik bringt mir heute immer noch den SwampLake-Vibe zurück – diesen schleimig-schönen Sumpf aus Horror, Humor und Herzblut. Geiler Scheiß, ehrlich auch wenn sie im Laufe der Zeit doch deutlich punkiger geworden sind.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Erdling

Erdling – eine Band, die in der Szene der Neuen Deutschen Härte eher unter dem Radar läuft. Weniger bekannt, weniger gefeiert – aber genau das macht sie für mich auch irgendwie spannend. Sie kommen mit einer finsteren Atmosphäre, deutlich düsterer als viele Genre-Kollegen, und obwohl man sagen muss, dass musikalisch nicht immer viel passiert, macht Erdling daraus eben ihr Ding.

Klingt vielleicht etwas eintönig, aber ich höre es trotzdem gerne. Vielleicht, weil ich genau diese Schwere manchmal brauche, vielleicht, weil mich die Mischung aus simpler Härte und dunklem Pathos einfach abholt, vielleicht aber auch einfach, weil sie sich nicht anbiedern und so wirken, als wollten sie wirklich ihr eigenes Ding machen. Ich mag das.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band (findet ihr auch der eine sieht aus wie Matthias Mangiapane?) und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

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Projekt: Top 250 – Mr. Hurley & Die Pulveraffen


Anfangs war da vor allem ein Gedanke: „Klamauk.“ Eine Piratenversion der Kassierer, voll mit zotigen Texten und trinkfesten Reimen. Ein bisschen zu viel „Rum“, ein bisschen zu viel „Rummachen“. Und ja – auch heute noch ist mir das manchmal zu drüber. Doch je öfter ich ihnen begegnete, desto klarer wurde mir: Das ist durchdachtes Konzept – eine Seemannskapelle, die Musik als Rollenspiel versteht. Fantasy, Folk, Mittelalter-Rock auf hoher See, eine Piratencrew mit instrumentaler Feuerkraft und melodischem Feingespür. Natürlich musste ich sie lieben. Besonders in manischen Phasen – ja, auch nach meinem Neuanfang – waren sie der Rum, der mich warmhielt. Der Schnaps, der mich singen ließ, das Seemannsgarn, das meine Realität umwob. Man schaltet sie ein – und die Laune kommt von allein. Was will man mehr?

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Projekt: Top 250 – Equilibrium

Wenn man vor gut zehn Jahren im Internet nach „Unbesiegt“ suchte, landete man schnell im schillernden Abgrund des Drachengames – doch was Equilibrium betrifft, hat das Internet ihnen damit keinen Gefallen getan. Denn diese Band ist so viel mehr als ein Meme, so viel mehr als der Soundtrack eines traurigen Internetphänomens. Equilibrium sind Trance durch TrommelnMeditation durch Marsch, und Ekstase durch epische Flötenmelodien.

Es ist dieser besondere Heidenmetal mit Naturbezug, den man nicht einfach nebenbei hört –
den man fühlt, den man spürt bis tief ins Mark, und der einen aus der Welt schleudert, wenn die eigene gerade zerbricht.

Sie waren für mich ein Fels in chaotischen Zeiten, eine Art musikalisches Abschädeln, das nicht zerstört, sondern heilt. Mit Soundwänden so massiv wie Gebirgskämme und Melodien, die sich wie Sonnenlicht durch Nebel ziehen. Keine andere Band klang für mich je wie sie – und das sagt schon alles.

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Projekt: Top 250 – Bloodbound

Es gibt Musik, die ist wie ein Portal – hinein in Welten voller Dämonen, Drachen und Düsternis, und Bloodbound sind genau dieses Portal. Eine dieser fantasiegetränkten Power-Metal-Bands, bei denen jedes Albumcover nach Feuer und Schicksal schreit, bei denen die Melodien Hymnen für Helden sind und die Refrains klingen, als kämen sie direkt aus einer verborgenen Taverne in Mordor.

Bloodbound haben für mich das Tor zur dunkleren, epischen Seite des Power Metals geöffnet. Lieder wie „Nosferatu“ und „Moria“ ließen mich nicht nur in andere Welten abtauchen, sie fühlten sich an wie Flammen in der Dunkelheit – warm, gefährlich, lebendig.

Wenn ich Bloodbound höre, dann sehe ich diese Farben – Rot, Orange, Gelb, Coverästhetik mit Feuerglut, und in mir brennt wieder dieses Gefühl: Blut und Feuer 4 Live! 🔥

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Projekt: Top 250 – Primal Fear

"Metal is forever!"

Ein Song, ein Lebensgefühl, ein Kampfschrei aus der Tiefe des Powermetal-Herzens – und Primal Fear sind genau die Band, die diesen Satz mit Stahl, Feuer und Gänsehaut füllt.

Es gab diese Zeit, da war Metal für mich nicht bloß Musik, sondern Identität, Haltung und Herzschlag. Und mittendrin: Primal Fear – so druckvoll wie ein Güterzug, so melodisch wie ein flammender Phoenix unter schwarzem Himmel.

Ich habe diese Band verehrt, und tu’s noch heute. "Formula One" zum Beispiel – ein Song wie ein Hochgeschwindigkeitsgewitter, der mir selbst bei Guitar Hero die Finger verknotet hat, aber jedes Mal wieder pures Adrenalin freisetzt. Schnell, kantig, hart – aber eben auch mit diesem gewissen Etwas,dieser Hymnenqualität, die sich ins Ohr fräst und da bleibt.

Primal Fear stehen für eine Zeit in meinem Leben, in der ich den Metal nicht nur gehört, sondern gelebt habe. Und das höre ich auch mehr als 10 Jahre später noch bei jedem einzelnen Riff.

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This is the world we live in

Kurzer Check-Up, wie die Welt da draußen so läuft, während ich hier in Sicherheit mal wieder Darmspiele mache, ja fragt nicht so blöd...

Die Smartphone Borg da draußen sind doch wirklich etwas beängstigend, "wir sind DUMM, sie werden assimiliert werden". Deren einziges Kollektiv ist, dass sie kollektiv zombifizieren...

Projekt: Top 250 – Unzucht

Unzucht – das war der Soundtrack meiner rebellischsten Tage. Ein Ausrufezeichen gegen alles, was mir quer lag: Gesellschaft, Erwartungen, mein eigener Spiegel. Schwarz gekleidet, wütend im Herzen, und wenn das nicht half, dann eben nochmal lauter.

Die Band war für mich nie bloß Musik, sondern eher eine Haltung, eine Mischung aus Zorn, Trotz und dieser typisch deutsch-düsteren Note. Damals fühlte es sich groß an, gegen alles zu sein – und Unzucht gaben dem einen Sound. Roh, aber auch zugänglich genug, um darin nicht zu versinken.

Und obwohl ich heute kaum noch Songtitel im Kopf habe, sind es die melodischen Fragmente, die geblieben sind. Vielleicht weil mein Innerstes doch eher zu Tragik als zu Chaos tendiert. Vielleicht aber auch, weil selbst Rebellion bei mir immer ein bisschen herzzerbrechend klingen musste. Unzucht bleibt so ein schwarzer Fleck auf der Karte meiner Musikgeschichte – nicht negativ, sondern als Erinnerung an eine Zeit, in der alles intensiver war. Und laut.

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Projekt: Top 250 – Eden weint im Grab

Düstere Poesie mit Totenduft – so lässt sich Eden weint im Grab wohl am treffendsten beschreiben. Eine Band, die nihilistische Lyrik, romantischen Todestrieb und schauriges Theater vereint – und das auf eine Weise, die anfangs beinahe unverständlich erscheint. Texte wie aus einem viktorianischen Albtraum, so schwer, dass sie wie nasse Leichentücher an einem hängen bleiben.

Ich habe sie immer exzessiv in meinen dunklen Phasen gehört, meist in den finstersten davon – mit vollem Herz, voller Verzweiflung, manchmal auch mit so einer morbiden Faszination. Eden weint im Grab waren nie bloß Musik, sondern ein Zustand, eine Atmosphäre, eine Einladung, den Abgrund nicht zu fürchten, sondern ihn zu rezitieren.

Und irgendwann, viel zu spät vielleicht, kam mir der Gedanke: Eden Weint Im Grab – E. W. I. G. Na klar. Natürlich. Was auch sonst. Ihre Musik war ein Teil meines eigenen "Depressionalex"-Kapitels, nicht zur Heilung, aber vielleicht zum Verständnis. Manchmal braucht man eben eine Band, die einem das Vergehen erklärt – als Kunstform.

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